Indiana Tribüne, Volume 28, Number 310, Indianapolis, Marion County, 22 August 1905 — Page 7
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An stillcnUilsscril Aus dem Dänischen l t i Von L. Vudde 3 liv (Fortschung.) -v,-;. Wie ergötzlich könnte es sein, heute Abend auf dem Steig nach Hause zu gehend sagte Else und sah fragend auf. Prächtig!" rief -Paul und fuhr plötzlich aus seiner träumerischen Unthätigkeii auf. Tas läßt sich ausgezeichnet machen! Ueber das bischen Wasser, das an einzelnen Stellen darübe? sickert, kannst Tu bequem hinweghüpfen. Das Wasser geht gerade hier tiefen den Steig hinein, so daß das Boot dicht anlegen kann, und ich habe zum Glück mein: langen Stiesel an, so daß ich uns alle wie nichts hinüberpraktiziren kann," In Uebereinstimmung mit diesem Plan stand der ganz: jugendliche Theil der Gesellschaft wenige Minuten später auf dem Steig, wobei nur der Umstand Herrn Svanes Freude über die hübschz Idee etwas Abbruch that, daß Else statt auf seinem auf Pauls Arm, und lr selbst in einer wenig Wikingermäßizcn Weise auf dem Rücken Kesselben 1ung:n Arztes reitend, hinübergekommen war. Aber glücklicher Weise war gar keine' Zeit dazu, sich solchem herunterstimmenden Eindruck Hinzugeben, denn wunderbar war es, so zwischen der wogenden See fortzuschreiten, als cb ein Zauberstab sich über sie ausgestreckt und das Wasser vor ihren Füßen getheilt hätte, wunderbar nahm sich die Insel aus, eingehüllt in den bläulichen Schleier des leichten Abendnebels, und wunderbare Träume schwebten unsichtbar in der Luft um sie und schlichen sich heimlich in die leicht empfänglichen Gemüther. Es war, als ob man nach einem verzauberten Lande wanderte, während muntere Gesänge und fröhliche Worte abwechselnd von den Lippen flogen. Bevor noch Soren mit dem Schulmeiste? im Boot den halben Weg gerudert hatte, standen sie am User und warteten triumphirend auf die Nachzügler. Aber mitten in der munteren Erwartung fuhr Elses Hand plötzlich mit ängstlicher Spannung an den Hals, und sie rief erschreckt: Ich habe mein Kreuz verloren!" Das mußt Du Dir nicht so nahe gehen lassen. Elfe!" antwortete Paul. Gold zu verlieren, ist nicht der schlimmste Verlust, und es muß ja draußen liegen. Wir finden es wohl morgen!" Die arme Else war indessen gar nicht solche Weltdame, die derartiges in Gegenwart fremder Herren mit Anstand zu tragen und ihre schlechte Laune zu verbergen weiß, bis man ohne Anstoß sich Luft machen kann. Sobald sie sich deshalb sicher oen ihrem Verlust überzeugt hatte, füllten Thränen ihre Augen, und sie sagte betrübt: Es war das einzige Andenken von meiner Mutter, und ich habe es um meinen Hals getragen, so lange ich denken kann." Nun ja, es ist ärgerlich genug, aber " erklang Pauls tröstende Stimme wieder. Doch bevor er ausgesprochen hatte, war Herr Svanc, ohne ein Wort zu sagen, umgekehrt und schritt schon wieder draußen auf dem Steig. Weder Pauls Ruse, noch Eises bereuende Stimme vermochten ihn zurückzurufen, auch nicht die Warnungen vor dem Nebel, der jeden Augenblick kommen und es gefährlich ma chen konnte, da draußen zu gehen, oder vor der See, die um diese Zeit stieg und höher steigen konnte, als man glaubte. Ehe sie es recht wußten, war er wieder weit draußen im Fjord. Mit aluhen den Wangen und spähendem Blick flog er vorwärts, denn der Elfer, der ihn erfüllte, war nicht nur jugendliche Galantene, die zu gefallen wunsazte. son dern ein heimliches, halb abergläubisches Gefühl rn seiner Seele, das es ihm zu einer Vorbedeutung für sein Gluck machte, Elses Ztreuz wiederzufinden. Er hatte die Vorbedeutung angenommen und stand nicht eher still. bis er, sorasalng ieoen Fleck unter suchend, die Stelle erreicht hatte, wo die noch frischen Fußspuren endeten. Aber trotz all seines Eifers war nichts zu sehen oder zu finden, und mit einer Wolke über seinem Gemüth kehrte er bedeutend langsamer an die Küste der Insel zurück, wo er schon lange mit Sehnsucht und halber Angst erwartet wurde. Der dankbare Blick, den Else ihm zusandte, drang indessen wie ein Sonnenstrahl durch die Wolke über seinem Herzen und machte sie heller, wenn er sie auch nicht ganz verdrängen konnte. Aber auf des Schulmeisters Gestalt um oanelve ittlle Gepräge von 'erzagtheit. das sich am deutlichsten zeigte, als sie alle auf seine Einladung in sein bescheidene Wohnung traten, damit ihr Gast sie zum Schluß in Augenschein nehmen könne. Hier ist nichts Sonderliches zu sehen. Herr Svane!" räumte er ein. während er ihn in die einfache, kleine Schulstube mit ihrem durstigen ubehör führte. Wir sind auch wohl in dieser Hinsicht schlecht mit der Zeit fortgeschritten. Wir folgen der alten Methode und haben nicht viele Hilfsmittel zu unsrer Verfügung. Doch verdanke ich dieser kleinen Stube viele schöne und frobe Smnden!
Diese letzten Worte fügte er hastig
hinzu, als ob er in seine? Bescheidenheit plötzlich fürchtete, undankbar gegen einen treuen, alten Freund zu werden. der seit 10 vielen Jahren Gutes und Schlechtes mit ihm getheilt hatte. Keinem verursachte aber diese Beschcidenheit so viel Aerger als Soren, der m Gegentttll zu sehen wünschte, daß der Schulmeister und alles, was zu hm geHorte, mit so viel Sicherheit und Anforderung als möglich auftreten mochte, um dem jungen Auslander zu impontren. Unter den gegenwartigen Umstanden konnte er sia) hierzu unmöglich ein sichereres Mittel'denken als die beiden großen, zierlich ausgearbcieten Bucher, die stets seine höchste Bewunderung als wissenschaftliche Kunstverke erregt hatten. Er konnte nicht begreifen, wie der Schulmeister nicht ofort m:t ihnen hervorrückte. Aber wenn der alte Ehrenmann nicht selbst etwas von seinen eigenen Verdiensten halten wollte, dann wollte er es für sie Beide thun, und deshalb machte er einen hartnäckigen Angriff auf das Pult, wo, wie er wußte, .die Bucher gewohnlich aufbewahrt lagen. Noch vor wenigen Tagen hatte sich der gute Schulmeister auf diese Sacken nicht wenig zu gute gethan, und es war daher ganz natürlich, daß Soren es gar nicht verstehen konnte, wie er nun so ängstlich abwehrend vor dem Pult hin und her trippelte, als ob er beabsichige, es bis zum Aeuncrsten zu rerthndigen. Soren war indessen nicht der Mann, der sich so leicht abweisen ließ. wenn er etwas Gutes im Sinne hatte, und in einem unbewachten Augenblick brach er deshalo 'inwidersteizlich hervor, eroberte im Sturm den Fclianten mit den bunten Versuchen zu einer Weltsprache, schlug ihn vor Herrn Svanes Nase auf und saa'e triumphirend: Das hat unser Schulmeister gemacht! Wirklich?" äußerte Herr Svane ausweichend, nachdem er flüchtig etwas in dem Buch: geblättert hatte; denn er fühlte, daß es nickt großmüthig sein würde, dem armen Verfasser das Leere und Nichtssagende seiner Bestrebungen zu zeigen, und er war fest entschlossen, diesmal großmüthig zu sem. .Das und Buchstaben, saae ich! Was. Paul?" fuhr Soren fort, den Kopf auf die Seit? legend und die geschnorkelten Zeichen Mit Wohlaeiallen betrachtend. Ja. es ist schön. Soren!" stimmte Paul bereitwillig zu, denn er fand in seiner wissenschaftlichen Richtung nicht denselben Grund wie sein Freund, mit seinem Beisall zurückzuhalten. Aber es kriöbelte in dem jungen Geistlichen, und er sing an zu fühlen, daß es recht schwer sein könne, großmüthig zu sein. Er hatte wohl etwas sagen können, wenn er gewollt hätte, und er wollte es eigentlich auch gar zu gern. Daß so etwas auch ein Buchstabe sein kann, das sollte man nicht glauben!" fuhr Soren fort und zeigte auf eine ziemlich verwickelte Figur. Das bedeutet einen Garten!' konnte der Schulmeister, unwillkürlich etwas von Sorens warmem Interesse hingenommen, sich nicht versagen, zu erklären. Ich habe mir nämlich gedacht," fuhr er, sich mit steigendem Interesse an die übrige Gesellschaft wendend, fort, die wirklicrzen Gegenstände durch die Bilder der Dinge selbst wiederzugeben, während ich mich bcstrebt habe, durch andre bezeichnende Figuren die gewöhnlichen Begriffe auszudrücken. Es kommt mir vor, als ob man auf diese Weise wirklich einmal eine Schriftsprach: erreichin könne, die aus der ganzen Welt gelejen werden könnte, und es würden dadurch unleugbar große Vortheile erreicht werden." Herr Svane stand wie auf Kohlen, denn sein: großmüthigen Gefühle wurden auf eine Probe gestellt, d?r er nicht gewachsen war. Noch einen Augenblick kämpfte er den letzten, stillen Kampf für sie, aber dann konnte er seinen Einwand nicht länger zurückhalten er mußte heraus, und wenn er durch seine Rippen heraus sollte. Entschuldigen Sie,ab:r darin kann ich Ihnen nicht beistimmen!" brach er los. Es ist ein Versuch, der schon von vielen gemacht worden ist. aber noch keinem ist es geglückt, und ich habe die Hoffnung, daß es auch niemals glücken wird. Die Sprache ist das Fleisch und Blut der Volkseigenthümlichkeit, und eine Sprache für alle Völker, selbst wenn es nur eine todte Schriftsprache und nicht eine lebendige Mundsprache wäre, würde wie ein Mord am Volksgeist und Volksleben sein.Der Schulmeister antwortete Um Wort, sondern legte schweigend das so vcrurtheilte Buch, die friedliche un unschuldige Arbeit vieler Stunden, wieder in das Pult, sicher ohne die geringste Neigung zu fühlen, die Halbmonde des Hippokrates hinterher in's Feld rücken zu lassen, was sonst seine Gewohnheit war. Aber Soren starrte Herrn Svane in's Gesicht mit einer Miene, die trotz der schlechten Belcuchtung das Errathen auf seinen Lacken deutlich genug aufsteigen ließ, und antwortete tapfer: Bei uns sagt ein Sprichwort, daß Worte keinen Mann todtsblagen, wenn sie auch noch so groß sind und sich auch noch so dick machen." Darauf küßte Soren seine Hand, reichte sie dem Schulmeister mit der tiefsten Ehrerbietung, wünschte gute Nacht und schritt mit sicherer Haltung nach Hause, gefolgt von den Jungen aber Herr Svane ärgerte sich heimlich darüber dafc er seinen Entschluß nickt
gehalten hatte und nicht großmüthig gewesen war. Weißt Du was, Svane?" äußerte Paul, als sie wieder allein im Gastzimmer waren. Ich glaube wirklich, daß ich trotzdem dahin komme, mich n meine Kousine zu verlieben. Es ist ein unvergleichliches Mädchen im Fa!lenstellen. Und dann macht si: es auch so niedlich, daß es eine ganze Wissenschaft wird." Herr Svane fühlte wieder einen Stich im Herzen und den stillen Unwillen gegen Paul. Dann dachte er an die Vorbedeutung des verlorenen Kreuzes und beschloß, nicht zu ruhen, bis es gefunden wäre. In ihrer stillen Kammer stand Else zu derselben Zeit am offenen Fenster
und schaute empor zum tiefen, ruhigen Himmel der Sommernach! und lauschle dem leisen Flüstern der Wellen draußen im Fjord. Sie hatte ein Gefühl, als ob etwas Neues in alles gekommen sei, und eine heimliche' Freude erfullic Witternd ihre Seele. Sie kamen, die tillen Wogen, von dem fernen, schönen Land und erzählten leise von edleren Träumen, als die früher von ihr geträumten, die selbstsüchtig und kleinlich nur sie selbst und ihr eigenes bischen Glück eingeschlossen hatten. Sie dachte daran, wie groß und schön es sein müßte, sein Leben dem Kampfe für sie weihen zu können und sie in einem ganzen Volk zu verwlrlllchcn. dessen Herein der eigenen Brust schlug. Und die Wellen flüsterten von eine? Gestalt, die muthig und unverdrossen auf dem schlüpfrigen Steig in die steigende See zurückgewandert war, um das liebe, verlorene Kreuz zu suchen. Aber als sie davon flüsterten, fühlte sie das Erröthen auf ihren Wangen erglühen, und da beeilte sie sich, das Feuster zu schließen, damit nicht einmal der Mond ihr Erröthen sehen solle, und nicht die blinkenden Sterne ihre heimlichen Gedanken erspähten. Unten aber am Strande herrschte Schrecken, Verwirrung und Zorn. Zwei von den allerfettesten und ausgezeichneten Ratten saßen schon zischend und pfeifend in Pauls und Elses Fallen fest und konnten nicht von der Stelle kommen, so heftig sie auch zappelten, und jede verständige Ratte begriff, daß es nun mit dem lieben Frieden vorbei sei. Das stnd die alten Erinnerungen und die alten Melodiecn! Wer hat dmn recht?" fragte der Rattenkönig mit bitterem Triumph die armen, schwärmerifchen Vögel. Und die Vögel konnten kein Wort antworten, denn es war Trauer im Wald wie am Strande. Ein einsames Vögelchen saß betrübt bei seinem Männchen und sang ein so rührendes 5Uagelied, daß alle die kleinen Schwestern mit einstimmen mußten, und die wehmüthigen Töne den Wald in 'der Stille der Sommernacht erfüllten. Aber in der Stube des Schulmeisters stieg im Halbdunkel ein Bild cm por aus den Tiefen des stillen Wassers. Es war ein Antlitz, jung und voll Hoffnung, die weder durch Armuth, noch durch Unglück zu Schanden werden würde. Und doch war in seiner frischen Jugendlichkeit etwas, das eine schlagende Ähnlichkeit mit den Zügen des Schulmeisters hatte. Es schien so betrübt und mitleidig aus eine verwelkte Gestalt zu sehen, die auf einer einsamen Insel alt und grau geworden war, und die nun fühlte, daß die Welt ihr davongelaufen und ihr Leb:n nur eine Kette von kleinen und nichtssagenden Alltagsdingen gewesen war. Und sobald es betrübt auf sie gesehen hatte, verschwand es wieder in der Nacht. Aber die unruhigen Gedanken blieben zurück in des Schulmeisters Stube, wo das Bild gestanden hatte. Da erklang wieder der vergessene und verirrte alte Ton, und es tönte wie ein Wiegenlied für ein müdes und betrübtes Herz: .Schlaf, mein eltcs Kind, schlaf ein! Nacht wird über dich sich breiten, Sterne mit dem bleichen Schein Wollen dich im Traum geleiten Schlaf, mein altes Kind, schlaf ein! Draußen säuselt Nachtwind bang! Hörst du, was er dir verspricht? Jede Thrän' von deiner i&zng Will er küssen sorge nicht! Traußcn säuselt Nachtwind bang! Wie die Wolke leicht sich hebt, flu den Sternen sich zu sch:vinen. So die schwache 5)0sfnung webt In dem Trennt sich neue Schwingen Wie die Wstte leicht sich hebt! Wie im Meere. Bucht cn Bucht. . Alle Wogen emsig eilen, So im Arm des Himmels sucht Deine Sehnsucht still zu weilen Wie im Meere. Bucht an Bucht! Schlaf, mein m::des Kind, schlaf ein! Wolken wird der Nachtwind senden, Meere-woLen wiegen fein, Alle- wird im Himmel enden Schlaf, mein müdes Kind, schlaf ein!" 4. K a p i t e l. Ze Luft hing schwer und nebli? über den Wellen des Lim' fjords, und 'die Insel schwamm gleichsam etwas verirrt darin, denn sie hatte das feste Land aus den Augen verloren und wußte nicht recht, wohin sie sich drehen und wenden sollte. Aber die Töne der Morgenglocke klangen wie gewöhnlich mit ihrem gedämpften Klang durch den Nebel, und indem sie läuteten, war es, als ob die Sonne siegreich durchbrechen und ihn zerstreuen wolle, bis die Insel wieder sicher und deutlich m der gewohnten Umgebung daläge. Einige Tage waren vergangen und hatten die stillen Wasser ausgerührjt,
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wie es natürlich geschehen muß, wenn die Luft aus der bewegten W-lt kommt. Die vielseitige Thätigkeit, die Paul schon gleich zu entfalten begonnen hatte, wurde mit Glück und Geschick fortgesetzt und immer mehr von der allgemeinen Bewunderung der ganzen 5imel lealeitet. Mit lebhafter Befriedigung entdeckte er am nächsten Morgen nicht weniger als fünf prächtige satten in , seinen Fallen, und in der einen glaubte er mit Bestimmtheit dieselbe wiedcrzuerkennen, die ihn am Tage zuvor gebissen hatte. Die reine Freude. bie er hierüber empfand, stimmten ihn so mild und freundlich, baft er sich augenblicklich in den Busch begab, alle seine Dohnen abnahm und die unschuldigen Bögelchen fliegen ließ, roeshalb die lieben Geschöpfe schleunigst allen. Kummer und Groll vergaßn, sich in den jungen Scmmermorgen emporschwangen und einen tausendstimmigen Tank- und Freudengesang zwitscherten. Ter Gutsbesitzer sprach sich im Gegensatz zu Soren so anerkennend über seines Sohnes praktische Anlag: und Lust zur Thätigkeit aus, daß Paul sich zu noch größeren Anstrengungen angespornt fühlte. Obgleich er nun allein dastand denn sonderbar genug schien Else plötzlich ihr Interesse für die Sache verloren zu haben nxir der Tag noch nicht zu Ende, als die ganze Insel von einem Netz von Rattenfallen umspannt war, zwischen denen die unglücklichen 'Thiere herumsprangen, als ob sie aus der Haut fahren müßten. Zu ihrem Glück schien jedoch seine Vegeistcrung für die Sache sich damit schon abzukühlen, und als der Guisb:sitzer selbst ein paarmal sich mit seinen Beinen in diesen Fallen festgclaufen und in einem bedeutend andern Tone von Paul verlangt chatte, die Schlingen wegzunehmen, fand sich sein Sohn mit der größten Gemüthsruhe auch darein, allerdings, um sich mit desto größerem
Elfer auf andere, neuere Unternehmungen zu werfen. Soren lächelte hinterlistig bei diesem Ausgang, aber die Ratten athmeten freie? auf und scnnaudtcn noch immer vor Rachedurst und Groll gegen das ganze junge Dänemark. h (Fortsetzung folgt.) . Cinc ZZfuerwerker-Tynastie. ?m Svciüna. einer der Sommerfrischen in der Nähe Wiens, starb ver. r- w f ver . 1 2 . zejjen von ocr unoanioaren -ajeii, ci: :bm oft aeblendet in länastveraanaencn Tagen zugejubelt, Anton Stuwer, der setzte Sproß einer Fcuerwerleroynast'e. Die seit 150 Fakiren in der Österreich!schen Kaiserstadt bei allen Festlichkeilen nne vioue spielte, er ecyte turncr war aus Bayern eingewandert und konnte das Äervtenst für nen m sin ivruck nekimen. die Italiener, die da' mal auf pyrotechnischem Gebiete Hcf und -ta entzuctten. als eutfcyer verdrängt zu haben. So wie er verstand keiner mit Feuerrädern, Leuch!kugeln und Raketen umzugeyen. und bald gab s in Alt-Wien keine festliche Vcranstalwng, bei der der zum Hofleuerwerker ernannte Stuwer nicht seine Künste hätte zeigen müssen. Uno ölm und Geil lck ttlt vererbten :di In ore: Generationen vom Vater aufSohn und Enkel. Leider verfolgte die Stuwer dabei zeitweilig ein elgentqumnrbes Verhänaniß: sobald sie ein Feuerwerk abbrennen wollten, verfinsterte sich der Himmel und es ging cm 0;jitri rftn tthr hr ftTIfr (SprrT?sT1 W lUVtltt IIUVI, VW Wv tff'VVMseit der pyrotechnischen Künste ein l?nde mackte. Das aab ni vielen Witzen Anlaß, und unvergessen in Wien ist namentlich der lustige &ortraa des Komikers Menzel -Scholz. auch eine Größe Alt-Wiens. über einen mystertoien neuen Rock, der zedesmai, wenn er ihn anlegte, ein schreckliches Ungewetter mit Tonner und Blitz herbeiioa. bis endlick, die Entdeckuna aemacht wurde, daß in das Rockfutter die Eintrittskarte zu einem Feuerwerk Stuwers einaenäbt war. Seit etwa 25 Jahren hat man nun auch in Wien den Geschmack an den Feuerwerkskunsten verloren, un der leyle mwer versckwand von der Bildfläcke. Er hatte es noch erleben müssen, daß sich die pyrotechnischen Leistungen der Amc:ikaner den seinigen überlegen zeigten. Bon seinem Vater eräblt man. dar. er sich, erschossen hatte, als ihm einmal seine Feuerwerke drei Tage hlnterei.tander verregnet wurde. Tragiscber I at 'vobl selten einer ein kleines Mißeschick genommen: In dcni großen Kognakfallchungsproze Houroesuund Ge noen in zamoerg wuroe Hcur.'auz zu 1 Monat 15 Tagen Gefängnis; und 3000 Mark Geldstrafe oder noch 200 Tcnzcn (sesangnin. und 3 Jahren Ehrverlust, Hözer-München zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. e r a u-o l e n 0 e n sjoir Im Dome zu Mailand, Oberitalien. wurden nachtlicher Weile von der Ma donna vom Rosenkranz die Goldkrone und das Armband gestohlen. Die eniwendeken Gegenstände besaßen einen Werth von 53860. !&rn den Thätern lenkte iede Svur. Aus 3000 Fuß 5)öhe st ü r z t e bei Santa Clara. Kal.. der Luftschiffer Daniel Maloney. welcher zahlreiche Aufstiege mit Professor Montgomerys Aeroplane, einer neuen Flugmaschine, gemacht hat, und wurde getödtet. An 2000 Menschen waren Auaenzeuaen des Unglücks. Die Flugmaschine versagte hoch oben in der Luft plötzlich den Dienst, stürzte zu Boden und wurde zerschmettere
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