Indiana Tribüne, Volume 29, Number 16, Indianapolis, Marion County, 11 September 1905 — Page 7
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44 ?..'. A4 44 44 Ais erste Weste " ti 44 44 44 44 44 44 44 44 44 44 44 44 44 44 44 v (Fortsetzung.) Do!tor"Föhrenöach will hinter dem sich entfernenden Postboten her gleichfalls aus dem Zimmer gehen, allein Frau Mathilde hält ihn am Nockärmel zurück. Es ist ihr, als ob Genau weiß sie nur. dab sie eine Ahnung hat. Liane aber reißt die Hülle von ihrem Briefe, faltet mehrere Bogen auseinander, wirft einen Blick hinein und ihr Gesicht wird schneeweiß. lernte Morand ist ist todt . . . Und hier und hier! Ich ich " Ihre Stimme bricht, ihre Augen irren über das Papier. Föhrenbachs stehen in athemlose? Spannung. Da läßt sie die Papiere ihren Fingern entgleiten, drückt beide Hände gegen die Augen, als blende sie jähe' Lichtfluth. und stammelt fassungslos: Neich reich! Ich bin reich und hab' ihn wieder hab' ihn wieder!" Frau Mathilde hat den Brief aufgcnommen, der Doktor sieht über ihre Schulter mit hinein, und liest die Mittheilungen des Sachöerwalters der derwittweten Frau Katharina Morand, von deren plötzlichem Hinscheiden, darüber sofortige telegraphische BenachrichtigunZ auf ausdrücklichen Wunsch der Verstorbenen hatte unterbleiben müssen. Mädchen Mädchen!" ruft Frau Mathilde. Hermann, ich frage Dich Hermann die alte Morand. Gott hab' sie selig an die dreimalhunderttausend Mark Vermögen und Liane Mädchen! Du bist ihre einaiae Erbin!" iane Kurzen Die Ayranen uver Das Gesicht. Ja für ihn. für ihn! Detlef. gestorben wär' ich ja daran. Dich zu verlieren! Moorheide jetzt nach Moorheide!" Der Doktor eilt hinaus, die Kalesche anspannen zu lassen. Frau Ma thilde aber blickt plötzlich auf den Verlobungsring an Lianens Finger und runzelt die Brauen. Das schöne Geld! Wenn das nun in der Familie bleiben könnte 1" 11. K a p i t e l. V9J5 uch Detlef Palmer stand am Fenster und starrte hinaus, bis das letzte Hagelkorn verprasselt war. Dann trat er zurück und warf sich in einen Sessel. Die Regenfluth, die gegen die Scheiben schlug, kümmerte ihn nicht mehr. Die konnte nichts Neues mehr hinzuschaffen zu dem, was doch bereits vernichtet war. Die sichelreife Ernte vernichtet! Er wußte es: nicht ein Halm war mehr stehen, und nicht ein Korn war mehr hangen geblieben. Sie hatten gründliche Drescharbeit gethan, die vom Himmel prasselnden Wurfgeschosse. Vernichtet die Ernte, die unversicherte Ernte! Diese Leichtfertigkeit kam auch noch mit hinein in den großen Wahnsinn. Vor drei Tagen war die Versicherungspolice abgelaufen, er hatte sie noch nicht wieder erneuert. Wer konnte wohl auch, wenn ihm sonst so vieles in Kopf und Herzen spukte, auf den Einfall kommen, es möchten sich die rsoheren Mächie beeilen, ihm noch ein weiteres Pensum an gedankcnzersetzenden Räthseln zuzuertheilen! Aber vlleicht hatten sie es auch gut mit ihm gemeint, hatten mit einem Radikalschnitt wenigstens die Hauptfrage gelöst. Es ging keiner hin und feierte fröh- , liche Hochzeit mit einer, die keine andere Mitgift hatte als ihre Liebe, wenn er selber aus dem besten Wege wär, ein Bettler zu werden. Denn jetzt würde sich tn der That kaum einer finden, der ihm ein Darlehen gab ailf ein Gut. dessen Ertragsfähigkeit, auf Jahre hinaus geschädigt war. Was fing er da wohl an? Seien Sie doch nicht so tragisch, lieber Freund!" Daß er da neben sich Frau Juttas schmeichelnde Stimme hörte, so wie er sie selbst vorhin gesehn, als sich am Himmel die gelben Fetzen immer mehr zusammenschoben. Gelbleuchtende Hülle, die sich schmiegte und wand wie gleißende Seide Frau Jutta, die ihm lachend in die Fenster nickte: Nicht so tragisch.' lieber Freund!" Er spranq auf und öffnete die Fen-
ster. Der Sturm war vorüber. Es rieselte nur noch in dünnen Strähnen vom Himmel herab. Da warf er den Lodenmantel über und verließ das Haus. Es hatte ja keinen Zweck, daß er hinaus auf die Felder ging, aber es war so eine Art Anstandspflicht. Einem Todten, der einem im Leben nahe gestanden, gab man das letzte Geleit. So ging er denn hinaus zu seiner todten Hoffnung. Und todt lag sie da. Tief hinab gegraben in Schlamm und Morast. Da fühlte er's. was ihm, so lang sie lebte, diese Hoffnung gewesen war. Er fühlte es, was sein Besitz ihm war, der von den Vätern ererbte Besitz, und wie es ihn treffen würde, wenn er den nicht mehr würde den seinen nennen können. Müde ging er wieder heim und sah
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44 44 44 44 5 44 44 Numan von )cuii C3vündimccitcbtcr 44 44 & & vv v.J. st 44 44 44 44 44 44 44 44 44 44 44 stumm, bis die Dämmerung kam. und graue Schatten in den Ecken spann. Vor dem müden Schleichen der eigenen Gedanken hörte er nicht das Rä derrollen draußen auf dem Hof. hörte nicht im Hausflur drunten gedämpftes Sprechen. Lajj mich zunächst allein zu ihm gehen, Onkel, warte Du hier im Gartenzimmer!" sagte Liane. Hastig lief sie den Korridor hinauf, als trügen sie Flügel. Detlef überhörte das leise Klopfen wie das Oeffnen seiner Zimmerthür, und fuhr erst aus seiner Versunkenheit auf. als er eine Stimme vernahm, jauchzend, jubelnd. Detlef. Detlef, es ist ja alles, alles wieder gut!" Lianens Arme hatten ihn umschlungen, ihr Haupt preßt sich an die Stelle, wo sein Herz schlägt. Und ihre Stimme jauchzt und -lacht: Wach doch auf, so wach doch auf! Komm aus dem Dunkel heraus. Unser Glück ist da! Zünde die Lichter an. daß Du es sehen kannst." Hin zu dein Tische fliegt sie, wo die Lampe steht, läßt die Helle aufflammen, wendet sich wieder zu Detlef herum und drückt, ihm die gerichtliche Abschrift des Testaments in die Hände. Nimm doch, nimm!" Gegen die Lampe sich vorbeugend, beginnt er zu lesen. Abgerissene, einzelne Worte nur. Mit gefalteten Handen steht Liane ihm zur Seite und verfolgt die Wirkung eines jeden Wortes, das er liest, in seinen Zügen. Die sind wie ern verschlossenes Buch. Und seine Stimme klingt seltsam dumpf. So reich so ich bist Du also geworden!" Ja, so reich, so unmenschlich reich: Ich, die ich vor kaum einer Stunde noch die Allerärmste war." Wieder war m ihrer Stimme das lachenos Jauchzen. Ich kann's ja noch nicht fassen, und es ist doch Wahrheit Wahrheit! Traurig sollt' ich wohl sein. dan :e Tante aestorben ist. um sie weinen und Leid tragen, aber -ich kann's doch nicht jetzt, in dieser Stunde nicht. Ich kann Nicht jetzt an den Tod denken, denn ich fühle ja nur das Leben, und daß ich Dich lieben darf und Dick, bebalten!" Er fühlt einen stechenden Schmerz in seiner Brust. Nicht weiterreden soll sie. so nicht weiterreden! Er zwingt sich zur Ruhe und stellt Fragen, nüch terne Fragen, die sie selber zu größerer Ruhe bringen sollen. Sie empfindet sein Bemühen und schüttelt voller Glückseligkeit den Kopf. Nur jetzt nicht berathen wie zwei alte, vernünftige Leute! Freu Dich doch, zeig's, daß Du Dich freust, laß die Freude heraus! Schließ doch einmal alles auf. Du Spröder! Ich kenne ja doch den aanzen Reichthum, fc:n Du versteckst!"" Seine Hände hat sie gefaßt, hält sie ausgebreitet und sieht vor ihm, das Haupt zurückgeworfen, wie trunken von allem Glück. Er preßt die Lippen aufeinander und kann's kaum ertragen, sie noch länger so zu hören. Sagen will er iVs, daß er ja keinen Theil hat an dem Glück, keinen Theil daran habei will und darf. Nur Du bist die Reiche geworden, Liane, nur Tu!" Weiter will er ihr zurufen, was er muß, jetzt nicht eine Sekunde länger will er's vor ihr verschweigen, daß cr ihre Worte der Liebe nicht hören darf, daß er sie nicht liebt, nie geliebt hat. daß eine andere ihn hält, daß Liane aber fällt, bevor er reden kann, in seine Worte hinein mit eine:?, hellen Lachen. Bin ich Dir vielleicht gar zu reich geworden? Fängst Du zu rechnen an übe? Mein und Dein? Ja, bin ich denn noch ein Ich für micl: allein? Ich bin Tu! Von Dir lc'mmt mir das meine, all mein Reichthum und all mein Leben." Der Ausdruck ihres-Gesichts hat sich gewandelt, etwas von dem Htoen Ringen der verwichenen Stunden lici in dem tiefen Ernst, mit dem sie Palmer anblickt, und ihre Arme legen sich aüf feine Sckultern. Ja. mein Lcöcn. Detlef. Ich weiß und fühl's: wenn ich Dich hätt: lassen müssen, Dich freigeben, wie ick) es doch wollte, ich hätt's nicht gelonnf. Ich wäre daran gestorben!" Sie schluchzt es heraus, wirf: sich cn seine Brust, umklammert ihn mit ihren Armen, und das wilde Leben ihrer Glieder schauert in ihn hinein. Erschüttert hält auch ec sie fest umschlungen. Liane so liebst Du mich!" Ja so lieb' ich Dich! Ich Hab's ja vor dieser Stunde selber noch nicht gewußt, wie ich Dich liebe." Liane o Liane!" Nichts weiter sagt er, weiß nichts anderes, das er hätte sprechen können, denkt nicht mehr daran, daß er nicht wie ein Dieb einen Schatz der Liebe nehmen dürfe, auf den er kein Anrecht hatte, hört nur eine Stimme in sich.
die da ruft: Hatt sie fest! Halte sie
Dir. Nicht die'erste Beste nein, die I Beste, die je in Dein Leben treten konnte und die ja doch noch eines Tages Dein bestes Glück Dir bringen muß und bringen wird, wenn Du Dich erst freigerungen hast . von verblendeter Leidenschaft. Halte sie Dir fest! Und wenn es sein muß fort ; von hier! Liane, hilf mir, daß ich Deiner Liebe nie Schmerz bereite." Seine Stimme klang, wie sie dieselbe noch nie gehört. Und sein Kuß war ein heiliges Gelübde. Tann licß er-sie sanft aus seinem Arm und hielt nur noch mit festem Druck ihre Rechte. Mir isi's. als hätten wir uns in diesem Augenblick erst in Wahrheit initeinander verlobt," flüsterte Liane. Nimm es so an," sagte er. 5 Ich dachte schon, ich wäre ganz und gar in Vergessenheit gerathen," lachte Doktor Föhrcnbach und richtete sich in dem Sessel auf. in dem cr sich's bequem gemacht hatte, als Liane und Palmer in das Gartenzimmer traten. Die Fortsetzung halten wir doch wohl nun in Lindenstedt. was?" Doch Detlef und Liane verneinten. Ihr Abschied war rasch und ohne Worte. Ihr Bestes hatten sie sich beide gesagt. Inzwischen lief Frau Mathilde daheim herum, als wisse sie nicht, wo ihr der Kopf stehe, als müsse sie sich in Schritten wenigstens die unendliche Zahl veranschaulichen, die vor ihrem Geist: mit ihrer fünffachen Nullenreihe stramm und protzenhaft wie eine Allee voller Kugelakazien aufspazierte. Dreihunderttausend Mark! Und solch einen Menschen, der dreihunderttausend .Mark erbte, den hatte man hier im Haus, war sozusagen die leibhaftige Tante von ihm! Ta stand die gute Doktorin nun in dem kleinen Mansardenraum und blickte sich rings um. blickte kopfschüttelnd auf die ausrangirten Möbelstücke, und ihre Stirn zeigte eine tiefe Denkerfalte. Hier mußte Liane 'raus! Das kümmerliche Stübchen war kein Aufenthalt mehr für einen Menschen' mit dreihunderttausend Mark Vermögen! Eines der unteren Zimmer mußie für sie eingeräumt werden. Frau Mathilde eilte schon wieder die Treppe hinunter. Der Auguste, der wollte sie's auch klar machen, daß die mch't mehr so kurzweg Fräulein, sondern .anädi?slälllein" sagte. Gehorte sich uccupl o, war in jeoem feinen Hause Sitte. Ach Gott, ach Gott! Wie ihr. die Füße zitterten vor allem Gelaufe! Ganz matt sank sie schließlich drunten
in ihren Sorgenstuhl am Fenster. Ihre Gedanken aber rasteten nicht, die tanzten Galopp, machten die sinnlosesien Sprünge. Der Palmer. solch ein Glückspilz na, der würde jetzt ja wohl auch sein misepeteriges Wesen an den Nagel hängen müssen. So ein Mädel, so ein Mädel! Dreihunderttausend Mark Mitgift einen Grafen kriegte die jetzt, wenn sie wollte! Freilich, was hätten Föhrenbachs von einem Grasen! Und von all dem schönen Geld, wenn es nach außerhalb kam? Am Ende war es am besten, es blieb bei Palmer. Der machte dann ein Schloß aus seinem alten Kasten, und man verkehrte schwiegertantlich auf sasion Moorheide! Und in alle Zukunftsmalerei hinein glitt über das Muttccherz ein feliger Traum: Wilibald. ihr Wilibald wenn der nicht eben Wilibald wäre! Frau Maihilde stand eben allzeit auf dem Boden der Wirklichkeit. Sie hatte auch keine Zeit, sich momentan bei einer Saa-.e, einer verlorenen noch dazu, lang aufzuhalten. Die große Frage: mußte sie Trauer anlegen für die Wittwe Morand oder nicht? tauchte vor ihr auf. Man war doch im Grunde verwandt miteinander, und es würde ja Liane jetzt wohl nicht auf eine schwärze Gewandung mehr oder weniger ankommen. Also entschied sie sich für Trauer in einem neuen Kleide, das sie ohnedies schon seit Langem dringend nothig hatte. Dann wieder riß sie ein Gefühl emper, als habe sie noch unendlich viel zu thun, ehe Mann und Nichte Heimkehr ten. Sie zündete die Lampe an, sämmtliche Lampen, die es im Hause gab, deckte' den Tisch mit dem besten Damast, hätte fast einen Blumenstrauß vor Lianens Teller aufgestellt, wäre ihr nicht rechtzeitig etwas wie ein beschämter Schrecken gekommen: Herrgott, man hatte doch sozusagen Trauer und war ein Chnstenmcnsch. Endlich hörte Frau Mathilde die Doktorkutsche dahergerasselt kommen und vor dem Thorweg halten. Na, wenigstens konnte man nun mieinander über das große Ereigniß sprechen. dachte, sie erleichtert und ging zur Thür. Als dann Liane, nachdem sie draußen Hut und Mantel abgelegt, vom Doktor gefolgt in das Zimmer eintrat, sah sie freilich nicht aus wie ein Mensch, dem der Sinn nach Rede und Antwort steht. Vom Doppelsturm, der über sie hingegangen, durchrüttelt und durchschüttelt, war sie nun recht müde geworden. Papa Föbrenbach rief alsbald zr Tisch. Selbst dreihunderttausend Mark vermochten nicht, ihn um seine olympische Ruhe und seinen guten Appetit zu ormgen.
Frau Mathilde wollte wissen, was
denn nun Palmer gesagt, und ihre Stimme, wenn sie zu Liane sprach, war voll von Hochachtung und triefte von Qr.ifl&ffiii Vnt ttr ffftrS! .0f , tw IVIV Nl4tVlllW Wll Vvtl Liane antwortete einsilbig, gewaltfcn zwang sie sich, nicht an ihr Glück zu denken, davon zu sprechen. Fast ein Grauen war ihr plötzlich vor der Macht dieses Gefühls gekommen, daö in feuriger Lohe daherrast und aus dem Herzen senat und brennt, was vorher darinnen gewesen. Lebende und Todte. Ein Mensch war ihr ge störten, der sie auf seine Welse lieb aehabt haben mußte, der all seine Erdenguter über sie ausgeschüttet und sie hatte noch keine Minute stiller Todtenseier in ihrer Seele um ihn gehalten. Fähiger eines Gedenkens an die Verstorbene wurde es ihr erst zu Muthe, als die Doktorin Palmers Namen nla-.t mehr erwähnte und sich bei ihrem Gatten nach dem erkundigte. was denn nun eigentlich zuerst zu aeschehen habe, wie die ganze ErbschaftsOrdnung vor sich gehen werde in Anbetracht denen, daß die alte Frau nicht in ihrem eigenen Heim, sondern im Sanatorium verschieden war. SelbUderstandlich muß Liane nach Meran reifen." erklärte der Doktor. Frau Mathilde schob ihren Teller zurück und starrte grüblerisch vor sich hin. Liane, die fast keinen Bissen angerührt, stimmte zu. Gewiß! Morgen, spätestens übermorgen! Hat die Tante auch angeordnet, daß sie in aller Stille begraben wurde, und es offenbar nicht gewünscht, daß mich ern Telegramm zu ihrer Beerdigung rief, so will ick doch ihre Ruhestätte sehen. Mußte ia; nur nicht allein reisen!" Hm," meinte Föhrenbach unternehmungslustig, am Ende ließe sich's machen, daß ich " Doch da stemmte seine Gattm beide Hände auf den Tisch und sagte: Hermann, ich bitte Dich, was hast Du su? abenteuerliche Gedanken! Was sollte wohl aus Deiner Praxis werden! Wenn einer sich für die Familie in die Bresche stellt, wenn einer da ist, wo's ein Opfer zu bringen gilt, so bin ich es! Und wenn nach Meran gereist werden muß, so reise ich!" Du . . . V staunte der Doktor und vergaß das Weiteressen. Liane aber versicherte, eine Reise durch Tirol sei etwas Wunderschönes; worauf die Doktorin über das Damailtuch stricy, als streiche ste ganz Tirol mitsammt seiner Schönheit vom Tische. Meine liebe Liane, eine Frau in meinen Jahren, eine Familienmuiter. ist kein Springinsfeld! Wenn die sich auf die Bahn setzt und in's Ausland reist, so ist das eine ernste Angele ?enheit." 3nftnr ??Lkren5oÄ erlaubte sich die Bemerkung, das Opfer müsse ja nicht unbedingt gebracht werden. Aber da kam er schön an. Es müßte nicht? Wieso müßte es nicht? Wo dreihunderttausend Mark verwaist dalagen, da sollte sich keine vernünftige Tante nein, eine Mutter sozusagen darum kümmern müssen? Was denn Liane von der Schlechtigkeit der Menschen wüßte.Vdie immer da zu Tage träte, wo etwas zu erben wäre! Ein Wort gab das andere. Schli.'ßuch war es eine ausgemachte Sache: Frau Mathilde reiste mit nach Meran, sie, deren weiteste Eisenoahnfahrt m Leben zwei Stunden gedauert hatte. Wie sie die Entfernung des Reise ziels bedachte, wurde sie ganz blaß und stammelte nur: Menschensklnder ich auf meine alten Tage! Wenn das blos kein Unglück ajbU" In dieser Nacht that sie natürlich kein Auge zu. Beim Morgengrauen war sie fchon wieder in den Kleidern und holte vorsintsluthliche Koffer vom Boden. Gegen die Frllhstücksstunde hin wußte bereits die ganze nähere Umgebung, daß Frau Toltor F'öhrenbach eine Reise in's Ausland mache, um b:c Mllllonenerbfchaft ihrer Nichte zu er heben. Bei Föhrenbachs aber ging es drunter und drücer. Hermann, das saaech Dir, wen? Du mich lebendig wiedersiehst, ist das ein Zufall! Vor meinem Ende ac: will ich meinen Sohn noch einmal fehen und ihm verzeihen.' Ich fahre nach der Stadt!" Wilibald hatte Aussicht, aus der Verbannung heimzukehren. 12. Kapitel. "tz Mühselig klettert Frau MaWgji thilde die Himmelsleiter ? Cy ihrem Wilibald hinaus Wie konnte ein Mensch, der sich noch irgendwie auf Besuch: seiner Mutter Hoffnung machte, vier. Treppen hom ziehen! Fünf waren es eiaeinhcs, und wie eine Spirale wanden sie sich aufwärts. Herein!" erklingt's von drinnen ernst und traurig. Frau Mathildes Herz schlägt hoch in alles verzeihender Liebe. Armer Junge! Hier oben in dem Exil hat er in den Hundstagen gesessen und sich fur's Examen abge plagt. (Forisetzung folgt.) ' . Die SrtrTrucr dororte Grunewald und Schmargendorf haben Kochunter. f i r c ri v .r jr...r:v.. na)i zur MC iemcinoqcgiwinuci ritt geführt.
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