Indiana Tribüne, Volume 29, Number 19, Indianapolis, Marion County, 14 September 1905 — Page 3
IIVIUUU iIVUKVf Wlff VI VI4
er Entwurf
Des Wasscnstillstandcs zwischen Rußland und Japan ist nun fertig. Wünsche der Oel-Jndustriellen in Baku. Der deutsche Kaiser will der Fleischtheuerung steuern. Große Manöver zwischen Koblenz und Mainz. Ausgedehnte Verschwörung ans der BaUan'Valbinsel. Wahlen in Spanien.
Grokbritannien. Waffenstillstand. London, 13. Sept. Der Was. fenMllstand zwischen Japan und Ruß. land enthält 6 Paragraphen. Er setzt eine neutrale Zone zwischen beiden Ar mem in der Mandschurei und in der TumeN'Gezend fest und bestimmt, daß Kriegsschiffe nichtGebiet beschießen sollen, da von d'r anderen Partei besetzt ist. Dagegen soll das Kapern von Schiffen gestattet sein. Japan. Opfer der Unruhen. Tokio, 13. Sept. Nach dem Po. lizeiderichte wurden bei den letzten. Ruhestörungen 333 Konfiabler, 16 Feuerwehrleute und 2 Soldaten der wundet. Unter den Krawallmachern und Unbeteiligten wurden 9 Personen getödtet und 437 verwundet. Rußland. Wünsche der De l I n d u st r i e. St. Petersburg, 23. Sept. Vertreter der großen Oelgesellschasten de- Kaukasus erschienen heute beim Finanzminifter Kokovsosf und ersuchten ihn die Truppen in dem Oeldistrikte zu belassen und für bessere Polizei zu sargen. Gesetzlose ' Elemente sollten aus dem Distrikte entfernt und den Ge schädigten eine Anleihe für einen län gercn Termin ohne Zinsen gewühlt werden. - Der Finanzminister erklärte, daß er im Prinzip mit diesen Wünschen über einstimme und bereit sei auf alle mög liche Art mit den Oel.Jntereffenten zu' sammenzuarbeiten. Die Deputation erklärte sich bereit, dem Wunsche deö Ministers zu tnU sprechen und den Dampfern auf der Wolga Naphtha zu liefern, um eine Verlegung deS JlußverkehrS zu ver hüten. ES heißt, daß 2 Divistonen Trup. pm im Baku Distrikte zusammen gezogen werden sollen. Versammlung ge sprengt. H e l s i n g f o r S, Finnland, 13. Sevt. Eine Versammluna von 800 Delegaten aus allen Theilen Finn land'S, welche die politsche Lage be sprechen wollte, wurde vom Militär mit gefälltem Bajonett auseinander ge trieben. Deutschland. DeS Kaisers Eingreifen detrefföderFleifch' theuerung. Berlin, 13. Sept. Reichskanzler Fürst v. Bülow hielt heute in Koblenz auf Befehl des Kaisers Vortrag. In gutunterrichteten Kreisen wird vermu thet, daß den Hauptgegenstand die Fle!sch!Seuerung bildete, welche in allen Schichten der Bevölkerung stetig wach sende Erregung verursacht. Hat eS mit der Annahme seine Richtigkeit, daß der Kaiser aus diesem Grunde den Kanzler Vortrag halten ließ, so dürfte auch eine rasche, entscheidende Action zu erwarten sein, damit der herrschenden Kalamität ein Ziel gesetzt wird. Die Gelegenheit zum Vortrag bot sich auf sehr einfache Meise, indem Fürst Bülow, der Oberst a la suite der Ar mee ist, sich an der heutigen Kaiserpa rade des 8. Armeecorps bei Kodlenz ac tiv betheiligte und beim 7. Husaren Regiment, seinem alten Regiment, mtt ritt. Manöver in Rhein landen. Koblenz, 13. Sept. Gestern Abend begannen die großen Manöver in dieser Gegend. An denselben nehmen 70,000 Mann Infanterie, 8000 Mann Kavallerie und Artillerie mit 300 Geschützen theil. Die Generalidee ist, daß die Festung Mainz belagert wlrd. Ausgabe der hier versammelten Truppenmacht ist e5 die Festung zu entsetzen. Mit dieser Aufgabe sind drei Divi fionen betraut während von der Bela gerungSarmee 2 Divisionen detachir wurden um die Entsatzarmee aufzu halten.
Heute Morgen um 4 Uhr war zwischen beiden Armeen südlich der EmS ein heftiger Artilleriekampf im Gange. Kündigung deS deutfchame rikanischen Handels abkommen S. Berlin. 13. Sept. Die Deut, sche Tageszeitung", das Hauptorgan der Agrarier, erklärte heute an leiten der Stelle, die Regierung sei nach dem Uebereinkommen mit den Ver. Staaten formell nicht im Stande, die bestehen den Abmachungen vor dem 1. Dezember zu kündigen. Dann aber sei sie auf Grund der neu abgeschlosseuenHandelö
Verträge mit anderen Ländern, die am Mürz 1906 in Kraft treten, dazu ge: zwungen. Das Volk dringt in die Regierung, etzt formell ihren Standpunkt darzule gen und ihre Absicht, den Vertrag kün gen zu wollen, zu erklären, so daß keine Weitschweifigkeiten verursacht würden. Zarenfamilie nachDarm st a d t. Darmftadt, 13. Sept. Hier wird das Eintreffen der Zarenfamilie n Bälde erwartet. Sie folgt der drin genden Einladung des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen, welcher Schwester und Schwager die Erholung zukommen zu lassen wünscht, deren sie ehr benöthigt. Milerand'S bevorstehende Ankunft in Berlin. B e r l i n, 13. Sept. Mit großem Interesse sieht man hier in weiteren Kreisen dem angekündigten Besuch des ehemaligen französischen Handelsmi' nisterS Alexander Millerand entgegen. Der hervorragende Politiker unter nimmt eine ausgedehnte Reise durch Deutschland und studirt unterwegs so zialpzlitifche Einrichtungen. Außer Verfolgung gesetzt. M a g d e b u r g, 13. Sept. AuS Gardelegen im hiesigen RegierungSbe zirk wird gemeldet, daß der Forftver walter Freiherr Albert Speck v. Stern bürg in Bodendorf, ein Bruder des deutschen Botschafters in Washington, nunmehr außer Verfolgung gesetzt ist, da ihm keineFahrlässigkeit nachgewiesen werden konnte. Am 16. August hatte er in Folge eines unglücklichen Zufalls auf der Jagd eine ältere Frau erfchof fen. Er hatte sich sofort selbst der Po lizei überliesert, war aber auf freiem Fuß belassen worden, da keine direkte Schuld vorlag. Konsul Miller. Köln, 13. Sept. Die Kölnische Zeitung bringt eine Depesche von Ber lin, welche die Mittheilung, die deutsche Regierung habe den sür Aachen er nannten amerikanischen Konsul I. Martin Miller die Cxequatur verwei' gert, richtig stellen soll. Sie sagt, den Berliner Behörden seien keine anti deutschen Bemerkungen gekannt, die Miller als ZeitungS'Korrespondent ge macht bade. Die Angelegenheit sei so weit überhaupt noch nicht zur Er wägung gekommen. Von Washington wurde am 9. Sept. gemeldet, daß Miller in Folge der Stellungsnahme der deutschen Regie rung zum Generalkonsul für Auckland, Neuseeland, ernannt worden sei, und daß der dortige Generalkonsul Delling ham den Posten in Aachen übernehmen werde. Türkei. Sultan reizt den Zaren. K o n st a n l l n o p e l , 13. Spet. Der Sultan freut sich offenbar über die gegenwärtige völlige Hilflosigkeit Ruß landö kindlich und benutzt die günstige Gelegenheit, sich für die ihm feit Jahr zehnten widerfahrenen Demüthigungen zu rächen. Wie aus Konstantinopel berichtet wird, richtete die Pforte gestern eine Protestnote gegen die Nledermetze ung der Armenier in der Oelregion von Baku an den Zaren. Das ist der blutigste Hohn, der Väterchen" wi verfahren kennte, denn erst vor einigen Jahren veranlaßte der Zar die Mächte, der Niedermetzelung der Armenier durch türkische Truppen Einhalt zn gebieten.
Oesterreich'Nngarn. Verschwörung auf dem Balkan. t. Wien, 15. Set.t. Nach Depeschen
aus Belgrad wurde dort und zu Sosia eine Verschwörung aufgedeckt, die einen allgemeinen Aufstand auf der Balkan Halbinsel bezweckte in der Absicht die Mächte zur Einmischung zu zwingen und makedonische Antonomie zu errei chen. König Peter und Fürst Ferdi nand sollten ermoroet werden. Nach der Depesche war der jüngste Versuch, der. Sultan zu ermorden, das Werk derselben Verschwörung. Noch mehr Sauerteig. Budapest. 13, Sept. Ba'iffy der frühere ungarische Premierminister erließ heute eine Erklärung, in welcher er entschieden bestreitet, etwas mit der Flugschrift zu thun zu haben, welche der hiesige Journalist Arpard Zigany in Berlin veröffentlichte und in welcher er vie Ungarn auffordert, die Habs burgische Dynastie zu entthronen um den zweiten Sohn des deutschen Kaisers auf den Thron zu setzen. Zigany ist wegen Veröffentlichung der Flugschrist verhastet worden. . Italien. Rettungsarbeiten. M o n t e l e o n, 13. September. König Victor Emanuel kam heute hier an und besichtigte die'Ruinen, obgleich die Gesahr durch umstürzende Mauern nicht gering war. Ueberall bat das Voll den König um Hülfe. ! Der König besichtigte auch eine Erd spalte, aus per ein Kind, Maria An tonia Ceccoli, nachdem es unter Trüm mern 93 Stunden daselbst gelegen hatte, hervorgeholt wurde. Eine Tante, welche neben den Trümmern weinte, glaubte die Stimme des Kindes zu hören. Sie rief einige Soldaten herbei und nach großen Anstrengungen gelang es, das Kind aus feinem unter irdischen Gefängisse zu befreien. ES wurde nach einem Hospitale gebracht und die Hoffnung auf seine Wiederher. ftellung ist nicht ausgegeben. Unter den vielen Unglückssällen ka men auch andere wunderbare Rettun gen vor. Schweden.Norvegen. Schwierigkeiten in Auf lösung der Union. London, 14. Sept. Nach hier eingelaufenen Nachrichten gestalten sich die Verhandlungen zwischen Schweden und Norwegen schwierig, well, wie be hauptet wird, Schweden sich unnach giebig zeigt. Hingegen behauptet Schweden, eö habe durchaus Nichts dagegen, daß Norwegen die historischen Befeftigun gen bestehen lasse, jedoch könne eS sich nicht damit einverstanden erklären, daß Norwegen die Befestigungen, die eS in den letzten 10 Jahren Schweden vor die Nase gesetzt habe und gegen deren An läge, so lange die Union bestand, sich Nichts sagen ließe, bestehen lasse. Ver ttorreipondent der Times zu Karlstadt ist der Ansicht, daß auf beiden Seiten die Geneigtheit besteht in Frage der Befestigungen nachzugeben und daß Schweden sich auch zu einem SchiedZ genchtsvertrage verstehen werde. der füe künftige, aber nicht bestehende Diffe renzen gelten solle. Frankreich. AmerikanischeGüste. Paris, 13. Sept. KriegSmini ster.Berteaur wird am 13. September zu Ehren der amerikanischen Ossiziere, welche den französischen Manövern bei wohnen, ein Galafrühftück geben. Vereinigte Staaten und Pforte. Paris, 13. Sept. Tempr läßt sich aus Constantinopel melden, daß in dem Falle des amerlkanischeu Bürgers Vartanian, Gesandter Leishman darauf besteht, daß dessen amerikanischer Paß anerkannt und Vartanian vor einem Konfulargerichte prozesstrt werde. Paris, 13. Sept. Rene Goblet, der frühere Premierminister starb heute an akutem Asthma. Er war im Jahre 1823 geboren. GroßerUnterfchlagungen beschuldigt. Are öl au, 13. Sept. Hug Spiegel, Hauptbuchhalter und Kasstrer der Oberschlefifchen Kokswerke, ist sei Wochenfrist verschwunden. Angeblich hat er sich großer Unterschlagungen schuldig gemacht. Die Behörde ver muthet, daß er sich nach Amerika ge wandt hat.
Gute Ansicht,
Die Nichts nützen wird. An A e b o r , Mich.. 13. Sept. Präsident JameS B. Angell von der Universität von Michigan erklärt in seinem heute veröffentlichten JahreS berichte, daß das Publikum im Allge meinen zum großenheile für die an VerrüZtheit grenzende Uebung athle tischer Spiele verantwortlich sei. Das Publikum", sagt er, ist aus Fußball ebenso verrückt, wie die Stu denten." m in Spanien. Blutige Wahlen. M a d r i d . 13. Sept. Die Paria mentöwahlen in Spanien nahmen einen stürmischen Verlauf. An vielen Stel len kam eö zu ernsten Ausschreitungen. In den blutigen Kämpfen, die sich in Barcelona und anderen Städten sich abspielten, wurden sechs Personen ge tödtet und viele andere verletzt. Unter dln Opfern der Krawalle befindet sich ein zehnjähriges Mädchen. Nach den bis jetzt vorliegenden Berichten hat die Regierung troß vereinzelnter Gewinne der Republikaner einen alänunden Sieg errungen. Gewählt find positiv: 40 M-nisterialiften 4 Konservative, 23 Republikaner, 6 Unabhängige und 3 Karlisten. ProtestbeiMarokko. M a d r i d , 13. Sept. Auf Grund eines Angriffes marokkanischer Piraten auf ein spanisches Schiff hat diese Re gierung bei Marokko energische Vorftellungen gemacht. Canada. VerrückteZuftünde. S t. I o h n S , N. F., 13. Srpl. Telegraphisch wurden hier dringende Erkundigungen von der Hudson Bay Colony über den Verbleib des Dam pferS Neptune eingezogrn, welcher schon änger wie ein Monat in den nörd ichen Gewässern mit Vorräthen für den Winter erwartet wird. Die De pesche kam von dem Dampfer Arctic der Hudson Bay Co.. welcher das letzte Jahr an den nördlichen Küsten pa trouillirte und speziell südlich bis Cha teau in den Belle JSle StraitS ging, um die Behörden von der Sachlage zu unterrichten. Die Depesche des Arctis drückte die Befürchtung aus. daß der Neptun verloren sei. DaS Schönste bei der Sache ist, daß der Neptun" schon einen ganzen Mo nat hier im Hasen liegt und die Flot tenbehörde mit der berittenen Polizei darüber streiten, wer über den Dam pfer zu refehlen habe. Dabei schwe ben die Mitglieder der Hudson Bay Co lony Co. in Gefahr, zu verhungern. Afrika. Graf Brazza krank. Dakar, Senegambien, 13. Sept. Graf U Brazza der berühmte Afrika forscher, welcher im letzten Februar von der französischen Regierung beauftragt wurde nach dem französischen Congo zu gehen um die Beschuldigungen der Bru talität, die gegen dortige Beamte erho ben wurden, zu untersuchen, ist hier angekommen. Sein Gesundheit?zu stand ist bedenklich. Vase-Sall. AmericanAssociation. Milwaukee,.13. Sept. Mllwaukee....200 0 20 1 0 1 6 Kanfas City... 3 0 002 0 0 00Batterien Hickey und Towne; Durham und Butler. v LouiSville, 13. Sept. Loulsville 1 00000000 1 Indianapolis.. 3 0000000 1 Batterien Stecher, Morgan und Shaw; Summers und Weäver. Toledo, 13. Sept. Toledo ..20'0001 000 Columbus ....03 1 00502011 Batterien Minnehan und Land Sutthoffund Brown. National Liga. Boston, 13. Sept. Boston 0000002001 Z Philadelphia. 002000000 0 ! Batterien Voung und Needham Pittknger und Dooin. Brooklyn, 13. Sept. Brooklyn 002001 1 00 New York 1 001 00 0 03 .Batterien Eafon und Bergen
McGinnity, AmeS und BreSnahan.
Die japanischen Arbeiter.
Tie RoZe de yrai, im Wkrthschaftölede Sktppons sklavknlebkn Tas moderne Japan zählt fchon jetzt 400,000 Arbeiter in der Großindustrie. Das ist unendlich wemg tm Vergleich zu England, Frankreich oder Italien. von dem viel starker bevölkerten Teutschland und den Ver. Staaten gar nicht zu reden, aber es ist eme große Zahl, wenn man erwägt, daß es vor 25 Jahren in Japan nur einen kleinen Trupp Ardeiter gab. Diese 400.000 Männer und Frauen jeden Alters verheuen sich auf etwa 1400 Fabriken; die Durchschnittsziffer für jed: Fabrik betragt 120 Personen. Die großen Kontingents stellt die Seidenfabrikawn (129.000). Spinnerei und Weberei (113.000). Hüttenkunde (38.000). Machinenbau (29.000). In keinem anderen Lande der Welt fielt die Frau eine so wesentliche Rolle m Wirthschaftsleben wie in Japan. In Tokio und Osaka kommt es manchmal vor, daß sechs- oder zehnmal so v:el Frauen als Männer beschäftigt smd. Uebrigens sind die Gesetze für den Schutz der Arbeiterinnen so wenig durchgreifend, daß die Unternehmer die Arbeiterin fast schrankenlos , oeschastlgen und ausnutzen können. Gleich schlecht s!eht es Mit dem Schutz der Kinder, Und so bemerkt man überall im Lande eine unerhörte Ueberbürdung der Jugend und der kleinen Kinder. Das erste soziale Gesetz wurde im Jahre 1897 vorbereitet; bevor es dem Parlament zur Genehmigung vorgelegt wurde, entfesselte es aber emen Entrüstungssturm der Spinnereibesltzer. die das Ministerium beschuldigten, es wolle sie ganz verderben. Schließlich kam es zu einem Vergleich; man stimmte für eine zum Spott herausfordernde Abfassung, die man noch nicht einmal in Kraft fetzte, und die Jnspekhon wurde niemals wirksam. Zwei Besonderheiten kennzeichnen die Organisation der japanischen Großindustrie' einerseits überwiegt die Nachtarbeit die Tagarbeit, und die Arbeitgeber erklaren, das Personal selbst gäbe die Veranlassung dazu, da di? Fabrikräume im Sommer frischer und im Winter wärmer als die Wohnungen wären. Anderseits hat jede große Fabrik einen Schlafsaal und eine Speisewirthschaft für ihre Arbeiter. Freilich stnd diese Betten äußerst primitiv, und die Beköstigung ist jämmerlich. Die Industriellen gewinnen bei 'diesem System doppelt, da sie auf die verkauften Nahrunqsmittel eme Abgabe erheben. und da sie die Arbeitskräfte leichter zuruckhalten, die ihnen sonst m irgend einem Augenblicke fehlen könnten. Münchener ZZrauenarbeitöschule. Die Lehr- und Erziehungsanstalt für die weibliche Jugend in München, welche sich die Aufgabe stellt, Mädchen aller Stände für den Hausfrauenberuf theoretisch und praktisch grundlich auSzubilden, hat letzthin ihren 32. Jahresbericht herausgegeben. Laut dem Berichte war die Anstalt in dem Schuliahre 1904 auf 1905 von insgesammt 1130 Schülerinnen besucht. Diese vertheilten sich auf 32 Klassen für Handarbeit und 39 Fortblldungsschumas fen. In den Klassen für Handarbeit wurden den Schülerinnen gründliche Kenntnisse beigebracht in Hand- und Maschinenarbeit, im Stricken. Häkeln, Handnähen, Ausstückeln. Stopfen, Weiß-, Bunt- und Goldsticken. Applikatlon, Nadelmalerei und Gobeimmalerei. Knüpfen. Klöppeln. Spitzenarbeiten. Maschinennähen, Kleidermachen lauck Neformkostume). Maßnehmen, Schnittzeichnen und Zuschneiden, Feinwäschen, Vuaeln und Glanznen, Putzmachen, Freihand- und geometrischem Zeichnen. In den Fortbildungsschulklassen empfingen me Schülerinnen umfassenden Unterricht in Reliaton, Oaushaltungskunde. Gesund heit- und Erziehungslehre, deutscher Sprache. Rechnen und französischer Sprache. Außerdem wird noch in Buchführung und Stenographie, im Turnen und Spielen (Jugenoipiele) unterrichtet. Durch ganze oder theil weise Schulaeldbefreiung, durch Kreissondsstipendien, durch Zuwendung von Weihnachtsgeschenken wurde durftiaen und würdigen Schülerinnen der Besuch der Anstalt erleichtert und durch eine seaensrelch wirkende (schulsparkasse, welche seit dem Schuljahre 1879 80 Spareinlagen im Betrage von 209.878 Mark erzielte, der Spar stnn geweckt und befestigt. S a l o m o in V r a a. Bei der Apotheke des Allgemeinen Krankenbauses in Vraa wurden bisher die Fläschchen und Schachteln mit Vignetten in deutscher und tschechischer Spra che versehen, je nachdem sie für die deutsche oder für die tschecrnsche Klimt be stimmt waren. Nun kam es infolge eines-Irrthums einigemal vor. daß in die deutsche Klinik fläschchen und Schachteln mit Vianetten in tschechi scher Sprache und in die tschechische Klinik Vianetten mit deuticver epra che gebracht wurden. Infolgedessen wurden bei der Berwallung wtqmv den erhoben, worauf die.Verfügung tx ging, daß künftighin alle Vignetten la. -teinische Bezeichnungen aufweisen ol ken. ?k n o ll a xrt ist es Versone: unter 13 Jahren verboten, ein GastHaus zu betreten, außer, wenn sie sich in Gesellschaft von Erwachsenen be fwden.
Halb Naten (Plus 25 CentS) ..zur..
. Jndiana Staats Fair.. Indianapolis und zurück via 01 4 mm Fahrkarien werden' von .bis 15. Veptbr. verkauft; Retourfahrt be chrankt auf 18 Sevtbr. ??ür alle Einzelnheiten wende man sich an die Big Four Ticket Agenten oder schreibe an "Wairen j. Lynch, Gen. Pass. Ticket Agent, Sincinnati Cio. oder an . M. Bronson.A.V.P. JndKlZ. GREAT CENTRAL ...Ercursionen. . $1.50 ...Rundfahrt..'. 81.50 51.25 tzamilton, K1.00 Rushville und Connersville. Sonntag, 17. September. Zwei Spezialzüg fahren um 6.90 und 7 Uhr Morgen av. Retourlaizrt von Sinnnnati um .Sg Ulzr Abend. Züge ersten Ranges Schnelle Seit! Zu bequemen Stunden ! 14 12 6 6 Züge xmischen Indianapolis und Cincinnati. Züge zwischen Indianapolis und vuv:on. Tßy Züge zwischen Indianapolis und Toledo und Detroit. Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Illinois. Züge zwischen Indianapolis und Sprmgsield, Illinois. Parlor Waggon an alle Tage und Schlaf lvaggon an allen Nacht-Zügea. Indianapolis Office : Union Bahnhof und 8 Nord JllinoiSZSt. R. P. Algeo, D. P. A. igoirfoirt New York Central Linien. ..Excursioncn.. Sonntaa, 17. September. Latvrcnceburg, Aurora und Zvischengationen. Rundfahrt $1.00 oder weniger Spezialzüge verlassen Indianapolis um 7.00 Uhr Morgens; Retourfahrt von Au rora um 7.00 Uhr Abends. Alte Pärchen. In Sontra. essen-Nassau. ainq neulich Sonntos ein ehrsaincr Weißbinder von 70 Jah ren mit einer Frau von 63 zum Traualtar, während am gleichen Tage in Contra das Ehepaar Manu Levin-. stein er ist 83, sie 86 Jahr: alt das Fest der diamantenen Hochzeit feierte. Die B o l a s , zwei eiserne Kugeln, die an den Enden eines langen Riemens befestigt sind, gehören zu den wichtigsten Waffen oder Handwerkszeugen des zum Büffel- oder Pferdefang ausziehenden südamerikanischen Rinderhirten. Er gebraucht diese Waffe in der Weise, daß er den Bolariemen einigemal in der Luft herumwirbelt und ihn dann gegen die Hin terkeine des verfolgten Thieres schleudcrt, das sich darin verwickelt und zu Boden stürzt. R i e s e n s u m m e. Dem Photographen I. C. Rhodes von Rozbury. Mass.. ist von den englischen Behörden die Summe von $75,C()0 geboten worden, wenn er auf seine Forderungen an die Bank von England verzichte, in der angeblich vor 299 Jahren ein gewisser George Rhodcs. einer der Gründer der Kolonie Jamestown. 00 (1 gleich $4.86) deponirte. Mit Zinseszinsen ist die Summe jetzt uf $12.000.000 angeschwollen und die Ansprüche auf 'die' Zahlung der ganzen Summe wurden von den englischen Gerichten als zu Recht bestehend anerkannt. Gcnrüttrlirtx. Fremder: Warum habt Ihr denn Eure neue Kirche da wieder ebenso geschmacklos gebaut wie die alte, die voriges Jahr abgebrannt ist?" Einheimischer: Ja .wissen S', der Buchdrucker drüben is G'meindcbevollmächtigt, und der hat halt no' 4000 Stück Ansichtskarten von der alten Kirch' g'habt. Dem hab'n ma koan' Schod'n mach'n woll'rr, und drum hab'n ma s' halt wieder s o 'baut!-
m
