Indiana Tribüne, Volume 28, Number 304, Indianapolis, Marion County, 15 August 1905 — Page 7

Jnvians Tribüne, IS. August ROVS.

7

0-0-0--0-0-0-C0-

An stilZcnwasscrn Aus dem Dänischen Von L. Vudde Q ?-&0-G--0-0-G 9-H)-0-0--Q---e i (Fortsetzung.) . Das Letzte muß man sich merken, sagte Peer Schmied, als man ihm gute Worte und Bezahlung versprach!" murmelte Soren mit gedämpfter Stimme. So erzählte denn der Wind fuhr der Schulmeister fort, von der Herr lichkeit alle? öceiche und Länder der Welt. Er schilderte, wie prachtvoll es sei, über Land und Meer unter Gottes blauem Himmel dahinzufahren. aber auch wie belustigend es sein könne, in eine enge Brust hineinzuschlüpfen. die sich sehnte, ausgeweitet zu werden, nnr wie gut es einem in der Seele thu,, könne, die Thränen von einem verweis ten Auge wegzuküssen cder sich in aul. gelassenem Spiel um ein paar frische, rothe Backen zu tummeln, oder recht aus Herzenslust auf alle die eing'bildete Größe und dumme Wichtigkeit der Welt zu blasen. Von wilderen Geschichten könne er vielleicht auch noch melden, aber das sei nichts für Kinder, meinte n. und deshalb schwieg er klüglich davon. Dergestalt erzählte er so lange, bis die jungen Töne anfingen, ganz unruy-g zu werden und vor lauter Sehnsucht zu wachsen, denn siemeintcn, daß auch sie nicht dazu geschaffen seien, immer unter der großen Schürze ihrer Mutter zu sitzen, sondern vielmehr sich frei und freudig in's Leben hinauszuschwingen und darin mitzuklingen. Sie erzählten der Glocke davon und baten, sie loszulassen, aber diese wollte es nicht dulden und begriff nicht, woher sie solche Gedanken bekämen. Tenn sie lauschte nicht auf jeden flüchtigen Wind, der angefahren kam und schwatzte. ,Seht mich an. Kinder!' ermähnte sie. ,Jch bin nie aus meiner Höhle geWesen und verlange auch nicht, hinauszukommen. Ich bleibe, wo ich bin, und das ist das Klügste, da weiß man, wie man es hat!' " Das ist jedenfalls ein wahres Wort," bemerkte Soren gewichtig und sah aus, als ob er wirklich Achtung vor der alten Kircbenalocke beate. Es lag nun gleichwohl in der Luft fuhr der Schulmeister fort, daß die Töne weiterträumten, wie auch sie über Land und Meer fahren und versuchen würden, eine Brust zu erfüllen. Thränen hervorzulocken, um sie wieder zu stillen, und alles Leid und alle Freude des Lebens durch sich hindurchklingen zu lassen. Und nach und nach, als sie so träumten, wuchsen si: heran, bis auch sie bereit waren, hinauszufliegen. Da ereignete es sich einmal, daß die Glocke ihr Gleichgewicht verlor das geschah zuweilen bei ihr, und eS kann geschehen, Soren-, wenn man sich auch noch so gut in seinem Loche hält. Sie fing an zu schwingen und zu schaukeln, durch ihren ganzen Körper zu zittern und zu bebcn, so daß sie vergaß, festzuhalten, was sie hatte. Da lösten sich die Töne und flogen wie eine Schaar Vögel aus dem Nest der Mutter hinaus, und der Wind war gleich bei der Hand, nahm sie dienstfertig auf seinen Rücken und zerstreute sie, jeden auf seinem Wege, über die ganze Welt, wo alle Dinge grünten und blühten, von denen sie unter der Glocke geträumt hatten. Einer flog mit feierlichem Klänge hinaus über Stadt und Land, und wo er ertönte, sammelten sich die Menschen und folgten ihm in die Gewölbe der Kirche. Dort nahm er in einer demllthigen und armen Seele Wohnung und lebt dort noch und macht sie größer und reicher als die Seele eines Königs. Ein andrer ging in jubelndem Flug hin uoer em herrlich geschmücktes Hochzeitshaus, und Bräutigam und Braut hörten seine Stimme und folgten ihm vor den Altar, und als sie Hand in Hand wieder zurückkehrten, bewahrten sie ihn in ihren Herzen, und dort klingt er immer weiter als ihres Lebens schon ster Ton. Und der dritte hielt über einem offenen Grab an und erklang dort so tief und ergreifend schmerzlich, daß ein Augenpaar sich davon mit Thränen füllte. Aber als die Erde schwer auf den Sargdeckel fiel und sich der Grabhügel darüber wölbte, schwang sich der Ton so mächtig zum Himmel empor, daß das Auge seine Thränen vergaß und ihm dort hinauf folgte, und von dem Augenblick an war er für ein einsames Herz ein Ton vom Himmel. der nie verstummte. So fand jeder von ihnen seme Wirksamkeit in der Welt, und darin entfaltete sich ihr Leben erst richtig. Aber der von ihnen allen, der am höchsten und kühnsten geträumt hatte, während er unter der Glocke saß, wurde gewogen und zu leicht erfunden. als sie in die große Welt hinauskamen. Er verirrte sich in einen kleinen Winkel zwischen des Lebens tägliche Mühe und allerhand langweilige Bagatellen, und dort bueo er hanaen und kam nie wei ter." Einen Augenblick hielt der Schulmeiste? inne und sah aus, als ob es ihm um den armen Ton leid thue. Aber Soren nickte mit zuversichtlicher Miene, nahm das Wort und sagte: Es kann sich ereignen, daß er doch mcht der Ce ringste wird, denn es war akkurat ebenso mit unserm Fuchs. Er war dreimal auf der Nemonte und wurde iedesmal zurückgewiesen, und ist doch das beste Arbeitspferd geworden, das

wir haben.

Te? Schulmeister sah Soren freundlich an. als cb er ihm dankbar.für diese Bemerkung sei, obgleich man sagen mußte, daß sie mehr rein praktischer Natur war, als daß sie zum eigentlichen Schmuck eines Märchens hätte dienen können, und er antwortete sanft: Jedenfalls klang er dort so gut, als er konnte. Aber besonders b:schaffen war er allerdings nicht, denn der Staub fiel täglich darauf und macht? seine Stimme rauh und heiser, und die Luft um ihn war etwas schwer, so daß er seine Schwingen schlecht gebrauchen konnte. 'Und nun ist es schon lange her. und er hat sich längst an alles gewöhnt, aber zuweilen kommt eine alte E?innerung und besucht ihn in seinem LebensWinkel, und dann klingt manchmal et

was Webmuth durck d:e alten Tone. bis seine tägliche Mühe und seine mancherlei langweiligen Bagatellen es ihn wieder vergessen lassen." Aber konnte er selbst denn qsr nichts dabei thun?" fragte Klein-Else theilnehmend. O ja. Elfe!" antwortete der Schulmeiste? hastig und streichelte ihr die Wangen. Ich hätte nicht veraessen dürfen, zu erzählen, daß c? so eitel i:nd stolz und so sundhaft hochmuthig war. daß der liebe Gott es so machen mußZe, um ihn lehren zu können, demüthig zu werden das weiß er auch wohl selbst, wenn er vernünftig ist." Dann kommt er auch noch hinauZ. wenn er wieder gut geworden ist!" rief Elfe mit emem hoffnungsvollen Gelchtchen. Vielleicht! Der liebe Gott weiß es!" lautete des Schulmeisters Antwort. .Aber es hat auch nicht viel zu bedcuen, denn unter der Glocke sitzen tauend und aber tausend neue Töne und sehnen sich und wachsen wie die. von denen ich jetzt erzählt habe, daß sie der Wind hinauslcckt. Geht hie: heraus morgen Abend und übermorgen Abend und jedez Abend, einen nach dem andern, dann werdet Ihr zu hören bekommen, wie sie sich in die schön: Welt hinausschwmaen. Geschlecbt auf Geschlecht, und wer wird sich da um einen einzelnen Ton kummern, der verloren gebt!" Bei diesen Worten sah der Schulmeiste? mit seinem gewohnten freundlichen und munte?n alten Gesicht auf, und es wa?, als obe eine klein? Wolke fo?tglitte und verschwände. Ten Kindern schien es auch, daß in der Er?.ahlung etwas Wahrscheinliches liegen könne, und sie beschlossen deshalb, ren Ton flieacn zu lassen und sich an die andern, vergnüglicheren zu halten. Ab:: Soren erhoo nch und sagte m einem bestimmten Tone: Das ist nun meine Ansicht, daß die Glocke aeläutet hat, um uns allen zu erzählen, daß es Zeit ist, nach Hause zu aehen und unserm Herrgott Tank zu sagen für das', was er einem daheim Gutes gegönnt hat. und dabei läuft Niemand verkehrt." Damit setzte er sich m Bewegung und die andern folgten ihm, aber die Kinder glaubten ihm dru, nicht recht. Sie vertrauten mehr auf den Schulmeiste, und das kann man ihnen auch nicht verdenken. Sie konnten das Märchen von den Tönen nicht vergessen und hatten ein Gefühl, als ob es nutten in ihrem eigenen Leben aufgewachsen ei. Von der Zeit an bekamen sie Lust, gegen Sonnenuntergang an den Strand hlnunterzuschlupfen und sich dorthin zu setzen, um den fernen, gedämpften Tönen des Glockenklauges auf ihrem Flug hinaus in die Welt zu lauschen. wo sie Reichthum und Freude finden wollten. Und wenn sie recht zuhörten, konnten sie deutlich vernehmen, daß es ein Siegesgesang war über die Flucht aus den engen, gedruckten Statten hin aus, zu Freiheit und Glück, über einen langen und strahlenden Tag, der hinter den Schatten des Abends verborgen lag. Der Klang wurde schöner und schöner, immer lockender, t weiter er entschwand, und der letzte, leise ersterbende Ton schien nur einzuschlafen, um von andern, noch schöneren und weiche ren zu träumen. Und wenn er fort war, nahmen sie einander bei der Hand und gingen heim, um wie er zu trau men. Aber auf den Ton. der sich in einen Winkel des Lebens vei?rrt hatte, hörten sie nicht der wanderte seinen eigenen, langweiligen Weg und ging sie Nichts an. Auf die Dauer kann es einen indes sen nicht befriedigen, fo Geschlecht auf Geschlecht von glücklichen Tonen zu hören, wie sie sich in die Welt hinausschwingen, um alle ihre Herrlichkeiten zu besuchen, während man selbst hinter dem ewigen Gehege derselben Wellen eingeschlossen sitzt. Nach und nach wurde Paul von der Unruhe der Tone angesteckt und fand nicht mehr dieselbe reine Befriedigung wie ' früher darin. oben auf dem Erntefuder zu sitzen, ei Pferde zur Schwemme zu reiten, am Fjord zu liegen oder zu fischen cder Fallen für wilde Thiere zu stellen, so schon und vergnüglich es an und fü sich auch sein mochte. Eine jugendliche Sehnsucht nach dem Lande jenseit d:s Meeres, undeutliche Träume von unbekannten Freuden, die ihn dort erwar teten, begannen immer ständiger sein junges Gemüth zu besuchen, und Elfe wußte er sofort für die Sache damit zu gewinnen, dcch er ihr versprach. e;m wiederzukommen und sie zu heirathen um sie zu Gold und grünen Wäldern hinauszuführen. Es war vergebens, daß Soren ihm alles vorhielt, was bei solcher Beranlassung vernünftiger Weise ihm vorgehalten werden konnte, daß er 'Winke fallen ließ übe? alle die Mühsale und Beschwerden die .seine? warteteri.nnd

ein Geheimniß daraus machte, daß er

bestimmt gehört habe, es gebe Orte in der Welt, wo man weder Schwarzbrot. noch Branntwein, noch Hering bekomme drei Dinge, die ein Mensch auf die Tauer nicht entbehrc. könne. Bergebens stellte er die Fuchsstute als warnendes Beispiel für getäuschten Ehrgeiz hm der dumme Glockenklang hatte nun einmal übe? Pauls Gemüth Gewalt bekommen und machte ihn für ve?nünftigere und praktischere Anchauungen unempfänglich. Unter diesen Umstanden war es für Soren nur ein trauriger Triumph. eine finsteren Ahnungen hinsichtlich der Lerfe und Märchen des Schulmeisters in Erfüllung gehen zu sehen, sowie Hoffen zu dürfen, daß der alte Biedermann es nun auch selbst ei?.seh:n und sich in Zukunft, wenn er dcch einmal mit so etwas in Verbindung sein müßte, zu den Heinzelmännchen und Kobolden und andern derartiaen Wesen halten würde, die zum wirklichen Leben gehören und nicht wie Narren in der Welt herumfahren, sondern auf heimathlichem Grund und Boden bleiben. Aber zu seiner Ueberraschung zeigte der Schulmeister, der Schelm. so wenig Reue, daß e? im Gegentheil sich zu der feindlichen Partei schlug und Pauls Wünschen mit Wärme daS Wort redete. Da schüttelte Soren den Kopf und suyl:e. datz er die Welt ihre uoschüssige Bahn gehen lassen müsse. So kam endlich der Sommermorgen herauf, wo das Boot vom Lande stieß, um Paul zu der gekehrten Schule in der fernliegenden Stadt Aalborg fortzuführen und ihm die Thore zu der Königshalle der Wissenschaft zu Lffnen. Und gerade in dem Augenblick. als das Segel sich blähte und das Boot hinausglitt, fingen die Kirchcnglocken drüben ihr Morgenlieb zu läuten an, und es klang für Pauls Ohren ganz so, als ob sie sängen: .Kcmm. Irwin! Komm, komm! Wie sckön ist's dcch. zu entfalten die Scbwin Tie wir von Lctt unserm Herrn, empfangen: Komm, komm! Komm, komm! Die Suiflt liegt tcx uns so groß und tont, Ta draußen die Blume des Glückes gedeiht! Aber am Ufer stand Madame Brus -der Gutsbesitzer selbst war mit im Boot, um Paul in's Leben hinemzuführen und gebrauchte ihr Taschentuch abwechselnd zum Wmken und zum Trocknen ihrer treuen Thränen, der Schwestern von verschiedenen ähnlichen, die in Pauls Koffer gefallen waren und nun mit ihm gingen wie unsichtbare Engel, während er selbst so sehnsüchtig von ihrer tiefen, reinen, nie v:rsiegenden Quelle fortstrebte. Elfe lugte hinter ihr yeroor und macy:e einen tapferen, kleinen Versuch zu lächeln und froh auszusehen. Aber mitten unter dem Lächeln brach sie plötzlich in Thränen aus und verbarg ihr Gesicht im Kleide ihrer Tante. Aber Soren stand neben ihnen und äußerte, gerührt von so viel Kummer, m einem halb truosinnigen, halb tröstenden Tone: Madame soll rucht weinen, denn es kann leicht sein, daß sie Paul kassiren und ihn wieder nach Hause schicken, gerade so, wie sie es mit der Fuchsstute gemacht haben. Und dann kann dcch noaz allez gut werden, denn die Fuchsstute schlug auch hinten aus, bevor sie gewitzigt wurde." Aber der Schulmeister legte seine Hand auf den Arm der weinenden Mutter und sagte mit seiner freundlichen, treuherzigen Stimme: Die Kirchenglocken läuten ihm auf dem Wege. Madame Brus, und das bedeutet, daß unser Herrgott mit ihm ist, wohin er geht." Bei diesen Worten trocknete die Gute zum letzten Male ihre Augen und winkte noch einmal mit ihrem Taschentuche, dann kehrten sie alle miteinander wieder heim zu ihrem stillen Leben, während Paul auf dem sonnenbeschienenen Wege des Märchens verschwand. Fort war er, und fort blieb er, denn Sorens stille Hoffnungen gingen dieses Mal nicht in Erfüllung Paul wurde weder kassirt, noch wieder heimgeschickt. Wie schon gesagt und sorgfältig entwickelt wurde, waren die Meinungen getheilt, wer von den Parteien eigentlich am besten gefahren sei, und es machte die Sache nicht klarer, daß die Ratten es mit Soren hielten, die Vögel aber mit dem Schulmeister. Das Beste war indessen, daß die Zeit, die allein völlige Aufklärung darüber geben konnte, ihren Gang ging, ohne siaim Mindesten um die getheilten Meinungen zu kümmern. Sie kam und sie ging, und Paul kam und ging mit ihr, langsam, aber sicher wachsend an Größe und ohne Zweifel auch an Gelehrsamkeit und cm Verstand. Aber dabei behielt er seine gedrungenen Formen und runden Backen, einer Raupenpuppe nicht unähnlich, die ständig schwellend sich dem erwünschien Augenblick nähert, wo sie platzen wird.' Je mehr Zeit verging, um so munterer schlug er mit den Flügeln unter seinen Hüllen, und wie eine hoffnungsvolle Puppe zog er nach Verlauf von sechs Jahren als Student in die Hauptstadt. In derselben Zeit entwickel'e sich auch Kleirr-Else so gut, als es sich in ihrem beschränkten Kreise thun ließ, und wurde, wie man erwarten konnte, ungewöhnlich tüchtig, sowohl in der Meie. rei als auch in der Küche. Der Gutsbesitze? selbst rühmte zu Madame Brus' heimlichem Stolz oft laut ihre Erziehung. die mit echten, soliden Grundsätzen übereinstimme, und wenn Soren die Pfannkuchen schmeckten, die sie buk. versprach er sich viel von ihrer Zukunft. Dabei schoß sie hoch auf und zeigte eine starke Neigung, unten auö ihren Kleidern zu wachsen. Aber wttm der Abend

schon und still war, saß sie gern am

trantt und lausäte dem Glockenklan von drüben her, bis er in der verborgenen. wunderbaren Welt über See und Wogen verschwand. Und auch vor yren hren sangen die Glockentöne: .flomm. komm! Komm, komm? Wie schön ist's doch, zu entfalten die Schwingcn, Tie wir von Gott, unserm Herrn, empfin Bw Komm, komm! Komm, komm! Tie Sehnsucht hat zwei Flügel klein, Xte ttia)tn über 5 Gaffer in die Welt hinein! Dort laa ibres erens stilles beimliches Land mit lieblichen Gesichten, die iiaz hinter dem yitktl verbargen, und mit der Botschaft, die kommen mußte, die sie aber selbst nock nickt verstand. Oft trippelten ihre leichten Füße über ven ?:eig m den Ford rnnaus und hielten erst am äußersten Punkt desselven inne; denn dort waren die Tone klarer und das Land näher. Aber nicht selten saß auch der alte Schulmeister in ihrer Seite, und war auch seine Stimme etwas klanalos und raub, so lauschte ihr junges Herz doch gern dar-auf.-und ab und zu, wenn er eine leise, tyeilnehmende Satte anschlug, glühten ihre Wanaen und leuckteten ibre Auaen vM der sinkenden Sonne um die Wette. Ader wenn dann zever zur vruye gegangen war und die Dunkelheit der Nacht alles in ihren Schleier gehüllt hatte, dann kam mit vielen andern vergessenen Dingen der alte verirrte Ton hervor und sang sein eigenes, unbeachtetes Lied: Wenn die Nacht sich senkt im Cchlummcr Auf des Meeres flachen Strand, Ach, dann steigt ein alter Kummer Aus dem Wasser an das Land. Tort hat er geruht, vergessen In dem wilden Strom der Zeit, Tort hat heimlich er gesessen, Träumend von Vergangenheit. Dort hat er den Schatz gkheget, Ten ich einst verloren hab', Hoffnung, die mich hat beweget, Ist gesunke in das Grab. Und ich ziehe arm und nieder Turch der Tage Noth dahin; Doch die Nacltt, sie bringt mir wieder Sehnend Reichthum in den Sinn. Und ein feuchter Thranenschimmcr Glänzet hell im Mondcslicht. Cündcnschmerz erfüllt mich immer. Tcch mein Auge trübt sich nicht. Tenn in leisem Sänge steigt der Kummer aus der empor, Führt mich doch gewitz noch leichter Aus der Noth zum Himmelsthor. 2. K a p i t e l. in Lüftchen flog über das stille Wasser vom Limfjord. Frisch war es und gut that es, aber es war dabei etwas unbestandig, und das klare, ruhige Bild des Himmels auf dem Grunde wurde gewissermaßen etwas getrübt. Es war an einem schönen Juniabend, wohl sieben Jahre nach jenem Frühlingsabend, als die Kirchenglocken dem Paul zu einem neuen Leben geläutet hatten. Die Jahre hatten keine sonderliche Veränderung auf die Insel gebracht, denn das gehörte zu ihrer Stellung als Mittelpunkt der Erde, daß sie ein gut Theil natürliche Neigung hatte, stillzustehen. Aber desto schneller hatte sich die übrige Welt außer ihr gedreht, und Nacht für Nacht waren die Sterne um sie herumgegangen und hatten mit demselben stillen Lächeln auf alles niedergesehen, was die Welt groß und was sie klein nannten. Da läuteten die Abendglocken wieder. Ihre Töne hatten bei ihrer Ferne einen gewissen jubelnden Klang, als ob sie zu einem Fest lauteten, und das thaten sie auch. Denn aus der weiten Welt draußen 'führte der Wind ein Boot an's Ufer, und das war wieder eme besondere Begebenheit für die In sel. Das Boot trug Paul und sein Glück heim, wahrend der Schulmeister und verschiedene andere Inländer am Strande standen, um ihn zu empsan g?n, und auch dieses Mal hätte Paul .licht mit ihnen um viel Gutes tauschen moaen. Die Insel war neugierig gewesen, und der Hof lebte mehrere Tage ob dieser Begebenheit in Spannung, und das war auch ganz natürlich. Denn erst lich sollte ja Paul nach Hause kommen, nachdem er den süßen Homg von aller Gelehrsamkeit, allem Glanz und Lieb reiz der Hauptstadt eingesogen hatte, und dann sollte er diesmal nicht allein kommen. Er hatte bei der Wittwe eines bekannten und ausgezeichneten Gelehr ten gewohnt, der vor langer Zeit in sei nem kräftigsten Mannesalter gestorben war und seine Frau und ihren kleinen Sohn in bedrängten Verhältnissen zuruckgelassen hatte, wie das ja Nicht sel ten bei armen Gelehrten geschieht. Die sen Sohn brachte Paul nun mit nach Hause, nachdem er mit ihm trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer, Verschiedenheit, wie es aus seinen Briefen darüber klar hervorging, enge Freundschaft geschlossen Hatte.. (Fortsetzung folgt.) Abaervittkt. Sie: Hier, Arthur, sieh' 'mal den hübschen Brillantschmuck! Er kostet nur die Kleinigkeit von tausend Atarl! E r : .Verschone mich damit! Du i i i i r .1.1 w e 1 .1 1 weih! oocy, van. mivz ti iecc icuntj kett cmfreat'" Links ausweichen und ttchU vorfahren ist die Verkehrsrege in Oesterreich. Kropfkrankheit wird in f, r i ' f-f M:i.CQ,;Miin. neueuer INI ttjöigixiiy um iwtuui.u

strahlen behandelt.

MeMMkW

vandalia Abgang St. LouiS Spcl., tZgl g.. 1 508 St Loiö Lin? täglich g d & b 6 b)Lm Capital Expreß tägl , 6. 7 0033 Tt Loms Ac tägl 7 2553m Ch St L Erpreß täglich äg.is ZONrn om Erpreß tägl Z 15N THK Sksingham Aee tägl. 4 00 Nm St L gaft Mail täglich.. .. 8 3531a VincenneS airo & Vineen EfPr täglich 7 ZOVm meennes rprep tägl.... 3 50Xra Spencer k Bedford Ae. tägl. 4 45Nm Alncennes Accom,nur EtgS...5 36Nm

Cleoeland, Qncinnatt, Chicago 6c St. 5onis HaUnjat.

Eleveland Abgang American Erpreß täglich 4 20Vm KS&8 Sirn täglich ä... 7 80Vm Eleoland Accom ..10 4523m Anderson Erd 11 30Vm ScSckB Lim, tägl ä 8. . 2 45Nm Wmona Flyer, p 3 10Nm Ft Wayne Elkh Exv tägl 5 50Nm nickerbockn Sp tägl d & s. . 6 55km Toledo & Detroit Exp tägl. 8 30Nm Ot Sonil Cin,JndpsdStLErdtgl s 12 0533nt .12 2033m 7 15V New Sork Ltd tägl s t Loniö Accom... SoutHweftern Lim tgl ä . . .11 05vrn .11 4593m St LouiS Expre), tägl äs. St. LouiS Ltd tägl äs.... .. 3 1551 6 005k . . 7 05Nm Terre Haute d Mat'n Aee American Expreß tägl Zi neinuat Ein & LonS Rachtexpreß tgl 3 46Vm St Louö & Ein Rachtexp tg, 4 80V Cineinnati Exp täg 7 30Vm Cincinnati Flyer tägl p. . . . 1 OONm Cincinnati Lim tägl p . 2 55N LomSvme Erpreß . 2 553t Cincinnati Accom 4 OONm Eine & Wash F L tg ä ä: p 6 205tm Chicago Chicago Nachtexpreß tögl 12 15 Kankakee Accom 7 OOVm Chicago Fast Expreß tgl ä p 11 50Vm White City Speeial tägl ä p 8 20N LaFayette Accom ... 6 25Rm Michigau Lenton Harbor Expreß 7 30Bm Michigan Mail Expreß p..11 3SBm Wmona Flyer p 3 ION Elkhart Aee täglich 6 50N

yeorka Division westlich

Peoria Expreß täglich 12 15V Peoria Erpreß öe Mail.. 7 25V Western Expreß täglich p äll 6vm Champaign Accom ... 4 105? Peoria D i ColumbuS Expreß tögl... S 00Bm Ohio Speeial tägl........ 2 50Nm Lynn Accom. . . . . . S 155cm

pitkburgh, Cincinnati, Chicago & SU Ccnis R'?. Indianapolis Division. Abgang Anknnst PittSburg Svecial, tägl s .. 3 40Vm St Louiö Spezial tögl.... 145V ColumbuS Accom tägl... 7 30vm St Louiö Lim täglich sä d.. 6 55?

New Sork Expreß täg sä.. 8 1053 Keyftone Expreß tägl d&8. 3 0S5lm Atlantic Expreß täglich 5 00 R S Lim täglich 8 d 7 105cm Pittöburg Expreß, tagl ä.. 7 20Nm Chicago Chicago Speeial, tglp d .. 113533m Lon & Chi F Expr täglich 11 60N SsniSvill Southern Crpreß tägl ...-. 8 35V PittS & 2on 8 8 tägl 7 OOVm Mad Aee nnr Somit. 7 30V LouiSv & Madison Aceo 8 05B Chicago ckLongö täglich p d S 56 Madison Aeeo tägl... 8 65N LouiSville Aeeo tägl 7 OON Madison Accom, nur StgS...7 OOBm

mcinnati, amilton & Dayton R. R. Cincinnati Division.

Abgang Cincinnatt Best täglich 4 OOBm gast Mail täglich 8 05V Cinc, Toledo, Det Exp p. . .10 4033m Cineinnati & Det Expr n. 3 OjV Sin & Dayton Lim tägl dp 5 00 Ein K Detroit Expreß täglich 7 (0 Springsiel Abgang Decatur Aeeo, nur Sonnt. 7 00V Decatur Mail K Expreß.... 8 OOVm Chic & SpringsExp ta p .11 5)33 Tuscola Accomm 3 33 Decatur Accom, nur Sonnt. 7 0)m Cin & Sorings s tagl.. 11 10 Tm

kake Lrie 6c weftern R. R. Abgang Avkunst Mail und Expreß ....7 Z5V Indianapolis Srpreß.....10 15V T Det Ze M C Ex täglich 11 30 Mail & Expreß 8 20 Chicago -Expreß 6 60 Toledo Expreß 9 40 Chicago, Indianapolis lonisville Rs. (ZNonon Ronte.) Abgang Ankunft Chie ight Erpreß tägl ...12 5V Cincinnati Best tägl s.. 3 3533 FaS Mail täglich b. 7 OOVm Fast Mail täglich,..... 7 6023 Chi Expreß, nur Oonnpä..11 50V Monon Aee, tägl auSgSsn,10 00? Chi & Mich City Vest äp.. 8 86 Cincinnati Best täglich ä p. 4 52 Monon Aee, . 4 00 Oia & . Hy., (West) nd Noachdale. Shieazo Expreß p .11 60J Cincinnati Erpreß p.. . 2 45

3 liUst SUper. P Paria Cu, C.

27

Vft TJittfX fl VfV4V

& (ine. Ankunft Pittsburg Spcl, täglich s..Z3)Sm New Sark Erpreß tZzli sä 5?Jzt Schneller Mail täzlich.... 8 OOLm Terre Haute Sfjing Aee täz 10 2533a Keyftoae Erpreß täglich äs. 2 60 Atlantic Erpreß täglich.. 4 45R The NA Limited tägl tdb 6 45 PittöbEip, tägl sä".... 6 55N Division. Spencers Bedfsrd SU, tägl. 9 45V VweenneS Erpreß täglich.. 10 30L5 Cairo Erpreß täglichS 155 VincenneS Accom, nur Stgö..9 35Nm DibifU 4. New sork Ltd tägl ä... Detroit & Toledo Erd tägl AnknuZt .12 1023 s 7 5öNm Fort Wayne & Elk Erp tagl 10 3 ZV Touthroeftern Ltd tgl äs... Anderson Expreß p St Louiö Ltd tgl ä s Winona Fly:r, p American Expreß täglich... B H & Union City Accom. . .11 25V 2 45N 3 OONm lONm e 4SNa. 8 15NM Division. American Expreß tgl 4 0023 St L, Ein & Col N Exp tgl ä s 4 20Vm St. LouiS Expreß tägl s.. .. 7 l5Vnr Mat'n & T Haute Aee 10 359 8 & Boston Lim tägl ä . 2 4) St LouiS Accom.. 5 35N Washington Ezp, tagl p ä l. 6 05Nrn Knickerboöer Sp tägl d 6 45 i Division. EineinnatiAee. . ...10 30vu Cinc u St L Ltd täg 10 553 Chie & St LExpreß tgäkps 11 35V LsuS St S Chicago Expreßll 35V White City Spezial tägl p.. 3 05N Indianapolis Acc, auög.StgS 6 40R Eine & LouiSv Najtekp tgl sll 60 Eine JndS & St 2 Es tg ..12 OOMt Division. Cine Nachtexpreß, tägl Lankakee Accom 3 8SL 10 300 - 2 40N . 5 00 6 05 .10 3 ZV 2 45 ..6 10Nm . 8 15 Cinc Jak Expreß tägl p 6. La Fayette Aceo Cine & Wash F L., tägl p Division. Elkhart Expreß tögl... Benton Harbor Expreß p. Wmona Flyer p Michigan Expreß.... ColumbuS & sine Exp tgl Champaign Accom N S fc Ohio Svecial . Peoria Expreß täglich p & i 3 80V .10 35V . 2 35 ä 6 03 visi o n ö ft li ch. Lynn Accom 10 003 ColumbuS Erpreß tägl 11 30Ä ColumbuS Sxpreß tägl .12 00NU Capital Expreß täglich sä... 7 0)V Chic k St L Expreß tgl ä s. 12 10N Indianapolis Accom... 12 403? St LouiS Expr tägl ä & s. . 3 05ZZ Nimmt keine Passagiere tgl- 80 Indianapolis Acc, täg 11 15Nm D i v i s i c n. Southern Expr täglich . . . . 3 15V Chic & Leu Expr täglich p d 8 40v e Division. LouiSv & Madtson Aee tögl 10 105? Chie F L tägl p b 113032 Souiödille n. Madison Aee.. 5 40 LouiSv & Pittöb g L täglich , S 36 Madtson Aeeomm Sonntags 9 15Bu Lon & Chig S-xpr. täglich 11.86 chj Akkuxs Cineinnati Vestibüle täglich , 12 46V Fäfi Mail täglich .. 6 35V Cinc & Chic Exp täglich p.ll 4533 Cineinnati Veit täglich ä p ? 25 Cine & Jndlö Aceo p.. 7 24 Cine Spgsild & Dec Extg 10 45 d Division. Ankunft Cin & Springs Expr tgl.. 3 45vu TuScola Accomm .10 3533 Decatur Accom, nur Sonnt. 11 5533m Cinc & Springfield Exp p.. 2 KONm Decatur Miil & Expreß... 4 55m Oecatur Accom, nur Sonnt. Il 30m Ckalr C$t B Baff et ar. X.DisJaf Ca

ftllttH