Indiana Tribüne, Volume 29, Number 22, Indianapolis, Marion County, 18 September 1905 — Page 4

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Jndtana Tribüne, IS. September

Indiana Tribüne.

V,raug,abt von Ut OttUttlcra Es. Indianapolis, Ind. Cot D. Thndlum yräfideui. SeschäftSloeal: 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. KnUrcd t the Pott Office oi Indianapolis at tccond dass matter. Hanly. Daß der SZerrick-Fall viel dazu bei. tragen wird, endlich dem Publikum d!e Augen überlas infame System, welches unsere StaatZadminiftration verfolgt, zu öffnen, ist ein Lichtblick in der so unerquicklichen Geschichte. Merkwürdige Begleiterscheinungen hat der Fall mit sich gebracht. Die Sympathie der großen Massen ist für den, durch eigenes Einge ftändniß als ungetreuen Beamten er wiesenm Auditor Sherrick, der doch Tadel verdient, unverkennbar zum Aus druck gekommen. Zu gleicher Zeit verurtheilt die Be völkerung daS iBorgehen deS Gouver neurS, das doch eigentlich Lob ver dienen sollte, in schärfster Weise. Warum wohl? Dem Volke ist eS plötzlich klar geworden, daß derjGouverneur ein Gleißner und Heuchler ist, daß die Entlarvung SherrickS nicht von dem Gefühl, Red. llchkeit zu üben, eingegeben wurde, fondem aus den niedrigsten persönlichen Beweggründen. Man fühlt daher, daß Sherrick'S. Leichtfertigkeit in der Verwaltung der seiner Obhut ander, trautes Gelder indirekt dem Staate von größtem Nutzen war durch die Enthül lung des niedrigen Charakters des Gou vernur Hanly. Dieser Mensch, der sich nicht entblö. det, in öffentlichen Versammlungen gut bezahlte Reden. über die Heiligkeit der Gesetze und moralischen Lebenswandel, selbstverständlich gegen baar, zu halten, borgte sichZauS den StaatSgeldern, die Sherrickiin Obhut hatte,' die Summe von $750 fürZperfönliche Zwecke, d. h. zur Förderung feiner.Campagne. Er mißbrauchte also damals schon "Llfti6fi zur Verletzung seiner Amt!. "IE DCLUIIIIIC VJJUlIIIUIU'Ultll csucinad. w .m rr . Pflicht zu verleiten. Denn ebenso un gesetzlich wieZdie Anlage von Staats geldern in Oelaktien mußte doch die Anlage der $750 Staatsgelder als per sönliche Anleihe an Hanly gelten. Beide waren spekulativ, obwohl die OelAn läge noch einige lSicherheit bot, aber die Rückzahlung der $750 hing von der er folgreichenzCampagne ab. Die $750 aber wurden einem polt tischen Vertrauten zu dem Zwecke ge geben, Bestechung unter den Delegaten, denen das Volk vertraute, zu Üben und die Stimmenlderselben, jedem ehrlichen .Gesühl zum Hohn,l!für Hanly zu kau sen. Jawohl, der Gouverneur, für den Lebensfreude am Sonntag eine Tod fünde ist, lieh von dem nun durch ihn gestürzten Sherrick dem Staate gehö rige Gelder, jum Stimmen von Dele gaten für Sicherung seiner Nomiua tion als Gouverneurs Kandidat er i f rr UUCil JUlUCil. Der angebliche Biedermann Hanly hat sich als schnödes Falsifikat erwiesen. Die Frömmigkeit ist falsch an ihm. denn sonst würde er einen jungen Mann, derzihm nie etwas zu Leide ge than hat, nicht für ein Zerwürfniß. das er vor langer Zelt mit dessen Vater hatte, verantwortlich machen, und den. selben dadurch bestrafen, daß er ihn in seinem Berufe als Berichterstatter des Sentinel"Hinderniffe in den Weg legt. SeineChrlichkeit ist eineMaöke, denn er gestattete demfelbenBeamten,den er nun ruinirt hat, feiner Pflicht untreu zu werden und für feine (Hanly) Jnteref. sen $750 aus den StaatSgeldern zu ' entnehmen. Seine Bürgertugenden sind falsch, denn die oben erwähnte Summe war von ihm bestimmt, die von den Wa lern erkorenen Vertreter - zu kaufen, zu bestechen. Wir wollen aber hofen, daß seine Enthaltsamkeit wenigft-nS echt ist. Denn der Gersteusaft ist zu edel, um seine ttehle zu netzen. Sherrick hat ein Vergehen begangen, welches vom Richter geahndet werden sollte Hanly hat sich selbst verurtheilt. MM Die best; 5 Cent Ciaarre in der Stadt, Mucho'S .Longfellov-.

Deutschland und die aus

wärtige Politik. (AuS der Deutschen Rundschau.) II. 'WaS England von uns trennt, ist das seit fast vierzig Jahren zunehmende Gefühl deS Unbehagens, Handel und Schiffahrt und damit Gewinn, An sehen und Einfluß mit einer neuen wachsenden Weltmacht theilen zu müs sen, um deren junge Flagge der Ruhm gewaltiger politischer und militärischer Erfolge schwebt und deren Bevölkerung an Einsicht, Initiative und Thatkraft hinter der Großbritanniens nicht zurück steht. Daher der begreifliche Wunsch, mit dem politischen Ausehen und Ein fluß Deutschlands auch Ansehen und Einfluß der deutschen Flagge zu bre chen oder doch lahmzulegen. Allein dieser Wunsch ist ersreulicher Weise in England kein allgemeiner. Weite Kreise der englischen Nation wissen sehr wohl die Thatsache zu wür digen, daß unter allen Völkern der Erde die Deutschen ihnen am nächsten stehen. Wo immer auf dem Erdball deutsche und englische Kriegsschiffe ne beneinanderliegen- und irgendwo ist eZ fest täglich der Fall da verkehren Stäbe und Besatzungen fast auSnahmS los in bester Kameradschaft mit ein ander und wundern sich nicht selten ge meinsam über die Streitigkeiten zu Hause, die zwischen den beiden Natio nen das ihnen von bet Natur gewiesene Gefühl der gleichen Kameradschaftlich keit nicht auskommen lassen. Deutsch landS und Englands Weltbahnen lau fen einander parallel, nicht gegen ein ander. Wir haben in BiSmarck'S Ta gen Englands ältere Anrechte überall bereitwillig anerkannt, wo sie auch nur mit einem Schatten von Begründung geltend gemacht wurden. Deutschland ist damrls und später stets nach dem Grundsatz Leben und leben lassen verfahren, der aber auf englischer Seite kein Entgegenkommen mehr, sondern eine fortgesetzt gesteigerte Erschwerung findet. Dieser Widerspruch vergiftet die von der Natur der Dingeorgezeich neten Beziehunzen der beiden Nationen zu einander, er bezeichnet den Punkt, an dem unser Verhältniß zu England nothgedrungen besser oder schlechter werden muß. ES giebt keinen verftän digen Menschen in Deutschland, der nicht die Besserung aufrichtig wünschen würde, sosern sie sich in ehrlicher und herzlicher gegenseitiger Achtung und Loyalität vollzieht. ES liegt in der Natur der Dinge, daß in dem Maße, als Frankreich sich England nähert, Rußland sich Deutsch land zuwendet. Das Deutsche Reich hat sich dem russischen in seinen ZNS then als ein ehrlicher, loyaler Freund und Nachbar erwiesen. Rußland hat daher gar kein Interesse daran, sich einer Koalition anzuschließen, diedas trotz seiner erreichten und behaupteten Machtstellung seit vierunddreißig Iah ren friedliche und friedlich arbeitende Deutschland vor die Wahl stellen soll, sich entweder diplomatisch niederzwingen zu lassen oder einen Eiiftenzkumps unter möglichst ungünstigen Bedingungen auszunehmen. Für einen Handels staatlichen Organismus, wie das Deutsche Reich, wäre eine diplomatische Niederlage fast noch schwerer wiegend, als eine militärische; letztere kann wie der wettgemacht werden, die erstere nicht so leicht. Und die Idee ist wahr. lich verführerisch genug, wenn man das gesammte Slawenthum in offensiver Front gegen das Deutfchthum gewendet sieht, und wenn man damit rechnet. daß die liberalen, demokratischen und panflawiftischen Strömungen, die in einer künftigen russischen Volksvertre tung nach Geltung ringen werden, nichts weniger als deutschfeindlich find. Auch das müssen wir abwarten. Auf einige Zeit hinaus erden jeden falls noch dtt Zar und feine Regierung, nicht die Volksvertretung, die auswär. tig Politik Rußlands bestimmen, und für die Richtung, in der das geschehen soll, ist eS bezeichnend, daß Käser Niko. laus einen der tüchtigsten und erfolg. reichsten Diplomaten Rußlands, den jetzigen Gesandten in Kopenhagen, Herrn v. JsowlSky, zum Botschafter in Berlin defignlrt hat. Herr v. JsowlSky bekleidet den Kopenhagener, für Ruß. land so wichtigen Posten seit bui Iah. ren und ist somit Zeuge der deutsch, dänischen Annäherung gewesen, die so. eben in dem Besuche Kaiser Wilhelms und der deutschen Flotte einen in Däne, mark mit großer Sympathie aufge nommenen Ausdruck gefunden hat. Die Frage, ob die internationale Lage irgend eine direkte Bedrohung für Deutschland enthält, darf somit einst.

weilen mit gutem Gewissen verneint

werden unter der Voraussetzung, daß unsere Diplomatie ihrer ernsten Aus. gäbe gewachsen, unsere Wehrkraft auf der Höhe ihrer Pflichten und die Volks Vertretung der, Thatsache eingedenk bleibt, 'daß die Unangreifbarkeit und Unantaftbarkeit Deutschlands die Vor. bedingung jeder freiheitlichen und jeder wirihschastlichen Entwicklung ist. Aber auch unserer Presse ist etwas mehr Einsicht zu wünschen, namentlich möge sie endlich aufhören, die iune.ren Verhältnisse Rußlands vom Stand Punkt des Berliner Freisinns aus zu beurtheilen. Wir erheitern Uns so oft an den völlig schiefen Urtheilen rusfi scher, französischer und selbst englischer Blätter über Deutschland, die in Un kenntniß und Unwissenheit die die eigene heimische Schablone pressen. Nicht viel anders bestellt ist es bei vielen deutschen Zeitungen in Bezug auf russische Zu. stände, die nach russischem Maaße ge messen werden wollen und nur so ver standen werden können. Noch liegt das Centrum einer uns mißgünstigenPolitik in London. Von dort aus werden fortgesetzt die Fäden nach Paris, Pe terSburg und weiter gesponnen, die sich zu einem Netze um Deutschland verdich ten sollen. Auch von dem politischen Takt unserer öffentlichen Meinung wird viel abhängen, welche Anknüpfung? punkte diese Fäden finden werden. An sich haben wir gegen gute Beziehungen zwischen Paris und London so wenig einzuwenden wie gegen gute Beziehun gen jener beiden Hauptstädte zu Ber lin. Ein französisch . englischer Kon flikt würde Deutschland wahrscheinlich zu einer Stellungnahme nöthigen, die uns in große Verlegenheit bringen dürfte, weil es kaum einen SiegeSpreiS giebt, welcher der Opfer werth wäre Ernster werden gute Beziehungen zwi fchen Frankreich und England für uns erst, wenn sie sich mehr oder minder ausgesprochen gegen Deutschland rich ten, zum Beispiel wenn von London aus fortgesetzt versucht wird, ein end gültiges Einvernehmen mit Frankreich in der marokkanischen Angelegenheit zu hintertreiben, die Konferenz zum Schei tern zu dringen oder im Voraus ergeb nlßloö zu machen. Auch das könnten wir abwarten, es bleibt dann eben die Basis der Madri der Konferenz und unseres eigenen Ver trageS mit Marokko bestehen. Als da Deutsche Reich im Jahre 1871 lugenh krästig, aber von AlterSweiLheit gelei tet, in die Reihe der Nationen trat. mag bei manchem unserer Nachbarn der Gedanke vorgewaltet haben, daß diese . - Schöpfung ihre Begründer .nicht über dauern werde. . Mehr als ein Men fchenalter ist darüber hingegangen das Reich hat die schwere Belastungsprobe zweier Thronwechsel in einem Jahre so wie ernster innerer Krisen überstanden. ES ift wirthschaftlich unvergleichlich em porgewachsen, auf fast allen Gebieten deS öffentlichen Lebens steht eS in der ersten Reihe. Sein Heer iß . diesem Wachsthum angepaßt, seine Flotte ist im rüstigen Werden. Eine Nation von 60 Millionen, die jährlich um eine Million zunehmen, ist durch äußere Macht nicht zu Grunde zu richten, sie kann nur an sich selbst, durch innere Schwäche und innere Zwietracht zu Grunde gehen. Deshalb geht eine uns mißgünstig gesinnte Politik 'darauf aus die Saat dieser Zwietracht mittels diplomatischer Schwächung auSzu streuen, die eine Schwächung der Reichs autorltät, des kaiserlichen Ansehens nach innen und außen zur Folge ha ben müßte. Aber dieses Spiel ist durchschaut, in der Welt müßte es seit sam zugehen, wenn solche Abficht noch gelmgen sollte, nerven wir von woyl wollenden Freunden" dadurch aufge rüttelt, im Norden wie im Süden, dann um so besser. Fürsten und Stämme Deutschlands können aar nickt oft ae nug daran erinnert werden, daß das Deutsche Reich nur die Wahl hat, Hammer oder Amboß zu sein. Die Ziege ist besonders nutzlich und ertragsfähig'in einem Haushalt, in welchem keine Kuh gehalten werden kann, aber das Futter für eine Ziege ohne große Umstände zu gewinnen ist, und wo es die ortlichen und räumlichen Verhältnisse gestatten. Fer ner erweist sich die Ziege da sehr nützlich. wo nur eine Kuh gehalten werden kann, weil tint solche durch Trockenstehen nicht immer Milch liefert. Die Reife der Rosen äugen zum Okuliren erkennt man an den Dornen. Lassen sich dieselben abbrechen, ohne' einen Theil der Rinde abzulösen, so sind Holz und Auaen reif. Besonders trifft dies bei solchen Trieben zu, die schon einmal blüht haben. . Bei feinen Theerosen darf der geeignete Augenblick mcht versäumt werden, da sie meist wieder sehr bald austreiben. - !

Ueber einen raffinirten Gaunertrick schreibt mzn aus Paris: Vor einem Hause, dessen Thür mit schwarzem Tuch ausgeschlagen ist, harrt der fcü ftere Wagen, in dem wir alle unsere letzte Spazierfahrt machen. Unter deu Leidtragenden befindet sich ein Mann, dessen langer, peinlich sauber abgebürsteter Rock in seinem Zuschnitt unbeholfene Biederkeit verräth, offenbar bedeutet er den Zenith in der Lausbahn eines dörflichen Meisters Zwirn. Der Mann führt mit schwarzbehandschuhter Hand das Taschentuch über Stirn und Wangen, man weiß nicht recht, ob er die perlenden Schweißtropfen oder eine verstohlene Zähre abwischt. Kummervollen Antlitzes unh verschüchtert sieht er sich in der fremden Umgebung um, endlich nähert er sich einem Herrn, dessen harmlos gutmüthiges Aeutzereö ihm Vertrauen einzuflößen scheint. Ach mein armer Vetter," murmelt er mit thränenerstickter Stimme, tt war so gut, ein Mann von Kopf und Herz. Die Familie erleidet einen unersetzlichen Verlust". Der harmlose Herr nickt wehmüthig beistimmend; dadurch getröstet und ermuthigt schließt sich der Vetter vom Lande" an ihn an, als der Zug sich in Bewegung setzt. Er deutet auf die nächsten Verwandten, die dicht hinter dem Sarge schreiten: .Seben Sie Georaes an! Es ist doch Georges? Ich kann mich täuschen, denn ich habe seit geraumer Zeit meine Ver. wandten nicht mehr gesehen. Wissen Sie, wenn man auf dem Lande wohnt! Sa. der arme Georaes! Er ist ganz und gar zerschmettert. Seine Frau hat Nervenzufälle gehabt." Der harmlose Herr blickt mit vermehrter Theilnahme und Sympathie auf seinen gefühlvollen Nachbar, der sich dadurch bewogen fühlt, sein trübes Inneres noch mehr zu enthüllen. Er faßt seinen Begleiter vertraulich am Arm: Ach, ein Unglück kommt selten allein. Denken Sie sich, ich reise im Schmerz, um meinen Vetter nach Paris, achte am Bahnhof nicht auf meine Habseligkeiten in meiner Heimath giebt es keine Taschendiebe und da hat man mir richtia meine Reisetasche und mein Portemonnaie gestohlen. Wenn ich nur meiner Frau telegraphiren könnte und etwas Geld zu einem Imbiß in der Tasche hätte. Ich wage nicht, meinen Verwandten jetzt mit solchen Dingen zu kommen. Sollten Sie " Der harmlose Herr nickt verständnißinnig und zieht den armen Beraubten in eine Nebenstraße. Dort greift er in die Brusttasche, holt eine Metallmarke hervor und spricht, indem sein mildes Auge plötzlich einen harten, steckend-n Polizeiblick erkält: .Wie Sie 'sehen, mein Herr, bin ich Geheimpolizist. Das Vernünftigste ist, Sie folgen mir, ohne Aufsehen zu machen, zur Wache. Jbre Schliche sind' bekannt!" Der

.Vetter vom Lande" folgt, diesmal mit aufrichtiger Betrübniß, seinem so schrecklich demaskirten Begleiter. Dem Polizeikommissär gestand er ein, daß r ' i , . : cv v i r.r . v er tl zwei uyicii vavvn teoe, cci Begräbnissen den ausgeraubten Ver wandten aus der Provinz zu spielen; dieses Gewerbe, habe ihm täglich im Durchschnitt 20 kranken eingebracht. In seiner Wohnung fand man eine Anzahl' schwarzer Röcke verschiedenen Charakters, die er, dem Milieu entsprechend, abwechselnd zu verwenden pflegte. H Marcel Prevost über Deutschland. Prevost, der auch in Deutschland vielgelesene französische Dichter, hat in diesem Jahre, wie schon öfter zuvor. einige'Sommerwochen ' in Süddeutschland verlebt. Er erzählt jetzt den Lesern des Figaro" viel von dem wachsenden HZohlstand in deutschen Landen und wie es da doch ganz anders aussehe, als man sich vielfach in Frankreich einbilde. Wohl habe er gefunden, daß die Landwirthschaft selbst ziemlich langsam mit dem allgemeinen Fortschritt marschiere. Aber überrascht war er von dem gewaltigen Empor, blühen der Städte. Namentlich da? aufstrebende Nürnberg hat ihn entzückt. Längere Zeit weilte Prevost in einem Luftkurort, dessen Namen er nicht nennt. Schon vor zehn Jahren war er dort gewesen, aber welche Veränderung fand er in diesem Jahre! An Stelle des alten Gasthauses, an das er so freundliche Erinnerungen bewahrte, war ein prächtiges, luzuriöes Hotel getreten, das mit allem Comort ausgestattet ist. Mit dem Luxus ind auch die Preise gestiegen. Und auch das Vudltkum selbst ist ein anderes geworden. Zum. Mittagessen bot der große Saal einen sehr hübschen Anblick; Männer und Frauen 'trugen eine Sorgfalt in der Toilette zur Schau, eine Eleganz ... ja, diese Leute geben ihr Geld mit einem Geschmack aus, der sich sehr vortheilhaft von der ängstlichen Sparsamkeit der Franzosen derselben Gesellschaftsklasse unterscheidet." Eine Freude am Glanzvollen, eine leichte Hand, das Fehlen des Gei. zes. das sind wie Prevost glaubt die heutigen Kennzeichen des deutschen Bürgerthums, das viel lebenslustiger erscheint als die französische Bour. geoisie. Besonders wohlthuend be rührt hat den Dichter die Freundlichkeit gegenüber Frankreich, die er allenthalben beobachtet und nach den Hetzartikeln französischer Blatter nicht erwartet hat. Die achtzehnte General Versammlung des englischen Bundes findet vom 8. bis 12. Oktober d. 5 in Hamburg statt. '

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