Indiana Tribüne, Volume 28, Number 312, Indianapolis, Marion County, 24 August 1905 — Page 5

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Laub im Wind.

Wie zagt das wclke Laub und tollt, , Ein übermüthig Spiel,Äls ob's im Lauf sich haschen wollt. Und fand der Lust kein Ziel. cr Wind doch treibt's umBcet u. Steig, Und aller Tanz ist Zwang. Nicht anders war's am grünen Zweig Den lieben Sommer lang. Und dumcinMcnschlcin,wcnn du springst Und thust so frei und froh. Weht nickt einWind,dcn du nicht zwingst. Und maclzt dir ebenso? Erst hoch und hell, ein Sonnenkind, Dann hinter'm Zaun und todt klll' Laub am Baum achorcht dem Win!" Und alles Sein der Noth. Gustav Falke. m tm ' Die Ztlasserlcltung. Hnmoreske von Michel Thivars. ' I. Ms der Wagen oben auf dem Wege erschien, liefen die Straßenjungen, die sich als Rekognoszirungstruppen am Eingang des Dorfe? aufgestellt hatten, im Galopp nach dem KirchenPlatz zurück uxd brüllten, was sie kennten.' Die Pariser sind da!" Denn in Francheville, einem kleinen Provinzflecken, war es noch üblich, die Bezeichnung Pariser einem jeden Fremden beizulegen, der nicht Hol,".d.ute cdcr Bluse trägt. Indessen fuhr d?r Wzgen durch die einzige Strafe res Ortes, ein großer Karren, in dem allerhand bescheidenes Veatenmebiliar wirr ourcheinander aufgepackt war. Voran ging der Kutscher; ganz oben auf den hochgepackten Möbeln saßen auf einem Stoß Makratzen drei kleine Mädchen, die mit ihren weißen Zähnen den auf dem Wege watschelnden Enten und Gänsen zulachten; dahinter folgten ein langer junger Mann, der wie eine mit einem Ghrock bekleidete Stelze aussah, und eine rundliche $xau, die mit ernsthafter Miene die Werthzegenstände der Häuslichkeit in einem Korbe trug. Auf dem Kirchenplatz machte das Fahrzeug Halt, und der Kutscher zeigte mit dem Peitschenstiel nach einem Stechpalmenzweig, der seine grünen Blätter am Giebel einer StrohHütte schaukelte, die etwas höher als die anderen war, dann meinte er latonisch: Das ist der Gasthof." In diesem nichts weniger als feierlichen Aufzuge nahm Herr Hochebal, der dank hoher Protektion vor kurzem zum Einnehmer der direkten Steuern ernannt war, von seiner Stellung und seiner offiziellen Residenz Besitz. Die Wirthin, di: Mutter Hommasse, bereitete den Reisenden einen liebenswürdigen Empfang. Also Sie sind der neue Steuereinnehme'r?" - sagte 'sie 'neugierig, während dieFremden, die dieReise hungrig gemacht hatte den großen Speckeierkuchen verschlangen, den sie ihnen vorsetzte. Ja," versetzte Hochebal, der durch eine zu entgegenkommende Antwort seinen Nimbus als Beamter nicht beeinträchtigen wollte kurz. Es ist ein guter Platz erklärte die Mutter Hommasse mit verständniinNiger Miene, dem früheren soll es wenigstens jährlich sechzehnhundert Franken eingebracht haben." Hochebal nickte, mit vollem Munde kauend. Sie werden sich hier wohl fühlen", fuhr die Wirthin fort, die Luft ist gesund, und es sind nette Leute." Und die Lieferanten?" erkundigte sich die kleine Madame Hochebal, der die Hausfrauensorgen zu schaffen machten. Was denn fürLieferanten?" fragte die Wirthin verwundert. Run. bei denen man die LebensMittel kauft." Ach, meine liebe Dame, hier wird's Ihnen an nichts fehlen. . . Hier gibt's alles, -verehrter Herr, viel besser als in der Stadt. . . Sie bekommen gesalzenes Schweinefleisch so viel wie Sie wollen, und außerdem Eier und Butter und Käs?. . . Wir haben einen Kaufmann, der alles verkauft, sogar Dünger. Außerdem kommt der Fleischer von Semolles alle Sonntage ... Es ist ja hier nicht so groß wie Paris, aber der Wein ist viel besser." ' Mit dieser tröstlichen Versicherung legte sich die Familie Hochebal, nachdem sie ihre Mahlzeit beendet, in dem einzigen Zimmer der Herberge, einem großen Raum mit gekalkten Wänden, der mit zwei ungeheuren Betten, die so geräumig wie Dachkammern waren, möblirt war, schlafen. n. Als tüchtige, energische kleine Frau war Madame Hochebal schon am nächsien Morgen bei Tagesanbruch auf dem Posten. Sie ging in den 'Hof hinunter, wo die Hennen bereits auf dem Düngerhaufen pickten. Die Mutter Hommasse saß im Stall und war grade dabei, ihre Kühe zu melken. " Na, Sie sind ja schon wach, kleine Dame?" fragte die Wirthin, suchen Sie etwas?" Ja, Madame Hommasse, haben Sie denn kein Wasser da, ich suche die Wasserleitung." Was denn für eine Wasserleitung?" Nun, oder die Pumpe, wenn Sie wollen."- - Die Mutter Hommasse riß die Augen weit auf.

Das haben wir hier nicht, meine gute Dame." Ja, aber wenn man Wasser hctben will?" O, daran fehlt's nicht, darum sind wir nicht verlegen! Gott sei Dank; da drüben am Brunnen." Ohne tlzre Kuy loszulassen, reuieie sie mit der Spitze ihrer langen, dünnen Nase nach dem Kirchenplatz, in dessen Mittelpunkt sich ein kleines, mit Stroh bedecktes Gehäuse erhob. Madame Hochebal unterdrückte eine kleine Grimasse. Das ist aber sehr weit", meinte sie, wie fangen Sie es denn an, wenn

Sie waschen wollen? Na, da ist doch der Brunnen", versetzte die Mutter Hommasse. Man hängt den Eimer an einen Strick, läßt ihn in den Brunnen hinunter und holt ihn dann wieder herauf. Das ist doch sehr bequem." Der Meinung war Madame Hochebal nicht. Da sie an den (Xomfort der Stadt gewöhnt war, tvo der Hahn jeder Wasserleitung Wasser nach Belieben spendet, so legte sie w!e alle Kleinbürgerfrauen, die ihre Wäsche selbst waschen, dieser Frage eine ganz besondere Bedeutung bei und nahm sich vor, wenn es an das Miethen einer Wohnung ging, sich nur da niederzulassen, wo sie stets Wasser auf ftern Ausguß hatte. Dieser Moment kam um die Mittagsstunde. Als man den Eierkuchen verzehrte, den die Mutter Hommasse. der Abwechslung halber diesmal mit frischen Kräutern bereitet hatte, fragte Hochebal seine Wirthin: Hören Sie mal, Madame, ich muß mich auf die Sache nach einer Wohnung machen. Wissen Sie nicht jemand, der eine zu teermiethen hat?" , Wohnung zu vermietherr? Ach, mein lieber Herr, daran fehlt es Gott sei Dank nicht. . . Da wäre eine, da wohnte auch der andere." Was für ein anderer?" Nun, 'der andere Steuereinnehmer. . . Das ist bei der Wittwe Pigriche, gerade gegenüber auf der anderen Seite vom Brunnen." Das Wort Brunnen schnitt Madame Hochebal unangenehm in die Ohren. Trotzdem begleitete sie ihren Mann nach der Mahlzeit zu er Wittwe. Diese, eine lange, dürre, schwarze und schweigsame Person, die als untröstliche Wittwe seit dreißig Jahren um einen ewig betrunkenen Gatten trauerte, ließ sie die freieWohnung besichtigen, ohne ein einziges Wort zu sprechen. -Sie beschränkte sich darauf, den Besuchern von Stube zu Stube zu folgen, und beobachtete sie mit unruhigen Blicken, als fürchte sie. sie könnten heimlich in ihrer Tasche die Marmorplatten der Kamine oder die Stubendielen forttragen. Hochebal fand das Haus nach sei nem Geschmack, hier war 'das, Eßzimmer, dort sein'Bureau, trn ersten Stock ihr Schlafzimmer, daneben das Zimmer für die Kinder. Es war ausgezeichnet; es blieb nur noch die Preisfrage zu erledigen. Zweihundertzwanzig", erklärte die Wittwe Pigriche, nachdem sie sich einen Moment besonnen und die Augen geschlossen hatte. Doch Madame Hochebal war bereits in die Küche gelaufen. Was?" rief sie. Sie haben kein Wasser auf dem Ausguß?" Die Wittwe Pigriche betrachtete sie mit den Augen eines todten Fisches, dem man von einer Ministerkrisis erzählt. Das Wasser", widerholte Madame Hochebal, "wo bekommt man das Wasser her?" Die Wittwe Pigriche schloß zum zweitenmal die Augen und sprach schließlich mit ihrer düsteren Stimme: Da ist ja der Brunnen." Madame Hochebal bekam beinahe einen Nervenanfall. . Na?" fragte die Mutter Hommasse. als ihre beiden Gäste zurück waren, sind Sie mit der Wittwe Pigriche einiz geworden?" Ja, du lieber Gott," meinte Hochebal zögernd, indem er seine Frau ansah, .mir würde das Haus schon gefallen. . ." Und ich erkläre", rief Madame Hochebal heftig, daß ich nicht in eine Wohnung ziehe, wo es kein Wasser auf dem Ausguß gibt. Aber, mein liebes Kind, gleich gegenüber ist doch. . Der Brunnen! Ich will nichts von dem Brunnen wissen. . . Ich habe immer Wasser auf dem Ausguß ge habt, und ich will Wasser aus demAusguß haben. Wirst Du mir vielleicht aus dem Brunnen etwas holen, Herr Hochebal?" Die Discussion drohte eine bedenkliche Wendung . zu nehmen, und die Wirthin trat zur rechten Zeit dazwischen. Ach. Sie meinen wohl solche Röhre, aus der das Wasser herauslaufen kann?" Ja, ganz recht", erklärte Hochebal. Na, liebe Leute, das hättet Ihr gleich sagen sollen. . . daran fehlt's hier nicht.. So was ist auch in Ca-louchots-Haus, aber er vermiethete es nicht, weil er zu viel haben will." Wenn's weiter nichts ist", rief Hochebal ungeduldig; da Calouchot Wasser auf dem Ausguß hat, geben wir zu Calouchot! Wo wohnt dieser Calouchot?" Das ist -bcr Herr Mai", erklärte die Wirthin feierlich, dabei aber etwas äraerlich über die Unaenirtbeit.

mir ver ein armi enger Sleueremneqmer von dem ersten Beamten der Gemeinde fprach. IH. Als Herr und Frau Hochebal in Besuchstoilette bei dem Gemeindevorsteher erschienen, saß der letztere gerade der bewaffneten Macht gegenüber, die eben zwei Asse und ein Atout gemeldet hatte. Herr Calouchot benutzte zynischer--weise den Eintritt des Ehepaares Hochebal, um seine Karten hinzulegen und die Partie für null und nichtig zu erklären. " ' Sie sind der neue Steuereinehmer?" versetzte er auf die Complimente des Beamten, das ist recht, das ist recht. Hoffentlich werden wir beide ant zusammen . auskommen. . . Können Sie Besigue spielen?" Sehr schlecht, Herr Maire." Hochebal machte weiteren Fragen schnell ein Ende, indem er sofort mit dem Zweck seines Besuches herausrückte. Herr Maire, Sie haben ja wohl ein Haus zu vermiethen?" Mit Wasser auf dem Ausguß?" setzte Madame Hochebal hinzu; aber Sie sollen sehr theuer sein. . ." Das Gemeindelächeln schwand sofort von den Lippen Calouchots, um dem verschmitzten Ernst des Bauern Platz zu machen, 'der ein Geschäft mittert . Ja, das sagen die Leute, aber Sie müssen nicht auf jeden hören," erklärte er scharfsinnig, . . . das heißt, wenn der Herr Steuereinnehmer es sich anfehen will, kann er es ja sehen, es liegt nur zwei Schritt von hier Er erhob sich schwerfällig, nahm von einem Nagel ein Schlüsselbund und wandte sich, von den Hochebals begleitet. der Thür zu. Den von Calouchot erwähnten zwei Schritten mußte man noch vierhundertachtundneunzig andere hinzufügen, bevor man dort drüben am Ende des Dorfes ein kleines, niedriges Häuschen erreichte, das zwischen einem Erbsenbeet und einer Kartoffelpflanzung lag. Hier ist's", sagte Calouchot stolz und begann mit bäuerischer Geschwätzigkeit die Annehmlichkeiten des Gebäudes . wohlzpfällig aufzuzählen. Doch die Frau des Steuereinnehmers kümmerte sich nicht um diefe Kleinigkeiten, sie quälte eine ernstere Sorge. Und der Hahn?" unterbrach sie. Der Hahn befand sich nebenan in der Küche, ein prächtiger Bronzehahn, der wie Gold glitzerte. Madame Hochebal drehte ihn auf, ein breiter Wasserstrahl spritzte heraus. Ja. er dreht sich gut", sagte Calouchot, es ist ein schöner Hahn. Hat mich eine Menge Geld gekostet, aber sonst hat hier auch keiner einen inder ganzen Gemeinde." Ist das Wasser auch zum Trinlen?" unterbrach der Steuereinnehmer. Ob es gut zum Trinken ist!" rief der Maire, schönes Wasser, kosten Sie mal einen Schluck, dann werden Sie ja sehen." Der Steuereinnehmer und seine Frau sahen sich fragend an. Die kleine Madame Hochebal fühlte sich augenscheinlich geneigt, das Haus zu miethen. Und für wieviel wuroen Sie uns Ihr Haus vermiethen, Herr Maire?" fragte der Gatte. Calouchot senkte den Kopf und rieb sich stark die Haare mit seiner Mütze, was bei ihm das Zeichen einer großen Geistesanstrengung war. Hören Sie", sagte er, indem er den Kopf wieder erhob, ich 'will Sie nicht Übervortheilen, Sie gehören zur Regierung, und ich auch. Leute von der Regierung dürfen sich nicht betrügen. . . Ich werde es Ihnen für dreihundertfünfzig Franken lassen." Hochebal zuckte zusammen. Sein mageres Budget von sechzehnhundert Franken gestattete ihm nicht, so viel für seine Wohnung anzulegen. Endlich, nachdem auf beiden Seiten eine Stunde lang wahre Schätze von Beredsamkeit verschwendet worden, einigte man sich auf dreihundert Franken, obwohl Calouchot stöhnte und meinte, das wäre viel zu wenig, und man schinde ihn bei Lebzeiten. Den Hochebals ihrerseits erschien die Miethe recht hoch. Achtzig Franken mehr als bei der Wittwe Pigriche, und dann lag es n?ch nicht mal im Mittelpunkte des Ortes. Das ist wahr, aber wie bequem ist es auch, daß wir das Wasser zu-Hause haben, wenn wir waschen wollen", rief die kleine Frau entzückt. Kurz und gut, der Handel wurde geschlossen und der Vertrag eine Stunde später unterzeichnet. IV. Schon am nächsten Morgen funktionirte der Hahn auf das wildeste. Das war ein Wasserfall, eine Sintfluth. Aber gegen zehn Uhr ereignete sich ein unangenehmer' Zwischenfall. Während die Wo' Herrn einen letzten Eimer Wasser hol' 'um die Wäsche zu blauen, verlangsa- it der Hahn,, obwohl er weit geöffnet stand, nach und nach seinen Strahl und hörte dann zu laufen auf. -Madame Hochebal. regte sich nicht übermäßige darüber auf. Das macht der Druck", sagte sie und wartete geduldig, daß das Wasser weiterlaufen sollte.

Nach einigen Minuten machte sie etnen neuen Versuch . . . nichts . . . dann einen dritten und vierten. . . nichts, nichts, nichts, immer nichts, die Leitung wurde trockener als die Sahara. Und Hochebal war nicht da Bestürzt lief die kleine Frau zu Calouchot, der sich eben barbieren ließ. Herr Maire", rief sie, 'die Leitung geht ja nicht mehr!" Bei dieser Nachricht drehte sich der Maire so heftig um, daß der Barbier ihm seine Seife in's Auge schmierte. Die Leitung? Meine schöne Leitung, die mich so viel Geld Kkoste! hat?. . . Das ist nicht möglich, das muß ich sehen." Den Barbier von sich stoßend, stürzte er hinaus. Trotz seines Schmerbauches hatte er Flügel bekommen. Hinter ibm kam Madame Hochebal athemlos hergelaufen. In der Küche angelangt, drehte er mit fester Hand an dem Hahn. . . es kam kein Tropfen Wasser. Der Maire starrte den Hahn verständnißlos an, und der Hahn starrte ihn an. Ein grandioses Schauspiel! , Der Hahn sagte nichts, der' Maire auch nichts; aber er überlegte. Plötzlich erhob er den Kopf und rief in dem triumphirenden Tone, in dem Archimedes fein Heureka" ausgestoßen haben mußte: Ich wette, Sie haben kein Wasser in die Tonne gegossen?" In die Tonne?" Na gewiß in die Tonne. Sie wissen doch, daß eine Tonne da ist? Wenn Sie es nicht wissen, werde ich's Ihnen zeigen." Er verließ das Haus, stellte seine Leiter an die Mauer und stieg in die Dachkammer, während Madame Hochebal ihm nachkletterte. In einer Ecke stand unter einer Gossenrinne eine Tonne. Na, da haben wir ja die Tonne," sagte Cc!ouchot. Aber", fügte er hinzu, indem er sich darüber neigte, es ist richtig kein Wasser drin." Aber woher kommt denn das Wasser?" fragte Madame Hochebal etwas unruhig. Das kommt vom Dach, das ist eins Idee von mir", erklärte der Maire mit einem gewissen Stolz. Wenn's geregnet hat, ist sie voll; das ist doch sehr bequem." Und. . . und. . ." stammelte die kleine Frau erschrocken, wenn's nicht . . . . geregnet. . . . hat?" Wenn's nicht regnet", meinte Calouchot mit unerschütterlicher Gemüthlichkeit,.wenn's nicht regnet, dann ist doch der Brunnen da." Mit diesen Worten deutete er mit seinem ausgestreckten Arm durch die Dachluke auf das kleine Gebäude, das gerade dem Hause der Wittwe Pigricheaeaenüber den Kirchplak schmückte,

'während Madame Hochebal ihn wie dersteinert anblickte. Wenn's nicht regnet", fuhr der Maire fort, dann holen Sie sich einfach von dort Wasser und das können Sie ja immer in die Tonne gießen, dann läuft "auch die Wasserleitung wieder." Mit dieser tröstlichen Erklärung ließ er die arme kleine Madame Hochebal stehen und verschwand. Ein schottischer Münchhausen. Auch in Schottland hat es einen Münchhausen gegeben; es war ein Grundbesitzer, derLaird Jas-. Durham, der im 18. Jahrhundert lebte und bei seinen Zeitgenossen in dem Rufe stand, die graue Wirklichkeit vermöge seiner reichen Phantasie, gern etwas farbiger erscheinen zu lassen. Eines Tages trat Peter, sein langjähriger treuer Diener, zu ihm ins Zimmer und sagte: Hiermit kündiae ich zum nächsten Termin." Du willst gehen, Peter?" sagte derLaird erstaunt, habe ich Dich nicht immer gut behandelt? Habe ich nicht erst neulich Deinen Lohn erhöht? Worüber hast Du zu klagen?" .Ich bin mit allem zufrieden, aber das ärgert mich, daß die Leute von mir fagen, der dient bei Jemandem, der ein Aufschneider ist. Tausend ja, Peter. ick sehe wohl, dak ich mich mehr. zusammennehmen muß. Ich will Dir etwas sagen: wenn Du bei Tisch hinter meinem Stuhle stehst und horst, daß ich anfange aufzuschneiden. so,gieb mir heimlich einen kleinen Knuff rn den Rücken, dann lenke ich wieder ein. und wir beide werden uns schon noch länger vertragen." Peter empfahl sich befriedigt. Bald darauf hatte, der Laird einige Gäste zu Tisch, und das Gespräch kam auf das für die Wahrheitsliebe von jeher gefährliche Gebiet der Reise- und Jagderlebnisse. Ja. auf der Reise, von der ich erzähle." sagte der Laird, habe ich Füchse mit Schwänzen gesehen, die ihre zwölfFuß lang waren." In diesem Augenblick fühlte er einen kräftiqen Stoß von Peter's Faust. Was sage ich." berichtete nun der Laird, sechs. Fuß waren sie lang." Neuer Stoß von Peter. Ich irre mich." fuhr der Erzähler fort, drei Fuß meine ich." Dritter Stoß von Peter. Darauf drehte sich der Laird zu seinem Diener um und sagte laut und feierlich: Peter, wenn , ich die Schwänze, nun noch kürzer mache, dann ist ja die ganze Geschichte nichts mehr werth!" Vor dem Vesuv. Gott, was forne Verschwendung von BrennMaterial! E. feuerspeiender Berg bei $m ,

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