Indiana Tribüne, Volume 29, Number 4, Indianapolis, Marion County, 28 August 1905 — Page 1

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. i Erscheint Natzmittag. Jahrgang 29. " Indianapolis, Jnd Montag, 28. August 1905. No. 4. : : ' r i

Entlassener Gefangener irrsinnig. Nachdem er wegen StehlenS von ttleidungZstückm vier Wochen im Ar beitShause zugebracht und erst vor einigen Tagen entlassen worden war, wurde der Verkäufer Benjamin Tolen wegen Spuren von GeisteZgestörtheit von den Polizisten Shine und AlbertZ. meier in Haft genommen. Seine (Sei steZkraft soll während seiner Jnhafti rung gelitten haben, sodaß er Leute auf der Straße anhielt, um ihnen seine Leiden zu erzählen. 5rt?frti ,nilttssen.

O tntin fi I 1 I 5 Inllstsl nickt tevierun. ttZ-ö w iiiitiitiAi den des GroK diebftaHlZ angellagten Dr. WeZley M. ftrnrh ,mn Qnervatben. Alfred Titz: und seine Frau hatte einen 9ei w I MZbchhl gegen den Dollor .rlanz, unter der Angabe, Duft derselbe die s.'uzzab! $100 tätige, die I dem Titz: als ausgetretenen GeschäftsI theilhaber zukämen. Nachrichten aus Jndiana. Stechafairewegeneiner Wassermelone. V lnc enneS, 27. Aug. Wegen einer Wassermelone entstand in einer der anrüchigsten Gegenden unserer Stadt zwischen mehreren jungen Leuten V . 1 fc. ? , ein augemetner ire, oer oamn cn dete, daß der 19jührige Everett Col linS schwer verwundet in seiner elterli chen Wohnung darniederliegt. Sein Angreifer, Arthur Pare, der vorläufig spurlos verschwunden ist und von dem man nicht weiß, wie sein Zustand ist, CollinZ soll ihn mit einem Knüppel über den Kopf geschlagen haben versetzte ihm mit einem Dolchmesser mehrere tiefe Stichwunden in der linken Schulter und in den Unterleib, daß der Magen buchstäblich in Stücke zer. scknitten war. Die Mutter des iunaen Aurscken fcrnrde. wäbrend der Ant r.,. n... r,.v,.k. -UHUJUl guituiynr, I beim Anblick der Wunden. Die Po. lizei bemüht sich, des Arthur Pare hab. haft zu werden. Erster Eisenbahnunfall im C o u n t y. ColumbuS. 27. Aug. Martin Day, der bei der Verkuppelung zweier Eisenbahnwazen beschäftigt war, wurde eingeklemmt und erlitt schwere innere Verletzungen, die sein Wlederauskom men zweifelhaft machen. ES ist der eriie Eisenbahn Unfall' in Brown County. Polizeiliches. Eine Moralwelle scheint nach der Ccnvmtion die Stadt getrof fen zuhaben, denn eine ganze Anzahl Wirthe wurden der Uedertretung deS SonntagSgesetzeZ angeklagt, verhastet, DaS Würfelspiel lieferte aleicklallS Geleaenbelt ,ur Verbaftuna. Dreittbn anaebllcke Rambler" wurden In h ifliinn aheiMtlttL Cbarles öall. Sbivvina c?s.? fcs.. m?.,?stt.L 3fr nivi yVvt. Mivwyw meldet, dak ibm ein Neaer seinen Rock, den er im Hinteren Theile des GeschSf. tes aufgehängt hatte, vom Nagel nahm und mit demselben verduftete. Frau Berr, 594 Oft Washing. c:u h,,,k. ..m in akm tun urntvi um .y.i, Vuuuv, , . . . in welcher sich em kleiner Baarbetrag ..nX .. e-lNss.s Zh,7 ' i n a g g o n oer x uBahn, der bei dem sogenannten Mgger Hill stand, wurde durch soweit unbekannte Burschen erbrochen und sechs Paar handgenähte Schuhe wurden gestohlen. Ein Einbrecher, der PeterZ Althandlung, 427 Jndiana Ave. be. suchte, stahl außer einer Anzahl Ra siermessern und HandwerkZzeugen auch noch eine Trommel. I. R. Murry aus Haughville meldete, daß unternehmende Diebe ihm 21 Hühner entwendeten.

Die Stlmts-Konvention des Verbandes Deutscher Vereine. Wichtige Geschäfte lierhandelt und geharnischte Proteste erlassen.

Resultat der Beamten ie isrcigmnc in van-oiue yaoen . rr o at..tt.c i cyiy x . rrs. . rr TT f rv . , et T wuu6111""" i'lben Hörte man die . Vorgänge w Pechen und billigen. Die dort verIninciicn icHwin. k.kik ein w noch jungen, aUx bereit Utnß. nHAi4iV4 r x m r a ia4m amj .-'' "en und mu h,g für Prinzipien "rrr: Til V! LMilMA fLuluiüfHUA "h i u muiiiuuim uUÄr- 1 & & 1 O l.li - - MHk iUUiO IVUUCil. Auch das Resultat der Beamtenwahl findet allgemeinen Anklang. Die wie dererwählten Beamten, unter welchen sich auch drei Jndianapoliser befinden. atUn ihre Aemter in sehr erfolgreicher und uneigennütziger Weise verwaltet. Der Verband ist unter ihrer Leitung erblüht uns erstarkt und geht einer ge sicherten Zukunft entgegen. Viele Vereine haben ihre Absicht, v rn f 1 1 w oem neroanoe oeizuxreicn, runo gege ben, so daß demselben ein noch größe reS Wachsthum in kurzer Zeit zu pro phezeien ist. Die der Convention nnterdreiteten Berichte, sowie auch die Beschlüsse derselben, welche wir gestern leider nicht mehr bringen konnten, find wie folgt: DieBescklüsse d e z 6 o nv e n t i o n. Das Comite für DeutscheSprache und deutsches Turnen, bestehend auS den Herren Prof. Nix, Meter von VincenneS und Glaevecke ' von Terre Haute, machte folgende Cm plwungen: Beschlossen, den Vorstand des luutsvclvullvcs ümiiiyci ocuuic vvu Jndiana zu ersuchen, folgende stehende Ausschüsse zu ernennen: 1 A All1k AV 9 WaIaITAaM (TAMaI 1. Einen Ausschuß, welcher für Ein führung deS deutschen Unterrichts in die Volksschulen, bezw. für dessen Bei hng agitiren soll. 2. Einen Ausschuß für Einführung deS Turnunterrichts in den öffentlichen Schulen." Die Empfehlungen wurden angenom men. Comite für persönliche Freiheit. Mehr als je ist dem Deutsch.Ameri' kanerthum die Pflicht geworden, sich ge gen die allenthalben sich breitmachen den Versuche zur Einschränkung der per ssnlichen Freiheit thatkräftig zu verei "N. Der Staat jndiana lft tn Ge x' durch die Mucker in seiner Ent. Wicklung auf Jahre hinaus gehemmt zu Die persönlichen Freiheiten werden i täglich mehr bedroht; daö kurzsichtig Oberhaupt des Staates zeigt die Ver anlagung , die unnnntgtten Mjetze, wezcye oen onano uno otc mou ßlger Menschen und gesetzliebender m h.H;xi w,n-k. .... av. ÄUrger vernichten würden, zur AUS " 7 lUyiUHHiUWIHIHW Dieser Gefahr entgegenzutreten, ist die Pflicht der freiheitsliebenden Bürger u e5 2 anbe3 bne Untersckied der Vartei. unh in anfrß Linie des Deutsck,. AmerikanerthumS. Bedenkt man, daß die Zahl der Mucker und Unduldsamen in Wirklichkeit klein, das von ihnen be kämpfte Deutfch'Amerikanerthum aber fiark an Zahl und mächtig an Geist ist. so könnte man eS wohl verstehen, wa rum selbst liberal angelegte Amerika ner verwundert die Achseln 'zucken über die anscheinende Schwäche der Starken und die Stärke der Schwachen. ES war Mangel an Zusammenge HSrgkeltS'Gesühl, mangelnde Orgzni

Wahl eine Anerkennung

Der Deutsche Tag in Lvansville. sation, welche die abnormen Zustände ermöglichten, die wir so longe beklag ten. Diese Ursachen kamen dem Deutfch'Amerikanerthum leider zu lang sam zum Bewußtsein. In der ent schlössen und wirksamen Abwehr der Angreifer unserer persönlichen Frei heiten ist das einzige Heilmittel zu sin den. Laßt den Politiker, der, um ein fet tereS Amt zu ergattern, ob mit oder ge gen seine Ueberzeugung mit den Finster lingen liebäugelt, ein für alleMal wis sen, daß dieS gewisse Niederlage für ihn bedeutet, und trenn die Candldaten für öffentliche Aemter erst einsehen, daß Temperenzkoller stets politischen Tod im Gefolge hat, werden sie sich schon in Acht nehmen. Die Trinkfrage hat mit der Sache nicht zu thun. ES handelt sich um das einfache Prinzip der bürgerlichen Freiheit. Soll es den mit dem Temperenzkoller behaf teten Wenigen fernerhin gestattet sein, ruhigen und alle vernünftigen Gesetze refpektirenden Bürgern Vorschriften über ihre Lebensweise oder die Art ihres Lebensgenusses zu machen? Soll der Gesunde sich von dem Kran ken seine Diät vorschreiben lassen? Das liberale Bürgerthum, der Kern dieser großen Republik, vertritt gesunde, die Temperenzfanatlker dagegen krankhafte m c ... Annqien. -CDU oen gerne vier oer sammelten Delegaten zum Staatskon vent Deutscher Vereine sei deshalb de chlossen: 1. Jedem, für irgend ein öffentliches Amt sich Bewerbenden soll durch den Sekretär des StaatS-VerbandeS ein ge druckteS Formular vorgelegt werden zum Ausfüllen mit Bezug auf die Stellung des Betreffenden zur persön ichen Freiheit, wie von uns Deutsch Amerikanern verstanden und in der BundeS'Constitution garantirt. 2. Jeder Kandidat, der sich weigert oder vernachlässigt, die vorgelegten Fragen zu beantworten, soll als ein Gegner unserer Auffassung angesehen werden. 3. Die Ansichten der Kandidaten oder deren Stillschweigen soll durch den Sekretär des Staats-Verbands den ein zelnen VeremSSekretären, sowie der Presse zur event. Veröffentlichung mil getheilt werden. 4. Der Sekretär soll für solche Extra Arbeit bezahlt werden. 5. Eine Abschrift dieser Beschlüsse soll sämmtlichen Zeltungen im Staate Jndiana zugesandt werden mit der Bitte, dieselben zu veröffentlichen den englischen Zeitungen in englischer Sprache.Ueber diesen Bericht entspann sich eine außerordentlich animirte Debatte, an welcher sich vor Allen Temme von EvanZvllle, Freund und Rieß von In dianapoliS, Mackwitz von Fort Wahne, sowie Meyer von VincenneS betheilig ten. Letzterer vertrat die Ansicht, daß die Ausfälle gegen den Guverneur zu persönlich gehalten seien. Rieß und Freund aber waren der Meinung, daß mit Zaghaftigkeit und mit Glacehand schuhen nichts ausgerichtet würde und eine solche starke Vereinigung, wie der Staats Verband Deutscher Vereine, könne sehr gut dem vom Muckertufel besessenen Gouverneur den Fehdehand schuh hinwerfm. Die Beschlüsse wurden hierauf mi großer Mehrheit angenommen. Das selbe war auch mit folgenden Resoln tiomn der Fall, welche der Sekretär Loeper in seiner Eigenschaft als Mit

der geleisteten Dienste.

glied des National'ComiteS für Person liche Freiheit unterbreitete: Weitere Beschlüsse. Das jedem Bürger dieser Republik durch die Constitution der Vereinigten Staaten garantirte Recht der persön llchen Freiheit gehört zu den Funda mental Prinzipien unseres Staats Wesen. Da jedoch dieses Recht der persönli chen Freiheit durch eine kleine Anzahl von Fanatikern von jeher zu unter graben und zu schmälern versucht wird, sieht sich der Convent deS StaatSVer bandeS Deutscher Vereine von Jndiana, zu EvanSville versammelt am 26. Aug. 1905, veranlaßt, zu erklären, daß eine Schmälerung der persönlichen FreiheitZ rechte der Bürger' eine Verletzung der Constitution der Vereinigten Staaten involvirt. Fceiheitslkebende Menschen können nur in einem freien Lande gedeihen, während Zwangsgesetze, Heuchelei und Laster großziehen. Wir halten die puritanischen Soxn tagS'Gesetze für Unmäßigkeit im Genuß geistiger Getränke, für die Existenz von Speak EafieS", Apotheken und allerlei Spelunken verantwortlich, . in welche unter vernünftigen SonntagSge setzen keine Besucher gezogen würden. Die Abschaffung der Kantine in der Ver. Staaten Armee konnte gar nicht drastischer als ein Fehlschlag illustrirt werden, als durch die Berichte hervor ragender und bewährter Ofsiziere, welche die Wiedereinführung empfehlen. Und so ist eS mit dem Genuß geistiger Getränke im Allgemeinen. . Was die Kantine in der Armee ist, ist der lizen sirte Saloon für das Publikum. Wir erklären uns demnach gegen die in der LegiSlaturSitzung des Staates eingeführte und passirte Moore Bill, in der eS der Minorität durch Blanket Re Monstranzen gelungen ist, anständige Wirthschaften zu vertreiben. Wir erklären demnach, daß, ohschon dem Staats'Verbande keine politischen Tendenzen zu Grunde liegen, wir je doch in Zukunst keine Candidaten für politische Aemter unterstützen Haupt sächlich LegiSlatoren die nicht für den Widerruf der Moore Bill und für Einführung eines PensionS-GefetzeS für die Lehrer der öffentlichen Schulen eintreten. Die angeblichen Verfechter der Mä ßigkeit leisten der wahren Mäßigkeit einen schlechten Dienst, wenn sie kurzer Hand Alcohol für Gift, und den Genuß eines Glases Bier oder Wein für fchäd lich erklären, anstatt durch vernünstige Volkserziehung, dem einzigen Mitte! zur Bekämpfung der Unmäßigkeit. nich nur im Genuß geistiger Getränke, son dern auch der Unmäßigkeit im Essen und Cigaretten'Rauchen, sowie der Un Mäßigkeit in allen anderen Bedürfnissen deö menschlichen Körpers, wahre Mä ßigkeit zu finden suchen. Das Comite für Deutsche Bühne, Vorsitzer Thudium, besürwortete ferner die rege Unterstützung der Deutschen Bühne. Durch dieselben gelangen die herrlichen Werke deutscher GeifteShelden vor die Masse und wird das Interesse an der deutschen Sprache wach erhalten DaSComi.te für deutsch Geschichtsforschung. Vorsitzer Kühn, empfahl folgende Re solutlon: Beschlösse: Daß Seitens des Vor stände? des Staats Verbandes diut scher Vereine in den einzelnen Städten passende Männer ernannt werden

ollen, 'welche die Thaten hervorragen

der Deutsch Amerikaner geschichtlich ammeln und dem StaatS-Comite für Geschichtsforschung übermitteln sollen. Angenommen. Damit waren die Comiie'Geschäste erledigt und eS wurden die neuen vor genommen. Wichtiger Beschluß. Auf Antrag von Wm.Rieß wurde ein OrganifationS'Comite ernannt, wel cheS natürlich etwas Gutes zu Wege brachte, da zwei Meyer" an demselben dienten, nämlich einer von VincenneS und der andere von Fort Wahne; außerdem gehörte noch der Antragsteller zu dem Comite. Folgende Empfehlung wurde ein stimmig angenommen: Das Organisations-Cozlite em pfiehlt, daß, um das Wirken des StaatS'VerbandeS von Jndiana zu rüstigen, der Vorstand aus den ver chiedenen Ve:bandS Vereinigungen, Männer von Einfluß in ihrem Ge meinwesen ernennt, deren Aufgabe eS ein soll, daS gesammte liberale Ele ment, zur kräftigen Organisation ge gen die, sich drückend fühlbar mähende Tendenz der Unduldsamkeit herbelzu ziehen? Für daö Bunde SSänger fest. Auf Antrag von Mackwitz wurde olgende Resolution einstimmig ange nommen: Die Gesangvereine durch die Pflege des deutschen Liedes haben sich für die Erhaltung des DeutschthumS und der deutschen Sprache unschätzbare Ver dienfte erworben; der Staatöberband Deutscher Vereine von Jndiana be chließt demgemäß, der NationalCon vention deS Deutsch Amerikanischen Nationalbundes zu empfehlen, die Ge angvereine des N.A. Sängerbundes aufzufordern, für das im Jahre 1907 n Indianapolis stattfindende nationale Sängerfeft energische Propaganda zu machen und am Gelingen des großen Festes mitzuhelfen." Ein Antrag wurde hierauf ange nommen, durch welchen die von der Deutschen Gesellschaft in EvanSville gefaßten Beschlüsse, betreffend die Ger man VillageS" indosfirt wurden: Die Deutsche TagFeier betreffend. Auf Antrag von Rieß wurde fol gende Resolution angenommen: Beschlossen, daß Privatpersonen un ter dem Namen Deutscher Tag" ver anstaltete Feste nicht von Verbands Vereinen oder deren Mitgliedern un terftübt werden sollen, damit der Deutsche Tag" nicht zur Reklame für selbstsüchtige Zwecke entwürdigt wird. Fort Wahne, die nächste ConventionS-Stadt. ES wurde mit großer Majorität be schlössen, die nächste Convention deö StaatSverbandeS im August 1906 in Fort Wayne abzuhalten. Delegat Rieß hatte Indianapolis vorgeschlagen, aber er mußte zu seiner großen Betrübniß erfahren, daß seine eigenen College von der Monument'Stadt gegen ihn stimmten. Mackwitz von Fort Wahne hingegen war nicht wenig erfreut über den Be schluß und er versicherte, daß die Dele gaten in Fort Wahne eine großartige Aufnahme sinden würden. Telegramm an d e n N a t ! o nal'Vorstand. Auf Antrag deö Präsidenten Keller wurde hierauf beschlossen, folgende De pesche an den Dr. Hexamer, den Prä fidenten des National'Bundeö abzu senden: Der StaatSverband Deutscher Ver eine von Jndiana, zur zweiten Conven tion in EvanSville versammelt, entbietet dem NationalVorftande treudeutschen Gruß." Dankesbeschlüsse. Der Deutschen Gesellschaft wurde für ihre Gastfreundschaft und der Deutschen Presse deS Staate Jndiana der Dank der Convention für ihre Bemühungen im Interesse des StaatS-VerbandeS ausgesprochen. Herr August M. Kühn, welcher be kanntlich die pe'rsonisizirte LiebenS

Würdigkeit ist, stellte den Antrag, den

beiden Damen, Frau Joseph Keller und Frau Herman Mackmitz für ihr treues Ausharren in unserer Mitteden Dank der Delegaten auSzuspre chen. Ohne jeglichen Widerspruch angenommen. Begrüßungsdepeschen liefen ein von Capt. I. L. Vieler, der durch die Erkrankung seiner Tochter verhindert war der Konvention beizuwohnen und von Fritz Francke. Schluß. Nachdem noch den Beamten des Staats Verbandes für ihre treue Pflicht Erfüllung der Dank der Dele gaten ausgesprochen, vertagte sich die Convention, nachdem sie ein dreifaches begeistertes Hoch auf den National' Verband ausgebracht hatte. Am Jahrestage ihrer Hochzeit Endete Frau Strickland ihr Leben. ' In ihrem Zimmer im Windfor Block wurde gestern Vormittag Frau Jesse WilliamZ'Strickland durch ihren Gat ten todt aufgefunden. Die angestellte Untersuchung ergab, daß sie an Carbol säureVergifiung ftarb. Der Jahres ag ihrer Hochzeit war auch der TodeS ag der jungen Frau. Ihr Gatte, der in einer Wirthschaft an der Nord Illinois Str. als Schank' ellner angestellt ist, sah die Frau bei einer Heimkehr auf dem Sopha iegen, im Glauben aber, dieselbe chlafe, störte er sie nicht. Als er später dieselbe noch in derselben Lage dort ah, trat er an sie heran und entdeckte dann, daß das Leben bereits entflohen war. Ein Motiv für die That der Frau konnte nicht gefunden werden, doch heißt e, dieselbe sei nervöS und hyftersich gewesen und glaubt man, daß sie vielleicht in einem derartigen Anfalle zum Giftbecher griff. Eine weitere Operatkanoihwendig. Max Drach noch immer schwer leidend im Bette. Der Zustand deS Herrn Max Drach, welcher vom Capt. Herman Newman zu Boden geschlagen wurde, hat sich ein klein wenig gebessert, so daß er jetzt den Mund weit genug öffnen kann, um leichte Speisen ohne . Anwendung einer Röhre zu sich zu nehmen. Inzwischen hat. sich jedoch schon wieder ein frisches Geschwür gebildet und der Arzt des Verletzten und ein Chirurgs werden heute nochmals eine Operation vorneh men. Herr Drach schwebt noch immer in Gefahr. Der Zustand deS Patienten verfchlim merte sich während der Nacht sehr, und der ihn behandelnde Arzt, Dr. T. M. Culver, befürchtet, daß geraume Zeit vergehen wird, ehe der Patient als außer Gefahr betrachtet werden kann. John Davidson aus Lyon-, Ind., verlor gestern, als er unser Stzdt einen Besuch abstattete sein Por tamonaie mit $80 in Saar nebst einer Anzahl Quittungen. JameS Wells aus Martins, ville, der dort unter MordangriffSklage steht, wurde gestern hier gesehen und die Polizei macht desperate Anstrengun gen, seiner habhast zu werden. CCT Raucht die Tish I Mingo. IHM zu t e deutsche Heringsf i f ch e r e i , die den frisch gefangenen Fisch an Bord zu Salzhering verarbeitet, sucht seit dem 'Beginn ihre? Thätigkeit, der weit in das 18. Jahrhundert zurückreicht, die schottischen und englischen Küsten zur Ausübung ibres Betriebs auf. Bei den Gelagen ver Griechen und Römer betrug die gewohnliche Mischung zwei Theile Wasser zu einem Theil Wein, halb und halb galt schon für etwas, das nicht ganz leicht zu vertragen war. In Rom fragte der Gastgeber feine Freunde, wie es Kaben wollten. B l u t r e i ni g e n d wirkt der Genuß des jungen Krautes von Sauerampfer.. Cichorie. Löwenzahn, Kümmel, Kerbel als Salat mit Citronensaft angesäuert oder als Gemüse wie Spinat gelocht. -