Indiana Tribüne, Volume 29, Number 23, Indianapolis, Marion County, 19 September 1905 — Page 3

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Zwischen Deutschland und Gcncrallonsnl Mason's

Deutsche Liebesgaben für italienische Notbleideude. Die Nebellion in Süd-

west-Afrika wächst. Der Zar Sultan. Sir Lipton bei Deutschland. Handelsverhältnisse. Berlin, 13. Sept. Zu Ehren des scheidenden amerikanischen General Konsuls Frank H. Masern gab heute die amerikanische Gesellschaft .für Han del und Gewerbe in Berlin im Kaiser Hofe eine Feier. Mehrere Konsuln aus verschiedenen Theilen Deutschlands waren anwesend. Den Vorsitz führte der amerikanische Botschafter Eharle magne Tower. Anwesend waren Dr. v. Körner vom auswärtigen Amte, Geheimerath Gold berger, welcher ein bekanntes Buch Über die Ver. Staaten schrieb. Er sagte in einer Rede, daß die Ver. Staaten und Deutschland ökonomisch zusammenge hörten und sich ergänzten. Die Idee eines Zollkrieges sei unfinnig. In Amerika sei man gegen HandelSver träge mit der MeiftdegünftigungSklau sei auf lange Dauer. Andererseits müsse Deutschland den gegenwärtigen Vertrag mit den Ver. Staaten aufge den, um andern Ländern gerecht, zu werden. Diese Verhältnisse seien nun einmal vorhanden und sollten ohne Ge hässigkeit behandelt werden. Herr Mason sagte in seiner Rede, die Handelsbeziehungen Deutschlands und der Vereinigten Staaten seien für beide Länder werthvoll und allen An wesenden liege daran, sie aufrecht zu erhalten. Dann fuhr er fort: Das Problem ist complicirt und wichtig. Wir wollen offen feine Schwierigkeiten zugestehen. Seine Lö sung wird wahrscheinlich Concessionen von beiden Seiten bedingen, die schwierig, besonders für unsere Regle rung, mit bestehenden Gesetzen in Ein klang zu bringen sein werden; aber wir Alle hoffen, daß Geduld und guter Wille von beiden Seiten schließlich zu einer endgültigen Vereinbarung führen wird." Deutschlands Liebesgaben B e r l i n, 18. Sept. Deutschland steuert reichlich zu den für die Nothlei denden in der vor acht Tagen von ei nem furchtbaren Erdbeben Heimgesuch ten Provinz Calabrien. veranstal teten Sammlungen bei. Wie de reit? gemeldet, hat der Kaiser 10,000 Lire gesperdet, und heute übersandte die Bankfirma Bleichröder der italienischen Regierung die fürstliche Summe , von 120,000 Lire. Andere Bankhäu ser und viele wohlhabende Privatper. sonen haben gleichfalls namhafte Be träge gegeben. Herero-Rebellion wächst. Berlin, 13. Sept. Wie dem Lokalanzeiger" telegraphisch gemeldet wird, ist der BoerenGeneral Maritz, m rw a m der seinerzeit zur Berampsung ver bellischen HereroZ in deutsche Dienste getreten war, von Deutsch Südweft Asrika nach dem Transvaal zurückge kehrt. Der General schildert die Si tuation in der deutschen Kolonie als sebr ernst. Wie er versichert, breitet sich der Ausstand immer weiter aus. Die von den Engländern mit Geweh ren und Munition versehenen Anhän ger des Häuptlings Witbol sind gut be waffnet und ihre Zahl wächst stetig. Botschafter beimKaiser. Berlin, 13. Sept. Botschafter George.V. L. Meyer, der Vertreter der Ver. Staaten am russischen Hofe, wurde heute vom Kaiser in Homburg in Audienz empfangen. Der Herrscher verbrachte über eine Stunde im Ge spräche mit dem amerikanischen Diplo matm und zollte dem Präsidenten Roosevelt für die Herbeiführung des Friedens zwischen Rußland und Japan wieder fast enthusiastischen Tribut. Der Audienz folgte ein Gabelfrühstück, an welchem auch die Kaiserin theil nahm. Unsicherheit in Berlin. Berlin, 13. Sept. Die seit Iah ren beklagte Unsicherheit in der Reichs hauptpadt gestaltet sich immer Mm mer. , In der letzten Dekade haben sich im Welchbilde der Stadt nicht weniger als fünfundzwanzig Luftmorde ereig net, und in achtzehn Fällen gelang es nicht, der Thäter habhaft zu werden

den Vcr. Staaten bei Abschicdsscicr erörtert.

als Friedcnsfürst. Der schlaue einer Parade verunglückt. DaS Zuhälterthum und andere verbre. cherischen Elemente treten mit einer t r o- t r t grenzenlosen Frechheit auf. In man. tm Stadttheilen dürfen anständige Frauen sich nach dem Ernbruch der Dunkelhelt kaum mehr auf die Straße wagen. Die schlimmsten Zustände herrschen in Charlottenburg, wo sich jeden Tag Messerstechereien, räuberische Angriffe und andere Gewaltthütigkelten "tlsnen. D'e Zahl der Einbrüche mehrt sich ln geradezu erschreckender rff "Llx1 n?. Ultn- 3" Tlich' tigkeit steht außer Frage, doch genügen die vorhandenen in gar keinem Verhältnlß Zu der Bevölkerungsziffer stehenden Mannschaften längst nicht mehr. Die Warnung beherzigt, Berlin, 18. Septbr. Die furcht. bare Warnung, welche das Hochbahn Unglück in New York bildet, ist beher. zigt worden hier in Berlin. Die städtischen Behörden haben bereits die Verbesserung aller Maßregeln zur Si cherheit deS Betriebes angeordnet, und Ingenieure werden sich sofort nach New York begeben, um' baS dortige Hoch. bahn.System, oder richtiger die verbre cherischen Fehler und Mängel desselben, zu ftudiren. u,t!09 als Mim. Berlin, 18. Sept. Der be rühmte König der Diebe". ManuleSku. hat wieder einmal von sich reden gemacht. Vor einigen Wochen brach der raffinirte Gauner aus dem Gefäng niß in Innsbruck aus und verschwand. Er wandte sich nach Frankfurt a. M., wo er als CoupletSänger auftrat, Vorgestern erfolgte auf der Bühne ei neö dortigen VaudevilleTheaterS seine Verhaftung. Seine Auslieferung an die österreichischen Behörden ist bereits ersolgt. Vastor verduftet B e r l i n, 18. Sept. Großes Auf. sehen erregt hier das plötzliche Ver schwinden deS Pastors Ritter. Der romme rnengrne oai wayr,qttnuq C . -1 tl.l. . T. . T t ? .. I einen Weg über den großen'.Bach ge macyl, wen igrn oas jucylyaus wtnne. v ti- ... I c . 5 ... r? r. n . . i r. I ogleiq er n als usouno ver rom mlgml au,,pleue. waren ,en längerer Zeit allerlei sonderbare Gerüchte über ign im umiaus. me Anzayl von Konfirmandinnen beschuldigten ihn un nennbarer Verbrechen und der Staats anmatt m nq oeramLl, elnzu,azrel i.. m ! x f-i - m t.ti..u . i c irv icinr eryslung rr sorgen lonnle,rocy er un uno rmn aus. Rußland. Neue Friedenskonferenz. St. Petersburg, 18. Sept. Zar Nikolaus erscheint wieder vor der Welt als Beförderer des Weltfriedens. ES wird offiziell angekündigt, daß die russische Regierung beabsichtigt, den Mächten vorzuschlagen, eine weitere Konftrenz im Haag zu halten." Man weiß, daß Rußland sich bereits mit den Ver. Staaten in'S Einvernehmen ge setzthat, doch wurden diest Verhand. lungen streng geheim gehalten. Unhaltbare Zustände. r. P e r e r s v u r g , iv. ept. Nle uvly evomoiZl- eruarr, vag ff mr . r . wn i nf u f I eine allgemeine Erhebung im ganzen ttaura,us unaowenvoar u tztn . respondem des Blattes schreibt aus -lNls. Die Revolution bereitet sich seit suns Jayren vor. Seit 1900 hat flch 1.1. ..!.itr . Pi.f.ri.. . rvi.s oit nnrlyjqalmcye age oer Proomz von Monat zu Monat hoffnungsloser gestaltet; denn der größte Theil der Be. völkerung nagt beftädig am Hunger tuche. Hunderte von Fabriken und Werkstätten wurden in den letzten Iah. ren von reveuljchen Arbeitern zerstört, ganze Wälder niedergebrannt und die Arbeitgeber, Uufseher und Beamten zu Dutzenden ermordet. Die Folge ist ein Nothstand, wie er selbst in Ruß land nie zuvor erlebt wurde. Das bei nahe verhungerte Volk sieht in der Re volution sein einziges Heil und wird von sozialistischen Agitatoren und den Studenten der Universität Kiew aufge

hetzt.

VonTartarkN bedroht. T i f l i , 18. Sept. Gen. Sj!ri. tln, der hiesige Truppeniommandant wurde von den Beamten der Kupfer wette Elisabethpol ersucht Kogackett dorthin zu schicken, da der Distrikt von Tartarenbandkn umringt und Hzb und Leben der Arbeiter in Gefahr seien. Fünf Wagen mit flüchtenden Arme nkern wurden von Tartaren angegrif

fen die meisten Männer wurden getöd tet und die Frauen fortgeschleppt. Aehnliche Vorgänge haben sich in an deren Distrikten zugetragen. Waffenschmuaael blüht. e is w.. -vvwwM, wvr stll nb,fffl einatroffenen Nrivat. mmm werden nicht nur nach FinnlQnb unÖ fonbcrn ch in die mm Pz massenhaft Waffen unb Munition für die Revolutionäre geschmuggelt. Vor einigen Tagen tmtdttn Strandwächter bei JSmail in Msttttiln ein mm & m bflg in verdächtiger Weise der Küste enü unb offenbstl einn flststigen Ladung-Platz suchte. Von den Wächtern angerufen, eröffnete derSeg. tmr ans hhhihm nh tt?,h , in bf Fcht. Bis schließlich Verstärk fim clntfstfcn ar das Schiff, das je wtts flim to, VIH kV MVft nition an Bord hatte, verschwunden. Amerikanischer Handel, St. Petersburg 18. Sept. In Folge der Aufhebung der hohen AuSnahmezölle auf amerikanische Fa brikate, haben hiesige Agenten ameri kanischer Geschäfte bereit starke Beftellungen gemacht. Die Waaren müs. sen in Kronstadt vor Eintritt deS Winters gelandet werden, damit nicht die hohen Cisenbahnraten bezahlt wer. den müssen. m ri f cvl Revolteln Finnland. St. Petersburg. 18. Btiüü Privatnachrichten aus Finland schil dem die dortige Lage ernster, denn t zuvor. Die Provinz steht am Rande einer allgemeinen Revolution und die selbe kann jeden Augenblick auöbrechen. Die herrschende Erbitterung wurde da. durch noch mehr angefacht, daß der Ge neralgouverneur, nachdem er vor eini gen Tagen eine Versammlung von De legaten aus achthundert Städten und Ortschaften mit Gewalt sprengen ließ. vorgestern eine Konferenz von Vertre. uxn des finnischen Adels aleichfallS durch Bewaffnete auseinander treiben lUi' eperretM'Ungarn. Luise verliert Orden. Wien. 13. Sedt. Wie gemeldet ist die weaen ibrer Kbelrrunaen ' "- - nto0n jbrem Gatten aus SSeiduna ver. " klagte Prinzessin Luise von Sachsen ra und Gotba am gerrekckisSen Uoft Wm ln Unßnßbc ßföDen le ist aufgefordert worden, die Jnsignien M Sternkreuzordenö auszuliefern und Verliert durch die Streichung ihres Na. mens von der Liste der OrdenSdamen ' e Hofrechte. Die Verhandlung deS gegen sie schwebenden ScheidungSprozesseS soll am 13. Oktober in Gotha be ginnen, mag jedoch auf andere Weife geschlichtet werden. Ungarische Krisis. Wien, 13. Sept. ' Auf Wunsch des Kaisers kam heute Baron Fejervary hierher, um mit dem Kaiser die unga rische Krisis zu besprechen. Errieth angeblich zu Verhandlungen mit den Oppositionsparteien, doch verspricht man sich nicht viel von solchen. Chile. Natinalfeier. Santiago, 18. Sept. Der Jahrestag der UnabhänaiakeltSerklä tim der Republik wurde heute in ganz Chile mit großer Begeisterung gefeiert. Aus allen Hafenstädten des Landes sind hier Besucher eingetroffen. Die allgemeine Feftstkmmuna wurde drch den Wohlstand gehoben, dessen sich gegenwärtig das Land erfreut. l ' TütM murret. Der Sultan benutztdle Gelegenheit. Konstantin ope l, 18. Sept. Als kürzlich das meuternde russische Schlachtschtn ttnlaz Votemkin da? Schwarze Meer unsicher machte, ließ die Pforte schleunigst ,Befeüigungen am Bosporus aufwerfen. . Rußland ist hierüber aufgebracht und hat dleS der Pforte auch deutlich zu verstehen siege den. Aber die Pforte wünscht schon lange jene Punkte stärker zu befestigen und hat nun die Gelegenheit, da Ruß land ohnmächtig ist, benutzt, seinen

l Plan durchzuführen.

Großbritannien.

Parade. Edinburgh, 18. September. König Edward nahm heute Parade über 40,000 schottische Freiwillige ab. Sir Thomas Lipton, der Ehrenoberst der 2. Lanarkshire Pioniere wurde direkt vor der Schaubühne des Königs von seinem Pferde Sr. Majestät unter thänigst zu Füßen gelegt. Lipton er litt durch den Sturz nur leichte Ver letzungen. Witte und Begleiter in Frankreich. Plymouth, 18. Sept. Der Dampfer Kaiser Wilhelm II. vom Nordd. Lloyd kam heute von New Bork mit Herrn Witte und seinen Be. gleitern hier an und fuhr nach Eherbourg weiter. Panama. Arbeiter von Marti n i q u e. C o l o n, 13. Sept. Der Dam pfer Canada" von der französisch'west ndischen Linie brachte heute von Mar im'que 600 Arbeiter für den Kanalbau. Schiffsnachrichten. New York: Cretic" von Neapel; Zee land" von Antwerpen; L'Aqui taiye" vonHavre; United StateS" von Kopenhagen; Statendam" von Rotterdam. Liverpool: Bavarian" von Montreal und Quebec, über Moville; P torian" von Montreal und Que bec", über Glasgow. Plymouth: Kaiser Wilhelm II.- von New Vork, für Cherbourg und Bremen. Hamburg: Blücher von New Jork; Batavia" nach New York. Glasgow: Columbia- von New Jork. Southampton:Z Großer Kurfürst-, don Bremen, nach New Jork. Rotterdam: Rotterdam" von New Bork. Bremen: Maln" von New York. Dover: Vaderland" von New York. Cherbourg: Kaiser Wilhelm II.", von New York, nach Bremen. Bouloane: Rhvndam" nach New York. .zaao nacy einem vsef a n g e n e n. - Der Schlächter Seidel m Berlin, der weaen Dlebstayls im dortiqen Äiehhofe in Untersuchungs haft saß, wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von zwei Kriminalbeamten nach dem Liehhofe gebracht, um bei der Ermittelung eines HelfersHelfers mitzuwirken.. Seidel hatte sich, wie er später einräumte, zu diesem Dienste bereit erklärt, weil er. mit den Verhältnissen und Einrichtungen des Viebhofes wohl bekannt, eine Gelegen heit zur Flucht zu finden hoffte. Nach, dem nun die Beamten bereits den größten Theil der Anstalt mit ihm abgesucht hatten, setzte der Mann plötzlich über die Schweinebuchten, einen Eisenbahnwagen und mehrere Zäune hinweg und rannte nach der Ausladestelle zu. Während ein großer Theil der anwesenden Schlächter die Beamten bei der Verfolgung unterstützte, sahen andere der Flucht des Verbrechers ruhig und lachend zu. Seidel entkam vom ViehHof und floh in rasendem Laufe nach Lichtenberg zu. Einem Schutzmann, der ihm unterwegs mit gezogenem Säbel entgegentrat, entging er, indem er den Beamten durch einen Steinwurf verscheuchte. Erst in Lichtenberg hol ten oie Kriminalbeamten den Flüchtigen ein und nahmen ihn wieder fest. Zwei AasenküNe. Professor: Also. Johann, wenn mein: Frau nach Hause kommt, dann sage ihr, daß ich weggegangen bin und den Hausschlüssel mitgenommen habe, weil ich spät nach Hause komme. Trauen Sie sich oas zu sagen?" - Serunterrzekonrnren. .Als ick gestern mit Baron Dünkelheim über seine Güter sprach, da wurde er bald blaß, bald roth!" Die Färbt ist eben das einzige, was er noch wcchsein kann!" Auf je 1000 Personen kommen 40 Männer und 3 Frauen, die

farbenblind sind.

BIG FQUR lOXJODI Sonntags, den 24. September.

.Mncinnati.. Jimtbfa$rt pl.SO Spezialzüge: Verlassen Indianapolis 7 Uhr Vorm. Verlassen Cincinnati 7 Uhr Abends. NicscngorillaS. Schon wiederholt war berichtet worden, daß am Oberlauf des Lom imd des Sanga in Kamerun riesige Affen gesehen worden wären, die sogar Karawanen angegriffen haben sollten. Wenn diese Berichte bisher allerhand Zweifeln begegneten, so sind sie jetzt durch zwei Photographien bestätigt worden, die Eugene Brusseaux der französischen Zeitschrift La Nature" übersandt hat. Das abgebildete Thier, das die Prüfung des Kops und besonders des Schädels, des Gesichtes und der Ohren als einen Gorilla erkennen läßt, unterscheidet sich jedoch von dem Gorilla, den man am Gabun trifft,- durch seine Größe. Es maß nicht weniger als 7 Fuß 6 Zoll. Es wurde in der Nähe von Quessou, dem Hauptort am mittleren Sanga, get'ödtet und gehörte zu einer Bande von drei Thieren, deren Fußspuren man deutlich unterscheiden konnte. Das Thier war auf der Brust und auf dem Bauche fast, nackt, während seine Schultern und seine Schenkel mit dichten und langen Haaren bedeckt waren. Die Schulterbreite betrug 3.6 Fuß und die rechte Hand wog allein 5 Pfund. Man brauchte nicht weniger als acht Schützen, um den halb zerlegten Kadaver des Riesen zu der' Residenz zu schaffen; er wog 700 Pfund. Iciz bin sc alt . . . Ich bin so alt geworden und klug Hab' Leid erlebt, weiß Gott, genug Hab' Freude, Glück und Liebe genossen, Hab' kerzlich gelacht und Thränen dergossen, Gejauchzt, geschwärmt so manche Nacht, Hab' allcrlel arge ummyen . . . geinack Und üderdenf ich's ruhig heut': Mich hat noch nie 'was im Leben gereut. Da unlängst, aU ich schlendern ging, r Begegnet' mir ein Schmetterling, Ein loser Falter in weißem Kleid, Im schönsten Flor der Backsischzeit Und ich Geheimrath und Intendant War aus der Stelle in Liebe entbrannt. Wie slch's so fügt im Leben ost, Traf ich sie wieder unverhofft, Und im Gesprach, daS sich entspann, Gestand ich ihr die Liebe dann In Ruh', gemach und ohn' Erregen Wie dös so alte Knaben pflegen. Nach einem Augenblick deS Schweigens Rümpft sie ihr junges NäSchen eigens Und sprach: .Ich bin so alt so klug Hab' Leid erlebt, weiß Gott, genug Und waS ein Mann auch immer spricht Ich glaube eS grundsätzlich nicht. . .Mein Äind. rief ich, Sie haben recht, Die Manner sind sammt und sonderS schlecht; Doch außerdem, und das ist schlimmer, Verdummen sie im Alter immer." Worauf ich artig mich empfahl Und ginz . . . eS war zum letztenmal. . . . Der Parvenü. In acht Tagen, Moritz, feiern wir unsere silberne Hochzeit!" Ich bitt' Dich, liebe Rosa, hör' mer doch auf mit de silbernen Sachen!" Zntor pantoffellrcldcn. Mir hat diese Nacht geträumt, ich hatte zwanzig Glas Bier getrunken. Ach Du hast es gut! Mir träumt immer höchstens von zwei Glas. Strenge Grzielrnng. IÄf rt i YrÄ rf&4 f. 5 .MN'MW .M.. . Hören Sie die Nachtigall im Gebüfch. Fräulein Irma?" Ach gehen wir! ... Mama hat gesagt, dazu war lch noch viel zu zung!" Neueste Nerstctzerungsart. ?? r a u : Wenn Du mich noch län ger so schlecht behandelst, brenne ich Dir emmal mu hundert Mille durch! M a n n : Pah. dagegen bin ich versichert!" Gefülltes Semmelbrot. Die Kruste wird abaeneben, oas Bro in der Mitte getheilt und ausgehöhlt. Dann lockt man Obst, rührt lzidotter mit Semmelkrumen dazu, auch einige Makronen, füllt dies ,n as ausae höhlte Brot.. welches. in Milch mit Ei eingeweicht und in Brot umgedreht ist. fügt es zusammen und bäckt es in

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Terre Haute Rundfahrt. Greencastle 7So Rundfahrt. Spezialzug: Verläßt Indianapolis 7.30 Uhr Vorm. Verlaßt Terre Haute 7 Uhr Abends. 81.30 Dccatur sl.50 Sonntag, den 24. September. Stationen Jndianopolii nach loosingdalk N 00 ; rloomtngdale nach Hume Z1.2Z. kbsahrt de epezialzuge vo JdianavoNs um T Uhr M,rgen ; Rttoursahrt von Decatur 7 NyrLbendS Züge ersten Ranges Schnelle Zeit!, . Zu bequemen Stunden ! 14 12 6 6 Züge zwischen Indianapolis und Cincinnati. Züge zwischen Jndiana'xollS und Dayton. Züge zw-.schen Indianapolis und Toledo und Detroit. Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Illinois. Züge zwischen Indianapolis und Springsield, Illinois. Varlor on I an a&en ZaitU unb Schlas en Nacht-ZSge. aggvn an Indianapolis Office : Nnion Bahnhof und 8 Nord Illinois St. ' R.P. Algeo,D. P. A. AKE ERIE & VESTERII R. R. ....Fahrzeit der Züge.... bsahrtrnk oledo. lhicao und Vichigan EiVreßt 7.15 iliM roledo. Detroit unb Chicago Lim lt.10 f IM !ichigän tty, Munrie u.Lasahetteepl.7 7 SO fl0.W glifi Sonntags. f aukienommen ' Mtporterstll. Einiae Proben des amerikanischen Reporterstiles stellt eine englische Zeit. ckntt zusammen: v -3n Marhland wettete dieser Tage' ein Mann, daß er fünfzehn Dutzend Austern ohne. Pause essen könne. Er hat es und gewann seme Wette. Der Silberbeschlag an seinem Sarae kostete zwölf Dollars und fünfunddreißig Cents." DaS ist. hübsch, klar und deutlich und liest sich jedenfalls viel besser als eine lange Beschreibung der Schmerzen, unter denen der arme Mann ge storben sein muß. Ein anderes Beispl: . , . . Ein zunger Mann m Lomsyme wollte versuchen, ob ein Faß Pulver, das lange der Witterung ausgesetzt geWesen war, noch brauchbar sei.' Er berührte das Pulver mit einer glühenden Eisenstange. Man erzählte seinen Verwandten, er se: plötzlich nach Europa abgereist, aber es ist einigermaßen auffällig, daß man mehrere seiner Knochen und Ueberreste seiner Kleider in einiger Entfernung von der Stelle ' fand, wo daS Faß gestanden hatte. John Smith jumor aus Nebraeka behauptete, er könne mit einer KlapPerschlange umgehen wie em Schlangenzauberer und versuchte es auch. Da die Begrabmßanstalt die Zahlung der Kosten im Voraus verlangte, mußjt seine Beerdigung vier Tage spater stattfinden, als sie ursprunglich ange-' setzt worden war." Ein Mann m Chicago warnte seine Frau davor, Feuer mit Kerosin anzumachen, sie that eö aber doch wieder. Glücklicherweise passen die Kleider der ersten Frau der zweiten ganz gut." mmmmmm m m m ttürckterlicktNaHe ha ben die Schützenbrüder von Solingen an ihrem Oberbürgermeister genommen, weil er bei ihren Festen daö Böl.1 . i rni I- J" ! j lern unieriagr yar. luitnn oic o?uVenkapelle jetzt am RathhauS vorbeimarschirt, so setzt sie 20 Schritt vorber aus mit der Musik und fängt erst wieder an zu spielen, wenn sie 20 Schritt vom Rathhaus entfernt ist. Auch kein Stächchen bringt die Schützenkapelle dem Oberbürgermeister mehr. Sa sind die Beziehungen der Solinger .Schützenbrüder zu ihrem Gemeindeoderhaupt auf des Messers Schneide angelangt. Hoffentlich bleibt alles gefund und munter. Ein Resonanzschadel. Richter: Wissen Sie bestimmt, daß der Prügel, mit dem der Angeklagte Sie auf den Kopf schlug, aus Eichenholz war?" Bauernbursche: Ja i' hab'S am Klang kennt!" Von der Loralvayn. Fremder: Was ist denn? Hält der Zug hier gar nicht?- Sationsvorpand: Kann leicht sein, denn seit wir die neue Maschine haben, bringt der Zugsührer '5 Zügle ost gar net zum Stehen." - . . ..

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