Indiana Tribüne, Volume 29, Number 12, Indianapolis, Marion County, 6 September 1905 — Page 6

Jndiana Tribüne, 6. September 1903

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Europaische Nachrichten. MUrtternöerg. - S u t t g a r t. Dieser Tage beging die hiesig? älteste Einwohnerin, Frau Charlotte Wechßler, geb. Breitschwerdt, Wittwe des Begründers der Württ. Feuerversicherungsgesells chaft, ihr 102. Lebensjahr. Die greise Darne, die bei ihrer Tochter, Frau Oberst v. Faber du Faur, lebt, erfuhr wieder zahlreiche Ehrungen aus Verwandtenund Freundeskreisen. Die Evangelische Gesellschaft feierte ihr 75jähriges Jubiläum. Im Alter von. 77 Jahren ist hier Stadtpfarrer a. D. Professor Dr. Ernil Rückgabe? gestorben. B i b e r a ch. Der Oberschwabisch: Schützenbund feierte auf. der hiesigen Schießstätte sein v(jähriges Jubiläum durch ein Preisschicßcn. G m ü n d. Letztens fiel das dreijährige Töchterchen des Friseurs Burkhardt von der Plattform des Hauses und war sofort todt. H e i l b r 0 n n. Unlängst wurde der verheirathete Metzgermeister Adolf Burger von hier. Vater von drei kleinen Kindern, in der Näh?, von Löwenstein erschossen aufgefunden. Schwermuth und mißliche Vermögensverhältnisse scheinen die Veranlassung zu dem unzweifelhaft vorliegenden Selbstmord gewesen zu sein. N ü ? t i n g e n. Die erst kurze Zeit verheirathete, 31 Jahre alte Frau Biesinger von hier kam bei unbefugtem Ueberschreiten der hiesigen Geleisanlagen unter zwei in voller Fahrt durchfahrende Maschinen. Sie wurde etwa 50 Meter, bis zu einer Weiche, geschleift, blieb an letzterer hängen und wurde dann in zwei Theile geschnitten Das Bahnpersonal ist schuldlos. N 0 t t w e i l. Vor Kurzem wurde der dem Arbeiter Sauer gehörige Theil eines Doppelwohnhauses durch Feuer zerstört. Von dem Mobiliar, das nur ungenügend versichert sein soll, konn-. ten nur die Betten gerettet werden. Sulz. Der im 66. Lebensjahre stehende Gemeinderath Lehmann hier, an dem schon längere Zeit Spuren von Schwermuth bemerkt wurden, erhängte sich in seiner Wohnung. Hlheinpfakz. Speyen. In seiner Wohnung erhängte sich der 46 Jahre alte Schlosser Franz Fuhr. Infolge Trunkenheit lebte er mit seiner Familie in jahrelangem Unfrieden. Sein: Frau, eine der ersten Kleidermacherinnen in hiesiger Stadt, verließ kürzlich ihren Mann und begab sich nach München. Neben der Frau hinterläßt Fuhr zwei Kinder. Burgalben. Kürzlich brannte die zur Gemeinde gehörige Burgalber Mühle von Adolf Munzinger. Die Feuerwehr war alsbald zur Stelle, mußte sich aber mit der Beschränkung des Feuers auf seinen Herd begnügen, denn bei ihrer Ankunft brannten das Wohnhaus, die Mahlmühle, die Räume, in welchen früher die sogenannte Hanfreibe nebst Oelmühle untergebracht war, sowie der Wasserbau. Mit Mühe und Noth konnten die Bewohner das nackte Leben retten. Deidesheim. Josef Gießen, Rentner, und dessen Ehefrau feierten im Familienkreise das Fest ihrer goldenen Hochzeit. - Feilbingert. Der Tagner Friedrich Becker von hier hat seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Glan -Münchweiler. Letztens durchzog ein heftiges Gewitter unsere Gegend. Es brachte uns inen durchdringenden Regen, hat aber auch an manchen Orten, wie Haschbach und Quirnbach, großen Schaden in Feld und Gärten angerichtet. Der Blitz erschlug in Rehweiler den 22jährigen Ackerer Karl Strauß, welche? im Stalle beschäftigt war. Kaiserslautern. Ein mysieriöser Fall spielte sich im Hause Barbarossastraße No. 71 ab. Die dortselbst foi ihren Eltern wohnhaftePauline Kunz. geschiedene Ehefrau des Schlossers Albert sCempf, wurde angeblich im Bette liegend, von einem unbekannten Thäter in den Leib gestochen. Dieser floh nach vollbrachter That durch das geöffnete Fenster, den Hut tief in's Gesicht gedrückt und ohne Fußbekleidung. .Sofortige Nachforschungen hatten keinen Erfolg. Die Verletzung dürfte nicht ledensgesäyrlich sein. Ludwigshafen. Beim Filtriren einer stark ätzenden Flüssigkeit explodirte in der Badischen Anilinund Sodafabrik ein Gefäß und die Flüssigkeit ergoß sich über den 20jährigen Heinrich Brunn aus Friesenheim und den 16jährigen Wilhelm Schrauder aus Oppau. Ersterer wurde nur leicht verletzt, während letzterer im städtischen Krankenhaus Aufnähme suchen mußte. S t e l 3 e n b e r g. Auf der Orisstraße hier entstand unter jungen Leuten Streit, wobei Karl Konrad von dem 18jährigen Fabrikarbeiter Rudolf Seel von hier mit einem Messer lebensgefährlich verletzt wurde. ßrsaß'Lsthringen. S t r a ß b u r g. Der ordentliche Professor der Musikwissenschaft an der hiesigen Universität, Dr. G. Jacobsthal, trat kürzlich in den Ruhestand. Prof. Jacobsthal steht im Alter von 60 Jahren. DüppZgheim. In der Nähe

von hier tödtete ein Blitzschlag den Ackerer Guchi sowie den 13jährigen Knaben Guth, die sich in einem Wagen befanden. Die Frau Guchi's, die gleichfalls im Wagen saß, blieb unverletzt. Er st ein. Letztens überfuhr.ein von Basel kommender D-Zua zwischen hier und Limersheim einen Wagen, in dem sich der hiesige Ackerer Andreas, dessen Frau und der Dienstknecht Kehrmann befanden. Frau Andreas blieb sofort todt, . ihr Mann wurde schwer verletzt. Kehrmann erlitt gleichfalls eine schwere Verletzung, der er im Straßburger Bürgerhospital erlag. S i l l e g n y. Hier wurden am 21. Mai sechs Mädchen im Alter von 6 und 7 Jahren auf dem Heimwege von der Schule durch die einstürzende Wand eines baufälligen Hauses getödtet. Das Haus war Eigenthum der greisen Wittwe Jean und ihrer Söhne, des Pfarrers I. in Dürkastel und des Schuhmachers I. in Lorry-Mardigny. Es befand sich lange vor dem Unfall in gefahrdrohendem Zustand, und die Eigenthllmerin war bereits vor etwa 15 Jahren zur Beseitigung dieser Gefahr von der Behörde aufgefordert worden, ohne daß sie jedoch die erforderlichen Schritte unternommen hätte.Auf die vom Vater eines der getödteten Mädchen eingeleiteten civilrechtlichen Klage gegen die drei Eigenthümer des Hauses und den Bürgermeister wurden jene jetzt als Gesammtschuldner zur Zahlung von 800 Mark derurtheilt. Z!7cc5i5cttburg. Brunshaupten. Letztens sank hier ein etwa 20 Jahre alter Badegast, Paul Köppe aus Zeitz, beim Baden unter. Den anderen Badenden gelang es, den scheinbar Todten auf's Trockene zu bringen. Die sofort vorgenommenen Wiederbelebungsversuche hatten auch anfangs Erfolg, doch verstarb der Verunglückte bald darauf an Herzschwäche. E l m e n h 0 r st. Hier ist nach langer Krankheit der Lehrer und Organist Prange gestorben. Der Dahingeschiedene hat 186778 das Seminar zu Lübthen besucht und ist seit dem Abgang vom Seminar hier thätig gewesen. Der Verstorbene genoß in seiner Gemeinde und der Umgegend große Liebe und Aöung. G ü st r 0 w. Der Hoflieferant Kaufmann Karl Grotenfeld wurde aus Anlaß seines 25jährigen Geschäftsjubiläums vom Großherzog zum Kommissionsrath ernannt. Lauge. Der Sanitätsrath Dr. Otto Meltzer beging sein 25jähriges Jubiläum als praktischer Arzt hierselbst. Vom Magistrat und Bürgerausschuß wurde der Jubilar zum Ehrenbürger hiesiger Stadt ernannt. . N e u st r e l i tz. Oberstleutnant , a. D. v. Stenglin aus Schwerin hat sich hier in der Wohnung seines Sohnes erschossen, v. Stenglin war hier wegen fahrlässiger Tödtung vor die Schranken der Strafkammer des hiesigen Landgerichts geladen. Er hatte auf einer Treibjagd den als Treiber thätigen Arbeiter Möller durch einen Schuß in den Oberschenkel schwer verwundet und Möller ist an den Folgen der Verletzung nach längerem Krankenlager verstorben. R 0 st 0 ck. Vor einiger Zeit spielte hier an der Warnow am KabutzenHof" der siebenjährige Knabe Willy Schröder, der einzige Sohn eines am Patriotischen Wege wohnenden Arbeiters. Er versuchte, Stichlinge mit der Hand zu greifen, verlor jedoch dabei das Gleichgewicht und, stürzte köpfüber in's Wasser. ' Unglücklicherweise blieb er mit einem Fuße am Ufer hängen und mußte so, da Hilfe nicht zur Stelle war, ertrinken. Z i ck h u s e n. Vor kurzem feierte das Rentner Gundlach'sche Ehepaar das Fest der goldenen Hochzeit. Hköcnburg. Oldenburg. Vor Kurzem ist die Schriftstellerin Theodore Zedelius, bekannt unter dem Namen Th.Justus. als Verfasserin vieler Geschichten vom Lande an der Weser und Nordseeküste, im 71. Lebensjahre gestorben. Der frühere Geschäftsführer Philipp Jmmick aus Eichel bei Gelsenkirchen, der am 12. Januar 1904 die hiesige Gastwirthswittwe Meller und deren Tochter ermordet und beraubt und ihr Haus danach in Brand gesteckt hatte, wurde zweimal zu lebenslänglichem Zuchthaus, außerdem zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt. Augustfehn. Kürzlich ereignete sich hier ein recht betrübenderUnglücksfall, der leider wieder einmal auf das Conto des Branntweinteufels zu setzen ist. Für eine halbe Kanne Schnaps unterfing sich der Torfarbeiter Spanke, den Canal in der Gegend desBahnHofs, wo er besonders tief ist, zu durchschwimmen. In Gegenwart einiger Arbcitscolleßen sollte die Prozedur vor sich gehen, auch die Frau des Arbeiters war in der Nähe. Spanke sank jedoch plötzlich unter und konnte nur als Leiche aus dem Wasser gezogen werden. Schweiburg. Seinen Tod durch Ertrinken gefunden hat der Arbeiter Nickels. Der Verunglückte scheint in der Trunkenheit vom Wege abgekommen und in die Rönnel gerathen zu sein, wo er dann ertrunken ist. V a r e l. Ein langjähriges Mitglied der Landessynode, Gerhard AhlhornJade, hat in großer Rüstigkeit seinen 90. Geburtstag gefeiert. Oberkirchen-

rath, Landessynode und Generalpredigerverein haben ihm ihre Glückwünsche dargebracht. Westerstede. Ein sckrecklickes

Unglück, welches einen tödtlichen Ausgang yatte, ereignete sich unweit der Haltestelle SLdholt. Dort passirte der Landmann Friedrich Tbve aus Torsholt den Bahndamm, als plötzlich der fällige Zug von Ocholt dahergefahren kam. Obwohl rechtzeitig Warnungssignale gegeben und gebraucht wurden, konnte der Zug nicht früh genug zum Stillstand gebracht werden. Thye, der wahrscheinlich die Warnungssignale unbeachtet ließ, wurde von der Maschine erfaßt und dermaßen zur Seite geschleudert, daß nach kurzer Zeit der Tod eintrat. Waden. Karlsruhe. Dem Privatdozenten für technische Mechanik nebst Festigkeitslehre und Hydraulik an der hiesigen Technischen Hochschule Joh. Kriemler ist der Titel außerordentlicher Professor" verliehen worden. Postbaurath a. D. Ludwig Arnold, in weiten Kreisen aus seiner Dienstzeit her bekannt, ist, 79 Jahre alt, nach kurzer Krankheit, gestorben. Sein jüngere: Sohn ist der Bezirksamtmann Gustav Arnold in Wertheim am Main. Dossenheim. Das 1 Jahr alte Kind des Zimmermannes Joseph Nahm fiel in einen Kübel heißen Wassers und verbrühte sich derart, daß es an den Folgen in der Luisenheilanstalt Heidelberg, wohin man es verbracht hatte, gestorben ist. E b e r b a ch. Letztens ertrank beim Baden im freien Neckar der 11 Jahre alte K. Dieffenbach von hier. Hockenheim. Ertrunken ist in einem Brunnenschacht im Garten des Gemeinderaths Auer dessen zwei Iahre alter Enkel Otto Auer. Hohenwettersbach. Erhängt hat sich im Ortsarrest der Johann Dientz von Ellmendingen. Er war wegen Verdachts des Diebstahls hier untergebracht worden. Konstanz. Letztens stürzte im Seitenbau des Hauses Gebhardstraße No. 25 die 54jährige Frau Paul eine Treppe hinunter und starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben.. r2)er Gatte und 3 Kinder trauern an ihrer Bahre. Mannheim. Auf einem Bauplatz in der Nähe der Augusta-Anlage grub sich der 13 Jahre alte Volksschüler Johann Mörsinger eine vier Meter lange Höhle, in der er spielte. Die Höhle brach zusammen und verschüttete den Knaben. Die Leiche wurde von seinen ihn suchenden Eltern gefunden und ausgegraben. Michelbach. Hier erhängte sich die 66 Jahre alte Wittwe Genovefa Rieger im Zustand geistiger Umnachtung. Peter zell. Niedergebrannt ist das isolirt stehende, mit Schindeln bedeckte Anwesen des Mechanikers Schneider hier. Der Schaden beträgt etwa 11,000 Mark und ist durch Versicherung gedeckt. Die EntstehungsUrsache ist unbekannt. Riedern. Hier brannte der Schildbauernhof, dem Landwirth Josef Bürger gehörig, vollständig nieder. DerBeschädigte ist versichert. Eine Panik verursachte unlängst ein Blitzstrahl in der Irrenanstatt von Dr. Barnes in Stamford, 'Conn., die plötzlich durch eiien äußerst grellen Blitzstrahl hell erleuchtet wurde. Die Aufregung unter den geisteskranken Patienten der Anstalt wuchs nochmals plötzlich sämmtliche Lichter in dem Gebäude erloschen und eine absolute Dunkelheit herrschte. Wärter, mit Lampen und Kerzen ausgerüstet, machten die Runde durch die verschiedenen Krankenzimmer, um die aufgeregten Gemüther zu beruhigen, was ihnen schließlich auch mit viel Mühe gelang. Der Blitzstrahl fuhr dann entlang einem Drahtzaun nach dem Stall von Dr. Barnes, wo er dessen Pferd am Kopf traf, und es theilweise lähmte. Vom Stall aus wandte sich der Blitz nach dem PrivatHaus von Dr. Barnes, wobei der DoZtor und drei Freunde mit knapper Noth einem sicheren Tod entgingen. Die vier Männer erhielten einen so starken Schlag, daß sie betäubt zu Boden fielen. Einen Selbstmord seltener Art, nämlich durch Verschlucken von zwei Unzen Vitriol, beging in Baltimore der demokratische Politiker Mike Fadgen. Er war seit mehreren Monaten kränklich und in der letzten Zeit sehr niedergeschlagen. Um welche Zeit Fadgen, welcher 54 Jahre alt war, die ätzende Flüssigkeit genommen, konnte nicht festgestellt werden. Einer seiner Söhne hörte ihn um zwei Uhr Nachts stöhnen und holte einen Arzt herbei, dem aber Fadgen nur klagte, er habe Verdauungsbeschtverden. Der Arzt verschrieb eine Medizin, die der Kranke einnahm. Zwischen fünf und sechs Uhr Morgens wurden die Schmerzen des Mannes aber so heftig, daß er seinen Sohn beauftragte, den Arzt wieder zu rufen und ihm zu sagen, er solle die Magenpumpe mitbringen, da er Vitriol verschluckt habe. Es war jedoch bereits zu spät, um sechs Uhr starb er. Er' hatte die Flasche mit dem Vitriol im Zimme.r eines seiner Söhne gefunden, der chemische Experimente machte. j

Dcrvcltscrnc entrückt. Telegraphische Verbindung JölaudA Nil Suropa geplant. Ein Ereizniß von kulturgeschicht sicher Bedeutung war es für die Be wohner der Insel Island, als dies Tage zwei Marconi-Telegramme du ersten Telegramme, die jemals auf de: Insel empfangen wurden in dei Hauptstadt Reykjavik anlangten. Tel Plan, Island mit Europa telegraphisch zu verbinden, ist alt, da man auf der Insel sowohl wie im Mutter lande Dänemark den großen Mangel einer solchen Verbindung empsand. El lag etwas fast Komisches darin, in dei Zrit der ElcZtrizität auch die nichtig' sten Nachrichten von Island, eine: hochkultivirten Insel mit immerhin etwa 80,0C0 rührigen Bewohnern, aus Schreibeöriefen zu erfahren, die Wochen gebrauchen, um mit einem Schifj die dänische Haup:stadt zu erreichen. Ti: KaSellegung unterblieb' bisher lediglich auf Grund der sehr bedeutenden Kosten, und nachdem andere europäische Länder eine Betheiligung abgelehnt hatten; außer Dänemark war nur Schweden bereit, beizusteuern. Endlich aber ordneten Dänemark unt Island die Angelegenheit allein und schlössen mit der Großen Nordischem TelegraphengeseLschaft" in Kopen Hagen einen Vertrag ab über die Lezunz eines Kabels zwischen den Shetlandsinseln über die Färöer und Jsland, doch ist die Ausführung des Kontraktes infolge der Opposition der Insulaner zur Zeit noch zweifelhaft, da seitens der Bevölkerung die Errichtung einer billigeren funkentelegraphischen Verbindung gewünscht wird. Diese Gelegenheit benutzte Marconi. um die Vorzüge seines Systems zu demonstriren, zumal da die Anhänger des Kabelplanes den Funkentelegraphen durch die Behauptung seiner Unfähigkeit für längere Strecken in Mißkredit zu bringen suchten. Auf eigene Kosten errichtete die Marconi-Gesell-schaft in Reykjavik eine Empfangsstation und begann mit dem Eingangs erwähnten Erfolg zu erperimentiren. Tckornstcin vom Blitz gespalten. Bei einem Gewitter in New Dork wurde ein 315 Fuß hoher Schornstein der New gz?k Steam Heating Company. einer der höchsten Schornsteine der Stadt, vom Blitz getroffen unö auf einer Seite auf etwa ein Drittel seiner Länge gespalten und etwa 50 Fuß an einer anderen Seite. Ter obere 2heil des Schornsteins wurde vollständig demolirt und der Schornstein muß auf über 100 Fuß neu gebaut werden. Unmittelbar nach dem Einschlagen des Blitzes stieg eine mächtige Rauchsäule von der Spitze des Schornsteins auf, trotzdem der Schornstein, der vollständig neu ist, noch nicht benutzt und noch nicht mit den Kesseln verbunden war. Zwei massive Stahlthüren am Fußende des Schornsteins, die mit starken Stahlstangen befestigt waren, wurden aufgesprengt. Das Einschlagen des Blitzes war von einem Donnerschlag begleitet, der klang, als wenn ein Dutzend Geschütze auf einmal abgefeuert würden. Steine von dem Schornstein flogen nach allen Richtungen umher, und unter den in der nächsten Nachbarschaft wohnenden FamiIren brach eine Panik aus, besonders da befürchtet wurde, daß der Schornstein vollständig einstürzen würde. Viele Familien machten sich trotz des strömenden Regens daran, ihren Hausrath auf die Straße zu schaffen, und selbst nachdem der Sturm nachgelassen hatte, hielten Nachbarn ängstlichen Lugaus nach dem Schornstein, der nach ihrer Befürchtung jeden Augenblick einstürzen konnte. De? Schornstein wurde im letzten Frühjahr zum Kostenpunkt von $24,0CK) gebaut, an Stelle eines eisernen Nauchfangs. der dem Neubau der Vlackwells Island-. Brücke weichen mußte. Kuckuckseier. Daß der Kuckuck seine Eier mit Vorliebe in die Nester kleinerer Vögel legt und von diesen das unbequeme Brutgeschäft besorgen läßt, ist eine bekannte Thatsache. Das Sonderbarste aber dabei ist, wie Bergmann in einem Aufsatz Hauswirth und Miether im Thierreich" mittheilt, daß die Eier der Farbe des übrigen Geleges meist angepaßt sind, so daß also das Kuckucksei 'in einem Nest mit braunen Eiern braun, in einem Nest mit blauen Eicrn blau und in einem mit gesprcnkelten Eiern gesprenkelt ist. Das Kukkucksweibchen sucht immer nur die Nester einer ganz bestimmten Singvogelart heim. Kein Wunder, daß dann die Pflegemutter das eingeschmuggelte Ei für ihr eigenes nimmt, bis der ausgebrochene Kuckuck als gefräßiger Ein Miethling den Wahn gründlich zerstört. T ö d t l i ch e r Schreck. An den Folgen . eines erlittenen Schrecks starb die 17 Jahre alte Lizzie Schultz in Hasbrook Heights, N. I. Fräulein Schultz begleitete eine Frau nach der Office eines Arztes. Kurz bevor sie die Office erreicht hatten, sprang ein großer Hund auf einen Zaun und begann furchtbar zu bellen. Frl. Schul wurde dadurch so erschreZt, daß sie zu wanken begann. Der Arzt gab ihr Stärkungsmittel, und sie erholte sich so weit, daß sie nach Hause zu gehen im Stande war. Dort bekam sie einen neuen Schwächeanfall; im Laufe der Nacht wurde das Herz immer schwä cher, und dann trat der Tsö-ein.

Vom Jlllande. Einenschwunghaften Han del mit seidenen Pajamas. Shawls, Taschentüchern, Tabak und Cigaret ten entdeckten die Zollbeamten auf dem Dampfer Minnesota", der vor Kur zem, von China und Japan kommend, im Hafen von Seattle, Wash., einlief. Die chinesische Schiffsbemannung verkaufte diese Sachen in großen Mengen denen, die das Schiff besichtigten und damit zu Schmugglern wurden. Die Zollbehörde zog den ganzen vorgcfun denen Vorrath ein und behielt ihn solange in Gewahrsam, bis das Schiff seine Reise nach dem fernen Osten antrat. Der älteste Einwohne: von Waukesha, Wis., ist kürzlich ge storben während er beim Mittagsmahl saß. Ein Bissen blieb ihm im Halse stecken und seine Muskeln waren zu schwach, denselben zu entfernen. Herr Munroe wurde am 6. November 1813 in Bristol, R. I., geboren, kam während desVürgerkrieges nach Waukesha, um die Aufsicht über die Schuhmacherabtheilung der Staats-Jndustrieschule zu übernehmen. Am 17. März 1904 feierte er mit seiner Frau die 64. Wiederkehr ihres Hochzeitstages; ungefähr einen Monat später starb Frau Munroe infolge eines Falles. In der kleinen Ortschaft Rising Sun, unweit von Des Moines, Ja., legte vor mehr als sechs Jahren James Tyler einen alten Revolver in eine Dachkammer, ohne daran zu denken, daß derselbe noch geladen sei, und zuletzt vergaß er überhaupt die alte Waffe. Als sich neulich Abends die Familie zum Abendessen niedersetzen wollte, fiel plötzlich oben ein Schuß und als man hineilte, lag der vierjährige James im Sterben; der ein Jahr ältere Bruder hatte den Revolver gefunden und auf sein Brüderchen abgefeuert. Der unglückliche Vater konnte sich nicht darüber trösten, daß er selbst bor der Geburt seines Kindes dieWaffe geladen hatte, die demselben den Tod bringen sollte. Kürzlich befand sich im New Forler Deutschen Emigrantenhaus Adolf Kratzenberg aus Sondheim in der Provinz Hessen-Nassau, welcher nach einmonatlichem Aufenthalt in Amerika am 10. August auf dem Dampfer Bremen" die Rückreise antrat. Herr Kratzenberg kam am 2. Juni auf dem Dampfer Blücher" in New Fork an, reiste nach Cincinnati, wo er eine Stelle erhielt. Vor zwei Wochen verheirathete er sich mit einer jungen Deutschen, welche vor ihm mit ihren Angehörigen in Amerika eingetroffen war. Vor einigen Tagen erhielt Herr Kratzenberg die Einberufung zu den Kaisermanöver zugeschickt, unddarum trat er die Rückreise an. Seine junge Frau bleibt bis zu seine? Rückkehr bei Verwandten in New Jork. Weil er dem unrichtigen Kaiser abgeschworen, reichte im New Jorker Countygericht Anton Aleskandronycz, ein Gesuch um Berichtigung seines ersten Papieres" ein. In diesem Schriftstücke steht, Aleskandrowicz sei ein Unterthan des deutschen Kaisers, dem er abschwöre. Nun war der Mann aber russischer Unterthan und er wurde auf den Irrthum aufmerksam gemacht durch ein ähnliches Gesuch, das kürzlich ein Anwalt für einen Oesterreicher erledigte, dem dasselbe Mißgeschick zugestoßen war. Aleskandrowicz machte dieselben Gründe geltend, nämlich daß er seiner Zeit nicht verstanden habe, um was es stch Handle, und der Clerk des Countygerichts ohne Wei:es angenommen hatte, der Mann sei deutscher Unterthan. Das Gericht hat das Gesuch bewilligt. JmScylaseersttckttlr Franr Steinhardt, ein m der Nähe von Sheboygan, Wis., wohnender junger Farmer. Er hatte sich auf einen Heuhaufen schlafen gelegt und rollte im Schlafe so herum, daß er mit dem Geficht unten lag. Als man ihn fand, war er schon mehrere Stunden todt. Man nimmt daher an, daß er erstickte. Ungewöhnliche Kapriolen machte ein Blitzstrahl bei einem Gewitter in Bullskin Township, Pa. Der Blitz schlug in einen Drahtzaun auf der Farm von Roy Britt, lief den Zaun entlang bis zu einem Baum und sprang von dort in den Keller des Hauses über, in dem Britt sich befand. Britt wurde bewußtlos niedergestreckt, sein rechter Schuh wurde ihm abgerissen, die Schnur am linken Schuh zerschnitten und die Schnürösen herausgerissen. Das linke Hosenbein wurde ihm bis zum Knie aufgeschlitzt und beide Beide verlenat. Bedeutend gebessert Kastellan: Das Schloß war früher ein berüchtigtes Raubnest, in welchem den Reisenden alles genommen wurde, was sie besaßen Jetzt wird hier bloß noch Trinkgeld genommen." Rührendes Wiedersehen. Sie sind ja so freudig erregt!" Ach. ich hab' heute ein, rührendes Wiedersehen gehabt!... In einem Räuber, der mich ausplünderte, erkannte ich einen alten Schulfreund, den ich bereits zu den Todten gerechnet hatte!" Boshaft. Sagen Sie 'mal, Herr Mayer, wo haben Sie denn Ihre Frau kennen gelernt?" Ach Gott,

Freunder!, oas war deim.PtlzlinFsuchen!" Hab' mir'ö doch gleich gedacki. wie Sie aestern den Kellner mit der Schwammerlsaure zum Teufel g'jagt haben!"