Indiana Tribüne, Volume 28, Number 307, Indianapolis, Marion County, 18 August 1905 — Page 5
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Warten.
. Ekizze von Emil Marriot. 1 Ein Brief aus Berlin! Von der lieben, guten Hertha. AgneZ küßte das Schreiben, bevor sie es erbrach. Sie hatte bei den liebenswürdigen Berliner Verwandten so selige Tage verlebt! Das große Erlebniß des letzten Iahres, diese zwei Wintermonate in VerIxn. So viel Abwechslung und UnterHaltung. So viele neue Menschen, deuen sie begegnet war.. Alles so anders als hier in Wien: so unendlich viel freier, größer, eleganter, lebhafter. Hier, allein mit btz guten Tante Emma, einem alten Fräulein, das an der Doppelwaise Mutterstelle vertrat, fchlief man ja sozusagen ein! Und durfte nicht merken lassen, daß man'S empfand. Nicht sagen, daß man Heimweh nach Berlin hatte, daß einem dort viel wohler zu Muthe gewesen war als hier. Das hätte Tante Emma furchtbar übelgenommen. Aber darum war es doch da, das. Heimweh, auch wenn man es noch so sorgsam verschwieg. Und es war nicht einmal daS einzige, wovon die Tante nichts wissen durfte. Agnes öffnet das Schreiben ihrer Cousine' Hertha, begann es zu lesen, riß plötzlich die Augen auf. so weit sie konnte, und wurde todtenblaß .... Was stand Kenn da, du mein Gott!? Denke Dir, liebste Agnes: Profesfor Bohling reist morgen zum Naturforscherkongreß nach Wien ab und bleibt während des Kongresses da: also drei Tage. Eben war er bei uns und hat eS uns gesagt. Ich habe ihm auf die. Seele gebunden. Dich ja gewiß und sicher zu besuchen, und habe ihm Deine Adresse aufgeschrieben. Er wird ohne Zweifel zu Dir kommen, und ich theile e? Dir mit, damit Du an diesen Taen zu Hause bleibst. Vielleicht willst Du ihn übrigens für inen bestimmten Tag einladen? Du kannst ihm in's Hotel schreiben, wenn Du -magst." Agnes ließ den Brief in die Tasche gleiten und begann erregt im Zimmer cmf- und abzugehen. Ihr Herz schlug zum Zerspringen. Morgen reist rr ab.- Der Brief war vorgestern Abend geschrieben worden. Er" war also wohl schon da. war schon in Wien. Der Kongreß nahm morgen seinen Anfang. Ihm in's Hotel schreiben? Ja. wenn sie Muth hätte. So viel Muth wie Hertha. Aber den hatte sie leider nicht. Und vielleicht kam er auch ohn das. Aus freien Antrieb. Er war ja so nett zu ihr gewesen in Berlin, hatte sie vor allen anderen Damen ausgezeichnet. Alle hatten es bemerkt und beredet. Sie bildete es sich aewiß nicht blos ein! Und beim Abschied war er bewegt gewesen, hatte von Wiedersehen gesprochen... Vielleicht nahm er gar nur deshalb am Kongreß theil, um nach Wien zu kommen und sie wiederzusehen. Wer weiß! Warum sollte er ihre Empfindung nicht erwidern? DaS kam ja alle Tage vor: daß zwei Menschen einander ' finden und lieben. Sie dachte ja an nichts und niemand als an ihn, seit sie fort war von Berlin. Und dort war es hauptsächlich durch hn so überwältigend schön gewesen. Weil sie ihn dort gefunden hatte. Der Tante mochte sie nichts von dem sagen, was für die nächsten Tage bevorstand. Sie hatte ihr wenig von ihm erzählt. Wozu auch? Und wenn er kam, würde Tante Emma ja alles sehen... Wenn er kam!! So märchenhaft süß klang's. Fast zu süß, um wahr sein zu können. . Am nächsten Tag war sie früher als gewöhnlich aus dem Bett heraus. Sie hatte schlecht geschlafen und sah blaß und übernächtig aus. Tante Emma wunderte sich: so ordnungsliebend war Agnes niemals noch gewesen. Sie stäubte im Salon und im Speisezimmer ab, rückte alles zurecht, lief fort und brachte Blumen nach Haus, mit denen sie alle vorhandenen Vasen füllte. Und dann machte sie sich schon am Vormittag schön, als wenn man Gäste zu Tisch erwartete. Waö hast du denn?" fragte die Tante halb mißbilligend. Man zieht doch nicht fein bestes Kleid an. wenn man zu HauS bleibt und Niemand kommen soll!" Das macht doch nichts", entgegnete Agnes ein - bißchen gereizt. Man kann ja wohl auch einmal für sich selbst erträglich aussehen wollen, nicht wahr?" Am Nachmittag schlug die Tante eiuen Ausgang vor. Einen Besuch, den sie einer befreundeten Dame abstatten wollte. Agnes sollte sie begleiten. Das junge Mädchen sagte nein dazu. Sie habe Kopfweh und wolle sich lieber ein bißchen hinlegen. Und so ging Tante Emma allein fort. Sie blieb drei Stunden weg. Während dieser drei Stunden wartete Agueö unablässig. So wie sie einen Wagen auf der Straße rollen hörte, stürz ie sie ans Fenster. Doch kein einziger hielt am Thor ihres Hauses. Alle kamen näher, näher, rollten vorüber, und das Geklapper der Hufe, das Geräusch der Räder verloren sich wieder. Ein paarmal wurde geklingelt. Wenn nur Niemand sonst kommt!" dachte Aanes mit Herzklopfen. Niewand kam. Das Abendblatt wurde gebracht. Dann kam ein gleichgültiger Brief. Dann iraendetwas fur's Haus. . DaS Dienstmädchen kam nach dem Kungeln jedesmal in den Salon, wo
Agnes, scheinbar rit einem Buch be
schäftigt, erwartungsvoll lauschend saß; händigte hr das Abendblatt, den belanglosen Brief ein und ging gleichmüthig wieder hinaus . . . und Agnes starrte die Zeitung, den Brief wie geistesabwesend an. Wie ihr das Herz pochte bei jedem Klingem oraußen. Und dann das qualvolle Horchen und Warten: was ist's? Wer ist's? Bis das Mädchen eintrat und ihre Hoffnuna zerstörte. Und der Zeiger der Wanduhr rückte unbarmherzig vor, die Zeit verging . . . Um acht Uhr klingelte es wieder. Agnes schreckte empor, als wenn ihr ein Schlag auf's Herz versetzt worden wäre. Vielleicht jetzt. Er hat nicht früher abkommen können. Und will den Tag nicht verstreichen lassen, ohne sie zu begrüßen. Draußen wurde geöffnet und gesprachen. Tante Emma war's, die von ihrem Ausgang nach Haus gekommen war. Agnes setzte sich still wieder an den Tisch und that, als wenn. sie läse. Ach, ja, die Tante. Die hatte sie ganz und gar vergessen gehabt. Nun kam das Abendbrot wie eben alle Tage. Und Tante Emma erzählte, wie nett es bei Frau '.'öben gewesen. und daß deren Tochter Elise sehr bedauert hätte, daß Agnes nicht, mitgekommen. Sie wird dich morgenNachmittag besuchen," setzte die Tante hinzu. Agnes fuhr aus ihrer Theilnahmlosigkeit auf. Wer?" fragte sie verwirrt. Elise? Mein Gott! Weßhalb denn?" Die Tante sah sie erstaunt an. Weshalb? Weil sie dich sehen will, vermuthlich!" Aber es paßt mir morgen nicht!" stieß AgneZ heraus. Ich habe schon etwas vor!" Was denn?" Nun wußte sie nicht, was sie antWorten follte: da sie doch weder ausgehen, noch sagen konnte, daß sie Jemand erwarte. Diese schreckliche Elise, die immer kam, wenn man sie am wenigsten brauchte! Ich habe nichts Besonderes vor." sagte sie am Ende. Aber Elise kommt zu oft. Viel zu oft für mein Vedürfniß Die Tante begann zu schelten. Sie wurde von Tag zuTag unliebenswürdiger und ungeselliger. Elise sei ein so liebes, anhängles Geschöpf. Und sie sollte dankbar sein für solche Freundin. Mag sie in Gottes Namen kommen!" sagte Agnes resignirt, um der Sache ein Ende zu machen. "Er mußte ja nicht gerade zur selben Stunde er-scheinen.-Vielleicht kam. er schon am Vormittag. Und ewig würde Elise ja auch nicht bleiben. Am Vormittag kam er nicht. , Und am' Nachmittag traf Elise ein. ' Sie blieb entsetzlich lange und war sehr gesprächig. Agnes verhielt sich äußerst schweigsam, hörte zerstreut zu und lauschte beständig angestrengt jedem Geräusch, das von draußen zu ihr drang. Abermals wurde wiederholt geklingelt. Wieder kam das Abendblatt. Dann eine alte Dame, die mit der Tante etwas zu besprechen hatte. Dann eine Postkarte. Und wieder rückte der Zeiger der Uhr unbarmherziz vor. ... Acht Uhr. Elise brach endlich auf. Und als sie fort war, setzte man sich zum Abendbrot an den Tisch wie gestein, wie alle Tage. Um neun Uhr klingelte es noch einmal. Agnes zuckte zusammen. Vielleicht doch noch eine Botschaft von ihm. Zu einem Besuch war es zu spät geworden. Es war keine Botschaft von ihm. Ein Schusterjunge hatte ein Paar reparirte Stiefel für die Tante abgeliefert. Nie wurde sonst zu so vorgerückter Stunde etwas gebracht. Gerade heute. AgneS sank entnervt in ihren Stuhl zurück. Also auch der zweite Tag verloren. Und er blieb nur drei Tage. Morgen war der letzte Tag . . . Ich hätte ihn wohl doch einladen, ihn bitten sollen, mich zu besuchen, das wäre höflicher gewesen. Aber ich bin immer fo: zur unrechten Zeit zurückhaltend und ängstlich. Und damit versäume und verderbe ich mir alles." Doch noch war es nicht zu spät. Es hieß, ihm auf der Stelle schreiben und den Brief heute noch aufgeben. Dann bekam er ihn morgen mit der ersten Post. Eilig setzte sie sich hin und schrieb. Dann schickte sie das Mädchen mit dem Brief fort. Und dann kroch sie abgespannt und müde in ihr Bett. Ohne viel Hoffnung stand sie wieder auf. Es gewährte ihr eine Art Erleichterung, als die Tante ihr sägte, daß sie heute Nachmittag einer Sitzung beizuwohnen hätte. Ich werde allein sein," dachte sie. Das ist besser. Man trägt eö leichter, wenn Niemand dabei ist .... Und vielleickt kommt er dock. Und dann sind wir wenigstens allein, er und ich. Der Vormittag verstrich wie gestern und vorgestern. Völlig ereigrnßlos. Am Nachmittag um vier Uhr brach die Tante zu ihrer Sitzung auf. Willst du denn nicht auch ein wenig frische Luft schöpfen?" fragte sie, bevor sie wegging. Du hockst nun schon den dritten Tag zu Hause und siehst ' miserabel aus. . Ja, ich will später einen Spazier gang machen," bemühte sich Agnes zu saen, um Ruhe zu haben. . ,
Als d:e Tante drauken war. setzte
sich das iunae Mädchen wieder ans Fenster, und das Warten begann aufs Neue. Heute mußte er kommen. Es war aar nickt anders möalich. Schon aus bloßer Höflichkeit. Freilich: wenn er sie liebte wie sie ihn .... er wäre schon am ersten Taa gekommen. Sie hatte sich betrogen, hatte ein bißchen Galanterie und Wohlgefallen nach ihren aebeimen Wünschen gedeutet und sich mit thörichten Hoffnungen getragen. Er hatte keine Liebe für sie. Und dennoch wer weiß! Es konnte ja noch Liebe werden. Nur ihn wiedersehen. Allein sein mit ihm, allerhand ihm sagen. Gefallen wollte sie ihm. Es konnte ja noch anders, konnte noch viel, viel besser werden. Nur kommen, kommen sollte er zu ihr! Daft ibre S?bnsuckt ibn nicht Herzog! Wenn man so heiß, so qualvoll heiß ersehnt und erwartet wurde! :aß man's nicht fühlte! Es war ihr unfaßbar .... Sie warf einen scheuen Blick nacy der Wanduhr. UmGottes willen, schon sechs Uhr. Wenn die Zeit nur still stünde. Es war ein Feiertag heute. Und so kam weder die Abendzeitung, noch wurde ein Brief gebracht. Die Klingel schrillte kein einziges Mal. In der Kücke saß die Maad und nähte. So still war's im Haus und auf der Straße. Alles ausgeslogen. aus ö Land oder sonst wohin. Jeder wollte sein Feiertagsvergnügen haben, wenn er konnte. Es war ein wunderschöner Frühlingstag. Um sieben Uhr rollte einWagen über das Straßenpflaster, kam näher, hielt am Thor. Agnes stürzte zum Fenster hin und beugte sich hinaus, so weit sie es thun konnte. Ein Herr und eine Dame waren ausgestiegen. Fremde Leute. Der Kutscher warf den Schlag zu und fuhr davon. Da brach das junge Mädchen in ein lautes, verzweifeltes Weinen aus. Gegen neun Uhr kam die Tante nach Hause. Wo steckst du denn?" fragte sie etwas Ungeduldig. Hier." antwortete eine müde, wie tonlose Stimme aus dem völlig dunk len Salon, und etwas auf dem Sopha regte sich schwerfällig und mühselig. Warum hockst du da im Finstern? Und der Tisch ist auch noch nicht gedeckt. Die Minna denkt an nichts, und du kümmerst dich auch um nichts. Mach fix. Ich bin sehrhungrig." Als der Schein der Lampe im Speisezimmer auf das Gesicht des jungen Mädchens fiel, fuhr ihre Tante erschrecken zurück. Ums Himmels willen. Kind, wie siehst du denn aus? Hase du geweint? Oder bist du krank?" , Sie schüttelte jben Kopf, Bloß müde. Tante. Ich habe Stunden lang gelesen. Und davon thun mir die Augen weh." Als sie einander wie jeden Abend vor dem Zubettgehen eine gute,Nacht wünschten, sagte Agnes unvermittelt: Wenn ich eine Höllenstrafe 'ersinnen müßte, wüßte ich. waS ich Wahlen würde: vergebliches Warten." Wie kommst du blos wieder darauf?" entgegnete die Tante unzufriedenen Tons. Es fiel mir nur so ein," versetzte Agnes und sah von der Tante ' weg. Wahrscheinlich, weil ich von Aehnlichem gelesen habe .... Gute Nacht, Tante." Der nächste Morgen brachte zwei Briefe: einen Stadtpostbrief und ein Schreiben aus Berlin. Der erste enthielt eine höfliche Entschuldigung: es sei ihm leider nicht möglich gewesen, der liebenswürdigen Einladung Folge zu leisten, so gern er es auch gewollt hätte. Er habe bis zum letzten Augenblick gehofft, kommen zu können: zu seinem größten Bedauern umsonst. Der leidige Congreß habe alle seine Zeit in Anspruch genommen. Der Congreß hatte täglich nur vier bis fünf Stunden getagt. Das hatte sie in der Zeitung gelesen. Lanasam zerrik sie das Schreiben. das nichts enthielt als banale Höffix 'isut.-r w . . : . 2 iia;icujopiucu unu iuii clnzigc herzliches Wort. Dann las sie den Brief aus Berlin. Ach, Liebste." schrieb ihr Hertha, ich habe eine fürchterliche Dummheit ae macht. Du hast dich hoffentlich um diesen Menschen nicht gekümmert, hast ihm nicht geschrieben? Soeben erfahre o r.x. . . . YY . I leg au& ganz iiaccr juucuc, sag kx iii Begleitung nach Wien gereist ist. Man bat iön und die Dame zusammen fortfahren fehen. Schlag ihn dir aus dem Kopf, das ist das einzige, was ich Dir noch rathen kann . . . ." Lanasam zerriß Aanes auch diesen Brief. Da war eö freilich vergeblich gewesen, aus tyn zu warten. Da hatte er natürlich keine Äeit baben können für sie. Alles löste und erklärte sich so .:rjc r r . r c ri . im w r : je v einsaß, u ciuiuc(ianoiic9 . . uuu that so entsetzlich weh .... EtwasAnderes. Frau eines Vertheidigers: Wo bist Du so lange gewesen, Mann? Die Wahrheit will ich wissen! Du haft hier nicht den Staatsanwalt oder den Richter vor SfS. 1 ' Nette Arbeit. Redakteur: Ihre Arbeit wäre zu brauchen, wenn Sie nur kurzer in Ihren Schrlderun gen wären!" Blaustrumpf: Ach, dann lassen wir vielleicht alle. Schilderungen weg. ' -
Für die Küche.
Gedämpfte Hammelbrust m i t K ü m m e l. Das in Portionsstücke zerlegte Fleisch wird in Wasser ne'n Wurzelwcrk und Salz weich gekocht und die Brühe durch ein Sieb gegössen. Dann läßt man drei Löffel Mehl in 212 Unzen Butter dünsten, verkocht diese Einbrenne, die nicht braun werden darf, mit einem Quart von der Brühe, in der das Fleisch gar wurde, fügt ein Glas Weißwein, ein Lorbeerblatt, drei Citronenscheiben und zwei Eßlöffel gestoßenen Kümmel dazu, läßt das Fleisch in dieser Sauce aufkochen, schmeckt ab und giebt es nebst Salzkartofftln recht heiß zu Tisch. Rostbraten mit Sahnens a u c e. Die Rostbraten werden von einem saftigen Rippenstück geschnitten; man klopft sie, bestreut sie mit Pfeffer und Salz, bratet sie in zerlassener Butter auf beiden Seiten rasch an, gießt eine Obertasse fette saure Sahne darauf und läßt sie noch langsam '40 bis 45 Minuten dünsten. Die Sauce wird abgeschmeckt, wenn nöthig noch mit Cornstärke verkocht und über die Rostbraten gefüllt. Wachsbohnen in SahnenSauce. Ein Quart Wachsbohnen werden abgezogen, in Stücke gebrochen, in Salzwasser weich gekocht und auf ein Sieb zum Abtropfen geschüttet. In Butter läßt man einen Löfsel voll Mehl braun werden, gießt etwas süße Sahne dazu, läßt die Bohnen in dieser Sauce aufkochen und fügt, wenn man es liebt, einige Tropfen Essig dazu. Hierauf schmeckt man ab und richtet an. Krebsbutter. Hierzu nimmt man von 2 gekochten Hummern die Schalen, stößt sie in einem Mörser ganz klein; währenddessen hat man ein halbes Pfund Butter in einem Gefäß an den Ofen gestellt. Man legt nun die klein gestoßenen Krebsschalen hinein, läßt es gelbbraun braten, legt die Masse in ein Sieb, läßt es durchlaufen und bewahrt es in einem Glasgefäß. JungeHühnermitsaurer Sahne. Zwei gut zugerichtete Hühner werden mit einem Strauß frischer Kräuter gefüllt. Am besten wählt man Petersilie und Thymian. Die Hühner werden auf Speckscheiben gelegt, gesalzen und mit wenig zerlassener Butter begossen. Zuerst brät man sie einige Zeit auf der Brustseite, wendet sie und gießt 14 Quart Rahm darüber. Kurz bevor die Hühner ganz weich sind, streut man etwas feingewiegte Petersilie darüber. Sollte zu wenig Sauce vorhanden sein, fügt man noch etwas Sahne hinzu. Die Sauce wird zum Schluß mit wenig Cörnstä'rke verdickt. Die Hühner werden in einer nicht zu flachen Schüssel angerichtet. Ein Theil der Sauce wird darüber gegeben, der andere nebenbci und neue Kartoffeln dazu gereicht. Grüne Erbsen mit Speck. Zu diesem sehr beliebten Gericht kann man nach Belieben frische, sowie getrocknete oder in Blechbüchsen konservirte Erbsen verwenden. Trockene Erbsen werden über Nacht in Wasser geweicht. 1 Pfund fettes, geräuchertes Schweinefleisch öd,: Speck wird in Würfel geschnitten, diese in sieigender Butter braun gebraten und dann herausgenommen. In dem Butterund Speckfett röstet man etwas Mehl gar und verkocht dies mit Wasser oder Fleischbrühe zu glatter Sauce, schüttet die Erbsen hinein, fügt eine Zwiebel. Pfeffer und gehackte Petersilie dazu, läßt das Ganze über gelindem eue? gar weiden und fügt die SpeckWürfel dazu. Spanferkel in Gelee. Man schneidet dem geputzten Ferkel Kopf und Füße ab,. löst die Knochen aus, rollt es wie eine dicke Wurst auf und bindet es mit Bindfaden. Dann kocht man das Spanferkel in Fleischbrühe oder .Wasser, welcher ein Glas Weißwein, etwas Essig, ein Lorbeerblatt, Pfeffer, kleingeschnittenes Wurzelwerk und ein Kalbsfuß beigegeben wird. Ist das Fleisch weich, nimmt man es aus der Brühe und läßt es erkalten. Die Brühe läßt man erkalten, nimmt das Fett, ab, stellt sie wieder auf den Ofen, giebt den Schnee von 3 Eiweiß dazu u. schlägt das Ganze 14 Stunde recht tüchtig. Das Fleisch wird, in nette Stücke geschnitten, zierlich auf einer Schüssel geordnet, die Brühe wird durch ein reines Tuch über das Fleisch gegeben und dann die Schüssel an einen kalten Ort gestellt, wo sie zu steifem Gelee erstarrt. Stangenspargel mit hollänoischer Sauce. (Kochdauer I12 Stunden. 6 Personen.) 3 Pfund schöner dicker Spargel wird geschält, in Bündeln zusammengebunden und in kochendem, leicht gesalzenem Wasser weich gekocht. Dann nimmt man die Bündel mit einem Sieölössel aus dem Wasser, läßt sie gut abtropfen, entfeint die Fäden und schichtet denSpargel zum Anrichten auf einander. Zur Sauce verrührt man in einem irdenen Topfe . 1 Unze Mehl mit einer halben Obertasse voll Wasser und giebt 3 ganze Eier, 3 Eigelb, den Saft einer halben Citrone, Salz. Pfeffer,Butter, 1 Obertasse voll Fleischbrühe und ein Glas Weißwein dazu. Man bringt die Sauce auf'S Feuer, läßt sie unter beständigem Schlagen mit demSchneebesen einmal aufkochen, zieht sie zurück, schlägt noch etwzs weiter und richtet die Sauce zu dem Spargel an.
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Europaische Nachrichten. HesterreiH.L(nsarn Wien. Der stit dem Jahre' 1875 auf der Landstraße ununterbrochen, gegenwärtig als Direktor der Bürgerschule Hörnsgasse 12 wirkende Ji?sef Neudecker feierte in körperlicher und geistiger Frische sein öOjähriges Lehrerjubiläum. Prof. Hermann Nothnagel ist vor Kurzem hier gestorben. Der hervorragende Förderer und Lehrer der medizinischen Wissenschaft, seit bald einem Vierteljahrhundert ein Stolz und eine Zierde der hiesigen Universität und vordem ein gesuchter Dozent in Königsberg und Berlin, hat erst ein Alter von 64 Jahren erreicht. B r ü n n. Handelskammer - VicePräsident Gustav Ritter v. Schoeller und seine Gemahlin Frau Leopoldine v. Schoeller feierten am Semmering ihre goldene Hochzeit. D o b r o n i tz. Die in einem nahen Steinbruche beschäftigt gewesene Ausgedingerin Franziska Oenuta wurde von herabfallendem Gestein verschüttet; sie erlitt schwere Verletzungen, denen sie bald darauf erlag. Graz. Zum Rektor der Karl Franzens Universität wurde der Professor der Anatomie Doktor Moriz Holl gewählt. G r o t t a u. Vor Kurzem ist die große Feinspinnerei der Firma Hiensch mit allenMagazinen völlig eingeäschert worden. Der Schaden ist sehr groß. P r o ß n i tz. Vor Kurzem ist hier im 66. Lebensjahre Thomas Lekesch, Bürgerschuldirektor i. P., gestorben. Der Verblichene leitete durch lange Jahre die hiesige deutsche Mädchen - Bürgerschule, deren Lehrkörper er seit Errichtung dieser Anstalt angehört hatte. Reichenberg. Eine Aufsehen erregende Verhaftung ist hier erfolgt. Der Spinnereibesitzerssohn Raimund König aus Brandl bei Gablonz wurde in dem Augenblicke verhaftet, als er in einer Gastwirthschaft Selbstmord begehen wollte. König hat Wechselfälschungen im Betrage von mehr als 10.000 Kronen verübt. Luxemburg. Luxemburg. Herr Viktor Noppeney, Regierungscommissar bei den Eisenbahnen, erhielt vom König der Belgier das Ritterkreuz des LeopoldOrdens. B o x h o r n. Auf tragische Weis, kam der Arbeiter Loms Kreschen, 32 Jahre alt, um's Lebcn. H a s s e l. Kürzlich begab sich der Pflastermeister Johann Engelberg auZ tassel geschäftshalber mit seinem weirad nach Nemich. Zwischen Bouö und Nemich stieß derselbe an einen im Wege liegenden Stein, wozu er zu Fall kam und bedeutende Wunden im Äeficht erlitt.
die permanente Bedachuna,
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sTÖ 0 h iw ? Rit r jxnchen in trR& tot StsöLheU 0s fttttS ÄsA friar 2i W. &axXUx& Sri SVrneft eoa. Srundeigenthums Uebertrasungen. Jndiana Society for SavingS an Nora Stroup, Lot 8, Block 40. Nord Indianapolis, 30 bei 126 Fuß, der bessert, Südseite der 29. Straße, weftlich von Annette Straße. S1200. Benjamin Harned an Andrew Mlller, Lot 82 in Miami Powder Comp. Subdivifion. West JndiZnapoliS, 35 bei 125 lFuß, vacant, Südseite der Morriö Straße, östlich von Blaine Avenue. L600. Joseph Lunt and Julius Pothart, Lots 99 und 100 m Martin'S Nev York Addition, 40.64 bei 110 Fuß, vacant, NordweftEcke von Beauty und Owosso Avenue, S1400. Arthur A. McKam an Joseph W. Allen, Theil vom südwestlichen Viertel, Sec. 7, Tp. 16, Range 4. 6z Acres, Washington Tp. L2,000. Henry Eitel an Charles A. Harms, Theil von Lot 24 in Eitel'S N. Meridian Str., 411 bei 85 Fuß, vacant, nordwestliche Ecke der Pennsylvaniv und 36. Str. S500. Sarah A. Harvey an Elizabeth H. Clark, Lot 10 in Sqr. 9 in Beaty'S Add., 37 bei 136 Fuß, vacant. Oftfeite der Barth Ave., Mich der Gürtelbahn. S500. Albert I. Kaylor u. A. an William E. MeekS, Lot 2 in Milligan'S Park Place Add., 40 bel 135 Fuß, verbefsert, Oftseite der State Ave., nördlich der 12. Str. $1,800. Lena M. Bany an Charles E. Bruning, Lot 62 in Yeiser'S GdnS.Add., 35 bei 100 Fuß, verbessert, südweft. liche Ecke der New Jersey und Ean derS Str. K2.000. Jrederick I. Pfifterer an Samuel Blum, Theil vor. Sec. 5, Tp. 15, R, 3. 3 1j10 Acres, in Wayne Townsbip. S3,000. Sufie H. Martin an Jesse Kellum, Lot 193, Clarl'S 3. Add.. West IndianapoliS, 35 bei 126.4 Fuß, derbessert. Westseite Drover Str.. südlich von Henry Str. $1800. Wm. M. St. Clair an Clarence E. St. Clair. Lot 1, Block 14. Armftron'g'S 1. Add.. 40 bei 145 Fuß. der. bessert, Nordwestecke Clmira und 30. Str. $2500. Susan C. Toohill an Joseph T. Markey, Lot 61, Wilcox'ö 2. Addition, 40 bei 123 Fuß, verbessert, Südseite von Michigan Str., westlich von LynnStraße, $1000. Joseph T. Markey an Susan C. Toohill x.. dasselbe, $1000.
