Indiana Tribüne, Volume 29, Number 11, Indianapolis, Marion County, 5 September 1905 — Page 5

Jndiana Tribüne, 3 September ?O03

Gift. Von Josefa Metz. Wenn ich so durch den Garten ging. Wo der Flieder in blauen flammen stand. Goldregen in Strähnen niederhing. Und Nothdorn Kuschte am Maucrrand: Da hielt die Erwartung mit mir Schritt, Ein Pochen bis in den Hals hinauf. Als thäte sich gleich der Himmel auf Und ließe tausend Seligkeiten Vor meme Kinderfüße gleiten. Und cs spräche das Glück: Hier bin ich, komm mit." ! , AIS ich später durch GrotzstadtstraLen ging. Ueber die der Himmel 10 brandig-roth In schweren Wolken nicderhing, 2-ie Sünde vorbcischlich und die Noth, Hofft ich noch immer, es käme gegangen. Müsse auf jedem Platze stch'n. Müsse um jede Ecke biegen. Zu mir kommen, sich an mich schmiegen. Und vor Erwartung brannten die Wangen Aber ich habe cs nie- gcsch'n. Nun weiß ich: es wird niemals kommen. Der Frühlingsgartcn ist gestorben, Tic zitternden Gluthcn sind verglommen, Tas Glück, daZ ich so lange umworben Ack. ich bin müde l Was ist denn Glück? st's nicht die Stimmung einer Stunde, Ein sonncdurchglühtcr Augenblick, Ein gutes Wort aus liebem Munde? Cft ist es mir im Heben begegnet, Hat mich mit seinen Scbäcn gesegnet. Vor lauter Suchen sauv ich's nur nicht; Ich suchte immer ein grelles Licht, Während in tausend stillen Funken Tas Glück aus mich hcrnicdcrgcsunkcn. -

Im Wettrennen mit Wölfen. Eine kühle Geschichte aus dem winterlichen Canada. Von G. W. 1. Hart, wie die Arbeit des Holzfällers ist. noch härter ist in mancher Hinsicht diejenige des Jungen eines 'holzfällerlagers. Das bekam Jerrold mit allen Bitternissen zu fühlen, als er den ersten Winter in einem solchen verlebte, und er dürfte manchen Fabrikjungen der Großstadt beneiden. Es war ein besonders langer Winter, und reichlich sechs Monate waren die großen nordischen Wälder in Schnee und Eis gehüllt. Zu den mannigfachen Pflichten Jerrold's gehörten häufige meilenlange Fußtouren durch Eis und Schnee, um die Werkzeuge der Arbeiter nach der Nächsten Schmiede zu bringen, und noc') für viele andere Zwecke. Wie oft klangen ihm in der Erinnerung die Worte des Vormanns vom Lager wieder Na, probiren kannst du es hier? nberdu wirst bald genug davoir gehen! , Lagerjungen bleiben. niemals lange hier, die Leute springen wohl zu unsanft mit ihnen um." Und LieseÄörte waren von einem rauhen Lachen begleitet, und Jerrold fühlte, wie ihm das Blut zu Kopfe stieg; aber dennoch nahm er die Stellung an, um die er, hungrig und freundlos, gefleht hatte. Seit er da warwurden die Aexte und Brecheisen-fort und fort stumpf, und er mußte sie alle zur Schmiede bringen und wieder holen und eine Menge Privatgeschäfte für die Holzfäller besorgen, deren jeder ihn als seinen besonderen Diener anzusehen schien! Zum Glück war Jerrold ein kräftiges Bürschlein, aber noch keine 17 Jahre alt. und seine Strapazen, in allen Unbilden der Witterung, wären' selbst für einen starken Mann recht schwer gewesen. Dabei: Schmale Kost und wenig Geld, Das ertrage, wem's gefällt!" Aber noch Niemand hatte Jerrold murren gehört. Zu sich selbst sagte er manches Mal, die Zähne zusammenbeißend: Bis zum Frühjahr halte ich aus, dann aber gehe ich gewiß." Manchmal indeß schien es sehr fragtfch, ob er dieses Hundeleben so lange ertragen könnte. Seine Arbeit häufte sich immer mehr an, und eines Tages wurde er gar in einem wüthenden Blizzard fünf Meilen weit stromaufwärts geschickt, um einer anderen Arbeiterabtheilung eine Botschaft zu überbringen, es kostete ihm beinahe das Leben! Als er zurückkam, war er fest entschlössen, augenblicklich seine Stellung niederzulegen, möchte aus ihm werden, was da wollte. In grimmiger Stimmung ging er auf das Blockhaus des Vormanns zu, um diesen Entschluß auszuführen. Da vernahm er ein Stöhnen von drinnen. Herein und die Thüre zugemacht," rief, dann die bekannte Stimme; was gibt's? Ach, du bist's." Jerrold sah den vierschrötigen Vorrnann sich in jämmerlichen Schmerzen auf seinem Lager winden, und seine Leiden schien ihn auch mitfühlender, als gewöhnlich, für Andere zu machen. Hast du wirklich den Weg machen können?" sagte er, das war gewiß ein schlimmer Gang! Ich sehe, du bist kalt und müde; setz' dich und ruh' dich etwas aus." Ein Schmerzensschrei entfuhr ihm, und der Hüne konnte sich kaum besser beherrschen, als ein Kind. Dieser vermaledeite Rheumatismus hat mich wieder gepackt," jammerte er, und jetzt bin ich bis zum Frühjahr geliefert! Absolut hilflos bin ich! Könnte ich hinunter nach Ottawa kommen und die Medizin erhalten, von der mir der Doktor gefagt hat, dann könnte ich mich vielleicht durchschleifen. Aber ich bin hier festgelegt, und auf keinen der Leute kann man sich verlassen." Warum könnte nicht Einer von ihnen gehen?" frug Jerrold. Darum, weil sie niemals zurückkommen würden! Hast du je gehört, daß ein Holzschläger mitten ; in d

Saison weggeht und wiederkommt? Dafür ist in Ottawa zuviel los, und ich habe die Leute erst . letzte Woche ausbezahlt, 5a fänden sie einen willkommenen Platz, das Geld durchzubringen!" Und der Vormann stöhnte auf's Neue, daß es zum Erbarmen war. Jerrold fühlte, wie seine Verbitterung schmolz. Plötzlich erhob er sein Haupt und fragte stammelnd: Kann denn kann denn ich nicht die MediSin holen?" Du, aber du bist doch nur ein Junge." a Und doch habe ich den ganzen Winter die Arbeit eines Mannes gethan," versetzte Jerrold mit scharfer Betonung. Sehr wahr," murmelte der Vormann, glaube nicht, daß ich es nicht bemerkt hätte, wenn ich auch zu beschäftigt war, etwas darüber zu sagen! Aber nach Ottawa hinunter, das ist eine gefährliche Sache. Du könntest dich verirren und von Wölfen gefressen werden."', Führt denn der Fluß nicht geradewegs dorthin?" Allerdings, der wäre ein guter Wegweiser." Und das. Eis auf dem Fluß ist hübsch alatt, und ich habe ein Paar Schlittschuhe." Wenn aber der Blizzard das Eis verschüttet, kannst du sie nicht gebrauchen." So lange wir den jetzigen Wind haben, wird aller Schnee über den Fluß weg gefegt." Das Antlitz des Kranken leuchtete auf, und sich auf den Ellenbogen stützend, sagte er, den. Jungen fest in die Augen blickend: Nun, mein Sohn, ich sehe, du fürchtest dich vor nichts. Ich will deinen Lohn verdoppeln, wenn du die Tour machst und zurückkommst." Er legte auf das letzte Wort noch immer einen zweifelsüchtigen Nachdruck. Wenn ich gehe, komme ich auch wieder," antwortete Jerrold. Und du willst wirklich gehen?" Jawohl, morgen früh, wenn das Schneefallen aufgehört hat." Schon fünfzehn Minuten nachher bereitete er Alles für die schicksalsschwere Reise vor. Das wird eine Art Feiertag für mich sein, wenn mir der Wind gewogen bleibt," sagte er zu sich selbst; denn er liebte das Schlittschuhlaufen sehr. Nochmals schlief er sich out aus. 2. Schon vor Sonnenaufgang war er auf den Beinen. Es war ein kalter, aber vollkommen klarer Morgen, und 0 Glück! Der Wind hatte nicht gewechselt. Einsam nahm Jerrold sein karges Frühmahl, schnallte sich ein Bündelchen.mit Speise und Trinkwas ser an, und nach einer halben Stunde! sauste er auf kristalliner Fläche lustig dahin. Es war ein herrlicher Schlittschuhsportstag für einen wetterfesten Burschen, und wundervoll glitzerten die Wälder auf beiden Ufern in der Morgensonne! Zwanzig Meilen bereits hatte Jerrold auf den schneidigen Flügelschuhen zurückgelegt, ehe er. sich auch nur eine Rast gönnte. Dann setzte er sich in der Mittagssonne auf einen Baumstumpf und verzehrte seinen Imbiß. Und wieder weiter ging's auf dem Wasser-Cothurn mit unverminderter Schnelligkeit. Noch war das Tageslicht nicht ganz gewichen, als er die ferne Stadt Ottawa erreichte. -Da er einen Tag in der Stadt ruhen und am Frühmorgen darnach die Rückreise antreten sollte, so brauchte er sich mit den Einkäufen nicht zu übereilen. Es kam schließlich eine ganz gehörige Last zusammen, die er mitnehmen mußte. Denn außer der Medizin sollte er zebn Vards ungebleichten Muslin für Bandagen und noch allerlei sonstigeBedUrfnißgegenstände bringen, und als er alle die Bündelchen zusammengebracht hatte, kam ihm die Sache etwas bedenklich vor. Weiß Gott, einen Schlitten sollte ich haben." murmelte er. Siehe! Da kam er gerade an einer Schlitten-Auslage vorüber, die er mit kindlichem Vergnügen musterte. Der Vormann hatte ihm für die Reise auf alle Fälle fünf Dollars zur Verfügung gestillt. Warum nicht einen Schlitten kaufen und damit seine Fracht zurückbefördern? Heisa, wird das ein Spaß mit Schlittschuhen und Schlitten zugleich sein! Am nächsten Morgen sauste ein einsamer Schlittschuhläufer zur Stadt hinaus und zog einen bunt bemalten Schlitten nach, auf welchen verschiedene Packete gebunden waren. Oft wandte er sich um und warf einen bewundernden Blick auf seinen Schlitten, und so ungefähr alle fünfzehn Minuten gab er ihm einen Stoß nach vorwärts und sprang selber darauf. Er kam beinahe ebenso rasch voran, wie wenn er sich ausschließlich auf den Schlittschuhen bewegt hätte. Seine Augen glänzten, seine Wangen blühten. und er vergaß bald die ganze böse Winterzeit. Wohlgemuth verzehrte er seinen Mittaqs-Jmbiß, mit dem Schlitten als Tisch. Die Versuchung, etwas länger dabei zu weilen, war zu groß für ihn, und er fühlte sich auch schon ganz sicher. Jetzt muß ich mich aber tüchtig sputen," sagte er zu sich, als er aufstand und die Schlittschuhe wieder anschnallte. War er doch .im Ganzen etwa zwei Stunden weiter zurück, als Um "dieselbe Zeit auf der Hinreise,

und wenn er nicht vor Einbruch der Dunkelheit das Lager erreichen würde? . - Lebhaft gondelte er los, da kam das erste Mißgeschick. Irgendwie drehte sich der Schlitten, den er ' nach sich zog, und schoß derart vorwärts, daß er gerade unter Jerrold's Füße kam, und dieser garstig auf das Eis stürzte. Was aber noch schlimmer war: Als er sich wieder erhob, machte er die Entdeckung, daß einer seiner Scklittschuhläufer entzwei gebrochen war: Er hob ihn aus und betrachtete ihn traurig: das war ein Schade, den er nicht abstellen konnte. Zum ersten Mal überkam ihn Angst um die rechtzeitige Rückkehr. Doch verlor er den Muth noch nicht. Er versuchte das Schlittschuhlaufen auf einem Fuß. Das' mag ja Manchem zur Abwechslung Vergnügen machen; aber sehr weit kann man damit nicht kommen. Dann probirte er es wieder mit dem Schlittenrutschen, indem er, auf dem Schlitten ruhend, mit dem einen Fuß stieß. Doch auch so ging's meistens nur langsam vorwärts. Besorgt blickte der Junge zum Himmel auf. Schon verschwand das freundliche Tagesgestirn rasch hinter den Wäldern, der Abend nahte heran, und noch war das Holzfällerlager weit entfernt! Mit jeder Minute wurde Jerrold's Bangigkeit größer. Einen schwachen Trost fand er noch in dem Gedanken, daß vielleicht, wenn er nicht mit Einbruch der Dämmerung im Lager anlangte, einige der Leute ihm ein Stück des Weges entgegengesandt würden; denn man wußte ja, daß er um diese Zeit zurück sein sollte, und man wußte ebenso gut, daß die Dunkelheit die Freundin der Wölfe ist. Aber vielleicht , würde selbst solche Hilfe zu spät kommen! Der Eis-Schiffbrüchige machte verzweifelte Anstrengungen, den Schlitten und den einen Schlittschuh zugleich zu benutzen. Zum Glück hatte sich auch der Wind gedreht und blies jetzt stetig stromaufwärts, was sein Vorwärtskommen erleichterte; doch er war nicht viel besser, dran, als ein verwundeter Vogel, der fliegen will. Die ersten Dämmerungsschatten verbreiteten sich schon von den Wäldern über den westlichen Theil des Flusses, sie wurden tiefer und tiefer, und Jerrold schauderte. Er hatte auch guten Grund dazu: Noch zehn Meilen mußte er vom Lager entfernt sein, und jeder Augenblick zählte jetzt. Möge Gott ihm gnädig sein . . . ; 3. Bald genug schlug das erste, ferne Gebelfer von Wölfen an Jerrold's Ohren. Auf die ersten Wolfsrufe antworteten andere und wiederum andere, und binnen einerhalben Slunde schien der ganze Wald von dem unheimlichen Gekläff widerzuhallen. .Dem Jungen, der inzwischen beständig sein Schleifen und Schlurfen desperat fortsetzte, stand der kalte Schweiß auf der Stirne, und er stammelte eirrStoßgebet. Er hatte zwei dicke Stöcke auf dem Schlitten und mit diesen wollte er sich bis zum Aeußersten vertheidigen; aber er mußte sich sagen, daß dies nur ein sehr armseliger Nothbehels war und einem Strudel hungriger Wölfe nur wenig Respekt einflößen würde. Vielleicht hätte er gut gethan, sich auch ein Schießeisen zuzulegen; doch er allein hätte selbst damit unter -solchen Umständen sich nicht lange gegen die Masse behaupten können, die schon manches guten. Jägers Verderben geworden. Näher und näher schwärmten die belfernden Bestien von beinahe allen Seiten nach dem Flußsaum zu. Zur Verzweiflung getrieben, hielt der Junge inne und pflog mit sich selbst Kriegsrath. Auf solche Weise, wie er's versucht hatte, war offenbar kein Entrinnen mehr möglich, und ein Kampf war aussichtslos. Wenn ihm nur noch irgend etwas einfiel, wie er die Wölfe überlisten könnte! Da wehte ihm ein Windstoß den Hut vom Kopf. Hurrah, ich hab's!" rief Jerrold aus, nach dem Hut springend, dem Wind will ich Segel geben, es ist meine einzige Hoffrningl" Binnen wenigen Sekunden hatte er die Fards ungebleichten Muslin aufgerollt, welche er für den Vormann gekauft hatte. Die beiden Enden befestigte er an Stöcken, und diefe machte er in aufrechter Stellung an dem Schlitten fest. Es' war schwierig genug. ein haltbares Segel herzustellen; doch es gelang endlich. Der stärker gewordene Wind blies mächtig in das ballonartige Seg:lwerk hinein. So hatte Jerrold ein Eisboot" geWonnen, das Wohl wie der Wind rannte, aber auch leicht herumgerissen werden und Alles verderben konnte! Die Wölfe hatten ihm wenig Zeit zum Arbeiten gelassen: sie waren schon auf dem Eis, fchon konnte er das Trampeln ihrer Füße und ihr grimmi ges Knurren hören! Er hatte keine Gelegenheit mehr, eine Vorrichtung zum Steuern anzubringen, und er mußte sich platt auf den Bauch legen, die Segelstöcke in ihrer Stellung festhalten und mit seinen nachschleifenden Füßen sein seltsames Fahrzeug lenken. Doch pfeilschnell wurde dieses von der Windsbraut über das Eis getrieben. Aus dem tiefen Dunkel sprang -ein Dutzend zähnefletschender Wölfe auf

ihn.u, doch ihre Beute sauste ihnen gerade ' am - Rachen vorüber. Sie wandten sich'um und jagten hinter dem Eisboot her, konnten es aber nie ganz einholen; wenn sie ja gefährlich nahe kamen, genügte ein leichter Druck eines Fußes auf das Eis, um -dem Segelschlitten eine scharfe Wendung nach der rechten oder linken Seite hin zu geben; . die Wölfe konnten nicht entsprechend rasch schwenken. In seiner schrecklichen Bedrängniß stieß Jerro5o doch einen Jubelrüf aus, als er sah, wie sein Boot über das Eis dahinraste. Er kam seinen Verfolgern allmählich voraus, d. h. den Verfolgern von hinten, doch das Wolfsgeheul hatte noch schnellere Flügel als das Eisboot, auf der ganzen Linie war der Wolfsalarm weitergedrungen, und andere Bestien'vor ihm versuchten, ihn zu stellen! Wohl waren sie zu feig, unmittelbar vor dem heransausenden Schlitten Posto zu fassen; aber sowie er vorüber war, schnappten sie nach den Beinen des Jungen. Ein- oder zweimal rissen ihre Zähne wirklich seine Kleider auf; doch immer wieder brachte ihre Feigheit sie um die Beute, und sie konnten nie das fliegende Boot einholen. Ein einziger Wolfssprung von vornen auf den Rücken des Jungen würde dem Wettrennen ein grausiges Ende gemacht haben; aber die Thüre fürchteten sich vor dem großen weißen Ding, welches vor dem Winde flog. Etwa eine halbe Stunde dauerte dieses haarsträubende Spiel zwischen Leben und Tod; dann schien es Jerrold, daß er an der letzten Linie der Wölfe vorbei gerast sei; denn er vernahm kein Geheul mehr vor sich. Plötzlich sah er einen Lichtblitz und hörte einen Schuß krachen; dann ein Schrei von der nahen Uferbank, und der Junge wußte, daß er mit den Holzschlägern zusammengetroffen war. Diese hatten in der That erwartet, daß etwas passirt sei, und waren vor wenigen Minuten vom Lager aufgebrochen; sie hatten auf ein.en der Wölfe gefeuert. doch wie versteinert standen sie jetzt da. denn auf den weißen Geist" waren sie nicht gefaßt. Sie zeigten sogar beinahe mehr Furcht vor dem Eisboot als vor den Wölfen, als Jerrold mit demselben schwenkte und sich dem Ufer näherte. Natürlich klärte sich in einigen Augenblicken Alles auf; Jerrold wurde mit Glückwünschen überhäuft und war der Löwe des Tages.' ,'Mit.wachsendem Staunen vernahm der Vormann in seinem Blockhaus die Erzählung des Jungen und sagte endlich: Potztausend, du bist zwei Männer werth! Wem wäre so etwas eingefallen? Leute mit Ideen können wir, hier gut gebrauchen. Und du Mst.'du hast weder die Medizin verloren, noch das Verbands-Muslin verdorben?" ,'Alles ist hier." antwortete Jerrold. und das Muslin ist nur an den Enden ein wenig verschlissen, aber nicht ge.nug, um es für seinen Zweck zu schädigen." ::u Wundervoll, wundervoll!" murmelte der Vormann, während er seine schmerzenden Glieder mit der Medizin einrieb; mein Lebtag werde ich das nicht vergessen, du bist der Glückbringer unseres Lagers!" Als in Port Washington, L. I., unlängst eine Cirkusparade durch die Straßen zog, riß sich ein als Kutscher gekleideter Affe, der ein Paar Ponies lenkte, von seiner Kette los und entfloh. In die Enge getrieben, sprang der Affe durch ein offenes Fenster in die Wohnung der Familie Creicher. Das Thier packte die 7jährige Tochter des Hauses, Julia Creicher und biß sie mehrere Male. Außerdem richtete es in dem Zimmer eine ziemliche Vcrwüstung an, ehe es gefangen wurde. Die Besitzer des Cirkus zahlten der Familie Creicher die von ihr geforderte Entschädigung. Die Wunden desMädchens wurden von einem Arzte ausgebrannt. Der Aberglaube treibt in Rußland, namentlich im Süden des Reichs, immer noch die seltsamsten Blüthen. So haben die Bauern' wider die Dürre dieses Sommers zu den merkwürdigsten Mitteln gegriffen. In einem großen Kirchdorf begoß das Volk nach der Messe den Popen, der in seiner vollen Amtstracht war, mit Wasser. Der Pope leistete zwar Widerst'and, aber das half ihm nichts. Im Kirchdorf Swino Kriwza schrieb man den Regenmangel dem Tode eines Greises zu, den das Volk für einen Opyr", einen Zauberer, hielt. Der Alte war im Frühling gestorben und da vom Tage seines Todes an kein Regen mehr gefallen war, mußte er natürlich die Schuld daran tragen. Nach dem Volksglauben war es nöthig, daß die Leiche des Opyr" ausgegraben, mit Wasser begossen und dann wieder verscharrt wurde. Die Bauern ließen sich durch nichts abhalten, so zu verfahren. Bei Nacht und Nebel erschienen sie auf dem Friedhofe, gruben die Leiche aus, begossen sie mit Wasser und gruben sie dann unter Gesang und Beschwörungen wieder ein. In einem Nachvardorfe begrub man feierlich einen lebenden KreöZ und war überzeugt, daß dies dem Regenmangel abhelfen würdet Hö.ch st einfach. A.: Sagen Sie mir doch einmal, was thun Sie denn eigentlich, daß Sie so dick werven?' B.: Nichts! .

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