Indiana Tribüne, Volume 29, Number 8, Indianapolis, Marion County, 1 September 1905 — Page 5

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In westlichen Schaflanden.

W Wolle König !st. Friedliche Erobe rangen der Schafzucht ' Industrie. Frühere Cowboys" als Schafer! Abenteuer und Gefahren dieses Bern fes. Coyoten, Klapperschlangen, Blizzards" u. s. w. Wunderbare Schäferhunde Leistungen. Seit, einer Neihe Jahre schon sind Viele unserer westlichen Weideländereien zu gelegentlichen Schlachtfeldern geworden, auf denen der InteressenWiderstreit zwischen den HornviehZüchtern und den Schafzüchtern von ihren Mannen zum Austrag gebracht wurde. Diefe unseligen Kämpfe begannen mit dem Einschrumpfen des Freiweidelandes, wodurch das Nebeneinanderbejtehen dieser beiden Arten Viehzucht immer schwieriger wurde. Noch jetzt herrscht keineswegs Friede, obwohl die Feindseligkeiten in den letzten paar Jahren fast nur die Form der Zerstörung von Heerden meistens Schafheerden angenommen haben, und nur noch hin und wieder ein unvorsichtiger Hirte in's Gras beißen mußte. In den meisten Fällen haben bei den Zusammenstößen die SchafHirten den Kürzeren gezogen, namentlich im Südwestwesten, wo früher auch NationalitätsAehässigkeiten ein Faktor der Feindschaft waren. Aber auch in manchen nördlichen Gegenden wurde den Schafzüchter - Interessen so grau sam mitgespielt, daß man in etlichen Distrikten zeitweilig von einer Ausrothing. der Schafzucht sprechen konnte! Trotzdem tritt immer bestimmter die Thatsache hervor, daß die HornViehzucht - Interessen vielfach von den Schafzucht - Interessen allmählich verdrängt werden, nkcht mit dem Schießeifen und anderen Gewaltmitteln, aber durch den Zwang der IListände. Gar manche westliche Weidegründe, auf denen sich noch vor zehn Jahren die Rinder tummelten, werden heute vom Schäfer und seinem wolligen Kleinvieh beherrscht. Natürlich wird die Hornviehzucht nicht verschwinden; aber ihre Herrlichkeit im früheren Sinne geht zu Ende, und sie wird sich anderen Formen anbequemen müssen und sich nicht mehr als die Großmacht der Weideregionen' geberden können. Der malerische Cowboy" istaus vielen Strichen ganz verschwunden, und hat dem Schafhirten Platz gemacht, der übrigens das Reiten, Schießen und Fluchen geradeso gut frsteht .ja in gar nicht wenigen Fällen wird man bei näherem Zusehen gewahren, daß' er eine und dieselbe Person mit seinem Vorgänger ist, und der Rindslümmel sich einfach in einen Schaslümmel verwandelt hat! Das muß verwunderlich genug für Jeden erscheinen, welcher das alte Vorurtheil des echt amerikanischen Hirtenburschen gegen den Schäfer in seiner ganzen Tiefe und Bösartigkeit kennt. Aber die Betreffenden erklären ihr Umsatteln einfach damit, daß sich das Schäfergeschäft besser zahle und längeren Bestand verspreche. Dieses Vordringen der SchafzuchtIndustrie läßt sich sogar im nördlichen Wyoming, dem alten klassischen Rinderhirtenreich, beobachten. Es wird durch dieselbe Entwickelung der Dinge verursacht, welche den großen Widerstreit zwischen der Hornvieh- und der Schafzucht hervorrief. Denn je mehr früheres Freiweideland in kleinere eingefriedigte Ranches" zerlegt wird, desto schwerer oder weniger profitabel wird es, riesige Rinderheerden zu halten,' welche einen fthr ausgedehnt Weideplatz brauchen, während selbst große Schafheerden mit einem verhältmßmäßig kleinen Tummelplatz vorlieb nehmen können, den sie freilich mit un- ' heimlicher Gründlichkeit abknuspern. Genau gesagt, sind es 'ber kleinere Hornviehs armer und der Schafzüchter zugleich, welche den breitspurigen Freiweide - Rinderzüchter verdrängen, selbst in' dessen Element. Es ist ein Triumph der Sparsamkeit über die Verschwendung, und es braucht da bei kein Blut zu fließen. Geschichtenmacher, welche dergleichen höchstens vom Bahnwagenfenster aus beobachteten, haben über das Leben unserer westlichen Schafhirten ebenso einseitige Schilderungen verbreitet, wie es so oft bezüglich der Rinderhirten geschehen ist! Man hat dieses Leben als überaus einsam und eintönig hingestellt und gesagt, schon Manche seien darin aus Mangel an Gesellschaft verrückt geworden. Thatsächlich dauert die Einsamkeit des Schafhirten niemals.langer, als mehrere Tage hinter einander; denn beständig erhält er Besuch vom Lager - Aufseher (CampTender"), welcher für die Lieferung der Lebensbedürfnisse zu sorgen, vom Fortschritt der Heerde Vermerk zu nehmen und nothigensalls einen Wech sel des Weideplatzes und andere Dinge nach Berathung mit dem Schäser anzuordnen hat. Ein Schäfer bekommt eine Heerde von vielleicht 2000 Schafen zuaestellt. Er lebt von dem Besten, was der Markt ihm bieten kann wenn auch wenig Luxusdinge darunter und jederzeit, wenn er frisches Fleisch haben will, kann er das beste Lamm in der Heerde schlachten. Außer der Verpfleaung erhalt er einen Lohn vor. $40 bis $60 pro Monat: der Lager - Aufseher erhält entsprechend mehr. Es muß schon ein schlechter Schafhirte sein, der nicht in ewigen fahren Geld genug er sparen kann, um eine kleine Heerde für sich selber halten zu können. In oer That haben die meisten Wyominger

.Schafkönige-. auf solche Weise ihr Geschäft angefangen, obwohl natürlich damit nicht gesagt ist, datz.es. Jeder so weit bringen könnte, wie sie.. Jedenfalls ist daZ Schafzucht Geschäft bei den heutigen Preisen der Wolle und des 'Hammelfleisches sebr lobnend. Was dem Schafhirten an Person licher Gesellschaft gebricht, das ersetzt er sich auf andere Weise. Er ist selten das mürrische, in Einöden geistig verkrüppelte und verkafferte Individuum, als welches er von Manchen geschildert worden ist. Ganz besonders nicht in nördlichen Staaten. wo es wenige Mexikaner in diesem Beruf gibt. Hier kann man Schäfer finden, welche sich in Debatten über Tagesfra gen und sogar über Literatur mit jedem Stadtbewohner messen können. In europäischen Ländern ist man ja von jeher gewohnt, daß Schafhirten ziemlich gut belesene oder wenigstens in manchen Dingen wohlunterrichtete Menschenkinder sind. Es - gibt aber auch in unserem fernen Westen Schäfer, von denen man mindestens Dasselbe sagen kann, obwohl ihr Leben zu Zeiten ein recht anaestrenates ist.

Mancher dieser Schafhirten hat für 50 bis 60 Dollars Bücher in seinem Zeltwagen und hält sich eine ganze Anzahl Magazine und Zeitschriften; wenn er die letzteren mit mehr oder weniger Verspätung bekommt, so braucht ihm das nichts auszumachen. Die Schäferwagen, wie sie im aanzen Westen im Brauche sind, haben sich aus den rauhen Ersahrungen des Grenzerlebens entwickelt und sind in allen Theilen stark gebaut und Muster von Zweckmäßigkeit. Müssen sie doch dem Rütteln aus den weglosen Ebenen gut widerstehen ircb für alle Jahres zeiten dienlich sein! Gleich den Emigrantenwagen, haben sie ein rundes Dach von Segeltuch, das im Sommer als Zelt dient und im. Winter gegen die Winde schützt. An dem einen Ende sieht ein Ofen. Ein zusammenleabares Regal dient, heruntergelassen, als Schlafstelle. Zu beiden Seiten und unter dem Wagenboden sind Truhen, in die alles Mögliche gepackt wird. Es ist beinahe unglaublich, was in einen solchen Wagen Alles geht, ohne daß der Comfort des Bewohners darunter leidet. Wenn der Schäfer m semer Schlafstelle liegt, und das Feuer im Ofen lustig brennt, so kann er dem ärgsten Wind- und Schneesturm Trotz bieten. Ist er zu solchen Zeiten draußen. so ist es freilich manchmal etwas Anderes! Heerden und Schlafwaqen wandern im Sommer meistens nach den Gebirgen zu und im Winter nach den Ebenen. Die schlimmste, prüfungsreichste Zeit für den Schäfer ist der Beginn des Frühjahrs. Die Lammer stellen sich gewöhnlich zur Zeit ein, da die März - Schneestürme kommen, und ein einziger Blizzard", der eine f ' ' !-" l-maar neugeoorener Kammer oeimsucht, kann die Prosite emer ganzen Saison vernichten oder gar völligen Ruin für den Schaszuchter-bedeuten! Die Lämmer müssen, sobald sie geboren sind, nach sicheren. Stätten gebracht werden; denn um diese Zeit werden die Coyoten oder Prairiewölfe besonders kübn und lassen keine Gelegenheit unversucht, in die Heerde einzubrechen und ein Lamm oder Mutterschaf wegzureißen. Nachts muß der Schäfer fort und fort die Heerde umreiten, und gelegentlich muß er Raketen abfeuern, um die hungrigen Bestien einzuschüchtern, deren Augen manchmal wie ein ganzer Kreis flammender Vunkte'um die Heerde herum zu sehen stnd! Um diese Zeit werden auch die getreuen Schäferhunde überarbeitet, welche gleichzeitig die Coyoten abzuwehren und die thörichten, f.Vrrischen Mutterschafe nebst verirrten Lämmern auS dem Bereich der Gefahr zurückzutreiben und sozusagen in Reih' und Glied zu peitschen haben, zwei Hunde für eme große Heerde! Coyoten sind überhaupt die schlimm sien Feinde des Schäfers, und sie ken nen die Natur der Schafe fo genau, wie dieser. Sie wissen, daß sich jede Heerde leicht in Aufruhr bringen läßt, und daß. wenn irgend ein einzelnes Schaf sich dabei auch nur weniaeNards von der Heerde entfernt, es leicht auf die Prairie getrieben und behaglich lich verschlungen werden kann. Nicht selten reißt sich auch ohne irgendwelche Veranlassung einSchaf. von der Heerde los. - Diese Thiere beunruhigen sich über tausenderlei Tmge und zeigen nicht den Instinkt des Hornviehs, in Bedrängniß nahe beisammen zu bleiben. Ihre Räuber verstehen es. auch sehr gut, sich aus dem Bereich der Flinte des Schäfers zu halten. An Schafböcke waaen sich die Co yoten gewöhnlich nicht heran; denn sie haben Respekt vor ihren Hornern, mit denen dieselben sich ziemlich gut wehren können. Aber Mutterschafe oder Lam mer lassen sich, wenn sie von einem solchen Feind angefallen werden, zu Bo den sinken, stellen'sich vielleicht todt und werden ohne Kampf, ja ohne Blöken in Stücke gerissen. Klapperschlangen gibt es in den Schafzucht - Gegenden genug: aber die Schafe haben die meiste Zeit wenig von denselben zu fürchten, da ihre dicke Wolle sie schützt. Nur unmittelbar nach der Schur fallen manche Schafe den Klapperschlangen zum Opfer. Die Schäfer, müssen' aber für sich selber sehr auf der Hut vor diesen Schlangen sein, die im , Hochsommer am bösartigsten sind. Schon gar mancher Schafhirte ist von einer KlapPerschlange gebissen worden, ohne

irgend welche Aussicht auf Hilfe wett

und brüt, ind hat emen schmerzhaften Tod gefunden, lange ehe Jemand von feinem Schicksal etwas erfuhr. Klapperschlangenblsse und Blitzschlag gehören, außer. Schneesturmen, zu oen gewöhnlichsten Todesursachen in der westlichen Schäferwelt. Wenn du Zeit deö LammerwerfenS vorüber ist. und bis einschließlich zum Herbst, lenkt das Leben des Schafhirten in ruhigere, routinemäßigere Baynen ein und begünstigt , jene Beschaulichkeit und jene innige Vertrautheit mit der Natur, durch welche sich Schafer allezeit auszeichneten. Aber Gefahren gibt es bestandig; auch kann der Schaser me auf ungestörten Nachtschlaf rechnen. Eine Schafheerde be! Nacht," sagte jüngst ein Wyominger Hirte, der berühmte frühere Cowboy Bia Jim" Everett, ist niemals ruhia".und diese Thiere sind wie lauter nervöse Frauenspersonen, welche beständig Einbrecher zu hören glauben! Ist die Heerde nicht prompt wieder zur Ordnung gebracht, wups! hat der Teufel, nämlich die Coyote, einige gebolt. Es ist noch ein Glück, dan eme Schafheerde, wenn sie in Aufruhr gerathen ist, nicht, wie die Rinderheerde, weit wegläuft." ... . Außer der Schur gibt es noch em besonders bemerkenswerthes Ereigniß für die Schafheerden, und das ist, wenn sie nach den Tauchbad - Schuppen getrieben werden, wo jedes Schaf durch einen langen Bottich schwimmen muß, der eine Mischung von Schwefel, Tabak und Wasser enthält. Dieser, im Einzelnen öfter geschilderte Prozeß gilt für das beste Vorbeugungsmittel gegen die, so sehr gefurchtete Schafkrankheit, die Räude, und man nimmt an. daß jedes der Thiere, welches ein solches Bad durchgemacht hat, wenigstens für einige Monate gegen diese schreckliche Krankheit gefeit ist, im Vergleich zu der andere gelegentliche Gebresten nur wenig zu bedeuten haben. Bekanntlich werden diese Bäder an Regierungsstationen geliefert; Zehntaufende von Schafen werden da in ununterbrochener Reihenfolge abgefertigt. Es ist für den Beschauer ein unvergeßlicher Anblick, wenn solche MY riaden Schafe aus dem Tauchbad kommen und nach dem Gebirge getrieben werden, um neue Kraft auf den upplgen Graöweiden zu gewinnen, ehe der grimme Winter einsekt. Besonders herrlich ist die Scenerie, wenn der Sonnenuntergang sie verklärt, und die westlichen Berge in Purpur schwimmen. Der oben genannte Big Jim" Everett. dessen heutiger Wirkungskreis die alkali-gebleichten Ufer des Crazy Woman Creek sind, ist der Besitzer des berühmtesten PaareS Schäfer Hunde in Wyoming. Die Wolfsnatur dieser Hunde zeigt sich mcht nur m ihrem Gang, und dem lebhaften Spltzen der Ohren, sondern auch und vor Allem in ihrem, schier überna türlich scharfen Gehörsinn. Jn .Entfernungen, in denen, kein Menschenohr eine lauteUnterhaltung noch vernehmen konnte, hören sie selbst das schwächste Flüstern und entsprechen ihm prompt! Doch in einem Wind- und Sand stürm sind oft alle Worte werthlos. und noch wichtiger ist es, daß ' Jim seine Hunde dahin gebracht hat, einem Zeichensystem in einem Maße zu gehörchen, welches die Bewunderung jedes Bremsers finden würde! Wenn er sie z. B. aussenden will, um etlicke terlaufene Schafe aufzujagen oder nach einem Coyoten zu spöhen, schwenkt er blos mit der Hand rn der Richtung, welche er gedeckt zu seyen wünscht. - und sofort rennen die Hunde auf die Prairie hinaus und erfüllen fern stilles Geheiß auf das Vollkommenste, selbst in so weiter Entfernung, daß er sie mcht mehr sehen kann, und hinter Hu geln. Will er die Hunde zum Halten bringen, so braucht er nur eine Seitenschwenkung der Hände, von den Schul tern abwärts, zu machen, und sofort stehen sie still und warten auf den nächsten Befehl. Ein Erheben seiner Hände über den Kopf ist das nie versagende Zeichen für die Hunde, zu ihm zurückzukommen. So hat er noch eine ganze Reihe Signale, deren me eines mißverstanden wird! Die Hunde holen ihm jedes einzelne Schaf, das er Mit dem Fmger bezeichnet hat, aus der Heerde heraus und bringen es ihm, oder sie trennen es von den übrigen und bewahren es stundenlang, bis sie neue Weisungen bekommen. Uebrigens werden sie nicht immer paarweise, sondern auch einzeln zu manchen wichtigen Geschäften verwendet, und ihr Wolfsblut macht sie auch aC V r nr i ausoauernoer, ai5 gemoyniicye u.01 lies"; namentlich können ihre Füße es aus dem Cactuslande langer aushal ten. Aber alle die westlichen Schäfer Hunde verdienen das höchste Lob, und selbst der beste Schaser wäre oft ohne sie sogut wie hilflos. Sie haben nicht nur etne außerordentliche Intelligenz, sondern auch einen löwenhaften Mutn; und dieser wird manchmal auf das Äeutzerste rn Anspruch genommen! Denn sie müssen es jederzeit mit Coyo ten und Wölfen aufnehmen und sogar dem Bären einen Kampf liefern, wenn die Schafe in Gefahr sind. In Allem werden sie verantwortlich ' gehalten. und stets zeiaen sie sich der Verantwor tung gewachsen,' auch über daö Le ben ihres Herrn hinaus. Eine Menge Beispiele ließen sich da für erzählen. Hier nur zwei dersel'den. .

Vor noch nicht lanaer-5Zeit wurde in

der Nahe von Greeley. Colorado, ein Schafhirte durch Blitzschlag getödtet. Seine zweiHunde bewachten den Leia nam eine volle Woche !ana. webrten erfolgreich die Coyoten ab und bewahrten die Heerde vor allem ernstlichen Schaden. Em Schäfer Namenö William Moody und feine Heerde aeriethen in einen furchtbaren Blizzard-, welcher über die Rothe Wüste" des sudlichen Wyoming . dahinfegte. Die Schafe kamen zu Dutzenden um, und schließlich fiel der Hirte im Schnee nieder und starb. Länger als eine Woche hindurch hielten seine beiden Hunde bei der Leiche aus; sie erhielten sich selbst am Leben, indem sie das Fleisch erfrorener Schafe fraßen, und sie trieben beÜändia . die heißhungrigen PrairieWolfe zurück, welche bald den todten Hirten bis auf das Skelett aufgefrefsen haben würden. Als endlich eine Suchpartie die Hunde fand, waren sie vor Erschöpfung fast todt. Doch wurden sie und der größte Theil der Heerde gerettet. IWmankMaB Einen Blitzableiter neuester Construktion erfand kürzlich ein Hoteldienstmädchen im Wippthal. rr i fr-'i v jyci .oyenori sielnacy am Brenner wird nur selten von Gewittern heimsucht, da die nahen Bergketten die Wolken an sich ziehen und auch weil n X. V'. r.i n. ir . t liuj vic leiiriZliai gerne im nrngai bei Innsbruck entladet. Es ist ein grauenvoll schöner Anblick, -wenn die Blitze senkrecht rn die Niederungen hinabfahren. Doch an dem betrefsenden Tage blieb ausnahmsweise eine schwarze Wolke längere Zeit über dem Wippthal drohend hängen, bis sie sich in bloß drei flammenden Blitzen entlud. Das Mädchen in dem besuchtesten Hotel Steinachs hatte diese kurze Gelegenhett auszunutzen gewußt, um den Blitz an sich zu locken. Sie stellte sich in heftigem Gegenzug ans Fenster einer Kammer und putzte eifrig übereinem Wasserbecken ihren Kupferkessel. Richtig fprang der Wetterstrahl, der in elektrische Drahte gefahren war, ab. streifte die Hand des trotz der muthlgen Herausforderung zu Tode erschrockenen Mädchens, versengte ihre Stirnloachen und verlor sich, um den Kessel lausend, ins Spülwasser. Merkwürdigerweise nahm die kühne Concurrentin Franklins weiter keinen Schaden. Auch die Gaste konnten, nachdem sie in ein Flammermeer gebadet, ihr Dessert im Stich gelassen hatten, wie der die köstlichen Walderdbeeren verzehren. Im Hochzeitskleid in d e n T o d.' Die Eigenthümer' eines Hauses in Berlin ließ die Wohnung der 31jährigen Aufwärterin Antome Schmitz gewatiiam offnen, oa man-.die Aufwärterin seit 14 Tagen vermißte. Auf dem Fußboden lag, mit dem weißen Hochzeitskleid angethan, die' bereits stark verweste Leiche der Mietherin. Die Aufwärterin hatte sich mit Lysol, vergiftet. Auf, dem Tische lagen Abschiedsbriefe. Antorne Schmitz unterhielt mit einem straßenbahnfchaffner ein Liebesverhältniß. Sie erhielt aber, Kenntniß.' daß ihr Geliebter in Schlesien eine Braut besaß. die er später heirathen wollte. Aus Gram darüber ging sie in den Tod. ' U.edel- verlaufener Scherz.". Der Bürgermeister von Rudisleben, Thüringen, hatte die Stelle eines Gänsehirten ausgeschrieben. Der Landwirth Boßecker aus Heyda sandte ihm auf einer Postkarte eine Bewerbung um die Stelle, worin er angab, daß er bereits mit Erfolg zwei Jahre eine- gleiche Stelle bekleidet habe. Die Karte unterschrieb er mit dem .Namen eines Bauunternehmers, dem der Angeklagte etwas anhängen wollte. Dieser erhielt nun vom Bürgermeisteramt eine zusagende Antwort auf die angebliche Bewerbung und Auskunft über einige aus der Karte an gegebene Fragen. Boßecker erhielt aber bald eine Anklage wegen Urkunoensal schung und wurde zu drei Tagen Gefänaniß verdonnert. zuer stützen der Sonnenb l u m e ist noch zu wenig bekannt. Und doch ist diese Pfanze zur Kultur sehr zu empfehlen. Zunächst sollten in der Nahe eines jeden Bienenstandes einige Dutzend Sonnenblumen gepflanzt werden, da wenig andere Blu then den Bienen eine derartig , große Menge Honigsast bieten wie diese. Der Same ist als Hühnerfutter fast un übertrefflich. Er steigert das Eierlegen, eignet sich ausgezeichnet als Mastfutter und bewirkt sogar ein schönes, weiches und glänzendes Gefieder. Man hält den Samen der Sonnenblumen für ebenso gut wie Weizen. Buchweizen oder Hafer, da er weder erhitzend noch fettbildend wirkt. Das aus den Kernen gewonnene Oel ist ein gutes Brennol und eignet sich Vorzug lich zur Seifenbereitung. In gereinig tem Zustande wird das Oel sogar zu Speisen verwendet. Auch der ViehZüchter hat Grund, die Sonnenblumen zu schätzen, liefern sie ihm doch die fettbildenden Oelkuchen. Auch geben die Blätter, getrocknet und mit anderen Futtermitteln zu Häcksel geschnitten. ein vortreffliches Futter für Milch kühe. Zudem ist die Behandlung der Pflanzen gar nicht so schwierig. Sie nehmen auch mit weniger gutem, allerdings gedüngten Boden fürlieb und beanspruchen eine nicht zu enge Pflanzung und Reinhaltung des Bodens von Unkraut.

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