Indiana Tribüne, Volume 29, Number 15, Indianapolis, Marion County, 9 September 1905 — Page 4

Jnvtana Tribüne, 9. September 1903.

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Indiana Tribüne. VnagtA,ben von Ut utnlXrg . Indianapolis, Ind. öarrtz O. Thudinm ... Präfident. QeschäftSlocalt No. 31 Süd Delaware Straße. TELBPH0NE 269.

Entered Et the Post Office ol Indl&napeli &s econd daii matter. Die Lebens-Wersicherungeu. Die Verhandlungen des New Yorker legislativen Unterfuchungs'ComiteZ in Sachen der LebenS-VersicherungZ-Ge-sellschaften fordern, wie unsere heutigen Depeschen zeigen, entsetzliche Zu. stände zu Tage. . Man kann eS der preußischen Regierung Angesichts der nun vorliegenden Thatsachen nicht verdenken, daß sie bei Zulassung amerikanischer LebenSVersicherungS Gesellschaften die äußersten Vorsichtsmaßregeln walten lüßt. Der Bürger hüben wie drüben be trachtet seine. LebenS.Verficherung als etwas Geheiligtes. Er spart sich die Prämienzahlungen häufig vom Munde ab, nur damit er die Zukunft seiner Lieben, wenn er die Augen schließt, nach Vermögen sicher stellen kann. Er muß das beruhigende Gefühl haben, daß nach seinem Tode seinen Angehörigen die Versicherungssumme, die er ihnen mit großen Opsern, manch mal a!3 einziges Vermüchtniß hinter läßt, auch ausbezahlt wird. Wenn nun in so frivoler Weise, wie die Untersuchung in der New Jork Life Angelegenheit vorläufig ergiebt, mit den Beständen der Gesellschaft zu Gun. sten deS Inneren ttreiseS" gewlrth schastet wird, so steht die Sache aber faul und die strengste Untersuchung ist gerechtfertigt. Das Direktorium einer LebenZ'Ver ficherunzS'Gefellfchaftübernimmtebenso geheiligte Pflichten wie die TrusteeS eines TrustfondS und wenn die Leiter einer Lebens'Versicherung sich Leicht fertigkeiten oder Vertrauensbruch zu Schulden kommen lassen, sollte ihnen das Zuchthaus so offen stehen wie einem gewöhnlichenlVerbrecher. Hl "ieöHähler von Indianapolis werden fichdasür'bedanken, wie .Kar toffeln" zu Markte getragen zu werden. r hat das 50.jahrige Ju. fnlstUIIl srn Gnrvmunri fc8 n?rtfrt?nff fc jj Vjj V thurmeM die gegnerischen Mächte im Krimkriege nun durch den Frieden von PortZmouth gefeiert man muß die Feste feiern wie sie fallen. Der Portlanv Oregonian" ent wirft folgendes Bild von unserem Bun deSsenat: Habgierig, selbstsüchtig, von unersättlicher Herrschbegier, mit räuberischen, gesetzlosen Eorporationen allilrt, beständig in die Funktionen deS Prüftdenten übergreifend, verbergen sich die individuellen Senatoren hinter ihrer korporativen Gesammtheit und bieten der öffentlichenIMeinung wie dem Ge setze Hohn. Manchmal versagt aber der Schutz. Yale College wirst Chaun cey Depew über Bord, um die öffent liche Meinung zu besünstigen. Bur ton, Ditrich und Mitchell werden vom Gesetz ereilt. Die Nation ist nunmehr überzeugt, daß die Erwählung der Se natoren durch die Gesetzgebung der Staaten fehlerhaft ist, da sie die Gesetzgeber wie die Senatoren herabwür digt, aber wie eine bessere Methode der Erwählung zu finden ist, muß sich erst aus vielen Experimenten und Fehl schlügen ergeben. Das Bild ist nicht zu grell gemalt und erweist, daß die Väter der Versassung sich in keinem Punkte mehr einer Täuschung hing?ge ben haben, als in Bezug auf die Erwühlung von Senatoren. Ihre An ficht war, daß die Bewohner eines jeden Staates ihre besten Männer in die Staats Legislatur schicken und daß diese besten Männer die allerbesten zu BundeS'Senatoren erwählen würden. Wie es im Federalist" heißt, wollte man mit einem doppelten Siebe alle Schlacken vom BundeSSenat fernhal ten. Genau das Gegentheil ist einge treten. Die Legislaturen bestehen aus unterwerthigem Material, in Folge dessen auch der Senat. Das Einzige, was noch übrig bleibt, ist, daß das Volk , die Wahlen selbst in die Hand nimmt und daß eS darauf besteht, feine eigene AuZkfr zus treffen, indem eS die tktoren nicht blos wählt, sondern in Primärwahlen auch selbst nominirt. Das letzte vom Arbeitsbureau ver öffmtlichte Bulletin enthält interessante statistische Angaben über die Vertheue

rung der Lebens und Unterhaltsmittel im vergangenen anderthalben Jahr zehnt. Danach sind die durchschnitt, lichen Ausgaben einer Familie für ihren LebenSnnterhalt in der Zeit von 1890 bis 1905 um 25 bis 50 Procent ge wachsen. Die Arbeitslöhne haben in gleicher Zeit kewe entsprechende Zunahme ge funden. Während die meisten Arbeiter noch die nämlichen Arbeitslöhne ver dienen, wie 1890, müssen sie gegenwärtig gegen 95 Prozent ihres Einkom menS ausgeben, um den LebenSunter halt für sich und ihre Familie zu be streiten. Eine Erklärung für diese ver änderten Lebensbedingungen und ver theuerten VolkSnahrungSmittel giebt eS nicht; eS sei denn, daß die Produktion und der Verkauf der meisten vertrustet worden ist und daß die Lebensmittel' trustS durch ihre forcirten GefchüftSme thoden die Preise in die Höhe getrieben haben. Diese Erklärung wird denn auch wohl den' Thatsachen entsprechen. Das erwähnte Bulletin des ArbeitS bureau giebt eine längere Liste von Lebensmittelpreisen, aus der man sich einen Begriff von der Preissteigerung machen kann. Sa sind die Preise für Bohnen und gepökeltes Rindfleisch um 15 Prozent gestiegen; die für Speck und gepökelteSZSchweinkfleisch um 15.5 Prozent; Crackers 13.9; Syup 6; Eier 79.6; Häringe 58.9; Salz 15; Pfeffer 65.3; Rosinen 30 Prozent u. s. w. Dagegen sind allerdings auch verschiedene der entbehrlichen Unter haltZmittel im Preis gefallen: so Pflaumen um 44.6; Muskatnüsse um 55.7 Prozent u. f. w. Aber was will DaS heißen gegenüber der allgemeinenPreiS fteigerung? Das Arbeit-bureau theilt die wich tigsten Bedarfs und Unterhaltsmittel in 9 verschiedenen Gruppen ein und giebt in seinem Bulletin deren Preis steigerung seit dem Jahre 1890. Die selbe beträgt durchschnittlich für Farmprodukte 22.2 Prozent.

Nahrungsmittel .11.1 Kleidungsstücke 9.8 " Heizung und Licht .32.6 " Werkzeug und Geräthfchaf ten 9.6 " Baumaterial 32.4 " Droguen 10.0 " Haushaltsbedürfnisse aller Art 11.7 . Da die großen Trusts in Unterhalts und LebenSmittel die Preissteigerung veranlaßt haben, wird man voraus fichtlich auf einen Rückgang dieser forcirten Preise rechnen dürfen, je mehr von diesen Trusts sich wieder auflösen. Mord nicht aufgeklSrs. K o k o m o, 8. Sept. Vor reich lich 2 Jahren wurde LewiS Deager hier ermordet und trotzdem der County Council $500 Belohnung aussetzte auf die Ergreifung deS Mörder?, ist bis jetzt das den Fall umgebende Dunkel nicht gelüftet worden. An Bemühun gen seitens der Detektivs kat eS natür lich nicht gefehlt, wollte doch Jeder gerne außer der Ehre die S500 erlangen. Yeager besuchte derzeit seine Braut in Hemlock, deren Heim er AbendS 10 Uhr in bestem Humor verließ mit der Bemerkung, daß er direkt heimfahren werde. Am nächsten Morgen kam das Fuhr werk auf dem Vaeger'schen Gehost an, aber der junge Mann war todt, leine Kugel in der rechten Schläfe hatte sei nem Leben ein" Ziel gesetzt. Niemand wußte und weiß noch heute nicht, wann und wo die That geschehen ist. Und deswegen hat der County'Council" sich auch geweigert die ausgesetzte Ae lohnung zu erneuern, annehmend, daß eö weiterhin keinen Zwecke habe, ob wohl ein dahingehendes Gesuch eingereicht war. Neue Inkorporationen, Folgende Gesellschaften reichten beim Staatssekretär ihre JncorporationS Papiere ein: Bauer Window Glaß Company, Eaton, Delaware County; Capital $75,00; Direktoren, Emil Bauer, Albert Bauer und Arthur Eshen selber. Steaua Societate de Ajuatarare, kein Capital; Direktoren. Niculaiu Be leiu, Joan Muntain und Dimutru Poppa. Dr. N. C. DaviS Company, von JndianapolS, Capital Stock, $20,000; Direktoren, Dr. Newton C. DaviS, E. L. DaviS und L. G. Hamilton. Die LenhaU-Murphy Co. von Peru, Capital S35,000, Direktoren, William F. Lenhart, Noah E. Murphy, Geo. Redmond, Will! im A. Hammond und Lawrence Simpson.

Die Alten" und die

Jungen" vom Konsul Peter lieber im Männerchor begrüßt. Lieverklang nnd Ansprachen verschönern den Abend. Im Männerchor, zu dessen Aelte sten" einer er zählt, war gestern Abend Herr Konsul Peter Lieber aus Düsseldorf, der gefeierte Gastgeber. ES war wie gewönllch am Freitag Probe . Abend im Münnerchor und die aktiven Sänger, sowie viele der alten Passiven waren erschienen. Herr Konsul Lieber traf ein als die Probe noch im Gange war und Dir! gent Bellinger im Schweiße feines An gesichtes beschäftigt war, zarte PianoS aus den Sängerkehlen hervorzuzau bern. Herr John P. Frenzel empfing das geschätzte alte Mitglied unseres ältesten Gesang'VereinS mit herzlichen Worten und stellte Herrn Konsnl Lie der als lEhrengag. und zugleich Gast geber des AbendS vor. Herr Frenzel gab der Werthschützung Worte, welche er und Alle, die ihn zu kennen Gelegenheit gehabt haben, für Herrn Konsul Lieber hegen. Er for derte sodann zueinem dreimaligen Hoch auf Herrn Konsul Lieber aus, in wel cheS Alle begeistert einstimmten. Warme vom Herzen kommende Worte waren eS, mit denen der greise Konsul für den herzlichen Empfang dankte. Er gab seiner innigen Freude, wieder unter den Männerchörlern, wenn auch nur aus kurze Spanne Zeit weilen zu können, markigen Ausdruck. Dann bat er die Anwesenden seine Gäste für den Abend zu sein. Unter den Klängen deS Sänger marscheS wurde der Weg zur Kneipe an getreten. Aus den Süngerkehlen erklangen in schönster Harmonie die Lieder ES steht eine mächtige Linde", und O Lieb', nun kommt die Rosenzeit." Dann ließen sich die Sänger und Gastgeber an den? bereit stehenden Tafeln zur fröhlichen Unterhaltung nieder. Herr' Fritz Franke der Schwieger söhn deS jHerrn Konsul ergriff als erster das Wort. Er erwähnte der Verdienste der Alten, aber auch in erster Linie der Frauen des Männer chor um das Gedeihen deS Münnerchor. Sie wären es gewesen, welche die Liebe zum deutschen Liede und der deutschen Sprache und Sitte dem Nachwuchs", der heute so Prächtiges leistete, eingeimpft haben. Er brachte ein Hoch auf die Alten aus, welchem kernige Folge geleistet wurde. In Erwiderung auf Herrn Francke's Rede hielten Prof. Leckner und Herr Bernh. Heßling eine Ansprachen, in welchen siej besonders der Alten und ihres Wirkens gedachten, während Herr AloiS Geiger in seiner anschließenden Rede die Jungen ermähnte, das be gonnene Werk der Alten fortzuführen. Dann trugen die Sänger die Lie der Am Brünnelein", und Altnieder, landisches Volkslied" vor, worauf Herr Fred Mack aufforderte, einen Sala mander zu Ehren des Gastgebers zu reiben welcher Aufforderung mit dem größten Vergnügen Folge gegeben wurde. Herr Francke forderte nun die An wesenden auf, ein Hoch auf den Diri genten deS Vereins, Herrn Bellinger, auszubringen, hinzufügend, daß, nach dem man den Gastgeber und die Gäste, die Alten und die Jungen, u. so manche andere hätte leben lassen", eS wohl angebracht sei, der Verdienste des Herrn Bellinger um den Münnerchor zu ge denken und ihm ein dreifaches Hoch auszubringen und eS kamen alle diesem Wunsche mit Freuden nach, woraus Herr Bellinger seinen Dank auSsprach. Nachdem Herr Albert Lieber, der Sohn deS Herrn Konsuls, einige Worte an die Anwesenden gerichtet und das MünnerchorQuartett einige Lieder vorgetragen, hielt Herr Richard Lieber, ein Neffe des Konsuls, eine von Humor und Laune übersprudelnde Rede, die aber allmählich in ernste Bahnen einlenkte und mit einem Hoch auf das Wirken der Deutschen im neuen Vaterlande schloß. Da die Zeit schon ziemlich vorgerückt war, mahnte Herr Geiger zum Gehen. ES wurde noch ein Hoch auf den Gast geber ausgebracht, der in 'herzlichen Worten dankte, die Hoffnung äusspre '

chend, noch verschiedentlich mit dem

Männerchor während der vier Wochen, die er sich hier noch aufhalten werde, zusammen zu kommen, weswegen er auch nur Adieu für heute" sage. Noch ein AbfchiedSlied und die schöne Festlichkeit war vorbei. Aus den Gerichten. Bundesgericht. Von H. Scherer & Co. in Michigan u. A. wurde ein Gesuch eingereicht, die JameZ & Mayer Buggy Co. in Lawrenceburg, Ind., bankerott zu er klären. Nachlaßgericht. , ES wurde das Testament deS verftor benen Cdw. Marshall zur Bestätigung eingereicht: zum Nachlaß Verwalter wurde Kellie Marshall, der $100 Bürgschaft stellte, ernannt. Kriminalgericht. Von den Großgeschworenen wurden folgende Anklagen erhoben: gegen Harry Williams wegen An griffs; gegen Ranson BarneS, wegen Groß diebftahlS und Entgegennahme von ge stohlenen Sachen; gegen Harry Poole, wegen Klein diebftahlS; gegen Ernest Wakefield, wegen Groß diebftahlS; Alle Angeklagten plädlrten nicht schuldig". Neue Klagen. Eine Wechselklage im Betrage von S400 uebst Zinsen etc. klagt Geo. I. Marott gegen Albert R. Thompson ein, Von der Indianapolis Traction & Terminal Co. sucht Clementine Locke $10,C00 zu erlangen. Sie behauptet, durch die Nachlässigkeit eines Motor manne der Gesellschaft, der den Stra ßenbahnwagen gerade weiter fuhr, als sie ihn besteigen wollte, sich Verletzungen zugezogen zu haben, die sie zeit lebenS zum Krüppel machen. Die $35, welche die Co. ihr auszahlte, retournirt sie, da sie angeblich nicht wußte, daß sie sich durch die Annahme derselben aller weiteren Ansprüche gegen die Co. begab. Von ihrem Gatten Lee wünscht Laura Stockdale geschieden zu werden, da der selbe angeblich mit anderen Frauen correspondirt; sie verlangt außerdem Alimente für sich und das neunjährige Kind, welches sie in Obhut zu behalten wünscht. Daisy Albert reichte gegen ihren Gat ten John Scheidungsklage ein, densel benderTrunisuchtbeschuloigend; sie ver langt die Obhut über die drei Kinder, $7 wöchentlich für den Unterhalt dersel ben und Alimente für sich selbst. Ungenügende Versorgung und Ehe bruch sind die Gründe, welche Grace Jager anführt, um von ihrem Harry geschieden zu werden; sie wünscht die Obhut über das dreijährige Kind und entsprechende Alimente. Weil er angeblich ein Trunkenbold ist, will Frau Anna Hoeltke von ihrem William geschieden werden; der Ehe sind sechs Kinder entsprossen, von denen noch zwei am Leben sind. Jerry Carroll reichte gegen ChaS. F. Roesener eine Schadenersatzklage für $1500 ein, angebend, daß er durch des Beklagten Nachlässigkeit Verletzungen am rechten Beine erlitt. Erhalt die Wirthschastö-Licenz. Trotz der heftigsten Opposition von Eli Ritter gewährten die County.Kom missäre gestern das Gesuch deö William Carson, an Alabama und Arch Straße eine Wirthschaft führen zu dürfen. Vor einem Jahre stellte Carson das selbe Ansuchen und als die Kommissäre sein Gesuch abschlugen, rief Carson die Hülfe der Gerichte an, die' zu seinen Gunsten entschieden. Hammond, 8. Sept. Noch im letzten Augenblick schlug der 17jährigen Leona Reed das Gewissen, daß sie das tödtliche Chloroform nicht trank, fon dern die Flasche von sich warf. DaS junge Mädchen hatte während der Ferien ihrer Lehrerin eine nicht gerade allzu höfliche Ansichtspostkarte gesandt und war deshalb unwillig, zur Schule zu gehen. Sie vereinbarte mit ihrer gleichalterigen Freundin Esfie Rockhill, Selbmord zu begehen, kaufte Chloroform) gab Frl.Rockhill die Hälfte und ging dann mit mehreren Freun dinnen nach Hammond Park, um die That auszuführen. Als sie die Flasche mit dem tödtlichen Gist an die Lippen führte, schlug ihr plötzlich noch gerade rechtzeitig das Gewissen, wodurch sie vor .sicherem Tode bewahrt wurde.

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Dir Mann der Staatökneipe". Einer der originellsten süddemokratischen Politiker. Benjamin R. T i l l m a n , der südcarolinische Bundcssenator, der sich mit Stolz selbst den. Mistgabelstaatsmann" nennt, Durde zuerst im Jahre 1892 im ganzen Lande bekannt. Er war als Vorkämpfer der demokratischen Bauern, im Gegensatz zu den aristokratischen großen Pflanzern seinesStaates, Gouverneur daselbst geworden. Als solcher bewirkte er es durch seine große Thatkraft, daß die dortige Staatsgesetzgebung das vor dreizehn .Jahren in Kraft getretene Gesetz annahm, welches den gesammtcn Handel mit geistigen Getränken zur Staatssache machte und nur vom Staat betriebene Wirthschaften duldete. State Dispensaries" benannte er diese Wirthschaften mit sorgfältiger Umgehung, der Wirthshausbczeichnung Saloon" und anderer Wirthshausbcnennungen. Deutschamerikanische Leitungen jedoch Wandelten den von ihm geprägten Ausdruck in das -viel deutlichere Wort Staatskneipen" um. Selbst Tillman's entschiedenste Z5einde müssen zugeben, daß er das Gegentheil eines Heuchlers, vielmehr ein Mann von brutalster Offenheit ist. Als solcher hat er sich stets auch im Vundessxnat benommen, in welchen er beim Ablauf seiner zweimaligen Gouverneurschaft gewählt wurde und welchem er schon zum zweiten Mal, vorerst bis zum Jahre 1907. angehört. Der Gouverneur Tillman hatte mit seinem Dispens.ary Law", wie er es selbst nannte .offenbar die ehrliche Abficht, durch Umgestaltung der Wirthchasten in ?taatsanftalten die seit ahren den Sudn fr sehr behelligende rohibUlonsfrage in seinem Staate zu beseitigen. Doch nach und nach nistete sich in dieses slidcarolinische Wirthschaftswesen eine wahrhaft ungeheuerliche Corruption ein. Und so sah sich kürzlich die dortige Staatsgesetzgebung genöthigt, eine Untersuchung über diese Staatsinstitution" zu veranstalten. Dabei hat sich jetzt herausgestellt, daß zwischen den VollzugSbeamten Kieses Staatsbetriebes, den von ihnen gewählten Verwaltern der Dispensaries" und den dortigen Schnapsbrennern die allercorruptesten Beziehungen herrschen ein Sumpf von Durchstechereien und Bestechungen. So hatte es der Vater dieses Gesetze? natürlich nicht gemeint. Unmittelbar hat er gegenwärtig mit der Staatsverwaltung nichts zu thun. Aber sein Einfluß daselbst ist groß; und er sollte dahin wirken, daß sein unhaltbar gewordenes Dispensary"Gesetz durch ein verständiges Schanklicenzaesetz ersetzt wird. Aber leider ist eS wahrscheinlicher, daß nun bald Süd. Earolina mitteist eines tückischen Local Ovtion-Gesetzes die beträchtliche ahl südlicher Prohibitionsstaaten um einen vermehren wird.

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