Indiana Tribüne, Volume 29, Number 7, Indianapolis, Marion County, 31 August 1905 — Page 3

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Jndlana Tibüne, 31. Augufl 1003. 3

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Verschiedene Urtheile Werden in Rußland über den Friedens - Vertrag laut.

Tcr Besuch des englischen Geschwaders in Swmemünde. Nußland angeblich am Vorabende des Staatsöankerottcs. Der Papst srent sich über den Frieden. Beobachtung der SonncnsinsterniK. Vulkanische Ausbrüche in Italien.

Nußland. Die Friedens nach richt. St. Petersburg, 30. Aug. Die Friedensbotschast wurde hier ohne jedes Zeichen von Freude aufgenom men. Die Stadt weist absolut keme Zeichen vom Empfange der Nachricht auf. ES kann aber gesagt werden, daß unter den intelligentem! Klassen das Gefühl. herrscht, eS sei Gerechtigkeit in PortSmouth geübt worden. - Man hört Ausdrücke der Erleichterung, daß das Blutvergießen nun aushört, aber der unrühmliche Friede ist sür Viele eine Enttäuschung. Die Plötzlichkeit, mit welcher die Japaner schließlich das ruf. sische Ultimatum annahmen, läßt viele Leute glauben, daß die Abtretung der halben Insel Sachalin voreilig war. während ein starkes Element im Volke der Ansicht zu sein scheint, daß eine mU tere Schlacht mit SiegeSauSsichten dem abgeschlossenen Frieden vorzuziehen ge Wesen wäre. Die Ausnahme der Nach richt hier zeigt deutlich, daß der Krieg die Massen kalt ließ, die in keiner Weise mit seinen Zwecken sympathisirten. Die gebildeteren Stände haben niemals die Fähigkeit gezeigt, sich für die Pläne und Ideen der Regierung zu erwärmen. Zu denen, welche mit dem Resultat der Verhandlungen zu PortZmouth vollständig zufrieden sind, gehört der Ackerbauminister v. Schwanebach. Er sagtebeute: Wir sollten dem Himmel danken für eine so ehrenvolle und höchst tofin schenSwerthe Beilegung des Streites. Wir können nun unsere Aufmerksamkeit den inneren Problemen zuwenden, welche unsere ganze und ungetheilte Nrast in Anspruch nehmen. Geschäftswelt hoffnungö. voll. Nischni. Nowgorod, 30. Aug. Die Nachricht von dem Friedens schlüge wurde hier, besonders von den Kaufleuten, die aus Theilen Rußlands zu der großen Messe erschienen find, mit Befriedigung aufgenommen. ES herrscht daS Gefühl, daß der Friededen Handel ermuthigen und dazu dienen wird, die inneren Unruhen zu unter drücken, die an vielen Orten das Ge fchäft gelähmt haben. P r e ß st i m m e n. Die Novoe Vremya" bedauert den Friedensschluß und sagt: Gott möge geben, daß der Schlag nicht Rußland in dem Augenblicke getroffen hat, da Japan bereit war jede Konzession zu machen, um den verderblichen Krieg zu beenden nnd da die russische Armee stärker geworden roar, wie je zuvor Dann führt sie fort: Wenn die Natio nalversammlung in Auffrischung des Landes keinen besseren Erfolg hat, wie ihn die Armee in der Vertheidigung hztte, dann ist Rußland verloren." Der Ruß" nennt den Friedens fchluß die größte Wohlthat für den Feind." Der Pan Slavic Soel" sagt: Alle japanischen Konzessionen treten in den Hintergrund gegenüber der Thatsache, daß Japan den besseren Theil von Sa chalin erlangt hat." Der populäre Listok" heißt den Frie den willkommen, da er Rußland ge stattet, sich mit voller Seele der inneren Reorganisation zu widmen. O d e s s a, 30. Aug. Die Nachricht vom Friedensschlüsse wurde hier mit großer Freude ausgenommen, befon derö da am Tage vorher der UkaS ver öffentlicht worden war. der weitere Truppen mobil macht, woraus man - auf eine Fortsetzung deS Krieges schloß. Die Friedensbedingungen werden hier als ein großer Sieg der russischen Diplomatie, speziell Wiite'S, betrach tet. Der Friedensschluß ist für Odessa sehr wichtig, dessen Handel und In dustrie während deS Krieges sehr gelit ten haben. Loubetgratulirt. Paris, 30. August. Präsiden Loubet welcher sich gegenwärtig au dem Lande aufhält, empfing die Frie denSnachricht zu früher Morgenstunde Er richtete sofort Glückwunsch'Tele

gramme an Präsident Roosevelt, den Zaren und den Mikado. AlS Premierminister Rouvier um seine Meinung über das Resultat der Konferenz befragt wurde, sagte er: DaS Parlament ist der einzige Ort, wo ich internationale und diplomatische Frage besprechen kann, ich gehe ni: von dieser Regel ad."

Der Premierminister richtete heute Morgen eine lange Depesche an Witte. Die Umgebung deS Premiers ist von dem Resultate der Konferenz sehr er. freut. Der Papst beglückwünscht den Zaren. Rom, 30. August. Der Papst wurde zu früher . Moraenstunde von oem Friedensschlüsse .zu PortSmouth i fjti.i rr.. r rr atnw.l umnmm. ur xxty. les in oie i " I . I . ... ' lTT' - ji . r i i n . ra.x.ixi i : r .t I wou tx van sur oen MUly oes Prap. oenren ooieoett. Später schickte der Papst eine De. pesche an den Zaren, in welcher er die en und die ganze Welt beglückwünscht. NeuepolltischeLage.

CTl t 1 O A QT O1 .A V V 9lfrwvyte vvv m v v B"lin, 30. Aug. Nachdem das Tecklenbora.Wertt in Geessemünde einen

erste Erstaunen und die Freude über den Friedensschluß sich gelegt haben, versucht man sich die neue Lage klar zu machen, welche durch die verändertenBe Ziehungen der Mächte geschaffen wurde. Rußlands Stellung mlt einem mäch. igen Nachbar im Osten und Westen wird nun der Deutschlands ähnlich, Rußland wird ohne Zweifel eine starke Armee im Ollen unterhatten und da. durch gezwungen sein, den Druck gegen die Westgrenze eiwaZ zu vermindern. ES wird nicht mehr wie früher zu furchten sein, wett es auch nach Wieder, Herstellung seines Ansehen? und der Reorganisation seiner Hilfsquellen stets Japan beobachten und mit demselben rechnen muß. Nach Anficht von Kennern der Wer Hältnisse ist die deutsche Regierung überzeugt, daß Japan für viele Jahre ruhig bleiben wird, wenn eS nicht ge stört wird und dad es srleduch seinen neuen Befid auf dem afiatischen Kon. tinent entwickeln wird. Die gelbe Gefahr" scheint größten Theils aus den deutschen Berechnungen gewichen zu sein. Professoren am Stre.ik. St. Petersburg, 30. Aug. Eine Depesche auZ Odessa meldet, daß 342 dort versammelte russische Profes soren beschlossen haben, ihre Lehrthätig' keit einzustellen, bis dem Volke die ge forderten bürgerlichen Freiheiten und den Universitäten volle akademische Autonomie gewährt werden. Großbritannien. Kriegsbestellungen rück gängig gemacht. Glasgow, 30. Aug. In Folge des Friedensschlusses haben die Krieg führenden große Bestellungen rückgän gig gemacht. Rußland hatte 130,000 Mehlsücke und Japan 100,000 Yardö Zelttuch bestellt. Japan. RojestvenSky. T o k i o, 30. August. Contre.Ad. miral RojestvenSky hat sich von seinen Wunden soweit erholt, daß er Anfang September nach Kkoto'gebracht werden kann. nFt;.iTtt.Att '"""Hi-b m . in .. . . wooei - issei. QamTa&aW Ost or....n I iui4uuu, ou. iU9Hu,i. Aus bester Quelle kann die Assoclirte

Presse versichern, daß sehr wahrschein, haUn mit deutschen Kollegen gemeinlich nächstes Jahr Präsident Roosevelt fome Begrüßungstelegramme an den

den Nobelpreis erhalten wird. Korea. Durch Japaner verdrängt. S e o n l, 30. Aug. John Mc. Leavy Brown, welcher seit 12 Jahren an der spitze des koreanischen Zoll, wesenö stand, soll entlassen werden. Die Leitung desselben übernimmt der japanische Berather der Regierung, Megata, welcher das ganze Finanz Wesen reo?ganisiren will.

Deutschland. BörseN'Barometer. Berlin, 30. Aug. An der Börse war heute lebhaste Spekulation. Russische. Papiere stiegen um drei Punkte. Cholera. Berlin, 30. Aug. Der Reichs, anzelger meldet offiziell, daß in West Preußen, im Weichselgebiete, 20 -Cho. lerafülle mit 6 Todesfällen vorgekommen find. Die meisten Opfer kamen in direkte Berührung mit russischen Schiffern. - Die Regierung hat Aerzte aus ande ren Landestheilen den dortigen Ge sundheitsbehörden zur Unterstützung geschickt. LüngS der Weichsel sind 12 ani tätsstationen errichtet worden. Rußland'S StaatSbankerott prophezeit. Berlin, 30. Aug. Gewaltige?

Aussehen erregt ein Werk des Regie rungSrathö Rudolf Martin vom Kai serlichen Statistischen Amt, welcher ausführt, daß Rußland in fünf bis fünfzen Jahren den Staatsbankerott erklären werde, da die Landwirthschaft zu tief darniederliege und die Industrie ohne eine kaufkräftige Landbevölkerung nicht entwicklungsfähig fei. Deutschland, so betont der Verfasser. bstlfe icht mit feinenMilliarden die ' be,ablen. sondern müsse die fraa. m Frist zur Abstoßung russischer ' ' ' " " Staatspapiere benutzen. Nordd. Lloyd" bestellt in Ge estemünde einenPost dampfer. Stettin, 30. Aug. Außer bei der Vukan'Werft in Stettin hat der Ssnrhhlitfifi 9snhh" rtMfi ft neuen Postdampfer von du Barba. rossa-.Klasse bestellt, der 16,000 bis 17,000 Tonnengehalt haben soll, Der englische Besuch. Berlin, 30. Aug. Allgemeine Ueberraschnng hat es hervorgerufen. daß der Kaiser, entgegen früheren DlZ. kosstionen. hoch vlöklkck, hm Nek,kl an die active deutsche Schlachtflotte er. theilte, die englische Kanalflotte auf der Rhede von Swinemünde zu begrüßen, Die offiziösen Blätter aeben ssck die größte Mühe, die Stimmung der Be. völkerung möglichst freundlich zu ge. stalten, und eS wird ängstlich jedes Wort vermieden, das bei den britischen Besuchern irgendwelchen Anstoß erregen könnte. Sie befolgen damit den lcbon vor Wochen von maßgebender Seite ausgesprochenen Wunsch, daß von deut scher Seit kein Anlaß zum Aergerniß geboten werde. Nach beuttgen Meldungen aus Swinemünde bieten die beiden Flotten einen lmvosanten Anblick dar. Unabhängige Blätter warnen vor der . . Ueberschützung deS beiderseitige Höf lichkeitsaustauscheS. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung ihat das 9. Grenadier.Regiment zu Stargard in Pommern zwei Compag nien nach Swinemünde gesandt. Alle Gendarmen aus der Nachbarschaft find dort konzentrirt worden, so daß etwelche Demonstrationen unfreundlicher Art im Keim erstickt werden könnten. Depeschenwechsel zwischen Kaiser und Prinz re gent Luitpold. B e r l i n. 30. Aug. Anläßlich der Besichtigung der an den Manövern theilnchmenden bayerischen Regimenter im Senne-Lager nördlich von Lipp springe haben Kaiser Wilhelm und Prinzrcgent Luitpold Telegramme aus getauscht, welche in außerordentlich herzliche Worte gekleidet find. Amtsrichter unter ernster i Anklage. i - Schwerin, 30. Aug. In Sta Venhagen, Mecklenburg.Schwerm, ist der Amtsrichter Paschen bei seiner Ruckkehr vom Urlaub wegen Fälschung von Hypothelenscheinen verhastet wo den. Deutsck.fran,ösiscke An I " " Näherung. Frankfurt. a.M.. Jtt. Auaust. a.fUmb. Ledrer und verrinnen Kaiser Wilhelm und den Präsidenten Loubet gesandt. Prinzessin gestorben. Am Alter von 71 Jahren ist heute auf Schloß Nymphenburg die verwitt wette Prinzessin Adelbert von Bayern aus dem Leben geschieden. Die Ver iwigte war eine Jnfantin von Spanien und wurde ihrem ihr vor gerade 30 Jahren im Trde vorangegangenen Gatten am 25 August 1856 in Mad ' rid angetraut.

Italien. VulkanischeAuSbrüche. Neapel, 30. Aug. Der Vesuv ist in voller Thätigkeit und wirft eine Masse Lava aus. Dumpfes Dröhnen schallt aus dem Krater. ' Neapel. 30. Aug. Gleichzeitig mit dem Ausbruch des Vesuvs und deS Vulkans auf Stromboll wird von Sultana und Palena ein Erdbeben ge. meldet. Viele Häuser stürzten ein und eS herrschte eine allgemeine Panik. M e s s i n a, 30. Aug. Der alte Krater auf der Insel Stromboli ist in voller Thätigkeit und wirft schwere Massen Lava aus. Dichter Rauch liegt 'über der Insel. Die Bewohner der Dörfer um den Vulkan fliehen voller Schrecken. Algier. Sonnen sinfterniß. G u e l m a, 30. Aug. Die ameri. kanische astronomische Expedition, an deren Spitze Contre.Admiral Ehester vom Flotten-Observatorium steht, war bei Beobachtung der Sonnenfinfterniß sehr erfolgreich. ES wurden zahlreiche Photographien der Sonnenfinfterniß aufgenommen und auch die Protube.

ranzen der Sonne mittels eines befon deren Apparates fkizzirt. Aegypten. Amerikanische Astro. n o m e n. Assauan, 30. August. Die amerikanische Expedition unter Leitung Professor Hussy's vom Lick'Observato rium, führte ihr volles Programm aus machte alle Beobachtungen, die sie wünschen konnte. Frankreich. Morocco'S Sultan hart. n ä ck i g. Paris, 30. Aug. Wie heute aus Tanger gemeldet wird, weigert sich der Suktan immer noch, den verhafte en Algerier, dessen Freilassung Frank reich unter Drohungen fordert, heraus. zugeben. Er ließ gestern dem fran zöfifchen Gesandten in Fez eine Note zu stellen, in welcher er erklärt, daß er die mohammedanischen Bewohner Algier nicht als Bürger der franzöfifchen Re publik anerkennen könne und die ma roccanischen Behörden zur Festnahme deS Eingekerkerten berechtigt gewesen eien. Die Antwort Frankreichs wird vorauSfichtlich die sofortige Besetzung der Grenzstadt Oudja und eine Flotten demonstration vor Tanger sein. Von deutscher Seite hat die französische Re gierung keinen Protest gegen einen sol chen Schritt zu befürchten, obgleich der bockbeinige Sultan zu glauben scheint. daß Deutschland ihn in Schutz nehmen werde. P a r i S, 30. Aug. Das auswär. tige Amt, daß der französische Gesandte zu Fez St. Rene Tamandter, bezüg lich der Freilassung des algerischen Kaufmannes Bonzian ein Uultlmatum stellen und der marokanischen Regie rung gleichzeitig mittheilen wird, daß er Fez verlassm wird, falls Bonzian nicht in Freiheit gesetzt wird. Tripolis. Beobachtung der Sonnen Finsterniß. Tripolis, 30. Aug. Die ame. rikanische, die italienische und die fran zöfische Expedition beobachteten heute die Sonnenfinfterniß bei klarer Atmo sphäre. Dieselbe dauerte 3 Minuten 4 Sekunden. Prof. Todd vom Armherst College, der Chef der amerikanischen Expedition, machte zahlreiche photogra phische Aufnahmen. , Marokko. Freigelassen. Tanger, 31. August. Der Kaufmann Bouzian ist freigegeben worden. SÄiffsnaürichten. New York: Oceanic- von Liverpool, Rhndam" nachRotterdam. Teu ' tonlc" nach QueenStown, Si cilia" nach Genoa. Oscar II." nach Copenhagen. QueenStown : Noordland" nach Li verPool. Neapel: Georgic- nach Venedig. Copenhagen: .United StateS" nach New York. - - QueenStown: Saxonia" nach Boston. Southampton: Kaiser Wilhelm II. nach New York. Vlvmoutb: Deutschland" von New , - York. QueenStown: Baltic- von New York. Hong Kong: Minnesota- von Seattle via Yokohama. Liverpool: Majeftic" nach New Dork via QueenStown, Merion- nach

Philadelphia via QueenStown.

Wetter nnd Stinnng.

Bei vielen Menschen trifft man die Eigenthümlichkeit, daß ihre Stimmungen dem Einfluß des Wetters unterliegen, daß Sonnenschein ihre Herzen mit Licht erfüllt, während Re gei wallende Nebel die eele wie mit grauen Schleiern umhüllen, daß es wie ein Druck auf ihnen liegt, ihre Lust und Freude eindämmt. Die Sonne ist nun einmal das belebende Element in der Natur; was in der Sonne steht, wächst und gedeiht; eine Sonnenblume wendet ihr goldenes Haupt immer der Sonne zu; gerade so braucht der Mensch das Himmelslicht, ohne das er nicht existiren kann, ohne das sein Körper kranken, sein Geist verdüstern müßte. Der Sonnenschein weckt alle unsere Aitlin sttA4ttfAflan ,,5 OtfflnS j ii u.-Ä1?1' n 7 inuth wachst, die Thatkraft stärkt sich, .i U ü mm mm, l4H f - m. mm mm m X A.m l W A 17 . m-m UUU JUCl UlCl III UCl VUUllC ItUi, iJCfcH Körper stählt sich. ' Solch ein gesun der Körper erzeugt auch einen gesunden Geist, beide aber ein sonniges Gemuth, dessen Warme nach lnnen und außen seine wohlthuenden Strahlen sendet. Wer kennt und liebt mcht die sogenannten Sonnenkinder, aus dercn heiteren Blicken Liebe und Zufriedenheit entgegenleuchten, und deren Frohsinn wohl selten Jemand widerstehen kann, weil man bei ihnen die angenehme Wärme spürt, die nur echtes Empfinden ausströmt! Wohl dttsen Glücklichen, sie werden niemals allein sein, und ihre treuen Begleiter Freundschaft und Liebe werden auch in trüben Zeiten nicht von ihrer Seite weichen. Wie arm sind dagegen Jene, deren Wege nicht durch sonnige Gefilde gingen, deren Kindheit durch schwere schwarze Wolken getrübt wurde. Ihnen wird es mcht leicht, des Sonnenscheins Macht kennen zu lernen, aber mit gutem ernstem Willen können auch sie die Nebel zerreißen, die sie vom Sonnenlicht trennen, und oftmals gelingt es ihnen durch die kräftigen Helfer Arbeit und Selbstüberwmdunq. Wer einmal von einerBergeshöhe die wogenden Nebel betrachtete, die gleich Meereswellen die Thäler durchzogen, dem wird der Vergleich dieses Naturschauspiels mit einem verdüsterten Menschenleben nicht unpassend erscheinen. Alles ist grau in grau, wohin das Auge schaut. Man ist allein wie auf einsamer , Insel, und nirgends zeigt sich ein Ausweg aus dem Nebelmeer. Da vlöklich beginnt ein stä'rleres Wallen und Wogen, und wie ein Hoffnungsschimmer im verbitterten Herzen erscheint, so erscheint hier eine grüne Tannen pike, dort ern Stückchen Erde, hie ein Baum, ein Haus, bis der Nebelschleier jäh zerretßt und das Sonnenlicht auf den immer leichter werdenden Wölkchen tanzt, sie zagt und zerstreut, bis das M men hat vom furchtsam zagenden Herzen. Nun ist die Sonne wieder bei uns eingekehrt, sie durchströmt unser Inneres, ein zuoerncyiiiazes yciieres Lächeln tritt auf die Lippen, ein war- ' 1 ' ' mer Schimmer in die sonst so trüben . . . . . . ' . und gleichglltig blickenden Augen. Wie vi:le neblige Herbstmorgen sind die Einleitung für wunderbar klare Tage, an denen sich das Auge an der ausge breiteten Schönheit kaum satt sehen kann. Und wer in dem gewaltigen Buche der Natur zu lesen versteht, der hat gesehen, daß auch die Nebel ihre Bedeutung haben, weil sie meist einen erfrischenden Thau hinterlassen, der erquickt und belebt, was schon am Absterben war. Wir Menschen also, die wir uns im Nebel befinden, so gerne das Sonnenlicht aufsuchen möchten und dabei auf Hindernisse stoßen, wir dürfen nicht verzagen, dürfen mcht giauocn, oajj uns leincoirnung incor blüht. Stimmungen und Nebel ziehen 1 . f. C - r. r .rr r . ooiuoer, wie oer ?iurmwino. oer durch die Wälder streicht. Wir müssen eben kämpfen gegen die wallenden Nebelschleier, die unser Gemuth umhüllen, so daß es nichts mehr von der uns umgebenden Schönheit und Liebe sieht. Wir müssen uns durchringen durch alle trüben und sinsteren Gedanken, denn die Sonne steht unentwegt am Himmel, wenn es ihr auch nicht immer gleich gelingen will. die Nebel und Wolken zu durchbrechen, die sich ihr auf ihrem Wege zu den Menschen entgegenstellen. Aber ihr Licht strahlt immer, ihre Wärme kennt kein Hinderniß, das sie nicht überwinden könnte. Plötzlich taucht sie wieder am Him.el auf, zuerst eine matte Scheibe, dann durchbricht sie mit einem Male ihren orauen Vorbana. und in vollendeter Schönheit lächelt tr--i'i ... ' UNS iyr 'aning zu. Ein keramisches Museum, zunächst in bescheidenen Anfäw gen, ist in Welten anläßlich des 70jährigen Bestehens der dortigen Osemndustrie gegründet worden. 1833 wurde von dem damaligen Landrath Höbe die Genehmigung zum Bau der ersten Ofentopfere: in Veiten ertheilt; letzt bestehen dort 40 Ofenfabriken. Das Museum birgt Produkte der Veltener Industrie von der Zeit ihrer Entste hung an: Kacheln verschiedenster For men, Malereien in Ton eingebrannt, Terrakotten, kleinere kunstvolle Tonge genstande. Entschuldigt. Frau: Du krlnast doch icfet jeden Tag einen Spik mit nach Hause!" Er: .Ja, wozu le-

den wir denn m den hundstaZens

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