Indiana Tribüne, Volume 29, Number 4, Indianapolis, Marion County, 28 August 1905 — Page 6
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Europäische Nachrichten. Provinz "gfommero. Stettin. Einen tödtlichen Schlaganfall erlitt im Landgerichtsgebäude der in Podejuch wohnende pensionirte Polizeibeamte Kiesow, früher im Amte Aredow thätig. Er sollte vom Untersuchungsrichter als Zeuge vernommen werden. Die Leiche wurde nach der Leichenhalle geschafft. In der Schnellstraße stürzte ein 4 Jahre alter Knabe NamenZ Aothniann von einem Saume herab und erlitt eine Gehirnerschütterung, die den Tod des nach Bethanien geschafften Verunglückten zur Folge hatte. B e l g a r d. Vor Kurzem ist die Bierbrauerei und Spiritusfabrit von Nöske & Kittelmann infolge einer Explosion, die durch Selbstentzündung entstand, total niedergebrannt. Mehrere Personen trugen Brandwunden davon. S e ch a u. Beim Baden ertrank der 19jährige Hirte Jgnaz Spreuzler von hier. Er war in erhitztem Zustande 'ins Wasser gegangen und wurde vom Herzschlage betroffen. G r e i fe n b e r g. In den Nensefotoer Fichten hat sich der Landmesser Beyer, ein Mecklenburger, erschossen. Er wurde in sitzender Stellung mit einer Wunde in der Stirn von Arbeit ern aufgefunden. I s i n g e r. Ein beklaaensweriheZ Unglück hat sich hier zugetragen. Der Strohdachdecker Dolgener stürzte so unglücklich von dem Dach der Pfarrcheune, daß er schwere rnnere Veretzungen davontrug und nach dem Krankenhause Bethanien in Stettin geschafft werden mußte, wo er nach urzer Zelt starb. Neuendorf. Der Arbeiter Filler fand ein verirrtes Artilleriegeschoß. Er versuchte, es zu Huse auseinander zu nehmen; dabei explodirte das Geschoß. Die Explosion führte den Tod des Arbeiters herbei. Ferner wurde ein fünfjähriger Sohn tödtlich, ein anderer Sohn schwer und eine achtjährige Tochter leicht verletzt. P y r i tz. Die hier wohnhafte Wittwe Esch feierte ihren 95. Geburtstag. Die ehrwürdige Greisin ist zwar taub. aber sonst noch rustlg. Sie :st noch im Stande, die kleinste Schrist ohne Brille zu lesen. S t o. l p. Die am 27. December 1904 verschwundene, aeisteskranke Schuhmacherfrau Ottilie Herrmann, geb. Hanau, 54 Jahre alt. wurde im Stolpestrom als Leiche aufgefunden. Es liegt zweifellos Selbstmord infolge geistiger Umnachtung vor. T h u r o w. Hier brannte das ganze Gehöft des Schneidermeisters Brockow sowie das Anwesen der Wittwe Fuhlbrügge vollständig nieder, sieben Schweine und erne Ziege kamen in den Flammen um. V o r b e : n. Erhängt hat sich dieer Tage der Dachdecker Rothermund in der Scheune des Hofbesitzers Krabbe. Geistesstörung ist wohl die Ursa che zum Selbstmord. Rothermund war erst V2 Jahre verheiratet. Z u l l ch ott. Vor Kurzem machte der hier Chausseestraße 14 wohnhafte Arbeiter Härtung seinem Leben durch Erhangen ein Ende. Die Leiche wurde in die Leichenhalle des Johanniterkrankenhauses gebracht. Provinz ScHsesien. B ? e s l a u. In dem Hause Altbüßerstraße 44 hatte ein Uhrmacher Martin Draht einen kleinen Laden inne, der gleichzeitig ihm, seiner Frau und seinem 14 Jahre alten Sohn als Schlafraum diente. Da Draht vor einiger Zeit den Versuch gemacht hatte, sich durch Einathmen von Kohlenoxydgas zu vergiften, schlafen feine Frau und der Sohn bei einer Näherin in demselben Hause. Als die Frau kürzlieh ihrem Manne das Frühstück brachte, fand sie ihn todt im Bett liegen, während ein anderer Mann todt auf dem Bett lehnte. Bei diesem Mann wurden Papiere auf den Namen Kaufmann Wilhelm Bernert, Seidlitzstraße 10, vorgefunden. Es liegt anscheinend bei beiden Selbstmord vor. Albrechtsdorf. Der Herrschaftliche Fohlenfütterer Franz Koch ist von einem Fohlen so heftig in den Unterleib geschlagen worden, daß er an den Verätzungen starb. Beu then. Vom Neubau auf der Tarnowitzer Chaussee beim Balkenaufziehen herabgestürzt ist der Zimmermann Puscher von hier. Er erlitt mehrere Knochenbrllche. Deutsch-Piekar. Die den Bergleuten Skopp und Pick gehörigen beiden Besitzungen brannten vollständig nieder. Greiffenberg. Das 2y2 Jahre alte Kind des Rüdiger stürzte in den angeschwollenen Mühlgraben, und ehe dem bedauernswerthen Kinde Hilfe gebracht werden konnte, fand es in den Fluthen seinen Tod. H e i n r i ch a u. Das zweijährige Enkelkind des herrschaftlichen Fasanenwärters Gärtner stürzte in das Reumer Wasser und ertrank. Krampf. Das Wohnhaus des Stellenbesitzers und Handelsmanne? Sendermann wurde total eingeäschert. Matzkirch. Dieser Tage starb im St. Josef - Krankenhause zu Breslau der hiesige Ortspfarrer. Geistliche Rath und Erzpriester Theodor .Haagen. Der Verewigte wurde am 19. October 1823 zu Opveln geboren
und am 1. Juli 1852 in Breslau zum
Priester geweiht. Ober - Streit. Vor einiger Zeit ist hier in einem WassertllmpeH die 9 Jahre alte Tochter Martha des Maschinenputzers Klose ertrunken. R a t i b o r. Durch unvorsichtiges Umgehenmit Spiritus hat dieEhefrau des Nachtwächters Wojak den Tod gefunden. Sie goß in den Spirituskocher mit noch brennendem Inhalt aus einer Flasche Spiritus nach, diese explodirte, wobei die Kleider der Frau in Brand gesetzt wurden. Die Frau erlitt schwere Brandwunden, denen sie im Krankenhaus erlag. W o i n o w i tz. Der hiesige Kneger - Verein feierte das fünfzigjährige Jubiläum durch Kirchgang. Paradeaufstellung und Concert im Dwuletzki'schen Garten. Aus Anlaß der Jubelfeier hat der Kaiser dem Verein einen Fahnenschmuck verliehen. Provinz 'F'osen. Vromberg. Das bei dem Kaufmann Max Weiß in Stellung befindliche. 15 Jahre alte Dienstmädchen Frieda Giese sollte aus ihrem Dienst entlassen werden. Sie wollte deshalb an ihrer Herrschaft Rache nehmen. In deren Abwesenheit flößte sie dem neun Monate alten Kinde ihres Dienstherr eine bedeutende Menge Rum gewaltsam ein. Trotz der Bemühungen zweier Aerzte gelang es nicht, die Kleine zu retten. Das Kind verstarb unter qualvollen Schmerzen. G o n s a w a. Hier hatte der 11jährige Sohn der Ausgedingen Jaskulske schon mehrere Male mit einem Revolver gespielt, den er sich auf UNbekannte Weise verschafft hatte. Letztens schoß er sich beim Spielen in die Brust. Der Schuß ging ins Herz und hatte den sofortigen Tod des Knaben zur, Folge. Louisenfelde. Der Regierungspräsident hat den Meyer'schen Eheleuten zur Feier ihrer goldenen Hochzeit im Namen des Kaisers ein Geldgeschenk von 50 Mark bewilligt. O b i e c z a n o w o. Während eines Gewitters schlug der Blitz in den Stall .des Besitzers Nummel. Stall, Scheune, fünf Kühe, Maschinen, Futtervorräthe sind verbrannt. R a w i t s ch. Im Alter von 58 Jahren starb nach kurzem, schweren Leiden Stadtrath Carl Adam hierselbst. Jahre hindurch hat er unserer Stadt in seinem Ehrenamte unschätzbare Dienste geleistet. Schwerin. der hiesigen katholischen Pfarrkirche schoß während der Messe Arbeiter Johann Bausche auf den celebrirenden Dekan Hannemann. Der Schuß ging fehl; die Kugel drang in den Altar ein, der Thcrter wurde verhaftet. S ch n e i d e m ü h l. Kürzlich ertrank beim Baden in dem Sandsee de? 20jährige Seminarist Slawinski. , Er war von einem Herzschlage getroffen worden. Er stammte aus Marienwerder und-stand vor der ersten LehrerPrüfung. Provinz Sachsen. Magdeburg. Stadtrath Emil Grünwald blickte auf eine 25jährige Thätigkeit als Magistratsmitglied zurück. Die 76 Jahre alte Rentnerin Wittwe Auguste Peters, Kl. Schul Straße 29 wohnhaft, wurde :n ihrer Schlafkammer vor ihrem Bette liegend todt aufgefunden. Der herbeigerufene Arzt hat Tod durch Schlagfluß festgestellt. B i e h l a. Kürzlich stürzte der pensionirte Eisenwerksbeamte G. Schmidt derart unglücklich die Treppe seiner Wohnung hinab, daß er alsbald starb. Eilen bürg. Der Nagelschmiedemeister Friedrich Blaich beging dieser Tage sein 50jähriges Mcisterjubiläum. In der Holzweißigschen Färberei wurde der Arbeiter Zettel, Vater von drei unmündigen Kindern, durch eine Stärketonne derart gequetscht, daß er im Krankenhause an den erhaltenen inneren . Verletzungen alsbald starb. F r i e d e'r s d o r f. D hiesige Gemeindevorsieher Winkelmann feierte sein silbernes Amtsjubiläum. G o s t es. Landwirth Winter, der seit längerer Zeit vermißt wurde, ist bei Uichteritz aus der Saale gezogen worden. Er war auf einem Vereinsvergnügen gewesen, ist wahrscheinlich auf dem Heimwege in der Dunkelheit vom Wege abgekommen und in die Saale gefallen. Herzberg. Im Fleischermeister Zimmermann'schen Wirthschafts-Ge-bäude'kam Feuer zum Ausbruch, das das aus Fachwerk bestehende Gebäude binnen Kurzem einäscherte. Das Vieh wurde gerettet. Kleingräfendorf. Im Schadendorfer D?rfteiche ertrank der siebenjährige Knabe des hiesigen Gutsbe sitzers Junge. M a r t h. Das diamantene Ehejubiläum feierten die Eheleute Simon und Therese Rehbein Hierselbst. Beide sind über 80 Jahre alt und noch sehr rüstig. Naumburg. Der Landgerichtsrath a. D. Wolf v. Schönberg feierte seinen 80. Geburtstag. Seit 1849 hat er hier ununterbrochen seinen Wohnsitz. Letztens" wurde unweit der Eisenbahnbrücke, an dem Wege nach der Henne die von einem Zuge überfahrene Leiche des hiesigen Kaufmanns Gustav Koch aufgefunden. Ob ein Unglucksfall oder ern Selbstmord vor liegt und wann der Tod eingetreten ist. konnte nicht festgestellt werden.
rühmte Rennpferde a. D.
Ueber das Schicksal vieler großer Pferde nach denn Scheiden von der Rennbahn ist wenig bekannt. George Frederick, dem Dervysieger von Epsom 1874, erging es in seinem Alter sehr schlecht. Die Nennlaufbahn des Hengstes endete mit seinem Triumph im englischen Derby, und nach mannigfachen Wechselfällen war der Hengst ein Paar Jahre darauf vor einen Miethwagen gespannt; der stolze Gewinner des blauen Bandes endete im Schlachthause, wo er zu Hundefutter verarbeitet wurde. Ein anderes Pferd, das von dem höchsten Glänze zum Droschkengaul herabgesunken ist. war General Boulanger's schwarzer Araber, der mit seinem prachtvoll abgebogenen Halse und seinen stolzen Bewegungen die Bewunderer des Brave General" entzückte. Ter arme Gaul mußte einige Jahre nach dem Tode seines Besitzers auf denselben Straßen schweren Dienst verrichten, die er früher im Triumph durchzogen. Zwei andere bedeutende Pferde konnte man lange Zeit als Versuchsobjekte in den Ställen des Instituts Pasteur in Paris sehen, es waren dies das Schlachtroß des Generals Canrobert aus dem Feldzuge 187071 und Baron Finots Steepler St. Claude. Viele andere große Pferde haben ein qar plötzliches Ende gefunden. Blue Gown. Sieger im englischen Derby 1868, ertrank auf der Reise nach Amerika, wo er zu einem neuen Besitzer, der ihn um 4000 Pfund Sterling gekauft hatte, kommen sollte. Klarikow, ein Derbyfavorit, verbrannte auf der Eisenbahnfahrt nach seinem Trainingquartier. Kingcrafts Karriere fand mit dem Siege des Hengstes im englischen Derby 1870 ihren Abschluß. Vierzehn Jahre spater wurde Kinacraft um einen kleinen Betrag an einen amerikanischen Sportsmann verkauft und ertrank gleich Blue Gown aus der Reise. Fikrov wurde erschossen: das nämliche Schicksal ereilte Silvio, den Gewinner des blauen Bandes und des St. Leger von 1877. Das letztgenannte Thier beschloß seine wirklich glänzende Lausbahn mit einem Bemoruch. Viele Derbysieger mden verbrachten ihre al ten Tage in Glück und Ehre im Gegensatz zu den anfangs erwähnten Gewinnern des blauen Bandes. So lebte zum Beispiel Hermit noch 23 Jahre, nachdem er das nalische Derby 1867 gewonnen hatte; sein Skelett wird im M . i . rr - rr. r.i nonai Aelerinary ouege ausvewayri. Amato, dem Sieger des Rennens vom Jahre 1838, ward ein ehrenvolles Begräbniß auf Lord Roseberys Gut in Epsom zu theil. Blair Athol. der Sieger im englischen Derby 1864. führte ein beschauliches Dasein bis 1892; sein Werth war schließlich von 12.000 Gs. auf weniger als 2000 Gs. herabgesunken. Kisber. der große österreichische Hengst, genoß seinen Derbyruhm noch 22 Jahre, und Lord Lyon. Gewinner des Derbys 1866. erreichte das Alter von 24 Jahren. Von der Kaiserin l?ugenle. Man schreibt der Voss. Ztg." auKopenhagen: An Bord ihrer Fach: Thistse" ist nach einem voraufgegangenen Besuche bei der schwedischen Kö nigsfamilie zu Stockholm die ehemali ge französische Kaiserin Eugenie nunmehr in der dänischen" Hauptstadt ein' getroffen, wo ein mehrtägiger Aufent. halt vorgesehen ist. Thistle", ei schönes weißes Schiff, zählt'eine Besatzung von 38 Mann und steht unte: dem Kommando des Kapitäns Upstill: die Kaiserin ist außerdem von eine, stattlichen Reihe von Damen und Kavaliercn umgeben, unter denen sich bei aus dem Burenkriege bekannte eng!! sche General Kenny Kelly befindet. Thistle" segelt unter englischer Flagge. Es ist ein komfortables Fahrzeug, reich ausgestattet, doch überall dii feine Eleganz zur Schau tragend, dii die Schiffsherrin selber in so hervorragendem Maße kennzeichnet. Die Kaiserin ist eine nun bald 80jährige. aber noch sehr rüstige Dame; ein weißer Haarkranz rahmt das seine Angesicht mit der hohen Stirn ein. Die ganze Erscheinung wirkt heute noch bezaubernd. Die Kaiserin besucht die Königsfamilie, die ihr kaiserliche Ehren erweist. Frankreich und Dänemark waren immer gute politische Freunde, und der langjährige Gesandte des Königs von Dänemark am Hofe Napoleons, Graf Moltke-Huit selb, zählte zu den Vertrauten des bonapartischen Hauses. Sein Sohn aber lebt als Gutsbesitzer auf Glorup (Fünen) und ist mit einer Patterson-Bo-naparte vermählt, einem Pathenkinde der Kaiserin Eugenie. In einigen Tagen wird die Kaiserin diese verwandte Familie besuchen. Unmittelbar nach ihrer Ankunft hörte die Kaiserin Salutschießen. Sie fragte nach der Ur,sache und erfuhr: Das deutsche Sckulschiff Stosch" läuft ein . . , m ! V e i der Hochzeitsseter g e st o r b e n. Der Syrier Blahadiaan in Summit, N. I., hatte zur Feier der Hochzeit seiner Tochter 150 Gäste in seine Wohnung geladen. Wenige Minuten nachdem die Trauung vollzogen und die Festlichkeit gerade ihren Ansang nehmen sollte, fiel ein kleiner Bruder der Braut die Treppe hinunter. Der Vater war der erste, der das Kind erreichte und trug es von Blut überströmt auf ein Bett. Kaum hatte er dies gethan, als er mit einem lauten Schrei todt zu Boden stürzte. Der Hochzeitsgäste bemächtigte sich eine wilde Panik; und alle stoben zum Hause hinaus.
Sprachgruppcn hx Italien. ichtitallenische El,mente im Stieselland, (und der, hauptsächlichfte Wohnsitze. Von den etwa 33.0c0.000 Einwohnern, die das Königreich Italien zahlt, sind es Über 250,000, die ihre Mutterspräche nicht oder nur .nebenher" reden. Ist es begreiflich, ja historisch selbstverständlich, daß z. B. Deutschland an seinen Grenzländern kompakte Massen nichtdeutscher Bevölkerung besitzt, so fällt eine ähnliche Erscheinung in Italien umsomehr auf. als Italien ja Nationalstaat im höchsten Sinne ist und niemals Gelegenheit hatte, wie Preußen - Deutschland in siegreichen Kriegen sich fremdsprachige Provinzen anzugliedern. Und dennoch findet man laut einer Aufstellung des Statist!schen Amtes auf der italienischen Halbinsel nicht weniger als sechs fremde Sprachgruppen mit einer Gefammtzahl von 261.500 Individuen. Diese Sprachgruppen sind die fran-zösisch-provencaüsche. die albaresische. die griechische, die slavische, die deutsche, endlich die katalanische. Am stärksten vertreten sind die Albanesen, Abkömmlinge der feiner Zeit vor den Türken geflüchtet:. Ein Albanese war auch Francesco Crispi. Nach ihnen kommen die Franko-Provencalen, dann die Griechen, deren Sprache an die neugriechische anklingt, aber mit italienischem Dialekt durchsetzt ist. An vierter Stelle kommen die Slaven (Slovenen) an der österreichischen Grenze und in der Provinz Molise. die ihre physischen
Rc'eneiaentkümlichkeiten in manchen Ortschaften zwar erhalten, sich anderwärts aber italienisirt haben. Deutsch gesprochen wird in Italien noch von 2272 Familien mit 10.500 Personen in den Provinzen Verona und Udine. Ferner die sogenannten Seite Communi" bei Vicenza, die sich aber immer mehr italienisiren. Die geringste Verbreitung hat der katalonische Dialekt. dessen sich eigentlich nur noch die Bewohner der Stadt Alghero in Sardinien Nachkommen der einstigen spanischen Eroberer bedienen. Trotz ihrer immerhin beträchtlichen Anzahl 261,500 Individuen kommen die nichtitalienischen Elemente in Italien nicht in Betracht; sie führen ein in sich abgeschlossenes Dasein, von dem mit der fortschre'zienden Civilisation und Bildung der Massm immer mehr abbröckelt, und werden in sehba rer Zeit mit Sicherheit m der sie umcebenden Bsse aufqehen. Dampfnudeln. Man mache einen süßen, lockeren Hefenteig,- thue Butter in eine Tortenform und lasse sie zergehen. Nun mache man etwa handgroße, zweifingerdicke Stückchen, wäle sie in der zerlassenen Butter und stelle sie aneinander, gieße ein wenig Sahne darüber und lasse sie, bei nicht allzugroßer Hitze, ungefähr eine Stunde backen. Warm, mit einer Himbeer-Sauce dazu, schmecken die Nudeln sehr gut. Das Q u i l l a y a r i n d e n -w a s.s e r ist das beste Wasch- und Reinigungsmittel für Thüren, Fenster und alle Oelfarbenanstriche, da es nicht wie Seife und Soda den Lack oder die Farbe angreift. Man reibt die Gegenstände einfach mittelst FlanellLäppchens ab, spült mit reinem Wasser nach und trocknet mit einem reinen Tuch ab. Man spart die Seife vollständig und ist daher diese Art Reinigung die allerbilligste. Böhmische Zwetschenk n ö d e l. Aus einer Unze Butter, zwei Eiern, Mehl und Salz wird ein Nudelteig gemacht und dann bis zur Dicke eines Messerrückens ausgetrieben. Man schneidet den Teig nun in Stücke, wickelt in ein jedes Stück eine frisch: Zwetsche, bilde daraus Knödel, die man in Salzwasser kocht und wenn sie gar sind, mit brauner Butter begießt. Zum Bestreuen der Knödel kann man auch Semmelbrösel oder zerriebene Topfen nehmen. Reinigen der Filzhüte. Weiche, helle und dunkle Filzhüte reinigt man von Fett- und Schmutzflecken durch Reiben mit einem Wollläppchen, das man öfter in eine aus zehn Theilen Salmiakgeist, drei Theilen Kochsalz und zehn Theilen Alkohol bestehende Flüssigkeit taucht. Das Salz muß vorher durch Schütteln vollstandig gelost werden. Hiernach burstet man die Flüssigkeit kräftig über den ganzen Hut, worauf dieser wie neu erscheint. Haarbürsten müssen öfter ge reinigt werden. Damit die Politur des Holzes nicht angegriffen werde, lege man die Bürste mit den Borsten nach unten in ein Gefäß mit so viel warmem Sodawasser, daß eben nur die Borsten eintauchen. Schon nach kurzer Zeit sind diese rein und sauber, man tunkt sie noch einigemal in reineö Wasser und läßt sie in freier Luft. ebenfalls abwärts gekehrt, trocknen. Ao flichslscjzrr Rriber. Härn Se, mei Gudester, ich bin Se nämlich ä Reiber,' und wenn Se m'r nischt gäben, muß ich Se nämlich üben dotschlagen. und dann thu ich aben alles von Se nahmen." Srizwerer Dienst. Was hat denn bei Euch im Geschäft der Direktor zu thun? Der kommt Moraens um zehn Ubr rn's Bureau und fragt, ob etwas da ist!" Und wenn nicylö da lttö Dann geht er zum Z?ruhschovven!" ..Wenn aber et was da ist?"-Dann geht er auch zum Frühschoppen!"
Allerlei sür'ö Hauö. Gegen Fliegen. Im Kampfe ggen die lästigen Fliegen wird der Werth des Kerosin - Oels im Allgemeinen noch lange nicht genügend gewürdigt. Als eine der sichersten Methoden, die Fliegenansiedelungen von der Außenseite der Screen-Thüren" abzuhalten, von denen sie beim Oeffnen der Thür in das Innere fliegen, ist das Einreiben des Holzwerkes der Thür mit Kerosin zu empfehlen. Der Petroleungeruch ist den Fliegen so unangemhm, daß 'ie sich vollkommen fernhalten. Papierkissen sind kühler als alle Kissen, die man aus Schwamm, Hopfen oder sonstigen Dingen herstellt. Zeitungspapier ist nicht sehr empfehlenswerth, weil es nach Druckerschwärze riecht; man mache die Kissen aus ungebrauchtem ManilaPapier, das man in kleine Vierecke zerschneidet; je feiner die Schnitzelchen sind, desto leichter und kühler ist das Kissen. Ein Papierkissen hält zwar nur wenige Monate vor, aber es ist bei seiner kurzen Lebensdauer dennoch eine unschätzbare Annehmlichkeit. Das Schielen wird zuweilen auf eine einfache Weife geheilt, indem man das gesunde Auge mit einem sÄtrarzen seidenen Läppchen, das dop-
pelt zusammengefaltet und mit Bändchen am Kopfe befestigt wird, bedeckt, und nur das kranke Auge ausschauen läßt. Es sollen Fälle vorliegen, wo schon nach 10 bis 14 Tagen durch Gebrauch dieses einfachen Mittels das Schreien beseitigt war. Auch das beständige Tragen eines passcndenStücks Guttapercha, welches in der Mitte eine Oeffnung von der Größe einer Erbse hat. so daß das Auge nur nach einer Richtung sehen kann, soll zuweiun noch gunstig aewirkt haben, nachd:m alle anderen Mittel erfolglos geblieben waren. Ein gutes Vorbeugung sm i t t e l für Mückenstiche bildetAnisol oder Krausemlnzeol, Mit dem man, bevor man in's Freie geht, die unbekleideten Körpertheile einreibt. Bei längerem Aufenthalt im Freien führe man ein Flaschchen mit diesem Oel bei sich, um die Einreibung nach einigen Stunden wiederholen zu können. Ein anderes bewährtes Mittel besteht in einem Zusatz von Eau de Cologne, dem etwas Nelkenöl untermischt ist, zum Waschwasser. Vergiftete Wunden, wie solche durch Visse von Giftschlangen und tollen Hunden, durch vergiftete und verrostete Metalls.ntzen, durch Eindringen von Anilinfarben etc. ?ntstehen, erfordern die schleunige Jnanspruchnahme eines Arztes. Bis diese? erscheint, umschnüre man das verletzte Glied oberhalb der Wunde fest, möglichst mit einem elastischen Gurt oder Hosenträger, sonst mit einem Strick oder Tuch, das man mit einem Knebel fest zusammendreht. Dann suche man durch Aussaugen (natürlich müssen die Lippen dazu unverletzt sein), das Gift zu entfernen, oder, wo ein Saugen nicht angeht, versuche man eine Ausätzung durch Aufträufeln von Karbolsäure oder Salpetersäure. BeiSchlangcnbissen ist es am bequemsten, mit Eigarrenaluth die Wunde auszubrennen. Auch Salmiakgeist in die Wunde gegössen leistet gute Dienste. Dann hat der Gebissene so viel giftige Getränke, Branntwein, Cognac etc. zu sich zu nehmen, als er nur irgend in sich aufnehmen kann; Trunkenheit tritt fast gar nicht ein. Eiweiß als Heilmittel. Für Schnittwunden giebt es kein schneller heilendes Mittel, als einen Ueberzug von rohem Eiweiß. Ferner ist das Eiweiß ein sehr wirksames Mittel gegen heftige Darmentzündung, Ruhr. Mit oder ohne Zucker geschlagen und dann genommen, wirkt das Eiweiß einhüllend und die Entzündung des Magens und der Eingeweide besänftigend. Zwei oder höchstens drei Eier genügen an einem Tage bei gewöhnlichen Zufällen. Waschkörbe dauerhaft zu mache n. Um das so häßlicheStockigwerden der Weidenkörbe zu ' verhindern, streiche man die Waschkörbe an der Innenseite und unter dem Boden mehrmals mit weißer Oelfarbe an.' Dieses Mittel bewährt sich so vorzüglich, daß selbst nach langen Jahren alle Körbe gut erhalten sind. Außerdem sehen sie stets sauber und hübsch aus. wenn man sie bei jeder Wäsche abbürsten läßt. Da Ranzigwerden der Butter kommt im Kleinbetrieb leicht vor. Der Rahm wird, wenn man nur ein- oder zweimal in der Woche buttert, bei Aufbewahrung in nicht sehr kalten Kellern oder Milchkammern altschmeckend und ranzig. Die Butter wird in der Regel nicht sorgfältig ausgeknetet, es bleibt sauerund altschmeckende Buttermilch darin zurück, welche besonders im Sommer der Butter einen schlechten Geschmack verleiht. Um dies zu verhüten, muß die Milch in einem geruchfreien, kühlen, luftigen Raum zum Aufrahmen stehen, der abgeschöpfte Rahm muß recht tief abgekühlt und womöglich jeden zweiten Tag gebuttert werden. -Der Rahm ist zur Verbutterung auf eine Temperatur von 53 Grad zu bringen, durch langsame Erwärmung im Wasserbade und nicht durch Zuschütten von warmem Wasser. Wenn die Butter dann gut ausgeknetet und an einem kühlen Orte aufbewahrt wird, bleibt sie l'inaer lük.
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