Indiana Tribüne, Volume 28, Number 313, Indianapolis, Marion County, 25 August 1905 — Page 6
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Europaische Nachrichten.
Eeflerreich'Ztnaarn. . Wien. Zum Rektor der Universiiät wurde Hofrath Professor Eugen Filipowich gewählt. Oberhalb der Augartenbrücke, nächst dem neuen städtischen Bade an der Elisabethpromenade, ist der elfjährige Schuttnabe Anton Eiftfest, Sohn eines in der Kirche stetterngasse 16 wohnhaften Maurerge Hilfen, beim Baden im Donaufanal ertrunken. In einem Hotel der Jnneren Stadt wurde der Commandant des in Klagenfurt garnifonirenden 7. Infanterie - Regiments Oberst v. Reitz todt aufgefunden. Die Ursuchung ergab einen Selbstmord durch einen Revolverschuß. Die Leiche wurde in das Garnisonsspital überführt. Dieser Tage vollendete die Allgemeine Sportzeitung" das 25. Jahr ihres Bsstandes; ihre erste Nummer ist nämlich Juli 1880 erschienen. Der bekannte Orientalist Professor David Heinrich Müller wurde von einer Droschke über fahren und erlitt eine starke Wunde am Hinterhaupt. Vor Kurzem ist der Direktor des Deutschen Volkstheaters, Emerich v. Bukowics, in St. Veith im 61. Lebensjahre gestorben. I g l a u. Hier verunglückte durch eigene Unvorsichtigkeit der 37 Jahre alte Dachdeckergehilfe Johann Müller durch Absturz vom Dache des Hauses No. 5 Hellergrund, wobei er sich derart schwere Verletzungen zuzog, daß er ltrze Zeit nach seiner Einbringung in das allgemeine Krankenhaus starb. L e i t m e r i tz. Ein alter Firmling fand sich jüngst hier zur Firmung ein. Es war die.s der 80jährige Einwohner Walter aus Kuttenberg, der die in jungen Jahren versäumte Firmünz spät zwar, aber doch noch nachholen wollte. Mährisch - Trübau. Vor Kurzem hat die Gouvernante V. Veran aus unglücklicher Liebe einen Re volverschuß gegen sich abgefeuert. Sie starb in kurzer Zeit. P r a q. Hier ist der Historiker Wenzel Wladimoj Tomek im 88. Lebensjahre gestorben. Tomek war von 1830 bis 1882 Professor an der hiesiaen Universität und trat 1882 in den Lehrkörper der hiesigen tschechischen Universität über. Luxemöurcz. Luxemburg. Die aus dem Nachlasse des Herrn Ginsbach-Tockert herrührenden Immobilien gelangten am Mittwoch zur Versteigerung. Ein Wohn- uno Geschäftshaus, dessenErdgeschoß durch die Tabakhandlung Michaelis eingenommen wird und in der Krautmarkstraße gelegen ist, wurde von dem Kaufmann Hrn. NickelsBomb aus der Großsiraße für den Preis von 72,100 Francs angesteigert. E i ch. Der Schuhwaarenhändler und Wirth Peter Neuland, Vater von fünf kleinen Kindern, der in Eicher Berg bei der Internationalen Bank mit seinem Fahrrad verunglückte, ist seinen Verletzungen erlegen. Limpertsberg. Kürzlich hat Herr I. Weiler, Oberprimärschullehrer. zu Limpertsberg das Haus des Herrn Th. Mergen, Marbrier, gelegen in der Fayencerie Avenue, für 25,000 Francs angekauft. Hldenburg. Oldenburg. Das Fest der goldenen Hochzeit beging das L. S. Weinberg'sche Ehepaar in der Haarenstraße. K l e i n e n s i e l. Der Hausmann F. Lllnschen zu Dedesdsrf erstand im öffentlichen Verkaufstermine die hierselbst belegene Hofstelle Ruschsand" des Rentners Joh. Dierksen zu Oldenbürg mit Antritt auf Mai 1906 für 167.360.70 Mark. Ostern bürg. Der so jäh aus dem Leben gerissene Bremser Süß von hier, welcher erst seit 8 Tagen verheirathet war und dann ein Opfer seines Berufes wurde, wurde zur letzten Ruhe gebracht. Rastede. Das Fest der goldenen Hochzeit beging in Rastede der Landmann Heinrich Haake mit seiner Gattin. V e ch t a. Der Jnspektorgehülse Holters bekam die betrübende Nachricht, daß sein Sohn, der Landwirthschaftsgehülfe Ernst Holters. 23 Jahre alt, beim Baden in der Oder ertrunken sei. Z?reie SMöle. Hamburg. Unlängst stürzte der Schiffsreiniger R. L. Rölsner, der mit dem Reinigen des am Amerikakai liegenden Dampfers Neko" außenbords auf einer Stellage beschäftigt war, ab und ertrank. Sein 25jähriges Dienstjubiläum beging der Beamte der Handelskammer Otto Bruhnsen. Vom Blitz getroffen wurde der Arbeiter Schacht, der auf einem Saugbagger vor Finkenwärder thätig war. Kopf und Rücken hatten schwere Brandwunden. Außerdem verlor der Mann das Gehör und wurde auf der einen Seite gelähmt. Ein furchtbares Unglück hat sich vor Kurzem hier zugetragen. Zwei Cuzhavener, der Klempnergeselle Johann Marschalk und der Arbeiter Ernst Hagedorn, gingen zwischen der Kugelbake und Duh nen is Watt, um Krabben zu fischen. Sie sind anscheinend zu weit hineinzegangen und infolgedessen von derFluth überrascht worden, denn sie sind nicht mehr zurückgekehrt. Bremen. Ertrunken ist in unsex(m Hafen der aus Oppeln in Schle-
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Hoy Rnabenshue und sein lenkbarer Ballon. Roy Knabenshue wird jetzt als der größte Luftschiffer der Welt und als ein ebenbürtiger Rivale von SantoZ. Dumont. anerkannt, wenn er nicht gar denselben überragt. Seinen neuesten Ruf hat tx sich erworben durch die Fahrt über die Stadt New York, wo der Ankunftsort vorher bestimmt war und er auch zur Adfahrtsflation zurückkehrte und nicht bei Nacht, sondern am hellen lichten Tage, während Tausende eS beobachten konnten.
sien gebürtige 30jähTlge Buchbinder Kiebe, wohnhaft in Hastedt. Hinzueilende Bekannte konnten die That nicht verhindern. Der Unglücks soll schon öfter Selbstmordge'zann geäußert haben. Das Motiv der That ist unbekannt. Die Leick.e wurde gefunden. Eine mannhaste Rettungsthat wurde von einem jungen Mann Namens Helbsing ausgeführt. Auf dem Torfplatz befanden sich spielende Kinder, die auch bei den Sachen des abgebrochenen Cirkus Krembser herumhantirten. Als einer der Cirkusarbeite? die Kinder ausschimpfte, stoben diese auseinander und der dreieinhalbjährige Sohn der Eheleute Lage lief direkt in die hochgehende Geeste hinein und war sofort im Wasser verschwunden. Helbsinq sprang in voller Kleidung dem Kinde nach. Es gelang ihm auch, dieses, welches bereits bis mitten in die Geeste getrieben war, zu erfassen und glücklich an Land zu brinaen. Lübeck. Dieser Tage konnte Mag nus Bonnichsen auf eine 25jährige Thätigkeit als Mitglied des Bundesrathes des niedersächsifchen Sängerbundes zurückblicken. Noch jetzt, im Alter von 84 Jahren, schwingt er mit Eifer den Dirigentenstab. Er wurde geboren im Jahre 1822 in Ratzeburg als Sohn des dort stationirten Commandeurs der Lauenburgischen Landdragoner. Schweiz. Bern. Durch den vor einiger Zeit erfolgten Tod der Wittwe Marie Thomann, geb. v. Steiger, der Vorebin des gewesenen Hauptmanns Albert v. Forer, wurde dessen Testament vom 21. Juli 1870 ausführbar. Demnach fällt die eine Hälfte des von dem Genannten hinterlassenen Vermögens im Betrag von 171.313 Francs dem hiesigen Kunstmuseum zu, die andere Hälfte in 20 gleichen Theilen von je 8566 Francs 20 verschiedenen, meist hiesigen Anstalten für Krankenpflege, Erziehung und Ausbreitung der christlichen Religion. Basel. Die goldene Hochzeit feierten Herr und Frau Geiqh - Merian im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel. Morges. Bei einem Pferderennen hat der als tüchtiger Reiter bekannte Leutnant Vogel von Aarau infolge Sturzes mit dem Pferde eine schwere Gehirnerschütterung davongetragen, an deren Folgen er bald darauf gestorben ist. Stoß. Zur Erinnerung an den vor 500 Jahren erfolgten großen Sieg der Appenzeller über die Oesterreicher ist letztens hier unter großer Volksbetheiligung ein Denkmal der Schlacht mit mehreren Reden und Aufführung einer Festkantate eingeweiht worden. S 0 l 0 t h u r n. Beim Weißensteintunnel verunglückte der auch in weiteren Kreisen bekannte A. Borer, BildHauer von hier, indem er von einem herunterfallenden 'Stein getroffen wurde. Er erlag der erlittenen Schädelfraktur. Borer hat ein Alter von 82 Jahren erreicht. Zürich. Zum ordentlichen Professor an der Veterinär - medizinischen Fakultät unserer Hochschule, an Stelle des verstorbenen Professors Hirzel, ist der außerordentliche Professor Dr. Oskar Bürgi ernannt worden. Angenehme Aussicht. Fremder: Hier ist also nur ein Barbier? Dorfjunge: Ja, und der ist g'rad über Land gange! Fremder: Kannst Du mir denn sonst Niemanden zum Rasiren empfehlen? Junge: Ja, unten am End' vom Dorf: Die Leixin ftraitl
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Ter ebenso schöne als praktische Teller aus Porzellan oder aus Steingut hat sich seit langem bei Reich und Arm seinen Platz erobert und alle Teller aus anderem Material verdrängt. Nur ausnahmsweise bei besonders feierlichen Gelegenheiten finden wir auf der Tafel der Fürsten oder der ganz Reichen noch den silbernen Teller. Früher, so erzählt G. d'Avenel in der Revue des Teux Mondes", hatte jede Gesellschaftsklasse ihren eigenen, ganz bestimmten Teller. Die Reichen und Vornehmen aßen von silbernen Tellern, der Bürger aus Tellern von Zinn, und das niedere Volk benutzte hölzerne oder irdene Gefäße. Bei den großen Festgelagen der Vornehmen wurden trotz der langen Reihe der Gerichte die Teller nur äußerst selten oder garnicht gewechselt, denn man besaß nur wenig Silbergeschirr, und doch wollte man nur solches benutzen. Wcgen des hohen Werthes war man stolz auf den Besitz an Silber und behandelte es daher mit besonderer Vorsicht. Als dem König Karl VI. von Frankreich (1380 bis 1422) auf einer Reise in der Provinz Languedoc eines Tages sein silbernes Salzfaß verloren gegangen war, mußte der ganze Hof sofort in Ariers Halt machen, und Eilboten wurden bis nach Narbonne und bis nach Valence geschickt, um den verlorenen Gegenstand auszurufen. Das Silbergeschirr des Erzherzogs Philipp des Schönen, des späteren Königs von Spanien, wog nach einem Verzeichniß aus dem Jahre 1501 nur etwa 100 Kilogramm. Der Herzog von Angoulme, der Vater König Franz' I. von Frankreich, besaß im Jahre 1497 nur 88 Kg. Silbergeschirr. Madame de La Tremoille, deren Gemahl einer der reichsten Edelleute Frankreichs war, ließ im Jahre 1396 ihr altes Silbergeschirr ausbessern. Der ganze Schatz hatte nur ein Gewicht von 38 Kg. Der Herzog von Burgund, Johann ohne Furcht, mußte 'sich sogar dazu bequemen, von zinnernen Tellern zu essen, als einst sein Silbergeschirr dringend der Reparatur bedürfte. Da ein silberner Teller von mittlerer Größe mehr als ein Pfund wog. so repräsentiren 100 Kg. Silber, wenn man die Kannen, Schalen Sauciören, Tassen und Becher abrechnet, nur eine geringe Anzahl Teller. Tischnachbar und Tischnachbarin aßen daher nach französischer Manier" immer zu zweit von ein und demselben Teller. Obgleich die reichen Schloßherren gewöhnlich einen Silberschmied in ihren Diensten hatten, gewährte doch das Geschirr keinen schönen Anblick. Die Teller hatten mit der Zeit ihre glanzende Farbe verloren, waren schlecht gereinigt und vom Messer zerkratzt. Nach der Börse. Cohn: Maier, sind Sie lustig? Maier: Verlustig '.- I m E i f e r. Kahlkopf: Ihre Bemerkungen über meine Platte sind doch nur an den Haaren herbeigezogen! Unter Dienstboten. Anna: Bei Euch ist ooch keene Hauszucht! Minna: Nee, schon mehr: Zuchthaus! A u s d e m B u r e a u. Was macht der neue Chef?" Brummt, grollt, donnert, wettert ohne Unterlaß." Also der reinste BureauKrater!" ModerneMalerei. Was stellt denn dies Bild eigentlich vor?Aber, meine Gnädigste, hab' es vor zwei Jahren gemalt und soll das nun heute noch wissen!"
TaS mag ich nicht.
Manche Kinder brauchen diese Worte häufig beim Essen. Sie haben einige Lieblingsgerichte, und die andern mögen" sie nicht. Viele Eltern gehen in solchen Fällen mit Gewalt vor. Du mußt!" Andere geben den Kindern statt des Mittagsbrots ein Butterbrot; wieder andere lassen die Kinder 'hungern, bis sie das verschmähte Gericht von selbst verlangen. Noch andere versprechen ihnen irgend etwas und erreichen es auf diese Weise mitunter leicht, daß die Kinder essen. Giebt eZ doch Erwachsene genug, die plötzlich ihre Lieblingsgerichte nicht mehr mögen. Im Allgemeinen, nehme ich an, werden es die schwächlichen Kinder sein, die nicht alles essen wollen. wohingegen die robusteren Kinder sich nicht so wählerisch zeigen werden. Daraus folgere ich, daß doch wohl die Beschaffenheit des Magens oder des ganzen Organismus für gewöhnlich die Kinder treibt, sich gegen diese oder jene Speise zu verschließen. Damit ist nicht gesagt, daß der Magen außer Stande sei, das betreffende Gericht aufzunehmen; es mag mitunter nur ein instinktiver Widerwille sein, dr hie und da sich vielleicht überwinden läßt, vielleicht durch langsame Gewöhnung, indem man zunächst kleine Portionen giebt und ein anderes Gericht hinterher. Gut ist es ja, wenn man die Kinder daran gewöhnen kann, alles zu essen; schlagen sie aber nur ein einziges Gericht aus, so ist das schließlich auch nicht so schlimm. Jedenfalls soll man, ehe man sie zwingt, es mit Güte versuchen oder der kleinen Portion des verschmähten ein Lieblingsgericht folgen lassen. Manchmal allerdings mag auch wohl der Arzt ein Wort dazu zu sagen haben. Daß schlechte Scherze oft üble Folgen haben können, mußte der Landwirth Arthur Boßecker aus Heyda bei Eisenach erfahren. Der Bürgermeister von Rudisleben hatte die Stelle eines Gänsehirten ausgeschrieben. Der Angeklagte sandte ihm auf einer Postkarte eine Bewerbung um die Stelle, worin er angab, daß er bereits mit Erfolg zwei Jahre eine gleiche Stelle bekleidet habe. Die Karte unterschrieb er mit dem Namen eines Bauunternehmers, dem der Angeklagte etwas anhängen wollte. Dieser erhielt nun vom Bürgermeisteramt eine zusagende Antwort auf die angebliche BeWerbung und Auskunft über einige auf der Karte angegebene Fragen. Boßecker hatte alfo seinen Zweck erreicht, erhielt aber bald eine Anklage wegen Urkundenfälschung. Der Staatsanwalt beurtheilte den Fall, wie er lag, sehr mild und bedauerte, daß der dumme Streich nicht durch eine Geldstrafe abzumachen sei. Er beantragte drei Tage Gefängniß und empfahl den Angeklagten der Gnade des Landes-, für'sten. Der Gerichtshof erkannte demgemäß. P 0 e t i s ch e s A e u ß e r e. A.: 'Sehen Sie, der kleine Dicke da drüben, das ist der berühmte Doktor Dackl!" V.: Dem steht man's aber nicht an, daß er so ein großer Dichter ist; er hat gar nichts Poetisches in seinem Aeußeren!" A.: Doch die epische Breite und dramatische Kürze!" I n der Verlegenheit. Ein Offizierbursche, der einen Auftrag an eine Dame auszurichten hat, findet dieselbe nicht zu Hause, begegnet ihr aber kurz nachher auf der Straße. Gnädige Frau", sagt er, sie ehrfurchtsvoll begrüßend, ich war soeben in der freundlichen Abwesenheit Ihrer persönlichen Gegenwart bei Jhnen!"
treffender AuZdrrck!.
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Haben Sie in Marienbad viele Bekanntschaften gemacht?" O, centnerweis!" Ein guter Kerl. Den Hausschlüssel wollen Sie Ihrer Alten einmal mit ins Grab geben?" Ja. sonst hätte sie keine Ruhe." Gelungen. Herr (der bei einer Hochzeitsge, sellschaft ist, als ihm ein Geschäftsdiener ein Paket überbringt, in der Meinung, daß er der Bräutigam sei): Was wollen Sie denn, ich bin doch nicht der Bräutigam?!" Geschäftsdiener: Pardon! Ich hielt Sie für den Bräutigam weil Sie so ängstlich drein schauen." Einfach. A. (entfetzt): Mensch, in Deinen Papieren und Rechnungen herrscht ja eine heillose Unordnung; Du mußt doch gar nicht wissen, was Du bezahlt hast und was nicht!" B. (junger Geschäftsmann): O doch; bezahlt habe ich noch nichts!" (5in Heuchler. Aber, Karl, wie kann man nur so lange im Wirthshaus bleiben?" Weißt Du, lieb's Weiberl. ich hab' mir auf meinem Deckelkrug Dein Bild anbringen lassen!" AucheinVerdienst. Wie geht es denn dem Müller, der im Amt nie vorwärts kommen konnte?" O, der wird demnächst Bureauchef, er ist vom Direktor überfahren worden und kann jetzt im Avancement nicht Übergängen werden!" Großjährig. Backfisch: Das war ein denkwürdiger Tag, der erste Mai; da habe ich den ersten Kuß von meinem Arthur und die letzte Ohrfeige von Mama gekriegt!" 3 n Parts, ver Hochburg des Automobilsports, hat man neuesiens Kraftwagen für den Dienst der Straßenbesprengung nutzbar gemacht.' Dieser Sprengwagen repräsentirt sich gerade nicht als ein sehr formschönes Vehikel. Er sieht vielmehr einem rechten Ungethüm gleich, denn auf den kräftigen, weitspurigen Rädern ruht ein mächtig großes schwarzes Ejfvnbassin, dessen Wassermeng: für eine lange Fahrt berechnet ist. DaZ Rattern und Poltern dieses ungeschlachten Wasserspenders übertönt selbst den Lärm des Wagen- und Automobilverkehrs in den Pariser Avenuen. Aber gerade für diese weiten Straßenflächen, die Unmengen von Wasser verschlucken, ist dieses Spreng-Auto vorüalicb aeeianet.
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