Indiana Tribüne, Volume 28, Number 307, Indianapolis, Marion County, 18 August 1905 — Page 3

Jndiana Tibüne, 18 Augnfl 1903

Kommentare

Zu dem Besuche der englischen Flotte in der Ostsee sehr verschieden. Kaiser Wilhelm beruft seine Berather nach Wilhelmshöhe. Holland hat Trubel in Ostindien. Deutsche AnsiedlungZ-Kommission nach Amerika geschickt, um etwas zu lernen. Rnßland verspricht ZollErm'äßigung aus amerikanische Maschinerie.

Deutschland. Der Besuch der englischen Flotte. Berlin, 17. Aug. Einer auS London hierher gelangten telegraphi schen Mittheilung zufolge ift die eng lische Kanalflotte, deren angekündigte Manöverfahrt in der Ostsee vor einigen Wochen so gewaltiges Aufsehen machte nunmehr von Splthead auS in See gegangen. Die letzte Depesche aus Danzig meldet zugleich, der Oberpräfident von Weftpreußen, Delbrück, sei von dem englischen Generalkonsul in Danzig. Oberst A. M. Brookfield, in Kenntniß gesetzt worden, daß die aus 11 Li nienschiffen, 3 Kreuzern und einer Tor pedolootZ.Flotille bestehende britische Kanalflotte vom ersten bis zum vierten September auf der Rhede von Neufahr waffer, dem Hafen jener Stadt, ankern werde. Die Kunde von der Abfahrt des britischen Geschwaders nach der Oftsee ruft heute keine Aufregung mehr her. vor, nachdem die Bedeutung deL Ereig nisseS seiner Zeit nach jeder Richtung hin diökutirt worden ist. ES wird auch jetzt die Mahnung wie derholt, daß alle, was Anlaß zu Ver ftimmungen und Händeln bieten könnte, deutscherseits während der Anwesenheit der englischen Kriegsschiffe in der Oftsee vermieden werden sollte. Man verhehlt sich indeß in maß gebenden Kreisen nicht, daß die Gefahr eines unvorhergesehenen Zwischenfalls vorhanden ist, da die Manöver der englischen Flotte mit den lange vorbe leiteten großen deutschen Flotten Manövern zeitlich zusammenfallen. Man wird sich auf deutscher Seite zweiselloS bemühen, jeder Reiberei nach Kräften vorzubeugen, und setzt auf der anderen Seite einen gleich guten Willen voraus. Immerhin wird es eine kri tische Zeit sein, bis die britische Oftsee. Exkursion vorüber ift. Konferenz auf Wilhelms höhe. Berlin, 17. Aug. Reichskanzler v. Bülow ift gestern von Norderney, wo er seinen Sommeraufenthalt genommm hatte, über Berlin nach Wilhelms höhe abgereist, um mit dem Kaiser zu konferiren. Dr. v. Mühlberg. UnterftaatZsekretär des auswärtigen Amtes, der in Ferien war, ift ebenfalls nach WilhelmshShe berufen worden. Der Zweck der Konferenz kann nur vermuthet werden. Man nimmt an, daß eö sich um die äußerst gespannten Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien handelt. Angeblich vermuthet letztere, daß der deutsche Kaiser versucht, eine europäische Korn bination gegen eS zu Stande zu brin gen. Ein WielandMuseum. Stuttgart, 17. August. Die oderschwäbische Stadt Biberach, die durch die Zuwendungen des in ihr ge borenen und in München gestorbenen Malers Professor Anton Braith ein nach ihm benanntes Museum erhält, wird nun auch zum Andenken an ihren einstigen größten Mitbürger, den Dich ter Wielaüd, ein Museum bekommen. ES ist durch Geldsammlungen, beson derS durch Zuwendungen des Urenkels des Dichters, des OberLandeSgerichts raths Dr. Karl Peucer in Kolmar, und dessen Schwester, Frau Elisabeth Hecht Peucer in Weimar, ermöglicht worden. das noch bestehende Gartenhaus Wie land's anzukaufen, welches zu einem Wieland Museum eingerichtet wird. während der große dazu gehörige Gar ten zu Wleland.Anlagen verwandt wer ' den soll. Britische Spione. WilhelmShaven, 17. Aug. Als heute eine britische Segelyacht W!l helmShaven verließ, wurde ihr von der Marinestation ein Torpedoboot nachge schickt. An Bord der Yacht verhaftete man zwei Engländer, die photogra phische Aufnahme der BefeftigungS werke des Kriegshafens km Besitze hat ten. Sie wurden einstweilen unter dem Verdacht der Spionage feftge halten. '

Trotha wird abberufen. Berlin, 17. Aug. ES gilt für ausgemacht, daß der Rücktritt des Ge neralleutenantS v. Trotha, des Kom mandeurS der deutschen Schutztruppen in Südwest'Asrika, nahe bevorsteht. Sein anscheinend unheilbares Zerwürs niß mit den Civilbehörden in Windhuk, die mit seiner Genehmigung erfolgte

grausame Behandlung von Eingebo renen und, last, not least-, seine Zei ungSangriffe auf Reichskanzler v. Bü ow, seinen einstmaligen Gönner, schei nen seine baldige Abberufung zur Ge wißheit zu machen. U e b e r s ch w e m m u n g folgt Erdbeben. Berlin, 17. August. Rachrich. en aus Lahore in Indien besagen, daß sich als Resultat der jüngsten Erdbeben m Pentschab (oder Pujsb) ein großer See im Kangrathale gebildet habe, der nunmehr aus den Usern getreten sei. Ungeheurer Eigenthumsschaden wurde durch die Ueberschwemmung verursacht. Obwohl bislang erst etwa ein Dutzend Todesfälle gemeldet wurden, find jeden alls zahlreiche Menschen umgekommen. Dampfer Zusammenstoß im Hafen von Stettin. Stettin, 17. Aug. Im hiefi gen Hafen sind die Dampfer HannS" und Stepenitz- zusammengestoßen und beide wurden schwer beschädigt. Die Passagiere, welche sich eine Zeit ang in panikartigem Schrecken befan den, wurden gerettet. Vom Kaiser ausgezeichnet. Berlin, 17. Aug. Prinz Karl Anton von Hohenzollern, ber geraume Zeit auf dem mandschurischen Kriegs chauplatze verweilte, hat für seine Theilnahme am japanischen Felgzuge vom Kaiser die Schwerter zum Groß reuz des Rothen Adlerordens erhalten. Seinem Begleiter, Major Bronsart v. Schellendorf im Großen Generalftab, st der Rothe Adlerorden dritter Klasse mit der Schleife und Schwerte ver kehen worden. Regierung S'Kommission nach Amerika. Posen, 17. Aug. Mehrere Mit glieder der AnsiedlungSkommission für die Ostmarken haben den Auftrag er halten, die Ver. Staaten zu besuchen und den Farmbetrieb im Westen zu studiren. Bekanntlich hat die Kommission den Zweck, die Ansiedlung von Deutschen in den östlichen Gebieten zu fördern. ES sind ihr bis jetzt für Ankäufe von Gütern $87,500,000 bewilligt worden. Dr. Hugenberg vom Finanzminifte rium wird die Reisenden begleiten. Die Abreise wird am 22. Auguft er folgen. Japan bestellt Kriegs Material. E s s e n, 17. Aug. Die japanische Regierung verhandelt mit den Krupp Werken über neue Lieferungen von Panzerplatten und Kanone. Mutual- und Equitable" kommen. mit deutscher. Regierung überein. Berlin, 17. Aug. Nach länge ren Unterhandlungen zwischen der deut schen Regierung und der Mutual" und der Equitable" LebenSverfiche rungSgesellschast von New York über die Sicherftellung der deutschen Police lnhaber ift jetzt ein beiderseitig befrie digendeS Uedereinkommen .abgeschlossen worden. Der Antrag der amerikani schen Gesellschaften, die Reservefonds bei der Regierung in amerikanischen Werthpapieren erster Klage deponiren zu dürfen, ist angenommen worden. Nur die Einzelheiten sind noch zu er ledigen. Holland. Aufrührerische Atchine sen. Amsterdam. 17. Aug. Ein Telegramm von Batavia, Holländisch Ostindien, berichtet von einem Auf stand der Atchlnesen, welche wieder holländische Militärposten zu Rambon übersielen. "Zwei Offiziere und 22 Mann wurden getödtet. Nur sechs Mann von dem Popen entkamen und diese waren verwundet.

Nukland. Graf Cassini. St. Petersburg, 17. Aug. Graf Cassini, der frühere Botschafter nach den Ver. Staaten, wurde heute vom Zaren zu Peterhof empfangen. Später wurde er auch von der Kaiserin und der KaiserinWittwe begrüßt. Zollreduction. St. Petersburg, 17. Aug. Die Associirte Presse erfährt, daß Witte in nächster Zeit die Ankündigung ma chen wird, daß der russische Zoll auf eingeführte amerikanische Maschinen, Werkzeuge :c. ermäßigt werde. Botschafter Meyer erreichte dieses Zugeständniß nach längeren Verhand lungen mit dem Finanz und dem Mi nisterium des Aeußeren. Neue Anleihe. St. Petersburg, 17. Aug. Ein kaiserlicher UkaS wurde heute er lassen, welcher den Abschluß einer An leihe im Jnlande von $190,000,000 zu 5 Prozent genehmigt. Grokbritannien. Kreuzfahrt nach der Oft see. L o n d o n, 17. Aug. Anläßlich der bevorstehenden Kreuzerfahrt deS briti schen Kanalgeschwaders in der Oftsee ereifert sich ein Theil der d:utfchen Presse ganz unnölhig, ja, einige Zei tungen deuten sogar an, daß jenes Ge Wässer, wenn es noch nicht als ge schlosseneS Meer" gelte, zu einem sol chen designirt werden sollte. ES würde unS leid thun." schreibt das Daily Chronicle", wenn verant wörtliche deutsche Staatsmänner den Unwillen theilten, der sich in dortigen Zeitungen bekundet. Sie wissen doch, daß die Oftsee den Flotten aller Natio nen zugängig sein muß. Die Krakehler, welche die Uebungsfahrt als eine gegen Deutschland gerichtete Drohung hin stellen, bekunden dadurch nur ihre böS villige Unwissenheit, denn wir haben keine Veranlassun gzum Hadern mit

unseren Freunden, den Deutschen." Der Daily Telegraph' sagt: Wir legen dem Geschwätz der deutschen Rep tilienpresse von einem Versuche, die Ostsee zum mare clausum" zu machen, keine Bedeutung bei. Könnte ein der artiger Vorschlag verwirklicht werden, so würden England und Frankreich als bald Schritte thun, den Aermelkanal allen Kriegsschiffen, außer ihrer eigenen und vielleicht noch denjenigen Spaniens, Italiens und Oesterreichs, zu ver sperren." Eine Demonstration, erklärt die Daily Mail", wird nicht beabsichtigt. EineStheilS führt unser Geschwader nach der Ostsee, um den letztjährigen Besuch deutscher Kriegsschiffe bei Plymouth zu erwidern. Man wird sich erinnern, daß wir damals gegen die taktischen Manöver deS deutschen Geschwaders auf der Höhe von Lerwick nichts einzuwen den hatten." DieFriedenSverhand lungen. London, 17. Aug. Die Frie denSverhandlungen zu PortSmouth, N. H. werden in den Depeschen und in Leitartikeln sehr pessimistisch behandelt, dagegen scheint in RegierungSkrelsen die Hoffnung auf einen erfolgreichen Verlauf der Verhandlungen zu bestehen. Australien. H u rr i c a n. Sydney, N. S. W., 17. Aug. ES bestätigt sich, daß die MarschallL Inseln am 30. Juni von einem Hurrican und einer Fluthwelle heimge sucht wurden. ES sollen 100 Menschen umgekommen sein. China. Boycott gegen A m e r i k a n e r. Yokohama, 17. August. Der chinesische Boycott amerikanischer Waa ren machte sich bei hiesigen amerikani schen Geschäftshäusern kaum bemerkbar. CchiffSnachrichten. New York: Deutschland" von Ham bürg; Barbarassa" nach Ply mouth; La Bretagne" von Havre; Moltke" von Plymouth. Neapel: Nord Amerika" nach Genua. Glasgow: Laurentian" nach Phila delphia. London: MknneapollS" von New York. QueenStown: Friesland" von Liver Pool nach Philadelphia; Teu tonic" von Liverpool nach New York. Havre: Sarmatian" von Montreal. Liverpool: Weftemland" von Phila delphia. QueenStown: Republic" nach Liver Pool. Marseilles: Germania" nach New Bork.

Heimathnest.

Schau ich zurück durch's dunkle Grau fccr leiten. Dann trüben Wchnn,th,chatten meinen Blick. . I Nur manchmal, flüchtig, im Vorübergleiten, Streift unsre Stirn ein kurzes, schönes fcttück. Das Leben ist ein Kommen nur und Sckieidcn. Treu ist der Kummer nur, der nie unZ laßt, Und gottbcgnadet der. dem selbst im Leiden Zu eigen blieb ein stilles Heimathncst. irrn veimatynczt, ein spott xn allen Sckmerzcn. Drin eine Stimme tönt durch Nacht und (Äraus: Ich zünde dir des Friedens Christbaumkerben. Trotz Noth und Schmach, komm nur nach Haus nach Haus . EugenStangcn. Betrogene Liebe. Aus SteiermarkS Bergen von Adolf May. Eben läuteten die Glocken des Kirchleins den Abendsegen, und in zitternden Tönen drang ihr Klang über die Felder und Wiesen des Thales Von der Hauptstraße des Dorfes erscholl lustiges Lachen und heiteres Reden. in das sich das Brüllen des Viehs, das Gackern der Hühner und Enten und das Bellen der Hofhunde ab und zu mischte. Eine Anzahl Burschen und Dirndein kamen den Dorfweg herab und machten bei dem ausgedehnten Gehost des reichen Bachler -Natzi Halt, von dem aus man die Reichsstraße weit überblicken konnte. Z'wegn was die Buama no nit summen?" fragte eine dralle Dirn den neben ihr stehenden Burschen liebäugelnd. Lncht laufen y schiaf, unsere Kai serlichen, und mllaßn im Grean Bam" oft Station machn, damit sie 's Gleichgewicht wieder kriegn , avtwortete jener lachend und drehte seinen pechschwarzen Schnauzer. .Hast 's wohl aa so gmacht, als D vom Militär zruckkummen bist, weilst es so gnau weißt, Bua?" - Evva nit? Drei Jahrin Deanst machn Durst!" Sie kummen, sie kummen! Wo?" Dortn auf der Reichsstraßn!" Gespannt blickten alle nach der angedeuteten Richtung. Vorläufig waren nur einige dunkle Punkte, in eine Staubwolke gehüllt, wahrzunehmen, die sich aber allmählich näherten. Endllch unterschied man die Personen dreier rüstig ausschreitender junger Männer. Schon von Weitem drang ihr Hollodrio" und Juhuuu" herüber, und bewillkommnend stimmten die ihrer Harrenden in die Juchzer ein. Von allen Seiten des Dorfes strömte groß und klein herbei, um die Reservisten im Heimathsorte zu begrüßen. Einer der Ankommenden schien besonders freudig gestimmt zu sein, denn er lief den anderen voraus und warf seine Militärmütze. die ein Sträußcheo zierte, jauchzend in die Luft. Es war ein stattlicher Bursche mit einem treuherzigen Blick in den braunen Augen, dem das kleine dunkle Schnurrbärtchen gut zu Gesicht stand. Mit leuchtenden Augen begrüßte er die Harrenden, aber gleich darauf wich die Freude offenkundiger Enttäuschung. Gerade sie, an deren Wiedersehen ihm am meisten gelegen war, gerade sie fehlte. Wo is denn 's Nanderl?" fragte er einen Burschen, der ihm mit ausgesireckten Händen entgegenkam. S Nanderl? hm na ja sie is n.it da." Sell thu ich segn, Lenz. Is s' ?' Haus?" Na." Auf 'm Feld leicht no?" Na." Wo denn nacher?" Derfst nit harb sein, aber 's Nanderl is 'n Bachler Franz sein Weib wordn." Was sagst?" schrie der Bursche erschrocken aus und wurde kreidebleich. S Nanderl 'n Bachler Franz sein Weib! Sag 's, Bua. daß sell nit wahr is, daß D' nur an G'spaß a'macht hast! Gelt, es is so?" Wia i g'sagt hab, Toni, so is. Dersst eppa nit traurig werde, sie is 's nit werth, d' grausliche Dirn. Kumm, wir trinkn im Ochsn" 7n Seid!." S Nanderl dem Bachler Franz sein Weib? murmelte Toni immer wieder und ließ sich willenlos fortzie hen. . Er hörte nicht das Jauchzen der voranschreitenden Kameraden, er sah nicht die leuchtenden Blicke so manchen Dirndls, die ihm zuflogen. Als er den Blick wieder hob, fand er sich in der verräucherten Wirthsstube neben Lenz auf emer Bank, umringt von den Bauern, die ihn mit Fragen bestürmten. Ast, Manner, z' erst muaß i mit 'm Lenz no' 'was redn", wehrte er ab und sagte zu seinem Begleiter traurig: Meißt, Bua, gfreit hab i mi' all die Jahrle, wo i bei den Kaiserlichen j' Wean gstanden bin, und nur d' Liab. die 's Nandrrl mir gschworn hat, als i zum Militari gangen bin, hat mir 'n Kopf hochghaltn. Und nun, 's Randerl dem Bachler Franz sein Weib! I glaub 's mt, Lenz, 's kann mt sein! Sinier nit so, Toni, trink! Auf Dei' Wiederkehr!" Bei diesen Worten hob Lenz sein Glas und stieß es an

das des Toni. Doch der wehrt: trau rig ab. -

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.Wie zwei Kinder sein wir delm Vachler Franz aufgwachsen, und spater bin i Großknecht und sie Großdnn beim Bauern wurn. Er selba hat's wolln. dan wir zwei bockzeitn. und nun ! Der Vallot, der grausliche, er finl r?r2 fDiVT 441kf 2TTY vU tiu S JVUUVU feUlUlJUl. WVU Ifc biiann. der Hallodri, so wabr i Toni Grabner heiß. Dir soll D' Hochzeitsr i r m am naazr no arm veriaizn wern: Wattig leerte er sein Glas. Recht hast. Toni, runta mit 'm Zurn!" Da Vachler Franz Hai sein Anwesn vergrößert?" Wohl, wohl." Daß der sein Hof no mit Stroh deckt hat. Wie leicht kann 's Feuer fangen und nirn braucht ma nit zuthron." Dann war er a steinarms Hascherl." Hat er nit versichert?" .Na." Der Dämlack! EinFunken, und der rothe Hahn sitzt aus 'm Dach. Steinarm wär' er aft, fagst?" Sell is gwiß. Warum fragst?" So, so. Steinarm wär' er aft. Hm trink, Lenz, trink! Lusti wolln ma sein! Uno stemarm war er aft." Plötzlich gegen zwei Uhr Morgens hallten schaurig die Glocken der Kirche im Sturmesläuten. Erschrocken sprangen die Bauern aus den Betten und eilten auf die Straße hinaus. Wo brennt 's denn?" Beim Vachler Franz. Der ganze Hof sieht in Flammen." Bestürzt drängten die Männer nach dem Spritzenhaus. Mit wuchtigen Schlägen sprengten sie die Thore, da der die Schlüssel verwahrende Schulze nicht wach zu rütteln war. Hastig wurde die Spritze herausgezogen, die Feuereimer aufgepackt und die Feuerhaken hervorgesucht. Hurtig spannten sich die Bauern vor die Spritze und zogen den Wagen in eilendem Lauf nach dem brennenren Gehöft. Schon von Weitem zeigte ein blutigrother FlammenscheiN die Brandstelle an. Das ganze Dach stand bereits in Heller Lohe, und die brennenden Korn- und Heuvorräthe sandten Myriaden leuchtender Funken durch die geballten Rauchschwaden in die dunkle Nacht hinaus. Im Hofe des brennenden Anwesens herrschte kopflose Bestürzung. Knechte und Mägde, nothdürftig bekleidet, rangen schreiend die Hände und starrten in die prasselnde Gluth. Das aus den Ställen gezerrtr Lieh lief dumpf brüllend auf die Dorfstraße hinaus, und das Federvieh suchte mit versengtem Gefieder angstvoll kreischend das Weite. Während einige der Bauern, auf Leitern stehend, die Äaasparren auseinanderzureißen versuchten, leiteten die anderen das Rettungswerk. Unter ihnen der alte Bachler-Franz. An der Spitze aller stand der Grabner Toni. Stück für Stück trug er aus dem brennenden Gehöft in das Freie. Hast die Truhe, Toni?" rief der alte Bauer ihm zu, als er eben wieder aus dem sprühenden Funkenregen hervortrat. -Dazu is 's z'spat, Bauer." I mucch sie hab'n! Mein ganzes Geld is drinn." I kann Dir nit helfen. S' is' halt verlor'n!" Was sagst?" kreischte der Abbrandler auf und stürzte sich zwischen die krachenden Balken zur Thüre. Eine, zwei, drei Minuten vergingen, er kehrte noch immer nicht zurück. -Toni!" rief eine junge, hübsche Dirn plötzlich angstvoll aus. Rett'n Bauer, um Gott's Christ'L will"! w.tt'nl

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