Indiana Tribüne, Volume 29, Number 22, Indianapolis, Marion County, 18 September 1905 — Page 7
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$$ tt tt Z)ie erste efte A - ... n n n W V " - w 4 h (Fortsetzung.) Sie Hätten, Detlef, Sie Hätten das alles dielleicht gethan! Doch heut, wo die reiche Erbin Ihren Boden gesichert hat, heute dürften Sie anders sprechen. Seien Sie doch ehrlich, Detlef: Ihre Braut stand Ihnen ja schon vor mir nahe, sie sagte es mir selbst! Und der Zufall gestehen Sie es nur er kam Ihnen nicht so gänzlich unerwartet! Jutta, Du weißt es anders!" Hinter dem schweren Perservorhang starrt reglos ein schneeweißes, verzerrtes Antlitz. Fest hat Liane die Hände um den blanken Lauf ihres Revolvers geklammert. .Ich weiß." fährt Jutta fort, daß Sie sich mit der ersten Besten, die Ihnen über den Weg liefe, verwahren wollten gegen mich. Detlef. Aber ich weiß nicht, ob Ihre Braut wirklich diese erste Beste ist." Sie war's Du weißt es. Nach jenem Abend bei Dir " Da hallt ein Schrei auf, nicht wie aus eines Menschen Kehle! Eine weiß? Gestalt wirft sich in's Zimmer hinein, steht vor den beiden, die entsetzt zurückweichen, hebt über ihrem Haupie die funkelnde Waffe empor. Betrüger elende Betrüger! Was that ich Euch!" ringt sich'Z von ihren Lippen. Geht über mich hinweg wenn Ihr es könnt!" Nach ihrem Herzen zielt die blanke Waffe. Palmer stürzt sich, auf sie. schlägt ihren Ann 'zurück. Liane Liane!" Ein Knall, ein Schreckenslaut JuttaS, die gegen die Wand taumelt. Und Palmer kailer wanreno um tio; s.tm Hand preßt sich gegen die Brust. Weit den Revolver von sich schleudernd, eilt Liane wie eine Wahnsinnige zur Thür. Er will ihr nachstürzen, sie halten, als sich eine bebende Hand auf seinen Arm p'reßt, und Juttas Stimme hervorstößt: Denken Sie an das, was Sie mir schuldig sind." Schuldig... ja." Palmers Hände greifen in die Luft, er wankt, als die Thür in's Schloß fällt. Zu Hilfe! Zu Hilfe!" durchschrillt das Haus Frau Juttas Rufen. 17. Kapitel. ?V ist denn nur Liane?" fragt Jg Frau Mathilde, als sie, geCs gen Abend von ihrem Vesuch heimgekehrt den Gatien begrüßt und die erste Erkundigung nach Wilibald erledigt hat. Sie wird in ihrer .Stube sein und hat sich wohl ein bischen hingelegt. Wenn sie etwa schläft, so laß sie nur. Sie hat sich in der Stadt sehr aufgeregt." Und in kurzen Worten wiederholt er, was Palmer ihm von der Straßenszene erzählt hat. Frau Mathilde erbleicht. Sie hört den Gatten nicht bis zu Ende, läuft aus dem Zimmer und die Treppe hinauf, lauscht einen Augenblick vor Lianens Thür, nichts regt sich drinnen, da tritt sie hastig ein. Liane ist nicht da. Liane Liane!" Ihr Ruf klingt durch das Häus, und das Mädchen steckt den Kopf aus der Küchenthür. Das gnädige Fräulein ist fortgegangen, schon vxr einer guten Stunde. Ich wollt' ihr noch nachrufen, sie sollt' doch den Schirm mitnehmen, weil's gleich wieder losregnen konnte. Llber sie hat mich nicht gehört, sie hatte es so eilig." Frau Mathilde fühlt, wie es sie eiskalt überläuft, und wieder stürzt sie hinauf in Linnens Stube. Dort fahren ihre Blic.. suchend umher. Das graue Ledertäschchen ist fort. Sie kennt seinen Inhalt. Dann tritt sie scheu und hastig zur Kommode hin, zicht sie auf und von dem weißen Papier schreit es zu ihr empor: Zurückgeben alles, alles zurückgeben!" Frau Mathilde bringt keinen Laut hervor, aber das Papier in der Hand, hetzt sie wieder in die Wohnstube hinab, wo der Doktor sitzt. Hermann, ich bitte Dich Liane ist fort und der Revolver ist fort und da, das hat sie hinterlassen, und wenn was passirt ist ich hab ja mit Schuld daran, zugeredet hab' ich, statt abzureden! Q die Erbschaft, diese unglückselige Erbschaft!" Aus allem, was seine Frau Händeringend in verworrenem Gestammel hervorstößt, scheint dem Doktor das letzte Wort die rechte Fährte zu sein, auf der er Verstehen zu suchen hat. Erbschaft was ist's mit der Erbschaft! Sprich vernünftig, Mathilde iri 3 ... ii va iuua miyi yuiij rn jiuuuutj Wie seine Stimme klingt und wie er sie ansieht! Aber das ist ja einerlei das alles ist ja jetzt ganz allerlei! Nur Liane wo )t Liane?" Sie läuft zum Fenster hin, reißt es auf und biegt sich hinaus. Die Straße herauf, wie eine Wahnsinnige oder wie eine Verfolgte, rennt Liane.
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R 381 n Roman von Sedivig Grttn äimcdtcbicr 54 4 -- -- trV 6 Ä H H H H H f$ 44 44 44 44 44 44 Allmächtiger Bater im Himmel das ist sie ja! Hermann, Hermann, da hat's ein Unglück gegeben!" Frau Mathilde schreit es und stürzt hin zur Stubenthür. Da ist diese schon von draußen aufgestoßen und über die Schwelle -taumelt Liane, geisterbleich das Gesicht, entsetzensstarr die Augen, und von ihren Lippen bricht es, was all des fürchterlichen Weges lang wie mit Geißelhieben sie vorwärtsgehetzt: Ich hab' ihn getödtet!" Liane um Gottes willen. Liane!" Von Entsetzen gelähmt stammelt es Frau Mathilde. Ter Doktor aber, die schwankende Gestalt festhaltend, starrt ihr in das Gesicht, undforscht darinnen, ob es eine Irrsinnige sei. die zu ihm redet. Was hattest Du gethan? Komm zu Dir. Liane! Was ist geschehen?" Sie sieht ihn an mit einem Blick so verzweifelten Jammers, daß ihm ein Schauder durch Mark und Bein geht. Ihn hatte ich ja nicht todten wollen nur mich selber!" Und in der versagenden Stimme ein Aufschrillen. Betrogen so schändlich betrogen!" Föhrenbach sieht, daß ihr die Sinne zu schwinden drohen und rüttelt sie an den Schultern. Wo warst Du? Wo kommst Du her? Von Moorheide?" Sie antwortet nicht, nur ihre Augen bestätigen seine Frage. Da läßt er sie in einen Sessel gleiten und ruft seiner Frau zu: Bring sie zur Ruhe, Mathilde. Ich fahre nach Moorheide." Und mit eilendem Schritt geht er zur Thür. Ein dumpfer Laut klingt hinter ihm drein, Liane stürzt ihm nach. Onkel Onkel laß ihn nicht sterben! Ihn hab' ich ja nicht tödten wollen ihn nicht!" Ohne sich noch einmal umzublicken. schließt Föhrenbach hinter sich dieThür. Drunten im Stall hilft er on Braunen anschirren, und bald trabt der Gaul, so schnell die Peitsche ihn zu treiben vermag, nach Moorheide hinüber. Es war still geworden in dem Zimmer. in dem Palmer halb liegend auf der breiten Ottomane ruht. Die wilde Aufregung, die ein paar Minuten lang geherrscht, als auf Frau Juttas Ruf die Wirthschafterin und der Diener herzueilend den Herrn in seinem Blute sahen, hat sich gelegt. Palmer hat bei dem Durcheinander die eigene schwindende Besinnung wiedergefunden und sich gegen die Schwächeanwandlungen mit eiserner "Willenskraft gewehrt. Auch geg:n umständliche Hilfeleistungen hat er sich gewehrt. Es hat Zeit damit, bis der Arzt kommt. Doktor Föhrenbach kein anderer als er!" hat er befohlen. Eines der nassen Tücher, die der Diener ihm von Zeit zu Zeit zureicht, hält er mit der Linken fest auf die Stelle gepreßt, wo unter der rechten Achselhöhle der Schuß eingedrungen ist. So liegt er regungslos mit geschlossenen Augen da und wartet. Auch Frau Jutta wartet. Während der Diener und die Mam sell sich um den Verwundeten bemühten. hat ihr Fuß die am Boden liegende Pistole gestreift. Erschaudernd ist sie zurückgewichen und hat sich dann doch in verstohlener Hast hinabgebeugt, die Waffe aufzuheben, um sie zu derbergen. Dabei belauern ihre Augen jede Bewegung, jede Miene der beiden, die mit so seltsamen Blicken nach ihr hinschielen. Sie konnte doch nicht gehen! Man läuft- nicht davon, wenn einer verunglückt, vielleicht stirbt, und wenn der Verunglückte gar ein guter Bekannter, ein Freund ist! Man versucht zu helfen. wartet, bis Hilfe kommt. Als der Doltorwagen auf den Hof fährt, kommt ihm die alte Wirthschafterin entgegen. Sie ist schon seit langen Jahren auf dem Gute, kennt Palmer von Jugend auf und hängt an ihm, wie sie an Moorheide hängt. Ihr Wesen ist voller Angst und Bestürzung. Gott sei Dank der Herr Doltor? Wie hat das nur geschehen können! Das gnädige Fräulein wie der Tod sah sie aus. wie sie davongestürzt ist. Die andere Dame ist noch oben bei dem Herrn." Die andere Dame! Dem Doktor ist es, als hätte er einen Schlag vor den Kopf erhalten, und zugleich wird es hell vor seinem Geist, daß er sieht, begreift. Aber welche andere? Die Thür zu Palmers Zimmer siebt offen. Er bleibt auf der Schwelle haften. denn vor ihm, in einer Haltung, als stehe sie hier schon seit Stunden und lauere auf den Augenblick, wo sie der Scyllnge wieder entschlüpfen kann, in die sie sich verstrickt fühlt, steht Frau Jutta Gerland. Sie hier Sie!" Die letzte Helligkeit, die seinem Begreisen noch gefehlt hat, flammt vor dentDoktor auf. Und was er denkt; wie er es auffaßt, das klingt aus sei nem Ton, spricht aus dem Blick, mit dem er, o.ne den Kopf zum Gruße zu neigen, Frau Jutta ansieht und dann an ihr vorüber zu dem Ruhebette hinl "neraeot. darauf Valmer liegt.
'Bei fföhrenbachs Eintritt hat Detlef
den Oberkörper aufrichten wollen, ist aber mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder zurückgesunken. Jetzt sind seine Züge starr und unbewegt, auch seine Stimme ist es. als er. des. Doktors Fragen zuvorkommend, sagt: Ich habe mich leim ungeschickten Hantiren mit dem Revolver verletzt. Es wird nichts weiter auf sich haben, aber ich muß Sie doch um Ihre Hilfe bemuhen. Sie haben sich verletzt selbst ver letzt?" fragt mit langsamer Betonung der Doktor. Aus Unvorsichtigkeit. Der Revol ver, ein bloßes Spielzeug, kam mir n die Hände, ich wußte nicht mehr, dag er geladen war und unversehens ging der Schuß los." Kann ich die Waffe sehen?" Ueber Pilmers verfärbtes Gesicht zuckt bei des Doktors Frage ein fahler Schein. Ich glaube ich ließ sie fallen. Vielleicht ist sie unter ein Möbel gerathen." Da tritt langsam Frau Jutta herzu. Ich hob sie auf und legte sie dort in die offene Schrblade hinein." Ihr Blick haftete fest und ruhig aus Föhrenbach. Vor dem königlichen Stolze ihrer hohen Gestalt kommt in des DoktoiZ Stimme unwillkürlich ein achtungsvollerer Ton. Sie waren zugegen, als der Unfall geschah?" fragt er. Ich war zugegen, doch ich sah es nicht. Als der Schuß fiel, unterhielt ich mich seitwärts mit Ihrer Nichte. Die Aermste war wie geistesverwirrt, als sie davonstürzte, Hilfe herbeizurufen." Klar und bestimmt spricht sie, ziebt die Lade auf. nimmt den Revolver heraus und reicht ihn dem Doktor. Dies ist die Waffe." Lianens Revolver ist s, den er ans Hunderten heraus erkennen würde. Des Doktors Hand zittert, als er die Waffe ergreift, emporhebt und auf die kleine Schußoffnung starrt. Eine Schande, daß ein Mann mit solch einem Ding nicht besser umzugehen versteht, nicht wahr?" Palmer stoßt es mit schwankender Stimme hervor und seine Worte beglcitet em Auflachen, vor dem Fohrenbach, voll Hast den Rerolver von sich legend. sich zu dem Verwundeten hinabbiegt, in den eil Zügen er erst jetzt die unmenschliche Anstrengung sieht, mit der er sich dagegen stemmt, nicht in hilfloser Schwäche p. vergehen. Hastig gibt Föhrenbach dem Diener, der seitwärts sieht und jedes der gewechselten Wore mit gespanntester Aufmerksamkeit verfolgt hat. eine Weisung, die auszuführen derselbe eilends das Zimmer verläßt. Da fragt Palme?, was all die Zeit über zeder Herzschlaz in ihm gefragt, gezittert hat: Ist sie heimgekehrt?" 3," sagt der Doltor nichts weiter. Und dann beginnt er, von dem zurückkommenden Diener unterstützT-. die Untersuchung. Ter Schuß scheint tief eingedrungen zu sein, doch wegen der Schmerzhaftigkeit der Wunde und der Stärke des Blutrerlustcs muß für den Augenblick ein genaueres Sondiren unterbleiben, und er leg! nur den ersten Verband an. ' Als derselbe fest sitzt, hebt Palmer. der mit aufeinandergepreßten Lippen und geschlossenen Augen stumm alles mit sich hat geschehen lassen, die Lider. Sein Blick geht suchend umher, und als er nur Föhrenbach, nicht mehr den Diener und auch Frau Jutta nicht im Zimmer gewahrt, sagt er: Doltor dies alles scheint anders, als es in Wahrheit ist. Ich bitte, beschwöre Sie. daß Sie Liane " Da hebt der Doktor abwehrend die Hand und tritt gleichzeitig einen Schritt von dem Lager zurück. . Ich bin gegenwärtig nur in ärztlicher Funktion hier und bitte, daß Sie momentan nichts berühren, was nicht Ihre Verletzung betrifft. So weit ich der Erklärung für anderes bedarf, haben mir die Umstände sie ohnehin schon selbst gegeben." Sein Blick geht zu der tiefen Fensternische hin, wo, von den Vorhängen halb verborgen. Frau Jutta sieht. Mit einer ungestümen Bewegung tritt sie hervor. Herr Doktor, sollten diese Umstände, für die Sie die Erklarung gefunden zu haben scheinen, Ihrer Meinung nach irgendwie mit meiner Person zusammenhängen?". Jbr ganzes Wesen ist eiskalte, hochmüthige Verwahrung. Doch diesmal bleibt es ohne Wirkunz auf Doktor Föhrenbach, d:r plötzlich necen Frau Juttas königlicher Erscheinung Lianens zusammenbrechend Gestalt, ihren wild verzweifelten Blicl sieht. Zur Thür tretend sagt er: Um meine Meinung handelt es sich in diesem Augenblicke nicht. Frau Gerland. Da Sie aler möglicherweise hier die Krankenpflege zu übernehmen gedenken. richte ich als Arzt das Ersuchen an Sie, damr Sorge zu tragen, daß dem Verletzten unnütze Aufregungen ferngehalten werden. Ich werde moraen Vormiitag noch einmal hier vorsprechen und für die gründliche Untersuchung der Wunde einen Kollegen aus der Stadt herzuziehen, dem ich dann auch die Weiterbehandlung zu übertragen bitte. Das für die Nacht no h Erforderliche werde ich der Wirthschafterin mittheilen. Guten Abend." Er ist gegangen, und Frau Jutta steht wie erstarrt. Wie hat dieser Mensch gewagt, zu ihr zu sprechen! Da klingt von Valmers Lager herüber anz leise ihr Name, und mit
rücksichtsloser Heftigkeit, als wolle sie Genugthuung von ihm fordern, daß in seinem Hause solches über sie'gekommen. tritt sie vor ihn hin. Seine Augen hängen an ihrem Gesicht, aus seinen Zügen spricht die inner: Pein, und kaum vernehmbar flüstert er: Was nur in meine Macht gegeben ist. werde ich thun. Mißdeutungen zum Schweigen zu bringen " Sie winkt ihm. nicht weiterzureden. Ich bitte, daß Sie sich um meinetwillen nicht den Kopf beschweren. , Noch glaube ich selbst im Stande zu sein, mich gegen Mißdeutungen zu verwahren und zu schützen." Der ganze unzebändigte Hochmuth, der die Menge verachtet, weil er sich über ihr erhaben dünkt, klingt aus ihrem Tone, wird aber 7och zu seiger Scheu, als jetzt der' Diener wieder in das Zimmer tritt. Sanft legt sich ihre Hand über Palrners Linke, die auf der Decke ruht, ein Lächeln warmer Herzlichkeit breitet sich über ihre Züge und voll freundschaftlichen Mitgefühls sagt sie: Leben Sie wohl, Sie Aermsier, und eine gute Nacht! Ich bitte darum, dajz ich morgen, sobald die Aerzte hier ware?, durch eine Nachricht die Berubigung erhalte, daß Ihr Unfall nichts Ernstliches zu bedeuten hat." Noch einmal nickt sie Palmer zu und geht dann mit leisen Schritten. Draußen aber eilt sie voller Hast den langen Gang hinunter. Doch sie hat noch nicht die Treppe erreicht, als der Diener ihr nachkommt. Der Herr Hauptmann bitten, daß ich die gnädige Frau nach Hause fahren darf. In zwei Minuten habe ich angeschirrt." In Palmers Wagen fährt Frau Jutta durch den sinkenden Abend nach Hause. Daheim in ihrem Zimmer läßt sie die Lan pen aufflammen, und inmitten dieser Helle, in dem warmen, weichen Dust, steht sie und streckt die stolze Gestalt. Noch war sie Frau Jutta! Und sie würde es zwingen, 'daß nichts von dem Heute sie traf und sich an sie hängt'. Frei würde sie bleiben, wie sie bis zu dieser Stunde sich frei erhalten hatte bei allem, was in ihr Leben gespielt. Wie das Einst, so würde sie auch das Heute meistern! Das Einst ! Was sieht sie da im Geiste sich über ihre Schulte? biegen mit fahl verzerrter Fratze? Was raunt ihr in's Obr hinein: Di? Meine bleibst Du im L'ben und im Tode!" Ist es das Einst er. den sie nucn aemeistert vor langen Zähren, oaß er von ihrem uvege ging, als sie vor seiner Liebe sich freie Bahn ersehnte! Er Horst Hardinger ! - 18. Kapitel.
ecken auf Decken hat Frau Mathilde über die Dielen in Lianens Stube gebreitet, damit keiner ihrer Tritte die Kranke stört, die mit weitgeöffneten Augen auf ihrem Lager liegt, brennendrothc Flecke auf den Wangen. Die starren Augen eben nicht, die Ohren hören nicht. Ein schweres Nervenfieber ist im Anzug," hat der Doktor erklärt. Geb's Gott, daß sie es glücklich überstebt." Geb's Gott geb's Gott!" Bei jedem der Eisumschläge, den die Toktorin auf die glühende Stirn legt, betet sie es. Nur, nicht die Unschuldige zum Opfer werden lassen für die beiden anderen die beiden wahrhaft Schuldige:: ! Der Betrug, den Palmer an Liane begangen, hat in der Doktorin fast vol.lig den Gedanken an die Erbschaft aus gelöscht, seit dem Augenblicke wenigstens, wo sie ihrem Hermann alles gesagt und gebeichtet hatte. Denn sie hat's -ihm gestanden, hat sich selber nicht schöne: und besser dabei gemacht, und das Herz ist ihr ordentlich leicht geworden, wie's herunter war. Und sie hat ihrem Hermann noch dankbar die, Hand gedrückt, wie der sie cnsah, als erkenne er sie gar nicht wieder. und so schwer ernst sagte: Dazu also hast Du die Hand geböten! Das Kind in seiner Liebe ja. das begreift sich und verzeiht sickschon. aber Tu und das alles in voller Heimlichkeit vor mir!" Ja. Hermann, ich sage Dir, recht hast Du und mehr wie recht! Und lang hätt' ich's ja auch nicht mehr ausgekalten, die Heimlichkeit Oder vielleicht hätt' ich's doch ausgehalien" weiß denn der Mensch, wie viel Schlechtigkeit in ihm steckt! Das Geld, das Geld, das ist der richtige Satan auf Erden. Und so ein Sündengeld, da hängt ja doch der Fluch daran und doch auch wieder Gottes Gerechtigkeit ist drüber! Erst daß die alte Morand sterben mußte, ehe sie zum Verbrennen ihrer Papiere kam, und nun, daß Liane gerade dazu kommen mute, wo die zweie die zweie!" Frau Mathildes Augen blitzten. Die Zerknirschung cigenen Schuldbewußtseins war wildcr. glühender Empörung gewichen. Dieser Palmer allzuviel hab' ich ja nie von ihm gehalten, aber daß er so schlecht, so im Grund und Joden schlecht wäre, das hätte ich nicht von ihm gedacht. Uno sie sie! Sie ist ia noch tausend mal schlechter. Auf die Frau fällt bei so was immer die größere Schuld. Hermann, ich sage Dir, wenn mir die Gerland unter die Augen zu kommen wagie, da gnade ihr Gott!" Vortsetzung folgt.) SWr Landaraf Aleris von Hessen-Philipsthal-Barchfeld ist " im r i y r, 7b eoensiayrc in vuyiuu q-v sen bei Eisenach gestorben.
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