Indiana Tribüne, Volume 29, Number 3, Indianapolis, Marion County, 26 August 1905 — Page 4

Jndtana Tribüne, 26. August 1903.

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Indiana Tribüne. Cttanljeirt von bet SutnbtS Cs. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudinm Präsident. cseschäftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. Telephone 2s. Kntcred t tde Pot Office ot Indianapolis a aecond claia matter. Schuldmacher. (Chicago Adendpoft.) Die größten Schuldraacher in den Ver. Staaten sind und bleiben ihre Etädteverwaltungen. Verletzte Jen suS weist 175 Städte mit mehr als 25,000 Einwohner auf. Insgesammt hatten diese 175 Städte zur Zeit der Zählung rund 22,000,000 Einwohner. ES sind da? weniger als 30 Prozent der gleichzeitigen Gefammtbevölkerung. Während jedoch (nach den Ziffern vom Jahre 1904, die in einem eben erschie nenen ZensuSbulletin zusammengestellt find) die gesummte Bundesschuld fich auf nur $895,000,000 beläuft und die gesummte Schuldensumme der 45 Staa ten auf nicht über $200.000,000, find die besagten 175 Städte insgesammt mit $1,134.000.000 verschuldet. Diese, tzumme der Stadtschulden 'ist.- noch" be trcA?.A,' größer, als die her Bundes, und siaatZschulden zusammengenom men. Thatsächlich ist sogar das Ver. hältniß noch schlimmer, denn während das Verzeichniß der Bundes, und Staatsschulden ein vollftändigeLift, ist das Register, der Städteschuldengröb lich unvollständig. So steht z. B. Chicago in der Lifte nur mit $22,68,. 000 angekreidet, dem Betrage seiner ausstehenden städtischen BondS. Nicht erücknchtigt sind die Schulden der städ. Üschen Parkverwaltungen, die ein be .LNdereZ Pumprecht besitzen. Nicht be uichtizt desgleichen die mehr als beir.000,000 Schulden des Schwemm rcröls, die zu mindestens neun Zehn s"n auch Chicago Schulden sind und rijgj Chicagoer Steuerzahlern getragen Maden müssen. Weil die Stadt Chi mal? ihre verfassungsmäßige Schulden waüze erreicht hatte und nicht mehr dor, konnte in ihren eigenen Namen.

5m"sie geborgt unter anderm Nam)sQual. t : x. o . . r v n x. . I

fchma""" age oeslnoeri ntg oieu wird. Städte. Das vorliegende Verzeichniß giebt die Beträge derZ ausstehenden, auf die Namen derZStädte lautenden verzins, lichen Schuldscheine (Bonds) und nichts sonst. ' - An der Spitze steht New York mit einer Schuld:nlaft von $400.653,341. Tann folgen Boston mit $58.216,725, Philadelphia mit $51.341.670, Ein cinnati mit $31.262,187. St. Louiö mit $23.539.723, Chicago mit $22,. 618.000, und New Orleans mit $18.. 000,000. New York mit knapv vier Milliouen Einwohnern hat eine Verschuldung, die mehr als die Hülste ausmacht von der Schuldenlast der übrigen 174 Städte, und mehr als hundert Dollars auf den Kopf- der Bevölkerung betrügt. Die dortige Tammany Verwaltung hat nicht bloß jederzeit Geld auszugeben verstanden, sie hat auch verstanden, durch ihren Einfluß auf die StaatSle giSlcZur sich eine Pumpfreiheit zu sichern, wie keine andere Stadt sie hat. Die anderen haben auch nicht freiwillig ihre Pumpgelüfte beschränkt, sondern lustig darauf loS gepumpt so lange eS aina. und haben erst aufgehört, als es nicht mehr ging, weil die durch StaatSgesetz gezogene Schuldengrenze nicht umgangen werden konnte. Trotz dieser fast allenthalben beste henden Einschränkungen ist die städ tische Verschuldung in unaufhaltsamem Fortschritt begriffen. In wie großem Verhältniß auch Bevölkerung und Reichthum der Städte wachsen mag. die Schuldenlast wächst in viel größe rem Verhältniß. Ganz im Gegensatz zu Stadt und Bund, deren Bevölke rung und Reichthum doch auch gewach sen find. Die Schulden der Einzel staaten der Union find heute nicht grö ßer, als fie vor einigen sechzig Jahren waren : zu einer Zeit, da die Bevöl kerungSziffer knapp em Viertel der jetzigen betrug. Die Bondschuld des Bundes ist heute weniger als ein Drit tel dessen,' was fie nach Beendigung des Bürgerkrieges war, und fie wäre bei nahe getilgt, wenn der spanische Krieg nicht dazwischen gekommen wäre. Um'S Jahr 1340 schuldeten die Ein zelftaaten insgesammt $193,800,000, und die Städte des Landes insge sammt $27.500,000. Dreißig Jahre später war die Schuld der Staaten um

$154,000,000 gewachsen, die Schuld

der Städte um 3300.000,000. Im folgenden Jahrzehnt (1870-80) hatten die Staaten ihre Schuld um $118,000,000 vermindert; die Schuld der Städte war gewachsen um weitere 5370,000,000. , Bis 1890 fiel die Schuld der Staa ten aus $2-28,000,000; die Schuld der Städte stieg auf $724.000,000. Seit, her ist die Schuld der Staaten auf un gefähr $200.000,000 gesunken; die Schuld der Städte ist gestiegen auf $1,134.000,000, um fast 60 Procent in der kurzen Spanne Zelt. ES wäre darüber wenig zu sagen, wenn mit der Vergrößerung der städtl schen Schulden die Verbesserung der städtischen Verwaltung und die Meh. rung der Leistungen Schritt gehalten hätte. Daß das nicht der Fall ist, so gut wie nirgends der Fall ist; nament lich nicht in den größten Städten, wo wo die Verschuldungen am größten find; die städtische Wirthschaft allent halben berüchtigt ist durch Unfähigkeit und Untüchtig!!; die städtische Ver. waltung sich auszeichnet durch Nichter. füllung ihrer Obliegenheiten statt durch Erfüllung derselben; die städtischen Straßen und andere städtische Einrich tungen ein Bild der Verlotterung bie ten, selbst die öffentliche Sicherheit in den Straßen vielmehr öffentliche Un sicherheit ist; der steuerzahlende städtische Bürger sich fragen muß, wofür er eigentlich zahlt: das sollte denn doch eine Warnung bilden. Eine War nung zumindest vor weiterer Schulden macherei, und eine Warnung davor, die städtische Verwaltung in gefchäft. liche Unternehmungen zu stürzen, die sie ohne weitere riesige Vermehrung der städtischer Schuldenlast nicht in's Werk !.s?n fwn. Der oft gehörte Satz, daß die ftädti. schen Verwaltungen schlecht sind, weil sie nicht Geld genug haben, sollte rich tiger umgekehrt werden. Da die Ver waltungen schlecht sind, ist der Grund, daß sie nicht Geld genug haben. Nicht durch mehr 'Schulden, sondern durch Besserung der Verwaltung muß Wan bei zum Besseren geschafft werden. In der demokratischen Stadt-Con Iention giebt's heule eine Wahl ohne Die 60 Cents Gas'Ordinanz ist nun'Z.yal aae geworden, x)ob Die selbe nicht auf das ungeduldige Drän. gen verschiedener Lokalpatrioten in ur. sprünglicher Form, sondern erst nach reiflicher Ueberlegung und den geig, neten Verbesserungen angenommen wurde, spricht dafür, daß fie zweck. mäßig ist. Der Erfolg des Unterneh menS liegt nun in den Händen der Bürgerschaft und in der Uneigennützig. reit der Herren Potts, Stalnaler und Schmidt, deren Leitung des Unterneh menS das Publikum Vertrauen ent gegenbringen muß. In Beurtheilung der Friedensbedingungen der Japaner, die von einem großen Theile der amerikanischen Presse alS zu hart und übermäßig ver schrien werden, darf nicht vergessen werden, daß durch das Vordringen der Russen irt der Mandschurei dessen Ziel Controlle über Korea war, die Japa ner zur Sicherung ihres eigenen Lan des gezwungen waren, den anscheinend ungleichen Kampf gegen das riefige Zarenreich aufzunehmen. Man kann dann wohl verstehen warum Japan die Wiederkehr emeS derartigen Konflikts nun es Sieger ist durch die Friedensbedingungen auf lange Jahre hindurch unmöglich machen will. Das Russenreich kann den Ver lust der Opfer auf den Schlachtfeldern, die jedoch kaum zahlreicher waren wie die der Japaner leicht verschmerzen und noch aus lange Zeit neues Menschen Material ins Feld schicken. Der Ja paner nicht. Und selbst nun nach den fürchterlichen Niederlagen wird daS russische Reich in seiner nationclen Selbständigkeit nicht gefährdet. Wären andrerseits die Russen so siegreich gewesen, wie bisher die Japa ner, io wäre oas zapantjaze mtta) zum Vasallenstaat Rußland s geworden. Kann man dem Sieger, für den Alles auf dem Spiele stand, verdenken, daß er einem derartigen Risiko nicht wieder gegenübergestellt sein will und oen Sieg, den er theuer und unter.den größten Opfern erworben, zur ferneren Sicherung ferner Nation auf'S Aeußer sie ausnutzt? Selbst wenn Rußland alle Förde rungen der Japaner bewilligt bleibt es eine Macht. Wenn Rußland Sieger gewesen und die Bedingungen des Friedens zu dikt! ren hätte, was würde wohl von Japn übrig geblieben fein. Das Prestige Rußland'S kann durch Zahlung einer Kriegsentschädigung und Abtreten von Land, das noch 1L56 den Japanern gehörte, nicht leiden. denn das ging auf den Schlachtfeldern der Mandschurei und in den Seegefech ten verloren.

Grundeigenthums Uebertragungen.

Patrick Cleary an JameS T. Cleary, Lot 10 in Block 1 in Wiley & Mar. tin'S Nordweft Add., 33 bei 120 Fuß, verbessert, Oftseite der Weft Str., süd lich von 11. Str. $1,150. Derselbe an Jesse E. Miller, Lot 3. Block 2, nämliche Addition, 33.3 bei 120 Fuß, verbessert, Oftseite der Weft Str., nördlich von 11. Str. $1.600. JameS H. Gilbert u. A. an Helena A. Gilbert u. A , Theil von LotS 26 und 27 in Block 2, Nordyke u. A'S. Grandviem Add. und Theil von Lot 26 in Boswell u. A. Grandvlew Add. verbessert. Bellefontaine und BoSwell Str. $5,031. Frank B. Alley an CyruS D. Bun Nkll u. A., Lot 64, Spann & Co.'s erste Woodlawn Add., 30 bei 125 Fuß, verbessert, nördliche Seite der Spann Ave., westlich von Laurel Str. $1.500. George R. Colter an Charles E. Tracy. Lots 13 und 14, Block 12, Fletcher'S South Brookside Add., 80 bei 152 Fuß, vacant, östliche Seite der Tuxed'o Str., südlich von Nowland Ave. $700. Ed. Whltaker' an Jesse Kellum. Lot 15, Block 11, Tuxedo Park Add., 40 136 Fuß, verbessert, östliche Seite der Euclid Ave., südlich von Michigan Str. $1,400. ' JameS O. Lee an Gertrude L. Ma son. Lot 273, Martin'S New York Str. Add., 40 bei 110 Fuß, verbessert. nördliche Seite der New York Str., westlich von Mill Race Ave. $3,000. William H. Reid an Noah A. Carl, Theil des südwestlichen Viertel, Sektion 22, Township 16, Range 4, 25 Acker, Warren Township. $3,000. E. U. Phillip? an Wm. an Witham, Lot 856, Stout's Vermont Str. Add., 50 bei 150 Fuß, verbessert, östliche Seite der Hanson Ave., südlich von Vermont Str. $1,600. Barbara Steffen an Joseph Stein ruck u. A., Lot 6, Heitlam'S Subd., Theil Lot 15, Fletcherö 1. Add., 35 bei 115 Fuß, verbessert, Nordfeite 10. Str., westlich von Oriental Straße. $2000. Indianapolis Land and Jmprove. ment Co. an Jessie M. Myer, . Lots 189 und 190, Rosemont Add., 66.66 bei 105.42 Fuß, vacant, Ogseite Har ris Ave., südlich von Jda Str. $800. Adie M. Campbell an Charles W. Eichmeyer, Theil östliche Hälstc, süd östliches Viertel, Section 20 und Theil südwestliches Viertel, Sect. 21, Tshp. 15, Range 3, Wayne Tshp. $1600. Addison H. Nordyke an May E. Oldham, Lot 89, Marlette Park, 33 bei 123 Fuß, vacant, Westseite Wen dell Str., nördlich von 21. $500. William H. Coleman an Herbert E. Fieber, LotS 15 und 16, Coleman's Subd.. Theil CreScent Add., 60 bei 115.6 Fuß, vacant, Nordselte Naomi Str., östlich von ThaddeuS Str. $650. Herbert E. Fieber an Henry L. Dollman, dieselben LotS. $650. Cora E. Hessong an Ella F. Chan ton, Theil nordwestliches Viertel, Sec. tion 25, Tshp. 17, Range 3, Wash. ington Tshp., 7 Acker. 51500. Aetna Saving and Loan Association an Nettie M. New, Lot 3, McClwee'S Geneva Str. Subd., 40 bei 120 Fuß, verbessert, Westseite Keystone Avenue, nördlich von Hoyt Ave. $1600. Henry Duncan an Mary C. Hunter, Theil des nordwestlichen Viertels von Section 15, Township 16, Range 3, 10.03 Acres, Washington Township, $3009. Charles C. Kiftner an William G. DaviS, Lot 212, Morton Place, 40 bei 155 Fuß. vacant. Ostseite von New Jersey Str., nördlich von 21. Straße, $2400. Jda O. Stanley an Jeg: A. Avery :c," Lot 19, OSgood'S Washington Boulevard Addition, 50 bei 131,5 Fuß, vacant, Oftseite von New Jersey Str., nördlich von 32. Straße, $1000. Robert E. Moore an Robert B. Jolly :c, Lot 21, Ritter'S 3. Sub diviston, Jrvington, 40 bei 1675 Fuß, vacant, Oftseite von Whittler Ave., südlich von Lowell Ave.. $600. Robert B. Jolly an. Robert E. Moore, Lot 4, Croß' Subdivision, Lot 20, Jrvington, 47 bei 183 Fuß, West seite von Bolton Ave., nördlich von Washington Str., $1650. Der Staat Jndiana an Alfred E. Hlrschfeld :c, Lot 44, Kenwood Ad dltion, 40 bei 132 Fuß, vacant. Oft. seite von Capital Ave., südlich von 33. Straße, $614.44. Clyde M. Freeman an William W. Löwe. Lot 26. Goodlet & Spafford's Haughvllle Add., 35 bei 130.4 Fuß,

verbessert, Westseite Concord Str., nördlich von Walnut Str. $1400. Flora A. Root an denselben, LotS 12, 13 und 14, Factory Park Add., 36 bei 106 Fuß jede, verbessert, West seite Ketcham, nördlich von Walnut Str. $4200. Henry I. Spann an SilaS Gllmer, Lot 150, Elliott's Subd., Außenlot 156, 32 bei 126.2 Fuß, verbessert, Oftseite Hiawatha Str., nördlich von Michigan Str. $1000. Martin C. Kuntz an Mabel G. Hauk, Lot 5, Block 7. Bruce. Baker Add.. 30 bei 130 Fuß. verbessert. West, liche Seite der Yzndeö Str., nördlich von 22. Str. $1.650. Hosier S. und L. Association an Robert P. Blodau. Lot 145. Allen'S 2. Nord Add., 30 bei 130 Fuß, ver bessert, nördliche Seite der Chicago Str., östlich von Rader Str. $750. Hugh Kerr an Mary M. Selvage, Lot 83, Mansur Park Add., 40 bei 135.63 Fuß, vacant, westliche Seite der Paris Str., südlich von 27. Str. $500. Christian H. RoeLner an Sophia Roeöner. Lot 3. Block 123. Bright wood, 37 bei 185 Fuß, verbessert, östliche Seite der Station Str., nörd lich von 25. Str. $1,650.

Sachalins Bewohner. Sir Elnthellung d,r Gesäugnisse und Privi legik der Häftlinge. Im Hinblick auf die Thatfache, daß die russischen Truppen auf Sachalin neulich sich den Japanern ergeben habeir, dürften die nachfolgenden ' Ausführungen des englischen Reisenden Hawes üker die Jnscl des Interesses nicht entrathen: Die etwa 28.000 Köpfe starke Bevöüerung Saalins besteht neben k!wa 4000 bis 5000 Eingeborenen nur aus Sträflingen. Beamten und der keinen Garnison. Am 1. Januar 1808 gab es ouf der.Jnsel 70L0 GefanJene, die mit Zwangsarbeit beschäftig! waren, darunter 2202 Mörder und 034 Mörderinnen; 76 Männer und Frauen waren politisch Verbannte. (5lwa 15,00) Menschen, von denen bei mäßiger -Schätzung 5000 bis 6000 einen oder mehrere Morde auf dem Gewissen haben, sind Gefangene, die infolge ihrcS guten Verhaltens bedingt freigelassen worden sind, und eheinalige Sträflinge, die ihre Strafe bereits abgebüßt haben und theils aus Man gcl"an Mitteln, die Insel zu verlassen, theils weil sie sich dort ihr Heim gcqründet, auf Sachalin geblieben sind. Dies sind die Kolonisten" der Insel. Die größie Stadt Sachalins ist Alexandrowsk. Es ist das Gefängniß, welches dem ganzen Orte sein Gepräge aufdrückt. Wenn es drei 'oder vier Kanfmannsläden und eine Eisengießerei gibt, so sind sie für die Gefana,enen bestimmt; wenn es gut aussehende hölzerne Häuser, die Wohnungen der 'Beamten, gibt, so bestehen sie nur wegen der befangenen. Am frühen Morgen, Mittags und Abends ist die Stadt von Zügen von Sträflingen belebt, welche zur Arbeit gehen oder davon kommen. Alle sind in schmutziger Baumwollkleidung und tragen Lederschuhe, die Störenfriede außerdem Handschellen. Die Verbrecher werden bei ihrer Ankunft nach ihrem Strafmaße eingetheilt. Diejenigen mit zwölf und mehr Jahren Gefängniß kommen in den schlimmsten Kerker, das Prüfungsgefängniß." Sie sind meistens Mörder; wenn sie sich widerspenstig gezeigt haben, werden ihnen die Ketten nach der Reise nicht abgenommen; sie werden dem Kettengefängniß genannten Theile des Gefängnisses zugewiesen. Das Besserungsgefängniß" umschließt die Sträflinge mit vier bis zwölf Jahren Gefängniß, während diejenigen mit weniger als vier Jahren nach kurzem Aufenthalte als bedingt Freigelassene" behandelt werden. Aus dem Prüfungskerker kann man in's Vesserungsgesängniß und von hier aus zur bedingten Freilassung vorrücken; die Länge der in' jeder Abtheilung zu verbringenden Zeit hängt von dem Verhalten des Gefangenen ab. Unter den günstigsten Umständen braucht ein Mann nur vier Jahre im Prüfungs gefängnisse zu verbleiben, während ein anderer acht und noch mehr Jahre darin zubringt. Im Ganzen kann man sagen, daß ein Drittel der Strafzeit in jeder Abtheilung abgesessen werden muß. Die Llnkunft des frcigeborenen Weibes eines Verbrechers verschafft ihm die Entlassung aus dem Gefängnisse. selbst wenn er ein Mörder ist; er darf sofort als bedingt Freigelassener leben, muß aber vollständig die ihm zugewiesene schwere Arbeit ausführen. Der Vcrbrecherin gegenüber findet eine ähnliche Milderung der Strafe statt, wenn sie einen Verbannten heirathet oder vielmehr zur Heirath wählt. Sie wird dadurch aus den Gefängnißmauern befreit und darf mit ihrem Mann leben, vorausgesetzt, daß ihre schwere Arbeit geleistet wird. Die Ueberwachung der Gefangenen ist mit Nichten genau. Es vergehen kaum zehn Tage, ohne daß Jemand aus dem Gefängnisse entspringt. Die entflohenen Verbrecher führen dann ein wahres Schreckensregiment, so daß ein Revolver für die friedlichen Vürger absolut unentbehrlich ist. Bei Nacht trägt man ihn in der Hand, da ein paar Sekunden Verzögerung schon verhägnißvoll werden kann.

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Elektrizität als Jnscktcntödter. Um die Ucberhandnahine schädlicher Jnselten zn bekämpfen, find alle möglichen Mittel erdacht worden, und es ist eigentlich merkwürdig, daß man nicht auch schon früher darauf gekommen ist, die jetzt überall benutzte Elektrizität auch in diesem Richtung zu erproben. Jetzt beschreibt das Electrical Magazine" eine Reihe von Versuchen, die ganz planmäßig die Vernichtung von landwirtschaftlich schad lichen Insekten auf diesem Wege zum Ziel gehabt haben. Der AusgangsPunkt war die , gelegentliche Beobachtung eines Ingenieurs in Monaco, der eines Tages im Freien mit einer elekirischen Maschine arbeitete. Er beobachtete nämlich, daß Metallstäbe, die in den Boden gesenkt und dann mit einer Dynamomaschine von 110 Volt verbunden wurden, die Insekten in ihrer Nachbarschaft fichtlich aus ihren unterirdischen Schlupfwinkeln aufstörten. Alle Insekten kamen möglichst eilig an die Oberfläche des Bodens, in den der Strom geleitet worden war. Diese Wahrnehmung veranlaßte den Beobachter zu der Vermuthung, daß die Elektrizität der Vernichtung von Insekten in großem Maßstabe dienstbar gemacht werden könnte. Wahrscheinlich werden für die verschiedenen Jnsektenarten auch verschiedene Stromstärken nöthig sein. Darüber müssen noch genauere Beobachtungen gemacht werden. ' Konservirungdes Hol z e s. Professor Dr. Meydenbauer ließ versuchsweise eine starke Buche mitten im Saft fällen, sofort in kantige" Bohlen zerschneiden, deren Dicke den später herauszuschneidenden Fußbodenriemen gleich gemacht wurde, dann in fließendem Wasser vier Wochen flöß?, den Winter über trocknen und darauf in Riemen trennen. Das Holz war so hart, daß die Hobel der Tischler schadhaft wurden. Der Fußboden selbst zeigte nach zehn Jahren in einer Gefindestube kaum eine Abnutzung. Für das Flößen ist jeder Teich geeignet. Es genügt jede Erweiterung eines kleinen Wasserlaufes, wi: er in allen Wäldern sich befindet. Hier wird das Holz auf eine Zeit von sechs bis acht Wochen bineingepackt, so tief man zum Unterbringerr nöthig hat. Herausgeholt, wird es an zugigen Stellen in besonderen Höfen luftig gelagert. Das macht etwas mehr Mühe, verdoppelt und verdreifacht aber die Einnahmen. Dazu kommt die völlige Unabhängigkeit von der Aabreszeit im Waldbetrieb.

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No. 35 Süd Meridian Str. 2lrokants Rational Bank. Verschiedene Erntezeit. Außer im November und Dezember erntet man auf der Erde in allen Monaten und zwar im Januar in Australien, Neuseeland, dem größten Theil von Chile und in einigen Landstrichen der Argentinischen Republik. Im Februär beginnt die Ernte in Ostindien und wird in den nördlichen Distrikten im März beendet. Persten, Syrien, Egypten, Meziko ernten im April; das nördliche Kleinasien, China, Japan, Teras, Tunis, Algerien und Marokko im 'Mai. Kalifornien, Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Sizilien und die Südprovinzen Frankreichs halten im Juni Ernte; das übrige Frankreich, Oesterreich-Ungarn, Südrußland. der größte Theil der Ver. Staaten und Deutschland ernten im Juli; Belgien, Niederlande, Dänemark, die Gegenden um New Jork im August. Schottland, Schweden und Norwegen, der größte Theil von Kanada und Rußland halten im September Ernte; in Finnmarken und dem nördlichsten Theil von Rußland erntet man im Oktober. ' Der Fruchtknoten des Spargels zeitigt eine erbsengroße, scharlachrothe Beere, nach welcher der Spargel früher in manchen Gegenden Korallenkraut genannt wurde.

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