Indiana Tribüne, Volume 28, Number 306, Indianapolis, Marion County, 17 August 1905 — Page 4
Jndtana Tribüne, 17. lugust 1905-
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Indiana Tribüne. H,aulgaede von de utrg ?. Indianapolis, Ind. vany O. Thudium .... Präsident. Geschäfts localt cto, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 26V.
Enteret t the Pot Office oi Indianapolis sccond dass matter. Eine englische Flottendemonstration in der Ostsee. Einige englische, französische und deutsche Zeitungen haben in den letzten Tagen des Juli eine KombinationSgabe bewiesen, die kaum mit der krankhaften EensationSpolitik der Sauregurkenzeit entschuldigt werden kann. Den Auögang bot die am 27. Juli erfolgte offizielle Ansage der ttreuzer fahrt der englischen Kanalflotte in die Ogsee. Am 13. Aug. sollte diese neuge bildete Flotteneinheit in Swinemttnde ankommen, dort drei Tage bleiben,dann nachDanzig dampfen und nach ebenfalls dreitägigem Aufenthalt die deutschen Gewässer verlassen um die Rundfahrt auf der Oftsee nordwärts fortzusetzen. ES ist seit einer jReihe vo Jahren der erste Besuch eine verhältnißmäßig so starken Geschwaders an den kiefernbe standenen Gestaden der Ostsee. In Aussicht genommen und auf diplomati fchem Wege zur Kenntniß der deutschen ReichSregierung gebracht, war dieser er freullche Flottenbesuch bereits im Mai; natürlich ist er jetzt, wo er definitiv fixiert ist, auch sogleich offiziell ange kündigt worden. Damit fällt der deut' schen Marineverwaltung die Pflicht zu. alles vorzubereiten, um die zahlreichen Offiziere und Mannschaften der eng lifchen Schiffe, wenn sie in den deut schen Hüfen an Land gehen, nach den Bräuchen internationaler Eöurtoifie empfangen zu können. Wie sich die deutsche Marine bei dieser Gelegenheit für vielfache in England genossene Gastfreundschaft revanchieren wird, konnte natürlich in dem von der eng lischen Admiralität bekanntgemachten Programm nicht aufgegeben werden, da hierin den Deutschen die Initiative zusällt. Diese Nachricht hätte in der deutsch, feindlichen englischen Presse keine Be achtung gefunden, wenn nicht Tags da rauf das offizielle Programm der Fest lichkeiten erschienen wäre, die den am 8. August in PortSmouth erwarteten Schiffen der französischen Marine gel ten. ES ist für die Woche dieses Be. fucheS eine Reihe glänzender Feste pro jektirt, an denen auch der König und das Parlament hervorragenden Antheil nehmen. Die Gastlichkeit, die die eng lischen Offiziere und Mannschaften bei ihrem Besuche in Brest gefunden haben, soll womöglich lbe'r diesem Gegenbesuche noch überboten werden. Da wiesen .denn die aufmerksamen Beobachter ausüben vermeintlichen Ge gensatz hin. Hier Besuch mit glänzen den EmpfangSfeierlichkeitm, dort eine Kreuzerfahrt zu Manöverzwecken. Die ser Gegensatz mußte nach der Meinnng derer, deren 'Tendenzen er entsprach, beabsichtigtlsein.lsAuS dem Besuche der Franzosen in England wurde ihnen eine ungewöhnliche Verbrüderung, aus der ttreuzerfahrt der Engländer in der Ostsee eine Demonstration gegen Deutschland. WelchmZAnlaß sollte aber Deutsch land zu einer, noch dazu vier Wochen vorher angekündigten ljDemonftration gegeben haben? Wieder wurde die Einbildungskraft angestrengt und die Vergnügungsfahrt ideS deutschen Kai serS und seine Besuche, bei allen Souve ränen der Uferstaaten der Ostsee im Monat Juli mußten den Lückenbüßer abgeben. Er soll dabei durch Verabre düngen mit dem Kaiser von Rußland und den Königen von Dänemark und Schweden denZ Plan verfolgt haben, englischen Kriegsschiffen die Ostsee zu versperren und dieses innerste Rand meer des Atlantischen Oceans als ein mare clausum zu erklären. Diesem angeblichen Plane sollte entgegengetre. ten und der alte Anspruch Britannia ruies thejwaves von Neuem auf der Oftsee demonstrirt werden. So stellten einige englische! Blätter ihren Lesern den Zusammenhang der neuesten Nach, richten dar. Die hypernervöse französische Presse war entzückt über die scheinbare Be drohungjDeutschlandZ, die in dem an gekündigten Erscheinen englischer Kriegsschiffe vor Sminemünde und Danzig liegen sollte. Diese Nervosität wirkte ansteckend auch auf drei in Berlin erscheinende Blätter, die sich durch Anglophobie
auszeichnen: Die agrarische Deutsche
Tageszeitung-, das Pastorenblatt ReichSbote- und die antisemitische StaatSbürger.Zeitung". Sie glaub ten ernsthaft an die Möglichkeit eines englischen UeberrumpelungSversucheö und befürworteten deshalb die Absper rung dee Ostsee gegen solche Gesuche". Damit war der Kreis geschlossen. Stolz wiesen jetzt die englischen jlngo lftischen Blätter auf diese deutsche Preß. Äußerung wie auf eine Bestätigung deö Verdachtes hin, den sie selber auSge streut hatten. Zum Glück haben aber Lügen kurze Beine. Das Bekanntwerden der Vor geschichte dieser englischen Manöver in der Oftsee machte die Annahme einer Demonstration sofort hinfällig. Den UeberrumpklungSideen gegenüber kann diese Kreuzfahrt geradezu als ein er freulicheS Zeichen dafür gelten, daß die leitenden Kreise in England an der Er Haltung des Friedens nicht zweifeln. Denn während der Anwesenheit der englischen Schiffe in der Oftsee brauch, ten ja bloß ein paar mit Steinen und Cement beladene Schiffe absichtlich im Sund, großen und kleinen Belt, der senkt zu merden, um der englischen Ka nalflotte die Rückkehr in den Kanal ab zuschneiden. Die nachträglich herbei gezogene Analogie der Abschließung deö Schwarzen Meeres hat denn auch die Unfinnigkeit des Gedankens einer Ab. schließung der Oftsee ohne internatio naleS Abkommen ins Licht gestellt. So ist denn diese Sensationsnachricht schnell in fich zusammengesunken. Wenn das Gesundheits'Departement gründliche Arbeit verrichten will sollte eö feine Beamten anweisen, die billigen Speisehäuser gründlich auf ihre Reinlichkeit zu inspkiren, auch die von den Griechen an den Straßenecken feil gebotenen Würstchen sollten mal unter die Lupe genommen werden. Der Stellvertreter des Mayors Finch von Toledo, O., Herr Willard, hat in ein Wespennest gestochen. Mayor Finch ist auf zwei Wochen in die Sommerfrische gegangen, und kaum hatte er den Zug bestiegen, der ihn von Toledo fortführte, als Willard dem Polizeichef den strengen Befehl gab,' den Bürgern der Stadt völlige Freiheit in ihrem Lebenswandel zu lassen nur die Verbrecher sollten verfolgt werden, sonst aber sei die Stadt weit offen, wie zu Zeiten deö verstorbenen MayorS Tom JoneS. Mayor Finch sei nicht vom Volke erwählt worden, sondern sei nur in die Schuhe des todten Mayor JoneS gestiegen, deshalb habe derselbe auch kein Recht eine andere Politik, wie die des volkstümlichen Mayor JoneS zu befolgen. Die Temperen; Fanatiker schreien nun in Toledo Zeter und Mordio, die liberale Bürgerschaft aber wird Willard bei der nächsten Wahl zum Mayor wählen. Nmgezogen. WilliamÄ. Greyer, Verficht rungS, Grund'EigenthumS,Anleihen und Miethe.Agent, Zimmer No. 51 im Fitzgerald'Gebäude, 6 Ost Market Str. Sase-Sall. Nmerican Association. Toledo, 16. Aug. Toledo 0 0400030 7 Indianapolis ..0400010005 Batterien Piatt und R. Clark; Reidy, Morgan und Weaver. Philadelphia, 16. Aug. Philadelphia.. .2 0001030 6 St. Louiö. ...002001 100 4 Batterien Coakley und Schmuy; Sutthoff und Spencer. . Columbus, 16. Aug. ColumbuS 2 0002002 6 LouiSville 000000000 0 Batterien Berger und Ryan; Dunkle und Shaw. Natlonal-Liga. Brooklyn, 16. Aug. Brooklyn 20031112 010 PittSburg 02 01000205 Batterien Mitchell und Bergen; Hildebrand, Jlaherty und Gibson. B a u e r l a u'.b n i ß s ch e i n e. E. A. KattlowSli, Cottage, Orange-, nahe Linden Str. Will Eaton, Cottage, No. 1118 Soyt Ave., 900. Clem Dickman, Cottage, No. 817 Eugene Str., $675. Home Brewing Company, BackfteiN'Gebüude, Massa chusettS Ave. und St. Clair Str. $2000.
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gen Mißgeschick wurde die Frau eines ausländischen Touristen gelegentlich einer Rheinfahrt betroffen. In der Nähe von Capellen entglitt ihr plötzlich eine kleine Handledertasche mit Schmucksachen im Werthe von über 10.000 Mark und fiel in den Rhein. Obwohl der Ehemann dem Capitän des Dampfers eine Belohnung von 1000 Mark anbot, wenn er anhalte, um die noch fichtbare Tasche aufzufischen. fuhr das Schiff weiter, und die Werthgegenstände versanken vor den Augen der Passagiere in den Fluthen. Falsche russische Deser teure" treiben seit einiger Zeit in Berlin und den Vororten ihr UnWesen. Sie sprechen gebrochen deutsch und erzählen allerhand Abenteuer von ihrer Flucht. Den armen Deserteuren". die bei ihrer schleunigen Flucht alles im Stiche lassen mußten, ist es wie sie betheuern gelungen, noch ein werthvolles Familienerbstück, einen Ring, zu retten, zu dessen Veräußerung sie nur durch die schlimmste Noth gezwungen sein wollen. Das billige Angebot und die Aussicht, ein gutes Werk zu thun und nebenbei noch einen günstigen Gelegenheitskauf zu machen, verleitet Manchen zum Reinfall. Zu spät sehen die Käufer dann ein, daß sie gewöhnlichen Berliner Neppern, welche unter der zeitgemäßen Maske russischer Flüchtlinge arbellen, auf den Leim gegangen find. D i e Beförderung von infektiösem Material in Briefen durch die Post ist jetzt vom Staatssekretär des deutschen Reichspostamts im Interesse dir Wissenschaft und der Gesundheitspflege zugelassen worden. Ausgenommen bleibt nach wie vor solches von Pest, Cholera und Rotz. Das kaiserliche Gesundheitsamt hat festgestellt, daß Krankheitsstoffe in Briefen mit der nothwendigen Vorficht derschickt werden können, ohne dieGesundheit der Postbeamten zu gefährden. Die Beförderung durch die Post ist jetzt zulässig, wenn' die Versendung unter Benutzung von Gefäßen und Umhüllungen geschieht, für welche besondere Muster zwischen dem Reichsamt des Innern und dem Reichs-Postamt dereinbart worden sind. Diese Briefe werden beim Stempeln und Sortiren mit größter Vorficht behandelt und wegen ihrer eigenartigen Form nicht in die Briefbunde aufgenommen, sondern lose in die Briefbeutel gelegt. Vor einem Londoner Gericht wurde dieser Tage ein Mann zu vier Jahren Gefängniß verurtheilt, der auf alle mögliche Weise mit Klavieren Schwindel trieb. Er versah werthlose Instrumente mit den Firmenschildern bedeutender Fabriken und verkaufte sie so zu höherem Preise; die Klaviere selbst hatte er irgevdf, wo auf Abzahlung gekauft oder auch' nur gemiethet. Seine Verhaftung ging auf eine fehr originelle Weise vor fich. Er hatte gerade ein Instrument zu einem Pfandleiher gebracht. Diesem kam jedoch die Sache verdächtig vor, und der Schwindler machte sich unter Zurücklassung des Klaviers aus dem Staube. Bald aber bekam er Sehnsucht nach seinem Schwindelobjekt, und er telephonirte bei dem Pfandleiher an, ob er, wenn er einenFuhrmann mit einer Legitimation schicken würde, diesem das Instrument . übergeben würde. Der Pfandleiher antwortete. er solle nur den Fuhrmann schicken. Inzwischen holte er rasch einen GeHeimpolizisten, der fich in einem leeren Klaviergchäuse versteckte. Als der Fuhrmann kam, wurde ihm das Klavier mit dem Detektive übergeben, und nichts ahnend schleppte der Mann die inhaltreiche Beute in die Wohnung des Schwindlers zurück. Der bemerkte zwar gleich, daß das nicht sein" Instrument war. Aber plötzlich hob fich der Deckel der Schwindler fiel fast in Ohnmacht vor Schreck und aus dem Klavier sprang der Detektive, der nun sofort den Bösewicht verhaftete. , Die Commission zur Untersuchung der aussehenerregenden Vorgänge bei militärischen Lieferungen in England machte die merkwürdige Entdeckung, daß eine Ratte für das Verschwinden von Dokumenten verantwortlich zu machen ist, deren Vernichtung Sir William Vutler in seinem Bericht über die Finanzwirthschaft in Südafrika lebhaft beklagt hatte. Die verschwundenen Papiere enthielten Mittheilungen über bedauerliche Ankäufe", und Sir Fleetwood Wilson, der damalige Direktor der Armeefinanzen, wurde über ihren Verbleib befragt. Er erklärte anfangs auf das positivste, daß seines Wissens keine Papiere verloren gegangen oder zerstört worden seien. Nachdem er diese Aussage gemacht, sprang er plötzlich auf und sagte, es falle ihm jetzt ein, daß Belege vernichtet wurden. Man habe sie in Kapstadt zu späterer VerWendung beiseite gelegt. In seiner AbWesenheit habe sich eine Ratte in die Dokumente eingenistet und diese zum Theil zernagt. Die Ratte habe so verdächtig ausgesehen, daß man sie ärztlich untersuchen ließ, und dabei habe sich herausgestellt, daß sie an Vubonenpest gelitten habe, und infolgedessen habe man den Rath der Aerzte befolgt und sämmtliche Aktenstücke, mit denen die Ratte in Berührung gekommen sein konnte, vernichtet. Diese Rattenaeschichte rief bei den Zuhörern große Heiterkeit hervor, und selbst die ernsten Mitglieder der Commission i - r " je i.c lonnicn rill aUzrtn mcfi unieroruch
cken.
Europäische Nachrichten.
Württemberg. Stuttgart. Dieser Tage starb hier Prof. Wilhelm v. Zipperlen, vormals Professor der Thierheilkunde an der landwirthschaftlichen Akademie Hohenheim. Der Verstorbene wirkte an dieser Hochschule von 1870 bis 1901. Der hiesige Zweigverein der deutschen Schiller - Stiftung feiert in diesem Jahre fein 50jähriges Jubiläum. Oberfeldwächter a. D. Landenberger, eine in weiteren Kreisen der Stadt, insbesondere unter den Güterbefitzern bekannte Persönlichkeit, ist kürzlich zu Grabe getragen worden. A i ch h a l d e n. Letztens stürzte die 34 Jahre alte Wittwe Theresia Rauch die Treppe ihres Hauses einen Stock herunter und erlitt einen Schädebruch, dem sie in kurzer Zeit erlag. Die Verunglückte hinterläßt zwei in zartem Kindesalter stehende Waisen. C a l m b a ch. Hier wurde der Fuhrmann Gottlieb Proß von einem Pferhe derart an den Kopf geschlagen, daß er alsbald seinen Geist aufgab. Frommern. Kürzlich erhängte fich auf dem Felde an einem Baume der schon längere Zeit mit einem Nervenleiden behaftete 50jährige Bauer und Akziser Simon Schuler; er hinterläßt Frau und Kinder. Freudenstadt. Im hiesigen Steinbruch wurden dem verheiratheten 37jährigen Steinbrecher Armbruster hier durch eine abstürzende Felsschicht beide Büße abgeschlagen. Jn's Krankenhaus gebracht, starb der Verwundete .nach kurzer Zeit. R o t t w e i l. Vom Landesausschuß der württembergischenFeuerwehren wurde dem Malermeister Hutter hier, Kömmandanten der hiesigen Feuerwehr und stellvertretenden Mitgliede des genannten Ausschusses, daö Ehrendiplom für treu geleistete 25jahrige Dienste in der Feuerwehr verliehen. Göppingen. In seiner .Wynung erhängte sich der ca. 55 Jahre alte Arbeiter Wachter, dessen Frau vor kurzer Zeit gestorben war und ohne die er nicht weiter leben zu können glaubte. Me hingen Letztens versammelten sich die Lehrer des Bezirks mit ihren Familien, sowie viele Kollegen der Nachbarbezirke im Hotel Sprandel, um das 25jährige Amtsjubiläum des Oberlehrers Kunz, dahier, und des Schullehrers Weber von Kleinbettlingen zu feiern. O e t i s h e i m. Vor Kurzem brach im Hause des Metzgers Münchinger auf unaufgeklärte Welse ein Brand aus, der so rasend schnell um sich griff, daß 'ein ganzes Häuserviertel abbrannte. 1 ' Waden. Karlsruhe. Kürzlich starb hier Sigm. Frhr. Göler v. Ravensbürg, Leutnant im 1. Bad. Leib-Dra-goner - Regiment No. 20, commandirt zum Militär - Reitinstitut. Achern. Bürgermeister Vopp zog sich , aus der Reise nach Säckingen zum Sparkassetag eine Erkältung zu; es trat eine Nierenentzündung hinzu, welcher der wackere Mann bald daraus erlegen ist. Dogern. Vor kurzem wurde die Ehefrau des Bahnwarts Schwarber, Mutter von 3 erwachsenen Kindern, von dem von Waldshut daherkommenden Schnellzuge überfahren und getödtet. Freiburg. Nach 53jähriger Dienstzeit trat kürzlich WerkstätteVorsteher Mayer in den Ruhestand. Mit ihm scheidet der dienstälteste maschinentechnische Beamte aus dem badischen Eisenbahndienste. , G e r n s b a ch. Vor kurzem wollte in der Wohnung des Notars Schweizer das 19jährige Dienstmädchen Kreszenz Wittemann von Buchen mit der Spirituskanne auf dem bereits brennenden Spirituskocher nachgießen; sofort explodirte die Kanne und im Augenblick war das unglückliche Mädchen eine Feuersäule. Der Tod trat sofort ein, der ganze Körper war verkohlt. Kehl. Der 13jährige Sohn des Rathschreibers Schuhmacher hier ist beim Baden im Rhein ertrunken. Mannheim. Sein 25jähriges Jubiläum begingFritz Seyfried, Platzmeister bei der Firma August und Emil Nieten hier, im Kreise seiner Familie, wozu seine Verwandten und Bekannten zahlreich erschienen waren. Gelandet wurde nahe dem städtischen Freibade im Floßhasen die Leiche des verheiratheten Friseurs Koos. wohnhaft in der Mittelstraße. Koos wurde seit einiger Zeit vermißt. Neckarbischofsheim. Abgebrannt ist das Anwesen des Landwirthes Albert Pist. Das Vieh konnte gerettet werden, ebenso der größte Theil des Mobiliars. Der Schaden wird auf ca. 6.000 Mark geschätzt. Pforzheim. Der verheiratete 44 Jahre alte Taglöhner Wilhelm Chr. Kühn aus Brötzingen war in der Eisengießerei von Gebr. Benckiser am Aufzuge beschäftigt, wobei er abstürzte. Er war nach kurzer Zeit eine Leiche. S ä ck i n g e n. Dieser Tage beging die evangelische Gemeinde das Fest ihres 50jährigen Bestehens durch Festgottesdienst, Festessen und Kirchenkonzeit; letzteres erfreute sich auch des Besuches.von Angehörigen anderer Konfessionen. W y h l. Das seltene Fest der goldenen Hochzeit begingen die Ehel?ute
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Kein. Kaufmann in der Stadt führt einen solch großen Vorrath von Diamanten.
t CARL L. ROST, Diamanten Kaufmann.
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Wilhelm Mamier und. Wilhelmine, geb. Schott. - " . - iyeinpfarz. Dudenhofe n. Die hiesige Feuerwehr beging unter Antheilnahme einer Reihe benachbarter Wehren die Zweier ibres 25jähriaen Bestehens. G e r b a ch. Bei Gangrehwetter wurde ein Lustmord an dem zehnjährigen Mädchen Schuller von hier derübt. Der Kopf des Mädchens war mit einem Stein zertrümmert worden. Als Thäter wurde der Maurer Pfannkuch aus Niedermoschel, welcher wegen eines gleichen Verbrechens erst kürzlich aus dem Zuchthause entlassen worden war, verhaftet. Heßheim Hier hat sich Frau Juliana Gögel, Wittwe des NachtWächters Philipp Gögel, in ihrer Wohnung erhängt. Kaiserslautern. Der 33 Jahre alte, bei der Firma Beutel und Sohn hier bedienstete Hausbursche Johann Baumgärtner ist im Walde bei der Rothen Hohl bewußtlos aufgefunden worden. Er machte per Rad einen Ausflug nach Walfischbach und ist auf dem Rückwege gestürzt. Lambsheim. Beim Baden ist zu Frankfurt im Main der 25 Jahre alte verheirathete Georg Vogt von hier ertrunken. O p p a u. Dem unsinnigenGebrauch des Petroleums ist schon wieder ein blühendes WUnfätnUUn zum Opfer gefallen. Die dem Schlosser Adolf Scheuermann erst vor einiger Zeit anqetraute Barbara, geb. Eisinger, wollte rasch Feuer haben und half mit Petroleum nach. Die Flamme schlug heraus und im Nu standen die Kleider der Frau-in hellen Flammen. In ihrer Kopflosigkeit rannte die Unglückliche noch über die Straße und fand erst im zweiten NachbarKause den gesuchten Beistand. Mit schrecklichen Brandwunden wurde die Bedauernswerthe in das städtische Krankenhaus überführt, wo sie der Tod von ihren gräßlichen Schmerzen erlöste. ZUeckkenburg. Schwerin. Vor Kurzem beging der Domprediger Kirchenrath Weber sein 25jähriges Jubiläum als Seelsorger i der hiesigen Domgemeinde. Der Großherzog ließ dem Jubilar durch das Kabinett seine Glückwünsche aussprechen und ihm gleichzeitig seine Photographie mit eigenhändiger Unterschrift überreichen. Ferner konnte der Rendant der hiesigen Oberpostkasse, August Ehrich, den Tag seines S0jährigen Dienstjubiläums feiern. "Der Großherzog verlieh dem Jubilar das Ritterkreuz des Greifenordens mit der Krone. Neubrandenburg. Die Drechsler Schmidt'schen Eheleute hierselbst beginoen das Fest ihrer Lvldenen jv
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142 Sud Zllinols Stt OonntagS offen. Telephon: (Neu) 4143! (Kit) Rain 343 MMSööm Bird Store. ffi h s Hochzeit. Der Großherzog ließ dem Jubelpaar durch den Geistlichen seine Glückwünsche aussprechen und ein Geldgeschenk überreichen. Rostock. Im 86. Lebensjahre ist der Privatdozent für französische Sprache und Literatur an der hiesigen Universität, französischer Vizekonsul Dr. Julius Robrt, gestoben. Sülstorf. Vor einiger Zeit brannte infolge Blitzschlages die Johann Dahl'sche. Erbpachtstelle nieder. W a r i n. Das Maurer Nanzow sche Ehepaar Hierselbst feierte das Fest der goldenen Hochzeit. Der Großherzog ließ dem Jubelpaare zu seinem Ehrentage neben einem huldvollen Glückwunschschreiben sein Bildniß im Rahmen übersenden Hsdenvurg. l Oldenburg. Einen unerwarteten und jähen Tod erlitt der im blühendsten Mannesalter stehende früher Wirth I. Schmidt, und die Todesurfache ist wahrscheinlich ein kalter Trunk gewesen. H e p p e n s. Hier hat sich ein 19jähriger Mann, der Bureaudiener Rieder, erschossen. Jade. Seinen 90. Geburtstag beging kürzlich ein um das Oldenburger Land hochverdienter Mann: der langjährige Reichs- und Landtags- sowie Synodalabgeordnete Gerhard AhlHorn Hierselbst. Ahlhorn steht noch in voller geistiger Frische, sein körperliches Befinden läßt dagegen zu wünschen übrig. Er ist an den Stuhl gefesselt infolge eines Beinleidens. N e u e n d e. Vor Kurzem starb einer unserer ältesten und allgemein beliebten Gemeindebürger, Schmiedemeister W. Willen, im Alter von 75 Iahren. Willen hat das Amt eines Protokollführers in unserer Gemeinde über 25 Jahre treu und gewissenhaft verwaltet und sich auch sonst um das Vlühen und Gedeihen der Gemeinde in hervorragender Weise vrdient cemacht. Probates Mittel. A. : .Merkwürdig; erst heirathest Du, weil es Dir in der Kneipe nicht mehr gefällt und jetzt bist Du wieder jeden Abend hier!" B.: Da habe ich doch meinen Zweck erreicht . . . jetzt gefällt's mir wieder in der Kneipe!" Um Goldsachen wieder sauber und blank zu ma chen, nehme man 95prozentigen Spiritus und wasche die zu reinigenden Gegenstände mit demselben mittels einer weichen Bürste. Hierauf werden 50 Gramm Kreide, 25 Gramm Thon, 15 Gramm Bleiweiß, 5 Granim Magnesia und 5 Gramm Polirroth, alles gut untermischt und damit die Goldfachen mittels eines wollenen Lappens geputzt und mit einem ebensolchen einaerieben. ,. :, .
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