Indiana Tribüne, Volume 29, Number 16, Indianapolis, Marion County, 11 September 1905 — Page 5

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as 38. ZchcsM des

rotz Ungunst der Der schon am frühesten Morgen graue, regengeschwüngerte Himmel der kündete für daS gestrige Waisenfeft nichts Gutes. Aber obgleich die Be fürchtungen der Mitglieder der KomiteS, die schon seit Wochenfrift mit unsüg licher Mühe alle Veranstaltungen ge troffen hatten, nur allzuwahr wurden durch den strömenden Regen, verregnete das Fest dennoch nicht. Wohl erlitten die Baareinnahmen große Einbuße, aber oaS Fest selbst verlief in. schöner Weise. Am Vormittage begannen die Ueb ungen der zahlreich Versammelten mit dem herrlichen Choral: Heiland, deine Menschenliebe"; dann sprach Pastor H. W. Vifc ein innige? Gebet. DaS Quartett der Zweiten Resormlrten Kirche sang ein stimmungsvolles Lied und dann erläuterte Herr Pastor Theodor Schory Joh. 14, 13-21. Einem Liede, welches die Waisenkin der tresflich vortrugen, folgte die tiefempfundene Feftpredigt von Herrn Pa ftor C. Held. Die eindrucksvolle Pre digt bewegte alle Zuhörer durch den wohldurchdachten Inhalt und Wirkung? vollen Vortrag. Fräulein Dorothea Schmid sang mit ihrer klaren Sopranstimme ein Lied. Nach dem Gebete sang die Gemeinde den Choral Gebt unsrem Gott die Ehre. Hierauf folgten die üblichen Bekannt' machungen und der Segensspruch. Der Bericht des Prüsi d e n t e n. Dem Bericht des Präsidenten des Waisen Vereins Herrn Julius F. Reinecke entnehmen wir folgendes: .Am 1. September 1904 hatten wir , 62 Kinder in der Anstalt unter 16 Iah. ren, aufgenommen wurden während des Jahres 19 Kinder, zusammen 81. Entlassen wurden 24 Kinder während des Jahres. Den 2. April wurde Johanna Stea ding 16 Jahre al. Lena Huple starb am 15.- März und Martha Schlegel am 23Juli. Damit bleiben am heutig? Tage 55 Kin der in der Anstalt unter 16 Jahren. Am Oster Sonntag wurden von Herrn Pastor PeterS folgende Kinder in der ZionSkirche lonfirmirt: Mary Vollmer, Eftella Coverdill, Carl Ber ger, Gustav Reuker, Louise Meyer und Wilhelm Klein. Die kleineren Kinder besuchten die SonntagSschule der Ev. St. JohanneZ.Kirche. (Pastor Schory ) Die WaisenEltern und die größeren Kinder besuchten die verschiedenen pro teftantischen Kirchen und die Confir manden am Samstag die Consirman denschule der ZionSkirche.' Folgende Kinder wurden am 9. Juli in der ZionSkirche von Pastor PeterS getauft: Hazel, Bertha, Asa, Floyd uud Thalma CroSley; Jva, Hazel und Carl Hutchinfon; Wilhelm. Martha, Elfte und Marie Meyer; BeSsie Stur geon; William und Albert Patterfon. Die fchuljührigen Kinder besuchten die öffentlichen Schulen No. 3, 20 und 39. DaS Resultat ist sehr befriedigend. Am 11. September feierten wir un ser JahreSfest. Am 25. December, Nachmittags, feierten wir in der Anstalt die Weih' nachtSfeier; die Kinder erhielten viele Geschenke. AbmdS nahmen die Kinder Tbeil an der Weihnachtsfeier der ZionSkirche in der Tomlinfon'Halle und erhielten reichliche Geschenke. Wir hatten eine Einladung, der Weihnachtsfeier der Evangelischen St. JohanneZ'Kirche beizuwohnen; leider konnten wir nicht, aber die Kinder be kamen am folgenden Sonntag Ge schenke. - Am 4. Juli wurde, wie gewöhnlich, die patriotische Feier auf dem Waisen - platze mit Feuerwerk und Erfrischungen abgehalten. Am 27. Juli besuchten wir daS Waldfest der Evangelischen St. Jo hanneö'Gemeinde im Germania. Park und amüstrten uns sehr gut. Am 29. Juni waren wir in ZlonS ville, Ind., zum Waldseste der ZionS

Waistnheims.

Witterung in gefeiert. gemeinde; für freie Fahrt und Erfri schungen war reichlich gesorgt. Die Kinder waren sehr zufrieden. Am 23. August veranstaltete die ElkS Loge No. 13 wieder einen Ausflug für die Waisenkinder der Stadt im Riverfide Park. Wir nahmen Theil daran, die Loge hatte gesorgt für freie Fahrt hin und zurück. . Essen und Er frischungen fehlten nicht, ein jedes Kind bekam ein Geschenk , und die Aufmerksamkeit und die Aufwartung seitens des Comites konnte nicht besser sein, wofür wir herzlich danken. Die Kinder im allgemeinen waren recht gesund während deS Jahres. Die Gebäulichkeiten find in gutem Zustande. - Im Spielhaus (oder Som merEßzimmer) wurde ein neuer Fuß boden gelegt und die Wände anae strichen. Das Eßzimmer, die Küche, die Schlafzimmer, Fenster und Thüren im Hauptgebäude wurden angestrichen. Der Backstein -Schornstein für die Dampfheizung wurde um 30 Fuß er höht, die Dampfröhren reparirt, eben falls die Dächer der verschiedenen Ge bäude. DaS Erdgeschoß unter dem Hauptgebäude wurde cementirt und zwei eiserne Pumpen wurden gekauft. Die Verwaltung der Anstalt, die in den Händen -der WaisenEltern Herrn Roesener und Frau ist, war auch mäh rend deS letzten Jahres sehr gut und dieselben haben daSLob und Zutrauen aller Denen, die Waisenkinder und die Anstalt lieb haben, verdient. Aufgenommen wurden im Laufe deS JahreS 26 neue Mitglieder. Durch den unerbittlichen Tod verlor der Verein 7 Mitglieder. Dieselben waren: R. W. Feldkamp, Hermann Westerfeld, Michael Steinhaue?, Fried rich Merz, Charles Kahl, Henry Beer mann und Louis Murr. Auch zwei von unseren Kindern: Lena Hupke und Martha Schlegel. Im. Namen deL Wa'ilenvereinS sage ich hiermit herzlichen Dank allen Ge bern und Gönnern der Kinder und der Anstalt, sowie dem Hausarzt Dr. Jacob Buehler, Zahnarzt Dr. C. C. EverlS, AugeN'Aerzten Dr. Frank Mor rilon und Dr. D. L. Kahn, für die Dienste, die sie unentgeltlich geleistet haben. Dem Herrn Pastor PeterS für die Hülfe- (monatlich), den Pastoren der Reformierten Gemeinden für den Bote" (monatlich), der Evang'lischen Synode von Amerika für drei Friedensbote" (wöchentlich) und vierzig KinderZel tungen (halbmonatlich) und drei Mis fionSblätter (monatlich), der Taub stummen Anstalt für den Silent Hoofier", der Gutenberg Company für die freie Lieferung des Telegraph" und Tribüne". Den Herren Pastoren PeterS und Schory für die geistlichen Dienste und allen anderen Pastoren und Gemeinden. Dem FraueN'Verein sage ich hiermit im Namen deS Vereins herzlichen Dank für die Hülfe und Unterstützung !n dem vergangenen Jahre, ebenso dev! allge meinen Publikum, allen herzlichen Dank. WaS die Finanzen des . Vereins an betrifft, verweise ich Sie auf die Be. richte der betreffenden Beamten. Nun meine Herren, mein: Zeit als Präsident ist dahin und ich trete das Amt an meinen Nachfolger ak und danke Euch allen für die kräftige Unterstützung die Sie mir gegeben während meines Termine?, und bitte ich Euch alle, mei nem Nachfolger dieselbe Unterstützung zu geben und hoffe, daß dos Werk, vor 33 Jahren angefangen fortfahren möge in dem Sinn eines Waisen haufeS." Die- Beamten des Deutschen Allge meinen Prot. WaisM'Vereink sind: Präsident: Heinrich Stedtseld; Vice Präsident: H. C. PrangeZ Prot.! Se kretär: Albert Sahm; Finanz-Sek' tär: Lawrence Willhoff, Schatzmeister Henry Russe. TrufteeS: I. I. Reinecke, F I. Mack, Frank Lindemann, H. Lindemann, William Maschmeyer, Joseph H. Schaub, Henry Pauli, LouiS Brandt, I. P. C. Meyer, H. C. Bakemeyer, Louis Beermann.

erhebender Weise Die Zeit für das Mittagsmahl war nun herangerückt und besorgt betrachte ten die im Dienste der Waisen so auf opferungsvollen Glieder des FrauenVereins den nur spärlich besetz'cn Speisesaal. Aber bald kamen die treuen jenseitFreunde aus Cincinnati, wel ze die Fahrt in einem Special'Waggon nach hier gemacht hatten, um unserem Wai senseste beizuwohnen. ES waren über 70 an Zahl und auch Jndianapoliser Gäste fanden sich in erklecklicher Zahl ein. Die Speisen von der fürsorglichen Hand der Frauen zubereitet, mundeten tresflich und bei traulicher Unterhaltung wurde das Mahl beendet. Dann wurden die Räume dcö Heimes die in gewohnter Sauberkeit nur so blitzten, von den Besuchern bksichtigt. Die Nachmittagö' Feier. Gegen 2 Uhr, als die City Band mit trefflicher Musik die Stunde des Fest aktuö verkündete, hatten sich die Anla gen mit einem unter den Umständen zahlreichen Publikum gefüllt. Unter Führung der beliebten Waisen Eltern, Herrn und Frau Roesener, marschirten die festlich gekleideten Wal senkinder zum Mufik.Pavillon. Die Kinder sangen mit ihren hellen wohl geschulten Stimmen ein flotteZ Früh lingölied. Dann stellte Herr Joseph Schaub mit passenden Worten den vor dem Pavillon versammelten Zuhörern Herrn EvanS Woollen vor. der nun in englischer Sprache eine wohldurchdachte! Rede hielt, die lauten Beifall fand. Nachdem daS Orchester eine anmu thende Ouvertüre gespielt hatte, stellte Herr Albert Sahm Herrn W.'RieSS als nächsten Redner vor, dabei ' erwäh nend, wie bedauerlich eS sei, daß Ju piter Pluviuö dem Waisenheim einen solchen Strich durch die Rechnung ge macht habe. In seinen einleitenden Worten bemerkte Herr RleSS, daß man von einem Heiden wie Jupiter PludiuS nicht viel gutes be! einem christlichen Fest erwarten könne, daß aber trotz des grauen Himmels die Clnc!nnatier Waisenfreunde durh ihren zahlreichen Besuch Sonnenschein dem Feste ge bracht hätten. Sie seien die geistigen Urheber des hiesigen protestantischen WaifenhejmS gewesen uud ihre Anwe senheit allein verbreite Freude in die Herzen aller Walsensreunde. Im wei leren Verlaufe seiner Ansprache sagte Redner: - ES sind nun zwei Jahre vergangen, seit mir zum ersten Male die Ehre zu Theil wurde, einige Worte an Sie werthe Waisenfreunde richten zu dür fen und mit Freude sehe ich unter der Zuhörerzahl, nicht nur die alten Ge treuen im Dienste der Menschenliebe, sondern auch viele Rekruten. Eine gute Saat verbreitet sich eben selbst. . In zwei Jahren werden vierzig Jahre seit Gründung dieses herrlichen Jnsti lutes dahingegangen sein. Viele der hochherzigen Gründer dieseSZ Waisen heimS ruhen im Grabe, aber das Mo nument, das sie in edler Selbstlosigkeit durch Schöpfung des Waisenheims sich selbst errichtet haben, erscheint herrlicher von Jahr zu Jahr in den Werken reiner Menschenliebe, täglich er neuert durch die opferwilligen Hände der überlebenden Geistesgenossen. Glücklich sind die Kinder, über deren Häupter sich schützend die Hände lieben der Eltenr breiten können, bis sie selbst gerüstet sind den Kampf mit dem Le ben aufzunehmen. Mögen diese Be vorzugten niemals .der Pflicht uneinge denk sein, welche ihnen gebietet, den ar men Waisen ein Scherflein don dem Glücke.-welcheS ihre Jugend beseligte. abzutragen. . " Dies kann kaum in vollendeterer Weife geschehen als durch freigebige Beisteuer und praktische Mithilfe für daS Waisenheim. Hunderte von Kindern lohnen, indem sie zu tüchtigen Menschen erzogen wor den sind, dem Gemeinwesen reichlich für die sorgfältige Erziehung, welche ihnen in dem Heim zu Theil wurde. Wenn man bedenkt, was für eine große Gefahr der Gesellschaft erwachsen würde,

wenn die Waisen auf sich selbst ange

wiesen zu verdorbenen Menschen auf wachsen, indem sie unsittlichen Einflüssen erliegen, dann erst kann man den hohen praktischen Werth erkennen, den solch ein Waisenhaus hat. ' Aber was ist selbst dieser große prak tische Werth im Vergleiche mit der sitt lichen Wohlthat, die derjenige sich selber erzeigt, der dem Waisenheim Unterstütz ung gewährt. Die große innere Be friedigung nicht nur für sich und sein eigen Fleisch und Blut Liebe empfun den uud Opfer getragen zu haben, son dem fremder Hilflosigkeit die Wege zur Heranbildung gebahnt zu haben ist an sich beglückend. Für Erhaltung deS Deutsch.Amerl kanerthum aber sind Anstalten wie die. deren JahreSseft wir heute begehen, von nicht zu unterschätzender Wichtig keit denn der junge Nachwuchs in die sem Heim bleibt Deutsch bis zum Kern, in Sprache. Sitte und Gemüth. Der Anstalt Lob zu spenden für die richtige Erziehung und treffliche Ver pflegung der ihr anvertrauten Kleinen ist nicht nöthig, das besorgen die rosi gen Pausbacken der Mädchen und die hellen kecken Augen der Knaben aus denen sittige Jugendlust leuchtet. Ihr Benehmen zeigt die Frucht guter und liebevoller Erziehung, aber keine harte Zucht, von der die bleichen Wan gen und das verschüchterte Benehmen leider in bieten Waisenanstalten erzäh len. In der langen Reihe von Jahren, seit dem 12. August 1837, wurden nur 23 der Kleinen, die dem Deutsch.Pro teftantischen Allgemeinen Waisenhause zur Pflege anvertraut wurden, vom Tode dahingerafft, obwohl viele der Pfleglinge im zartesten Alter stehend und mit geschwächter Gesundheit im Heime Aufnahme fanden. Den Waiseneltern Herrn und Frau Roesner gebührt die höchste Anerkenn ung für die liebreich; Sorgfalt mit welche sie ihre so zahlreiche Familie der pflegt und gewartet haben. Besuche wie dieser in dem schönen Waisenheim müssen den Sinn des hartgesottensten Egoisten erweichen und zum Wohlthun anspornen. Sie söhnen auch den Zeitungsschreiber, der in Ausübung seines Berufes alle Phasen menschlichen Elends und menschlicher Verworsenheit täglich vor Augen sieht. mit seinem Berufe aus. Denn hier sieht man mit freudigem Gefühl die schwarzen Schatten des Ver lassenseinS. welche sich über knospende Hülflose Menschenleben senken vom Hauch der reinfteu Nächstenliebe so wei eS menschlichem Werke möglich ist beseiiigt. War aber dieses Werk, welches uns heute so herrlich erscheint, nur ein Wer der Männer?Mit Nichten! Die edlen deutschen Frauen der Deutschen Allgemeinen Protestantischen Waisen-Heimath orga nisirten sich schon im Jahre 1870, ein Jahr nach Fertigstellung deS Hauptge bäudeS und waren schon drei Jahre emsig im Interesse deS Heimes beschöf tigt, als 1873 die ersten Kinder der Anstalt überwiesen wurden. Ihre Hilfe, ihre Thatkraft und ihre Aus dauer war eS, welche so unendlich die zum Gedeihen deS herrlichen HeimeS beigetragen haben. Heute nun hat ein Jeder die Gele genhelt, auch sein Theil zur Erhaltung dieser so segensreich wirkenden Anftal beizutragen. Oeffnet also die Herzen weit und gebt mit liberaler Hand von Eurem Ueberflusse freigebig den Waisen. Beifall lohnte den Redner. Herr Herman Rahe, der mit einer prächtigen Barltonftimme begabt ist, erfreute die Zuhörer durch ein gut vor getragenes Lied. Die Waisenkinder sangen im Chor die amerikanische Nationalhymne und dann schloß OrchefterMusik die ein drucködolle Feier. Die Stunden, die noch bis zu dem von dem Frauenvereln vorbereiteten Abendessen verblieben, wurden durch gute Musik und gemüthliches Geplau der ausgefüllt. Aber die Festlichkeit nahm früher wie sonst ein Ende, denn immer wieder strömte der Regen herab und infolge dessen waren die Anlagen, welche, .wenn schön Wetter gewesen wäre, den Besuchern kaum genügend Platz geboten hätten, zu Verhältniß mäßig früher Stunde verödet. Der Bericht wäre nicht vollständig, wenn man nicht lobend der Aufopfe rung der ttomltemitglieber gedächte, welche im strömenden Regen auf durch welchtem Boden 'stehend, ihren der Nächstenliebe geweihten Pflichten nach kamen. .

Die Dflscc als 'Landräuber.

Oexhe,rungLu dcS MeereS an t Stül und die Ursachen-Zllte Sagen. Daß die'Ostsee nach und nach immer mehr in das Land eindringt, und mit der Zeit große Stücke des festen Bodens an sich reißt, ist eine bekannte That ache. Ueber oit Ursache dieser Erschei nung herrscht indeß noch vielfach Unlarheit. Der Geologe Schellwien chreibt hierüber:. Wind und Wetter arbeiten dem Meere als treue Bundesaenossen vor, während die Meereswogen selbst den erschütterten Feind in gewaltigen Sprüngen ergreifen und vernichten. Das Regenwasser läßt gar manches Sandkorn den Steilhana der Küste hinabrieseln; besonders an unbewalbeten Stellen entstehen tiefe Rinnen. Noch gefährlicher wird die Sache, wenn das Regenwasser einsickert und erst un ten am Hang wieder austritt. Dann unterwascht es den Boden langsam; der Hang kommt in s Rutschen und gleitet nun langsam oder schnell seinem unersättlichen Feind entgegen. Da hat das Meer leichte Arbeit;' tot Sturmfluth reißt das gelockerte Material weg und unterwühlt den stehenbleibenden Theil. Dann liegt oe Ozean wieder ruhig und still, gar harmlos, und darauf beginnen o heimlichen Bundesgenossen wieder ih Werk. Gewaltige Cementquadern ha. man aufgethürmt; sie sollten die Kraft der Woqen brechen und ihrer Zerstörung Halt gebieten. Das Meer geht spielend darüber hrnweg; sie werden rissig, und dann genügt ein ordentlicher Sturm, ein Frontalangriff der Wogen mit aller Wucht und die schone. glatte Mauer ist nur noch er aufwerk von Blöcken. Aber nicht nur in Sturmfluthen, auch im ruhigen, leisen. schmeichelnden Wellenspiel umgaukelt das Meer den Gegner und das Land kommt ihm entgegen und gleitet in seine Arme. So ist es Nicht nur an der Ostsee. sondern auch an der Nordsee. - In Helgoland rutscht das Meer an manchen Stellen jährlich um zwei Iards vor; bei niederem Wasserstand ragen versunkene Wälder aus dem Wasser, und die alte schöne Sage von der dersunkenen Stadt, deren Glockengcläut man oft noch hört, steigt vor unserem Geiste auf. Die goldenen Thränen der Bsrnsteinfichte aber geben uns ein Zeugniß, daß schon seit langen, langen Zeiten die Ostsee ein schlimmer Landräuber war. Eiserne Tafcdenuhren. Nicht allgemein bekannt dürfte dir Thatsache sein, daß bei den von Peter Henlein (Peter Henlein, der Erfinder .der Taschenuhren, starb ibiz m Nürnberg hergestellten Zeitmessern sämmtliche Theile, sowohl die Trie.be und Steuer wie auch die sogenannten Platinen (die beiden Deckplatten des Werks) aus Eisen bestanden. Messtnaene Platinen wurden in Nürnberg n - rr r;it.-L TN 1 . r ern idöv eingcsuyri. xjiz gemein schen Uhren hatten noch kem Feder baus und auch noch keine .Schnecke. Zur Reauliruna der Schwingungen der Unruhe dienten Schweineborsten, gegen welcke die Unrube bei ibrer m und Serbeweaung anschlug. Diese Borsten standen aufrecht auf einem kleinen Hebel, durch dessen Verschiebung die beiden Schenkel der Unruhe sie in gr'ö ßerer oder qerinaerer Entfernung vor deren Mittelpunkt trafen. Die Spirale wurde erst im Jahre 1658 von dem Engländer Robert Hooke erfunden. Die Henlein'schen Uhren hatten, wie übrigens alle Taschenuhren vor dem Ende des 17. Jahrhunderts, nur einen Zeiger; die ersten Sekundenzeiger kamen erst 1790 auf. Der Jnaugurationötag. Es durfte nickt überraschen, wenn die Agitation für Verlegung des In augurationstags auf ein späteres Da tum im Frühjahr, als den 4. März. in der nächsten Kongreß-Session leb hafter betrieben und günstigere Aufnähme finden würde, als bisher. Die heurrge Inauguration hat zwei hervorragende Opfer gefordert; der Tod des Senators Bäte von Tennessee und des mexikanischen Botschaftrrs Senor Aspiroz sind direkt auf Erkrankungen zurückzuführen, welche diese beiden alten Herren bei der Inauguration des Präsidenten Roosevelt sich zugezogen hatten. Diese Erfahrung wiederholt sich fast bei jeder Inauguration, wenn nicht das Wetter außerordentlich milde ist. Man hat dah?r als besseres Datum für die Inauguration den 30. April vorgeschlagen, weil an dieses Datum sich die historische Erinnerung knüpft, daß der erste Präsident der Ver. Staaten an diesem Tage seinen ersten Amtseid als Präsident ablegte. Von Rassegenossen be -d r o h t. Kürzlich wurden mehrere Versuche gemacht, den ExkurstonsDampfer Jane Moseley- in Baltimore, Md., in die Luft zu sprengen. Als nun dieser Tage der Dampfer mit 600 Farbigen an Bord den Landungsplatz verlassen wollte, wurde einer der Farbigen Ausflügler Namens Bernard Scott dabei abgefaßt, wie er sichtin den Dampfkesseln zu schaffen machte.' ES hieß sofort, daß Scott den Versuch gemacht habe, den Dampfer in die Luft zu sprengen. Die Neger legten ihrem Nassegenossen einen Strick um den Hals und standen im Begriff, ihn über Bord zu werfen, als eine Anzahl Spezialpolizisten ihn befreite.

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