Indiana Tribüne, Volume 29, Number 6, Indianapolis, Marion County, 30 August 1905 — Page 7

Jnöiaua Qribütte,'S0. Tlugusi 1005

Die Erholungskur. , ' Eine Sommernorellette von Paul A. Airstein. Immer war es dieselbe Geschichte! Den ganzen Winter hindurch freuten sie sich auf die Erholungsmonate, die der Sommer bringen sollte, und wenn der Sommer da war, dann wußten sie nicht, wie sie sie ausnutzen und wie sie sie verleben sollten. Das gab. jedesmal viel Aerger und Kopfzerbrechen und machte sie beide so nervös, ' daß sie schon " allein dafür thatsächlich eine Kur nöthig hatten. Sonst nämlich waren sie beide kerngesund. Und auch die Arbeit war für sie nicht so ergiebig Qusgetheilt. daß sie durch sie irgendwelchen Nachtheil für ihre Gesundheit hätten erleiden können. Er war ein junger Rechtsanwalt, dessen Hauptthätigkeit im Warten auf Praxis bestand, und sie die Tochter eines recht btgüterten Fabrikanten, der seiner Einzigen" nicht nur eine reichliche Mitgift mitgegeben hatte, sondern auch die Möglichkeit, sich gleich vom Anfang ihrer Ehe an zwei Mädchen zu halten. Mochten diese auch so viel wie möglich Von der jungen Frau in Anspruch genommen werden, sie behielten noch immer Zeit genug, um auch an ihre eigenen Interessen denken zu können. Die junge Frau hatte also sozusagen auch nichts zu thun, und wenn sich Mann und Frau erholen wollten, so konnte es nur von den vielen Festlichleiten des Winters sein, oder von der Langeweile, die sich in ihr Haus einschlich, wenn wirklich einmal nichts los war. Beides hatte zur Folge, daß sie ein wenig unschlüssig und energielos wurden und nichts Rechtes mit sich anzufangen wußten. Daher auch der ständig wiederkehrende Streit über das Reiseziel und die nervöse Uneinigkeit, die sie ergriff, sobald sie die ersten Koffer und Körbe durch die Straßen schaukeln sahen. Ihre Bekannten lachten schon, wenn sich jene Zeit nahte, die sonst alle Reiselustigen wie mit Sturmwind erfaßt. Sie erzählten spottend von den eigenen Plänen und hörten schmunzelnd, was Herr und Frau Rechtsanwalt Norris beschlossen, um es, wenn möglich, nach einer Stunde, spätestens aber am nächsten Abend wieder umzuwerfen. Manchem aus ihrem Kreise war freilich diese Unschlüssigst ein rechter Greuel und zu diesen gehörte ganz besonders der Vater der jungen Frau. Als der drei Wochen lang das Klagen und Jammern angehört hatte, und diebeiden jungen Herrschaften gegen alle Vorschläge, die er machte, immer wieder Einwendungen erhoben, schlug er vorerst einmal mit der Faust auf den Tisch. Donnerwetter sagte er dabei, seid Ihr aber langweilige Menschen " Er hatte noch mehr auf dem Herzen, kam aber nicht dazu, es auszusprechen; denn nervös fuhr seine Tochter vom Stuhle auf und rief: Aber Papa!" Und ebenso von den Nerven geplagt, nur in etwas besserer Haltung, warf sein Schwiegersohn ein: Mein Gott wir können doch in Ruhe sprechen! Handelt es sich denn um eine Staatsaktion?" Na ja!" Der alte Herr Hartwig ging geärgert durch das Zimmer. Ihr seid wirklich wie die Kinder . . . Ihr wißt nicht, was Ihr wollt Uebrigens . . . wenn Ihr so nervös seid, daß Ihr nicht mal so'n kleines Geräusch vertragen könnt " Erlaube mal. Du hast auf den Tisch geschlagen!" Ja ... und noch dazu ganz kräfjig!" Na ja dann müßt Ihr eben den Arzt fragen. Dann ist der Arzt der einzige, der Euch richtig rathen kann." ' Mann und Frau sahen sich so verwundert an, als ob das ein ganz neuer Gedanke wäre. . Aber freilich," fuhr Papa Hartwig fort, viel helfen wird es wohl nicht, denn Ihr beide thut doch nur, was Euch Spaß macht." Oh . . . das kannst Du nicht sagen," warf sein Schwiegersohn, ein. Wenn mir der Arzt etwas ganz Bestimmtes verordnete, ich würde es unbedingt befolgen. Denn das ist man seiner Familie und als gebildeter Mensch sich selber schuldig." Und seine Frau unterstützte ihn. Gewiß würden wir thun, was der Arzt sagt. Wenn er nur was Richtiges für uns fände . . ." Das war der Grund, weshalb Herr und Frau Rechtsanwalt Norris plötzlich in ein eutfames Dar! im Rttengeonge fuhren, lange bevor sie eigentlich reifen wollten, und dort sich in eine Thätigkeit stürzten, die sie bisher nur' dem Namen nach kannten. 'Er hackte nämlich Holz, und sie kochte, nähte und stickte. Letzteres freilich nur aus Verzweiflung. Aber leicht war das auch nicht gewesen. Der Sanitätsrath wollte durchaus keinen Rath ertheilen.

Lieber Freund," sagte er zu Herrn Hartwig, es hat keinen Zweck. Deinen Kindern fehlt, nun . . . was Kindern, die stark verwöhnt sind, oftersmal im Leben fehlt 'r.t tüchtige Tracht Prügel! Na, die kann ich ihnen un möglich jetzt noch appliziren. Ver schreib' ja. aber nicht appliziren Stimmt, Doktor, stimmt. Aber t ßnd etwas mußt Du finden!"

..Wieso muß ich?! Wenn ich Dänen

Kindern sagen werde, sie sollen sich mal ordentlich die Beine auskaufen, werden sie's mir entweder gänzlich ablehnen, oder sie Werden's einmal thun und es dann wieder lassen mit dem Motto: Der alte Esel kann uns viel erzählen." Es gibt aber noch mehr Gewiß, lieber Freund! Ich kann ihnen z. B. auch noch Seelust verordnen ihnen sagen, sie sollen täglich sechs Stunden am Strand liegen. Was, meinst Du, werden sie mir antWorten? . . . Das macht sie unruhig, und macht sie nervös'. . . Den beiden ist nicht zu helfen." Und wenn Du ihnen Bader verordnest und Brunnen-Trinken?" Dann werden sie mit großer Dienerschaft in ein ganz großes und vornehmes Bad reisen und werden dort noch fauler, noch langweiliger werden, als sie's hier schon waren. Nee heilen kann man nur Leute, die wirklich krank sind!" N i zum Kuckuck noch mal ... dann mache Du sie krank!" Der Sanitätschef lachte. Ach, Du glaubst auch, das kann eurem praktischen Arzt nicht schwer fallen! Aber Du irrst .... Nem rede ihnen wer weiß waö für ein Leiden ein und gib ihnen eine Kur, die nicht von Pappe ist. Du lieber Gott, so schwer kann das am Ende nicht sein." Versuchen will ich's Dir ZU Liebe aber . . ." Aber Du meinst, es bat keinen Zweck! Jedenfalls haben wir dann unsere Schuldigkeit gethan." Als am nächsten Tage daZ junge Paar erschien, ließ sich der Arzt erst ziemlich lange bitten. Was soll ich Ihnen sagen .... Sie tbun's ia dock nickt, lieber öerr Rechtsanwalt. Und das ist sehr unangenehm für einen Aizt; denn so etwas zeugt von geringem Vertrauen und hat oft recht eigenthümliche Folgen." Mein Gott. Herr Sanitätsrath. ich bin ein vernünftiger Mensch. Wenn Sie mir ehrlich sagen . . . Verzeihen Sie, Herr Rechtsanwalt, jedoch so ganz vernünftig als Mensch sind Sie nicht. Denn wenn Sie s waren, wurden Sie sicher eine so geringe Blutcirkulation, wie sie anscheinend bei Ihnen herrscht, nicht haben aufkommen lassen." Ich komme ja deshalb zu Ihnen. Sehr liebenswürdig. Sie würden aber auch ein wenig mehr auf Ihre junge Frau geachtet haben. Du lieber Himmel, ewig wollen Sie.beide gewiß nicht Flitterwochen seiern Und daß eine körperliche Entwicklung, wie die Ihrer Frau Gemahlin, nicht gerade günstige Aussichten für den ersehnten Zuwachs erweckt Du lieber Himmel, das müßten Sie als vernünftiger Mensch sich eigentlich selber sagen können. Ja, aber . . . was sollen wir denn thun?" Der Sanitätsrath begann zu untersuchen, die Frau erst und dann den Mann und beide Male zog er die Augenbrauen hoch und zeigte ein recht ernstes Gesicht. .Ja " Die beiden blickten ihn aufmerksam an. Er aber schlug mit der Hand durch die Luft und änderte den Ton. Ach ... es hat keinen Zweck. Sie thun doch nicht, was ich Ihnen rathe." Und solchergestalt eingeschüchtert und verblüfft begannen beide, ihn zu bitten und zu bestürmen und ihm hoch und theuer zu geloben, daß sie bis auf das Tipfelchen alles genau befolgen wollten, was der verehrte Herr Rath" verordnen würde. Der aber ging sicher. Er ließ sichs erst fest in die Hand hinein versprechen, daß es ihnen diesmal ernst fei mit der Kur . . erst dann begann er zu spiechen. Erst dann enthüllte er seinen Plan, der sie in das kleine Gebirgsdorf auf vier Wochen verbannte, und der sie eigentlich recht grausam enttäuschte. Und wie immer, wenn der Arzt gesprachen, fühlten auch sie beide sich plötzlich leidend", so recht bedürftig einer eingreifenden Kur. Dazu kam, daß auch der Vater plötzlich all fein Spotten und Höhnen einstellte und ernsthaft mit ihnen über ihr Befinden sprach. Der Rath muß ihm was gesagt haben," deuteten sie sich's. Vielleicht ist es mehr, als wir selber wissen." Kurz und gut schließlich reisten sie, ergeben in ihr Schicksal, das ihnen anscheinend keinen anderen Ausweg ließ. Jedoch ... als sie die unscheinbare, gar nicht luxuriöse Ausstattung des besten Quartiers, das im Orte war, zu Gesichte bekamen, da sank ihnen der Muth, und gewaltsam mußten sie sich ihres Versprechens erinnern, sonst wären sie sicher gleich am ersten Tage wieder abgereist. Nicht mal Warmwasserleitung," klagte die junge Frau. Nicht mal Gas, nicht mal Rohrstühle " Sie hatten richtig ihren 'ersten Schmerz. Der Anwalt ermannte sich. Ja, Kind es hilft nichts. Es muß ertragen sein!" Innerlich war er nur wenig erbaut. Und als das erste Essen kam. da beriet er sogar beinahe die Fassung. So ein so ein ..." Ein derbes Wort sollte folgen; als er aber die Thränen im Auge seiner

Frau aufblitzen sah. da beherrschte er sich wieder und bemühte sich, sie trotz seines eigenen Gratis zu trösten. Morgen morgen ... . . da werden wir " Was das wußte er eigentlich selber nicht. j Er kam auch gar nicht dazu, es zu bedenken. Denn als sie sich endlich erhoben hatten, war es .schon sehr spät, und er mußte sich beeilen, wenn er wirklich noch bis zum Mittag eine Stunde Holzhacken wollte. Aber er hatte es fest versprochen. Und der Sanitätsrath hatte auch gesagt, diese Form der Thätigkeit wäre die einzige Möglichkeit, sein Blut wieder in regelrechten Fluß zu bringen. Das klang ihm immer in den Ohren. Die Leute lachten zwar über sein Verlangen: doch schließlich ließ ihn einer gewähren. Wenn's' Ihnen Spaß macht . . Und der vornehme Herr Rechtsanwalt Norris begann im Schweiße seines Angesichts, bewaffnet mit dem Beil, ein Klafter Holz zu zerkleinern. Anfangs so ungeschickt, daß die liebe Dorfjugend vor Lachen bersten wollte, allmählich aber mit besserem Gelingen. Seine Frau saß dabei und sah ihm mitleidig zu, und als sie gegen Mittag ihn wieder nach Hause führte, und er sich selber wie zerschlagen vorkam, da wuchs das Mitleid bei ihr riesengroß. Sie hätte ihn heaen und pflegen mögen, daß er bei Kräften blieb. Indessen wie? Womit? Für ihre verwöhnten Mägen war das Dargebotene nicht zu genießen! Er freilich aß es trotzdem, denn die ungewohnte Arbeit hatte ihm Hunger gemacht. Sie aber rührte nichts an; sie bedauerte ihn nur immer wieder. - Drei Tage lang ließ sie es hingehen, dann aber war es ihr, als dürfte sie das Essen nicht mehr dulden, als müßte sie selber eingreifen. Und auf einmal erinnerte sie sich, daß sie als junges Mädchen spaßeshalber manchmal auch gekocht hatte, und sie probirte von neuem ihre Talente. . Anfangs war's zwar auch nicht viel besser, als das, was ihnen jetzt geboten wurde, doch wie er sich mit dem Holz hacken, übte auch sie sich ein und war plötzlich so stolz darüber, daß es ihrem Mann ganz kolossal" geschmeckt hatte. Schnell gingen nun die Tage hin, denn beide hatten auf einmal den Ehrgeiz, in ihrer Art daL beste zu leisten Wenn sie dann müde des Abends beieinander saßen, dann lachten sie sich glücklich zu wie Kinder, die man in ein Traumland überführt. Sie kannten keine Langeweile mehr, denn in den Jahren, wo sie zueinander gehörten,

war's zetzt wohl das erstemal, daß sie wirklich von Herzen, wirklich aus dem Innern heraus miteinander fühlten und sprachen. Sie waren so froh, sich helfen und sich das Leben bessern und erleichtern zu können, daß sie von der Einsamkeit ihres abgelegenen AufentHalts kaum recht noch etwas merkten. Ein Glücksgefühl hatte sie erfaßt, daß ihre Laune ständig gut erhielt. Sie lachten und scherzten den ganzen Tag und Gingen Sonntags sogar auf den Tanzboden, um mit Fußgestampfe und Hallo selber das Tanzbein zu schwingen. Das einemal verlief auch alles gut, aber als sie am nächsten Sonntag wieder erschienen, da passirte ein kleines Malheur. Da war's ihm, als' ob einer der Tänzer seiner Frau zu nahe getreten wäre, als ob er sie beim Tanz zu eng umfaßt, zu sehr gedrückt hätte. Und das ärgerte ihn . Und er verbat sich das Und noch ehe er sich's recht versah, war um ihn herum ein Handgemenge entstanden, dem er wirklich nur durch die frische Lebhaftigkeit seiner Frau entging. Nun freilich war ihm der Aufenthalt verleidet, wirklich und unbarmherzig. Er schriebs auch gleich nach Haus. Seiner Frau zu nahe treten nein, das duldete er denn doch nicht. Ja, was machen wir nun?" sagte Papa Hartwig zu dem Sanitätsrath. Wir lassen sie zurückkommen!" lautete die Antwort. Schon?!!" Ter nickte. Warum nicht?! Einen besseren Erfolg für meine Kur kann ich mir gar nicht wünschen. Wenn einer sich erst für seine Frau durchprügeln lassen will, wenn er erst eifersüchtig wird .... dann ist er kurirt! Dann hat er wieder Leben in sich und schaffts auch feiner besseren Hälfte. Und was anderes hat den beiden ja nicht gefehlt!" Aus sanitären sowohl, als aus humanitären Gründen hat Zuchtba's - Superintendent Collins in Albany, N. N., die Zinn - Utensilien, welche bisher die Speise - Ausrüstung der Sträflinge in den Zuchthäusern aasmachten (Teller, Tasse und Sup venschüssel), durch glasirte weiße Töpserwaaren von einer sa weren, fast un zerbrechlichen Sorte .rsetzen lassen. Herr Collins hatte diese Maßregel als eine Ueberraschuna für die Gesängenen geplant und weidete sich in Sing Sing personlich an dem freudigen Er staunen der 1200 Sträflinge. Die Zinnteller hatten sich als schwer rein zuhalten und daher ungesund erwie sen, weshalb die Neuerung, welche ca. 51000 kosten wird, zur Ausführung , gebracht wurde.

ZAeik Habersack's Zchrcibcbrief.

ÄUÄ it vJferfyY (Y-ftäöf hijO )dk

cZeöhrter Mister Edithor! Also ich hen Jhne geschriwwe, unner welche Zirkumstenzes ich von Jngland fort sin un hen Jhne auch neportet, was ich dort for Eckspierienzes gehabt hen. Se wer'n nit surpreist sein, daß ich so schnell wie möglich ausgcrisse sin. Wohin das Boot gange is, wo ich dran war, das hen ich off Kohrs Nit gewußt, un in Fackt hen ich auch nit gekehrt. Ich hätt nicks drum gewwe un wann's zum Nordpol gange wär. Mer sin so ebaut drei Däg gefahre un ich hen mich in die Zeit arig gut erholt. Ich sin an den Tripp wldder so schon fett un mackelich geworde, daß es en Staat war. Wie mer aeland sin, do is do e schöne große Taun gewese, wo mich arig gepließt Hot. Nor mit die Lengwitsch, do sin ich dummfaundet gewese. Es is kein inalisch gewese unes war auch kein frensch un kei deutsch un ich hen zu mich gedenkt, bei Galle, giöt's denn noch annere Lengwitsches biseids die drei? Es Hot mich zu dumm geauckt, zu froge, wo sin ich un for den Riesen hen ich en Nuhspehper uffgepickt un do hen ich ausgefunne. daß ich m Norrwege war. Ich hen off Kohrs schon emol gehör!, daß so en Kontri in Eckststenz wär, awwer ich sin immer unner dieJmpreschen gewese, daß es so e kleines Eiland wär, wo mer for fünf bis fechs Hunnert Dahler die ganze Schuhtingmätfch kaufe könnt. Jetzt hen ich erscht ausgefunne, was das for e schönes Kontrie is. Wei die Bildinqs in die Zittie, wo ich war, die hen noch schöner geguckt wie unser schönstes Haus in Appel Jack un das will viel sage. Blos die Lengwitsch hen ich nit gegliche. Ich hen awwer doch so viel ausgefunne, daß es gebildete Mensche wäre, bikahs es Hot e ganze Latt Säluhns gehabt. Wann ich das sehn, dann fühl ich immer lelk Hohm un off Kohrs sin ich auch gleich in so en Platz eneigange. Ich hen mich en Drink geordert un hen dabei aenohtißt, daß mich der Saluhnwerth immer so suspisches angeauckt Hot. Ich hen zuerscht gedenkt, es war ebbes mit mich die Mätter, daß der Feger so gucke deht, awwer nach e kleine Weil Hot er mich bei Seit gerufe un Hot gesagt: Mister. Sie sin kein Hiesiger, das kann ich Jhne reiteweg ansehn." Do hen ich gesagte Stimmt, awwer Watt ebaut it? O, well, Hot er gesagt, hier komme in die letzte Zeit so viele Strehnschers her un do sin mer off Kohrs keinder suspisches. Sie wisse doch, daß mir uns von Schwede losgesagt hen un daß mer jetzt, was mer uff deitsch independent rufe duht, sin. For den Riesen duhn mer hier kein Strehnscher tröste, bikahs mer müsse immer eckspeckte, daß er von die Schwede geschickt is. for uns widder mit fe uffzumickse." O. das is es. hen ich gesagt, well, do brauche Se bei mich nit effrehd zu sein. Ich sin Euer Freund; un dann hen ich en Spietsch von mich gewwe, sell is e Pietsch gewese. Das Hot awwer nur ausgemacht, bikahs ich hen e paar Drinks in mich gehabt. Der Saluhnwerth Hot Mund un Auge uffgerisse un Hot jedes Wort. was ichgesagt hen,förmlich verschlunge. Mister, Hot er gefagt. Sie sin unser Mann; heut Nacht hen mer e Poblick Mietung un ich bitte Jhne, komme Se hin. So en Mann, wie Jhne. den müsse mer hen. un ich bette Jhne einiges, wann Sie heut Nacht Widder so en Spietsch mache, wie jetzt, dann duhn mer Jhne zu unseren Pressend'ent eleckte, das meint Pressendent von die Riepoblick Norrwege. Er Hot noch for e ganze Weil in mich getahkt un ich muß sage, ich hen arig getickelt gesuhlt. Bei Galle, hen ich gedenkt, das wär die Tschehns von mei Leif, un die Baldrians, die dehte sich grien un gelb ärgern, wann se das höre dehte. Well, ich hen mich noch e wenig bulldohse losse, bikahs das guckt besser un schließlich hen ich gesagt: Well, dann go ehett. Ich komme heut Obend for Jhne kahle un dann gehn mer mitsamme." Do is er froh gewese un Hot e Battel Wein uffgesetzt un dann Hot er mich inweitet, in sein Haus zu stehn un ich hen äckzeptet. Ich sin gleich nach mei Ruhm aanae un hen en kleine Rest genomme un dann hen ich mich hingehockt, un hen . mich en Spietsch ausgeschriwwe, der war auteseit. Off Kohrs hen ich den Saluhnheper oft for In formehschen frage müsse un dabei hen ich doch auch jedesmal en Drink nemme müsse. Den Weg hen ich so bei un bei e ziemliche Lohd kriegt, awwer ich hen nicks drum gewwe un wie meinSpietsch fertig war, do hen ich mich uff's eene Ohr gelegt un hen mich mit den an nere zugekowwert. Ich hen for e lange Weil geschlofe, bis ich uff eemol bei en ferchterliche Gehaller wach geworde sin. Ich sin ans Fenster gestertzt un do hen ich ausgefunne, daß esNuhsbeus wäre, wo e Sensehschen ausgehallert hawwt.

Ich sin gleich daunstehrs un do Hot mich mein Freund gesagt, daß die

Pehpersch schon all das Nuhseitem hätte, daß en Strehnscher in Taun war, wo das Gowwernment iwwernemme un Pressendent wer'n deht. Sein Name wär Meik Habersack un heut Nacht deht er en Spietsch mache. Well Mister Edithor, so praut hen ich in mei ganzes Lewe noch nit' gefühlt. For Pittiesehks, gucke Se dazu, daß das in Jhne Ihr Pehper an en pramminente Platz komme duht. Nit unner die Ettwerteisements. Dort duhn die Riedersch hingucke, wann se en heiertMann odder e Meedche for Hauswerk odder e Waschwummen suche, awwer do duht mer kein Pressendent suche. Ich hen mich die Sack iwwergedenkt, was ich duhn sollt: Ob ich mich e Kischt rehse sollt, odder ob ich kein Drappe SMlß drinke sollt. Beides hen ich nit gegliche un do hen ich den goldene Mittelweg emgeschlage, das meint, ich hen e bische Bierche gedrunke, zuerscht for den Dorscht zu beseitige un dann for Korretsch zu rehse un wie ich so ebaut e halwe Lohd gehabt hen. do hen ich gestoppt. Wann's jeder Mann so mache deht, dann war die Welt verdollt besser ab. Ich sin so eckseitet gewese, daß ich gar nit gewüßt hen, ob ich noch der alte Meik sind, odder e Ebrschipp, was in die Klauds schle büht. Mein Hut Hot mich auch nit mehr aefltt, das war, bikahs ich hen so en schwell Hedd gehabt. In mein nächste Schreiwebrief solle Se alle Dietehls erfahre; awwer vergesse Se nit, mich en diesente Reitopp zu gewwe. Mit beste Riegahrds Juhrs trulic, Meik Habersack, Eskweier un Sheriff von Apple Jack, Holle Terrer Kaunne. Rothe Krtbse. Jn'einer Gesellschaft kam das Gespräch auf den Naturalismus in ter Kunst. Von einigen Teilnehmern an. der Debatte wurde diese moderne Gewissenhaftigkeit über alles gerühmt, bis plötzlich der Hausherr mit emem Roman von Zola auftauchte und höhnisch auf eine Schilderung hinwies, in welcher der Großmeister des Naturalismus von rothen Krebsen spricht von lebendenKrebsen, die er als roth" bezeichnet. Erst zweifelte man daran, daß sich Zola eine solche Blöße gegeben haben konnte, dann aber war allgemeine Wehmuth die Folge. Wenn schon dieser gewissenhaste Schilderer derartige Fehler machte! Nun aber kam ein gelehrter Naturforscher Zola zu Hilfe und richtete die Unglücklichen wieder auf. indem er ihnen mittheilte, daß thatsächlich an einigen Orten rothe Krebse vorkommen, z. B. m emem Bach bei Solothurn. Diese kleine Geschichte konnte ei-. gentlich als Satire verwendet werden. Sie zeigt, wohin die Uebertreibung nach jeder Richtung hin führt. Hat Zola gerade jene (Rubinos" genannte) Varietät der Krebse gemeint? That er dann nicht insofern unrecht, als die meisten Krebse eben doch erst nach dem Kochen roth werden? Und wie wunderlich, diese Kunstfreunde, die glücklich sind in dem Glauben an eine getreue Schilderung nach der Natur, die einerseits erschrecken, wenn sie auf einen Fehler" aufmerksam gemacht werden und andererseits doch eine Menge Erlogenes in den Kauf nehmen, weil sie es für wahr halten, weil sie die Thatfachen nicht kennen. Wie viele rothe Krebse" giebt es in der naturalistischen Literatur, rothe Krebse, die nicht bemerkt werden, auch nicht mit Rubinos" entschuldigt werden können! Sollen wir deshalb trauern? Die Hauptsache am Kunstwerk sind doch nicht die Krebse, ob sie nun roth sind oder nicht roth. Bei dieser Gelegenheit sei übrigens für diejenigen Leser, die sich mehr für leibhaftige Krebse interessiren als für literarische, bemerkt, daß alte Chromsten von einem eigenthümlichen Krebsscherz", der bei fürstlichen Tasein zuweilen die Gäste erheitern sollte, berichten. Man denke sich den Schreck -einer in solchen Dingen noch unerfahrenen Dame, wenn der so schön roth gekochte Krebs plötzlich zu krabbeln anfing. Dieses sinnige Kunststück wurde nun nicht etwa dadurch erzielt, daß man den gekochten Krebs mit einem lebendigen Rubino" vertauschte wo sollte man diese Ausnahmsnaturen unter den lieben Thieren auch immer gleich herbekommen? son dern der Koch hielt einige ganz gewöhnliche Durchschnittskrebse in Bereitschaft, die er nicht gekocht, sondern in Branntwein gelegt hatte. Die Krebse enthalten nämlich in ihrer Schale einen blauen oder dunklen Farbstoff, gemischt mit einem rothen. Der erste löst sich in kochendem Wasser (so daß dann nur der rothe hervortritt), er löst sich aber auch, in Vranntwein. Bei den Rubinos" sehlt in der Schale das dunkle Pigment,, umgekehrt giebt es aber auch eine Varietät, der das rothe Pigment fehlt. Diese Krebse sie kommen z. B. m einigen Ge birgsseen Savoyens vor und in der Gegend von Bourg d'Oisans (Jsöre) werden selbstverständlich auch beim Kochen Nicht roth. Beim Festessen. Bauer: Die . drei Mark, die ich 'zahlt hab', hab' ich zetzt abgefressen, was ich aber jetzt noch 'nunterbring, fcas ist rein verdient. mm

Feuer - Signale.

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Pleasaö ns Prospekt und ?leasant 73 Orange und Harla? 738 Liberty und Me 739 Noble und South 1 No. 1 Spritzenhc Oft Oashinzto Vix ni Market und Noble L14 Ohio n. Highland T 81 Michigan tt. High! 81 Market Arsenal T 17 Ost et. Clair nd Union ah Seleis. 831 Pan Hand! Shops 833 ermont und valutt 834 Wash. und State , 81 Waddm'sLoungeFÄd 6lkekndDrsY 837 rund vevile rs k?io.lZ Spritzenhaus eviÄ nahe Michig 831 Eoutheaster Ad Ovodftde. 83 Wash. nd Tearkok 34 Southeaster 3 Ersen! 8NewVkdrek ,13 Illinois und Starte. il23ncttw EsttA 14 Pm. 8 CcOi 9i5SDtIaäwt näbZO OpezialOieale. irft SchlZge, zweiter Wem, ' Zweiten SchlZg, dritter tllar, Dritten Schlage, viert riar. 1-3-1, Feuer au und Schlauch tafämCL I Schläge, OafferdruS . l Schlag, 1 LMittHg. Die so bezeichneten Cigna! tvrd na Um L?ur Wachter ggeb da an de Ur! Ctx$9 fnvtvxutnt frtm vrnrmt at wkMM. WfVP.I tMV UW Auch ein' Grud. Wie lommt es nur, daß jetzt so viele Manner Junggesellen bleiben?" Ganz einfach, weil sie sich davor fürchten, eine Frau aus dem vorigen Jahrhundert zu nehmen und andere sind noch nicht zu haben." E r f a n t t e r r i b l e. Junger Dichter: Sie haben, den kleinen Band Gedichte, den ich mir erlaubte, Ihnen zu senden, wohl empfangen?" Daine: Ja allerdings, sie sind reizend, wo habe ich ihn doch gleich hingelegt?" Töchterchen: Unier den Tisch, Mama, damit er nicht wackelt." SnT der Bahnstation. Condukteur (brüllt in das Coupe hin ein, in dem nur eine ältere Jungfer sitzt): Alles aussteigen! Hier darf Niemand sitzen bleiben!" Jungser: Ach, das ist ein herrlicher Ort!" "