Indiana Tribüne, Volume 28, Number 305, Indianapolis, Marion County, 16 August 1905 — Page 6
Jndiana Tribüne, lti. August 1905.
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9 ' Der idclzttmgcn. L)umorcsKe von Gustav Johannes Krauß. T 4-0e-H-eH-2 (Schluß.) I kann nit! ' I kann nil!' inerte er immer wieder. w:mBetteln wer' i nit drum!" dachte dann Ferdl trotzig. Soll er'ö behalten. 's Geld. So lang 's Haus no' unser is. bleib' i da und thu' mei" Schuldigkeit. Muaß i amal in die Fremd', naebher hab' i kein' Vattern mehr. Wer eahm nit abaeh'n. Er hat ja sein Geld, sei' lieb's, schön's Gelderl." . DaZ Versprechen, das er dem alten Bergwiese? gegeben hatte, dem Kathel nun nicht welter nachzugehen und ihm das Köpfchen nicht zu verdrehen, bielt lyrer Hreunom. oer Kreszenz, formucn verfolgte, so waren die Siebenten ziem, . . . -.. ' lich oft beisammen. Eine Wonne waren auch diese kurzen, verstohlenen Zusammenkünfte. Kathel konnte sich wenigstens einmal ordentlich ausweinen dabei, und Ferdinand sich den Grimm üöer sein unverdrentes Schicksal von der Seele reden, Daß sich zwischen Thränen und Worten mancher Kuß einschob, der in den Beiden neue Sehnsucht und neue Zu . m lunftshofsnungen erweckte, sano Kreszenz. die bei diesen Zusammenkünften
Ferdl aetreulich. Er ging de:n Mäd- feuer durch das Dorf. Der alie Huber chen nicht nach. Für den Fall aber, wurde ganz wüthend und zeterte förmdaß sie ihm nachginge, waren ihm keine lich. als er zum erstenmal auf sein Verhaltungsmaßregeln vorgeschrieben, heimliches Vermögen hin angeredet Und da ihn Kathel. unterstützt von wurde, aber all sein leidenschaftliches
meist dabei war. sehr in der Ordnung, zuerst grüßten! Keine Spur mehr von Bei einer dieser Zusammenkünste zu der früheren mitleidigen GeringschätzDreien ließ Ferdl einmal ein Wort fal- ung. Ordentlich Respekt hatten sie vor
len, das Kreszenz begierig aufschnappte. Am Schlüsse einer Standrede über die unglaubliche Hartnäckigkeit der Vater im Allgemeinen und im Besonderen sagte der Bursch, sich in die Haare fahrend: 's Blödeste is, daß alles anders sein kunnt', wann mei' Vatter nur wollen that'. Mei' Vatter hat--Er brach ab. Er wollte Kathel nicht eingestehen, welches schmähliche Laster er an seinem Vater entdeckt hatte. Ware Kreszenz nicht dabei gewesen, hätte er die Sache auch jetzt für sich behalten,
oenn oas caocyen gerne rne zenoung Anwesen wurde zu dem Bergwlejerganz überhört. höh aescklaaen. den fterdl und StaiM
Ihre aufmerksamere Freundin aber fragie losori: uas tjai w zsauxr V m f 1 I r aa I Vfirr antwortete Ferdl. Mit verzweiielrem umor sugie er yinzu: ,Dos woaß ja 's ganze Dorf. mt t w r . I reszenz uen tco aver in lyrem isc jumt, oan ca eiwas ganz Äeonoeres . vi . t. r ( I I ff. . r t. . il rn.r...i I veryeimullzl roeroen joiie, ntcni irre machen, feie drang in Den Bur cyen, aucs zu. sagen, uno ues aiyei zu rt.r, ... r. ! . r ... I tyrem eiitano aus. ,zz muen s aaen. aive:. vann t r . r T- r wrt . it. .1 nn i ,tyvu im rnu, u -üii. oiui, besleut' darf's nix Hoamlich's geben, Wann er's nit sagen will, nachher bist tr? " A M-. ' M. - - - - A I " f. 1 k . LX.aI jy!. .. . . aiyet oeiiurmie nun igxcn icoiicn . iri .1 r n ? t 1. ? x. nr.r.ri- i 0 lange, bis die er. dem es dock ein veimncyes Beoursmn war, iicy uver die nn t W mm M I V f I du iyn 10 arg oeoruaie, auvzu,precyen. ucu yeroeineiz. zu oericuien. erzählte aio den beiden Mit großen rr c . .r. 'Li... " I nugen uno gepiZien sparen zuyorenden Mädchen, was für eine merkwürdige Entdeckung er an seinem Vater ge macht habe, und schloß mit den Wo? ten: Aber Ihr dürft's kein' Menschen M I rnr sagen. wiu rnt mem n eigenen m . I T r ' ? w. w7 Tf T r T . TI 1 aier ms emn youl,cyen seiz tragen ausa'schrieen haben." An allen Gliedern Zitternd vor Aufregung uver das uneryorte, ver ucyerte nalyet: .Jsag nix-ceamo nlr: at. m rwfc ma I rL t 1 1 m n. :t v:.
aiu yxci vie reszenz s Kniete und seine Tochter, von dem stumWort. Damisch seid s all Zwei. Na- tn G&mmt des Gatten aerübrt. faii
.XUtir MUNI S erzayien. meinem t i. . I tl alter, athel. Da dran hab' : schon denkt." sagte ero sinnet enn s was wen tonnt'! Aber er that' sagen. , hab' ver aiyel was vorg'icywmoen. . sw t w . . w . i . aa 1 jzatz woani" antwortete Kreszenz. .Probir'n muaß mer's. Heut' no' erZahlst lym die G'schlcht, Katyel. Am nächsten Moraen schon wurde Ferdl zu Bergwieser beschicken. Also Du kommst do' mit der Kathel z'samm'?" fina der Bauer an. - .Mällia " betheuerte 5?erdl. Bergwieser nickte. Kenn' i scho' die
Zufäll'. da wird halt ein bissel nachg'- Worten stimmte die denn? Mühsam holfen, von der ein' und von der ande- entzifferte der alte Großbauer die winderen Seiten. Na aber erzähl'! Was zig gedruckten Zeilen.
,s das für a unerhörte G'schicht' mit Dein'm Vatter?" Der Bursch sah. daß der alte Bauer vor Neugier brannte. Da wäre es nicht Xiug gewesen, sich zu sträuben. Er erzählte also, was er wußte. Als er fertig war, rannte der Bergwieser wie besessen m der Stube um her. .Na, so was! So was! Aber so sem s', die Geizkragen! Oefter einmal is scho' aner verhungert, , und nachher ' . i . - . ' f sagst, daß er immer sei Geld zähl'n thuat'i' , - d Stuben Abnehmen, da schleicht er.si' in -der Nackt immer 'naus in Qos und bockt si'
hat rn r den ganzen tzstroyjaa unter oen u meinem armen eroinano geeahm voller Geld g'funden. Wie a geben hast. Das hc,t mich auf die Idee Krankheit is's. wie a Krankheit! .Wo gebracht, das alte. Gerede von meinem
.Solang uns der Mond so stark in SMtm toobn weik von Nicht. Ich
' Stuben g'scheint hat, hat er's in der habe auch ihm eine Komödie vorge
zäblt. ?lekt'n is der Mond im sptelt, um ihm das Gewissen rein zu er.
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in em'n Wtnm tet unsern HeuMdel, Da kann ihn koaner seh'n. Jede Nacht?" fragte der Oergwieser, zitternd vor Neugier. Jede Nacht bis jetzt." Ferdl, das rnnfj i mir anschau'n." Der Bursch zuckte die Achseln. Wird schwer gehen. Oes mußtet höchstens auf's Dach vom Heustadl kraxeln und da 'runtcrgucken." Mach' i! Nur seh'n tmicfc i's." In der nächsten Nacht lag der reichste Äauer oes Dorfes aus oem meunendach des armen Huoer und lauerte wie ein Dieb. Nichtig kam gegen Morgen, als die blasse Sichel des abnehmenden Mondes die E6e hinter der Scheune ziemlich hell beleuchtete, der alte Huoer aus dem Hause gehuscht und kauerte sich m diele Ecke. Der GroNbauer auf dem Dach hielt -den Athem an. Richtig. Hunderter. Ein ganzer Pack! Er kannte die Tinger qenau genug. Ferdl, hatte also nicht geslunkert. New. was man alles erlebt in der Welt! Ewer, der so viel Geld in der Hznd hat, laßt Haus uno jgof verkommen: Die Sache ging nun wie ein Lausns. 1 trc : je 1 3 , r .. c . : viuieucjneu i;ui may. vcin vzh,cu:i niß war nun einmal ruchbar geworden. Eigentlich war es ja Niemals em eheimniß gewesen. Man hatte gleich damals gewußt, daß der alte Huber beträchtlich gewonnen hatte. Die Leute hatten sich durch den äußerlichen Rückgang seiner Verhältnine nur irre machen lassen. Jetzt war all? aufgeklart. Huber war wirklich ein wohlhabender, vielleicht sogar ein reicher Mann und nur eben ein Geizkragen. nrrt c i i i r r e Uie anoers oie euie jeni auf ero.s Gruß dankten oder wohl gar ihn selbst ihm. Als es so weit war. redete Ferdinand zum zweiten Mal mit dem Bergw:ejer, und diesmal bekam er keinen Korb. Jetzt liegt die Sach' ganz anders." sagte der würdevolle Mann. Jetzt wird Niemand sagen, daß i der Dumme bin. Allo in Gott'snamen a. Mit dem Madel war's ja nit ausz'halten die aanze Zeit." wei Monate darauf feierte das junge Paar Hochzeit. Das Huber'sche bewirtbsckafteten. Die beiden alten Ist . Bauern lebten bei ihnen im Ausgedinge Huber gab auch jetzt noch nicht zu. Da er Geld bade. Er trieb die Verfiel lung so weit, sich von dem Sohne ein J l ' Tabaksaeld aussehen zu lassen. Bera- . y ' " . " ... " wieser belächelte diese Äiarotte uberle 1 ' 1 gen. Coftt'ä turn die ub'l" svrack er " " v T den jungen Leuten. Schließt Zommt's dock, Euch zu aut. Der Mann ' ' " ' Yrhn n r - . eine einzige ejorgNiv war, er nnte etwa vor Huber sterben und daurch um das Vergnügen kommen, an &j Mi M, j t rvt 1 der Ztt t tteuuna des nacma les ces al v' . . tcn Geizkragens theilzunzhmen. u;tn Sabernack svielte ibm da I I T &Mini Zckt Neriwieser war nock ' 1 ' ' - ' . gesund und frisch und rüstig, als Huber ch zu seiner letzten Krankheit hinlegte. Die Kräfie des Alten, der so lange ' ' a u ct schwerer Arbeit käralick, aelebt hatte, verfielen schnell. Als es an das Sterben ging, winkte Huber den alten Bergwieser mit den Augen zu sich keran 7fc erawieier d' areane Brieftasc5n " . ' ' vergraben im Garten unter'm archen Airn5aum Dir n'5ören " Bergwieser eilte hinaus, sobald er konnte. nör?nd drinnen sein cmieI miX am Sterbelaaer seines Vaters tJ . . u- r lr I I hrnr, itrHnh nrvh hr OsTf ()vlvl VV V VV V braunen im Sckweike seines Anaesicbt die Erde unter dem Birnbaum auf. Da-der Spaten stieß an etwas snfis hna mrtnmfo kln.i Gin Bleckikästckcn war es. Der V -5 Schatzgräber hob es aus seinem Ber ft.rf ..d öffnete es Nitia bi üne Brieftasche darin. Bergwieser riß sie aus dem Behäl ter und öffnete sie. Da lag der mäch tige Pack Hunderter vor seinen Blicken. cechanlsch las er: Hundert Mark" Aber was war denn das? Die tleme Schrift unter diesen fettgedruckten zwei ... erhalt derjenige, der mir cm Kleidergeschäft nachweist, das so preiswerthe Anzüge, Hosen u. s. w. führt wie die silberne 99." -Las ecyt Bergwiesers wurde sehr lang. Hastig blätterte er das. Packet durch. Die Hunderter waren alle von der nämlichen Art wie der oberste. Ganz zu unterst lag ein Brief. Mechanisch schlug Bergwieser das Blatt auf und las: ..Lieber Bergwieser! Du hast selber schuld mit dem Bescheid, c . . N.t! e . Lotteriegewinn wieder in Gang Zu ormgen. halten. Sünde habe ich übrigens auch keine begangen. Der Oerr Pfarrer.
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ich's gesagt habe, hat sogar gelacht dazu.
Die falschen Hunderter sind Zettel, ie von einem Kleidergeschäft in der Stadt vertheilt worden sind. . Wie ich inmal auf'm Gericht war. hat mir eir Dienstmanu ein ganzes Packet davon gegeben. Die Dinger sind hernach verboten worden. Ich habe mir die Tasche voll zum Span aufgehoben. Jetzt lind l:e logar nutzlich geworden. Verzeih mir den Spaß. Und zieh eine Lehre daraus. Ferdinand Huber. Ter Bergwieser sah äußerst verdutzt eine Weile zu Boden. Dann ging er till und befmamt in das ö)aus. Adgcbliht. Ter berühmte englische Staatsmann Willianl Pitt liebte es, wo Zeit und Gelegenhert dazu sich bot, seine staatsmanmfche Würde und Ernsthaftigkeit em paar Stunden bei Seite zu setzen, ja selbst sogenannten burschikosen Scherzen und lustigen Streichen war er alsdann nicht abholo. Bei einem solchen Streiche hätte er aber einmal einen recht bösen Denkzettel davon tragen können. Pitt hatte mit Kolleaen ein Mittaasmahl in einem Landhause in der Nähe von London eingcnonilnen, wohin nun die Gesellschaft in ausgelassenster Stimmung zurückkehrte. Man war zu Pserde. und der Minister schlug vor, am Zollhause im Galopp vorbeizureiten und so den Pachter des Degezolles um diesen zu prellen. Gesagt, gethan: man jagte am Zollhause vorüber. Aber der Zolleinnehmer. der auf solche Scherze vorbereitet sein mochte, verstand keinen Spaß. Er schoß zwei Mal hinter der Geiellschast her, traf aber glückliche? Weise nur den flatternden Mantel des Ministers. Pitt l:en am anderen Taae dem Zollpächter bedeuten, daß ' er gegen Leute, von denen er vermuthe, daß sie ihm den Wegezoll hinterziehen wollten, Selbsthilfe nicht üben, unter allen Umstanden aber nicht auf sie schießen dürfe. Der Pächter indessen gab dem Abgesandten grob zum Bescheid: Er zahle an die 5lrone prompt seine Pacht und gehe gegen Leute, die ihn prellen wollten, vor, wie es der Augenblick erheische. Ob die Preller Spitzbuben oder Ministe? seien, das sei ihm völlig gleichgütig. Im Uebriaen stehe er als freier Engländer nur unter dem Gesetz, und vor dieses möge ihn stellen, wem es beliebe, wenn er alaube. dazu ein Necht zu haben. Selbstverständlich schwieg der Minister. Gin saloinonischcr Spruch Kaiser Wilhelms des (rrstcn. Im Jahre 1LS2 stand in der Selekta einer rheinischen höheren Töchterschule, deren bestandene Abgangsprüfung zugleich Anspruch auf Änsteuung als Lehrerin gewahrt. das entscheidende Examen bevor. In einer von der Schule veranstalteten Äorpru sung erhielt die jüngste Seleltanerin das beste Zeugniß; allein für die Hauptprüfung, deren Termin bereits festgesei)t war. fehlten ihr an dem vorschristsmäßiacn Alter noch drei Taae. Gesuche um Erlaß dieser kurzen Frist ivurdcn vom Provinzialschulkollegium, sowie auch vom Kultusministerium abschlägig beschicken. Da faßte eine ältere Schwester des jungen Mädchens heimlich den Entschluß, unter Darleauna der thatsächlichen Verhältnisse sich unmittelbar an den Kaiser zu wenden. 'lcht lange, so traf auch die Entschcidung des Monarchen ein. Das Gesetz dürfe selbst wegen einer so vorzüglichen Schülerin keine Aenderuna erleiden. doch hätte Seine Majestät gnädigst zu befehlen gerukt, daß jene Prüfung vier Tage später stattzufinden habe. Diesein weisen Köniassvruche machte dann das hochbeglückte junge Mädchen durch ein glänzendes Examen alle Ehre. Aus drm Lebm Chopins theilt ein Peiersourger Blatt den folaenden inte relzanten Fall mit. Auf dem öcimwese aus Freundeskreise befand er sich in dei Gesellschaft Schnitkowslis, dem er, wie bekannt, drei seiner schönsten Mazurkas widmete. Ihm klagte der berühmte KvVponist seine verzweifelte pekuniäre O oy u r , r. agc. ncn. nq er aus. wenn ich nuc einen wohlthätigen Genius fände, der mir 20,000 Francs in meinen Schrank legte. Dann würde ich endlich wieder Mensch!" In dieser Nacht träumte Chopin, daß sein Wunsch in Erfüllung gegangen jei und erzählte dieses auch seinen Freunden. Wenige Tage darauf fand er auch richtig 20.000 Francs in seinem Schrank, von deren Ursvruna er nichts wußte. Diese Summe hatte ischnitkowski hineingelegt. Er hatte einer reichen Engländerin, die für Cho Pins öiompo ltionen schwärmte, den Wunsch des Meisters mitgetheilt und sie hatte ihm sofort die 20.000 Francs für den Künstler eingehändigt. Chopin hat nie den Namen der Ceberin erfahren. Aus Einladung ver SJon doner Stadtgemeinde wird der Pariser Gemeinderath Mitte Oktober vollzählig sich nach London begeben. Unsere moö einen 23ii ch e r , ohne Ausnahme' auf Papier gedruckt, welcheö mit , Chlor gebleicht wurde, werden in wenigen Jahrhunderten nicht mehr eristiren, indem das Papier zerfallen wird. Der. Araber baut in Städ ten viereckige Häuser, deren Straßen front keine oder nur wenige Fenster zeigt. Auf das Innere, des Vierecks, den Hof, wird die ganze Sorgfalt im Ausschmücken verwendet.
fiontrcadmiral Brcnsing.
Ter neuern,:? Yk,,s deS deutschen Kre zergeschlvcdcrö Sertrauensakt. Der neuernannte Chef des deutschen Krcuzergeschwaders, Kontreadmiral Breusing, gilt als einer der tüchtigsten jüngeren Flaggoffiziere der deutschen Marine. Bisber wurde dieses viel Kenntnisse und Takt erfordernde Kommando stets von einem Vizeadmiral wahrgenommen. Wenn letzt em junger Kontreadmiral hinausgeschickt wird Breunng geht für die Dauer von zwei Jahren nach Ostasien sc Friedrich Wilhelm Alfred Breusing. darf man hierin einen Akt ganz besonderen Vertrauens erblicken. Friedrich Wilhelm Alfred Breusing ist Hannoveraner und trat als 16jähriger Jungling 1869 in die Marine ein. Er wurde 1873 Leutnant zur See, 1896 Kapitän und 1903 Kontre admiral Nachdem er die üblichen Uebungsreisen absolvirt hatte, wurde er bereits 1875 zur Theilnahme an der wissenschaftlichen Expedition an Bord der Korvette Gäzelle" kommandirt, die damals unter dem Befehl des Kapitäns zur See Freiherrn v. Schleinitz nach der Südsee fuhr. Nach erfolgter Heimkehr that Breusing Dienste als Adjutant bei der 2. Matrosendivision. dann als Assistent des Oberwerftdirektors in Wilhelmshaven. Hierauf trat er in die Admiralität ein, wurde aber schon nach einjähriger Thätigkeit abberufen, um 1889 als Erster Ossizier der Kaiseryacht Hohenzollern" Verwendung zu finden. Ein Jahr später trat er in das Oberkommando der Marine und verblieb hier mit nur zweijähriger Unterbrechung, die der Führung des Linienschiffs Sachsen" galt, bis zum Jahre 1900. Um diese Zeit wurde er Abtheilungsvorstand des Admiralstabes. Breusing wurde dann Chef des Stabes der Uebungsflotte und erhielt vor wenigen Jahren das Kommando als Zweiter Admiral des 1. Geschwaders. Strcitdare Oamr. FkSulein TarbeUS lngriffe aus John D. Rockefeller nv den Oel-Trust. Nicht geringe Sensation haben in jüngster Zeit die Publikationen Frl. Jda M. Tarbells erregt, welche dem Standard Oel-Magnaten John D. Rockefeller den Vorwurf machen, daß seine Geschäftsmethoden nicht allzu einwandsfrei sind, und trotzdem Herr Rockefeller versucht hat, durch seinen Anwalt auf die streitbare Dame ernzuFranleiu Jda 2)1. Tarbell. wirken, zeigt diese sich keineswegs ae neigt, ihre Angriffe auf den Oeltrust und sein Haupt aufzugeben. Fräulein Tarbell, die heute der Lenze 47 zählt, besuchte das Allegheny College zu Äreadville, Pa., wo sie das tf rYi c i . rr c ouegeMagazm reoigirie. uayreno der nächsten zwei Jahre nach ihrer Graduirung vom College bethätigte sie I stch als Lehrerin. Ihre Neigung trieb ste zedoch zum Journalismus. - Sie trat in den Stab du Zeitung Chautauquan ein , und wurde Nedaktrice des Blattes. Fräulein Tarbell studirte hierauf m Paris drei Jahre lang Ge schichte und . verfaßte Abhandlungen über Napoleon und Lincoln, sowie eine Geschichte des. Standard Oil Trusts. Obgleich ihr Interesse für das Oel Monopol im Keystone"-Staate, wo ihr Vater selbst eine Oelrasflnerie re faß, schon von ihrer Kindheit an da tirte, bedürfte es doch iahrelanaer Erfahrung und emsigen historischen Studiums, um den Gesichtskreis Fräulein Tarbells derart zu verbreitern und ihre Urtbeilskraft m einer Weise zu reifen daß sie befähigt .wurde, die Autorin eines Buches über me größte geschast liche Kombination der modernen Zei zu werden.
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Merkwürdige Mensläuse. Vor nicht langer Zeit noch verdiente stch ein rumänischer Fürst, der der Sprößling einer der ältesten europäischen Adelsfamilien ist. das Nothwendigste zum Lebensunterhalt als Cirkusreiter. Schon frühzeitig hatte der Prinz ein liederliches Leben geführt. Ehe er großjährig wurde, machte er sich von dem väterlichen Einfluß frei und heirathete eine Cirkuskünstlerin. Sein Vater verstieß ihn; als er dann aber die Familiengüter erbte, zerrann ihm das Geld unter den Fingern. Tarauf ließ er stch von seiner Frau unterrichten und erhielt eine Stellung in cinein Cirkus. Unlängst hat er die Stelle eines Theaterdirektors bekommen. Ter Marquis v. Urcher verlor schon früh in seinem Leben sein Vermögen und mutzte 15 Jahre lang als Gehilfe eines Vleiarbeiters für 50 Pfennige täglich arbeiten. Allmalig wurde er ein geschickter Mechaniker, machte Glasarbeiten für wissenschaftliche Instrumente: schließlich ging es ihm so
gut, daß er seinen Titel wieder annehmen konnte. Aber er vergaß me sie einfachen Arbeiter, mit denen er oft eine Brotrinde und seitie paar Pfennige c r i r t t in oen aaen oer Armut? ceineui hatte. In Wien starb vor ewiger Zeit ein Droichkenkuticher Namens Martin. Er war der letzte Sproß e:nes vornehmen Aoelsaescv!ewtes aus ,vran!relaz. )ie Familie mußte zur Zeit der Revolution ihre Heimath verladen und verarmte immer mehr, bis von den beiden letzten Ueberleöenden der eine als Bettler aus den Strafen und der andere als Droschkenkutscher endete. Um die Summe von drei Mark per Woche arbeitete in Odessa, Südrußland, eine Fürstin bei Neubauten. Zwölf Stunden täglich mußte ste Mörtel milchen und auf ihrem Rucken aus das Gerüst hinauftragen. Ter Fürstin erging es nicht durch eigene Schuld so schlecht: ihre hochgestellten Verwandten hatten sie vertanen: ihre kleinen Ersparnisse wurden ihr überdies noch von ihren Arbeitsgenossen gestohlen. Ihr Rang und ihre traurige Lebens schichte wurden erst durch die Gerichtsverhandlung bekannt, die auf den Diebstahl folgte. Em Baron verkaufte m emem Theater in St. Louis in den Zwischcnakien Maiskolben und Limonade. Ter Baron," so schrieb ein dortiges Blatt von ibm. ist in Unaarn aeboren: er wurde Leutnant, besuchte die Akademie der Künste in Wien, hat manche sinnreiche Erfindunggemacht und ist ein Schnellmalcr." Ein anderer Edelmann, dessen i ii i- F (5fnrrtmhmim riMttrriitTrri Ptt nitf iirr bekannte fürstliche Familie in Oesterlfcfc'V4 tiM4V 4 tVJV I w- WW V reich zurückgeht, und der em vlelrersprechender Offizier in einem vornehmen österreichischen Regiment war. ist jetzt Arbeiter in New Jersey. Bald nachdem er nach Amerika kam, arbeitete er in den verschiedensten Berufen, zuleht auf einer Farm. Als fleißige? Uhrmacher lebt in New Nork ein in Thüringen geborener Graf. welcher der Erbe großer Guter und reicher Kupferbergwerke in Schlesien ist. Er mußte seine Heimath verlas sen und entfloh nach New Orleans, wo er Mittellos ankam uno sroy war, nr einem Restaurant als Aufwäscher angestellt zu werden. Nachdem er tapfer im . Burgerkriege mitgekämpft hatte, kam er zu einem Uhrmacher, nach dessen Tode er das Geschäft fortsetzte. Der rechtmäßige Erbe eines Thrones ist Portier m San Francisco. Sein Szepter ist der Besen, seine Krone ein runder steifer Filzhut. ohne den er nu, ausgeht Er ist Neger, der Sohn eine, oniJs U"v rce ve- v nes von ioanoa. seln eoen ir ieii dem Tage, an welchem er aus seinem I ts'fx tVS aI.? iClZZp t & jiwiiivjiniV tiiinvy unu um ui auf einem Küsienschiff für 50 Mark i ir i ryi . r .. monanicy lyaiig war, an uecyielsauen aller Art sehr reich gewesen. ergesienes rav gefunden. Während Arbeiter in Fargo, N. D., unter einem bereits, gebauten Sause für ein Fundament aru5en fr? Tt nnhiTfinFft nf efnn Sarg. Nachfragen über diesen sonder r w . mi w mm m m M, mr w u m mm mm u mr m m mm m baren Umstand erwiesen, daß dann die Ueberreste eines Dan Shumway waren, der 1872 im April von einem berüchtigten Spieler Namens Shang erschössen wurde und dort zeitweilig regraben worden war. In ienen oewegten" Tagen hatte man dann ganz und gar vergessen, die Leiche wieder auszugraben, als stch die erwarteten Ver wandten nicht einstellten. Jahrelang a)on ianü ein ooqnyaus ucn vzu Ärabe des unglücklichen Opfers. I n d e r f r a n z o s l s ch e n Kammer brachten die Devutlrten der Devartcments Aisnc und Ardennes einen Antrag ein, dem Ackerbauminister einen Kredit von Millionen Zranl zu bewilligen, um Un Opfern des über diese Gegend niedergegangenen Wir belsturmes Hilfe zu leisten. Ter dorr vom Sturme in Feldern und Gärler auf. einer Strecke von 24 Kilomete'. angerichtete Schaden wird auf etwz zehn Millionen Frank angegeben. Ein rdlcr : Bekannter (zum Weinrelsen den, der durch einen unglücklichen Zu fall seinen Musterkoffer zerbrochen r. . i ' i- ... l X. f qai)'t, Hu weo,. zetz! zoiio yr vitjij denken, Sie hatten den ganzen Wein ausgetrunken!" Gott bewahre!" Kennt der Sie denn, so genau? Nein aber seinen Wem!"
Nerzte.
ör. J. A. Sntcliffe, Wund -Arzt,. LZtschlechts., Urin- unÄectum Arankheiten. Office : 155 O Market Stt. Tel. SI CfjlchStntri: 9 ntr in.: 8HI4CH. Dr. Carl G. Winter Deutscher Arzt. eydeU alle aiute und chronische Ktaxtit he-ten. VedurtSyülfe Spezialttö Okstee: 14 Weft Ohio Str. k,t,,dt 9Bo;acna: i0 vadis kd, Vre-Ddk : 7 K(nU . onntazk: b Siac;:?. Wohnung Teledhou t it. OU i HtB. ttti 19 Jl -t?i,Sa. xiaal! . 10.M V. lK K 41. Warum nicht sparen beim Einkaufe Ihrer Röbel . . .und. . . . eWiche ... .sowie. . . . Garland Oefcn und Ranges. bei WILLIG'S ...Möbel-Handlung... m mn Mkinarnn Straße. I W I W " I www r w w wj w-w I 1 ' "City CtaJItrt 1863, nirmn: jederzeit Ongacn senil entgegen. Irgendwelche Orchester, Oufik und irgend eine Anzahl den Ruft:, Vird geliefert. Neue uSftattung und neu kwisermen. R. . Rill er, Dtrector. vry Opregpfeil, SeschäftisQhr, 1103 Madison Avenue. kelephon ' Neu 969. Dichmann Lk Grabhorn, ..Fadrttanten do tewt. Schau ' Käficn. Slas Ladentische und Cigarren-Tischr. CM Cft &at9U ctwfcc law, I. i 1 Gt(i:ill9 Ponttsmc AMÜNdlgLNge?. I 1 John N. einlein. empfiehlt stch den Steuerzahlern und Stimm gebern der Lten Ward als Kandidat für vtadtrath. unterworfen der demokratischen Nomina tionö . Konventton. John eidenreich, Der Florist", . Ecke Afplegate und Iowa Straße, empfiehlt sich den Stimmgebern der 13. Ward als Kandidat für Ctadtrath, Unterworfen der Entscheidung der dnnskra Aschen NominätionS Convention. Michael Vinci, - CoisflonS . Handler. 122 Süd Delaware Straße, empfiehlt sich den Stunmgebern der Uten Ward als Kandidat für de Otadtrath . , für diese Ward. Unterworfen der Entschei dung der demokratischen Nomwations'Zkor, ventton. ,Die Schwingekojen" in den Schlachtschifflazarethen sind geräumige, mit. hohem Holzrand verse hene Bettladen, die an zwei am Kopfund Fußende befindliche Zapfen so aus n v vc r.. rmuc rci cvbi uaa llc jcmoingcn können... Dadurch werden die Insassen dieser Betten den seitlichen Schwankun gen ves chtsseL. oem (schlmgern, ent. I zogen.
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