Indiana Tribüne, Volume 29, Number 11, Indianapolis, Marion County, 5 September 1905 — Page 6
Indiana Tribüne, S September 15)03.
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Europäische Nachrichten.
Vheinprovinz. Köln. Der portugiesische dort sul Hugo Roeder und Gemahlin haben aus Anlaß ihrer goldenen Hochzeit dem diesigen Heilstättenverein für die Lungenkrankenh?ilstätte Auguste-Vik toria-Stistung in öiosbach 20,000 Mars, dem hiesigen Wohlthätigkeitsverein Meisterschaft und dem Woch-nerinnen-Asyl je 1000 Mark und dem Elisabethverein in Maria-Liskirchen 300 Mark überwiesen. Ebenso wurden die älteren Angestellten und die Arbeiter des Hauses I. A. Roeder und oas Dienstpersonal mit werthvollen Andenken oder Geldgeschenken bedacht. Aachen. Der Geh. Sarntatsrath Dr. G. Mayer, der sich große Verdienst? um die Bäderkunde erworben hat, ist, 80 Jahre alt, gestorben. Bonn. Theodor Mommsens Blblicthek ist nunmehr in ihrerGesammt heit für die Bibliothek der hiesigen Universität erworben worden. Dusseldorf. Der hiesige Land schaftsmaler Ludwig Neuhoff starb hier, erst 35 Jahre alt, an den Folgen einer Operation. Essen. Unlängst erstach im oe nachbarten Rüttenscheid der Bergmann Nockmann den Bergmann Dreier und verletzte mehrere andere Personen schwer. Der Thäter wurde verhaftet. Gerresheim. Hinter der Dammer Mühle ertrank beim Baden der Kolonialwaarenhändler Wilhelm Peschges. M a r x l o h. Auf Schacht II der Gewerkschaft Deutscher Kaiser verunglückte der Schachtaufseher Hartmann, indem er im Schacht zwischen Koro und Zimmerung gerieth und ihm der Kopf total zerquetscht wurde. Der Tod trat sofort em. O r s o y. Der 17jährige Sohn des Hauptlehrers Köhler aus Radevormwald. welcher die rnenae Vravaranden . ' . y . r cvule wußte, m beim zaven im ' V . f, ff tUhai t tint nl!.?AhA,.irt lcrll n Ullltt iti um uusivuijijvkiv wtiuv rnfen unh trkrwv.ttv.. v v S t y r u m. Als der hier wohn hafte Bergmann Iansen vom DreiI r (Ts ! C"Aifiitf aiiS Ytnrt iuiuua luwuiiu. uu uu, Haufe geheir wollte, wurde ervon meh-rr-n WrntfftnTdn ritsf Wv.nB. vv. ,lUv...... . ..v. , und durch mehrere Messerstiche in beide v.s fix.t..? rk.. feria IVCUCll UC JlUiftl UlUtl VUlltJU Bluttriefend suchte Iansen seine in der Josef-Straße gelegene Wohnung zu erreichen; kurz vor derselben brach er jedoch kraftlos zusammen. W a n I o. rnr vollendete d:e Wittwe Johann Schotten ihr hundert stes Lebenswahr. Die Greisin befindet sich noch verhältnlßmaßig wohl. "grorurt!j c$?frm'gTaffmt. Kassel. Der verheiratete Maler und Weißblnder Opsermann aus Hei ligenrode hatte das Unglück, beim Anstreichen eines Hauses in der Wildemannsgasse aus beträchtlicher Höhe infolge eines Fehltrittes von der Leiter abzustürzen. Der Verunglückte, welcher eine Gehirnerschütterung erlitt, mußte aus arztliche Anordnung durch die Sanitatskolonne nach v:m Xiano krankenhause zugeführt werden. Mensselden. Hier und an mehreren anderen Orten wurde die Halmfrucht durch Hagel und einen wolkenbruchartlgen Regen theilwelse aanz vermaztet. Marburg. In der philosophischen Fakultät der hiesigen Urnversita r t:r:i.: i. rrjc p n;uu. iuummic jju.uD jtvpyc uu Gieken als Privatdozent. R o d a. Hier tödtete der Lehrer Menge! die 15 Jahre alte Tochter des Landwirths Kinkel aus Wiesenfeld wo er Lehrer war, durch einen Dolchstich. Man mmmt an, daß der Lehrer m geistiger Umnachtung gehandelt hat Schon seit längerer Zeit litt er au nervöser Ueberreizung. Wiesbaden. Der Schlosser aus Frankfurt a M Monteur Adahrraern - der "" Uuuuuiiuirn uns r:: ..:r. (m.i,...r1. ..v. Offs ivui im Auuaus viiuu(vii yaiit, welchem der Bürgermeister von Ober reifenberg getodtet und der Mechaniker Wagner schwer verletzt wurde, ist von Xr fi?rtAn. CXirfnmrrr- iit ssif2 v 3" Monaten Gefänanik verurtbeilt wor Worr giiUtciocittfa; Srcraren. A n g e l r o d a. Beim Brückenbau am Viadukt bei Ilmenau stürzte aus einer Höhe von 20 Metern der Zimmermann jno laoimeiuer vom zt rüst. Er wurde mit emem Schädelbruch und inneren Verletzunger. am Rückgrat und Brust nach Ilmenau befordert. Braunschweia. In der on servenfabrik von Oertel, Bültenweg L5, sind der Werkführer Gustav Opitz und der Arbeiter Heinrich Steffens durch Ueberkochen der Kessel mit siedendem Wasjer überschüttet worden. Beide sind am Körper verbrüht worden und mußten nach ihrer Wohnung geschafft werden. Calvörde. Der Altbesitzer Wa pener aus dem goldenen owen verunglückte, als er Kohlen vom Bahn Hof Flechtingen heimfuhr. In der Schoßkelle seines beladenen Wacens sitzend, stürzte er, als er vom Mörderberge" herunterfuhr, von seinem Sitze herab und brach das Genick: nach kurzer Zeit war er todt. Dessau. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte den Knecht Franz Schenk aus Mellendors, der vor erntger Zeit feine Ehefrau erdrosselte und dann am Bettpfosten aufhängte, um
den Anschein eines Selbstmordes, zu erwecken, weaen Todtscklaas zu zebn
Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust. Gillersdorf. Kürzlich aina durch den Blitz das Haus des Dienstvi- i-- ' cm". rvv . inecyls Hermann couer in stammen auf und brannte völlia nieder. Möller war betäubt, so daß er fortaetraaen werden mußte. Halchter. In der Nähe von hier schlug ein Mit Zwei iungen Madchen besetztes Boot auf der Oker um. Der des Schwimmens unkundige 24jayrlge Äunetler Hermann Ahlert aus Sllpplingen ertrank. Seine Leiche wurde bald darauf gefunden. I o n i tz. Hier ist das dem GastWirth Walter Nichter gehörige Bergnügungslokal Zum deutschen Kaiser" einschließlich des Saales total niedergebrannt. Auch das gesammte U.'coblliar im. Werthe von 8000 Mark t vernichtet. Ein m einer Kammer 'chlafendes Kind wurde mit knapper Noth gerettet. Wolfenbüttel. Dieser Taae 'eierten die plirma Macke & Wiedemann und die Firma Wilhelm Haase ihr 25jährig:s Bestehen. Zahlreiche Glückwünsche und Angebinde wurden den Inhabern aus diesem Anlaß zu yell. 3 1 1 b l Zthitni verunglückte der Fuhrmann Otto Fräßdorf von hier in der caye von dem Dorfe Dobntz dadurch, daß er infolge schnellen Fahrcns von seinem Fuhrwerk stürzte: der Wagen ging über ihn hinweg. I Sachsen. Dresden. Bei entsvrecbender geistiger und körperlicher Frische begmg der zetzls? Musikdirigent der entralhalle" am Flschhosplatz, Bürger und Sausbessker Musikdirektor Nitzsche, fein 50jähriges Musiker- und lern fahriges Dirigenten - Jublläum. Bretnia. Bor einiaer Äeit machte der bisherige Schulgeldeinnchmer Schöne durch Erhängen seinem Leben ein Ende. Längere Krankheit scheint den Mann in den Tod getrieben zu haben. E h e m n i tz. Kaufmann akob Al bert Eisenstuck beging das 50jährige Burgerjudilaum. Dobeln. Bor einiger Seit brannte das neben dem biessaen Reaiments - Ezercierplatze auf dem hochIten Bergrücken der Umgebung geleaene Gehöft des Gutsbettkers Vbilivv sen. in Strölla nieder. Erdmanns dor f. Auf der Landstraße von hier nach Ehemnitz ist der 45jäbriae biesiae Gesckirrfübrer Liebscher durch Herabstürzen von einem Holzsuhrwerke todtllch verunglückt. G l a u b Z tz. Bor einiaer 3eit war Gutsbesitzer Moritz Burkhardt auf dem an der Bahn gelegenen Felde befchäftiat. Beim öerannaben des 3uges stellte er sich vor die Pferde, um die unruhigen Thiere besser beherrschen zu können. Dieselben scheuten, rissen Burkhardt um und ainaen mit dem Ackergeräth über ihn hinweg, wobei v:r Äedauernswerthe so schwere Verletzungen erlitt, daß der Tod eintrat. Kamenz. Dieser Tage beging der Schuhmachermeisier Ließke sein 50jähriges Vürgerjubiläum. Vom Stadtrath wurde ihm ein Ebrentrunk gebracht. Leipzia. Dem Monteur N. Liebscher, wobnbaft 5Zweinaundorfer Straße 25, war es vergönnt, sein 25layriges Ardeitsjubilaum in der Maschinenfabrik Karl Krause zu feiern. Hier verschied nach länaerem Leiden infolge eines Vlutsturzes Rittmeister znni), der vorstand des hiesigen Rennklubs. Der Verstorbene gehörte seit dem Jahre 1872 dem Rennklub als Mitglied und seit 1885 als Direktorialmitglied an. Er war Mitkämpfer d:s Krieges 1870 71 und Rittmeister der Reserve a. D. des Husaren-Re-giments Könioin Carola No. 19. M u tz s ch e n. Letztens feierteVüchsenmacher Dreßler hier sein 50jähriges Schützenjubiläum. Der Jubilar ist noch geistig und körperlich rüstia, hat bei keinem Feste gefehlt und alle" Festauszüge mitgemacht. csse,r.?nr,nstndt. D a r m st a d t. Frl. Fritz, die bei der Firma Theodor Schwab thätig ist, unternahm aus Anlaß ihres 25jahrigen Jubiläums mit ihren Untergebenen (Arbeiterinnen) einen Ausflug nach Nieder - Namstadt. Als -die muntere Schaar dort angekommen, wurde sie reichlich mit Kaffee und Kuchen bewirthet, auch an musikalischen Unterhaltungen und Gesangsvorträgen fehlte es nicht. Nieder - R a m st a d t. Dieser Tage feierte die hiesige freiwillige Feuerwehr ihr 25jähriges Stiftungsfest, verbunden mit dem fünften KreisFeuerwebrtaa. Trebur. Dieser Tage feierte der t.'.rz. trnv r . ' nn in yilge lauuergei angoereiu cozari sein 50iäbriaes Stiftunasfeit mit ei nem Festzug durch die geschmückten Ortsstraßen, Feier aus dem Festplatze und Ball und Bolksbelustiaunaen. Der Vereinspräsidcnt Kras. hielt die Festrede, Frl. Kraft überreichte einen Lorbeerkram und die biesiaen Vereine ließen Ehrengeschenke übergeben. Auch . tn ! i cn ;a r r vsx 1 zlrigni oza Vereins, eyrer i. P. Göger, war der Einladung zum Feste aefolat. W i m p f e n. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehjtti wurde verliehen den Mitgliedern der hiesigen freiwilligen Feuerwehr Oskar Link,- Wilhelm Trautmann.
Emil Ehebald, Ludwig Angelberger, Jakob Klein, Karl Heppler und FriedrichFritschle. 'ZZayern. - München. Dem Direktor der hiesigen Thier'ärztlichen Hochschule, Professor Dr. Albrecht, wurde vom Großherzog von Baden das Ritterkreuz mit Eichenlaub des Ordens vom Zähringer Löwen verliehen. An der hiesigen Universität sind als Privatdozenten zugelassen worden: Dr. W. Otto für klassische Philologie und Dr. R. Unger für neuere Literaturgeschichte. E ö l l n. Letztens nahm sich der als Wirth und Hartsteinbruchbesitzer weithin bekannt-: Fr. Fiscus durch Erhängen das Leben. Er war etwa 70 Jahre alt. D i n k e l s ch e r b e n. Vor längerer Zeit ermordete der am 9. März 1883 geborene Metzger Joseph Hörmann von München die Privatierseheleute Zott von hier. Da der Mörder wegen seines jugendlichen Alters von der Strafkammer abgeurtheilt werden mußte, konnte er nicht mehr als eine Maximalstrafe von 15 Iahren Gefängniß erhalten. F ü r h o l z. Vor einiger Zeit stieß der Häuslerssohn Nieder! mit dem Fleischer Anlinger und noch einem Burschen beim Kammersensterln zusammen, wobei es zu einer Keilerei kam. Nieder! wurde mit Prügeln so
fchwer Mißhandelt daß die Schädeldecke zertrümmert worden ist. Der Schwerverletzte, der lange Zeit bewußtlos in seinem Blute auf der Straße lag, durfte kaum mit dem Leben davonkommen. Die Thäter wurden verhaftet. Klpfenberg. Hier brach rn der Scheune des Oekonomiegutes Schönbrunn, dem Baron v. Seefried gehörig, Feuer aus, dem etwa 3000 Centner Heu, Baumannsfahrnisse und eiNiges Vieh zum Opfer fielen. Lindau. Ein Dauerschwimmer Namens Anton Wedel aus New York, geborener Wiener, schwamm von hier nach Vregenz in 3 Stunden 20 Minuten. Die Wasserwarme betrug zwischen 16 und 17 Grad. Ml steig au. Beim Aufspringen auf den bereits im Gang befindlichen Zug wurde an der hiesigen Station der 14mhrige Ackerbauschuler Hans Vaumann aus Trunsdorf überfahren und qetodtet. Regensburg. Unlängst fanden Bewohner der Synagoge den etwa 23jährigen Schächter und Kantor Abraham Jdelsohn in seinem Blute liegend avLl dem Hausflur des zweiten Stockes auf. Der Unglückliche hatte sich mit dem Schächtmesser die Kehle zu durchschneiden versucht. Wurzburg. Der vor einiger Zeit gestorbene ' Großkaufmann Franz Morelli hat drei Legate von je 33.000 Mark für den Verschonerungsverein, für die Kreistaubstummen- und - für die Kreisblindenanstalt vermacht. Weidenbach. Durch einen Zug wurde unweit von hier auf der Linie Mllnchen-Simbach ein sechs Jahre altes Mädchen des Bahnwärters Bauer überfahren und getodtet. nLodzinRußlandist der sensationelle Fall passirt, daß ein dortiger Beamter sur besondere Austräae beim Gouverneur von Petrikau, mit dem angeblichen Namen Kastelew, verkästet wurde, da er als em von der 5lnsel Sachalin entlaufener Sträfling erkannt wurde, der wegen Mordes dorthin verbannt war. Seit 18 Monaten hatte er obigen Posten inne. Er wies beim Antritt vorzüglich: Legitimationen vor sowie em Zeugniß über Absolvirung der Universität. Whrend der ganzen Dienstzeit erwies er sich als ein sehr gebildeter Mann von guter Erziehung und strengster Puttltlickkeit. Als er sich dieser Tage m Dienstangelegenheiten nach Warschau begab, wurde er dort erkannt als oer Sträflina Miailow. Zweifelsohne hat er den richtigen Kastelew. der vor zwei Jahren spurlos verschwand, ermordet und sich dessen Papiere angeeignet. Neue sensationelle Enthüllungen über diesen Fall dursten folgen. Ueber den schlechten Streich eines Automobilisten wird aus Mainz berichtet: Neulich gegen Mittag wurde in der Rheinstraße ein Schulmädchcn im Alter von etwa neun Jahren mit seinem Schulränzchen auf dem Rucken von einem Beamten ar.gehalten, da das Kind weinend auf der Strane umherirrte. Als das Kind be fraat wurde, was ihm fehle, erzählte es, daß es aus Darmsiadt sei; es habe am Morgen rn die Schule gehen wollen. als ein Kraftwaoen daheraefahren sei, das bei ihm auf offener Stra ße angehalten habe.. Ein Herr sei ausgestiegen und habe es eingeladen, mitzufahren; es sei dann eingestiegen, und' die Herren hätten es mit nach Mainz aenommen und in der Rhein straße ausgesetzt und seien dann wieder davongefahren! Das Kmd erwählte, daß der Maaen die Bereich nuna Rüdesheim aetraaen habe. Das Mädchen wurde zur Polizei gebracht, wo man ihm zuerst etwas zu essen gab, worauf es später durch einen Schutzmann zu seinen Eltern nach Darm stadt gebracht wurde. Sie ist nicht bange. Pantoffelheld: Frauchen, ich möchte mir ernen Muskelstarker taufen. Was meinst Du?- Sie: Meinetwegen, mi kommst Du doch nicht über." .
Im ?cuchttk)urme
elkbrntSgigkr Kampf eines Wächters mit tmtm Lsahnsinnigen. In einer ungewöhnlich gefährlichen Lage befand sich unlängft Merrill Hülse, der Wächter des Leuchtturmes Stratsoro Shoals, der mittwegs zwlchen Bridgeport und Port Jefserson auf Long Island, N. I.. gelegen ist und dessen freundliches Licht den großen Dampfern im Long IslandSunde die Richtung ihrer Fahrt auf den gefährlichen Wassern in Nacht und Nebel weist. Hule hatte den Dienst auf dem Lenchtthurm in Vertretung des auf acht Tage beurlaubten HauptWächters Roland angetreten, während rnn em gewiner dosier zur Hilfe und Ablösung beigegeben war. Hülse hatte keine Ahnung, daß ein Wahnsinniger hm in seinem gefahr- und verantworungsreichen Beruf -zur Seite stand, bis kurz nach Ablauf der ersten Nachtwache Coster ein Mordattentat auf ihn machte.' Mit einem langen Stock, an dessen Ende ein haarscharfgeschliffenes Rasirmesser befestigt war, drang er auf den Leuchtthurmshuter ein, und nur der größten Kaltblütigkeit und Euergie dankte der Angegriffene die Erhalt ung semes Lebens. Hülse hatte jedoch keine Mittel, den Kranken einzusperren oder sonst dauernd unschädlich zu machen, und so verbrachte er die beiden nächsten Tage und Nächte m wiederholtem Kampf und Abwehr für fein Leben. Am Nachmittag des dritten Tages hatte die Wahnidee Costers eine neue Richtung gefunden; mit einem Meißel und Hammer bewaffnet, machte er sie.) daran, die massiven Mauern des Leuchtthurms niederzulegen. Da diese Beschäftigung Hülse verhalwißmaßig gefahrlos erschien, hinderte er ihn zunächst daran nicht, bis er Abends plötzlich zu seinem Schrecken bemerkte, daß aus dem Blinkfeuer des Thurmes ein stetiges geworden war. eine Thatsache, welche diejenigen Schiffe, welche an der Küste pasurten, in große Gefahr bringen mußte. Hülse eilte, so schnell ihn seine Beine zu tragen vermochten, in die Thurmkammer, in welcher der Beleuchtungsapparat installirt ist, und fand hier den Wahnsinnigen an der Arbeit, mit einer Axt die Linsen zu zerschmettern. Er kämpfte mit dem Irren emen übermenschlichen Kampf. und schließlich gelang es ihm, om Kranken das gefährliche Werkzeug zu entwinden und ihn zu überwältigen. Die vier folqenden Tage und Nacht mußte der pflichttreue V!ann fast unausgesetzt über die Leuchtthurmsanlagen wachen, weitere Attentate des Jrren abwehren und schließlich, als d:e Reaktion bei dem Kranken eintrat und er in selbstmörderischer Absicht sich zahllose Verletzungen beigebracht hatte, ihn Pflegen und an weiterem Unheil hindern. Als der Hauptw'ärter des Thurmes von seinem Urlaub zurück kehrte, fand er seinen pflichttreuen Ver treter der völligen Erschöpfung nahe. Hülse wurde sofort abgelöst, Coster aber in das Hospital von Strätford gesandt. Kuriose Familiennamen. Die Dresdener Nachrichten" veröffentlichen eine Sammlung kurioser Familiennamen, die zeigt, daß man in früheren Jahrhunderten wegen derber Namen sehr wenig empfindlich war. Wir greifen nur die folgenden heraus: Jakobus Bierbauch. Rathsmeister in Artern (1521); Joachim' Gernegroß. Rathsherr; Claus Hasenkerl (1553); Georg Eierkuchen; Jakob Hundebiß. kurfürstlicher Rath in Dresden (1699); Hans Irrwisch, Baumeister; Hans Kather in Weißenfels (1518); Christoph Kitzkatz in Nedra (1544); Dr Kuh Horn (1502): Dietrich Küchenschwein in Halle (1470); Hans Narre in Go tha (1566); Velton Ochsenkopf in Sangerhausen (1611); Jakob Blase bolz; Herbert Plätteisen (1567); Lorenz Schweinigel zn Weißenfels (1561); Hans Scheusal (1494); Hans Schweinefleisch (1511); Hans Schwer nerüssel (1508); Lorenz Sautroz Zn Weißensee (1556); Jakob Schafkop in Halle a. S.. Rathsmann (1482); Mathes Unflath (1565). Ovferte sein Leben. Ein Lokomotivführer Namens William Mooney stürzte bei Bayonne. N. I.. mit seiner Lokomotive über eine hohe Boschuna m die Newark-Äai und er trank; die Lokomotive fiel in so tiefes Wasser, daß man. sie nicht mehr sah. Ein überfüllte? Exkursionszug der New Jersey-Centralbahn blieb auf der Boschuna stehen und die von panische:: Schrecken befallenen Passagiere wurden nur dadurch vor dem Schickial des Lo komotivführers bewahrt, daß ein Kopvelbolzen brach und det wackere Lokomotivführer noch im letzten Augenblick die Nothbremsen angezogen hatte. )er 3ua kam von Atlantic City und war eben mit mäßiaer Eeschwindiqkeit über die Brücke gefahren, als, die Lokomotive auf eine offene Weiche stieß und mit dem Tender und zwei Gepäckwagen entglelite. Die Schienen liegen an dieser Stelle auf emer steilen Bo schuna. die zur Brücke führt, und Lokomotive und Tender stürzten um und über die Boschuna hinunter. Der Heizer rettete sich durch Abspringen. Von den Passagieren wurde Niemand verletzt. Berlin, die stolzeste Ctadt des Deutschen Reichs, war einstmals nur ein keines wendisches Fischerrs.
5 ari) uiicn.
Tic Sewohnrr W Insel, deren Le ben und Treiben. Gasifxeundttche Sarden-Banditen-Bils,i tige Küch-ftohlcneS Diy-Tardisch Lchvur" ?aS Lrot der Armen Audauernde Pferde Transportmittel. Einst eine Kornkammer Roms, gehört Sardinien heute zu den allerärmsten Theilen des italienischen Könizreiches. Bei einem Flächeninhalt von 602.747 Acker zählt es nur 789,314 Einwohner. Ein großer Theil der Insel ist unbebaut und ein noch großerer ungesund. Aus Furcht vor der Malaria und noch mehr vor Räubern halten sich die Italiener nach Möglichkeit von ihr fern; m Wahrheit aber ist der Fremde, wenn er den Sarden nicht beleidigt, dort nicht gefährdeter als in manchen Ländern, die eine weit größere Zahl von Blutthaten aufweisen. Denn der "Losegeld erpressende Brigantaggio ist auf der Insel unbekannt, die sardischen Banditen aber, deren Zahl heute äußerst gering ist. hat nicht der Fremde. sondern eigentlich nur der zu furchten. dem sie Rache geschworen haben, oder den sie für einen Polizeispion halten, und die große Zahl der Mordthaten entspringt fast durchweg der sardiscben Rachsucht und den namentlich im Norden der Insel sehr zähen Familienfeindschaften. Gegen Fremde bewährt der Sarde große Gastfreundschaft. Zu jeder Zeit kann man an eine sardlsche Hütte klopsen, man wird stets Beköstigung und ein Nachtlager in einer hohen, Hölzernen Bettstelle oder auf einer Matte am Feuer der rauchgeschwärzten Küche sinden. Zwischen vier Steinen brennt am Boden das sardische Feuer, das nimmer erlöschen darf, und dessen Rauch bei dem Mangel eines Rauchfanges zusehen muß. wo er bleibt. Außer zur Küche dient dieser Raum auch als Wohn-. Eß- und Schlafzimmer, letz teres für die Unverheirateten, die in voller Kleidung auf den Matten schlafen, auf denen sie Abends nach orientalifcher Weise mit gekreuzten Beinen hocken. Die Bevölkerung Sardiniens besieht überwiegend aus Hirten. Ist Vieh gestöhlen worden, so geht der Geschädigte. der es vorzieht, sich selbst Recht zu schaffen, statt zum Gericht zu laufen, direkt zu dem muthmaßlichen Dieb und sagt: ,.Jch habe den Verdacht, daß Du mich bestohlen hast. Komm Zu mir und schwöre!" Und ohne Weigerung wird diese Ausforderung befolgt. Nun zieht der Bestob!5ne eine als Heilizthum und Schutzgottheit aufbewahrte Reliquie hervor und zündet zwei Lichter an, oder er zeichnet ein Kreuz auf die Erde, legt einen Rosenkranz darüber, streckt die Rechte aus und sagt feierlich: Ich schwöre, daß ich gegen Dich niemals Böses gethan habe, und daß zwischen uns beiden begraben sein soll, was Du mir jetzt sagen wirst." Der andere schwört nun ebenfalls, und zwar, daß er den Diebstahl nicht gesehen, nicht gethan, nicht angestiftet habe, welche drei Worte jegliche Schuld seinerseits und jeden lügnerischen Vorbehalt ausschließen; er schwört aber nur, wenn er wirklich unschuldig ist, und noch nie soll bei diesem sardischen" Schwur ein Meineid vorgekommen sein. Ist er schuldig, so gesteht er und gibt dem Bestohlenen gewöhnlich die Hälfte der Thiere zurück. Die indischen Feigen sind in Sardinien wie auf Sizilien das Brot der Armen, und die saftreichen fleischigen Blätter in dürren Jahren das Futter der Ochsen. Wiesen und Stallfütterung kennt man nicht, ja, nicht einmal Ställe, sondern nur eine Art Schutzdach für Hausthiere. Die goldenen Aehrcn mit dem vorzüglichen, zur Makkaroniereitung besonders geeigneten sardischen Weizen schneidet man mit etwas Stroh ab und läßt den Rest des Halms als Viehfutter auf dem Feld zurück. Kein einzeln stehendes Gehöft ist in der weiten Ebene zu erblicken, die Bauern wohnen in großen Dörfern und haben oft einen meilenweiten Weg zu ihrem Acker. Außer dem Ochsenkarren ' ist der Pferderücken das Transportmittel auf der Insel. Ganze Familien befördert oft ein einziges dieser ausdauernden Pferdchen und den mit Lebensmitteln oder Feldfrüchten gefüllten Doppelsack dazu, und man sollte es nicht für möglich haten, daß die schlanken Thiere mit solcher Last bergauf, bergab viele Stunden lang laufen könnten. Hohenzoller als Spion verhaftet. Prinz Friedrich Heinrich. der älteste Sohn des Prinzen Albrecht von Preußen, wurde von den Wachen der Qstbastion in Swinemünde. Pommern, als Spion verhaftet. Der Prinz trug Civil und war im Begriff, die Umgegend der Forts zu photog'aphiren. Der Prinz erklärte, wer er sei, aber die Schild wachen sagten ihm, sie ließen sich nicht zum Narren haben." Der Prinz ging mit einem der Soldaten zum Festungskommandanten, der ihn erkannte und sofort feine Freilassung anordnete. Die Schildwachen waren besonders wachsam gewesen, weil in der Woche vorher ein Oesterreicher wegen Svionage verhaftet worden war. Der Oesterreicher hatte Theile der Festung von einem benachbarten Leuchtthurm auS phol.)graphirt.
