Indiana Tribüne, Volume 29, Number 17, Indianapolis, Marion County, 12 September 1905 — Page 5
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Jndiana Tribüne, 12 September 1905
Der Handkuß. Eine Plauderei von Eugen Reiche!. Vor einig Zeit ging eine Mitthei, lung durch die Zeitung, nach der tit deutscher Frauenarzt die Gefährlichkeij des Handkusses erwiesen haben wollte. Den Lippenkuß hatte man ja schor längst als einen ganz besonders bösartigen Feind der Menschheit in Verruj gebracht, ohne ihn jedoch aus der Wel! schaffen zu können, da es nun mal auck heute noch viele Menschen gibt, du Küsse geben und empfangen und fies dabei sehr glücklich fühlen sollen. Hat dies gelehrte oder wissenschaftliche Anathema dem Lippenkuß nicht geschadet, so wird voraussichtlich auch der Handkuß. trotz frauenärztlichcn Verrufs, nach wie vor 'eine theils pietätvolle, theils galante Gewohnheit bleiben, und nur ganz besonders steifnackige, den Grazien abgeneigte Vertreter männlichen Trotzes und Stolzes werden nach wie vor eitel darauf sein, niemals eim fremde Hand, und wär's der anmuihigsien eine gewesen, mit den spröden Manneslippen berührt zu haben. Ter Handkuß wird nämlich schon cus dem Grunde nicht ohne Weiteres aus der Welt zu schaffen sein, weil er eine uralteund höchst ehrwürdige Vergangenheit hat. Denn man glaube nur nicht, daß er eine Erfindung verliebter Dümmlinge oder gar (wie man sich hier und da auf teutonischer Erde einbildet) von 'stutzerhaften, weibischen Salonparisern der Rokokozeit in die Welt gebracht worden ist. O bitte, ganz im Gegentheil!" wie jener allzeit höfliche Dresdener zu sagen pflegte, wenn man ihm auf die Hühneraugen trat und allem Vermuthen nach emxfindliche Schmerzen verursachte. Der Salonhandkuß ist vielmehr erst eine moderne Verweltlichung des heiligsten Brauches, den die alten Völker kannten. Schon bei den ältesten Völkern Asiens, Europas und Afrikas wahrscheinlich auch bei denen Amerikas und Australiens war der Handkuß eine der ehrwürdigsten religiösenHandlungen. Nun konnte man freilich den Göttern und Götzen nicht die Hände küssen, weil sie theils unsichtbar, theils unnahbar waren: aber man wußte sich
zu helfen, man küßte sich selbst die Hand und erhob diesen Handkuß zum heiligen Symbol. So führte man die Hand zum Munde, wenn man die Sonne, den Mond und die Sterne verehrte; und selbst die alten Germanen sollen ihren Göttern bei besonders feierlicher Gelegenheit Handküsse gespendet haben. Der Bel zu Babel wurde ebenfalls mit Handküssen verehrt; und nur bei den Juden scheint die Sitte nicht allgemein gewesen zu sein. Im 1. Buch der Könige wird wenigstens den siebentausend Juden, die dem 2izal nicht das Knie gebeugt und seine Hand nicht geküßt haben, der Zorn des Herrn erspart; und Hwo fragt m semer Äer zweiflung, ob sich sein Herz wird je mals heimlich bereden lassen, daß meine Hand meinen Mund küss:?", d. h. daß ich von Gott abgefallen und ei nem Götzen Verehrung weihe. Wenn man dem Moloch Kinder opferte, so begleitete man diese heilige Handlung mitHandküssen; und bei den alten Griechen stand der Handkuß so hoch in Geltung, daßdie Armen, die den Gottern reine wirklichen Opfer darbringen konnten, sich auch mit dem Handkuß allein bei den Göttern beliebt machen durften. Noch zur Zeit des Demosthenes scheint diese Sitte bestan den zu haben; denn Lukian erzählt, daß. als der große Redner den Solda ien des Antipater in d?e Hände gefallen war und von ihnen die Erlaubniß erbeten hatte, einen Tempel zu betreten. beim Hineingehen die Hand zum Munde geführt habe, was von d?nSoldaten für ein Zeichen der Frömmigkeit gekalten werden sollte und auch dafür gehalten wurde, während Demosthenes nur ein in der Hand verborgen gehalte nes Gift zu sich genommen hatte. Von den Griechen, bei denen vor Allem die Sonnenverehrung an den Handkuß geknüpft war, kam der Brauch zu den Römern. Plinius rechnet ihn zu den alten Gewohnheiten des römischen Gottesdienstes, deren Ursprunq und Ursachen er nicht anzugeben wußte, und Apulejus schilt einen gewissen Aemilius einen Gottesleug ner, weil er, so oft er an einem Tempel vorbeiging, vietätloserweise unterließ, die Hand zu küssen und so dem betref senden Gotte die schuldige Verehrung zu bezeigen. Venus und Psyche wurden verehrt, indem man sich die rechte Hand küßte und den Zeigefinger der linken Hand auf den erhobenen Daumen der rechten legte ein Kunststück, das übrigens nicht leicht gewesen sein kann und deshalb eben nur den ganz übermenschlichenDamen zu Ehren ausgeführt wrude. Noch auf einem alten Schnitzwerk der Frauenkirche zu Kassel soll um 1600 eine weibliche Gestalt zu sehen geWesen sein, die vor dem Bilde eines Götzen die Hand zum Munde führte. Das Christenthum aber wandelte den alten Brauch insoweit um, als nun mehr der Handkuß den Priestern gegeben werden mußte. Der Handkuß war nun einmal bei den Heiden das Symbol der höchsten religiösen Verehrung aewesen: man durste ihn also nich ohne Weiteres außer Brauch bringen. So wurden die feierlichsten Vorgänge des Gottesdienstes dadurch ehrwürdig gemacht, daß die Bischöfe und höheren Priester sich von den niederen Geistli
chen die Hände .küssen ließen; zur Zeit des nicäischen Konzils galt dieser
Brauch bereits für sehr alt. In der - i. r . . . v n c V . . laiyviicyen snrcye iji oer Hanoiuz) noch heute ein Motiv des GotteZdienstes, und nur die protestantische Slixqt hat ihn ein für allemal ausgeschieden. vuntn dieser reliaiösen Bedeutuna hat der Handkuß zu allen Zeiten aber auch noch eint weltliche gehabt; und. natürlich sollte durch ihn ebenfallsVerehrung zum Ausdruck gebracht werden. Schon bei Homer sehen wir Priamuö dem Achilles die Hände küssen, als er ihn um den Leichnam Hektars bittet. Im alten Italien, zumal in Rom, aber war diese Hoflichkeitssorm ganz 02bräuchlich. Zwar gaben sich in den Zeiten der Republik freie Personen nur einfach dte Hand; aber jeder Unfreie mußte dem Freien tm gegebenen Falle die Hand küssen. Auch die Soldaten küßten ihrem General die Hand, und als Cato das Commando niederlegen mußte, gingen alle seine Krieger auf ihn zu, um ihm verehrungsvoll die Hand zu küssen, eine Ehre, die in den letzten Jahren der Republik die Soldaten ihrem Oberen .nur noch in Ausnahmefällen zu erweisen pflegten. Als die Tribunen, Consuln und Diktatoren auf der Höhe ihrer Macht und Beliebtheit standen, hielten einfache Römer es für eine hohe Ehre, ihnen die Hand küssen zu dürfen; sie nannten diese freiwillige Demüthigung accedere nd manum in späteren Zeiten nannte man es: Zum Handiit zugelassen werden. Zur Zelt der Kaiser wurde dieser Brauch eine Pflicht, der sich alle, die Ht hohen Herren nahten, unterziehen mußten, niedrige Personen durften sogar nur knieend das Kleid des Kaisers mit der Hand berühren, die sie dann an ihre Lippen drückten. Als der CäsarenWahnsinn auf seiner Höhe stand, wurde auch dieses nur noch den höchsten Staatsbeamten vergönnt, das andere Gesindel durfte nur von Weitem die Gebärde der Anbetung machen, d. y. die Hand an den Mund legen. Als Cortez nachMeziko kam, empfingen ihn die Edelsten des Landes in der Weise, daß sie zuerst die Erde mit den Händen berührten und dann die Hände küßten. Im gesellschaftlichen Leben hat dann wohl der Handkuß feine ehrwürdige Bedeutung verloren, aber er gilt doch auch heute noch vielfach für eme Ehr-. furchtspezeugung. Man iußt zwar heute feinen Gönnern nicht mehr ohne Unterlaß die Hände, wie dies der Prediger Salomo den Schmeichlern und Strebern seiner Zeit zum Vorwurf machte; aber ein gesitteter Mann wird auch dann, wenn er bereits selbst m ein ehrwürdiges Alter hinaufgerückt ist, gern den Damen seines Bekanntenkreis ses die Hand küssen. Ein richtige? Liebhaber ist jedenfalls ohne das Be dürfuiß, der Geliebten immer, wieder die süße Hn" zu küssen, nicht denkbar; und eö wird kein weibliches Wesen geben, das nicht gern todesmuthig allen Gefahren derBazillenmame trotzte, um entweder Handküsse der Liebe oder der Ehrfurcht au empfangen von Jedem. den sie sich nahe kommen läßt. Auch wir Manner wollen uns deshalb den Handkuß nicht verekeln lassen. Wir haben allzumal Bazillen wir müssen uns schon mit ihnen absinden, ohne gleich zitternd zum Arzt zu laufen, wenn wir mal einen Bazillus an uns entdecken. Ein Dutzend mehr oder weniger was will's besagen! Eine schöne Frauenhand .aber darf nicht ungeküßt bleiben, selbst wenn sich's die Bazillen auf ihr zu Taufenden wohl sein- ließen. Schlimmsten Falls stirbt man eben und wer stirbt nicht gern für die-Dame, der er die Hand küssen darf! Ich hab's wenigstens mal in einem lyrischen Gedicht gelesen. Ter Brief. Lisa, ich hatte geglaubt, du seiest schon längst fertig! Es ist die höchste Zelt, ins Theater zu fahren, und du bist noch nicht einmal frlsirt. . Aber, Mitja, siehst du nicht, daß ich zu thun habe?" Was hast du zu thun?- - Na, das siehst du doch. Ich schreibe einen Brief. Was fällt dir ein! Gerade vor einem Theaterbesuch einen Brief zu schreiben! Warum machst du nicht Iie der Toilette?Weil es von Wichtigkeit ist, daß dieser Brief sofort abgeht, und mir das erst jetzt eingefallen ist. Den ganzen Tag habe ich das Gefühl gehabt, daß ich etwas sehr Nothwendiges thun mußte. Aber was? Keine Ahnung. Jetzt erst fiel es mir ein, daß es der Brief an die Schneiderin wegen mei nes neuen Kleides war. Zum Glück. daß ich mir zeitig genug dessen erinnert habe! Apropos, kannst du mir sagen, wie ich es mit der Adresse machen soll?" Wie du es mit der Adresse machen sollst? Darüber ist nicht viel zu sagen. Du schreibst ihren Vor und Zunamen und damit fertig. So klug bin ich auch ohne deine Hilfe. Oder hältst -du mich vielleicht für einen Idioten? Muß man die Schneiderin nicht in der Aufschrift auf dem Couvert Hochwohlgeboren" tituliren? In meinem ganzen Leben habe ich noch nie an eine Schneiderin geschrieben. Lisa, wir kommen wirklich zu spät ins Theater." - Was geht mich das Theater an? Mein Kleid ist für mich viel wichtiger
als das Theater! Aber wie soll ick. schreiben, Hochwohlgeboren" odei nicht?" Ab Kind, wie soll ich das wissen! Ich habe bisher nie mit einer Schnei, derin correspondirt." Na, na! Verstell' dich nicht. Jq alaube, was ich will. Ihr Männe, seid alle besonders vor der Ehe, Denkst du, daß ich nicht weiß, wie du als Junggeselle. . ." .Lisa, wir kommen bestimmt zu spät, wenn du mir eine Szene machen willst. Beendige lieber deinen Brief. Du schreibst ganz einfach auf das Couvert: An Frau so und so." Damit sie sich gekränkt suhlt unl aus Aerger mein Kleid verdirbt, jai Danke für den guten Rath! Einen besseren hatte ich übrigens nicht von dir erwartet!" Du bist heute fraglos etwas nervös. Es ist ganz einfach unmöglich, vernünftig mit dir zu sprechen!" - Ja, soll-man nicht nervös werden, wenn man gezwungen ist, über so einen dummen Brief zu sitzen, wo die Minuten kostbar sind?" Na, so mache doch der Sache ein Ende und sende den Brief so schnell
Wie möglich ab." Ach. mein GottWas ist denn nun?" - Ich habe ja die Adresse vergessen Ich weiß, fcajj sie an der Nadeshdlns kaja Straße in einem rothen Hause wohnt, aber welche Nummer?" ' Der Briefträger wird es schon sin den. Sie hat doch ein Schild?" . Wie dumm du bist! Glaubst du. daß ihr Name auf einem Schilde steht? Welche bessere Schneiderin wird überhaupt ihren Namen auf ein Schild setzen? Und so einer rühmt sich noch seine? Bekanntschaften mit Schneiderinnen, die er vor seiner Heirath gehabt hat." Ist mir nie eingefallen. Das greifst du aus der Luft." Na, na, ich bitte sehr, du bist wohl so unschuldig wie ein neugeborenes Kind?" . Lisa, sollen wir heute ins Theater sihren oder nicht?" . Und mein Brief? Die Schneiderin heißt Petrow, aber auf ihrem Schild steht: Madame Serl-phine." Also adressire an Madame Se. . ." Damit der Brief verloren geht, ja! Bildest du dir wirklich ein, daß unsere Briefträger Französisch lesen können?" ' Weißt du was? Da du den Brief nicht abschicken kannst, so fahre morgen selbst zur Schneiderin und'sprich mit ihr." ; Und alle die Mühe und Arbeit, die ich mit dem Brief gehabt habe, soll umsonst gewesen sein. Du willst dich wohl auf meine Kosten lustig ma chen? Und schließlich warum soll ich das Geld' für eine Droschke wergwersen. wenn man die Post benutzen kann?" Aber du hast, ja die Adresse vergessen?" :v. . Halt, ein Gedanke, sie steht. gewiß tm Adreßbuch. . Ich glaube nicht, daß alle.'! Schnei derinnen darin stehen." ?;f-' Du denkst wohl, daß ich meine Bestellungen bei der ersten Besten mache? Natürlich bei deinem kleinen 'Gehalt . . . Ich versage mir faktisch alles. Andere Frauen, die weniger schön sind als ich. fahren in eigener Equipage, während ich . . . Ich kann nicht ein mal.so nöthig das auch ist, zur Schnei derin fahren, sondern muß stunden lang dasitzen und Briefe schreiben! und das nennt man leben! Welcher Unsinn!" Meine Finger sind schwarz von Tinte. Und das alles nur wegen eines Briefes. Ein anderer Mann hätte seiner Frau diefe Mühe erspart und an ihrer Stelle an die Schneiderin ge schrieben." Aber ich wußte ja qar nichts." Das hättest du errathen müssen, du hattest es m meinen Auaen lesen konnen. Aber so sind die Männer heutzutage." Nein, das halte ich nicht aus. Alles das wegen eines lumpigen BrieseZ. Gib Ihn her." Das thue ich nicht!" Ich befehle es dir. Her mit dem Brief, sofort! Schließlich bin -ich doch hier der Herr. Der Brief ist ; .rf -: e. i i v oieuciHi gar nirni an oie ?cyn:ioe u rin. An wen fönst?" Was weiß ich? Es ist voraelom men. . . Gib auf der Stelle den Brief her, auf der Stelle, sage ich dir. sonst Gott, was du für furchtbare Au gen niachst! Wenn du einen Revolvzr :n der Tasche hast, so sage es gleich!" Hahaha! Nein, auf dich kann man nicht ernstlich böse werden. . . Gib mir sofort den Brief, Lisa." Und du wirst ihn nicht zerreißen, 2Jffla?" Nein, um alles in der Welt. Also sie wohnt in der Nadeshdinskajastraße in einem rothen Hause. Madame Seraphine. Na, kleide dich um. Ich will den' Brief selbst besorgen. Wir kommen dann wohl gerade noch zum , I , W 44 vnllen mu Daran bist du allein schuld, Mit; ja! Wie kann man auch nur wegen ti ner solchen Kleinigkeit Streit anfan gen? Aber weißt du was? Lassen wir lieber den Brief. Sie liebt es nicht. daß man sie zur Eile antreibt (Zerreißt den Brief.) In einer knappes alten stunde bm ich fertig."
Staats-Ansstellung
Gestern eröffnet. Nachdem die Hoffnungen des Arran gementZ.KomltcS sowohl wie die der Aussteller infolge des ununterbrochenen RegenwetterS am Sonntag bedeutend herabgeftimmt waren, sah man gestern früh. überall frohe Gesichter, als die Sonne ihre Strahlen vom klaren Himmel hernieder sandte. Ueberall war man auf den AuöftellungSgründen eif. rig beschäftigt, noch die letzten ordnen den Arbeiten zu vollenden. Daß eS dabei nicht immer in zufrie denftellender Weise herging, läßt sich bei Unternehmen wie diese Ausstellung sie ist, leicht denken. Tausende von Ge genständen find über den ganzen AuS ftellungLplal) vertheilt, von der Größe eines GetreidekornS bis zu einer Dresch Maschine und dazwischen alle Art Le bewesen, wie sie auf den Farmen ge halten werden. Seit circa zwei Wochen ist an der Ausstellung aller dieser Sa chen unermüdlich gearbeitet worden. Gegen 200 EisenbahnwaggonS Ladun gen find von der Monon Route nach dem AuSftellungsplatz befördert worden. Schafe sind von 26 Ausstellern ge fandt worden, kurzhornigeZ Rindvieh von 166, Pferdeaussteller zählt man gegen 250; die Farmerfrauen haben ihre Butterprodukte ausgestellt, nicht zu vergessen die kulinarischen Genüsse, die von denselben vorgeführt werden, wie verschiedene Pie" Sorten, Kuchen, Brod und sonstiges Gebäck, Prüferven u. f. w. Bon allen Seiten liefen Klagen über Platzmangel ein, doch waren dieselben kaum berechtigt. Die Sache ist eben die, daß mehr Aussteller da find und daß die früheren Aussteller meistens noch mehr Gegenstände wie in früheren Jahren ausstellen. Heute haben die Kriegsveteranen und Schulkinder freien Eintritt. Die VaudevilleVorstellungen und die Kon zerte der DußKapelle beginnen heute ebenfalls. Nachmittag? findet das erste PferdeWettrennen statt. Am Abend gibt die Duß'Kapelle ihr erstes Abend Konzert beim KriegerDenkmal. Sollte das Wetter sich während der Woche so halten, wie gestern, so ist vor auSfichtlich auf starken Besuch und gute Einnahmen zu rechnen. Ein alter Trick , Ein unbekannter Gauner, der vor etwa 13 Monaten bereits sein Unwesen hier c trieb, ischeint fich Indianapolis wieder einmal zur OperationSbafiS auserkoren zu haben. Mary Walpoole, 914 West Walnut Str, beschwerte fich bei der Polizei, daß ein Mann, der fich für einen Repräsentanten der Long Distance Telephon Co. ausgab, ihr für Gerüthe $1.80 abnahm, und dann ver schwand. Die Polizei sagt, daß der Mann bei der Telephone Co. nicht in Anstellung stand. Der Trick ist, jungen Burschen Anstellungen zu versprechen und dann denselben oder deren Eltern unter falschen Vorspiegelungen kleine Betrüge zu entlocken. Einer Privatmeldung aus Fes zufolge gab der Sultan dem Maghzen seinen Wunsch kund, die Finanzverwaltung Marokkos nach dem Muster des Kongostaates von belgischen Fachmännern regeln zu lassen und alZ Erzieher für die Armee Schweizer Offiziere und Unteroffiziere zu gewinnen. Der Maghzen wird zweifellos diese Wünsche zur Kenntniß der tton kerenz bringen. 'itderanfleven der Montignoso Affäre. Die Hoffnung, daß dieleidige Afsäre der"Gräfin Montignoso durch den seinerzeit abgeschlossenen Vertrag des Staatsministers Dr. Otto endgültig beigelegt sei, scheint stch nicht zu erfüllen. Aus Dresden wird gefchrieben: Der sächsische Hof befindet sich nach wie vor der ehemaligen Kronprinzesstn gegenüber in einer schwierigen Lage. Eine Herausgabe der Prinzesstn Pia Monica kann nur durch ein ordentliches Verfahren vor italienischen Gerichten herbeigeführt werden, wenn die Gräfin sich am 1. Mai 1906 weigern sollte, ihr jüngstes Kind dem König Friedrich August von Sachsen auszuliefern, wie das der Jlorenzer Vertrag vorschreibt. Und daß die Gräfin zu dem festgesetzten Termin das Kind nicht herauSgiebt. steht .bereits fest, denn aus Briefen, die die Gräfin an eine befreundete Familie gerichtet hat, ist vx entnehmen, bah sie an die Auslicferung der Prinzessin nur dann enkt, wenn ihr hinsichtlich des WiedersehenZ mit allen ihren Kindern ganz besondere Konzessionen gemacht werden. Danach kann man schon jetzt mit einem Wiederaufleben der Montignoso Affäre zum Mai nächsten Jahres rech, nen.
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