Indiana Tribüne, Volume 28, Number 304, Indianapolis, Marion County, 15 August 1905 — Page 4
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Jndiana Tribüne. Ht,auge,iden vv dk tr Indianapolis, Ind. van? O.THudium Präsident. OeschäftSloealt cto, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE Jgg.
Kctcrcd &t the Post Office ot Indianapolis aa sccond dass matter. Aus der Bundeshauptstadt. Unter den Zopstrügern, die sich lt haglich in dem alten System in den Bunde5.Tepartementö zu Washington wiegten, ruhig weiter an dem rothen ffaden der schier endlosen Verschleppung spannten, welcher die Regierung' geschüste durchzieht, hat in letzter Zeit eine. nervöse Unruhe Platz gegriffen. Durch die Bureau- zieht jetzt nämlich von Pult zu Pult ein uneingeladener, ihnen vom Präsidenten auf den Hals gesetzter Gaft in der Person deö HülsZ. SchatzamtZselretürS Charles H. Keep, der als Vorsitzender deS AuZschuffeS für bessere VerwaltungZmethoden mit Iriti schem Auge Umschau hält und unter den UmftandZ'Kommissären zu ermitteln sucht, wie und wo praktische Wlt thoden einzusühren sind und das Syftem der komplicirten Tüftelmeierei durch ein besseres, schnelleres und mo derneres zu ersetzen ist. Daß der rothe Faden und der lange Zopf in unserem öffentlichen Dienste für den ganzen Charakter der Nation nicht paßt und ausgemerzt werden muß, darüber ist man sich im ganzen Lande einig, und ist eS deshalb kein Wunder, wenn der impulsive Präsident den Schneckengang der Geschäfte nicht mehr mit anzusehen vermochte und den Bureaus Herrn Keep auf die Bude jagte, um den Schlendrian zu ftudiren und Vor schlüge zur Abschaffung desselben zu machen. Herr tteep gilt als klarer Kopf, und wenn auch nicht seine sämmtlichen Vorschlüge den politischenzCinfluß zu durchlöchern vermögen, der sich wie ein dop pelteS Drahtnetz um die verschiedenen Bureaux zieht, so wird doch mancher liebgevordene traute Zopf fliegen müs fen, ohne daß eS den Herren Senatoren oder Congreßmitgliedern gelingen dürfte, ihn dem respectiven Schöpfe zu erhalten. Die Koburgerei in Washlng ton hat eS imZ Laufe der Jahre mit Hülfe der Volksvertreter im dortigen Kapitale wohlverstanden, ein schützen deS Dach über ihre gemüthlichen Heim ftütten zu errichten, wie darauf zu ach ten, daß kein Platz an der Krippe ein Vacuum enthält, sondern auch alljähr lich der regelmäßige Anbau erfolgt. Dieses System ist so festgewurzelt, daß eS selbst den Heren Chefs bis in die Knochen gedrungen ist; denn wenn bei spielsweise jetzt bei dem Ackerbausekre tär auf die so nöthigen Reformen in dessen Bureau gedrungen wird, so be steht die stereotype Antwort in einer Forderung für Mehrbewilligungen. Von einem solchen Systeme wird na türlich ein Mann wie Keep als unwill kommener Eindringling betrachtet, und wenn er jetzt Ux unpopulärste Mann in Washington ist, so ist der Grund davon leicht zu verstehen. Nachdem sich die Entrüstung über die Durchstechereien im statistischen Bu reau noch nicht gelegt, kommt eS zu Tage, daß auch im Fleischbeschau bureau, einer anderen Unterabtheilung deS AckerbaU'Depa-.tementS, nicht Alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Ohne die äußersten Konsequenzen aus den bisher gemachten Enthüllungen ziehen zu wollen, kann man getrost be Häupten, daß Dr. Salmon, der Vor fteher dieses Bureaus, mehr auf seinen Privatverdienst, als auf die Wahrung des öffentlichen Interesses bedacht ge vesm ist. CS. ist bis jetzt auf keine Weise erwiesen, auch liegt noch kein Verdacht vor, daß mit den Fleisch beschaU'Certlfikaten Schacher getrieben worden sei und.die Certlsikate bei den einzelnen Fleischbeschauern käuflich zu haben waren. Da aber einmal ein Skandal in Verbindung mit diesen Certisikaten aufgerührt worden ist, so wäre es vielleicht thunlich auch hierüber Umschau zu halten. Stellt sich dabei dann heraus, daß Alles in Ordnung ist, um fc besser für unser Renommee und ein gutes Renommee ist in unserem so vielfach verdächtigten Ausfuhrhandel mit Fleischwaaren absolut erforderlich. Aber eines ist nothwendig. Soll irgend eine Untersuchung nicht im Voraus Zwecklos sein, so muß unser Ackerbau Sekretär Wilson feine Finger davon lassen. Denn auch in dem Falle des Herrn Salmon hat , Sekretär Wilfon noch
vor ein paar Tagen verkündet, daß alle Gerüchte über Grast in jener Ab. theilung aus der Luft gegriffen seien.
Sekretär Wilson ist eben ein Mann, der nur allzu leicht von geriebenen Menschen hintergangen werden kann. und deswegen steht auch nicht zu er warten, daß es ihm gelingen wird, sein weit verzweigtes Departement von den Gaunern zu säubern, die sich dort eingenistet haben. Das Statistische Bureau des Han dels Departements hat soeben einen Bericht über unseren Jnlandhandel veröffentlicht, der ziffernmüßig beftü tigt, waS in der Presse bereits im Großen und Ganzen festgestellt worden ist. Die Viehmärkte waren in der er ften Hälfte dieses Jahres besser ver. sorgt, als im Vorjahre, während die Getreide Verfrachtungen gegen das Vorjahr zurückblieben. Auf den Märk ten von Chicago, KansaS City, Omaha, St. Louis und St. Joseph wurden allein im Monat Juni 2.874.600 Stück Vieh angefahren, über 330,000 Stück mehr als im Juni 1904. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres belief sich die Zufuhr in diesen fünf Märkten auf rund 17 Millionen Stück, etwa 600.000 mchr als im Vor jähre, und über zwei Millionen mehr als in der ersten Hälfte des JaherS 1903. In der Zufuhr dieses Jahres waren 3.430,000 Stück Ochsen und Rinder, 275.530 Kälber, über 9.000. 000 Schweine. 4,290,000 Schafe und 216.000 Pferde und Maulesel. Zum Transport dieser Thiere waren 308. 190 Eisenbahnwagen erforderlich. In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden von Chicago allein über 1199 Millio nen Pfund SchlachihauS'Produkte ver fandt. Der Getreidehandel der 12 wichtige. ren Märkte belief sich im Juni auf 50z Millionen Bushel, etwa 8z Millionen Bufhel Weizen, 23z Millionen Bushel MaiS. 15z Millionen Bushel Hafer, etwa? über 3 Millionen Bushel Gerste nnd 238.600 Bushel Roggen. Für diese sechs Monate dieses Jahres gin gen auf diesen Märkten 272z Millio nen Bushel Getreide ein; bedeutend mehr MaiS als im vorhergehenden Jahre, abersbedeutend weniger Weizen, Hafer, Gerste uud Roggen. Von unseren Getreidemärktm stand Chicago mit 107z Millionen Büschel ander Spitze; MinneapoliS folgte mit 47 Millionen und St. Louis mit 22z Millionen. Auf den Hauptmärkten für Sommerweizen; MinneapoliS, Mil waukee, Duluth und Chicago, kamen während deS ErntejahreS von August 1902 bis Ende Juni 1905 im Ganzen über 139z.Millionen Bushel an. Von den Getreidemengen deS Westen? beför derten die großen Bahnsyfteme in den ersten sechs Monaten dieses JahrS über 56z Millionen Bushel nach dem Osten, dazu noch 2.639;345 Faß Mehl. Auf den großen Seen waren Verfrachtung und Verkehr gegen die vorhergehenden Jahre ungewöhnlich groß. Während der ersten Hälfte des Jahres wurden 19,806,321 Tonnen Fracht in diesen Häfen eingenommen, gegen etwas über 6z Millionen n der ersten Hälfte von 1904. ES waren 295,000 Tonnen Mehl, nahezu 30 Millionen Bushel Getreide und Leinsamen, nahezu 4 Mil lionen Tonnen Kohlen, über 10 Mil lionen Tonnen Erze und Mineralien, große Ladungen Holz und Anderes, die aus den Häfen der großen Seen ver schifft wurden. Seit Jahren arbeiten die Entomolo gen der einzelnen Staaten wie die im Ackerbau Departement daran, die Schädlinge unserer Landwirthschaft Herr zu werden. Bis jetzt ist aber von großen Erfolgen noch nicht die Rede ge wefen. Die Ernte wird in den Ver. Staaten schätzungsweise noch immer durchschnittlich im Jahre um die große Summe von 585 Millionen Dollars geschädigt. Der Schaden vertheilt sich auf Getreide mit $200,000,000, Heu und Futtermittel $53,000,000, Baum wolle $50,000,000, Tabak $5,300, 000, Gemüse $53,000,000, Zucker S5.000.000, Obst S27.000.000 Forst erzeugnissen!S11,000.000 sonstige Ern ten S5.800.000 und Thier Produkte $1 75,000,000. Dazu kommt noch der Schaden, welchen Insekten in den Waldungm als solchen und an gela gerten Vorrüthen anrichten, wodurch sich der Gesammtverluft für'S Jahr auf S735.000.000 erhöht. Neuerdings ist auch ein Schädigung derReiSKulturen in Texas und Louisiana entdeckt wor den. Mit größeren Thieren, den Büf. feln, jagdbaren Vögeln und dergleichen ist der Amerikaner rasch fertig gewor den; der Insekten aber, die ihm so ae waltigen Schaden zufügen, wird er nicht Herr.
Jndiana Tribüne,
Wie man Frauen fesselt.r Die Achtuna undFreundsmast hoch gesinnter Frauen zu erwerben, sollte, jeder bemüht sein. Der Umgang mit ihnen bringt nicht nur Anregungen und wirkt nicht nur veredelnd, er t auch eine Schule für das Dasem. Er schleift äußerlich und innerlich . die Harten ab und befähigt den Mann, sich auf dem glatten Parkett des mo dernen Lebens zu behaupten. Gewiß gehörtNckturanlage, ein gewisses Feingefühl und gute Erziehung dazu, mit Frauen gu verkehren; aber auch der geistig weniger hochstehende Mann sollte die Frau höherstellen, als es gewohnlich geschieht. Er nutzt sich damit nur selbst. Denn fast m ikdem Weibe stecken vielleicht im Verborgenen die Tugenden, die ihrem Lebensgefährten das Dasein verschönern; vielleicht müssen sie geweckt, vielleicht nur erhalten werden, und dies kann nur dadurch gestehen, daß man auch der einfachsten Frau eine etwas ldeallsirte Position einräumt. Es giebt Männer, die Meister in der Kunst sind, Frauen zu fesseln"; sie gehören allerdings zu einer Gattung, die immer mehr im Aussteroen oegnsfen ist und deren wenige noch vorkomwende Exemplare stets angenehmcs Aufsehen erregen. Für diese Männer ist die Frau, t:ok Schopenhauer und Nietzsche, die Quintessenz des Daseins. Nicht rn dem Sinne etwa, in dem das Sprichwort: rRtln Vergnügen ohne Damen" geprägt worden ist, sondern in der verfeinerten Auffassung moderner Kultur und klassischer Aesthetik. Für sie ist die Frau, ob alt oder jung, ob hübsch oder häßlich, stets der Gegenstand besonderer Rücksichtnahme. Sie empfinden den weiblichen Zauber noch unmittelbar und bringen der Frau, die es werth ist, in voller Würdigung ihrer Vorzüge eine wunschlose Verehrung, eine gewisse zurückhaltende Zärtlichkeit entgegen und sind geschätzt. Sie sind aber nicht etwa blind gegen die Schmücken, die einem unverbürgten Gerücht zufolge auch der besten aller Evatöchter anhaften sollen. Im Gegentheil, sie sehen bei ihrem scharfen Verständniß für die weibliche Psyche oft schärfer als der Laie, aber sie sind eben Optimisten in Bezug auf das schöne Geschlecht. Sie finden, im Gegensatz zu ihren engherzigen Brüdern, daß die Vorzüge einer Frau meistens ihre geringen Fehler vergessen machen, und beurtheilen alle Handlungen des Weibes durch eine allerdings etwas rosenroth gefärbte Brille, die den Blick in dieses irdische Jammerthal zu einer Art .schöner Aussicht" macht. In ihren Augen hat die Frau eigentlich nur die Mission, schön und geistreich zu sein und durch sonstige Tugenden himmlische Rosen m's irdische Leben ?u flechten". Die Frau, die in dex glücklichen Lage ist, dem Ideal dieses rauensreunoe zu enljprecyen. wein die ihr entgegengebrachte huldigende Verehrung zu schätzen, sie fühlt sich durch die dezente Galanterie angezogen, würdigt das feine Verständniß, das ihren subtilen Seelenregungen entgegengebracht wird, und dankt für das ihr gewidmete Interesse, zum wenigsten mit aufrichtiger Sympathie, oft herzlicher Freundschaft und inniger Liebe. Und da der Mann, gleichsam einer höheren Macht gehorchend und ganz unwillkürlich, allen Frauen mit der gleichen Delikatesse und Zartheit begegnet, so ist er das ensanr gat6 der gesammten Damenwelt, das, wie es die Schönen verwöhnt, von ihnen verwöhnt wird. Er halte sich jederzeit für den Dienst schöner Frauen bereit, wähle mit Gründlichkeit die zur Verschönerung seines äußeren Menschen nothwendigen Requisiten, fahre fort, die liebenswürdigen Schwächen der Frauen schön zu finden, und er wird noch unwiderstehlich sein in einem Alter, in dem andere schon Großpapa sind. Seine Erscheinung hat dann durch das Grau des gelichteten Scheitels und die feinen Runzeln im Gesicht noch an Distinktion gewonnen; seine Art und Weise, sich zu geben, ist womöglich noch vornehmer und abgetönter geworden, und sein Ton den Frauen gegenüber ist noch charmanter durch einen Stich väterlicher Zärtlichkeit und Ueberlegenheit. Er ist noch immer der Lieblina aller, der diskret die kleinen Geheimnisse, die sein scharfer Blick entdeckt, für sich behält, der die Jungen und Unerfahrenen warnt und behütet und manch irrendes Herz fürsorglich auf den rechten Weg zuruckleltet. Er hat eben Erfolg bei Frauen, womit noch nicht gesagt ist. daß er auch Erfolg bei der Frau hat. Dieser ist recht billig. Jeder, auch wenn er ein männliches Monstrum ist, findet ein liebendes Herz, das bereit ist. sein Schicksal mit ihm zu tragen, sofern die doppelte Freude und der getheilte Schmerz auf einer vor dem Standesamt getroffenen Vereinbarung bastren. Aber wird der Mann, der .Frauen fesselt", ein glücklicher Ehemann? Vielleicht sollte er liebn darauf ver- - f i et p ziicn, eine urau tm eigen zu nennen, er, der doch im Grunde genommen mit mehr oder minder hohem Stand des Gefühlsbarvmctcrs alle liebt.... Stolze Auskunft. Jfl es wahr, daß Sie jetzt bei Sr. Exzellenz, dem kommandirendn General, iii Stellung sind?" Köchin: Jawohl, ick bin jetzt kommandirende Generals Köckin , . . . . . - -O
15, August .19 0S.
Allerlei fiir's Hass. -Unschädliches Fliegenpap x t x wird bereitet, indem man schwarzen pulvensirten Pfeffer mit Zuckerlösung zu einem eben noch streichbaren Teig anmacht und Mittelst eines breiten Pinsels auf Fließpapier so aufträgt, daß er davon aufgesaugt wird. Beim Gebrauch wird das Papier mit Wasser befeuchtet und auf einem flachen Teller ausgebreitet. Aeltere Bürsten, deren Borsien verklebt und schmutzig sind, stellt man in eine starke warme Sodalösung, so daß die Borsten in der Flüssigkeit stehen, doch darf das Holz nicht davon berührt werden. Man läßt die Bürste so lange aufweichen, bis die Borsten nicht mehr aneinander kleben, dann spült man sie mit kaltem Wasser ab und läßt sie trocknen. EingutesMittelzurVertilgungvonRattenist Schwefelkohlenstosf. Seine Anwendung ist einfach, nur muß bei der Hantirung das Rauchen unterlassen werden, da es stark feuergefährlich ist. Man tränkt mit dem Mittel alte Wolllappen und stopft sie m die Locher. Darüber thut man noch Stroh und überschüttet das auf diese Weise geschlossene Loch mit einigen Händen voll Erde. Der Schweselkohlenstoss, auch Kohlensulsld genannt, entsteht bei Einwirkung von Sckwefcldampf auf Kohle der mittlerer Rothgluth. Der Schwefelkohlenstoffdampf wird rn einem Kuhlapparat verdichtet und durch Rektifikation gereinigt. Behufs Verwendung mischt man ihn mit Aether oder Alkohol. Die von der Flüssigkeit sich schnell entwickelnden Gase sind weit schwerer als die Luft, sie senken sich deshalb in ben Rattenlöchern nach unten und tödten alle lebendigen Wesen, die sich darin aufhalten. Schutz der Hände beimEinmachen. Um die Hände beim Einmachen von Früchten etc. gegen das Gesarbtwerden zu schützen. . empfiehlt es sich, dieselben vorher tüchtig mit starkem Essig zu waschen und sie dann gut abzutrocknen. Für Kleiderschränke ist es empfehlenswert kleine Säckchen mit Orriswurzel (orrisroot) zwischen den Kleidungsstücken aufzuhängen. Durch die Anwendung dieses Mittels wird man stets einen frischen, angenehmen Geruch in den Schränken und Kleiderkammern haben. Man bestreut kleine Wattenbäuschchen mit derWurzel, steckt diese in Säcke von dünnem Stoff, z. V. Cheesecloth, und hängt die Säcke an längeren oder kürzeren Schnüren zwischen den Kleidungsstücken auf. Aeltere Gummibäume treiben häufig am Stamme Nebenzweige aus; haben diese das dritte oder vierte Blatt erreicht, so werden sie scharf und glatt abgeschnitten und in eine mit Wasser gefüllte Flasche gesteckt. Die noch frei bleibende Oeffnuna des Flaschenhalses wird mit Wachs verklebt. Nach 56 Wochen zeigen sich gewöhnlich die ersten Wurzelspitzen an den Rändern der Schnittflächen.' Haben die Wurzeln die Länge von 24 Zoll erreicht, so wird die Flasche zerschlagen und die junge Pflanze in lockere, sandige Haideerde gesetzt und anfangs schattig gehalten. Zur Herstellung der Hektographe nmasse löse man in 1 Quart Wasser Pfund Syrup, 5 Unzen Glycerin, 1 Pfund Gelatine und lasse es langsam auf dem Feuer lösen; man rührt es zuweilen um; sobald Alles gelöst ist, gießt man die Masse durch ein Haarsieb oder ein Stück Mull in warmem Zustande langsam in einen flachen Blechkasten, etwa y2 Zoll hoch oder etwas weniger. Sollten sich Blasen bilden, so werden dieselben langsam mit etwas Papier an die Seite geschoben; darnach läßt man die Masse 12 Stunden ruhig stehen, bis sie erkaltet ist, und der Apparat ist fertig. Gegen das Eierfressen der Hühner macht man einen recht scharfen Aufguß, indem man recht viel gestoßenen Pfeffer, womöglich mit etwas Paprika tüchtig abkocht. Nachdem der Aufguß fertig, nimmt man ein Ei, durchlöchert dasselbe und bläst den Inhalt aus. Dann verschmiert man das eine Ende mit Gips. Wenn derselbe hart ist, füllt man das Ei mit vorbesagtem Abguß, verschmiert das andere Ende und legt das so hergestellte Ei auf diejenige Stelle,. wo die Hühner gewöhnt sind, solche zu finden. Ein Huhn, welches einmal so mit einem Ei angeführt wurde, geht nicht so leicht ein zweites Mal daran. Kleine Schnittwunden und Rißwunden sind zunächst durch minutenlanges Halten unter die fließende Wasserleitung gut auszuspülen, besser ist noch das Schwenken in wer antiseptischen Flüssigkeit, wie Carbollösung (2 bis 3 Proc.), Lysollösung (1 bis 2 Proc.), Borsäurelösung (4 Proc.), essigsaure Thonndelösung (3 Proc.), oder einer rosa Lösung von übermangansaurem Kali in klarem Wasser. Sollte die Blutung nicht nachlassen, so mache man eine dünne Essiglösung und spüle in dieser. Dann wickele man einen ganz sauberen leinenen Lappen herum. Ein bequemes und praktisches Festhalten dieses Läppchens, wenn es sich um eine Fingerwunde handelt, läßt sich durch Ueberziehen eines Fingers, den man von einem Glacehandschuh abgeschnitten hat, erzielen; auch die in allen einschlägigen Geschäften ..erhältlichen Gummifinger erfüllen den gleichen Zweck. .
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