Indiana Tribüne, Volume 29, Number 5, Indianapolis, Marion County, 29 August 1905 — Page 3

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Nach Nclu Orleans zurück Kchrcn bereits viele Personen, die vor Wochen geflohen lvarcn. Noch immer keine Gewißheit über den Stand der Friedensverhandlungen. Verunglückte Lnftfahrt bei St. Louis Der Ausflug nach den Philippincn geht dem Ende zu. Amerikaner in Nikaragua verhaftet.

Gelbes Fieber. New O r l e a n s, 23. Aug. Bis G Uhr heute Abend wurden angemeldet: Neue Fälle 45. bis heute 1783, To deöfülle 5, insgesammt 269, neue Seu chenherde 13, zusammen 420, unter Behandlung 181. Obgleich .New Orleans sich gegen wärtig mitten in einer Periode befindet, die bei Fieberepidemlen gewöhnlich kritiech ist, find doch keine Anzeichen vor Handen, daß die Seuche sich der Kon trolle der BundeZbehörden entzieht. Montags ist gewöhnlich die Anzahl der Fälle größer, da am Sonntag die In spektoren fich auch etwas Ruhe gönnen. Das Wetter war heute Morgen für die Jahreszeit ungewöhnlich kühl. Die Controlle hier ist nun so voll, ständig, daß Dr. White glaubt, in den nächsten zehn Tagen seine Mannschaf tm vermindern zu können, besonders da die HilsS'ComiteS der Bürger gezeigt haben, daß sie im Stande find, viele der Arbeiten zu thun, die von dem Ho spitaldienfte gethan werden müssen. Dr. White wünscht nicht, daß ihm Ver. schleuderung der Fonds zum Vorwurfe gemacht wird. In Folge Auftretens des gelben Fiebers in Gulfport und Mississippi haben hiesige Aerzte, die Patienten an der Mississippi-Küste haben, denselben gerathen, hierher zurückzukehren, wo sie im Falle der Erkrankung die beste Pflege haben können.. Zahlreiche Leute, die nach dem Norden flüchteten, kehren nun zurück, da sie glauben, daß da Schlimmste überstanden ist. Au dem Lande wurden heute folgende Fälle gemeldet: Patterson 6 Fälle. 3. Ward von Jefferson Parish 1 Fall. ShreOSbury 1 Todesfall. Kenner 4 Fälle. Hanfon City 2 Fülle und 1 Todesfall. Donaldsonville 1 Fall. Port Barrow 1 Fall. St. Rose 3 Fälle. Pecan Grove 1 Fall. Goodyope-Plantage-1 Todesfall. Waveland Plantage, südlich von Patterson ö Fälle. FrledenSverhandlungen. PortSmouth, N. ., 23. August. Morgen früh wird Barön ttomura auf die Jnstructionen hin, welche er nach der Berathung der Mi nister und älteren Staatsmänner mit dem Mikado erhielt, den russischen Bevollmächtigen einen neuen Compromiß vorlegen, der, wie man heute Abend bestimmt glaubt, zum Frieden führen wird. Angeblich hat Japan bereit? den Zaren durch Botschafter Meyer wissen lassen, daß Japan bereit sei, die For derung einer Kriegsentschädigung auf zugeben und die Bestimmung des Prei feS für die nördliche Hälfte von Sacha. lin einer gemischten Commission zu überlassen. Diese Nachricht wurde vielfach ange zweifelt. Die Japaner lehnten eZ ab, sie zuzugeben nnd die Russen sagten, sie hätten keine Bestätigung. Witte ließ deutlich merken, daß er von Petersburg keinerlei diesbezügliche Nachricht habe. Witte hatte durch sein Zugeständniß aller japanischen Forderungen, die aus den ursprünglichen KriegSursachen her vorgingen, zugestanden. Wenn die Japaner nicht die Forderung einer Kriegsentschädigung fallen lassen, wird sie die Welt, für die Fortdauer des Krieges verantwortlich halten. Lassen die Japaner die Forderungen der Kriegsentschädigung fallen, so trägt Rußland die weitere Verantwortung und eS wird wohl betreffs Sachalin'S nachgeben und sich bezüglich eines Kaufpreises einem Schiedsgerichte trn terwerfen müssen. Witte ist anfchei nend dagegen, wird sich aber den In ftruktisnu! you Peterhof natürlich

fügen. Als Zeichen einer entscheidenden j Wendung in den Verhandlungen wird auch der Besuch Frank A. Vanderlip'S, .ke.Präfidenten der City National sen? D?ew York beiWitte angesehen, so gern ich enz erklärte er, erhöbe sich Ein Kam -den Ideen .

mit Witte nur im Allgemeinen über die Lage unterhalten, aber die Thatsache, daß die Bank, deren Mitglied Vander lip ist, einen Theil der russischen Anleihe übernahm, läßt vermuthen, daß die Finanzfrage bei der Konferenz eine Rolle spielte. V e runglückte Lustfahrt.

S t. L o u i S, 23. Aug. In dem enseitS des Mississippie gelegenen Red. house Park, nahe Caholia, JllS., fand ein Ballonausstieg statt. John Williams wollte die Fahrt mitmachen und ergriff die Querstange des Fall chirmeS als der Ballon ausstieg und wurde mit in die Luft genommen. Beim Herablassen, als der Fallschirm fich mit Luft füllte, wurde Williams, dessen Kräfte erschöpft waren, durch den Stoß abgeschüttelt und er stürzte etwa 1000 Fuß tief. Der Luftschiffer lan dete sicher wenige Schritte von der Reiche Williams. Philippinen. Ausflügler. W a s h i n g t o n, 23. Aug. Gouv. Wright meldet, daß ein Theil der arne rlkanischen Besucher nach Peking gehen und dann für sich die Heimreise antu en wird. Unter diesen sind Fräul. Alice Roosevelt mit verschiedenen Da men, Senatoren, Repräsentanten u. A. Die übrigen Mitglieder der Gesellschaft werden am 31. Augich mit der Ko. rea" von Manila aus die Heimreise antreten. In Nikaragua ver haftet. Washington, 23. Aug. Eine Kabeldepesche des Gesandten Merry aus San Jose, Costa Rica, sagt, daß AlberS, ein amerikanischer Bürger, der in Nicaragua verhastet wurde, ein be quemeS Quartier hat und seine Freunde im Gefängniß empfangen kann. Er kann auch seine Advokaten sehen. Ein Postbericht vom Gesandten Merry sagt, daß der Name deS Ver hasteten Wm. C. AlberS sei. Er sei angeklagl, sich bei Zuftelluug eine ge. richtlichen Befehles wiederseht und den Präsidenten der Republik beschimpft zu haben. Morgan bei Roosevelt. O y st e r B a y, 23. August. I. Pierpont Morgan erschien heute mit seiner Dacht Corsair" und besprach mit dem Präsidenten die Angelegenheit der Canton'HankaU'Babn. Nach dem Frühstück suhr er wieder ab. John P. Morgan & Co. haben den lontrolliren den Antheil an ver Bahn. ChinesischerBoycott. Washington. 23. Aug. Ge. sandter Rockhill meldete heute dem Staatsdepartement, daß der Boycott gegen amerikanische Artikel wohl bald aufgehoben werden werde. Die chine fischen Kaufleute zu Shanghai ergreifen energische Maßregeln gegen den Boycott. Holmes ftelltsichdenBe. h ö r d e n. W a s h i n g t o n, 23. Aug. Cd win S. HolmeS jr., früherer Hilfs Statistiker im AckerbauDepartement, welcher in Verbindung mit ungefetz licher resp, vorzeitiger Mittheilung von Baumwollberichten zu Privatzwecken angeklagt wurde, stellte fich heute dem BundeZmarschall. Richter Stafford nahm Bürgschaft von $10,000 an. Dieser Betrag war bereits am Samstag vereinbart worden, ehe Holmes in der Stadt erschien. Volksbote verduftet. Graudenz, 23. August. Aus Furch: vor einer ihm drohenden Ge fängnißstrafe ist der Büchdruckerei.Be fitzer und Reichstagsabgeordnete Victor KulerZki verschwunden und die Staats anwaltschaft hat einen Steckbrief hinter ihm hergeschickt. Der Flüchtling, der als einer der rabiatesten Führer der Po len.Fraction im Reichstag bekannt ist. ließ in seinem Vlatte,. der Gazeta Grudziaka-, anläßlich der ttaiserrede in Gnesen einen wüthenden Artikel los. Auf Grund desselben wurde er wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten in Anklagezustand versetzt. Ehe jedoch seine Verhaftung erfolgen konnte, suchte er das Weite.

Jndianü Tibüne,

Dampfrohr gesprungen 2 Personen todt, 4 vergeht. Danville,Jll., 23. Aug. In den elektrischen Werken sprang heute eine 16'Zöllige Dampfröhre. Zwei Mann, welche Reparaturen an derselben vornahmen, erlitten tödtllche Brandwunden. ES find John Ri chardS von GeorgStown und Ed. Cald well von GeorgStown. Schwer ver. brüht wurden A. A. Tutle, Wm. Thornton, Samuel Nicum, sämmtlich von Danville. In Folge des Unfalles ist die Stadt ohne Beleuchtung und der Betrieb auf der Straßenbahn ist eingestellt. D a n v i l e, 23. Aug. Richards und Thornton starben heute Abend. Die übrigen Verletzten können nicht hergestellt werden. Dampfer gesnnken 20 Mann umgekommen. Jacksonville, Fla., 23. Aug. Der amerikanische Dampfer Peconix" am zu früher Morgenstunde an der Küste von Florida in einem Sturm an. Von den 22 Leuten der Bemannung ertranken 20 als das Schiff sank. Zwei Matrosen, ein Italiener und ein Spanier landeten um Mittag in einem Rettungsboote in Amelia Bucht und meldeten das Unglück. Das Schiff hatte Kohle geladen und war von Phl abelphia nach New Orleans bestimmt Fernandina, Fla., 28. Aug. Wie die 2 überlebenden Matrosen von dem Dampser Piconie, Kapitain JoneS, berichten, gaben um Mitternacht wüh rend eines heftigen Sturmes die Deck Offiziere Befehl, den Kurs nach der offenen See zu richten, da sie fürchteten, der Küste zu nahe zu kommen. Wüh rend dos Schiff die Wendung machte, wurde eS von einer schweren See ge. troffen. Die Ladung rutschte und das Schiff legte fich auf die Seite. Die beiden Geretteten befanden sich auf Wacht und sprangen rasch in ein Boot. Zehn Minuten nach dem ersten Alarm war von dem Schiff nichts mehr zu sehen. SMsnMilhten. London: Minnetonka" von New York Dover: Kroonland" von New Vork. Mobille: Furnessia" von New York. Glasgow: Numidian" von New York. Palermo: Nord America" nach New York. Bremen: Barbarossa" von New York via Plymouth und Cherbourg. Hamburg: Bulgaria" von New Jork. PräbiftorischeSKameel. Berkley, Cal., 23. Aug. Das geologische Departement der Universität von California hat einen Bericht über Reste einer ausgestorbenen Kameelart, die in Shasta Co. gefunden wurden, veröffentlicht. .yf.&'ffW.fV&Asft-s&srrstffffs-,A 'w. SSSs,' " ' '" & , w" " '' ''sL SMM.. "' ""V- '- f ',& , ' ', ,'"'''' Ss ... ' ,sss-

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JQ -"' fj&. l k '- f J A ' . iAiaitht VMMi mjmSk.: Edwin welcher von seinem Posten als Botschafter wird und nach China gehen soll, um gegenzuarbeiten.

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Rat. Konvention Des deutschen Kriegerbundes. Joliet, 23. Aug. Heute began. nen hier die GefchäftZ-Sitzungen des Nord amerikanischen KriegerbundeS. Die Deleaten wurden von Mayor Barr begrüßt. Präsident Julius TranS von DallaS, Texas, dankte. Die Berichte der Beamten zeigten, daß der Bund in günstigem Zustande ist. In der NachmittagSsitzung des Krie gerbundeS kam eS zu einer lebhasten Debatte über Erhöhung der Beiträge zum Versicherungszweig. Schließlich wurde beschlossen vom 1. Januar ab die vierteljährlichen Beiträge von $1.50 auf $1.75 zu erhöhen. Die Heraus. gäbe der Kriegerzeitung wurde nach hef tiger Debatte wieder Rudolph v. Ahle, veld zu Cleveland, O., übertragen, obgleick Hy. Nienstedt von St. Paul $300 weniger per Jahr verlangte. Heute Abend fand ein Bankett statt, bei welchem der deutsche Generalkonsul Dr. Weder von ChicagoEhrengaft war. Philippinen. Cholera. M a n l l a, 23. Aug. Die CholeraLage ist unverändert. Heute wurde der Tod von 2 Eingeborenen angemel det. Rainbow" wieder flott. Manila, 23. Aug. Der ameri. kanische Kreuzer Raindow" wurde heute wieder flott gemacht. Raindow", das Flaggschiff des Kreuzergeschwaders in den Philippinen lief ant 25. Aug. mit Contre-Admlral Reeder an Bord an der Mündung des Agusan.FlusseS auf der Nordküste von Mindanao auf. zer Der lagiiajen yici nigung d e s Pferdes ist dem Hufe eine gebührende Sorgfalt zuzuwenden. Sowohl die mittlere Strahlfurche als auch die beiden feit lichen müssen mit einem Stück Holz oder einem stumpfen Eisen von allem Schmutz befreit werden; das gilt auch für die Sohlfläche unter dem Eisen. tierauf ist mit einer Bürste und einem appen nachzuhelfen, schließlich auch noch etwas Holzessig oder Holzthee, aufzutragen. Schnupfen uno u ii e n treten b e i Ziegen durch plötzlichen Temperaturwechsel, durch zugige Stallungen und verkehrte Fütterungsweise auf. Letztere ist darin zu finden, daß die Thiere dumpfiges. staubiges Heu oder bereistes Grünsutter vorgesetzt bekommen. Auch durch zu starkes Abhetzen der Thiere auf der Weide kann der Krankkeitszm'tand hervorgerufen werden. Beim Husten fließt den Ziegen Schleim aus d:r Nase, auch stellt sich Fieber ein. und die Thiere magern ab. Als Heilmittel wendet man eine Abkochung von Süßholz. Schwefelsäure, etwa zwei Theelöffel voll mit Honig vermischt, an. Man streicht ihnen das Mittel Morgens und Abends auf die Zunge, die Abkochung gibt man zum Saufen. Außerdem wird lauwarme Tränke von Weizenkleie verabfolgt. " f '' '' tft y ':r ''' '?'?' ', '"Z"' 'S, ", , ' '.''sS S'S'.S,, ',,''''.. ' V-:--ms:'. ' ' 1iyfr 'Wtffyßfäfa 'WpVW ' .''Z'"''' "'W' r4& teM i SfS l r " K" ' ) '. j? urd Conger, in Mexico in nächster Zeit zurücktreten dem Boycott amerikanischer Waaren ent

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Ter preußische Prinzessinnen-Fächer.

. 1 ij Jede preußische Prinzessin wird unmittelbar vor der Trauung mit der sogenannten Prlnzessinnen-Krone geschmückt. Außerdem aber gibt man ihr einen prächtigen, reich mit Diamanten besetzten Fächer rn die Hand, der wie die Krone zum Tresor der KöNlalichen ??amme aehort, also keines wegs Eigenthum der Prinzessin bleibt, vielmehr von ihr nach Beendigung der Feierlichkeiten wieder zurückgegeben werden muß. Mit diesem Fächer passine nun einst eine unterhaltende kleine Geschichte, die zu der Zeit, da sie sich zutrug, wenig bekannt geworden ist. und ur diesen Tagen, da der Fächer wieder aus einem Gewahrsam ans Tageslicht gezogen worden ist, erzählt zu werden verdient. Ereignete hat sich die kleine Geschichte vor 55 Jahren, nämlich am 18. Mai 18c0. an welchem Tage die Pnnzefsin Charlotte von Preußen, eine Schwester des Prmzregenten Albrecht von Braunschweig, sich in Charlottenburq mit dem damaligen Erbprinzen, jetzigen Herzoge Georg H. von Sachsen - Meiningen als dessen erste Gattin vermählte. Am Hochzeitsmorgen hatte der Erbprinz seine Braut durch einen prachtvollen Strauß weißer Rosen in kostbarer Umhüllung erfreut. Als sie nun mit der Krone geschmückt worden war und man ihr auch den Fächer reichte, weigerte sie sich, etwas anderes in die Hand zu nehmen, als den Strauß ihres Bräutigams. Sie wurde indessen nun sehr eindringlich darauf aufmerksam gemacht, daß das vorgeschriebene Ceremöniell eine solche Abweichung nicht gestatte, und mußte zufrieden sein, daß man ihr erlaubte, Strauß und Fächer zugleich zu tragen. Das war aber erstens durchaus nicht bequem und zweitens auch gar nicht nach dem Herzen der etwas eigenwilligen 18jährigen kleinen Prinzessin. Und als der Zug sich zetzt feierlich durch die Gemächer des Schlosses zur Kapelle hin bewegte, fand sie Gelegenheit, den Fächer im Vorüberschreiten, von niemand bemerkt, blitzschnell hinter einen Schrank zu werfen. Keinem fiel das Fehlen des Fachers wahrend der Trauung und den daran, sich schließenden übrigen Festlichkeiten, Cour und Diner, auf. Aber am Abend nahte das Verhängniß in Gestalt der Tresorbeamten, die kamen, um die dem Kronschatze gehörenden Schmückstücke, Krone und Fächer, abzuholen. Die Krone war nun wohl da, doch der Fächer spurlos verichwunden. Und da die Prinzessin schon fort war, niemand sie also nach seinem Verbleibe fragen konnte, herrschte unter den Hosdamen Angst und Bestürzung. Erst am nach sten Morgen fand das Natytt tint Lösung. Da entdeckte nämlich eine Scheuerfrau den Fächer dort hinter dem Schranke, wo das Prinzeßchen ihn so geschickt hingeschleudert hatte. Erst zerbrach man sich natürlich den Kopf darüber, wie er dort vingelangl sein könnte, später aber gestand Prinzessin Charlotte selbst ihren Streich ein, über den ihre Verwandten und namentlich Könia Friedrich Wilhelm IV., ihr Onkel, sich herzlich amüsirten. Aberglaubische Gemüther konnten übrigens versucht sein, einen Zusammenhang dazwischen herauszufinden, daß die Prlnzesstn sich so selbstwillig über den altehrwurdigen Brauch ihrer orsayren bmweasetzte. und die Thatsache, daß sie schon ach kurzer glücklicher Ehe, in voller Blüthe der Jugeno durch einen frühen Tod den Ihren entrissen wurde. , Schönchen." Wie der Mensch unschuldia in den Verdacht eines Rauhbeins" kommen kann, das sollte auch die in den Tagen ihres schönsten Triumphes aus dem L-ben gerissene Künstlerin Amal Schönchen erfahren. Das heitere Intermezzo ereignete sich in Prag im Sommer des Jahres 1900, woselbst Angelo Neumann für feine Meisterspiele eme erlesene Kunstlerschaar versammelt hatte, unter der auch Amalie Schönchen war, die im Vierten Gebot" als Meisterin moderner Charakteristik Triumphe feierte. Trotz der erstklassiaen Besekuna war es unverleidlich, daß für kleinere Partien von cßringer Bedeutung auch ewige junge Mimen mitwirkten. Einer dieser jugendlichen Schauspieler trat kurz vor der ersten Probe an die ihm gänzlich unbekannte Amalie Schönchen heran und stellte sick ibr mit den Worten vor: Gestatten Sie, daß ich mich Ihnen vorstelle, mein Name ist X. vom Stadttheater in worauf die Künstlerin in ihrer einfachen, natürlichen Art nur das eine Wort Schönchen" sagte. Herr X., der wie die meisten Anfänger von einer fast krankhaften Empfindlickkeit war. fante das Schönchen" als eine Verhöhnung auf, die ihm die sich berühmter fühlende Kollegin zutheil werden lasse, und wandte sich mit heroischer Geste von hinnen. Nach der Vorstelluna war dem überempfindlichen Herrn X. natürlich längst ein Licht aufgegangen, 'und als man im Kreise der Kollegen . im Theatergarten in VersöhnunaSglaS trank, bat der jugendliche Komödiant die Künstlerin: Bsrgessen wir das unangenehme ilnfe Verständniß," worauf diese zum allge meinen Gaudium Schönchen" erwi derte. - .--i-- -

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ErcursionsRaten in Anbetracht des AVbeiter Tages am 4. September 1903 . . ..via. . . . igfouräoiiie Am 4. Sevt. wird die .Bia ftour Route. Cincinnaii Nortbern R. R und & W. R. R. Fahrkarten verkaufen nack allen Sta. tionen in einem Umkreis von 50 Meilen von dem Abfahrtspunkt zu einer Rate von einem Fahrpreis plus 23 Cents für die Rundfahrt Ausgenommen wo der Tarif nur $1.00 be räat,kalsdann nur der halbe Preis berechnet wird. Keine Raten für Erwachsene für eni ger ais cc und für ttmder loc. Fahrkarten sind giltig für die Rückfahrt biS einschließlich 5. September 1905. Für Einzelheiten wende man sich an die Big Four Ticket-Agenten oder schreibe an Wanxn j. Lynch, Gen. Pass. Ticket & Agent, Cincinnatt OHi. oder . 3. Bronson. S. V. 3nbianat)0li3 GREAT CENTRAL ...Ercursionen. . tzl. 50 ...Rundfahrt... 81.30 8 1.25 Hamilton, $ 1.00 Rushville und Connersville. Sonntag, 3. September. Zwei Epezialzüge fahren um 6.30 und 7 Uhr Morge ad. etoursahrt von Cinnnnati um 6.30 Uhr Abend . ligForioute New York Central Linien. ..Exeurfionen.. Sonntag, 5. September. Latvrenccburg, Aurora und Zvitchengationen. Rundfahrt $1,00 oder weniger SpezialZüge verlassen Indianapolis um 7.00 Uhr Morgens; -Retourfahrt von Au rora um 7.20 Uhr Abends. NordZNilhiganRcsortö Schnell und bequem erreichbar, via Penn' fzlvania Linien und Grand Rapidö und Jndiana Eisenbahn. Kein Waggynwechsel. Der Nortlzland Limited" Rw. taalich nach Grand NapidS, Ottawa .Beach. MuSkegon, Cadillac, Traverse City, Northport, Petos key, Bay Viem, Wequetonsing, Harbor Svrinas, Cbarlevoir. St. Janace. Mackinac und anderen Punkten. Durchlaufende Schlas- und Speise-WaggonS. Sonntag, 23. Juni, um 720 Uhr Abends, die Echlafwaaaon-Linie wird etablirt von Indianapolis via Richmond und der G. R. & I. Eisenbahn, (The Fishing Line). Für Schlaftvaggon Reservation roende man sich an die TicketAgenten oder W. W. Richardson, A. G. P. A. Indianapolis. Züge ersten Ranges Schnelle Zeit ! Zu bequemen Stunden ! 14 i? 6 6 Züge zwischen Cincinnaii. Züge zwischen Dayton. Indianapolis und JndianapollS und Züge zwischen Indianapolis und Teledo und Detroit. Züge zwischen Indianapolis und Decatur, Illinois. 4Züße zwischen Indianapolis und Springsield, Illinois. Parlor Waggons an allen Tage! und Schlaf lvaggon? an allen Nacht-Zügen. Indianapolis Office : Union Bahnhof und 8 Nord Illinois Et. R. P. Algeo, D. P. A. Wie Perfeet Gas Nange wird zum Kostenpreise verkaust, abgeliefert und aufgestellt ohne Nnkoften. Der sparsamste Ofen für KunftgaS. Sprechen Sie vor nnd sehen Sie dieselben im Gebrauch. TUE II1DIAIIAP0LIS GAS G0, 49 G. Pennsylvania Str.