Indiana Tribüne, Volume 29, Number 19, Indianapolis, Marion County, 14 September 1905 — Page 7
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Aie erste w f 5.4 este N tt m. aa 4ms. ä m.? : 4 44 (Fortsetzung.) Sich voll des Vorzugs bewußt, zu ihr gerufen worden zu sein, rüstete sich Vater Föhrenbach mit einer Eile für den Besuch, als gelte es einem Sterbenden die letzten Äugenblicke zu erleichtern. Wer hätte auch Frau Jutta Eerland warten lassen! Und sie wartete. Krank aber war sie nicht, obwohl auf dem breiten Diwan eine Art Krankenlager improvisirt war, darauf Frau Jutta im spitzenüberrieselnden Msrgengewande ruhle und eine kostbare Seidendecke über sick gebreitet hatte. Noth that die wärmende Hülle ihr nicht, denn ein heimliches Fieber brennender Neugierde war in ihr, und um dieses fieberndenZustanbes willen hatte sie zu Doktor Föhrenbach geschickt. Von ihm würde sie cö ja erfahren, was Wahrheit, was Lüge war an den tollen Gerüchten von der Millionenerbschaft. Gnädige Frau, der Herr Doktor." Ich lasse bitten Föhrenbach stand zunächst wie betäubt, als er in Frau Juttas dämmeriges. duftendes Heiligthum eintrat. Im Leid der Armen, in ihren fsüllzv. wußte er Bescheid, das Reich der elr. ganten Frau ton Welt muthete ihn leklemmend an. Kaum daß er mit der nöthigen Sicherheit Fragen nach Frau Juttas Befinden zu stellen vermochte. Mit treuherzigem Ernste ging sie auf seine flüchtige Untersuchunz ein und meinte leuszeno: vnqt wayr, neoer Doktor, mir fehlt wieder einmal absolut gar nichts?" Gnädigste Frau, wenn Sie die Fenster aufmachen wollten und fleißig jpazieren geben " Sie ließ ihn nicht zu Ende sprechen. Eben dazu hab' ich keine Lust, lieber Doktor. Ich bin ja so namenlos faul! Und das ist krankhaft. Verschreiben Sie mir ein anregendes Mittel ja, wollen Sie?" Und er verschrieb irgend etwas. Seine Seligkeit hätte er ihr verschrieben, hätte sie danach Verlangen getragen. Er hatte das Gefühl, als tränke er starken Wein, wenn er sie ansah, wenn sie zu ihm emporlächelte, wenn sie svrack. Solch eine Frau! Die machte die Alten wieder jung! An ihre Krankheit glaubte sie wohl selber kaum. Genua, daß sie ihn bat, noch ein wenig mit ihr zu plaudern, das thut ihren Nerven so gut. Den Burgunder, den sie ihm bringen ließ, schlug er nicht aus. Und als er einen langen Schluck davon genommen, fragte er: Wenn Sie sich in unserem Lindenstedt langweilen, gnädig: Frau, warum verreisen Sie dann nicht? Ein wenig Höhenluft dürfte Ihnen fehr gefund sein." Höhenluft, ach ja!" Den Kopf auf den Ellbogen gestützt, hob sie sich ein wenig empor wie in flügelregender Sehnsucht. Meine Berge wie lieb ich sie! Wäre diese krankhafte, nervöse Indolenz nicht, die mich m diesem Jahre vom Reisen abhält, ich ginge sofort nach meinem geliebten Tirol. Ja," sagte Föhrenbach und lieb koste, wie er das so gern that, seinen Bart, die Meinen sind auch dort seit einer Woche. Frau Jutta richtete sich vollends auf und machte ihr unbefangenstes Gesicht: Ach, nach Tirol sind sie? Wohin denn? Meran!" sagte der Doktor gewichtlg. . Meran im August? Etwas mollia!" Wieder that Vater Förenbach dem herrlichen Tropfen Bescheid. Auf Ihr ganz besonderes Wohl, gnädige Frau. Hm ja, Meran! Um eine VergnügungS reise handelt es sich eben nicht in diesem Falle. Meiner Nichte starb eine Anverwandte aus Amerika 'rn Meran. imd sie hat nun dort eine Erbschaft zu erhecen." Ah!" machte Frau Jutta und es sollte überrascht klingen. Ein Todesfall mit mildernden Umständen also. Ich wünsche Ihrem reizenden Nichtchen aufrichtig Glück. Einer künftigen Guisfrau kommen wohl unter allen Umständen amerikanische Millionenerbschaften zu Statten. t Na, na Millionen!" wehrte der Doktor scherzend ab. Millionen nun nicht gerade, immerhin aber genug, daß Palmer mü der Mitgift zufrieden sein kann. Auch mit ein paar Hundert taufenden läßt sich leben!" TaS will ich meinen," bestätigte Frau Jutta langsam. Ihre Hände, die auf der Seidendecke lagen, wühlten sich in den weichen Stoff, dann sank ihr Kopf in die Kissen zurück wie in zäher Ermüdung. Als sich Doktor Föhrenbach wieder auf dem Heimwege befand, fühlte er sich seltsam verdutzt und ging, die Hände auf dem Rücken verschränkt, grübelnd dahm. -Wozu hatte ihn Frau Jutta Gerland eigentlich rufen lassen? Wovon hatten sie miteinander gesprochen? Von Lianens Erbschaft! Und dafür hatte sie Interesse gezeigt, reges sogar, nachher war sie verstummt. Merkwürdig !
Jt, ... w M M ft . 15 ' Noman von Öcbwin Erlittdtmcdtcbicr 4 VV 44 44 4.4. VV V 4" 4 H Andeutungen, doppelsinnige Reden, die ihm früher hin und her am Stammtisch zu Ohren gekommen, fielen ihm ein. Palmer und die Eerland sie waren fast immer in einem Athem genannt worden. Sollten da Veziehungen bestanden haben, und sollte Frau Jutta nur. neugierig gewesen sein, als sie glaubte, des Arztes zu bedürfen? Dem Doktor wurde es unerquicklich zu Sjinte. Er nannte sich im Stillen einen alten Esel, der sich aushorchen ließ, und beschloß, seiner Mathilde Gedanken nicht mit diesem Besuche bei Frau Jutta zu beschweren. Frauen gegenüber konnte man überhaupt nicht schweigsam genug sein. Sie aber, um die des Doktors Gedanken schwerfällig kreuzten, war, kaum daß er das Zimmer verlassen. aufge sprungen. hatte die Lippen zusammenpreßt und die Arme gestreckt, wie um etwas Unsichtbares zu beherrschen, zu meistern: die Macht, die ihr etwas nehmen wollte, was sie noch nicht weggeworfen hatte. Kommt da der Zufall, überschüttet einen Menschen, der ihr gehörte, mit gleißendem Golde, stellt ihn auf den Berg der Versuchung und lockt: Das alles ist Dein, wenn Du sie läßt! Nun. sie nahm es auf mit dem gefälligen Zufall. Wegwerfen wollte sie. verlieren nicht! Weggeworfen hatte sie bisher die Menschen wie Aehren. denen sie die Früchte geraubt verloren hatte sie noch keinen! Ein Detlef Palmer aber sollte die Macht Frau Juttas nicht vergessen! Sie eilte plötzlich an ihren Schreibtisch, riß Papier heraus und schrieb mit jagenden, großen Zügen: Sie Abtrünniger! Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, und ich müßte ja kein Herz haben, würde ich Ihnen nicht in allerAufrichtigkeit Glück wünschen zu dem, was Sie oas Sanasal mit blinden Augen aus der Urne zieyen ließ. . Oder waren diese Augen gar nicht so blind? Wie dem auch sei, Freund Detlef, oder weil dem so ist, oan im rnunoe m e om. oer 'st Ihren goldenen Segen verdanken, drückt Ihnen die Hand Ihre a'.te Freundin. Palmers Pferd stand gesattelt, als er Frau Juttas Brief empfing. Kaum merklich schneller flogen seine Pulse, sein wildes Blut war unterjocht vom Willen, der Kraft und Frieden suchte auf dem Wege der Pflicht. Ruhig las er das Schreiben. Dann setzte er sich und stützte minutenlang den. Kopf. Oder waren diese Augen gar nicht so blind?" hatte sie geschrieben. Damit hatte sie ihn treffen, aufreizen wollen, daß er sich des Verdachtes wehrte, mit schlauer Berechnung sich in Liane von vornherein die reiche Erbin gesichert m haben. Als ob ste es mcht besser wüßte, wie er in Wahrheit sich die erste Beste in die Arme gerissen und nicht nach Geld und Gut gesragt hatte. Glaubte sie, daß er sich jetzt vor ihr vertheidigen würde? Oder was erwartete sie sonst auf diesen Brief von ihm? Antwort! Jawohl antworten mußte er ihr. Heut Abend kam Liane, da sollte es geschehen sein. Und nach kurzem Sinnen schrieb er. wie es die Form verlangte: ,Gnädige Frau, es dankt Ihnen für Ihre freundlichen Worte und fuß! Ihnen ehrerbietig die Hand dafür Ihr ergebener Detlef Palmer." Den Brief schob er in die Tasche, um ihn selbst abzugeben. Zunächst ritt er durch seine Felder. Das gab seincn Gedanken neue, frohmuthige Schwungkraft. Er dachte nicht mehr daran. Moorheide verkaufen zu wollen und mit Liane irgendwohin zu ziehen, wo nrau Juttas Spur nicht mehr um ihn war. Ein fester Manneswille, der nur vorwärts, nicht mehr zurückschallte, dc würde es ja wohl zwingen, dan eines Tages die Vergangenheit völlig hinter ihm versank. Ohne daß er stch s eingestehen wollte, war seit dem Tage. d.i me niederdrückenden Geldsorgen neuesten Zeit, das ängstliche Rechners über Soll und Haben, womit er sich seit Langem heimlich herumgczerrt, von ihm genommen, eine glückliche Veränderung mit ihm vorgesangen. Nicht umsonst waren die übertriebenen Gerüchte von LianenS Erbschaft in Umlauf. Ein paar Geldv:rl?iher hat ten es eilig gehabt, sich Palmer zur Re gulirung etwaiger geschäftlicher Angelegenheiten vor seiner Hochzeit zur Werfuquna zu stellen. Palmer hatte daS Anerbieten der Geldöerleiber angenommen, ohne sich an die erböl'ten Zinsen zu stoßen. Nur erst wieder heraus cus dcn augenblicklichen Sorgen! .Liebe tleme Liane: So hatte er ihrer oft gedacht in diesen Tagen, da ihm die Alltagslasten von den Schultern sanken. Ein guter 5:amerad würde sie ihm sein, eine getreue Weggefährtin Wie sie nur daran gedacht, daß ihn ihr Reichthum beglücken solle, das hatte ihn tief ergriffen und all seine Kraft und seine besten Borsätze zusammengerissen.
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Und heute Abend kehrte sie zurück!
Gemeinsam mit dem Doktor wartete er am Bahnhof. Sie waren beide m auter Stimmuna und erinnerten sich lachend der Ruhe-sanft"-Schleife. die ihnen den Abschied gewinkt. Das Wiederseben wurde fröhlicher sein. Pünktlich fuhr der Zug in die Halle ein. Vie yuren wuroen qeonn, c ' w w Frau Mathilde und Liane stiegen aus. Doch Nicht rasch und freudig, sondern als schleppten sie Blei an den Füßen. Hermann, ich sage Dir, das war eine Fahrt! Kaum noch aufrecht halten kann ich mich. Ein Glück, daß wir uns lebendig wiedersehen!" Zärtlich nahm Vater Fohrenback seine Mathilde in den Arm und ging mit ihr davon. Palmer und Liane folgten. Für das Gepäck sorgte das mitgebrachte Dienst--mädchen. " Du siehst so blaß und müde aus. Kind. List Du nicht wohl?" fragte er. als sie sich schwer auf ihn stutzte und der Schein einer Gaslaterne über ihr schmal gewordenes, bleiches Gesicht fiel. Nein, L'.ebster. ich sühle-mich nicht wohl, aber morgen morgen wird alles besser sein. Da will ich Dich für mich yaven. yorst xu, m mich ganz allein." Em fremder Klang war in ihrer Stimme. als sie spram. Palmer streichelte beruhigend ihre Hand, die auf seinem Arm lag. Gewiß, mein Kind, wir können einen ausgiebigen Waloipaziergang Miteinander machen. Ich hole Dich ab. Heute will ich Deine Nerven schonen und gar nichts fragen, nicht einmal, wie es Euch ergangen ist." Nein, frag das nicht frag das nicht!" Und als schauere sie fröstelnd zusammen, schmiegte sie sich an ihn. wie sie es nie ?ubcr gethan. Aber Du! Sprich von Dir!" Von mir?" wiederholte er mit kurzem, verlegenem Lachen. Da gibt's allerdings eine ganze Menge zu erzah-
len, Kind. Aber lauter Gutes.". lenreihen. die in regloser Feierlichkeit Du hast Deine Hypothek erhalten, das Himmelsdach trugen. TempelDetlef?" schweisamkeit breitete sich um die bei-
Etwas verwundert sah er aus ihr liesgesenttes Haupt hernieder und antwortete mit halbem Scherze: Alles in schönster Ordnung! Du glaubst gar nicht, wie die Mär von einer Millionencrbschaft.ote in Lindenstedt umgeht, meinem broren alten Moorheide die Fundamente festigt Da klang ein leises Aechzen auf und erstarb, noch ehe Palmer sich klar darüber geworden, ob es ein Luftzug geseufzt oder oö es von Lianens Lippen gekommen war. Zu einer Frage kam er nicht mehr, denn Doktors wandten sich um und traten herzu, und dann stieg man gemeinsam in den vor dem Bahnhof wartenden Wagen. Es folgte kein Beisammensein mehr. an diesem Abend. Frau Mathilde war ungewöhnlich wortkarg, und Liane widersprach nicht, als Palmer erklärte, bald nach coorheioe zurucneyren zu wollen, damit die Reisemüden zur Ruhe kämen. Ruhe, ach ja, Ruhe! . Daß sie die fände! Schlaf! Vergessen Fast hatte Liane die Augen noch Nicht geschloffen, seit sie sich wie eine werdende Verbrecherin fühlte, me mit jeder weiteren ?tunoe oes zuerimwelaens einen Schritt vorwärts that auf der Bahn gebeimer Schuld. ' ' Heimzukehren hatte sie verlangt, beim zu ihm. als müsse fie bei seinem Anblick sick aus ihrtr rrmfe wieder auf den reckten Wea finden. Und nun I" 7 ? 1---"L " war sie heimgekehrt, hatte ihn wieder ' - gesehen, und nur schlimmer war alles geworden, tausendmal schlimmer! Wie gefallt sank sie endlich auf ihr Lager nieder. Durch das Fenster stahl sich ein Mondstrahl, legte sich breit über das Bett und wuchs und wuchs und bekam Form und Gewicht wie eine Gen.fi . ? r . - r. n-ry . , neu eine meine, aeivenm me. mli todten Augen, die sie anstarrten, bedrohten, die schrieen und klagten: Gib's zurück, gib's zurück! Es hangt em Fluch daran! Gestohlenes Gut wer hatte ze sem Gluck damit erkauft! Xa stieß ste entsetzt die Decke von sich, sprang empor und schloß vor den: Fenster die Laden. Dunlcl sollte es um sie sein, wie es in den Schlupfwinsein dunkel war. wohin die Diebe sich verkrochen. . Die Hände krumpfte sie ineinander. d-.ese Hände, die er gehcbkost hatte vor hin, als seine Stimme so fröhlich sagte: Lauter Gutes, Kind, lauter Gutes !' So hatte er cs genannt, daß er wieder frei aufathmen, schassen und streben Vm a 11 AVrt vi XwiVtA (tMim vuMlt, ovu,uh vuiuixi, Herzen mebr als semer Bmumftge 2U haben Jcder Zug ftmes Aromen, eme rjrz'uZ lzri":::: 'n iy n pti rn! r nT i'prn irrt n rntn ,u,v yuiiiti uvuif ic roarm gkuMn. zm gange wqcn war neu befestigt, neuebelebt gewesen. Neu befestigt, wie die Fundamente von Moorhcide. Was sollte sie denn thun, großer Gott, was sollte sie denn thun! Mit eigener Hand die Mauern ihres Glücks stürzen? Oder hinausschreien: Was " 1 ' rr (i..i . 0 lummcri iuiuy vjuic cquio, ivas kümmert mich Euer Unglück! Ich lebe und will mein Glück!" Wenn sie es könnte, wenn sie den Muth, die 5ttast dazu' fände! Der Morgen dämmerte, als Liane endlic.) zu schwerem, traumlosem Schlummer d:e Augen schloß. Föhrenbachs drunten hatten längst gefrühstückt und sich von der Reise, der Erbschastserhebung erzählt, was Frau Mathilde deö Erzählens für nöthig
hielt, als Liane endlich die Treppe her
abkam und leise an der Thür des Wohnzimmers vobei m den Garten hinausging. Sie wollte frische Luft schöpfen und sich für das Zusammentreffen mit ihrem Bräutigam sammeln. er Morgen war m Duft und Frische gebadet. Die Herbheit nahenden . ? r w m eroi'es wey:e aus oem Lauv, zwiicyer. den Sommerreseden erschlossen sich di! ersten Astern, durch die Luft ainq ein feiner, klarer Klang, ein Klang, der zu trösten, zu rathen verstand.- Sei ruhig. harre aus! Auch Dein Schicksal wird sich erfüllen. Sei nur getreu. Dir selbst getreu bis m den Tod. und ich will Dir die Krone des Lebens geben! Lange wandelte Liane in den stillen Gartenwegen auf und ab. schaute und lauscqte, dann ging sie in Haus hinein, sprach schlicht und freundlich mit der sie umsorgenden Doktorin, deren Blick helmlich m ihren Zügen forschte, und ging endlich wieder in ihr Stübchen hinauf, bis nach ihr gerufen wurde. Palmer war gekommen. Seite an Seite schritt das Brautpaar d:e Straße dahin. Die ihnen begegnenoen Leute schauten ihnen mhvoll neugierig nach. reifet Xu" saate Palmer. wir biegen da gleich links ab in den Wald hinein. Was brauchen wir einen regelrechten Weg. wir wandern auf's Gerathewohl in die grüne Wildniß hin; ein Ja," sagte sie leise. Auf's Gerathen wohl, ohne einen Weg.' Heimlich sah er sie an. Stand ifr das schwarze Kleid so gut? Oder was war es, das ihre Farben so abgegrenzt erscheinen ließ? Wie blutender Mohn das Roth der Lippen, über dem Grau der Augen ein schwarzer Flor und das Haar so leuchtend, als sprühe, knistere es von heimlich darin verborgenen Funken. Der weiche Waldboden dämpfte die Laute ihrer Tritte, die hohen, schlanken Kiefern standen wie lange, ernste Sauden Menschen. d:e tiefer und tiefer in das Waldesdämmer hineinschritten, Jetzt di: Kraft, jetzt den Muth dazu finden, ihm alles sagen, vor ihm hin sich werfen mit flehendem: Hilf mir. bilf uns! Liane rang mit sich, daß sie es konnte, doch verzweiflungsvolles Schweigen lag wie eine steinerne Faust auf ihrer Brust. Auch Palmer schritt eme Weile stumm dahin und lauschte auf seine Weise dem, was das Waldesschweigen zu ihm sprach. Tann hörte Liane, daß er etwas zu ihr sagte. Nur einzelne Worte schlugen an ihr Ohr. Erzählen solle sie von ibrer Reise, ob d:e Erbschaftsformalitäten"glatt von Statten gegangen, oder ob sie etwa noch Rath und Beistand brauche? Jetzt thu's. jetzt sag's ihm!" rief eö gebieterisch in ihr. Und ihre Füße erzitterten und wuroen kalt wie ihre Lippen, die sprechen wollten. Er merkte ibre Schwache und mamt heiter den Vorschlag, sich einen' behag lichen schattigen Ruhesitz Miteinander suchen zu wollen. Ja ach ja!" Ihr war eine Gnadenfrist gegeben. Zwischen zwei Föhren fanden sie eine prächtige, moosger V . rfV I l KV scyweule wtut. ..e em oaf sagre Paimer unc setzte sich bequem darauf Nieder. I . ... . .- - . , , . lane Nen ich an einer -ette Nieoer. I . . . r r r 0 V legre oen ops aus innen arm uno ichlo vie tilgen. Die Gnadenfrist verlängern. ein schlafen, sterben können! (?r hatte die Hand rn ihr Haar geschoben und schlang sich spielend die weichen Strähnen um die Finger. Dabei vergaß er, daß sie auf seine Fragen I Vnrt Vnrftit nnrfi rtrrfif rrt'.lf nnr t hatte. Dann ging es ihm durch den Sinn. daß es sehr schön wäre, einige Hektar eigenen Forst zu besitzen. Und fröhlich meinte er: Wenn Du willst, Kind, versuchen wir später, für Moorheid ein Stück Wald anzukaufen. Da baue ich Dir dann ein Blockh'äuschen hinein, und Du kannst Waldprinzessin spielen." Weit öffneten sich ihreAugen, schreck haft weit. Er aber fuhr fort, sich Zukünftiges auszumalen. Daß Liane reich geworden, und er so sehr der Nehmende sein sollte, quälte, beschämte ihn mcht meh r.ns, er einen ehrlichen inneren Standpunkt zu seinem Berlöbniß' mit I - - w ' U)t gesunden, seitdem er auch gesehen fci,UnrsM iäte. Einfach natürlich wi', zwei gute Kameraden, wollten sie 1 r . - - v w an ww erfreuen, was em über sie ausgeschüttet hatte. ' .Weißt Du, Kind, ich denke mir. wir können ohne große Opfer das ganz Moorheide ein wenig aufmuntern und auf die Höhe der Zeit bringen. Ich habe mir so Verschiedenes überlegt. Für Dich beispielsweise einen kleinen Anbau mit Oberlicht nach dem Park k!naus I WA Fortsetzung folgt.) ' -' Noch vor wenigen Ja h rzehnten konnte man in Kuropa in abgelegenen Vauernhausern den Kienspan als einzigen Lichtspender finden. Die erste Cigarrenf a b r i k in Deutschland wurde im Jahre 1788 von dem Hamburger Ta bakfabrikanten Schlottmann gegrunl oet.
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