Indiana Tribüne, Volume 29, Number 5, Indianapolis, Marion County, 29 August 1905 — Page 5

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Neues Korn und neues J5rot; Plauderei von M. Ferno. .Vakcr m2St mit der Senfe daS Korn. BTIiliterkin sammelt di Llehren. Wind legt bald über Stoppel und Torn. Celfcer müen klären. Voll wiro die Eckeune btS unier da? Taft Lrot iiii den Winter in stellet und ?iach. (Wolf.) So malt ein deutscher Dichter die 'Ernte des Vrotkorns. welches über den langen Winter helfen soll. Heutzu. tage mag dieses Bild der Ernte nicht mehr oft zutreffen, nicht jeder Mensch baut sich sein Brotkorn selbst. Die Arbeitstheilung hat eZ m'' -sich gebracht, daz die Ernte von Verufsarbeitern beschafft wird. Das Brot, korn hat von allem Anfang an den Menschen für das wichtigste gegolten, das es gab. Und weil neben ihrem Fleiß und der durch ihre Hände be. wirkten Saatbestellung das Wachs thum. Blühen, Gedeihen und Reifen nicht in ihrer Macht stand, so stellten unsere Altvordern besonders ihren Ackerbau und alles, was damit zusam rnenhing, in den Schutz ihrer Götter, sie hüteten sich, sie zu erzürnen und gaben ihnen ?um Dank von der Ernte ihr Theil ab. um sich ferneren' Segens zu veraewissern. Diese Bräuche, früher religiöser KultuS und Opfergot iesdienst. haben sich durch die Jahr. Hunderte hindurch treu erhalten. Oft ist der Ursprung ziemlich dunkel, die Bräuche selbst durch das Erben durch unzählige. Generationen entstellt, aber immer läßt sich noch eine Verbindung mit jener Zeit herstellen, in der die Menschen noch nichts von Eigennutz und Selbstsucht ahnten. Außerdem gab erst der Ackerbau, der die Menschen seßhaft machte, ich nen die Cultur, das geordneteStaats Wesen uno anschließend daran die Kunst und ihrePflege, mit einem Wort die Verschönerung des Lebens. Wenn in Germaniens rauhen Gegenden zunächst Hafer und Gerste angebaut wurden und das eigentliche Brotkorn darstellten, so hat sich dies geändert. Seit dem 6. Jahrhundert ungefähr ist der Roggen, später erst der Weizen durch slawisie Einwanderer zu den Germanen gekommen, es wird sogar vielfach behauptet, daß der eigentliche Anbau deZ Roggens sich erst zur Zeit der Kreuzzüge (10. und 11. Jahrhundert) in Teutschland verbreitet hatte. Seit jener Zeit überließ man Gersie und Hafer mehr dem Vieh zur Nahrung und bestimmte Roggen und Weizen zum Brotkorn. Natürlich fand der Volksglaube auch an dem Getreibe selbst gleich das untrügliche Zeichen. daß Gott dieses Korn ganz be fonders für die Mischen bestimmt babc. und zwar in der ringförmigen Einzeichnung. die die Aehre da zeigt, wo der Keimknoten ansetzt. Diesen Ring nannte man vielfach GotteSauge", auch' Gesicht Christi". Da nun, wie die heilige Schrift sagt, Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf, so sahen sie darin einen Wink, die nothwendigste Nahrung aus dem bezeichneten Getreide herzustellen. Darum. so heißt es, kann man Brot aus Meizen oder Roggen täglich essen, ohne desselben je überdrüssig zu werden, darum hat es Gott zu täglichem Genuß bestimmt und in seinem Gebet, welches bei keiner gottesdienstlichen Handlung fehlt, nicht vergessen: Unfer

täglich Brot gieb uns heute. Darum, um der Güte Gottes recht eingedenk zu sein, zeichneten die Hausfrauen vor dem Backen das Brot mit einem Ringzeichen, bei neuem Brot stets mit dem 2rauring, an dessen Stelle auch der Schlüsselring des Haus- und Truhenschlüssels treten konnte. DaS Brotkorn gewann aber auch noch andere Bedeutung. Während mancheDinze, vie uns die Natur giebt: z. B. Früchte oft in ihrem Naturzustände, sobald sie vollständig gereift sind, eßbar sind, müssen die 5Zornfrüchte erst durch mehrere aufeinander folgende Verfahren genießbar gemalt werden. Im Alterthum stieß man die Körner in Mörser zu Pulver. Das war eine der gefürchtetsten Sklavenarbeiten, die es gab. und die erste rna schwelle" Erfindung, die der Menschenhand eine Arbeit abnahm, war die der Wind- und Wassermühlen. Ehe aber die Körner zur Mühle ia men, mußte man sich bei den verschkedensten Gelegenheiten der weiteren &uld der freundlich waltenden Gottheit versichern. Man durfte nicht alle Aehren abschneiden, sondern mußte einige Halmbüschel für Frau Gode" oder für Wod" (Wotan) stehen lassen. In Mecklenburg heißt dieses Halmbüschel Vorgoodendeel-, d. h. Frau Godens Antheil". In anderen Gegenden wird d letzte Erntegarbe feierlich auf den Hof gebracht und nicht mit in die Scheune getragen, sondern hinter die Scheurcnthür gelegt für die Vögel" oder für die Engel", also wieder als eine Art Opfergabe. Auch beim Dreschen und Zusamennehmen der Getreidekörner ist noch mancher Volksglaube wirksam, man darf z. B. niemals ausgedroschenes Getreide gegen die Sonne kehren, dann schmeckt das Mehl nicht. An derThür der Mühle macht merkwürdigerweife der Volksglaube Halt. So poetisch die.Mühle an sich, so blelseissg sie nebst

Rad und Flügeln. Mullerm und Müllerburschen in der deutschen Literatur eine Rolle spielt so wenig Aberglaube hat hier seine Stätte. Erst mit dem aus dem feinen Staub, den ' fe zermahlenen Getrtidekörner erge sen? dem Mehl gewonnenen Brot so gern fce, wieder an Wichtigkeit, und Ein Kar. . den Ideen b'

zwar an allergrößter und weitverbreitetster. Zunächst in alter Zeit entstand auö dem Mehl nebst sparsam dazu gefügter Flüssigkeit der Brei, der im Ofen oder im Feuer geröstet, ein harter Fladen wurde der oriauier unerrs

Brotes. Durch Zufall so erzählt die Sage erfand ein Sklave, der Brot in einem vom vorigen. Backtag noch ungereinigten Gefäß anrührte, das Geheimniß des den Teig treibenden Sauerteigs. Noch manche Aenderunaen waren dem Brote vorbehalten, ehe es zu dem Gebäck wurde, welches heute in reicher Mannigfaltigkeit auf unsern Tisch kommt und niemals, zu keiner Mahlzeit, fehlen darf. Früher vertraten, ehe die fortschreitende Kultur Teller geschaffen hatte, runde Fladen von ge backenem Getreidebrei und Brotscheiben die Stelle der Teller. Fleisch und Gemüse wurde darauf gelegt und verspeist, die Brotscheiben selbst in Körbe gesammelt und an die Armen vertheilt. Eine Erinnerung an diese Teller unsern Altvordern ist unö übrigens in den kleinen allbekannten Tortelettes von mürbem Teig bis in unsere Zeit hinein erhalten geblieben, auf die wir gesottene oder frische Früchte oder feine Cremes füllen. , Das Brotbacken war früher, wie alle Herstellung von Lebensmitteln, eine Hauskunst. , Und da der Volksglaube und Volksbrauch nur da ent stand, wo häusliche Arbeiten vorgenommcn wurden und floh, als die Arbeiten Gewerbebetrieb" wurden, so mußte auch beim Backen mancherlei beobachtet werden. Wenn ein 'neuer Backofen gebaut wurde, so mußte die Hausfrau, weil sie die Beherrscherin desselben wurde, den letzten Stein einschlagen. Verdorbenes, nicht gerathenes Vrot durfte niemals fortgeworfen. sondern mußte im Backofen zu Asche gebrannt werden und diese Asche wurde auf's Feld gestreut, damit sie nicht verloren ging, sondern das Feld dünge und fruchtbar mache. , So schützte man sich dagegen, daß man die liebe Gottesgabe", des Brotes verachte. Einige Tage des Jahres durfte nicht gebacken werden, an keinemFeiertag. nicht während der Zwölften" (vom 25. Dezember bis zum 6. Januar) und niemals am Gründonnerstage. Wenn das erste Brot aus neuem Roggen gebacken wurde, mußte dem Feuer im Backofen vorher ein Opfer" gebracht werden, die ersten neuen Brote durften, ehe sie im Ofen lagen, oder so lange sie darin lagen, nicht gezählt werden, denn sonst wird das Brot knapp". Dergleichen Bräuche finden sich noch hin und wieder auf dem. Lande, wo das Backen noch selbst geschieht, aber beim Bäcker findcn wir keinen derart!aen 'Glauben", mebr. . ' ''cerlwurolgerweise ader ha!' das fertige Brot, sobald es in unser Haus kommt, noch heute kaum etwas von dem Glauben alter Zeit" verloren. Unser ganzes Leben steht ja unter dem Zeichen des Brotes. Wir sagen Brot" von unserm Erwerb, von unserm gesammten Lebensunterhalt. Wir haben unser Brot", wenn wir unser Auskommen haben, wir verehren oder lieben unsern Brotherrn", wir haben vielfach auch Brotneider", unsere Söhne sollen ein Vrotstudium wählen". Verwöhnten soll man den Brotkorb höher hängen". Wir kennen vielleicht Vrotsorgen", die schlimmsten und traurigsten, die es giebt; wir sollen, wie die Menschenliebe uns lehrt, gern unser Brot mit anderen theilen". Und daß des einen Tod deS anderen Vrot" bedeutet, ist eine alte Wahrheit und Erfahrung, die stets bleiben wird, so lange nicht aufhören wird: Sommer und Winter Tag und Nacht Saat und Ernte". Aber auch das Vrot selbst spielt noch täglich eine Rolle in unserem Leben. Wir sagen anch oft. Das liebe Brot", wie wir Die liebe Sonne" sagen. und bezeichnen damit, daß es uns unentbehrlich ist. Durch den Volksglauben, der sich mit dem Brote beschäftigt, wird man in der verschiedensten Weise immer vor dem Einen qewarnt: unachtsam mit der Gabe Gottes. dm Inbegriff unseres Lebensunterhalts umzugehen. Wer mit dem Messer in's Brot sticht, der sticht den Herrn Jesus", heißt es. ode? wenn man in's Brot sticht, fließt Blut aus der Wunde". Wenn man beim Brotschneiden ist, darf das Messer niemals im Brote stecken bleiben, das thut den armen Seelen weh. Ehe man ein neues Brot anschneidet, macht man drei Kreuze mit dem Messer darauf, dann reicht es länger". Wenn man Brot schneidet gleich, so wird man reich", heißt es in Thüringen und ist eine gute Mah nung. das Vrot nicht eckig und kantig zu schneiden, wobei oft ein Stück unbrauchbar und trocken wird. Das angeschnitteneBrot muß immer so liegen, daß die angeschnittene Seite der Mitte deS Tisches zugewendet ist. sonst geht der Segen f?rt". Eine Mahnung zur Ordnung enthält das Wort Das Brot' darf niemals über Nacht auf dem Tische liegen bleiben, das ist Sünde, eZ will üuÄ'scht?f5?.,'Lnd.7venn es liegen bleibt, haben die armen' Seelen keine Rube". Da nun jeder Mensch seinen lieben Verstorbenen gewiß die Ruhe im Grabe gönnt, wird man bestrebt sein, das Brot Abends zu verwahren, denn Brot muß über Nacht im Äause sein". Einen Kanten darf man nicht fortschenken, er muß im

zgauie gegessen werden, sonst wird vas Brot knapp". Niemals darf man Vrot auf die Erde werfen, man mutz, ist es herunter gefallen, es aufheben und dreimal küssen, tritt man aber darauf, fo schreit es, daß man taub wird". Findet man Brot auf dem Wege liegen, so darf man nicht dulden.

aß es da lieaen bleibt, wo es zertreten werden kann, man muß es aufheben und beijeite oder auf einen Stein egen. Wir räumen als selbstwerständlich dem Vroie so arone Wicbtiakeit ein. daß unsere verschiedenen Mahlzeiten des Tages oft damit bezeichnet werden: ..Vesperbrot. Abendbrot. Mittagbrot". Wir sagen von einem Menschen. der keine Achtung verdient, kein Hund will ein Stuck Brot von ihm nehmen", eine Bezeichnung, die wir schon bei Hans Sachs finden: Ein Hund ein Vrot kaum von ihm nahm". Die Sitte, in eine neue Wohnung zuerst Brot und Salz zu tragen, ist ebenfalls sehr alt. wenn auch die neue Zeit dem Brot" einen schönen Kuchen m Brotform oder ein Marzipanbrot hinzufügt. Und wenn eine fromme Mutter ihren Kindern ein Stück von ihrem Hochzeltsbrot" mit in die Fremde giebt, damit es ihnen immer gut gehe", so ist das ein sichtbares Zeichen immerwährender Kraft eines inbrünstigen Muttergebets, das Erfüllung findet, wenn die Kinder der Mutter Lehren in Ehren halten. Lluö dcr Zlffäre gezogen. Der berühmte französische BildHauer Jean Baptiste Carpeauf, der vor ca. 30 Jahren starb, war launenhast, wie es das Vorrecht der Kunstler ist. Wenn ihm etwas geacn den Strich ging, so war ihm ebenso wenig mit Liebenswürdigkeit wie mit Grobheit beizukommen. Einst nahm er von nem reichen Gönner den Auftrag an, eine Gruppe auszuhauen, die den Eyllopen Polyphem darstellen sollte, wie er den Jüngling Ans mit einem Felsblock zerschmettert. Carpeaux hatte kaum das Versprechen gegeben, die gewünschte Skulptur anzufertigen, als es ihm auch schon leid that, denn der Vorwurf war für ihn völliq reizlos. Versprochen hatte er es jedoch, sein Auftraggeber drängte mit der Fertigstellung, eine ihm nicht zusagende Arbeit wollte er auf keinen Fall beginnen, aber auch, mcht den VorWurf der Wortbrüchigkeit einstecken. Eines Tages nahm er den unaeduldigen Mäcen mit in sein Atelier, und führte ihn vor einen großen unbehauenen Marmorblock. Dies ist Ihre Gruppe meinte der Bildhauer. Meine Gruppe?! Wo denn?" Nun hier, der Felsblock." Das ist ja ganz schön, aber wo ist Aciö?" ; Unter dem Felsen , vollständig zermalmt und daher nicht zu' sehen." Aber wo ist denn Polyphem?" Ach der! Ja, glauben Sie denn. der würde dabei bleiben, nachdem er so etwas gethan hat?" lautete die Antwort, die der findige Künstler mit dem harmlosesten Gesicht der Welt gab. Ein Wettstreit. n Als man in Frankreich noch darüber stritt, wer größer wäre.Lamartine oder Viktor Hugo, bestellte das Pariser Postamt einen Brief, der einfach an den größten Dichter" gerichtet war. an den dichter des Lac". Lamartine war aber so bescheiden, den Brief uneröffnet zu Viktor Hugo zu tragen, der nun seinerseits betheuerte, er hielte sich nicht für berechtigt, ihn anzunehmen. Nach einem langen Höflichkeitsaustausch der beiden, die einander nicht liebten, wurde der Brief geöffnet, und nun konnten beide Streitende die An rede lesen: Mein lieber Alfred". Der so schrieb, war Alexander Dumas, der Vater, und sein Brief war an Alfred de Musset gerichtet. Der Zahnbürstenbaum. In Jamaica giebt es Zahnbürstenbäume; wie wir hier uns Pfirsiche oder Birnen vom Baume pflücken, so geht man in Jamaica hinaus und pflückt sich seine Zahnbürste. Das heißt, buchstäblich pflückt man sich nicht die Zahnbürste, sondern schneidet einen Zweig ab und fasert das Ende zu einer Bürsie aus. Das Holz ist ein wenig seifig. wie schlüpfriges glattes Ulmenholz und hat ein Aroma, fast wie ZahnWasser, es giebt eine. vorzügliche Zahir"bürste. Die Rinde des eigenartigen Baumes wird oft zu Zahnpulver gemahlen; es macht zwar keinenSchaum, erhält aber die Zähne vorzüglich weiß und riecht .sehr gut. Jamaica ist sicher das einzige Land der Welt, wo man sich nicht nur seine Zahnbürste, sondern auch sein Zahnpulver vom Baum: pflücken kann." Verblümt. Weinhändler: O. mit dem Oberlehrer siehe ich vorzüglich; vor einem halben Jahre habe ich ihm hundert Flaschen Wein verkauft ... und jetzt sind wir schon wieder die besten Freunde EingroberGegenstand. Sie behaupten immer, Sie sind kurzsichtig, und doch erkannten Sie Ihre Schwiegermutter aus zweihundert Schritt?" Das ist aber auch w einzige, waö ich auf so weite .Entfer nung erkenn'!

Die blühende deutsche christlich kommunistische Colonie in Amana im County Iowa im Staate Iowa war auf ihre Auflösung verklagt worden, unter dem Vorwand, daß sie die ihr als Wohlthätigkeitsgesellschaft zustehenden Rechte überschreite. Aber die gerichtliche Untersuchung hat ergeben, daß die Anklage unbegründet ist. und Amana wurde vom Bezirksgericht glänzend freigesprochen. Amana kommt immer mehr empor durch Ackerbau und Gewerbe. Diese Colonisten zeichnen sich besonders aus durch ihre treue Anhänglichkeit an das , Deutschthum in Kirche, Schule und Haus. Ein drolliges Erlebnitz mit einer unmusikalischen Frau hatte

ein deutzcher Gezangverern in Camden, N. I., der sein Hauptquartier an der Ecke von Kossuth Str. und Ferry Ave. hat. An der anderen Ecke wohnte eine Frau Mary Hofbauer, die trotz ihres deutschen Namens keinen Sinn für Den Tag des Herrn" und ähnliche erbauende Gesänge zu haben scheint. Neulich Abends, als der Verein wieder Singstunde hatte, fing sie an, auf einem Akkordion zu spielen und auf ihren Wunsch hin mußten Straßenjungen den Takt auf Blechkannen schlagen. Ter Spektakel lockte viele Leute an. so daß Polizisten die Passage freihalten mußten. Frau Hofbauer hielt es mit ihrem Akkordion bis 10 Uhr aus, dann ließ sie ermüdet die Arme sinken und qina in's Haus. Von drüben her ertönte aber das herrliche Lied: Nach Sause aeb'n mer net". gerade als das Licht in der Wohnung der Frau Sofbauer erlosch und sich die unmusikalische Madam zu Bett legte. Eine übertriebene Hunbeliebe legten unlängst zwei alte Jungfern, Frl. Hilda Hodson und Alice Long. in Janesville, Wis., an den Tag. Sie erwirkten sich einen Erlaubnißschein, um einen Schoßhund auf dem Familienstück des dortigen Oak Hill-Fnedhofes zu beerdigen. Für den verendeten Köter wurde ein Sarg beschafft und die Ceremonien bei der Bestattung riefen weit und breit großes Aufsehen hervor. Seit der Zeit wurde Präsident William Shorer von der Friedhofs-Association von allen Seiten in Briefen u. s. w. in der schärfsten Weise angezriften. Jetzt krepirte em anderer Hund der alten Jungfern und auch dieses Mal wandten sie sich mit einem Gesuch um einen Erlaubnißschcin an die Fri?dhofs-Be-Horde; sie wurden aber benachrichtigt, daß in Oak Hill keine Hunde oder Katzen mehr .beerdigt werden wurden. Die zwei Jungfern waren sehr ärgerlich darüber, bestellten aber einen Sarg, beerdigten den Hund in ihrem Garten und schmückten dann das Grab mll.Blumen. Ein- skandalöser Vorfall hat die Bewohner von Annandale. N. I. in Aufregung versetzt. Eine Kirchengemeinde hielt in einem Vergnügungsplatz der Nachbarschaft eln..Picnlc ab. auf welchem Elscream und Limonade zur Erfrischung der Theilnehmenden zum Verkauf angeboten wurden. Einige junge Frauen und Mädchen, welche von dem Eiscream gegessen, sowie vier oder fünf junge Männer, die von der Limonade getrunken, fingen nach dem Genuß der Sachen an, sich ganz merkwürdig zu geberden. Es ward bald klar, daß diese Leute unter dem Bann berauschender Getränke standen, obgleich Niemand gesehen, daß dieselben Spirituosen genossen hatten. Da die Berauschten als respektable Leute galten und sie sich noch nie so indecent aufgeführt hatten, wurde im Stillen eine Untersuchung eingeleitet. Es stellte sich heraus, daß einige junge Leute der Nachbarschaft sich den sonderbaren Ulk gemacht hatten, eine große Menge Apfelschnaps in einen Kühler mit Eiscrcam und in einen Waschkllbel, welcher Limonade enthielt, zu gießen. Der Vater eines der jungen Mädchen, welche von dem Eis genossen, verlangt, daß die Schuldigen gebührend bestraft werden und hat zu 'diesem Zweck eine Untersuchung einleiten lassen. Gefährliche Bodensenhingen zeigen sich im Missourier County Jasper. -Erst begann der Grund über einer Grube der King William Mining Co. in der Nähe des Mining Camp Dueneweg nahe Webb City zu sinken. Als sich die ersten Anzeichen eines Zusammenbruchs der Grube bemerkbar machten, flohen die Arbeiter so schnell wie möglich aus der Grube; zwei Arbeiter wurden von herabstürzenden Erdmassen leicht verletzt. Seit dieser Zeit geht die Bodensenkung so rasch vor sich, daß jeden Augenblick eine Katastrophe erwartet werden muß. Der unausbleibliche Zusammensturz bedroht nicht nur alle Gebä'ulichkeiten der King William Mining Co., sondern auch die Anlagenfer Southwest Missouri Electric Railway und der ganzen RöhrenAnlage der Kansas Natural Gas Co., sowie eine Landstraße. Die Bodensenkung macht sich über ein Areal von beinahe drei Meilen bemerkbar und beruht auf emer mangelhaften Stütz ung der Grube. Es ist angeblich keine Möglichkeit vorhanden, die Katastrophe abzuwenden, da es zur systematischen Stützung der Drubendecken zu spät ist und Niemand es wagen wurde, sich in die Grube zu begeben und einen derartigen Versuch zu ma Km.

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