Indiana Tribüne, Volume 28, Number 306, Indianapolis, Marion County, 17 August 1905 — Page 5

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Vo? der Schmiede.

Ach. lieber Schmied, nun hamm're fein Ein Herze mir so hart wie Stein, So kalt wie Stahl und Eisen; Ein Herz, daZ keine Lust mehr fühlt. Ein cr, das nie ein Leid durchwühlt, a Lied' mag Thorheit heißen! Einst schlug ein Herz in meiner Brust (ojuna und warm, voll Liebeslust, Voll Glück und voller Leben. Ich weiß nicht mehr, wie allc3 kam, 's war Einer, der das Herz mir nahm, Ich hab's ihm gern gegeben. Ich spürt' kein Bangen, keine Neu'. Ich glaubt' an Liebe, glaubt' an Trcu'l Als er mußt' weiter wandern. Nahm er das Herz, das mir gehört. Damit es seine Nuh' nicht stört. Und warf es zu den andern. Nun, habe ich kein Herze mehr; Trum, lieber Schmied, ich bitt' Tich sehr. Schlag' Tu mir eins aus Eisen! Ein Herz, das keine Lust mehr fühlt. Ein Herz, das nie ein Leid durchwühlt, Tas Licb' mag Thorheit heißen! Erna Peickcrt - Gräfinghoff. Treue Kiebe. Ekizze aus den Ueberschn?emmungötagen in Schlesien von Käthe Helmar. Drüben vom Kirchthurm schlug die Uhr fünf. Ein paar Kinder rannten, dünne Bücher im Arm, die Landstraße hinunter, die in's Dorf führte. - Wilhelm Frenzel fah ihnen vom Fenster seines Schulhauses nach, bis sie seinen Augen entschwunden waren; dann nahm er eilig Hut und Stock und ging in's Freie. Es war drückend schwül, obgleich während der letzten Tage in der ganzen Umgegend, im Glatzer Gebirgsland und in den österreichischen Grenzgebieten heftige Gewitter und Regengüsse . niedergegangen waren. Die Lust war diö und schwer, und die Landstraße glühte unter den brennenden Sonnenstrahlen. Wilhelm hielt die Hand vor die Augen und blickte m's Thal hinab. Das Dorf war wie ausgestorben; doch umen auf den Feldern zwischen den Gehöften der reichen Ackerbauern und der jetzt mächtig durch die Wolkenbrüche - im Gebirge angeschwollenen Neiße wurde eifrig gearbeitet. Der Lehrer schritt bergaufwärts. Oben auf dem Berge, im Schatten der Bäume, war es etwas kühler. Wilhelm warf sich auf den Rasen und schob beide Hände ' unter den Kopf. Wenige Minuten hatte er so geruht, als er plötzlich ein Rascheln von Kleidern hinter sich hörte. Hastig sprang er auf. .Marie! Du?" Ja, Wilheli J ich muß Dich sprechen." Was gibt's denn?" Er blickte erschreckt in ihr blasses Gesicht. ..Vater hat .herausbekommen, daßwir uns heimlich treffen", stieß das junge Mädchen ängstlich hervor. Der Wolfe Karl muß uns wohl zusammen gesehen haben, und Du weißt ja, wie der mit Vätern steht." 'Der schlechte Kerl!" brummte Wilhelm. Nicht genug, daß er Dir nachstellt. Jetzt hetzt er auch noch Seim Alten. Aber komm doch, Marie, wir wollen überlegen, was wir nun thun." Er setzte sich neben Marie, den Arm um ihre Taille geschlungen. Seine Nähe beruhigte sie, und sie blickte ihn wieder lächelnd an, als sie sagte: Du weißt ja, Willy, ich laß nicht von Dir. Und wenn sie mich zu sehr quälen, da geh' ich in die Stadt und nehm' einen Dienst an." Das wirst Du boffentlich nicht zu thun brauchen mein süßes Mädel. Morgen früh geh ich zu Deinem Vater und halt um Deine Hand an. Wir werden Deinen Vater schon 'rumkriegen " Nein, nein, Willy," unterbrach ihn Marie. Der Wolfe Karl sitzt Abend für Abend bei uns im Wirthshause, und dann schmeichelt er dem Vater, und sie machen Pläne für die Zukunft. Ich schlafe keine Nacht mehr " sie schluchzte leise. Aber sie sollen Dich nicht quälen, mein gutes Mädel. Ich will Deinem Vater reinen Wein einschenken. Komm, gehen wir gleich!" Du hast Recht, Willy, wir wollen uns nicht unterkriegen lassen!" Dann hing sie sich an seinen Arm. Sie hatten sich zu lieb, um noch lange über die Zukunft zu grübeln. Er pflückte ihr rothen Mohn und schmückte damit ihre schwarze, volle Haarkrone; sie suchte Kornblumen und steckte sie ihm in's Knopfloch. Und immer wieder fanden sich ihre Lippen zum Kuß. Ein fernes Donnergrollen beschleunigte ihre Schritte. Sie hatten nicht darauf geachtet, daß die schwarzeWolkenwand im Westen mit unheimlicher Schnelligkeit emporgestiegen war. Nun eilten sie heim. Als sie in die Chaussee einbogen, stand plötzlich Mariens Vater vor ihnen. Drohend erhob er den Knüttel, ohne den der wohlgenährte Gastwirth nie ausging: Kummste ooch noch amal derheeme?" schrie er. Wenn de und de kriegst etwan wieder Lust, su a wing heemlich fortzuloofen, da kannste Dich freuen. Und mit Ihnen, Herr Lehrer, möcht ich ooch a Wörtl reden." Wilhelm Frenzel ließ Maries Hand nicht los. Furchtlos sah er dem Alten in das rothe Vauerngesicht, in dem die kleinen verschlagenen Augen wüthend blinzelten. .' .Sie brauchen gar nicht zu drohen.

Herr Kunze,". sagte der Lehrer ruhig. Marie ist meine Braut, und wir kommen jetzt zu Ihnen, um Sie um Ihre EinwiUiaung zur Hochzeit zu bitten." Der Alte sah erst ungläubig auf das junge Paar; dann fing er furchtbar zu lachen an. Ha, ha, der Herr Lehrer! Er is nich a su tumm. Die Kunze Marie will er ha'n!" Er stieß ein paar Mal mit dem Knütlel auf die Erde. Der Wolfe Karl hat's richtig geahnt: das Mariele will der Herr Lehrer ha'n. Und de Mitgift ha'n Se sich wohl ooch schont ausgesucht?" fragte er und sah Wilhelm von der Seite an. Der schwieg. Wenn er auch gewußt batte, daß der alte Kunze, seit ihm eine Erbschaft zugefallen, zu den wohlhabendsten Bauern im Dorfe zählte, so war ihm doch nie in den Sinn gekommen, bei der Marie an Geld zu denken. Jo, jo," fuhr der Alte fort, und wies mit dem Stock auf die Kornfelder unten im Thal und auf die Viehheerden, das sticht woll dem Herrn Lehrer in die Augen? Das sieht nach a bissel mehr aus, als wie die schmutzigen Häusel oben um die Schule 'rum!? Aber, das sag' ich Jhna, die-MarZe,'die kriegen Se nich, so lang' mei Wirthshaus da unten steht. Un nach der Ernte is Verlobung. Der Wolfe Karl, das is a wohlbestellter Mann, der ' füll mein Schwiegersohn werden, un nich su a Hungerleider " ' Vater," rief Marie mit zitternder Stimme, den Wolfe Karl nehm' ich nie und nimmer!" Jetzt kummste mit un bist ganz st'lle, verstehste?" wetterte der Alte. Dabei zog er Marie mit sich fort, ohne den Lehrer noch eines Wortes zu würdizen. Wilhelm wußte nicht, wie er nach Hause gekommen war. Wie in einem bösen Traum befangen, saß er unbeweglich auf der Bank vor der Schule, bis ihn greller Blitz und krachender Donner aufrüttelten. Er ging in's Haus und saß .. lange in stumpfem Brüten, ohne das kärgliche Abendessen anzurühren. Es war stockdunkel geworden, de: Sturm heulte, der Donner dröhnte, Blitz auf Blitz zuckte hernieder, der Regen prasselte in die, Stube herein Wilhelm achtete nicht darauf. Endlich raffte er sich auf, entkleidete sich mechanisch und suchte sein Lager auf. Doch er konnte keine Ruhe finden. Immer wieder trat ihm die verächtliche Drohung des GastwirthZ, der flehende Blick der Geliebten vor Augen. Draußenprasselten Regen und Hagel an die Fen.stersche.iben, und der Wind heulte. Der Donner klang bald nahe, bald' wieder entfernt; schließlich verstummte er, und nur noch das einförmige Geräusch des strömenden Regens verband sich mit dem Toben des Windes in schauriger Harmonie. Ruhelos wälzte sich Wilhelm auf seinem Lager. Plötzlich vernahm er ein starkes Klopfen am Fenster. Er glaubte zu träumen. Aber da wiederholte sich das Klopsen, und er hörte seinen Namen rufen. Er zog sich rasch an und eilte hinaus. - Mit Laternen in den Händen sianden da wohl zwanzig Leute, Bauern und Tagelöhner. Schnell, Herr Lehrer, Sie müssen mit uns runter, die Neiße hat den Damm gebrochen, und alles unten ist überschwemmt!" Wie ein Blitz durchsuhr diese Nachricht den Lehrer. Alle Mattigkeit war verschwunden. Er holte seine Laterne, ein paar starke Stricke, und ohne ein Wort eilte er als der Erste zur Landstraße hinunter. Sie war schon vom Wasser übersluthet. Bis an die Kniee wateten die Männer hindurch. Endlich hatten sie sich mit großer Anstrengung bis zur Biegung des Weges durchgearbeitet. Da stand ein kleines Häuflein jammernder Landleute beisammen. i Auf einem Boot hatten sie sich gerettet und sahen nun in dem trüben Dämmerlicht des Morgens, wie ihre Feldes vernichtet, ihre Wohnungen zerstört wurden. Das Wasser stieg von Minute zu Minute. In wüstem Durcheinander schwammen Tische, Stühle, Betten vorüber, und wo noch gestern das Korn prangte, floß heute ein reißender Strom. Wie Inseln standen sie, umspült von den brausenden Wassermassen. Zum Glück ist der Damm nur unterhalb des Dorfes gebrochen, weiter oben hält er noch Stand. Aber wehe, wenn er auch hier dem Ansturm der Wellen nachgiebt! Mit fieberhafter Eile organisirt Wilhelm Frenzel die Rettungsmannschaft, die sich willig seinen Anordnungen fügt. Mit Stangen und Erdsäcken eilen sie nach der Mühle, wo die Gefahr eines Durchbruchs der Neiße am größten ist. Da ein Krachen, ein Tosen und Donnern Zu spät zu spät Der Damm hat nachgegeben, und nun haschen die Wellen gierig nach allem, was ihnen bisher noch unerreichbar war. Wolfe Karle steht unter denen, die wenigstens ihr Leben retten konnten. Aber vergeblich späht Wilhelm nach 'dem alten Kunze und Marie. Ach, Herr Lehrer!" klingt es höhnisch zu dem jungen Manne herüber.

Nu seh'n Se, das is doch 'mal Wasser auf Ihre Mühle. Wenn die ordentlichen Leute zu Schanden -gehen, kommen die Hungerleider obenauf!" Milbelm hörte nicht, foa: Karl Wolf zu ihm sagt. Drüben auf dem Dach des Wirthshauses hat er zwei Gestalten entdeckt. Es ist Marie und ihr Vater, die rettungflehend mit weißen Tüchern herüberwinken. Wer kommt mit mir?" ruft der Lehrer, wer hilft mir sie retten?" Doch schreckensbleich treten die andern zurück. Wahnsinn wäre es, sicheren Tod bringender Wahnsinn, sich in die tosenden Fluthen hineinzuwagen, die fahl und unheildrohend im cespen--'igen Dämmerlicht des Morgens das ganze Thal durchwogen. Wieder tönt die boshafte Stimme des Müllers an Wilhelms Ohr: Jo, jo, mir sein ja bloß tumme Pauern! Aber der Herr Lehrer wird's Euch schon zeigen, wie'ö gemacht wird. Der is alleene im Stande und holt Euch den Kunze und sein Mariele aus'm Wasser. Do hinten kommt ja auch mein Boot angeschwommen. Ich borg's Ihnen, Herr Lehrer, weil Sie's sind. Na. nu paßt 'mal auf, Leute, jett geht's los!" Ohne auf die spöttische Herausforderung des Müllers zu achten, und mit raschen, energischen Bewegungen sich aus den Händen der Bauern frei machend, die ihn gewaltsam von seine.n tollkühnen Entschluß zurückhalten wollen, stürzt Wilhelm mit - einem mächtigen Kopfsprung in die Fluthen. Mit verzweifelter Anstrengung kämpft er gegen die Wogen an, doch lange ist e2'ihm unmöglich, vorwärts zu kommen. Schon fühlt er seine Kräfte erlahmen, da schleudert ihn die Strömung auf das Boot zu. Mit gewaltigem Sprung wirft er sich hinein und setzt die Ruder an. Doch vergeblich ist all seine Mühe, er wird weiter und weiter von der stürmisch erregten Brandung abgetrieben. Da bringt ihm sein gutes Glück eine Bootsstange in den Weg. Im Nu hat er sie erfaßt. Gott sei Dank, sie ist lang und fest, und mit kräftigem Stoß bewegt er das schwankende Boot durch die springenden Wellen nach dem Wirthshause zu. Vorwärts! Vorwärts! Immer näher klingt ihm das Blöken des Viehs, das in die überschwemmten Ställe eingesperrt ist und endlich sieht er das liebe Gesicht von Mariele ganz nah vor sich und hört den Alten ihm Muth zurufen. Noch weiß er nicht, wie er die beiden in's Boot bringen soll. Die Strömung ist hier noch, stärker als mitten im freien Wasser,-und eine unvorsichtige Bewegung kann das Boot auf die Seite werfen. Aber wieder kommt ihm der Zufall zu Hilfe. Er wird an die Bodenluke getrieben und hier kann er das Boot mit der Kette befestigen. , Vorsichtig steigt der Alte, Marie im Arm, vom Dach auf die Leiter in die Bodenkammer zurück, und wie ihm der Lehrer sein Mädel abnimmt und die halbOhnmächtige vorsichtig an das Boot setzt, da nickt er ihm nur wortlos zu. Dann schwingt er sich "hinüber, und schluchzend stützt er den Kopf in die Hände. In dieser Nacht ist er ein armer Mann geworden. Von der Landstraße aus haben Jubelrufe das verwegene Rettungswerk des Lehrers begleitet, und ein lautes Freudengeschrei empfängt das nahende Boot. Breitbeinig stellt sich der Müller vor die Bauern hin: Na, Kunze, da haben wir Dich ja; s's ist nur gut, daß ich da war, sonst konnte die Sache böse werden. Da hab' ich Dir 'n Schulmeister mit meinem Kahn rllbergeschickt. Na, Mariele. nu komm ock her und fürcht Dich nich mehr. Der Wolf Karle läßt seine Freunde nich im Stiche!" Aber der Alte schiebt ihn verächtlich mit derbem Ruck beiseite. Hast mich nich rufen hören, Lump, wie Du in Deinem Boot abfuhrst? Versaufen hättest Du uns lassen, elendiger Feigling!". Laß ihn doch, Vater," wehrte Marie. Und als der in ihr strahlendes Ge.sicht sah, und der Lehrer an ihrer Seite so zufrieden und ruhig dreinschaute, da nickte er nur wieder still ihnen zu. und sie wußten, .daß dieser unheilvolle Tag .ihnen Segen und Glück bringen würde. Im Zweifel.

Sie müssen sich unbedingt das Müller'sche Buch: Mein System" kaufen und die Turnübungen machen, die darin gelehrt werden. Ich habe dadurch in einem Vierteljahr 10 Ps'.lnd zugenommen." Was soll ich damit? Ich wiege ja schon zwei Centner " . Nein, erlauben Sie mal! Das System" bringt alle seine Anhänger auf ein bestimmtes, gesundes Normalgewicht; die Dünnen werden stärker, die Dicken werden schlanker. Müller soll einen riesigen Erfolg mit seinem Buche haben." So? Na, und was meinen Sie. wenn es nun erst ein Buch gäb', das Jeden auf ein bestimmtes geistiges Normalgewicht bringt, wo dann die Gescheidten dümmer und die Dummen klüger werden müßten?" Hm da wär' ich gespannt, was Sie da würden!" Boshafte Auffassung. Ist mein Bräutigam nicht eine glänzende Erscheinung?" O ja.der schwarze Rock müßte mal chemisch gereinigt iverden!"

Für die Küche.

Kalbfleisch mit Sellerie. (Für 6 Personen; Kochdauer: 2y2 Stunden.) 2io Pfund Kalbfleisch werden in Portionsstücke gcschnitten, gewaschen, leicht gesalzen, mit kaltem Wasser aufgesetzt und ungefähr 34 Stunden gekocht. Unterdessen hat man eine schöne Sellerieswude geschält und in Scheiben geschnitten, thut diese zum Kalbfleisch, streut eine Handvoll fein geriebene Semmel und eine kleine Prise Muskatblüthe dazu, läßt alles gehörig kochen, schmeckt ab, würzt mit etwas Worchester-Sauce und richtet alles zusammen an. Spargel - Pudding. ys Pfund Butter und 14 Pfund Weizenmehl werden auf dem Feuer zusammen geschmolzen und allmählich mit 1 Pint Milch abgerührt, bis sich die Masse vom Topf löst. Wenn der Teig etwas abgekühlt ist, rührt man nach und nach 7 Eigelb, sowie ein wenig gestoßene Muskatblüthe dazu. Spargel schält man, schneidet in fingerlange Stücke und kocht in Salzwasser weich, läßt abtropfen, schlägt das Weiße der Eier zu Schnee, rührt alles gut durcheinander, streicht eine Puddingform mittlerer Größe, etwa für 8 Personen gerechnet, mit Butter und streut sie mit Brösel aus, füllt die Masse hinein und kocht den Pudding 2 Stunden lang im Wasserbade. Man gibt gebräunte Butter dazu. Citronenfleifch. 5 Pfund Rindfleisch vom Schwanzstück giebt man, nachdem es mit dicken Speckstrei-. fen gespickt ist, nach gutem Klopfen mit 3 Unzen Butter und 2 ganzen, in feine Scheiben geschnittenen Citronen mit ihrer Schc!.? in einen Schmortopf, womöglich mit Schraubdeckel, und läßt es zuerst ringsherum schön braun anbraten. Dann schneidet man junges Gemüse aller Art mit seinem Grünen in feine Scheiben und Streifen, nimmt das Fleisch und die angebräunte Eitronenbutter, legt das Gemüse unter dasselbe, sowie auch 2 Lorbeerblätter, 3 mit Nelken besteckte Zwiebeln, ebenso viel in Scheiben geschnittene große Zwiebeln, 12 Gewürz- und 20 Pfefferkörner, gießt 34 Tassen Wasser an und läßt das Fleisch mit zugeschraubtem oder mit zivei Plätteisen beschwertem Teckel zwei Stunden nicht zu scharf schmoren. Dann kommen noch 3 Tassen Wasser und 1 Tasse Weinessig, in der ein Eßlöffel voll Weizenmehl zerquirlt ist, sowie Salz nach Geschmack hinzu. Man schließt den Deckel wieder bis zum Anrichten, wo man die' Sauce durch ein Haarsieb streicht, wenn nöthig verdünnt, einmal aufkochen läßt und zu dem Schwanzstück anrichtet. 'Majoran - Kartoffeln. Die Kartoffeln werden- in der Schale gekocht, abgezogen und in Scheiben geschnitten. Unterdessen läßt man zwei Löffel Mehl inButter gar werden, fügt einige fein gehackte Zwiebeln und das nöthige Salz dazu, verkocht dieses mit etwas Brühe öderWasser zu einer glatten Sauce, fügt einen Eßlöffel gehacktes frisches oder getrocknetes Majorankraut dazu, gibt die Kartoffeln hinein, läßt sie in der Sauce durchkochen und gibt sie mit Bratwurst zu Tisch. Reis st rubel. Man bereitet einen Teig von einem Ei, einem eigroßen Stück Butter, einer Tasse Wasser, ein wenig Salz und so viel Mehl, daß der Teig ausgerollt werden kann. Nachdem der gut durchgeknetete Teig eine Zeit gestanden hat, wird er dünn ausgerollt. Unterdessen hat man guten Reis in einer Bouillon ausquellen lassen, quirlt zwei Eier dazwischen, etwas Fleischextrakt, Citronensaft, kleine Rosinen und Korinthen und so viel geriebene Semmel, um die übrig gebliebene Flüssigkeit aufzusaugen. Diese Masse wird auf den Teig ausgebreitet, letzterer zusammengerollt, mit Ei bestrichen und bei mäßiger Hitze gebacken. In der Pfanne Gebäcken e 6. 2 Pfund Mehl, 2 Unzen PreßHefe, V2 Pint laue Milch, 4 Unzen Zucker, 4 Unzen süße Mandeln, 6 Eigelb und 7 Unzen zerlassene Butter georen zum Teig. Man lost die Hefe m er Milck mit etwas Mucker auf und wenn sie gut in die Höhe gegangen ist, rührt man zuerst die Butter zu Sahne, fügt Eier und Zucker und dann alles Andere in den Teig, und wenn er etwas aufgegangen ist. thut man ihn in eine ausgebutterte Bratpfanne. Man bäckt ihn sodann ab und reicht ihn entweder kalt zum Kaffee oder warm (ausgestürzt) statt einerMehlspeise mit Fruchtsaft. Er wird dann auf einer länglichen Schüssel angerichtet und die Portionen von den Gästen mit dem LLsfel abgestochen. Sülze von Fleischresten. Man schneidet das Fleisch recht fein, belegt eine Mehlspeisenform, nachdem sie mit kaltem Wasser ausgespült ist, mit Fleisch, kleingeschnittenen Pfeffergurken, rothen Beeten, kocht Essig. Wasser oder Bouillon mit Lorbeerblättern. einer Zwiebel, ganzem NelkenPfeffer, Salz und ein wenig Zucker tüchtig durch und rechnet zu 2 Quart Flüssigkeit iy2 Unzen weiße Gelatine. Ist letztere in der Flüssigkeit aufgelöst, so gibt man sie erkaltet über daö Fleisch und läßt sie dick werden. Dann stürzt man die Sülze und gibt sie mit Kartoffeln und Buttersauce oder mit Bratkartoffeln zu Tisch." Wenn man keine Fleischbrühe zur Sülze hat, sollte man wenigstens Fleischeztrakt du nehmen, damit die Sülze nicht fade schmeckt.

Tischgespräch.

Liebenswürdige Wirthe, die es ihren Gästen in ihrem Heim, an ihrer Tafel angenehm zu machen wünschen, sind ganz bestürzt, wenn keine rechte UnterHaltung zu Stande kommt; trotz der erdenklichsten Mühe, die sie sich gegeben haben, um es an leiblichem Behagen nicht fehlen zu lassen, will keine rechte Stimmung .aufkommen! Woran liegt dies? An den Gästen selbst, an den undankbaren Gästen, die nur kommen, um zu empfangen, und nichts geben. Wenn Jemand eine Einladung annimmt, so ist er verpflichtet, so viel in seinem geistigen Vermögen liegt, zu der Unterhaltung beizutragen, besonders bei Tisch freundlich auf das Gespräch des Tischnachbars einzugehen, mit fröblichem Ton kleine Scherzreden zu erwidern oder in gebührender Schätzung den Humor des Anderen freundlich zu belachen. Aufmerksame Wirthe, welche die Eigenart ihrer Gäste kennen, werden stets bemüht sein, Gegensätze passend auszugleichen, werden neben den redseligen Herrn eine schweigsame, aber theilnehmend zuhörende Dame setzen und umgekehrt. Humoristische Elemente, begehrte Gesellschafter können nicht überall und immer vorhanden sein. Aber wenn alle, die da geladen sind und kommen, bedenken, daß die Gesellschaft zu frühlichem Schmaus zusammen kam, werden sie gern ihre Sorgen und Kümmernisse abschütteln und zu freudigem Gespräch aufgelegt sein. Wer nicht freudig zu einer Gesellschaft geht, bleibe besser zu Hauses lieber eine Absage, als gnädiges Gewahren, um dann Andere anzuöden oder die allgemeine Fröhlichkeit niederzudrücken. Glücklicherweise gibt es noch genug Freudiges, Schönes auf der Welt, womit man seinen Tischnachbar unterhalten kann. Kunst, Literatur, Reiseeindrücke, lustige Erlebnisse, kleine heitere Beobachtungen, gute Witze, komische Redewendungen und taufend Dinge, die, im rechten Ton vorgetragen, bei theilnehmenden Nachbarn an der Tase! die fröhliche Stimmung hervorzaubern, die unentbehrlich ist. wenn Menschen sich zusammen finden, um einige Stunden gesellig zu verbringen. Geht eine Tischnachbarin absolut auf nichts ein, verhält sie sich konfequent ablehnend, zerstreut, so ver-; stimmt sie natürlich ihren Tischherrn; mag ihr das auch gleichgültig sein, so geht doch etwas von ihrer Kälte und der Gezwungenheit der Konversation auf ihre Tischnachbarn über. Eine mühsame, gequälte Unterhaltung, eine forcirte Fröhlichkeit greift um sich, die treffendsten Bemerkungen versagen. Ein frisches, flottes Tischgespräch bildet die Einleitung zu einigen genußreichen Stunden, und dazu gehört vor allem der Wille, sich zu vergnügen, zu unterhalten, einzugehen auf die UnterHaltung Anderer und selbst anzuregen, so gut man es eben versteht. Theilnehmende, freudige Zuhörer sind ebenso begehrt wie humoristische Redner und feine Cauferie, denn jeder Humor erstickt, sobald er auf Gleichgiltigkeit prallt. Wer sich nicht wohl befindet, wer müde ist, wer gedrückt von Noth, Sorge. Kummer keine Aufheiterung will, nicht gesonnen ist, dies alles zu vergessen oder still in sich zu verbergen, der bleibe zu Hause und störe die Stimmung nicht, die nothwendig ist zu einem fröhlichen Zusammensein mit mehr oder weniger fremden Menschen. Wenn die Frauen bedächten, wie liebenswerth sie erscheinen, wenn sie freundlich, theilnehmend, interessirt auf das Gefpräch ihres Tischnachbarn eingehen, sie würden schon aus Eitelkeit sich bemühen, den Ruf einer angenehmen Tiscknachbarin zu erwerben, statt das Gegentheil davon, den Ruf einer langweiligen, arroganten Person" einzuheimsen; denn ebenso rücksichtslos, wie sie in ihrer Stumpfheit, sind die Andern in ihrem Urtheil. Man soll für alles Interesse hegen, für alles, was die Welt, das Leben bietet; sich nicht nur auf sein eigenes, kleines Ich" beschränken oder auf den engen Kreis der Familie, Freunde und Bekannte. Man muß verstehen, die Interessen eines Jeden zu würdigen, sich belehren lassen, wo man im Dunkein tappt. Lieber eine Unkenntniß eingestehen und sagen: Ich verstehe das nicht, aber es interessirt mich sehr", statt durch Gleichgiltigkeit sich ein Armuthszeugniß ausstellen oder sich wegen einer Unwissenheit schämen. Der Fehler vieler Frauen ist, daß sie für Dinge, die nicht in den engsten Kreis ihres Denkens. gehören, ein Interesse nicht aufzubringen vermögen. Solche Frauen ersticken auch jedes Interesse Anderer für sie selbst. Jugend. Schönheit, Reichthum sind keine Entschuldigung für, Interesselosigkeit oder bieten Ersatz dafür. Deshalb bemühe sich ein jedes weibliche Wesen, allem ein nteresse abzugewinnen, und über anaeweile. Gleichailtiakeit. Über Mangel an Gesprächstoff wird keine Klage mehr sein. . Heimgeschickt. Gattin: Fritz, der Arzt hat mir gesagt, ich bedürfe unbedingt einer Klimaveränderung." Gatte:Das trifft sich ja Herrlich. Da lese ich eben in der WetterPrognose, daß es morgen wenigstens 6 Grad wärmer sein wird; mehr kannst Du voa nicht verlangen!

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