Indiana Tribüne, Volume 28, Number 311, Indianapolis, Marion County, 23 August 1905 — Page 1
X . x 55SSkI5Z5WK2SÄ s$eÄss5r jj (Eaac und f 3t romuajtsMati P lOc Vcr SSötftt. jJs&?S5 Tage und - jj Ciitt.'.Teff t4t W Ti nCVO x 6 I vviiii(vt.ut 10 Per Woche. 0 VU' lUdV H HALSLVL Erscheint ssden laUxnrtttag. Jahrgang 28. Indianapolis, Ind., Wttttwoch, 23. August 1905. No. 311.
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Gewissensbisse ließen ihm keine
Nnhe. Edward ShieldS aus StmeSville, Ind., ein frühern Soldat, der vor etwa 3 Jahren von It. CaZrel, N. D., desertirte, stellte sich gestern, von Ge wlssenZdissen getrieben, der hiesigen Polizei. Wenn er noch ein Jahr gewartet hätte, wäre nach Ansicht der hiesigen Armee-Beamten sein Vergehen verjährt und er wäre dann straffrei auZ. gegangen. Oceandampfer in Vrand. Liverpool, 23. August. Im Zwischendeck deö White Star Paffa. gierdampferS Oceanic, der heute via QueenStown nach New York abfahren sollte, brach kurz vor der Abfahrt Feuer auZ. Einzelheiten fehlen. Bierbrauer-NnterflntznugS-Verein. Hält morgen im Germania Park sein Jahres Picnic ab. Morgen, Donnerstag, den 24. Aug., veranstaltet der Bierbrauer Unterst.. Verein im schönen Germania Park sein JahreZ.Picnic. Daß eS bei dieser Gc. legenheit hoch hergehen wird, ist selbst verständlich. Die Arauer haben ein ausgezeichnetes ArrangementZ'Comite mit den Vorbe reltungen für diese Feier beauftragt und daß diese- nichts in seinen Krüsten stehendes unversucht ließ, den Gästen einen vergnügten Tag zu bereiten, ist selbstverständlich. Wer also morgen sich einmal im Freien unter fröhlichen Menschen amüsiren will, der eile hinaus zum Germania Park, zu den Brauern. Die Citronen'Preife find während der letzten warmen Tage von 37 auf $3 pro Kiste gestiegen und nach Anficht der. Händler wird anhaltende Wärme die Preise derselben noch weiter in die Höhe treiben. California Ci tronen bringen $7 pro Kiste. Da seiner Ansicht nach ein von der letzten Legislatur pasfirteS Gesetz dem Jugendgericht die Pflicht aufer legt, die eigenen Vorladungen" aus zustellen, weigerte flch gestern Ankläger HolmeS, weiter solches zu thun. Die Folg- war. daß mehrere Leute ent täuscht von bannen ziehen mußten. Die 25. JahreS-Versammlung der Veteranen, welche bei der 19. Jndiana Batterie und in Company v vom Re giment 101 der Jndiana Infanterie dienten, wird am Mittwoch, den 13. September in I. S. GilbrechtZ Woh nung. 634 Csi 11. Str. abgehalten werden. Unmengen von Heimchen, die sich bei Nachtzeiten in unserer Stadt einfinden, umschwirren die elektrischen ' Lichter. Hunderte derselben finden dort den Tod. Ein Straßenbahnwagen der English Ave. Linie, der in Brand gerathen war, fuhr direkt zum Spritzen Hause und die anwesenden Feuerwehrleute löschten unter Anwendung einer Handspritze das Feuerchen, welches wel ter keinen Schaden angerichtet hatte. Rene Inkorporationen, Folgende Gesellschaften reichten beim Staatssekretär ihre JncorporationS Papiere ein: Die Hoosier Jewelry Co.", Jndia. napoliS, Capital $1500; Direktoren, Stonewall I. Bursord, LewiS F. Hurt und Elmer F. Rutherford. Die Panfian Cloak Co., Jrdia. napoliS, Capital $5000; Direktoren, John D. BroSnan, Mary D. BroS nan und Susan M. Doran. Die GrocerS' Novelty Co.-, Jndia. napoliS, Capital $10,000; Direktoren C. M. Cooper, I. H. Newman und W. W. Van Dryke. Wilfred Jeffup, Sekretär der Rich. mond Furniture Co., hat beim Audi tor da? Capital von $10,000 auf $20,000 erhöht.
Hauslvirth als Einbrecher
William Williams von seiner Aietherin beschuldigt. Behauptet ihn trotz der Dunkelheit erkannt zu haben. Einen Kampf mit einem Einbrecher, in welchem sie trotz der Dunkelheit ihren Hauswirth, Wm., Williams er kannte, hatte Sonntag Nacht Frau Anna JoneS, 403 Toledo Straße, zu bestehen. Bereits am Donnerstag in der vor! gen Woche war der Frau eine Geld summe au dem Zimmer gestohlen und i zur Sicherung ggen eine Wiederholung eine derartigen Besuches stellte sie einen Stuhl vor die Thüre ihres Zimmers. Kurz nach 1 Uhr am Sonntag erwachte sie und dann sah sie wie ein Mann, nachdem er den Stuhl zurückgezogen, durch den Thürspalt sah. Sie richtete sich auf, zündete ein Streichholz an und sah dann ihren HauSwirth, der ihr die harmlose Frage vorlegte, ob jemand dort geklopft habe. Die Frage wurde verneint und William entfernte sich. Eine Stunde später bemerkte sie. daß die Thüre abermals geöffnet wurde und diesmal lag sie still und wartete der Dinge die da kommen sollten. Wie sie erzählt, schlich William? ins Zimmer, ging zuerst zum Bette, um zu sehen, ob sie schlafe und machte sich dann daran ihren Koffer, den er mit Hilfe eines großen ScheidemesserS öffnete, zu berauben. Er hatte das Messer zur Seite gelegt und war gerade dabei, sich die Taschen zu füllen, als sie auf ihn loZsprang und zugleich um Hilfe schrie. Ein Kampf um das Eigenthum entspann fich, in welchem Williams in sofern die Ober Hand behielt, daß er fich freimachte und aus dem Zimmer entkam, ehe Hilfe an langte. Das Messer aber blieb zurück, und dieses wurde den Detektivs Simon und Manning gegeben, welche den Fall untersuchten. Drei weitere Messer der selben Sorte wurden bei Williams vor gefunden. Ein Handtuch, eine Geld börse usw. wurden gleichfalls gefunden und von Frau JoneS als ihr Eigenthum erkannt. Einen goldenen Kra genlnopf, den fie gleichfalls als ihr ge hörig bezeichnete, hatte Williams übri genS in seinem' Kragen stecken. Er wurde verhaftet und die Anklagen deS Einbruches und deS Diebgahles wurden gestern gegen ihn erhoben. Gegen den Wirth entschieden. FriedenZrichterSmock entschied gestern in der Klage des SchankwSrter VerbandeS No. 437 gegen den Wirth Fred. Elftrod an Wabash Straße zu Gunsten deZ Verbandes. ES handelte fich um ein Verbands abzeichen. Nach den Regeln des Verbandes müssen Schankwärter, die in einem Platze, wo einVerbandsabzeichen ausge hängt ist, Mitglieder deZ Verbandes sein. Da dieS in Clftrod'S Falle nicht so war, verlangie der Schankwärter VerbandHerauSgabe deS VerbandSAb zeichens und war, wie gesagt, erfolg reich. Unfälle. Frau Anna Harvey wurde heute früh an der Ecke der Market und Liberty Straße durch ein Buggy überfahren und schwer verletzt. Sie wurde in ihre Wohnung, 601 Ost Washington Str., gebracht. William Branden, der fich in dem Buggy be fand, wurde deS Angriffs angeklagt, verhaftet. Gerrard Blue, 506 W. New Z)ork Str., wurde dadurch schwer ver letzt, daß ihm heute früh, als er vor dem Hause, 444 West Washington Str., entlang ging, ein Stück von einem Schlosse auf den Kopf fiel. Ob dasselbe zum Fenster hinausgeworfen wurde, oder ob es durch Zufall hin ausfiel, ließ fich noch nicht ermitteln. Die Polizei untersucht den Fall.
Die Southern Bahn
Will neue Linien im südlichen Jndiana er bauen. Die Southern Railway- trifft ge genwörtig ihre Vorbereitungen für den Bau einer neuen Linie von French Lick Spring? in Orange County nach dem beinahe ganz deutschen Städt chen JaZper in Dubais County. Alle Wegerechte sind erlangt, die Vermes sungSarbeiten find beendet und mit dem Ban deS Bahndammes wird im Laufe der nächsten Woche schon von zwei Punkten zugleich begonnen werden. Südlich von French Lick muß ein Tun nel durch einen hohen Hügel geführt werden, der eine Länge von etwa 2000 Fuß haben wird. Diese Arbeit allein wird eine Menge von Arbeitskräften nothwendig machen, und die Bahn hat die Farm von Albert Burton gepachtet, um dort eine Art von BarrackenLager für ihre Leute zu errichten. Eine Kontraktorenfirma von Knoxvill: hat den Tunnelbau übernommen und man hofft, denselben schnell genug zu beenden, um den Betrieb auf der ganzen Linie 'bis zum Herbst nächsten Jahres aufnehmen zu können. Die Barbiere und das Sonntagsgesetz. Der Kampf wird unbedingt weitergeführt. Die Union Barbiere find entschlos sen, ihren Kampf gegen die Barbier stuben, welche an Sonntagen ihren Geschäften obliegen unentwegt fortzu setzen. Von den verschiedenen Circu laren, welche den Kirchen zugesandt wurden, find etwa zwei Drittel mit Unterschriften versehen, eingelaufen. Die Union'Barbierstuben, der Deck dental Barbierladen. R. I. Nagle. No. 125 Süd Illinois Str. und der Grand Palace, No. 104 Süd Illinois Str., reichten ihre Union-CharterS ein. Mehrere der in diesen Geschäften ar betenden UnionBarbiere waren an wesend, und dieselben werden den Ver such machen, die dort arbeitenden Bar biere dahin zu beeinflussen, daß diese der Union treu bleiben. Die Barbiere deS Occidental.Geschäf. teS, welche der Sitzung ebenfalls bd wohnten, , werden sich bemühen, die Differenzen zwischen den Eigenthü mern und der Union beizulegen. Der unternommene Versuch, auch andere Barbiergeschäfte zur Rückgabe der Unionkarten zu veranlassen, erwies fich als Fehlschlag, da die dort arbei tenden Barbiere mit Niederleaen der Arbeit drohten. Präsident Morgan war mit den so weit erzielten Erfolgen der Union zu frieden. Gestand Dieiin zu sein. Mwnie Maples bricht im Kreuzverhöre zu sammen. Minnie MapleS, ein 23 Jahre altes Mädchen, welches noch vor wenigen Minuten ihrer Anklägerin, Frau F. A. Likely, 3104 Central Avenue kühl lächelnd ins Geficht sah, brach plötzlich im Kreuzverhöre zusammen und gestand unter Thräne eine Diebin zu sein. Vor mehreren Tagen, während Frau Likely in einem Geschäfte an der Wash ington Str. Einkäufe machte, wurde ihr ihre Geldbörse nebst 812 Inhalt gestohlen. Die Beschreibung eines jungen Mädchens, welches in der Nähe gesehen wurde, und welches allein nur den Diebstahl auSgesührt haben konnte. wurde den Detektivs gegeben und diese verhafteten dann Frl. MapleS, auf welche die Beschreibung paßte, und bt nachrichtigten Frau Likely, fich einzu finden und die Gefangene anzusehen. Gleich beim ersten Blick sagte fie. Ja das ist dasselbe Mädchen'.- Minnie stand ihr lächelnd zur Seite und be stritt. Sie wurde fa'3 Kreuzverhör genommen und gestand dann die Schuld zu. Arbeitslosigkeit, verbun den mit dem Wunsche Baarmittel zur Hand zu haben, trieben fie zur That. Sie wurde gegen Bürgschaft entlassen.
Das gclöc Fieber im
Süden. Dr. C. 0. Reene kehrt aus New Orleans zurück. Gelbfieber.MosquitoS sollen auch hier zu finden sein. Der städtische GefundheitS . Beamte, Dr. T. V. Keene, ist aus dem Gelb fieber.Distrikt in New Orleans zurück, gekehrt und er unterbreitete derGefund heitShörde iu einem längeren Bericht die Empfehlungen, welche er auf Grund Persönlicher Untersuchung als ange bracht hält. Er empfiehlt, einen detaillirten Be richt über Gelbes Fieber in.Pamphlet. orm drucken zu lassen und eine Copie desselben in Marion County praktizi renden Arzte zuzustellen. Eine Copie deS Gesetzes, betreffs der Bestrafung des Arztes, der es unterläßt, ansteckende Krankheiten zu melden, sollte beigeegt sein. Ein Zimmer soll im Quarnntaine Hospitale hergerichtet und die nöthigen MoSquito Netze angebracht werden. Auch soll die Stadt-Ambulanz, welche zur TranSferirung von Kranken, die an ansteckenden Krankheiten leiden, be nutzt wird, mit MsSquito-Neen ver ehen werden. Zuletzt empfiehlt er noch. den hkefigen MoSquitoS auf den Leib zu rücken. Eine Quarantäne für Indianapolis, oweit Reisende von und nach der Stadt n Betracht kommen, glaubt er noch nicht angebracht, da dieselbe nur wenig Werth hat und viel Geld kostet. Als Verbreiter des Gelben Fiebers nennt er den Slegomya-Mo-quito, der das Blut eines Fieberkranken einsaugt und dann, indem er Gesunde sticht, die Krankheit auf dieselben überträgt. Nur zwei Methoden giebt'S das Fie. er nach Indianapolis zu verpflanz m. entweder ein von einem Mo-quito ge bissener Patient verläßt den Süden ehe fich die Krankheit entwickelt oder der angestt?te MoSquito wird direkt nach hier verschleppt. Die Quarantäne Verhältnisse im Süden find nach Ansicht deS Arzte S mehr behelligend wie erfolgreich, da ein Reisender, der von New Orleans nach Indianapolis zu reisen wünscht, innerhalb 43 Stunden die Reise vollenden kann. Die Krankheit an fich ist nicht an steckend sagte Dr. Keene, sie wird nur durch die MoSquitoS übertragen und nur durch diese allein. Er hat in New New Orleans persönlich die Hospitäler wo er Gelbfieber-Kranke mit anderen an leichteren Krankheiten leidenden zusammen liegen sah, ohne daß An steckungen zu melden wären, besucht. Die Hospitäler werden aber von MoZ quitoö freigehalten. In Unterhaluung mit Dr. Juan GuiteraS aus Havana erzählte dieser, daß man dort auch keine besonderen Hospitäler für Gelbfieber-Kranke habe und daß er niemals von einer An steckung der übrigen Kranken hörte. Seinen Bericht schließt Dr. Keene damit, daß er sagt, falls man sich auf die Behandlung eines etwaigen Gelb fieberfalleS einrichte, fei kein Grund zur Aufregung vorhanden; falls man aber solches unterlasse, könne ein einziger Fall unberechenbaren Schaden an richten. Zur Aufregung ist durchaus für In dianapolis kein Grund vorhanden; die Verhältnisse, welche im Süden eine große Verbreitung des Stegomya MoSquitoS fördern, existiren hier nicht. Daß aber diese MoSquito.Art auch bei uns heimisch ist, darüber hegt Dr. Keene keinen Zweifel. Die Kosten einer etwaigen Eisenbahn Quarantäne für Indianapolis veran schlagt er auf etwa $25,000, ohne je doch die unberechenbaren Verluste für die Geschäftsleute in Betracht zu ziehen. Vorbereitet zu fein, einen etwa nach hier verschleppten Fall sofort in Be. Handlung zu nehmen, glaubt Dr. Keene, ist für Indianapolis völlig genügend.
Die Gesundheitsbehörde beschloß in
einer gestern Abend abgehaltenen Sitzung, einzelne der Vorschläge des Dr. Keene anzunehmen. Ein Zimmer im Quarantüne.Hospital soll hergerich. tet und eine Ambulanz in Stand gesetzt werden, um für Gelbsieber.Va. tienten bereit zu sein. Der Vorschlag, Ctrculare drucken zu lassen, um dieses ben den Aerzten zuzusenden, wurde gleichfalls angenommen. Das Goldene Jubiläum Des katholischen Central-Verbandes wird von hohen Kirchenfürsten besucht werden. Der im September in Cincinnati stattfindenden goldenen Jubiläum-. Feier deö deutschen römisch katholischen Central Vereins werden viele hervorragende Kirchenfürsten bei wohnen. Unter denen, die bis jetzt ihre Theilnahme zugesagt haben, be sinden fich: Apostolischer Delegat Fal conia, Erzbischof S. S. Meßmer aus Milwaukee; Bischof E. P. MaeS aus Covington, Ky.; Bischof I. I. Hart, ley auS ColumbuS, O.; Bischof Jg. natz I. Horstman aus Cleveland, O.! Bischof Richter auS Grand RapidS, Mich.; Bischof I. I. McFaul anS Trenton, N. I.; Bischof Dobing von Nepi und Sutri, von Italien. Präsident OelkeeS vom CentralVer. ein wird auch Präsident Roosevelt osfi. ziell zur Feier einladen. Jeden Tag werden Gottesdienste in verschiedenen Kirchen abgehalten wer den, ehe die Geschäftsversammlung deS Vereins stattfindet. Das Fest wird am Sonntag, den 10. September, in der heiligen DreifaltigkeitSklrche mit einem Pontifikal Hochamt durch den Aposto lischen Delegaten Falconio eröffnet wer. den. Alle hier anwesenden Kirchenfürsten werden dem Hochamte bei wohnen. . Ein hübsches Souvenirbuch wird zu. sammengeftellt, welches die Geschichte des Centralvereins, Bilder des Papstes und aller hervorragenden Katholiken in den Ver. Staaten, von Kardinal Gib. bons und Erzbischof Möller. Bilder von Cincinnati und Bürgermeister Fleisch, mann enthalten wird. i Charles E. Kregolo. Im St. VmcentZ.Hospitale ist heute kurz nach Mitternacht der allbekannte Leichenbestatter 7z Charles E. Kregolo gestorben. Blutvergiftung war die To deSurfache. Herr Kregelo, der in Californien eine Orange.Plantage eignet, fiel gele gentlich feines letzten BefucheS dort eine Treppenstufe hinab, griff nach dem Ge länder fich zu halten und verletzte fich den Arm, sowie auch ein Blutgefäß im Magen. Ein Geschwür entwickelte fich und Blutvergiftung war die Folge. Am Freitag wurde er operirt, doch nahmen keine Kräfte schnell ab. Sobald man gestern bemerkte, daß eö mit dem Kran ken zu Ende ging, wurdeldie Gattin be nachrichtigt und diese, sowie auch die nächsten Verwandten waren zur Zeit seines TodeS an seiner Seite. Herr Kregelo war einer der Pionier. Leichenbeftatter unserer Stadt und er war als einer der hervorragendsten und besten Leichenbeftatter des Landes be kannt. Er war 62 Jahre alt, ein angesehe ner Freimaurer, ein Mitglied deS Mystic Shrine, des Scottish Rite, der Knightö of Templar, des Columbia Clubs, Board of Trade und Commer cial'Cludö. Waldfest, gegeben vom Bierbrauer'Nnterstützungs Verein im Germania Park, Donnerstag, d. 24. August, Freunde find eingeladen. Yersonal-Notizen. Frau E m m a I a n k e ist, um Heilung von dem lästigen Heufieber zu suchen, auf Monatsfrist nach PetoSkey, Michigan, gereist.
Nachrichten aus Jndiana.
ZuTodegeschlagen. A u b u rn, 22. Aug. Vuchstäb. lich in Stücke zerschlagen wurde der Körper deS 75.jährigen Arbeiters Cma. nuel Somerlott. Er wurde von dem Riemen einer Dreschmaschine erfaßt und gegen die eisernen Rollen geschlagen, daß das Leben entflohen war. als man durch Zerschneiden des Riemens die Maschine zum Stillstand brachte. Seine bejahrte Frau und zwei Söhne be' trauern den Verlust. Ungalante Schulbehörde. L a f a y e t t e, 22. August. Die Schulbehörde hat einen Sturm der ntrüftung hervorgerufen. Sie soll den jungen Damen, die stch im Juni und Juli d. I. an den Lehrerinnen. Prüfungen betheiligt hatten, zu harte arithmetische Nüsse zu knacken gegeben haben, daß im Juni von 63 Applikan. ten nur 18 und im Juli von 85 nur 23 das Examen bestanden. ES kann ja natürlich" nur an der Schulbehörde iegen, nicht an dem Wissen der jungen Damen, welches über allem Zweifel er. haben ist. Das Schlimmste ist. daß unter solchen Umständen in Ja-per County Mangel an Jugenvbilderinnen einzutreten droht. Vergebliche Mühe. Fort W a y n e. 22. August. Trotzdem er ein ganzes Feld wiederholt umpflügte, gelang eö ihm nicht, seine Geldtasche. Bankanweisungen und Wechseln im Betrage bis zu $5,000 enthaltend, wiederzufinden. Hy. Furth. miller glaubt nämlich, daß er beim Pflügen die Tasche verloren hat. Er hat alle Banken in Fort Wayne von seinem Verlust, zu dem noch $33 in Baar kommen, in Kenntniß gesetzt. Spurlos verschwunden. H am mond, 22. August. Man nimmt an, daß die Leiche, welche die South Chicago Poleizei vor einigen Tagen im Calumet Fluß treiben sah. und die untersank, bevor man fie,an'S Land schaffen konnte, diejenige deS B. H. Davidson ist. Derselbe, ein wohl habender Kontraktor von hier, ist seit einigen Tagen spurlos verschwunden. Er soll Unannehmlichkeiten mit einem Ardeiterverbande gehabt und einige Mitglieder derselben sollen Drohungen gegen ihn ausgestoßen haben. Man wird versuchen, mittelst DynamitEx plosionen unter Wasser die erwähnte Leiche an die Oderflache zu bringen. Geburtstagsfeier. Libanon, 22. Aug. Onkel Jim", wie JameS H. rautmann hier gewöhnlich unter seinen vielen Freun den und Bekannten gmannt wird, feierte gestern die Wiederkehr seines Ge burtstageS zum 80. Male und 'von allen Theilen deS Staates waren Ver wandte und Freunde anweseud, den Alten zu beglückwünschen. , Theure 5' M o n u m e n t. K o k o m o, 22. Aug. Der kürz, lich verstorbene FranciS ZCronoon hat in seinem Testamente, welches jetzt im Kreisgericht zur Bestätigung eingereicht wurde, bestimmt, daß seine Frau von seinem Grundbesitz lebenslänglichen Nießbrauch haben soll, nach deren Ableben aber dasselbe veräußert und ein Monument zu $15,000 auf dem Bc gräbnißplatze errichtet werden soll. u n g l ü ck S f a l l e. T e r r e H a u t e , 22. Aug. Von eine Lokomotive der Big Four wurde hier der Grubenarbeiter Wm. LucaS überfahren und auf der Stelle getödtet. Der Maulthiertreiber Roß Williams wurde von einem Muulthter erdrückt. Der 22.jährkge Grubenarbeiter John Minnls wurde bei einer PulverEiplo sion schwer verletzt. yolizeiliges. i John Smith, ein Macedonier, der seine Ersparnisse in einem alten Schuh aufbewahrte, meldete der Pol! zei, daß ihm während der Nacht ein Unbekannter sein auS $26 bestehendes Vermögen stahl. ..
