Indiana Tribüne, Volume 29, Number 3, Indianapolis, Marion County, 26 August 1905 — Page 5
Jndlana Trlbüne, 2 August
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Sin Lied.
Sin Lied ii gar ein lustig Ding Und Iäfet gar leicht sich tragen. Gleich einem losen Schmetterling Wiegt sich's in Sommertagcn. Doch treuer als der Schmetterling Vereint cZ sich der Seele, Dafz ibr in trüber Herbstcszeit Ein stiller Trost nicht fehle. E m i l W e b e r. Ein Häufchen Asche. Novellctte von Hennie Rache. Vor einer Stunde war das junge Paar von seiner Hochzeitsreise zurückgekehrt. Als Roland Bergmann seine kleine Frau in ihr neues Heim führte, das sie noch nicht kannte, sah sie ihn mit tu nein unbeschreiblian Blick an. Bangen und Vertrauen. Scheu und Neugierde lag darin eine ganze Skala von Empfindungen. Das Dienstmädchen, daZ ihnen den Wagenschlag aufriß, hatte die junge Frau mit einem halben Lächeln begrüßt. Die Art. wie das Dienstmädchen die Thür öffnete und daZ Ehepaar eintreten ließ, war ein wenig vertraulich und doch unterwürfig. Es ist alles in Ordnung, gnädige Frau. Der Theetisch ist gedeckt, und ein Feuer habe ich auch im Kamin angezündet. Ich dachte, die gnädige Frau würde vielleicht im Wagen gefroren haben." Ja, es war kalt," antwortete Frau Charlotte, ich danke Ihnen ... ja, wie heißen Sie denn?" Dora, gnädige Frau." Also. Sie haben es sehr gemllthlich gemacht, Dora meinte Charlotte und blickte sich immer noch ein wenig befangen um. Ich habe auch in jedem Zimmer Gas angezündet, damit die gnädige Frau das neue Heim besehen kann." Ja, schon recht. Dora mischte sich jetzt Roland hinein, nun bringen Sie uns. bitte, Thee. Wir sind hungr:g und durstig." Das Mädchen verschwand, und Roland wandte sich zu seiner Frau. - Sie soll doch hinausgehen, damit ich dir endlich einen Kuß geben kann, nicht wahr, Lotte? Einen Kuß mit dem innigen Wunsch, daß du hier immer glücklich sein mögest, mein liebes, süßes Weib . . Ich bin ja schon so glücklich." rcrstcherte die junge Frau und sah. ihren Mann strahlend dabei an. Wenn man sich so lieb hat, wie wir beide, was kann uns da zum Glück fehlen?" Wollen wir, ehe der Thee kommt, schnell dein neues Reich besichtigen? Wenn etwas nicht nach deinem Ge schmack ist. Liebling, so sag' es, dann wird es geändert." .Verwöhn' mich doch, nicht so. Ro land lachte die junge Frau, ich weiß doch, daß du einen ausgezeichneten Geschmack hast und schließlich ... ich arme, kleine Landpomeranze bewundeie ja doch alles, was ich sehe!" Na, das wird sich ja zeigen,- gab Rolcmd zurück und zog seine Frau an sich. Weißt du. ein Mann versieht doch so manches nicht ... Die kleinen Intimitäten das,' was das Inte rieur ausmacht . die Behaglichkeit, die schafft ihr Frauen uns doch erst." Hoffentlich kann ich das, ein ganz klein bischen Angst hab' ich doch .... in einer großen Stadt ist doch alles so ganz anders als bei uns auf dem Lande." Ach. du wirst dich schon gewöhnen," tröstete er, schließlich auf unferer Reise ist dir doch auch manches Reue begegnet. Und nun paß auf: Also dieses Gemach soll unser Wohn- und abendliches Theezimmer sein, wenn es dir recht ist. Ich liebe es nämlich nicht. unsere Tete-a-Tete - Mahlzeiten in dem großen offiziösen Speisezimmer einzunehmen. Und du?" Ich auch nicht, natllrlich!..Nun. also das Speisezimmer ist hier neben an" und er führte sie weiter durch alle Raume der Wohnung. Als sie in sein Arbeitszimmer kamen. stieß er einen tiefen Seufzer aus. Schau nur. Schatz, den Stoß Briefe. Gelt, du mußt nachher lesen helfen, ja?Endlich kamen sie wieder zurück und fanden den Thee dustend und appetitlich ihrer harrend. Die junge Frau fühlte sich in ihrer neuen Würde als Hausfrau noch ein wenig beklommen, und die Befehle, di: sie dem Mädchen gab, klangen mehr wie Bitten. Aber nach und nach wurde sie zutraulicher, und als Roland ihr ein wenig Cognac in den Thce goß. da wurde sie ganz lustig und plauderte fröhlich darauf los. Jetzt meine geliebte Cigarre." bat Roland nach dem Essen, aber komm. Schatz, die rauche ich in meinem Zimmer und dabei lesen wir die Briefe.Er rollte für seine Frau inen Sessel an den Schreibtisch und nahm neben ihr Platz. Eifrig griff er in den Haufen Briefschaften, öffnete und las. Lotte folgte seinem Beispiel. Plötzlich blickte sie auf und sah ihren Mann an. In der Hand hielt sie einen Brief aus einfachem weißem Papier. Hier. Roland." sagte sie ruhig und nur ein ganz leises Zitiern in der Stimme verkündete eine gewisse Aufregung, hier..ich glaube nicht, daß dieser Brief für meine Augen bestimmt wa?.- . ' Roland griff nach dem Brief und sah sie etwas erstaunt an. Als sein
öltet aus die Handschrist siel, Überzog eine heiße Rothe sein Gesicht. Er laö die wenigen Zeilen: Lieber Rolands Wenn Du mich noch nicht ganz vergessen hast, dann nimm einen Glückwünsch an von der. die Dich mehr geliebt hat. als sich selbst. Ich wünsche Dir und Deiner jungen Frau so viel Glück, als Du mir einst gegeben hast, und wenn Du manchmal, nur manchmal an mich denken willst, wie an eine liebe Erinnerung, dann will ich Dich segnen und mich bescheiden. . Martha." Er legte den Brief fort und sah schweigend vor sich nieder. Lotte hatte inzwischen einige blaue Geschäftsbriefe ?rgriffen und begann sie zu öffnen. Lotte!" bat er leise, und legte seine Hand auf. ihren Arm. Roland?" fragte die junge Frau zurück. Ihre Augen waren ernst, aber sie sah ihn freundlich an. Lotte, willst du wissen, was für .'ine Bewandtniß es hat mit diesem Srief?" Nicht. wenn es dir unangenehm ist, davon zu sprechen. Ich vertraue dir vollkommen. Ich weiß, daß du dem Mädchen nichts versprochen hast, was du ihr nicht halten konntest oder wolltest . . .- Versprochen habe ich ihr nichts meinte er nachdenklich, und doch, ich weiß, sie hat mehr von mir erwartet. Darf ich dir erzählen?Wenn du willst Er führte mechanisch dte Cigarre zum Munde und stieß den Rauch durch die Lippen. Aus seinen Augen brach ein verlorenes Leuchten, und Lotte, die ihn genau beobachtete, empfand einen stillen, uneingestandenen Schmerz. Siehst du." fing er endlich langsam an, du weißt, ich war ein arider Student, ein armer Schlucker, der sich mit Freitischen und Stundengeben mühselig durchschlug. Es war ein zrmseliges Leben . . . und wenn man kben nicht jung gewesen wäre zwanzig Jahre und im Herzen ein Lachen, das über Glück und Unglück triumphirte wer weiß, ob ich es kusgehalten hätte. Nun. ich hielt's aus.
Da war mirs oft schwer, meine Zimmermiethe aufzubringen, und Gott mag wissen, wie viele Buden ich gehabt hab', weil mir jede immer noch r.uf die Dauer zu theuer war. Aber einmal hatte ich Glück. Ein zanz hübsches Zimmer . . . und billig! billig! . . . Die Frau war die richtige Studentenmutter, hilfreich, theilneh mend. zum Pumpen bereit, und manchmal verschmähte sie auch eine kleine Gardinenpredigt nicht.- Das Schönste an ihr aber war ihre Tochter." Roland schwieg einen Augenblick und blickte geradeaus, als sähe er in seiner Erinnerung ein Bild auftauchen. Ein so liebes Geschöpf war die Martha weißt du. das richtip-'süße Mädel. !Lraune schelmische Augen, braune Augen und den hübschesten rothen Mund. Sie war mit ihren siebzehn Jahren anmuthig und unschuldig wie ein Kind, und doch wieder gütig und taktvoll wie ein reifes Weib. Jugend zu Jugend findet sich schnell. Es war eine Liebe, die zart war und doch voller Leidenschaft, unschuldig und doch gluthvoll und heiß . . . Eine Sonne, die blutroth aufgeht und einen glühenden Tag verspricht . . . Ach Lotte, begreife, was mir diese Liebe damals war! . ... sie machte mir mein armes Leben so reich, daß ich kaum mehr empfand, wie entbehrungsvoll und trüb es eigentlich war; sie war es recht eigentlich, die mich anspornte, meine Kräfte zu verdoppeln, um möglichst bald eine gesicherte Existcnz ZU erlangen. Tann natürlich wollte ich Martha heirathen. Wir sprachen zwar nicht darüber, aber es war uns beiden so selbstverständlich, daß wir kein Wort darüber verloren. Rein, versprochen habe ich ihr nichts . . . aber Als ich dann meine Studien been digt hatte und sich mir eine bescheidene Stellung bot. in einer anderen Stadt, da war unser Abschied nicht einmal allzu thränenreich. . Ich war lebensfreudig und voller Hoffnung, und diese Stellung war natürlich in meinen Augen nichts weiter als die erste Stufe zu Geld und Ehren und unendlichem Glück. Martha war trauriger, aber ebenso hoffnungssreudig wie ich . . .ach. und so voller Vertrauen!" Wieder schwieg er und zog heftig an der erloschenen Cigarre. Sein bewegtes Gesicht nahm allmählich einen ru higeren Ausdruck an und gleichmüthigcr fuhr er fort: Run, es ging so, wie es geht. Anfangs schrieb ich jeden Tag und ich wunderte mich, daß meine Briefe nicht verbrannten, ob der glühenden Sehnsucht, die ich darin aufflammen ließ. . Dann nahm mich das neue Leben mehr und mehr gefangen ... ich lernte andere Frauen kennen, ich verglich zwar nicht, aber Martha war mir doch nicht mehr die Eine, die Einzige. Sie muß das gemerkt haben mit ih rem warmen, empfindsamen Herzen, denn die Briefe wurden zurückhaltender und ein klein wenig trübe. Das beschämte mich dann, ärgerte mich aber zugleich, weil ich mich im Unrecht fühlte, und . meine Antworten wurden kürzer und kürzer . . . Ich sah sie dann auf der Durchreise nach drei Jahren noch einmal wieder.
Sie war blaß geworden und mager, aber über ihrem Gesichte lag noch imme? die keusche Lieblichkeit, die mich einst so entzückt hatte. Dennoch stand ich ihr jetzt fast wie einer Fremden gegenüber und wußte nur ein paar nichtssagende Redensarten zu stammeln. Richt, daß sie mir gleichgültig geworden wäre . . . aber es-war alles so anders. Ich trug mich jetzt elegant und nach neuester Mode ... sie ging noch genau so einfach und billig gekleidet wie damals und es war mir, als ob unsere Kleidung erst recht eigentlich einen Abstand zwischen unö schuf. Ich verließ sie dann mit einem Herzen voll Freundschaft für sie irnb schrieb ihr später noch hie und da eine Karte. Von ihr selbst hörte ich nichts mehr. Dies ist die erste Nachricht seit zehn Jahren. . . Aber sie war einmal der Stern in der Finsterniß meiner Armuth . . . mein guter Engel in harten Stunden Er schwieg und glättete den Brief, der vor ihm lag. Lotte blickte vor sich nieder, ihr Gesicht war ernst geworden. Hast du nicht . . . hast du nicht ein Bild von ihr?- fragte sie nach einer Weile stockend und fchüchtern. Rolend zögerte einen Augenblick mit der Antwort. Dann zog er langsam eine Schieblade seines Schreibt fches auf und reichte ihr eine Photographie, die in einem einfachen gestickten Rahmen steckte.
Lotte blickte tn em reizendes, las chendes MLdchengesicht, das von Anmuth und Glück strahlte. Du mußt sie sehr, neb gehabt ha ben . . ..dieses liebe Mädchen," sagte sie leise und versuchte ihrer Stimme einen ruhigen Klang zu geben. Sie war meine einzige Liebe vor dir antwortete Roland und griff nach dem Bild. Da sah er, wie in heller Tropftn auf das Glas fiel, und bestürzt schaute er seine Frau an. Lotte! was ist? Du weinst? Lotte!" Nichts, Roland ... laß mich . . Lotte, bist du . . . eifersüchtig?" Sie schüttelte nur stumm den Kopf. Er aber fand keine andere Erklärung für ihre Thränen und mit kurzem Entschluß ergriff er das Bild und den Brief und warf beides in das lodernde Kaminfeuer. Roland!" schrie Lotte entsetzt und eilte zum Kamin. Es war zu spat. Mit leisem Knacken zersprang das Glas, und die Flammen leckten gierig an dem Bilde, das sich krümmte und wand, als litte es tausend Schmcrzen. ' Bist du' nun zufrieden, kleine El fersucht?" fragte Roland lächelnd und versuchte seinen Arm um ihre Schulter zu legen. , Sie entzog sich ihm aber und blickte starr in die Flammen, die niedriger und niedriger brannten, und jetzt nur' noch ein Häufchen Asche umzungelten. Ein Häufchen Asche! Das war das einzige? Das. war übrig geblieben von dieser Liebe, die ihn doch einmal ganz ersüllt und beglückt hatte? Ein Häufchen Asche? Ein sonderbares Gefühl überkam sie. Mitleid und eine seltsame Zugehörigkeit mit diesem unbekannten Mädchen erwachten in ihr und Trotz und stolze Abwehr gegen den Mann an ihrer Seite. So schnell warf er etwas fort, das doch jabrelang ihm lieb und theuer gewesen sein mußte? So wenig wußte er von Treue? Es war ihr, als ob beim Knacken des Glases etwas in ihrem Herzen gesprungen sei . . . Gewiß, er hatte daS Bild ihr zu Liebe geopfert, weil er ihre Thränen mißdeutet hatte aber so schnell, so chne Kampf . . . wie. wie wenn er ei neö Tages auch sie so schnell und kampflos einer anderen opferte? Seinen Stern hatte er sie genannt, seinen guten Engel ... und doch erbarmungslos hatte er ihr Bild in die Flammen geworfen . . . Und jetzt wußte Lotte, was in ihrem Herzen gesprungen war . . . das war der Glaube der Glaube an seine Treue. Kleine blaue Flammen züngelten aus dem Häufchen Asche hervor, und jede Flamme hinterließ ein Brandmal in Lottes Seele . . . Kleine blaue Flammen leckten gierig an dem Altar, den sie ihrer Liebe kibaut hatte. Ach. sie fühlte, eines Tages würde er zusammenstürzen. Die kleinen, blauen Flammen leckten gierig und schadenfroh weiter... Tätowierte Frauen. Unter den Kongo-Negerinnen sind verschiedene Arten des Tätowirens gebräuchlich. Bei einzelnen Stämmen haben alle Frauen die gleiche Zeich--ung eingekratzt, ein untrügliches und immer vorhandenes Zeugniß der Nationalität der Betreffenden. Andere Tätowirungen sind phantastischer Natur und sollen nur dazu dienen, die Frau zu verschönern". Noch eine weitere Art der Tätowirung giebt eine vollständige Lebensbeschreibung. Aus der Art der Einkratzung kann der Kundige erkennen, ob die Frau verheirathet ist. wie viele Kinder sie hat. ob sie aus dem Orte stammt, in dem sie lebt usw.' Die Frauen, die ihre Autobiographie stets bei sich tragen, sind I stolz darauf, wenn ihre Haut recht öieU TQtowtrunaen ausweist.
Tijicro als Schwimmer.
Die lunstlichcn und natürlichen Forts bewegungen im Wasser. lctter- nd Lausgtschövfe-Unhltbe Se hauptuttgkn-NulhwlUigerVZandrill-Was scrscheu der Kamktlc-Faulthier, Kängu, ruh und Maulwurs. Während der Mensch das Schwimmen erst künstlich lernen muß, sehen wir, daß z. B.einHund oder eine Katze, die zufällig in's Wasser gefallen sind, das rettende Ufer schwimmend zu geinnen verstehen. Für gewöhnlich besteht die Annahme, daß, außer dem Menschen, auch die Affen nicht von selbst schwimmen können. Als Grund wird angeführt, Menschen und Affen seien ursprünglich Klettergeschöpfe, und oie Bewegung des Kletterns sei mcht geeignet, den Körper über Wasser zu halten, während die übrigenThiere dies dadurch ermöglichen, daß sie die Laufbewegungen, die sie auf dem Lande vollführen, im Wasser beibehalten. Diese Behauptunqen könneniedoch nicht als allgemeine Norm aufgestellt werden. Em großer Mandrill, den Pe-chuel-Loesche einst auf einem kleinen Küstenfahrer mitnahm, hatte ein besonderes Vergnügen daran, aus dem Kochfeuer, das in einem mit Sand gefüllten Kübel an Deck offen brannte. Brände zu reißen und umherzuschleudern. Da er." so erzählt PechelLoesche, bie gefährliche Unart nicht ließ und wir sehr viel Pulver an Bord hatten, wurde der Affe auf einen an langer Leine nachgeschleppten Kahn verbannt und mit einer Kiste als Wohnung versehen. Kaum war die Dunkelheit angebrochen, und der Koch bereitete den Abendthee, so fiel der Kochtopf mit dem Wasser um, und die Feuerbrände flogen sprühend über Deck. Der Mandrill. über und über naß, war wieder an Bord und in's Takelwer! geflüchtet. Am nächsten Morgen wurde er gefangen und abermals in den Kahn gebracht. Er lief sogleich an dem zum Schleppen benutzten Tau auf uns zu, drückte natürlich durch sein Gewicht in das Wasser und schwamm nun wie. ein Hund bis zu dem über den Stern aufwärts führenden anderen Ende. Ein zweites Mal sprang er sofort in das Meer und mußte über zehn Minuten lang hinter uns her schwimm men, ehe der ergrimmte Eigner des Fahrzeugs sich bewegen ließ, das arme Thier vor dem .Ertrinken zu erretten. Die Lehre hatte gewirkt; fortan ertrug es seine Verbannung mit geziemender Würde." Ter Rhesusaffe geht leicht in's Wasser und schwimmt auch gut. Schlagintweit bestätigt, daß er sich bei Verfolgungen ohne Besinnen in's Wasser stür-t ; '-Umgekehrt gibt es allerdings auch zahlreiche Affenarten, die nicht schwimmen können. So berichtet Brehm von einem ihm gehörigen Pavian, der im Nil ertrank, als sein Diener ihn baden wollte und dabei das Seil aus der Hand fahren ließ. Auch der riesigste Äffe, der Gorilla, scheint nicht schwimmen zu können. Dasselbe ist bei den Brüllaffen im wasserreichen Südamerika der Fall. , Es gibt aber auch vierfüßige Thiere, die trotz ihre? gewohnten Laufbewegung nicht schwimmen können, wie z. B. daZ Kameel. Die Nilanwohner sind oft genöthigt, ihre Kameele von einem Ufer an das andere zu schaffen, wobei sie in der folgenden Weise verfahren. Ein in einem Boote sitzender Araber bindet dem Kameele eine Schlinge um den Kopf und Hals, doch so daß dieselbe nicht würgt, und zieht an dieser das Thier den Strom hinab; zwei oder drei andere helfen mit der Peitsche nach. Sobald das Kameel den Grund verliert, öffnen sich die haßlichen Nüstern, treten die Augen aus den Höhlen hervor, werden die Ohren krampfhaft auf- und niederbewegt. Einer, welcher weiter hinten im Boote sitzt, packt es am Schwänze, ein anderer hebt mit der Schlinge den Kopf über das Wasser, so daß es kaum Athem schöpfen kann; und dahin geht die Fahrt unter Strampeln und Stampfen des geängstigten Thieres. Wenn es am anderen Ufer ankommt, rennt es gewöhnlich davon, und erst nachdem es sich vollständig überzeugt hat, daß es wieder festen Grund unter den Füßen besitzt, erhält es nach und nach seine Nube wieder. - Klettern, hüpfende Bewegung und auch das Leben unter der Erde rufen nicht die Unfähigkeit zum Schwimmen hervor. Einen Beweis hierfür' bildet die Thatsache, daß Faulthiere, Känguruhs und Maulwürfe vorzügliche Schwimmer' sind. Blutfehde in Kentucky. Zu Boone Fork, Ky., in einer abgelegenen Gebirgsgegend an der Grenz; der Counties Letcher und Pike, ha eine Schlacht zwischen den Mullinsund Fleming-Faktionen stattgefunden, zwischen welchen schon lange eine Fehde eristirt. In dem Kampfe wurde Sol. Mullins getödtet. während Wm. Mullins und Jeff Fleming tödtliche Wunden erlitten. Etwa 50 Schüsse wurden abgefeuert. Ein Sheriff beab sich mit einem Aufgebot nach dem Schauplatz und verhaftete die Mitgliede? der Mullins-Faktion. Die anderen Betheiligten sind in die Berge entflohen. Dur chschnittlich 3.000000 Barrels jährlick liefert das Salzwer! in Manistee. Mich.
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vandalia Abgang St. LouiS Spcl., tägl ,'. 1 50vm St Louiö Lim täglich g d 6c b 6 6)Lm Capital Expreß tägl d.... 7 0033m St Louiö Ac tägl 7 25Vm Ch St L Elpreh täglich da. 12 20Nm St Lom, Erpreß tägl 3 !5Ns T H Ejsingham Aee tägl. 4 00 Nm St L Faft Mail täglich.... 8 3531a Vincenneö fcairo & Bineen Sxvr täglich 7 SOVm Vincenneö Expreß tägl.... 5 LOXm veneer & edsord Re. tägl. 4 45Nm Alncenncs Accom,nur StgS...5 36Nm Clevtland, Oncinnatt, Chli Cleveland Abgang American Expreß täglich. . . . 4 2095 5t S k B Lim täglich kl... 7 30Bm Clevland Accom....... 10 45Brn Anderson Ezp .11 30Vm NSckB Lim, tägl d s... 2 45Nm Wmona Flyer, p 3 lONm ftt Wayne & Akh Erd tägl L 60Nm KaicknbocZttSptSaldS:.. 6 553cm Toledo & Detroit Ext? tägl. 8 30Nm St. Louiß Ein, 3ndps & StL Erp tgl 12 05Vm New Fort Ltd tägl 8 . .12 20Vm St LouiS Accom. 7 16Bm SkiViwKff, Im ftl A 11 HKTCm 9 v St Louiö ExpreS, tägl d ..11 45Vm St. LouiS Ltd tägl d s 3 15Nm Tene Saute K Mat'n Aee 6 OONm American Expreß tägl 7 v5Nm Sineinnat Ein 6? Lonö Rachtezvreß tgl 8 4öVm St Louö & Ein Rachtexp tg 4 80Vm Cineiunati Exp täg 7 30Vm Cincinnati Flyer tägl 1 OONm Cincinnati L:m tägl p ..... 2 LLRm Louiöville Expreß 2 65Nm Cincinnati Arcom 4 OONm Eine & Wash F L tg d S? p S 20Xm ------- Chicago Chicago Nachtexpreß tägl, ..12 15Bm Kankakee Accom ...m. 7 0055m Chicago Fasi Expreß tgl a p 11 dm Wbite Eity Speeial tägl d p 3 20X LaFayette Aeeom .. 5 2551m Michigan Venton Sarbor SrvreK 7 30Vm Michiaan Mail Erpreß ...11 LSVm a - - - , , r Winona Flyer p 3 lONm Slkhzrt Are täglich 6 60Nm
yeyria Division westlich Pforte Expreß täglich 12 l5Vm ColumbuS & 6ine Exp tgl , 8 80ÄU Peoria Expreß öe Mail... 7 2SVm Ehampaigü Aeeom .....10 35Vm Western Expreß täglich p d.11 LvBm N S & Ohio Speeial 2 Z5N Ehampaign Accom 4 lONm Peoria Expreß täglich V & d 6 085?u Veoria Division östlich. ' Eolnmbuö Erpreß tägl.. S OOVm Lynn Accom 10 OOVa Ohio Speeial tägl...... . 2 50Nm Eslumbuö Expreß tägl 11 303a Lynn Aeeom.. . .... S 16Nm Eolumbuö Expreß tägl ..12 00NU pitbnrzh, Cincinnatt, Chlcago 6c St. konis R'y. Indianapolis Division. Abgang AnKuist PittSdurg Cpecial, tägl g 3 40Vm St Louiö Spezial tägl.... 1 4523m Eolumbuö Aeeom tägl. . ... 7 30Vm St Louiö Lim täglich s d d. . 6 55F New Sork Expreß täg d. 8 10Vm Capital Expreß täglich sä... 7 0)V;s Keyftone Expreß tägl d & 8. 3 055tm Chic & t 2 Expreß tgl 6s. 12 lONm Atlantic Expreß täglich ... ö OONm JndianavoliS Accom 12 405lm
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