Indiana Tribüne, Volume 29, Number 16, Indianapolis, Marion County, 11 September 1905 — Page 4
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Indiana Tribüne. Ociaulsegelcn tontet Sutntdtrg B. - Indianapolis, Ind. garry O.THndium Präfideut. Veschäftöloealt 5!o. 31 Süd Delaware Straße. Telephone 2s.
KnUred i iht Pot Office of Indianapoli a ccood dni matter. Traurig aber wahr. Wieder ift ein wetterschütterndeZ Er. eigniß in die Geschichte übergegangen. Die nervöse Erregung, welche sich in den letzten Tagen in allen Schichten unseres AmerikanerthumS geltend gemacht und durch unglaubliche journalistische Leistungen in Gestalt von Extrablät tern und Selten langen Depeschen ge nährt wurde, bat sich in wohlthuende Abspannung aufgelöst aber die glorreiche Thatsache besteht Nelson hat Brltt in 18 Runden verhauen. Weder die epochemachenden Verhäng hingen in PortZmoutH, noch das große Untnernehmen des Panamakanalbaues wurde von der englischen Presse mit solcher Gründlichkeit und so überwÄl tigendem Enthusiasmus behandelt, wie die Thatsache, daß sich zwei halbwüch fige Bengel im fernen San Francisco mit ihren Fäuftenlvermöbelt haben. Hiesige Zeitungen, die sich mit in direkten Berichten über ..die Vorgänge in PortZmouth begnügten, verkünden triumphirend der Welt, daß sie mit riesigem Kosten Aufwand Spezial Korrespondenten nach San Francisco gesandt hätten, damit dem Publikum genau berichtet werden könnte wie viele Blutstropfen den Riechkolben der p. p. halbwüchsigen Bengel nach jedem Gange ?tftrömten. Sie führen es ihren esern eindrucksvoll zu Gemüthe, daß ihre speziellen Extrablätter 1 Minuten früher aussen Straßen waren wie die des KonkurrenzBlatteS. Und in irgend einem Winkel versteckt sieht man in denselben Blättern beängstigend ge drängte Berichte über großartige Errungenschaften der Helden der Wissen schaft und Kunst. Die editoriellen Spalten aber fließen über von Stand pauken über, moralischen Lebenswandel und unamerikanische Beßrebungen. Man könnte sich darüber ärgern, wenn eö nicht zu närrisch wäre, daß die amerikanische Presse darüber Hysteriich wird, welcher von zwei Tagedieben den andern vermöbeln wird. Wer aber kann Angesichts solcher Vorkommnisse noch behaupten, daß es die Pflicht der Deutsch.Amerikaner ift, . im Amerikanerthum aufzugehen? Ist eS nicht im Gegentheil die dem deut schen Element klar vorgezeichnete Pflicht, solch' verdrehten .Erscheinungen gegen über seine Ideale zur Geltung zu brin gen und so dem Lande seiner Wahl den herrlichen Dienst zu erweisen. - Dem Deutsch'Amerikanerthum ist eS vorbe halten, ja Pflicht, seine Eigenart hoch zuhalten und die Stockamerikaner in idealsier Weise zu verdeutschen. Wenn das lEinbrecherfangen so leicht wäre wie das Uebertölpeln von ein paar Spielern,Zwäre unsere Polizei vielleicht brauchbar. Fischblutig schemenZ die Nordläu der doch nichtZzu sein, wie die Heiß, sporne in Norwegen lund Schweden be weisen. Die Aussichten russischer Fortschrittsbestrebungen. Eine scharfeBeleuchtung der inne ren ZuftäudeiRußlandZ und die Aus sichten der russisches FortschrittSbeftre bungen liefert in der neuesten Nummer der preußischenjJahrbücher Prof. HanS Delbrück. Er üußertlfich darin: Die russischen Liberalen und Radikalen le ben in derselbenJllusion, in der vor fünfzig Jahrenlnoch die deutschen Li beralen sich bewegten, daß nämlich - daS Volk liberal fei, und daß man das Volk nur wählen zujlassen brauche, um eine liberale Regierung zu haben. Ist etwa der deutscheMchStag liberal? . . Wie man auch die russische VolkSver tretung wählen lasse und welche Eom petenz man ihr gebe, alles ift Schaum gegen die felsenfeste Thatsache, daß die ungeheure Mehrheit des russischen Vol keö aus Bauern besteht, die auf parla mentarifche Verhandelungen, die sie nicht lesen können, nicht den geringsten Werth legen, die nachwie vor in der ge heiligten Person deS.Ezaren die wahre Verkörperung des russischen VolkSwll lenö sehen, von tiefer Abneigung gegen alle Ungläubigen, Ketzer, Heiden und Juden erfüllt sind und kein anderes
Interesse haben, als daß ihnen .genug
Land zugetheilt werde, um darauf nach Väter Weise schlecht zu wirthschaften und dürstig zu leben. Im Uebrigen theilen sie vielleicht noch mit allen an deren Erdenbewohnern die Meinung, daß sie zu viel Steuern bezahlen. . Mag nun also nach irgend einer Herrn Au lygin zu ersindenden Methode oder nach dem üblichen demokratischen Rezept ge wählt werden, mag auch vielleicht zu nächst wirklich eine radikale Majorität zusammenkommen, sehr bald wird doch die wirkliche russische Volksseele sich xt gen und all diese importirten westeuro päischen Ideen wieder fortblasen. Freilich zur einfachen Wiederherftel lung des alten, autokratischen, ortho doxen Rußlands wird es doch schwerlich kommeu; dazu sind die Erschütterungen schon viel zu stark gewesen, aber solche Rkesenkörper. wie daS Russische Reich, können selbst im Zustande einer halben Anarchie generatlonenlang bestehen. Man versetze sich einmal in die Sphäre der Römischen Republik in dem Jahrhundert von den Gracchen bis Augustuö: die beiden Brüder GracchuS, die Enkel des Scipio, ermorde!; ihr Schwager, der jüngere Scipio Afrlca nus, ermordet; Rom durch die eigenen Legionen unter Sulla eingenommen; Sklavenkriege, Bürgerkriege, in denen die Parteien wechselseitig übereinander Blutgerichte verhängen, die an Ausrot tung grenzen; PompejuS ermordet; und in all' diesen Zuckungen hat das Rö mische Reich doch noch in Abwechslung mit schimpflichen Niederlagen (Jugur tha, Eimbern und Teutonen, Mithri dateS), glänzende Siege erfochten und große Eroberungen gemacht, und hun dert Jahre sind verflossen, bis durch AugustuS ein organisch neuer, dauern der Zustand geschaffen wurde. Grundfalsch ist eS, etwa die heutigen Zustände in Rußland mit den Zuftän den in Frankreich vor der großen Revo lution zn vergleichen; gewiß sind einige Aehnlichkelten vorhanden, aber die Hauptsachen sind ganz anders. Der alte französische Staat war ban kerott, auch der russische wird vermuth lich mal Bankerott machen, vorläufig aber sind seine Finanzen noch in voller Ordnung und sein Credit ift uner schüttelt. Die französische Armee war deSorganisirt und nicht mehr in der Hand des Königs, die Disziplin völlig aufgelöst; in der russischen sind wohl ebenfalls einige Anzeichen, daß die alte eiserne russische Disziplin nicht mehr unbedingt zuverlässig ist, und die Vor kommnisse auf der russischen Schwarze MeerJlotte erscheinen unerhört, aber eö ift wie mit den Wunden, die Ruß. land in der Mandschurei empfangen hat, so schwer sie sind, bis ins Mark des eigentlichen russischen LebenS ift das alles nicht gedrungen. Im Ge gesatz wiederum zu dem alten könig lichen Frankreich, daS national einheit lich dachte, besteht ein Drittel in Ruß landaus Fremdvölkern, die nur aus den Augenblick warten, wo sie das schwere Joch des MoSkowiterthumS ab schütteln können. Geschieht daS aber, so wird dadurch sofort in allen biSheri gen Trägern des russischen Staates die patriotisch'nationale Empfindung aus gelöst, die der alten StaatZform, d. h. dem CzariSmuS, zu Hilfe kommt und ihm neue Kräfte zuführt. Der Wiscousiner Gouverneur La Follette ernannte Dr. Alma I. Frisby als controllirenden Arzt der staatlichen Gesundheitsbehörde. Frau Dr. Frisby eignet sich für diesen Posten Vorzüge lich. Sie graduirte schon 1879 in der Universität von Wisconsin und bellet dete dort von 18801895 das Amt als Professor der medizinischenWissen, schaft; außerdem gehört sie zu den Di rectoren der Anstalt. Frau Dr. Fris by ist äußerst wohlthätig, welche Eigen schaft sie in ihrem Amt recht gut brau ch:n kann. taue uno rokye Erraß e n s ch i l d e r sollen in Paris eingeführt werden und zwar sind d'e blauen für die Straßen bestimmt, fc keine Verkehrshindernisse, wie Verengungen, gefährttche Kreuzungen u. f. w. aufzuweisen haben, die rothen dagegen für schwer passirbare Nebenstrcßen. Das Roth ist gewählt worden, weil es sich besonders scharf in der Entfernung abbebt. Entmenschte Nadfahrer. Neulich Abend ist ein Motorzweirad und ein Motordreirad mit einem AnHängewagen, worin eine Dame saß, von Bernau nach Berlin mit schärfster Eile gefahren, dabei wurden sechs Personen überfahren und thetlweise erheblich verletzt, ohne daß die Motorfahrer sich um das angerichtete Unheil fürn merten. ' Sie sausten mit unverminderter Schnelligkeit weiter. Die Rummern der Räder konnten nicht erkannt werden.
Die Flicgknplage.
zZirksame Mittel zur Vernichtung der schäk ttcheu Zweiflügler. Es gibt 240.000 Arten Insekten, und die meisten von ihnen sind Plagegeister. Wenn dies gesagt wird, so verlangt es freilich die Gerechtigkeit, daß man die Thatsache nicht verschweigt, wie wichtig die ganze Schaar der geflügelten Kerfe, Bienen und Hummeln u. s. w. im Welthaushalt waren, da sie die Befruchtung aller höheren Blüthenpflanzen besorgten. Aber sie sind leider im Lauf der Zeit zu unfreiwilligen Verbreitern von vielen Krankheiten geworden, gegen die sie selbst vollkommen unempfindlich sind. Den Hausfrauen geht am meisten die Stubenfliege an, mit der in jedem neuen Sommer ein Kampf beginnt. Die Stubenfliege war im Anfang eine stetige Begleiterin des Pferde? und ist auch jetzt noch Hauptsächlich in den Wohnungen am meisten vertreten, die in der Nähe von Ställen liegen. Außer der Pest, die ihr selbst den Garaus macht, überträgt sie eigentlich alle ansteckenden Krankheiten. Am besten erwehrt man sich der lästigen Genossin durch allergrößte Reinlichkeit. Durch Zuglust und Ausstreuen von gutem persischem Insektenpulver, das echt und frisch sein muß, wenn es helfen soll. Auch ein Räuchern mit frischen Kllrbisblättern, die auf einem Kohlenbecken verbrannt werden, hilft. Nur müssen vorher die Vögel aus dem Raum entfernt werden, da sie den Dunst nicht vertragen. Auch Knoblauch ist ihnen' eine unangenehme Sache. Ein Abguß von dieser Zwiebel wird bereitet und mit ihm kostbare Rahmen, Kronen u. s. w. bestrichen, wenn man die Fliegen von ihnen fernhalten will.' Die Wände von Speisekammern können mit Lorbeeröl bestrichen werden. Jedenfalls ist es nöthig, zur Zeit der Fliegenplage alle Speisen gut mit Glocken aus engem Drahtgeflecht zu überdecken, auch sollte in jedem Haushalt ein Fliegenschrank vorhanden sein, der an einem kühlen, luftigen Ort aufgehängt wird. Ferner muß streng darauf gehalten werden, daß weder Obst noch Speisereste in den Wohnzimmern stehen bleiben. Süfcholzkultur. Das Süßholz wird aus einer Pflanze der Gattung Glykyrrhiza (Süßwurzel) gewonnen, die in Mesopotamien, Kleinasien, namentlich an den Ufern des Euphrat und Tigris.' wild wächst. Sie kommt angeblich nur auf der Innenseite der Krümmungen der Flüsse vor. wo das Wasser eineschwache Strömung besitzt. - Die Süßholzpflanze erreicht gewöhnlich eine Höhe von vier bis fünf Fuß, in b'esonders günstigem Boden aber auch eine solche bis zu zehn Fuß, so daß dann ihre Stengel geradezu als Brennholz, benutzt werden, vorzugsweise m. der. Stadt Bagdad. Die Gewinnung der Sllßholzwurzel beschäftigt etwa 5000' Araber und zwar fast nur Fellachen, da die Beduinen für solche Handarbeit zu faul sind. Die Wurzeln, werden auf einen bestimmten Platz zusammenge-! bracht, gewogen, dem Ausreifen überlassen und dann nach Bassora geschafft, wo sie für die Ausfuhr in Äallen. usammengepreßt werden. Der TransPort ist recht schwierig, da der untere Euphrat zur Schifffahrt kaum benutzt werden kann; meist werden die Ballen daher auf Kameelrllcken nach dem Tigris geschafft. Die Ausfuhr erreicht den bedeutenden Betrag von etwa 10.000 Tonnen jährlich. Der Werth betragt durchschnittlich $25 für die Tonne. Hohe Lebensversicherung. In Wien ist die größte Lebensversicherung abgeschlossen worden, die bisher in Oesterreich bestand. Vorher WZr der Höchstversicherte ein Mitglied des böhmischen Feudaladels, das auf den Betrag von 4,800,000 Kronen (1 Krone gleich 20.3 Cents) versichert war. An dieser Versicherung waren zwei Gesellschaften betheiligt. Letzthin hat nun der Bruder eines der ersten österreichischen Großindustriellen zu Gunsten seiner Frau folgende Versiche rung abgeschlossen: Nach dem Ableben des Industriellen erhält dessen Gattin 1.000.000 Kronen baar und. eine lebenslängliche Leibrente von 400.000 Kronen, was zusammen einem Kapital von 6.000,000 Kronen entspricht. Die Einzahlungen, die der Industrielle zu leisten hat. betragen jährlich 336.000 Kronen. An dieser Versicherungstransaktion sind fünf Versicherungsgesellschaften betheiligt. Russischer Bils e-R oman. Ein Bilse-Roman ist nun auch in Rußland erschienen; er heißt Das Duell" und hat den Schriftsteller Kupnn zum Verfasser. Das Merkwürdige ist, daß die russischen Offiziere mit diesem Roman, in dem das Ossizierkorps an den Pranger gestellt wird, recht zufrieden zu sein scheinen. Das kann man daraus schließen, daß zahlreiche Offiziere aller Waffengattungen an Kuprin eine Dankadresse gerichtet haben, in der es unter anderem heißt: Die Eiterbeulen, die unser Offizierleben verpesten, bedürfen einer radikalen Heilung; diese Heilung ist aber nur möglich bei voller Gesundung des gesummten russischen Lebens." Eine Versicherungö Police für 86.000.000 wurde kürzlich in St. Louiö ausgestellt. Der' Versicherungsnehmer ist ern Brauer.
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Allerlei siir'v HauS. Fläschchen und kleine
Kruken zu benutzen. Die im Haushält sich sammelnden kleinen Flaschen, Medizinkruken u. s. w. können sehr vortheilhaft zu Sastflaschen benutzt werden. Jede Hausfrau weiß, wie oft angebrochener Saft bei längerer Aufbewahrung verdirbt. Man reinigt die Fläschchen, die sich beim Frühjahrsreinmachen vorfinden, zunächst. indem, man sie m eme starke Sodabrühe einlegt, dann in einer aus Soda und Seife gekochten Lauge eineStunde kocht. Hierauf spult man sie sauber und legt sie in Wasser, das durch einige Krystalle übermangansauresKali stark rosa gefärbt ist. Nun läßt man sie trocknen und bewahrt sie gut verstöpselt auf. Vor dem Gebrauch legt man sie nochmals in Kaliwasser, dann spult man sie m reuum Wasser sauber und läßt sie in der Sonne trocknen. Den Saft füllt man mit einem kleinen Trichter ein und ubersiegett den Kork. Solch kleine Fläschchen sind sehr angenehm für Haus, LandPartien, Reisen u. s. w. Mrttel gegen Warzen. Bierhefe wird als wirksames Mittel gegen Warzen bezeichnet. Man streicht die Hefe allabendlich dick auf, läßt eintrocknen und entfernt die festgewordene Hefe wieder. Nach einiger Zeit verschwinden die Warzen, ohne eme Vlaxbt zu hinterlassen. Spalte in Fußböden. Um Spalte in Fußböden auszufüllen, verfährt man auf. folgende Weise:. Einen Theil Zeltungspapier weicht man in einem von 1 Pfund Mehl nebst Wasser hergestellten Brei auf und- fügt einen Löffel Alaun bei. Dann bringt man die Masse auf's Feuer, arbeitet sie mit einer Kelle ordentlich durch und kocht sie so dick, wie ordentlicher Glaserkitt. Mit dieser Masse füllt man dieSpalte ordentlich aus; sie wird nach kurzer Zeit so fest wie Papiermache. Um Mandelseife selbst zu bereiten, werden 3 Pfund geschälte bittere Mandeln und 3 Pfund RosenWasser zu einem Brei vermengt, durch Leinwand gepreßt, in einen Kupfer? kessel geschüttet, mit 1 Pfund guter Talgselfe und 1 Pfund Marseille? Seife, beide fein geschinttcn, vermengt und so lange unter quiem Umrühren auf dem Feuer gehalten, bis die Mischung gut aufgelöst ist. Nun wird sie wieder durchgeseiht, in einen sauberen Kessel. gebracht, mit ein Pint Sodalauge vermengt und zumSieden gebracht. Die'Lauge stellt man her, indem man einem Pint weichen Wassers eine Messerspitze voll Aetznatron beimengt. Ist der Brei so dick, daß er als zähe Masse nur schwer vom Löffel gleitet, so fügt man ihm 2 Unzen gewöbnliches Kochsalz zu, rührt tüchtig um, und siedet nochmals auf. Während des .'weiten Sudes rührt man aber nicht, sondern wartet, bis die Seifenmass?, von der Lauge gesondert, obenauf schwimmt. Sobald der Brei große Blasen wirft, schneidet man eine. Probe heraus.-. Wird diesr beim Erkalten steif, so nimmt man den Kessel vom. Herde, löst die Seifenschicht von der darunter befindlichen Lauge, gießt erstere in Formen und schnndet sie nach dem Erkalten in Stücke. Dieses Verfahren soll eine vorzügliche Seife liesern. Kalte Füße. Ein einfaches Mittel gegen dieses sehr, lästige Uebel wird von einem alten englischen Praktiker empfohlen. Die Person stellt sich aufrecht und erhebt sich dann langsam auf die Spitzen der Füße, sodaß der ganze Körper auf den Zehen ruht. So bleibt man ruhig stehen, so lange man es ertragen kann, und kehrt dann langsam in die natürliche Stellung zurück. Dieses Verfahren wiederholt man mehrmals. Indem dadurch alle Muskeln der Füße in Bewegung gesetzt werden, entwickelt sich ein.lebhafter Blutumlauf in denselben Ein anderes Mittel, um die Füße warm zu erhalten, besteht darin, daß man sie in feines Baumwollenzeug einhüllt und dann wollene Socken darüber anzieht. Am besten sind Einlegesohlen, die aus zwei dünnen, durch Kautschuk verbundenePlatten von Kork und Filz bestehen. Der Kork kommt natürlich nach unten. Kaffee flecke von Papier zu putzen. Man löst je nach der Größe des Bogens 25 bis 30 Gramm Chlorkalk (Chloride of Lime) in warmem Wasser auf vnd verrührt ihn so, daß kei Klümpchen mehr im Wasser zu sehen ist. Dann legt man das VaPier einige Minuten in die lauwarme Lösung und spült es dann mit reinem, kaltem Wasser, welchem man einenZusatz von Backsoda gegeben hat, einigemal ab. Man trocknet es dann zwischen reinem Löschpapier. Um Messinqgegenstände hochgelb zu färben, taucht man dieselben einen Augenblick in Salpetersäure und spült mit Wasser rasch ab. Um einen bronzeartigen Farbenton zu erzielen, muß man die Gegenstände, wie soeben beschrieben, behandeln, sie aber dann erwärmt mit einem durch Drachenblut versetzten klaren hellen Schellack überziehen. Farbgeruch aus den Zimmern zu vertreiben. Man stellt täglich frisch gerösteten Kaffee auf einer flachen Platte oder Schüssel in das Zimmer, bis kein übler Geruch mehr bemerkbar ist. 'Oder man legt einige Wachholderbeeren auf glühende Kohlen und schwenkt dies einige Male un Almmer hm und her.
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E i n Streik der Hand Werksburschen war unlängst in Husum in Schleswig - Holstein ausgebrochen. Für den Viehverkehr auf der Eisenbahn besteht die Bestimmung, daß für je drei Wagen mit Vieh ein'Viehbegleiter gestellt werden muß; eine besondere Qualifikation wird von den Viehbegleitern nicht verlangt, und so half man sich seit Jahren dadurch, daß man aus den Herbergen wandernde Leute holte, welche die Gelegenheit benutzen wollten, umsonst nach dem Rheinlande oder Mitteldeutschland zu fahren. Den Leuten von der Land straße war diese Einrichtung der Gratis - Eisenbahnfahrt seit Langem be-
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9 I a a Q Ihrer Brodrechnung und erHausgebackene Brod. COOOOOOOOOtOOO 142 Süd Illinois Stt vonntagö offen. Telephon: (Neu) 41! (tli) Rain U(B ViSgleö kannt; sie richteten ihre Reise'vielfach danach ein, und manche trafen immer wieder in bestimmten, Perioden ein, um dann als Viehbegleiter" südwärts zugehen. Man kann sich nun kaum wundern, daß diese Leute sich schließlich oraanisirt haben, um die Standesinteressen jj vertreten. Sie verlangten neuerdings in letzter Stunde außer freier Fahrt vorläufig ganz bescheiden 1 Mark, und als dies nicht bewilligt wurde, traten sie in den Ausstand. Es muß aber anderweitige Abhilfe geschaffen worden sein, denn die Viehzüae sind ohne Handwerksburschen ab gefahren. Naucht die BONANZA.
