Indiana Tribüne, Volume 29, Number 21, Indianapolis, Marion County, 16 September 1905 — Page 4
GG, V v T ' "
Indiana Tribüne. Cttaulstaetts von tct Ottttttlttt SB. Indianapolis, Ind.
Con$ O. Thudwm Präsident. ruLrui " SeschäftSloealt 5lo, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE Jgg. HnUrad at the Pott Office ol Indianapolis as sccond das matter. Deutschland und die auswärtige Politik, i. In der Septembernummer der von Richard Fleischer herauSgegebenenDeut schen Revue ist der folgende öeach. tenSverthe Aufsatz erschienen: Die in ternationale Lage gewährt zur Zeit das Bild einer auf die diplomatische Ein kreisung Deutschlands gerichtetenAktion, deren Mittelpunkt England ist. Für diesen Zweck ist die englisch'französische Annäherung nicht ausreichend; um den Ring zu schließen, ist mindestens noch Rußland erforderlich. Die aus Paris unaufhörlich wiederholte Versicherung, daß die Freundschaft mit England Frankreich niemals bestimmen werde, das Bündniß mit Rußland aufzugeben, wird daher in Loudon keineswegs als verletzend, sondern im Gegentheil nur als . erwünscht gesunden. Ein gutes Verhältniß zu dem Verbündeten Ruß. landS ist kgewissermaßen der Zugang zu einem guten Verhältniß mit Ruß land selbst. Der Zweck dieser diplo. matischenZBemühungen ist wohl keines wegS der Krieg. Großbritannien hat zu Deutschland keine Jntereffengegen sätze, die einen Krieg bedingen; durch die Störung seiner deutschen Handels höeziehungen, und nicht nur dieser, Vürde England mehr verlieren, als es bei einem siegreichen Kriege gewinnen könnte. Das Einkreisungsbedürfniß der eng lischen Politik beruht lediglich in der Befürchtung, daß Deutschland mit Rußland in eine zu intime Freund fchaft gelangen könnte und daß schließ bei solchem deutsch-rusfischen Verhält nisse Frankreich der Dritte im Bunde werden würde, eine antienglische Coa lition, deren Verhinderung das durch aus begreifliche Ziel der englischen Po litikift. . , 'Was Graf Peter Schuwalow einst zu fon dtmarck laate' Vous-avez le cauche - - to rnar des coalitions öö5 gilt Heute für England. Auf diesem Alpdruck ist die Jlottenpolitik Englands aufge baut. England will stets stärker sein. als zwei gegen England verbündete Mächte es sein können. Frankreich ist einstweilen glücklich weggefischt, und obwohl Deutschlands Flotte erst im Werden oeartnen rn, RUklano nur noch über seine Schwarze Meer Flotte verfügt, hält die Politik des Kabinetts . von St. James eS dennoch für nützlich, die Annäherung an Rußland zu fu chen, um einer deutsch.rusfischen Jnti mität, die sich schließlich gegen Eng land richten könnte, vorzubeugen. Run liegt die Frage doch sehr nahe. ' wenn ' England der deutschen Politik alle erdenklichen Pläne zutraut und ge gen diese bei Frankreich und Rußland Deckung nimmt, weshalb sucht eS diese Deckung nicht lieber bei Deutschland selbst durch eine ehrliche und loyale Annäherung, die durch die so nahen verwandtschaftlichen Beziehungen der beiden Monarchen doch wesentlich er leichtert werden müßte? Woher kommt eS im Gegentheil, daß feit der vorjährigen Kieler Begegnung, die in England bereits mit Verhältniß mäßig geringer Sympathie begrüßt wurde, die politische Entfremdung der beiden Nationen in unverkennbarem, auf englischer Seite bis an eine fortge setzte Unfreundlichkeit gesteigertem Um fange zugenommen hat? Ein Gegensatz, der umso unerklärlicher erscheint, als beide Nationen in geistiger und socialer Beziehung, an Bildung, Wissen fchaft und allen Bethätigungen ihres öffentlichen Lebens einander viel näher stehen als der Engländer dem Franzo fen oder gar dem Russen? Die Wurzeln dieses Gegensatzes lie gen sehr weit zurück. Um es in ein Wort zu fassen: eS ist das erstarkende Deutschland, das der britischen Politik soviel unnöthigeS Unbehagen verur facht. Als König Wilhelm der Erste unter schweren inneren Kämpfen seine Armeeorganisation durchsetzte, die dann das Rückgrat der deutschen Einigung? Politik geworden ist, geschah daS im Ge gensatz nicht nur zur öffentlichen Mei nung Englands, sondern zur amtlichen englischen Politik, die beide für die Op Position in Preußen offenkundig Partei nahmen. BiSmarck klagte, aus dem
Munde des englischen Botschafters die nämlichen Tiraden hören zu müssen, die ihm im Abgeordnetenhause borge tragen würden. Je mehr der Konflikt in Preußen sich steigerte, desto entschiedener stand Eng land auf der Seite jenes unfruchtbaren preußischen und deutschen LiberaliS muS, der seine Zeit und ihre Ausgaben so wenig verstand. Im deutsch dänl schen Streite war England, mit seinen Sympathien auf dänischer Seiie, später auf der Oesterreichs und der Augusten burgischen Ansprüche. 1866 war die englische Politik in einiger Verlegen heit, weil Italien mit Preußen im Bunde war. Aber kaum hatte man sich in London von dem Donnerschlag von Königgrätz erholt, so nahm man Partei gegen das siegreiche Preußen zu Gunsten des HaufeS Hannover und seiner öraunschweigischen Erbansprüche. Ohne englische Einmischung würde die Erledigung der braunschweigischen Angelegenheit einen ungleich glättern Verlauf genommen haben, gehörten doch die Erbanfprüche in Braunschweig zu den ersten Forderungen, die König Wilhelm unter dem Eindruck deS napo leonischen Telegramms vom 5. Juli 1866 niederschrieb. Hätte Kaiser Alex
ander der Zweite in Herbst jenes Iah reS die von ihm eine Zeitlang prote girte Eongreßidee weiter verfolgt, ein Standpunkt, den er nur gegenüber der BiSmarck'fchen Unbeugsamkeit und vor der Drohung mit dem Appell an die nationalen Leidenschasten diesseits und jenseits der Grenze" verließ, so würden wir aus diesem Eongreß England zwei felloS in der Reihe unserer wohlwollen den" Gegner gehabt haben. Bei AuSbruch des Krieges von 1870 suchte die Königin Victoria direkt einen Druck auf Deutschland zu üben, indem sie in Berlin zu Gunsten eines Frie denS intervenirte, der von dort aus we der gestört noch bedroht worden war. Die Königin mußte eS sich gesallen lassen, von BiSmarck rundweg an die Pariser Adresse verwiesen zu werden. Als dann die Enthüllungen wegen des französischen Appetits auf Belgien kamen, wendeten sich die Sympathien Englands eine Zeitlang auf die deutsche Seite. Während der Belagerung von Paris bereits schlugen sie wieder in das Gegentheil um, und wenn BiSmarck so wohl die Abschlüsse mit den deutschen Staaten beeilte, als auch bei den Prä llminarien mit Frankreich manche Kon zesfion machte, mit der die Armee und die öffentliche Meinung nicht einver standen waren, so hat er das auSge sprochenermaßm nur mit Rücksicht auf eine erwartete Einmischung deS euro päischen Seniorenkonvents" gethan, zu der alle diplomatischen Federn schon in Bereitschaft waren, die aber daran scheiterte, daß Kaiser Alezander sich darauf beschränkte, den Besiegten der Großmuth des Siegers zu empfehlen. Der Kaiser hatte doch keine Neigung, mit Herr v. Beust zusammen anti deutsche Politik zu machen, während er auf der Londoner Schwarze Meer Eonferenz Preußens voll bedürfte. Als dann das geeinte sieggekrönte Deutschland sich in einem zuvor nie erreichten Glänze unter den Völkern der Erde erhob, in der Versailler Kaiser, botschaft wie bei der Eröffnung des ersten Deutschen Reichstag? mit golde nen, festen und zuverlässigen Friedens Worten seine leuchtende Bahn deschrei tend, da konnte auch die öffentliche Meinung in England, die während des Krieges überwiegend auf feiten Frank ichs gestanden, nicht umhin, dem Genius ihre Anerkennung zu zollen, und die Times verehrte in dem ehrwür digen deutschen Kaiser den ersten Gentleman Europas." Eine weitblickende britische Staats kunft mußte sich schon damals klar darüber sein, daß das neue Deutschland sich nicht aus eine kontinentale Existenz beschränken werde. Seit dem Jahre 1843 gehörten deutsche Flotte und deutsche Einheit zusammen, die Flotte als der Einheit sichtbarster Ausdruck. Für die Realistrung des in dieser Hin ficht im Jahre 1867 genommenen An laufeS war der Krieg zu früh hereinge brechen, die kleine Flotte des Nord deutschen Bundes war zu einer sehr un tergeordneten Rolle berufen gewesen. Fortan hat England damit zu rech nen, daß an der Nordsee eine neue Flotte erstehen werde. Obwohl dann die deutsche Flotte zu Anfang der acht Ziger Jahre unter den damals vorhan denen Flotten der Großmächte sich be reitS eines erheblichen Ansehens er freute, ist sie englischerseltS doch nie mal? mit solcher Eifersucht und Be fürchtung betrachtet worden, als wie dies ln den letzten fünfzehn Jahren un
geachtet der gewaltigen Überlegenheit Großbritanniens der Fall ist, weil nicht die Kriegsflotte, sondern die zunehmende Handelsflotte unS zur Seemacht er hebt. Zur Zeit des Kulturkampfes erhielt die deutsche Politik eine Reihe von protestantischen Sympathiekundgebun gen aus England. . aber als um die Mitte der siebziger Jahre die Periode der Balkankümpse begann, die erst 1878 mit dem Berliner Kongreß ihren Abschluß fand, standen Deutschland und England bereits wieder in entgegen gesetzten Lagern. Der Berliner Kongreß führte zu ei ner persönlichen Annäherung Bis marck'S zu DiSraeli, die mit einem hohen Grade persönlicher Achtung von einander schieden, aber die öffentliche Meinung in England wandte sich Deutschland erst im nächsten Jahre auf die Kunde vom Abschluß deS deutsch, österreichen Bündnisses wieder zu, weil das ein gegen Rußland gerichteter Schritt war, den man in England als ein Einlenken der deutschen Politik in das Kielwasser der englischen deutete. Während der achtziger Jahre trat Deutschland dann in die koloniale Be wegung ein. So bescheiden der An theil an der Welt auch war, den es für sich begehrte, in Ost, West und Süd afrila wie in der Südsee stieß es aus Widerspruch und Schwierigkeiten aller Art von englischer Seite. Angeblich ältere Rechte Englands, die ein Men schenalter hindurch und länzer ge schlummert hatten, lebten plötzlich wie der auf, sobald Deutschland sich an schickte, in den betreffenden Gegenden seine Flagge zu entsalten. Auf jene Zeit führt ein großer Theil lder Ver stimmungen zurück, die auf deutscher Seite heute noch vorhanden sind. Bis marck klagte am 2. März 1835 über den umfangreichen Schriftwechsel, zu welchem England ihn nöthige: Wir haben seit vorigem Sommer an Noten ich habe die Ziffer festste! len lassen, weil es mir ausfiel, daß eS so viele waren ich glaube 28 schrift liche Noten vom englischen Kqblnett be kommen, die zusammen 700 biS 800 Seiten lang und zu beantworten wa ren. So viel haben wir von allen übrigen Regierungen in den 23 Iah ren, daß ich auswärtiger Minister bin, nicht bekommen."
Im Jahre zuvor war bekanntlich Präsident Krüger in Berlin gewesen und hatte mit Deutschland einen Händelsvertrag geschlossen. Dieser Um stand, sowie die auszeichnende Auf nähme, die dem Präsidenten von Transvaal beim Kaiser und dem Für ftenBlSmakck zutheil geworden Bis marck hatte sich mit ihm an der kaiser lichen Tafel in plattdeutscher Mundart verständigt , verstimmte in England um so mehr, als Präsident Krüger da bei zum Kaiser ausgesprochen hatte, daß er sich wie das Kind im Vaterhause fühle. Die Timeö" gab später dfc fern Mißfallen einen ziemlich scha:fen wenngleich weniger gegen Deutschland als gegen Transvaal gerichteten Aus druck. In daS Jahr 1886 fielen dann die russtsch'kngllchen Differenzen wegen Afghanistan. Deutschland war zu Rußland im Jahre 1831 und 1834 durch Ab. machungen, welche die Erhaltung deS europäischen Status quo' zum Gegen stand hatten wieder in nähere Bezie hungen getreten. Kaiser Alerander der Dritte hatte im Gegensatz zu den an seine Thronbesteigung vielsach geknüpf ten Erwartungen bald darauf eine Begegnung mit seinem ehrwürdigen Großoheim auf der Danziger Rheede die Annäherung an Deutschland ge sucht. Als nun der Kaiser im Früh jähr 1886 die Frage gellte, welche Hal tung Deutschland im Falle eines rus sisch.englischen Konfliktes wegen Afgha niftan einnehmeu werde, war die Zu sage wohlwollender Neutralität im Um fange der russischen von 1870 ertheilt worden. Deutschland konnte eine an dere Politik als die seiner Interessen gar nicht befolgen, und diese geboten ihm die Anlehnung an Rußland. Diese an Rußland ertheilte Zusage, die in London nicht verborgen blieb, hat dann nicht wenig dazu beigetragen, England zur Nachgiebigkeit zu bestimmen und den Konflikt, der bereits größere Di menfionen anzunehmen begann, zu be gleichen. Einfaches Mittel. Dame (zu einer Freundin): Sage mir nur, wie steuerst Du denn eigentlich dem Luxus der Dienstboten?! Ich sehe, Deine Dienstboten sind alle so beschei den?!" Freundin: O, daS mache ich sehr einfach! ... Bei mir kriegen sie das aanze Jahr hindurch keinen Lohn! ,
Eigenartiger Schwindel. t3ie ein Gaun,rpaar ?isebahreisee um ihre Güter bestahl. Die in Chicago jiingsthin erfolgte Verhaftung eines gewissen Ron Aldrich alias Rots Espeyunts einer m feiner Gesellschaft befindlichen Frau, welche ihren Namen als Daisy Dean angab, hat zur Entdeckung einer durch länger als zwei Jahre fortgesetzten Gaunerei geführt, durch welche zahlreiche Eisenbahnen und Personen, welche die Eisenbahnstrecken zwischen Chicago, Et. Louis und Denver benutzten, zu Schaden gekommen sind. Das Paar wurde wegen Stehlens von Pelzen aus dem Chicagoer Freimaurertempel verhaftet, und als man seine Zimmer durchsuchte, fand man große Mengen verschiedener Gebrauchsund Luxusgegenstände, namentlich elegante Kleidungsstücke. Durch das Geständniß von Daisy Dean erfolgte die die Enthüllung der Diebereien. Das Paar pflegte nämlich irgend einen Kosfer oder eine Reisetasche im Gepäckbureau einer Station aufzugeben. Noch vor Abgang des Zuges, oft auch auf anderen Stationen, erschienen dann gewohnlich Espey, mitunter auch die Dean, drückten dem betreffenden Eisenbahnangestellten einen halben 'Dollar in die Hand und ersuchten ihn, sie in den Gepäckwagen hineinzulassen, da sie aus einem ihrer Eepäcksstücke irgend einen Gegenstand herausnehmen müßten. Wie die Dean erzählte, hatten sie hierbei auch nicht ein einzigesmal eine Zurückweisung erfahren. Während sie angeblich mit der Herausholung des Gegenstandes beschäftigt waren, benutzten sie die Zeit, um das nummerirte Ticket auf ihrem Koffer mit dem Ticket irgend eines besonders elegant aussehenden Koffers zu vertauschen, so daß sie sodann, am Bestimmungsorte angelangt, das erschwindelte Gepäckstück erheben konnten, während ihr werthloser Koffer dem Eigenthümer des genannten Stückes übergeben wurde, dessen Proteste keinen praktischen Erfolg haben konnten. Daisy Dean gab zu, daß sie große Mengen der auf diese Weise an sich gebrachten Artikel in verschiedenen Orten verkauften und bedeutenden Gewinn erzielten. Die dupirtcn Chinesen. Die China Gazette" erzählt folgende kleine Geschichte: Am Anfange deS. rufsisch-japanischen Krieges erschien in Hongkong- ein Japaner mit einer recht bedeutenden Summe Geldes, die er in verschiedenen Banken niederlegtet Seine Verbindunzen machte er hauptsächlich unter den wohl habenden und reichen Chinesen. Als er nach einigen Monaten hinreichenden Verkehr gefunden hatte, schlug er seinen neuen Bekannten vor, eine regelrechte Gesellschaft von Blockadebrechern zur Hineinschmuggelung von Lebens Mitteln und andern Gegenständen nach Port Arthur zu bilden. Die vorsichtigen Chinesen wollten jedoch, daß erst einmal ein Versuch gemacht würde, ehe man mehr wagte. Hierauf ging der Japaner bereitwilligst ein. Man miethete also vorläufig zwei Dampfer. Diese kamen auch richtig nach Port Arthur hinein und wieder zurück nach Hongkong, was den glücklichen Gewinnern ein tüchtiges Stück Geld einbrachte. Nun meldeten sich natürlich viele andere reiche. Chinesen und offneten ihren Geldbeutel so weit, daß zwölf Dampfer gemiethet werden konnten. Die oberste Geschäftsleitung behielt der eingangs erwähnte Japaner immer in der Hand. Sobald aber die zwölf Schiffe sämmtlich Hongkong verlassen hatten, verschwand er plötzlich von dort, und das Ende vom Liede war, daß die arg düpirten . Chinesen einen ihrer Dampfer nach dem andern den Japanern in die Hände fallen sahen, von denen sie selbstverständlich als gute Prisen betrachtet wurden. Der Gesammtverlust der Chinesen soll sich auf Z8.000.000 belaufen haben. Jovialer Landcövater. Das Wilhelm Kob'sche Ehepaar in Lauscha. Thüringen, das unlängst seine eiserne Hochzeit beging, erhielt von dem Landesherrn, dem Herzog von Sach-sen-Meinigen. ein eigenhändiges Glückwunschschreiben nebst zweiKisten Wein. Das Schreiben hatte folgenden Wortlaut: Lieber Kob! Zu dem so seltenen Feste, das Sie am . 9. des Monats feiern werden, spreche ich Ihnen und Ihrer Frau meinen herzlichsten Glückwünsch aus! Da ich vernommen habe, Sie würden an dem Jubeltage gerne eine Flasche Wein auZ meinem Keller trinken, mache ich mir ein Vergnügen daraus, Ihnen ein Sortiment bester Weine aus demselben zugehen zu lassen, da Sie mit einer einzigen Flasche ja doch zu schnell fertig sein würden. Die Weine sind sämmtlich nicht leicht und daher einige Vorsicht am Platze. Für alte Leute sind sie, mäßig genossen, eine Medizin, weil sie das Herz -stärken. Mit dem Wunsche, Sie und Ihre Ehegenossin möchten in Gemeinschaft noch viele . glückliche Tage verleben, bin ich Ihr treuer Georg." Schwer bestrafter Vergleich. Die Ferienftrafkammer in Heidelberg, Baden, verurtheilte den Schreiner Rimeroth aus Petkum, Hannover, wegen Majestätsbeleidigung au drei Mcnaten Gefängniß.. Der Verurtheilte hatte am Biertisch die Kaiserreisen mit Landstreichern ver-glichen.-
Ueberall Willkommen
find Die
Horn
SHmaöhast Stärkend Msolnt rein Office-Telephon 1050. Auch in Flaschen' durch das Flaschen-Devartcmeu zu beziehen. TelevdoneS: Zltxx 1030 z Mt 105( C
Mexikanische doppelt gelbköpfige
Zunge Nest-Vögel $10 das Stück Harzer Canarien Vogel junge Sänger. Cubaner Papageien, Deutsche Drosseln, Amseln und Gold Finken, Fisch Aquariums, Cchooßhuudc etc. Vogel Samen, Käsige und Zubehör, j. WARD, Bird Store. Sl Oft Market Straße.
n r?irnT rtT3Tt? r ttttbttt in i unn
Rache bet Gequälten. P r i n c e t o n, 15. Sept. Ein eigenartiges Schauspiel wurde gestem aus dem Geflügelhose der Frau Daniel Kendle bemerkt. . Drei junge Enten, die von einer Henne ausgebrütet und von anderen Hühnern deL HofeS oft angefeindet worden waren, ergriffen eines ihrer Quälgeister, schleppten eS in einen tiefen mit Waffer gefüllten Trog und hielten eS solange Unter Waffer, bis eS den HUhnergeift" auf. gegeben hatte; dann gaben sie ein Ge schnatter zum Besten, augenscheinlich um ihrer Freude über die gelungene That Ausdruck zu verleihen. Sottlted L eukhardt, .Die gemüthliche Ecke,Ecke Noble und Market Str. Pfknzen als Juellcn. Sunderbare ?ig,schaften gewisser Trope , Seichse-et,r aus Noth. Es gibt Bäume und Pflanzen, die äußerlich oder innerlich Wasser aufspeichern, theils zu eigenem Nutzen und Frommen, theils um es den Durstenden wie einen Labequell darzubieten. Auf Madagaskar wächst die herrliche Fächerpalme Ravenala. die seit alters her der Baum der Reisenden" heißt. Jeder Blattstiel enthält nämlich auf seiner oberen Seite eine sich gegen die Stiel'cheide hin erweiternde Rinne, in der ich das Wasser der feuchten Niederchläge ansammelt Und lange Zeit frisch und genießbar erhält. In den wasserarmen Bezirken hat dieser merkwürdige Baum schon manchem Verirrten und dem Verschmachten nahen Wänderer das Leben gerettet. Die Kardendistel hat die Eigenschaft, mit ihren Wasserbecherchen den Regen und den Morgenthau aufzufangen. Die Steppenvölker nennen dies mannshohe Distelgewächs Falkenbrunnen." weil es für die Steppe eine Art Brunnen darstellt. Noch bessere Wasserspender sind die in der Mohavewüste in Kaliformen vorkommenden - Arten eines Kaktus, der vermöge seines weit ausgebreiteten Wurzelwerkes und seiner lederartigen Struktur sowohl hinsichtlich der Aufsaugungsfähigkeit als auch, was die Mittel zum festhalten der Wassermenge betrifft, em regelrechtes Wasserreservoir darstellt. Von der in diesen Pflanzen aufgespeicherten Flüssigkeit machen zahlreiche Wüstenthiere Gebrauch, unter Umständen sogar die Menscken. 3n der Wüste vonSonora in Mexiko etzt der immer spärliche Regenfall oft 'o lange Zeit aus. daß die wenigen vorzandenen Wasserquellen auch noch versiegen. Da nehmen die dort einheimischen Jndianerstämme der Seri und Papago ihre Zuflucht zu den Kaktuöreservoiren. die für sie dann die Rolle deS madagassischen Baums der Reisenden" übernehmen. Rostschutzmittel. Ein gutes derartiges Mittel soll darin bestehen, daß man gleiche Theile Karbolsäure und Olivenöl zusammenmischt und damit die betreffenden Gegenstände bestreicht. Dieses Mittel soll Hauptfachlich bei stählernen Instrumenten zweckmäßige Verwendung finden. .
Biere der
e Brewing Co.
(&f W3
Sir sprechen fcs Kn5 sinem 6tolttf eil fS. Wüsche v,r. 24 W. 57katt?lQ, Heil CloBtft t& AnropLischeS Dlepariemesj T,r m00 mnnrr Wechsel. CrcdMricsc, Postanweisungen, auf alle Städte Eurvpaö. Schrffsscheins von und nach Europa. Sln- und Verkauf auölSndi scheu (heldeS. No. 35 Süd Meridian Str. Irleredants National Bank, Die "Citi Bai," CtoHirt 1853, nimmt jederzeit engagu entl entgege. Irgendwelche OrchfterRuft! und irgend eine Anzahl von Sfafttn !?d geliefert. Neue Ausstattung und neue anisormen. & XL Niller, Dirntcr. denry vprengpseil, SeschäftLführlr, 1103 Madison Avenue. kelephon $ t 0 Neu 9696. Estragonessig bereitet man. indem man ein Quart guten Weinessig nach Belieben mit einem halben Eßlöffel voll Salz aufkocht, ihn über eine Handvoll gewaschener, frischer Estragonblätte? gießt und in einer Flasche gut verschließt. Der Inhalt wird 2 3 Wochen an die Sonne gestellt. Zu Salaten, eingemachten Bohnen und Gurken, auch zu Saucen ist derselbe vorzüglich. Verstauchungen im Gelenk dürfen ja nicht durch das' beliebte Ausziehen des Gliedes zu heben versucht werden. Am besten und schnellsten tritt man vielmehr den Nachtheilen einer Verstauchung entgegen, wenn man das beschädigte Glied so lange ruhig hält und mit kalten Überschlägen bedeckt, bis aller Schmerz bei der Bewegung durchaus verschwunden ist. worauf alsdann noch eine EinWickelung mit einer Flanellbinde zu er folgen hat. Um Harzflecke zu entfernen, reibt, man farblose Stosse einigemal mit Seifenspiritus und wäscht dann mit reinem Wasser nach. Sind die Stoffe farbig, dann reibt man mit Citronensaft oder gereinigtem Terpentinspiritus ein und putzt mit weichem Flanell oder Löschpapier nach, bis der Fleck fort ist. Die Flecken lassen Nck auü entfernen, wenn man die verharzten Stellen mit Alkohol einreibt und während dieselben noch feucht sind. Vl 1 1 1 VUtUVVV UVUy " VMtw Wasser auswäscht. . (5LXt Snthi ftit itnrt rvYttn tn
Brote,
mm
