Indiana Tribüne, Volume 29, Number 13, Indianapolis, Marion County, 7 September 1905 — Page 4
Jndtana Tribüne, 7. September 1903
Jndiana Tribüne. Hnaulgetde von der uttnbtrg Es. Indianapolis, Ind. gany O. Thndium Präfideut. QeschäftSloealt 5Zo. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 29. Kr, t red &t the Post Office ot Indianapolis aa lecond disi matter.
Englands Hand? Von Tokio kommen Nachrichten über Volksunruhen im Reiche der Chryfan temen wegen der angeblich zu müßigen Friedensbedingungen nach schwer er kauften Siegen und verbreiten die An ficht, daß Japan am Beginn einer Re volutkon steht. Obwohl es zweifellos wahr ist, daß diese Unruhen wirklich in Tokio stattgesunden haben, find dieselben doch nicht über das Maß von gewöhn lkchen aufgeregten Straßenaufläufen hinausgegangen. Wer das japanische Volksleben kennt und die Verehrung versteht, welche der Japaner seiner Re gierung und besonders dem Mikado entgegenbringt, kann kaum glauben, daß diese Unruhen auf die eigenen Jni tiatlven des Volkes zurückzuführen sind. Wohl mögen die Japaner extravagante Ideen über die zu erwartenden Vortheile, die ihnen aus den glänzenden Siegen erwachsen sollten, gehegt haben, aber selbst dann würde sich diese Unzufriedenheit nur durch ein Murren nicht aber durch offene Empörung gegen den Wjllen des Mikado geltend machen. Viel natürlicher ist die Annahme, daß englischer Einfluß im Spiel ist. der unter den niedrigen VolkZmassen -den Geist der Unzusriedenhelt erregt nn Japan ist den lieben Aliirten zu stark geworden und dasselbe versucht nun der japanischen Regierung Klötze zwischen 'die Beine zu schieben, durch innere. Unruhen. Den lVriten paßt der so schnell abgeschlossene Friede durchaus nicht in den Kram. Er ist daran gewöhnt, sich ein Prositchen vom Feind oder Verbündete. zu ergattern, wenn beide ihre Hände voll haben oder durch lange Kriegführung derartig erschöpft find, daß ein Widerstand aus geschlossenuist. Nun hat Japan aus der Höhe seiner Macht ftehmd, mit dem keineswegs besiegten Feinde Frieden geschlossen und beide Mächte find stark genug, um England'S Gelüste nach leichter Beute zurückzuweisen. WaS ist da nach allem, was man von britischer Diplomatie weiß, na türlicher , als daß England nach alt bewährter Methode, Unfrieden im Reich des Mikado durch aufreizende Agenten anzustiften versucht. Wenn England nicht zwei Nationen gegen einander Hetzen kann, um seine selbst' süchtigen Pläne zu fördern, so hetzt eS eben Volk gegen Regierung. Man dürfte wohl nicht weit vom Ziel treffen, wenn man die berichteten Unruhen in Tokio auf derartige Me thoden zurückführt. Und vielleicht ist gerade Japan dazu auSerfehen, wenn die Wahrheit an den Tag kommt, den Briten das Gefährliche derartiger Um. triebe empfindlich zu demonftriren und eine Art Weltgericht zu üben. Der Sentinel" ladet zur Debatte über den Brief eines Arbeiters ein. Der gute Mann hat darüber Gewissensskrupel, ob er, der 10 Stunden täglich arbeiten muß, als christlich denkender Mensch seine einzig freie Zeit am Sonntag dem Kirchenbesuch oder seiner Familie widmen soll. Der Sen tinel- brauchte fich nur an einen deut schen Seelsorger zu wenden, um die richtige Auskunst auf die Frage, die er selbst ehrlich zu beantworten sich scheute zu erhalten. Man würde ihm sagen, daß wenn der Fragesteller Sonntag Vormittag schlafen muß, um neue Kräfte für die Thätigkeit der Woche zu sammeln, seine Frau der Andacht beiwohnen und für die Familie beten iann. Dann am Nachmittag habe er da? sittliche Recht, mit Frau und Kindern in Gottes freier Natur fich des Lebens in froher Geselligkeit zu freuen und durch Bewunderung der Schönheiten der Schöpfung . sei nen Geist zu läutern und den Schöpfer zu preisen. Denn die christliche Aera verpönte das Menschen opfern und auf solches würde eö her auskaufen, wenn dem Menschen, den seine Pflichten die Woche über einge pfercht hatten versagt sein sollte unter grünen Bäumen und blauem Himmel seine Gesundheit zu festigen. Dr. Salmon vom AckerbauDe partement muß wegen der Fleischstem
pelDurchstechereien das Consilium ab eundi unterzeichnen, vulgo resigniren. Geschieht ihm recht, ein Salmon ge hört nicht in das Ackerbau-, sondern in das Fischzucht'Departement. Die Antwort des Präsidenten Roosevelt auf den Glückwunsch Kaiser
Wilhelm'S sollte bei gewissen englischen Zeitungen besonder? daS Gefühl der Scham erregen. ' Diese hatten die niedrigften und, wie sich jetzt herausstellt. vollständig unbegründeten Verdacht!' gungen hinsichtlich der Haltung des Kai. fers während der JriedenSderhandlun gen in Umlauf gebracht. Sie behaup teten, seine Unterredung mit dem Za ren wäre von ihm in der ausdrücklich ften Absicht, die Bemühungen Roose velt'S, den Frieden herbeizuführen, zu vereiteln, veranlaßt worden. Ueber Haupt hatte eine gewisse Klasse journa listischer Teutophoben in England den deutschen Kaiser nicht nur als ihren eigenen bösartigen Feind gemalt, son dem auch als hinterlistigen Einmenger in die rusfisch'japanischen Unterhand' lungen, seinen ganzen Einfluß in die Waagschale deS Krieges legend. Alle diese Lügen nagelt der Präsident nunmehr als gerades Gegentheil der Wahr heit offen fest. Weil er weiß, wie heimtückisch jene Lügen verbreitet wor den sind, ist er aus sich herausgegangen, um dem Kaiser gegenüber zu conftati ren - und zugleich die Welt wissen zu lassen, daß die aufrichtige Sympathie und wirksame Mitarbeit jenes Monarchen für die ganze bedeutsame Affaire von großer Wichtigkeit.gewesen ist. Das war ein ebenso edler wie zeitgemäßer Akt deö Präsidenten. Das Kabel mel det, daß dieser Akt deS Präsidenten in Berlin große Befriedigung hervorgeru fen hat. ES sagt nichts von dem Ein druck in London, aber er mß die Bu reaux der Times", des Telegraph" und der Morning Post" mit dem Ge fühle schmerzhaftester Demüthigung angefüllt haben. (New York Evening Post.") Im Kriegßdepartement hat man zu? Zeit eine Vorlage zur Erhöhung der regulären BundeSarme auf 250,000 Mann in Vorbereitung, und dieselbe soll dem Congreß in seiner nächsten Sitzung nnterbreitet werden. Gegen wärtig besteht die Armee aus ungefähr 60,000 Mann, und im Falle eines Kriege's aus 100,000. Der neue Plan involvirt die Schaffung einer regulären Reserve von ausgedienten Soldaten, welche in kürzester Frist mobil gemacht werden könnte. Der Plan umfaßt auch die Gründung einer NatioalRe ferve von 150,000 Mann, welche eben falls schnell einberufen werden könnte. Mit anderen Worten ein erstes und ein zweites Aufgebot. Die neuen Reser den zusammen mit den gegenwärtigen Streitkrästen würden ein stehendes Heer von 250,000 Mann ausmachen. Viele tonangebende Republikaner, so z. w. Repräsentant Hull von Iowa, Vorsitzer deö HauS'KomiteS für mii tärAssairen, opponiren dem Plane, trotzdem aber hegen die Befürworter desselben große Hoffnung auf feine An nähme lm Congreß. Die JingoS, deren Losung eine mächtige Flotte und eine starke Armee ist, werfen sich mit aller Macht für den, Vorschlag in die Bresche nd werden dabei namentlich von den Vertretern Jung Amerika eisrig unterstützt. Der OchS will ge sattelt sein. Und da wir einmal die Bahnen der Weltmacht.Politik betreten haben, so werden wir den mit einer solchen Politik verknüpften Bürden sicherlich nicht auf die Dauer entgehen. Schreckliches Ende. R o ck p o r t, 6. Sept. Auf schreck liche Weise kam der 68jährige Farmer Valentin Wernsch um's Leben. Die Pferde vor seinem Gespann gingen durch und man fand seine Leiche furcht bar verstümmelt spät am Abend. Die Wagenachse war durch'SBein gegangen und ftack an einem Baumstumpf fest; sein Schädel war eingedrückt, das Schlüsselbein losgerissen, die Rippen auf beiden Seiten gebrochen und Blut kam aus den Augen. Niemand hatte den Unglücksfall bemerkt. Ein Gespann der T. B. Laycock Co. brannte gestern an der Oft Washington Str. mit einent be ladenen Möbelwagen durch. Die Pferde durchbrachen die Eisenbahndarriere an der Washington und Noble Str. und schleiften dieselben etwa 50 Fuß mit sich fort,ehe man Herr über die geüngftigten Thiere werden konnte. Raucht die BONANZA,
Die Mnikcr Möwen.
??tzen, Vermel,rug und eigenartige Skah, rungösuche der Thiere. Bei dem unfern Liegnitz, PreußischSchlesien, gelegenen Dorfe Kunitz befindet sich ein nicht sehr umfangreicher See mit. einer kleinen, schilfbewachsenen Insel, die ein findiger Kopf zu einer Brutstätte von vielen tausend Möwen gemacht hat. nicht ihrer selbst wegen, sondern wegen ihrer Eier, die als Leckerbissen den Kiebitzeiern gleich geschält und hier- so reichlich geerntet werden, daß der Unternehmer bei 13,000 Mark Jahrespacht noch ein glänzendes Geschäft macht. Merkwürdigerweise hat das Sammeln der Eier die Thiere von ihrem Eiland, das allerdings außer dem Pächter Niemand betreten darf, fo daß sie -nach dem Eintritt der Schonzeit am 25. Mai ganzlich ungestört sind, keineswegs verscheucht Sie haben sich mit der Hergäbe ihrer ersten Eier vollkommen abgefunden und holen Jahr für Jahr die Einbuße so gründlich nack). daß die Vermehrung ganz gewaltig ist. Natürlich hat diese Vermehrung eine andere üble Folge: der kleine See ist nicht mehr im Stande, die Thiere allein zu ernähren, und diese suchen sich daher ihr Brot auch außerhalb des Wassers. Wer auf dem Liegniter Lahnhof b:l Tage ankommt, hat den seltsamsten Anblick. Dichte Schwärme der eleganten weißen Segler umflattern den Zug. andere schen schneeweißen Tauden gleich auf den Dächern der Schuppen, der Güterwagen, lugen mit ihren scharfen Augen nach Abfällen und schießen mit größter Zutraulichkeit aus jeden Bissen, den ihnen die Reisenden zuwerfen. Das ist aber nur ein Theil ihres Broterwerbs, gewissermaßen der sportliche Theil. Der wichtigere und auch reellere beginnt, wenn der Landmann wieder zum Pfluge greift. Negenwürmer, Engerlinge und anderes Gewürm, das sich im Schooße der Mutter Erde birgt und das die scharfe Pflugschar aufwühlt, sind gar fette Happen, die auch den Möwen trefflich munden. Und so laufen sie denn geschäftig zur Freude des Landwirthes, der sich keinen besseren Bundesgenossen wünschen kann, in den frischen Acker? furchen einher und picken und sammeln für sich und die hungrigen Kleinen, als wenn das Land und nicht das Wasser ihr Lebenselement wäre. Wäre nicht ihr graziöser Flug und ihre grcße Zahl, man würde bei flüchtiger Beobachtung verleitet sein, sie für weiße. Raben zu halten. . Neuer Gannerkniff. Der Klempner Felix Schrader in Berlin hat durch einen neuen Gaunertrick zahlreiche Geschäftsleute im Südosten der Stadt geschädigt. Schrader pflegte sich in Geschäften als Nachbar, vorzustellen, dessen Frau eine gute Kundin des betreffenden Kaufmanns sei. Ter Schwindler bat dann w'ährend der Unterhaltung, seinen Korridorschlüssel so lange in Verwahrung zu nehmen, bis seine Frau, die ausge-. gangen sei. ihn wieder abholen werde.? Nach einiger Zeit kam Schrader zurück' und bemerkte, er habe nicht genügend Geld bei sich, wolle aber nicht erst in die Wohnung zurückkehren. Er bat schließlich den Ladeninhaber um ein Darlehen, das er bei seiner Rückkehr sofort zurückzahlen werde. Da der angegebene Name thatsächlich stets der eines Nachbarn war. erhielt Schrader fast immer das gewünschte Geld. Nachher stellte sich dann jedesmal heraus, daß man einem abgefeimten Betrüger zum Opfer gefallen war. Kürzlich beging nun Schrader die Dummheit, in einem Geschäft sein Spielmanöver zum zweiten . Male zu versuchen. Dies wurde ihm zum Verderben. Ter Geschäftsinhaber, der den Nachbar" so fort wiedererkannte, ließ ihn verhaften. Verkekrögefahren. Man schreibt aus London: Der Londoner Straßenverkehr bringt es im Lauf eines Jahres auf eine Verlusiliste, die der einer ansehnlichen Schlacht gleicht. Für letztes Jahr zählte sie 155 Todte und 10.387 Verwundete. wovon 71 Todte und 3500 Verwundete Kinder waren. Eine jllngsthin vorgenommene Zählung ergab. daß Marble Voch der Platz mit dem größten Wagenverkehr ist. Hier passirten in zwölf Stunden 29,320 Wagen und in der geschäftigsten Stunde 3069; ebenso lebhast geht es beim Hydepark Corner zu. für das die entsprechenden Zahlen 29.286 und 2902 betrugen. Andere verkehrsreiche Plätze sind Charing Croß (27,763 und 2642), Piccadilly Circus (27.050 und 2670), Bank (27,523 und 2699). Die Verlustliste der englischen Eisenbahnen betrug für letztes Jahr 1073 Todte und 6889 Verwundete, wobei aber auf Zugunfälle (Zusammenstöße, Entglei' sungen) nur 14 Todte und 661 Verwundete kamen. Das Verhältniß der in Zugunfällen getödteten und verwundeten Passagiere zu den beförderten Passagieren war wie 1 : 199.753.000 und wie 1 : 2.244,472. R i e s e n f o r e l l e. Unlängst fing der Eigenthümer des Plansees und des Etablissements Planseehotel, Forelle" in Plansee, Nordtirol, eine Forelle im Gewichte von 36 Psund. Sie bildet die Zierde seines Fisckbassins im Planseehotel. Voriges Jahr um die gleiche Zeit fing ein Gast des Planseehotels eine Forelle mit neun Pfund an der Schleppangel.
ü'orn Tode des rtrinrens gerettet wutde der Hosschauspieler F!scher aus Dresden, der in Kämpen auf der Insel Sylt zur Kur weiit. Es herrschte um die Mittagszeit ein lebhafter Ebbestrom, der das Wasser' rapid vom Strand in die See zurückzog. Fischer hatte gebadet und war, trotzdem er Schwimmer ist, in die Strömung gezogen worden. Er kämpfte zwar verzweifelt mit denWellen dem Strande zu; jedoch die vom Lande abführende Strömung war stärker, und so kam er immer weiter vom Lande ab. Der Bademeister Jahns, der dem Gesährdeten auf seine Hilferufe nachgegangen war, gerieth in dieselbe Strömung und kam ebenfalls in Lebensgefahr. Der Badegast Landrichter Dr. Popert aus Hamburg schwamm den beiden nach; nach längeren Bemühun gen gelang es diesem, den Strand wieder zu gewinnen. Im letzten Moment war der in einiger Entfernung von der Badestelle befindliche Schriftsteller Pfund aus Berlin auf den Vorgang aufmerksam geworden. Er kam herbeigelaufen und entledigte sich sofort am Strande seiner Kleidung. Herzzerreißend war eS zu sehen, wie der etwa zwölfjährige Sohn des im Wasser mit dem Tode kämpsenden Künstlers Herrn Psund um den Hals fiel und immerfort nur schrie: Retten Sie meinen Vater! Netten Sie meinen Vater!" Herr Pfund ging darauf mit einer langen Stange ins Wasser, und es gelang ihm. sich schwiminend dem in Gefahr Befindlichen zu nähern. Er reichte Herrn Fischer, der bereits viel Wasser geschluckt hatte und sich nur noch mühsam über Wasser hielt, das eine Ende der Stange zu an das dieser sich klammerte, während Herr Pfund dem Lande zuschwamm, die Stange hinter sich herziehend. Inzwischen war es dem Bademeister gelungen. sich den beiden wieder zu näHern. Auch Herr Landrichter Popert war nochmals ins Wasser gegangen, und es glückte ihm. dem Gefährdeten einen Nettungsgürtel überzuwerfen. So gelang denn schließlich den gemeinsamen Bemühungen der drei die Lebensrettung, die um so schwieriger und gefährlicher war. als nicht nur starker Ebbestrom herrschte, sondern auch boher Wellengang die betheiligten Personen unaufhörlich mit Wassermassen überschüttete und die ganze Szene in nächster Nähe der steinernen Buhne stattfand, die den Rettern durch die Möglichkeit, dagegen geschleudert zu werden, gefährlich war. Für den bei dem Rettungswerk wacker betheiligten Bademeister Jahns wurde übrigens im Kurhause gleich eine Sammlung veranstaltet, die über 150 Mark ergab. Ter Papst und das italienische Ge richt. . Im Jahre 1901 starb in Rom Frau -Artemisia Ottalavi und l.nterließ ihr Haus dem Papst, der damals Lec XIII. war. Leo XIII. aber dacht weder daran, davon Besitz zu nehmen, noch darauf zu verzichten; erst Plus X. erfüllte alle gerichtlichen Schritte, um in den Besitz des Erbes zu treten. Gegen das Testament der Frau hatten aber auch inzwischen die natürlichen Erben Protest eingelegt und dessen Nichtigkeitserklärung verlangt, da el zu Gunsten eines nicht als juristischk Person anerkannten und auf keinen Fall als autorisirten Theiles, nämlick des päpstlichen Stuhles, erlassen sei! Die größte Schwierigkeit für die Einleitung der Sache bestand aber in de: Zustellung der Vorladung, weil Kardinal Merry del Val als Vertreter bei päpstlichen Verwaltung im Vatikar wohnt, den zu betreten das Garantie gesetz italienischen Gerichtsdienern verbietet. Mit der schwierigen Zustcllung der Vorladung wurde trotzdeni der Gerichtsdiener Agamemnon Man-, cini beauftragt. Der brave 2lgamemnon versuchte nun zwei Monate lang, dem Kardinal-Staatssekretär beizukommen, aber immer vergeblich. Dc hörte er. daß der Kardinal in - eine, Kirche in Rom die Messe feiern werde. Das ist ja eine vortreffliche Gelegenheit. dachte Agamemnon, bestellte zwei Zeugen und fuhr in einer Droschlk der Equipage des Kardinals nach, wohnte mit großer Frömmigkeit dei Messe bei und präsentirte- sich. dem Kirchenfürsien. als dieser in Vegleitung seines Sekretärs und einiger Prälaten die Kirche wieder verließ. Eminenz", sagte er zum Krdinal, ich habe Ihnen eine Vorladung zuzustellen!" Ich kann sie nicht annehmen", antwortete der Kardinal. Das macht nichts", antwortete der gewissenhafte Beamte, dann werde ich in den Akten selbst Protokolliren, daß Euer Eminenz in Gegenwart zweier Zeugen sich weigerten, die Vorladung anzunehmen." Da nahm der Kardi-
nal das Dokument und reichte es seinem Sekretär. Man ist gespannt, ob die italienischen Behörden für die Annahme der Erbschaft die königliche Autorisation für nothwendig halten werden und ob Plus X. bereit sein würde, die Regierung hierum zu ersuchen. Auf der Internationa lcn Auöswttung zu Lüttich ist die Prämiirung der Abtheilung für schöne Künste erfolgt. Es wurden verliefen nach Dentschlaud drei goldene Mc daillen, nämlich an die Herren: Pro scssor Karl Marx (München), ftrifc Bürger, Karl Langhammer'Bcrlin: und vier silberne Medaillen an die Herren: Olaf .Jernburg, F. Kall morgen. Karl Kappstein und Momme Nissen.
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