Indiana Tribüne, Volume 28, Number 311, Indianapolis, Marion County, 23 August 1905 — Page 3

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In russischen Kreisen aus Erfolg der FricdcnslicrHandlungen. In Frankreich scheint mau auch das Vertrauen zu verlieren. Der Besuch der englischen Flotte in der Ostsee erregt die deutschen Gemüther. . Schlechte Ernte in Nußland. Prinz Heinrich nicht nach den Vcr. Staaten.

Rußland. Fortsetzung des Krieges erwartet. St. Petersburg, 23. Aug. Die Wirkung der Bemühungen Rossevelt'ö zur Beilegung der bestehenden Differenzen in den FriedenZvermitte lungen wird hier mit größter Spann ung erwartet. Den genauen Stand der Verhandlungen kennt Niemand außer den höchsten Vertretern der Re gierung. DaZ Volk hat sich schon auf eine Fortsetzung deö Krieges gefaßt gemacht. Allgemein wird erklärt, daß Friede nur erwünscht sei, wenn er ohne Demüthi gung erlangt werden könne. In offiziellen Kreisen herrscht die Ansicht, daß eS sich nur noch um die Frage der Kriegsentschädigung handle. Wird immer schöner. St. Petersburg, 22. Aug. Wegen schlechter Beköstigung und eines unbeliebten Unteroffiziers soll am Sonntag eine zu KraSnoe Selo statio. nlrte Schwadron Husaren den Dienst verweigert haben. Plan des Zaren diskutirt. Moskau, 22. Aug. In der Stadthalle fand eine öffentliche Sitzung statt, in welcher das Manifest des Za ren über den Duma-Plan diskutirt wurde. Zuerst wurde der Plan heftig angegriffen. Nachdem aber der Bürger meiste?, Fürst Galitzin, eine Rede ge halten hatte, wurde ein Beschluß ange nommen, der sich für den Duma-Plan ausspricht, da er der erste Schritt zur Betheiligung dcS Volke? an der Gesetz, gebung sei, aber gleichzeitig Redefrei' heit, Freiheit der Preffe usw. verlangt. Schlechte Ernte. St. Petersburg, 22. Aug. Ackerbauminifter Schwanebach benach richtigte die Ast. Presse daß biejBc richte von einer HungerZnoth in 22 Provinzen stark übertrieben feien. Die Lage fei nicht schlechter wie vor einem Monate, als er mittheilte, daß die Verhältnisse in 6 Provinzen des Wolga.BeckenS und in Zent?alRuß land schlecht seien, und, daß denselben Unterstützung werden müsse um durch den Winter zu kommen. Frankreich. Noch immer Hoffnung. Paris. 22. Aug. Der St. PeterZburger (Korrespondent deZ TempS" widerspricht die Meldung der London TimeS" und des Berliner Lokal-An zeiger, daß in einer Berathung zu Peterhof beschlossen worden sei, keine weiteren Konzessionen zu machen. Im Gegentheil find die Theilnehmer mit einer kleinen Majorität für Frieden gewesen und der Kaiser habe die Jrie denSkommisfion anaewiesen. einen neuen Vorschlag bezüglich der Krieg entschädigung zu machen. M i n i st e r r a t h. Paris, 22. Aug. Halboffiziell wird mitgetheilt, daß der außerordent liche Miniuerrath sich mit marokkani schen Angelegenheiten beschäftigen und daS Datum für Wiederzusammentritt deS Parlamentes beschäftigen wird. Da? Schweigen über die FriedenSver Handlungen wird als Zeichen betrachtet. daß der Wunsch wächst die Finger von nutzloser Intervention abzuhalten. Man will diese Sache ganz dem Präsi denten Roosevelt überlassen. Deutschland. Der englische Besnch. Berlin, 22. August. Je näher der Zeitpunkt herankommt. da die britische Kanalflotte in der Oftsee erscheinen wird (sie.trifft am 23. Aug. in Swinemünde ein), um so ruhiger wird wohl die allgemeine Stimmung auf der Oberfläche, um so objektiver lassen sich die Besprechungen in den Blättern an, um so mehr nimmt aber die innere Spannung zu. Gewiß hofft, ermartet man, daß der ungeladene Besuch ohne Zwischenfälle und weitere unangenehme Folgen vor übergehen wird, eS herrscht aber doch ein nur schwer unterdrücktes Gefühl der Ungewißheit, wenn nicht der Unsicher

heit vor.

Hoffnung

Daß sich der Kaiser den diesjährigen großen deutschen Flottenmanövern, welche zeitlich und örtlich mit denen der britischen Kanalflotte zusammenfallen, fernhalten wird, hat auch gerade nicht dazu beitragen können, die Gemüther zu beruhigen. Dieser Aufgabe widmet sich nun ein in der heutigen Norddeutschen Zeiung" erschienener offiziöse? Beschwich igungS-Artikel. ES heißt in diesem: Die Oftseefahrt der englischen Ka nalflotte stellt eine Erwiederung der Besuche dar, welche deutsche Kriegs chisse wiederholt englischen Häfen ab gestattet haben. ES ist der Wunsch der amtlichen Kreise Englands sowohl, wie auch Deutschlands, sowie der aller ru hig denkenden Briten und Deutschen, daß der Besuch dazu beitragen möchte, die Achtung zwischen den beiden Völ ern zu befestigen. Die dieser Abficht Entgegenarbeitenden stehen im Dienste von Bestrebungen, welche mit der Stel ung einer mächtigen Nation unverein bar find.Blut. Tragödie in O s ch a tz. Leipzig, 22. August. Eine grauenhafte Blut-Tragödie hat in der Stadt Oschatz allgemeines Entsetzen hervorgerufen. Die Ehefrau deö dor igen Schlossers Rauschenbach unter hielt mit dem erst 19 Jahre alten Kell ner Bergener ein sträfliches VerhältnißIn Gemeinschaft mit ihrem Geliebten hat nun die Frau ihre eigenen drei Kinder getödtet und dann beging das ehebrecherische Paar Selbstmord. Gegen die Rebellen in Deutsch. Ostafrika. Berlin, 22. August. ES stellt sich immer deutlicher heraus, daß die unliebsamen Vorkommnisse auch in Teutsch'Oftafrika eine tiefer gehende Bedeutung haben, als die nichtssagen, den Zwischenfälle. Diesmal aber ist die Regierung entschlossen, sofort kräf ig einzugreisen. Schon ist der Befehl gegeben worden, daß 150 Seesoldaten mit mehreren Maschinengewehren auf dem zur australischen Station gehören den kleinen Kreuzer .Seeadler" (Kom Mandant Korvetten Kapitän Putt farcken) ungesäumt zur Verstärkung der dem Gouverneur Major Graf Götzen zur Verfügung stehenden Schutztruppe, die zwölf Compagnien zählt, abgehen sollen. Inzwischen haben die zur Zeit an Ort und Stelle befindlichen Streit kräfte den Rebellen bereits eine blutige Lection ertheilt. Prinz Heinrich reist nicht. Markt Redwitz, Oberfran ken, 22. Aug. Zeitungen haben be richtet, Prinz Heinrich von Preußen beabsichtige in nächster Zeit als Privat mann die Ver. Staaten zu besuchen. Der Prinz befindet fich gegenwärtig hierin der Nähe zu einem Landauf enthalte. Sein Adjutant. VizeAdmi ral v. Seckendorff, erklärte heute ei nem Vertreter der Ass. Presse, die Nach richten von der geplanten Reise deS Prinzen feien nur Erfindungen und absolut unbegründet. Der Prinz habe öfters Amerikanern gegenüber den Wunsch ausgesprochen, einmal längere Zeit nach den Ver. Staaten zukommen, um das Land besser ikennen zu lernen und im Westen zu jagen, aber es se nie ein Zeitpunkt festgesetzt gewesen. Canada. Prinz LouiSv. Battenberg. Montreal. !22. Aug. Prinz LouiS von Battenberg kam heute mi 300 Offizieren und Mannschaften sei. neS Geschwaders hier an. Er wurde von den städtischen Behörden begrüßt. Heute Abend gaben die Matrosen eine Vorstellung zu Wasser zum Besten der hiesigen Hospitäler. " Schweden'Norwegen. FormelleVerhand lungen. . Cb r i st i an i a, 22. Aug. DaS Storthing nahm heute mit 104 gegen gegen 11 Stimmen die Vorlage der Regierung an. formelle Verhandlungen mit Schweden zwecks Auflösung der

Union anzuknüpfen.

Keffelexplosion 4 Arbeiter getödtet.

B o s w o r t d, Mo., 22. Aug. Bei der Explosion des Dampfkessels auf einer Baggermafchine nahe Norbonn, Mo., wurden heute 4 Mann getödtet. ES find JameS Lynch. Jfaac Wade und 2 Arbeiter, deren Namen unbekannt find. Die Leichen waren bis zur Unkennt ichkeit verstümmelt. Samoa'Jnseln Einweihung einer Kat h e d r a l e. Tutuila. 3. August (über San Francisco, 22. August). Die deutschen Behörden auf Samoa haben eS für nö thig gehalten, mehrere, widerspenstige Häuptlinge, ' welche gegen die Regie rung arbeiteten, auf einige Zeit nach DeutschNeuguinea zu verbannen. DieS Vorgehen Gouverneur Solf's hat kei nerlei Aufregung unter den Eingebore nen hervorgerufen. Der Einweihung der katholischen Kathedrale zu Apia am 20. Juli wohn ten zahlreiche Eingeborene, auch von weit entlegenen Inseln, bei. ES wur den 4000 Schweine geschlachtet, um als Nahrung für die Festversammlung zu dienen. Kommandant C. B. T. Moore, der amerikanische Gouverneur von Tutuila, machte zur Zeit der Festlichkeiten Deutsch'Samoa einen Besuch und war der Gast Gouverneur Solf'S, der Alles aufbot, um seinen Gast zu unterhalten. Gouverneur Moore '.hatte die Musik kapelle von Tutuila nach Apia mitge bracht. Marokko. Französische Forderung. Tanger, 22. Aug. Der fran zösische Gesandte verlangt für die unbe rechtigte Jnhastirung eines franzöfi schen Unterthanen $2000 Schadenersatz und $100 für jeden weiterenITag der Haft. Der Sultan wird Wohl oder Übel nachgeben müssen, da Frankreich ent schlössen scheint zu gewaltsamen Mit teln zu greifen und Deutschland angeb lich die Forderung Frankreichs für be rechtigt erklärt. Philippinen. Amerikanische Besucher. C e b u, 22. Aug. Sekretär Tast und seine Gesellschaft kamen heute mit dem TranLportdampfer Logan hier an. Die Stadt ist reich geschmückt und aller lei Festlichkeiten find vorbereitet. Bei TageZanbrach wird morgen der Logan nach Tacloban abgehen. Dann geht die Fahrt mit einer Anzahl Marine soldaten an Bord nach Tientfin. Dort werden die Besucher, welche nach Peking gehen wollen und die Marinesoldaten, die die GesandtschastSwoche ablösen sollen, abgesetzt werden. Der Logan wird nach Manila zurückkehren. Krawall im Chinesen viertel. N e w Y o r k, 22. Aug. Im Chi nesenviertel ist wieder einmal eine Schlacht zwischen den fich feindlich ge finnten chinesischen Gesellschaften auSge fochten worden. Als eine Folge dieses neuerlichen Zusammenstoßes liegen zwei durch Revolverschüsse schwer, aber nicht tödtlich verletzte Söhne des himmlischen Reiches im Hudson Str. Hospital, wäh rend zwei Leichtverletzte mit fünf An deren als Arrestanten auf der Elizabeth Str. Revierwache eingelocht sind, bis es der Polizei gelungen fein wird, aus den vielen fich widersprechenden Angaben, die von Mitgliedern beider Parteien ge macht wurden, festzustellen, wie der Vorfall fich wirklich zugetragen hat. Russische Revolutionäre. New York, 22. Aug. Auf der Oftseite fand gestern eine Versammlung der russischen revolutionären Liga statt, um den UkaS zu besprechen, den der Zar am Samstag erließ.- Alle Redner behaupteten, der neue Plan einer Volksvertretung fei nur eine Finte, um die Sympathie anderer konstitutioneller Regierungen zu gewinnen. Die Polizei hatte umfassende Maß regeln ergriffen, um die Ordnung auf recht zu erhalten. BewäsferungScongreß. P o r t l a n d, Ore., 22. August. Der Nationalcongreß für Bewässerung von Oedländereien berieth heute ver schiedene Fragen in Comites. Offenbar bestand zwischen den Beam ten deS BewässerungSdienfteS und den Delegaten eine große MeinungSverscdie denhelt über die Wirksamkeit deS gegen wärtigen Bundesgesetzes.

Thiere ans Seereisen. Ihr Verkalten dci der Cinschifiuug wöhrrnö der Meeresfayrt. Ein französischer Gelehrter hat vor Kurzem daZ Verhalten der verschiedenen Thiere bei der Einschiffung und Meeresfahrt einer großen Menagerie zum Gegenstand eingehender Studien gemacht -und dabei gefunden, bafe der Eisbär anscheinend gern auf's Schiff geht und sich auf dem Wasser trotz 'des heftigen Schwankens des Schiffes außerordentlich wohl befindet. Fast alle anderen Thiere sträubten sich auf's heftigste gegen die Ueberführung aus das Schiff und gaben ihrer Angst und ihrem Unbehagen durch die jämmerlichsien Töne Ausdruck. Am meisten schien der Tiger zu leiden. Schon der Anblick des Schiffes regte ihn mächtig auf. und kaum an Bord und auf der Fahrt, begann er sein Unbehagen durch klägliches Eewinsel cuszudrücken. Dabei thränten ihm fortgesetzt die Augen, und sich ab und zu hinwerfend, rieb er sich mit seinen mächtigen Pranken die Magengegend. Pferde vertragen eine Seereise ebenfalls schlecht, und viele sterben auf dem Meere. Ochsen, Kühe u. f. w. starren stumpfsinnig und apathisch vor sich hin, oder legen sich und sind während der Seekrankheit nicht auf die Beine zu bringen. Aehnlich die Kamcele, Dromedare und Lamas. Ziegen, Schafe, Springböcke, Gazellen und derartige Thiere scheinen sich zwar zunächst auch unbehaglich zu befinden, gewöhnen sich aber bald an das unaufhörliche Schwanken und bekommen schnell Seebeine," wie der Seemann die Fähigkeit nennt, sich ohne zu fallen nach den Bewegungen des Schiffes zu richten. Auch die Elephanten sind keine begeisterten Ceehelden, sie leiden sehr unjer $er Seekrankheit, ia sterben sogar häufig daran. Denn oadurch, daß ste ganz apathisch werden und alle Freßlust verlieren und schnell abmagern, werden sie so geschwächt, daß sie den Angriffen der rauhe. Se.?luft nicht Trotz zu öieten vermögen. Lungenentzündungen sind meistens die Folgen, und manches dieser werthvollen Tbiere geht daran zu Grunde. Um die Seekrankheit und deren Folgen bei dem Elephanten zu bekämpfen, wendete man mit gutem Erfolge das folgende Mittel an: In einen Eimer kochenden Wassers schüttete man etwa 3 Quart Kognak oder guten Num, setzte dieser Mischung etwa ein halbes Pfund Chinin und eine gehörige Quantität Zucker zu. Dieser kräftige Grog ward dem krankenThiere eingegeben, worauf bald eine merkliche Besserung eintrat. Nach einer zweiten gleichen Dosis am nächsten Tage war dann der Dickhäuter schon so weit genesen, daß er freiwillig nach einer dritten Portion Grog verlangte. Diese bekam er jedoch nicht, und nun stellte das schlaue Thier sich häufig krank, um den

ihm außerordentlich schmeckenden Grog zu bekommen. Und nun dann erst, wenn der Wärter in das Wasser eine Quantität des bitteren Chinins ohne Rum und Zucker mischte und ihm diese Mischung eingab, entschloß es sich daau, die Heuchelei aufzugeben, denn dieser Grog schmeckte ihm gar nicht. Nusfische Meuterer in Wie,'. Mit dem Budapester Schnellzug langten dieser Tage, der N; Fr. Pr." zufolge, sechs Mann von der Besatzung des Schiffes Potemkin" in Wien an. Die Leute sind durchweg hochgewachser.e, kräftige Gestalten, fast insgesammt mit dunklen Vollbärten, und tragen Zivilkleidung, die sie in Bukarest bekommen haben. Der Führer der Gruppe ist Armin Deutsch, der siÄ ohne Hehl als Mitglied der revolution'ären Partei bezeichnet. Er spricht, wenn zuch gebrochen, so doch ziemlich geiäufig Deutsch, übrigens sprechen auch seine Kollegen so viel Deutsch, um sich zur Noth zu verständigen. Deutsch erzählt, daß er erst zwei Wochen vor der Meuterei nach Odena gekommen sei. r war srüher in Petersburg. In Odessa babe er sieb gemeinsam mit dem dortigen Revolutionskomite an den Vorarbeiten für den Aufruhr m Sudrutzland betheiligt. Nach ihren Plänen hätte die Meuterei auf einem Schiffe der An-. fang der Revolution in Südrußland sein sollen. Unter den Matrosen der Schwarzen Meer-Flotte wurde vielfach agitirt, sie waren aber olofe zum ge ringen Theile gewonnen worden. Es waren Vereinbarungen wegen des Veainnens der Beweauna aetnrnen wor den. die Berabredunaen waren iedoch nicht bestimmt genug, und deshalb sei eigentlich der Plan fehlgeschlagen; denn nach diesem hätten sich der'Mannscyzst des Priemlm" die Mannschaften der anderen Schiffe anschließen sollen. Sii waren aber im unklaren, und viele waren der Meinung, daß die ffleichzeitigen Revolten erst imAuaust losbrechen sollten. Ueber die Vorgänge auf dem ..Potemkin- selbst weiß Deutsch wenig Angaben zu machen, welche die hierüber erstatteten Berichte wesentlich ergänzen könnten. Er hebt aber hervor, daß bei weitem nicht alle Matrosen Revolutio näre seien: von den Reiseaenossen gehöre außer ihm überhaupt keiner der Oraanisation an.' sondern ve ttx Sckifssleute von Beruf. Was ihre fer neren Pläne betrifft, so würden sie sich wabrsckeinlick bald trennen. Damit sei aber keineswegs gesagt, daß sie nicht nack Nunland zurückkehren würden. Er erwartet im Gegentheil, daß angeslchts der gegenwärtigen Vorgänge und infolge der Vorarbeiten die Revolution in einigen Wochen, höchstens binnen aaiu weniaen Monaten, überall in

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Rußland aüsbrechen werde, und daß sie dann, wenn es in ganz Ruhland gleichzeitig losbreche, in ihre Heimath würden zurückkehren können. Ein weiser Zensor. Ein Miwonär in Makedonien. Mr. Watson-Todge. erzählt in einer englischen Zeitschrift einige amüsante Beispiele über denArgwohn und das Miß trauen der türkischen Zensur. Es wollte Bond von der Mission in Monastir an eine Versammlung von Missionären in Philipopolis, der er nicht persönlich beiwohnen tonnte, em Äearünunastelearamm -senden. Er be tzann sein Schreiben mit den Worten! Seid gegrüßt im Namen des Herrn: Der Telegraphenbeamte nahm auch da fielegramm an und zog die Bezahlunc ein. Nach drei Tagen kam ein Polizis naw der Mn ton. ist begann ein istsvräck und lieft sich so ausführlich ii6ci das Wetter aus. baft Bond ihn fragte was er denn eigentlich wolle. Er war, abgesandt, zu fragen, wer der Herr sei in dessen Namen Bond die Versamm lung gegrüßt. Der Missionar setzte ihn in langer Rede auseinander, worum e sick bandle. Der Polizist schien allimahlich zu begreifen, fragte abe, schließlich doch noch, ob der Herr eir Russe oder ein Oesierreicher wäre ..Nein" antwortete der Missionär, .e war ein Jude." Der Türke ging weg larn aber am nächsten .age wieder unl jbat, ihm für den Polizeihauptmani den Namen des jüdischen Herrn aufzuschreiben. Bond schrieb ihm kurz auf daß mit dem Herrn" Jesus Christum jgemeint sei; aber das Telegramm wur de weder abgesandt, noch ihm das Eett dafür zurückgezahlt. Zellstoff auö Rübenschnitzeln. Von einem belgischen Chemiker ist der Vorschlag gemacht worden, die bei der Zuckergewinnung aus Rüben abfallenden Schnitzel wegen ihres hohen Gehaltes an Zellulose (Zellstoff) zur Fabrikation von Papier heranzuziehen. Bekanntlich scheidet sich die Masse der zu Brei zerriebenen oder zerstoßenen Rüben in Mark und Saft. Durch Abpressen gewinnt man den reinen Saft. Im Mark sind neben Zellulose noch andere, hauptsächlich auch stickfioffhaltige Stoffe zurückgehalten. Letztere müssen, wenn man eine brauchbare Zellulose erhalten will, vorher entfernt werden. Man verfährt daher ähnlich wie bei der Darstellung von Zellstoff aus Holz. Der gewaschene Schnitzelbrei wird mit der wässerigen Lösung einer alkalischen oder erdalkalischen Vase gemischt, in Kessel gefüllt und in ihnen etwa zwei Stunden lang auf Siedetemperatur gehalten. Darauf wäscht man gut aus, entwässert die Masse und siedet sie nochmals wiederum zwei Stunden lang in einer Lösung von Soda in Wasser. Durch erneutes Waschen gewinnt man alsdann die Zellulose in ziemlich reinem Zustande. Ihre Fähigkeit, zu verfilzen, ist allerdings nicht sehr groß. Daher kann sie nur als Zusatz zu Papierbrei verwandt werden. Ihre unansehnliche Farbe wird durch vorheriges Bleichen verbessert. Schicksale einer Glocke. Als ein erstaunliches Werk asiatischer Glockengießerkunst stellt sich die sogenannte Maha Ganda-Glocke der Shwe Dagon-Pagode bei Rangun, Jndochina, dar. Sie ist ein Geschenk des Königs Tharawaddy. der sie 1840 ber emem Besuche der Pagode stiftete. Sie wiegt 86,073 Pfund und ist über 13 Fuß hoch. Merkwürdig sind ihre Schicksale. Nach dem zweiten oirma niscben Kriea versuchten die Engländer. die Glocke als Trophäe nach Kalkutta zu transportiren. aber beim Verladen fiel sie durch ein Unglück in das Was ser. Englische Ingenieure machten Versuche, sie wieder aufzufischen, um sonst. Nach einigen Jahren baten die Birmanen, mw möge ihnen die Glocke wiedrgeben, wenn es ihnen gelingen sollte, sie aus dem Wasser zu holen. Höhnisch lächelnd gewährte man ihre Bitte, da man das Herausfischen für ganz unmöglich hielt. Aber die Bir manen in ihrem religiösen Eifer hatten Glück; mit primitiven Gerüsten holten sie die Glocke heraus und brach ten sie im Triumph auf die Pagode, wo man sie noch heute zu Ehren Buddhas erdröhnen Hort.

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