Indiana Tribüne, Volume 28, Number 304, Indianapolis, Marion County, 15 August 1905 — Page 3

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Pessimistische Anschannngen Herrschen in Rußland über die gegenwärtigen Fricdcns-Vcrhllndlungcn.-Es gibt auch uoch vernünftige Engländer. Hnngersnoth in Spanien. Tie französische Flotte fährt von England ab. Professoren Austausch.

Rußland. Pessimistische Anschau. ' ung. St. Petersburg, 14. August. Die Ass. Presse" ist in der Laze. er. klären zu können, daß die einzige Hoff, nung auf Friede in der Annahme liegt, däß Japan seine übertriebenen Förde rungen mäßigen wird. ES besteht die Anficht, daß die japanischen Bedin gungen absolut unannehmbar find und und daß weitere Verhandlungen keinen Zweck habm. Rußland, so heißt eS, habe die ernstliche und ehrliche Abficht gehabt Frieden zu schließen, einen dauernden aber ehrenvollen Frieden. Jedoch seien die Bedingungen Japan's kindisch. Rußland könne immer noch eine halbe Million Soldaten m's Feld stellen. Außerdem nähere flch jetzt erst der Kriegsschauplatz dem eigentlichen russischen Gebiete und eS werde Japan recht schwierig und auch ungemüthlich sein, aus diesem ureigensten russischen Gebiete zum Angriffe zu schreiten. Bomben und Barrikaden. St. Petersburg, 14. Aug. Im Gouvernement Podolien werfen die rebellischen Bauern in ihren Dörfern regelrechte Verschanzungen auf und sie find entschlossen, den Truppen ver zweifelten Widerstand zu leisten. In Radom wurde der Polizeichef durch eine von einem Unbekannten in seine Kutsche geschleuderte Bombe le benZgeführlich verletzt und in Warschau erschossen Streiker den Direktor der Lilpopi'schen Eisenwerke. Teutschland. Beruhigende englische Versicherungen. Berlin. 14. Aug. Warmen Widerhall hat in der ganzen Presse eine in der Ration" veröffentlichte Crklä. rung des bekannten englischen liberalen Parteiführers James Bryce erregt. In einer Besprechung der in England Herr schenden deutschfeindlichen Stimmung schreibt der frühere Präsident der oriti schen Gewerbekammer u. A.: Ich habe mit vielen hervorragenden Staatsmännem gesprochen und die Ueberzeugung gewonnen, daß die Deutschenfresserei aus die konservativen Jingoes und ihre Organe beschränkt ist. Kein ernster Politiker denkt daran, sich in das zwei fellose Recht Deutschlands zu mischen, seine Flotte nach Belieben zu vergrößern und zu organifiren. Der Ge. danke der Anwendung von Geldmitteln zur Unschädlichmachung eines vielleicht unbequemen HandelZrivalen liegt nicht nur den britischen Liberalen, sondern auch der Majorität der Konservativen vollständig fern. Jeder vernünftige Mensch bedauert die Hetzcampagne, welche von einigen englischen und leider auch deutschen Blättern geführt wird, denn Konflikt zwischen den beiden Län dern wäre ein furchtbares Unglück. Da das englische Volk der gefahrlichen Jingo-Politik der jetzigen Regierung herzlich müde ist, darf tfast mit Sicher heit darauf gerechnet werden, daß bei den nächstjährigen Parlamentswahlen die Liberalen wieder an'S Ruder jonv men werden, und sie werden es sich an gelegen fein lassen, die alten herzlichen Beziehungen zwischen Deutschland und England wieder herzustellen." Kaiserrede ärgerte Polen. Berlin, 14. August. Weil er sich durch die in Gnesen gehaltene Rede deS Kaisers getroffen fühlt und sich über dieselbe ärgert, ist der Oberst KeSzySk von den ZietM'Husaren in 'Ralhenow um seinen Abschied eingekommen. Der edle Pole, der seinen Sympa thim für seine Stammesbrüder deS Oefteren in wenig taktvoller Weise Aus druck gegeben hatte, verkaufte kürzlich fein großes Gut an eine polnische Bank. Amerikaner beim Kaiser. Cassel, 14. Aug. Auf Schloß Wilhemshöhe empfing Kaiser Wilhelm zwei amerikanische Gelehrte, den Prä fidenten Dr. NicholaS Murray Butler von der Columbia Universität und den an der gleichen Anstalt wirkenden Na tlonalökonomen Prof. Dr. Burgeß. Der Herrscher unterhielt sich längere Zeit mit seinen beid Gästen und setzte

sie durch seine gründliche Kenntniß der amerikanischen Verhältnisse in Erftau nen. Das Hauptthema deS Gesprä cheS bildete bekanntlich der vom Kaiser angeregte und nun zur Thatsache ge wordene Professorenaustausch. Fürber-Wirren ge-schlichtet.

Weimar, 14. Aug. Der ge waltige Kampf, der im sächfisch-thü ringischen Jnduftriekampf drohte, ist abgewendet. Nach längeren Unterhandlungen ge ang eS heute, den Streik und Lock out- der Färbereiarbeiter auf gütlichem Wege beizulegen. Professoren Austausch. Kassel, 14. August. In der Audienz, welche am Samstag Präsident NicholaS Murray Butler und Professor Burgeß von der New Jorker ColumbiaUniversität beim Kaiser auf WilhelmsHöhe hatten, handelte eS sich hauptfächich um den Professoren'Austausch. Man einigte sich darüber, daß nur deutsche Professoren, welche Englisch prechen können, in Amerika Vorlesun gen halten sollen, und amerikanische, die Deutsch sprechen können, nach Deutschland kommen sollen. Spanien. Hungersnot h. S e v i l l a . 14. August. Die Regierung hat Truppen nach dem Of. unaDistrikte geschickt, um Unruhen zu unterdrücken, die unter den hungernden Landarbeitern auZgebrochen sind. Die Gensdarmerie war den plündernden Banden gegenüber machtlos. Madrid, 14. Aug. Die hiesigen Zeitungen behaupten, daß in der Pro vinz Andalusien 100,000 Leute außer Arbeit find. Großbritannien. BerbrüderungSrummel zu Ende. London, 14. Aug. ... Der eng isch französische VerbrüderungSrum mel, der in der letzten Wzche so hohe Wogen schlug, gelangte mit einem Bankette im Londoner Parlaments gebäude zum Abschluß. DaS ganze Ministerium und die meisten Mitglie der der beiden Häuser wohnten dem LiedeSmahl bei und die Gallerien wa ren mit aristokratischen Damen über süllt. Abends kehrten die französischen Gäste nach Portsmouth zurück, um mit hrem Geschwader, die Heimfahrt anzu treten. Französische Flotte ab g e f a h r e n. PortSmouth, 14. Aug. Die französische Flotte segelte heute nach der Heimath ab. ES hatte sich eine große Menge am Hafen eingesunken. König Edward n a ch M a r i e n b a d.' L.o n d o n, 14. Aug. König Ed ward reiste heute nach Marienbad, um eine Kur durchzumachen. Zu Jschl wird der König mit Kaiser Franz Josef zusammentreffen. Schwcden'Norwegen. Auflösung der Union. C h r i st i a n i a . 14. August. Nach den Berichten über die VolkZab stimmung bezüglich Auflösung der Union waren von den 321,353 abgege benen Stimmen nur 161 gegen Auflö sung der Union. Das Storthing ist auf den 21. August einberufen worden, um Schritte zum Widerrufe des Unionsvertrages mit Schweden zu thun.' DieKrtfiönahe. C h r i st i a n i a, 14. Aug. C. C. Berner, der Präsident des StorthingS, erklärte heute Abend der Ass.. Presse : Nachdem das Volk das Vergehen deS StorthingS genehmigt hat, bleibt uns Nichts übrig, als dem schwedischen Kabinet das Resultat .der Volksab stimmung mitzutheilen. Norwegen wünscht vorlSusig eine Monarchie zu bleiben. ES hat deshalb den Thron einem Prinzen aus dem Hause Bernadotte angeboten. Da dieses Angebot unbeantwortet blieb. wird sich das Land eben nach einem an deren Fürsten umsehen müssen."

Zugentgleisung 9 Personen verletzt. Lincoln, Neb., 14. Aug. Bei

einer Zugentgleisung auf der Burling on.Bahn bei Attica, Neb., wurden 6 Passagiere und 3 Zugbedienstete ver etzt, 3 davon ernstlich. Venezuela.' Ueberschwemmung. Caracas, 14. Aug. Der Fluß Ajure ist aus seinen Ufern getreten. Zu San Fernando wurden 800 Häuser beschädigt. Philippinen. Amerikanische Gäste. Jloilo, 14. Aug. 'Heute Abend am hier der BundeZoampfer Logan" mit Sekretär Taft, Frl. Alice Roose. velt und der übrigen Gesellschaft an Bord von Manila hier an. Die Gäste wurden mit Begeisterung empfangen. Canada Erdrutsch. Seattle, Wash., 14. August. Eine Depesche von Vancouver gibt die Zahl der bei dem Erdrutsch bei Spen cer'S Bridge Getödteten und Verletzten auf nahezu 50 an. Mandschurei. Vorrücken der Japaner. G o d z y a n, 14. Aug. Die Ja paner beginnen gegen die Russen im Z)angdePasse vorzurücken. Die russi chen Vorposten zogen sich in guter Ord nung zurück. Vulkanentdeckt. Neno, Nev., 14. Aug. Viehzüch. er, welche in Rye Patch, Humboldt Co., nach verlaufenem Vieh suchten, stießen auf einen Lavastrom und fan den auch den Vulkan, welchem derselbe entfloß. Die Regiftrirung von Heimftüttesuchern. P r o v o, Utah, 14. Aug. Hier wurden am Samstag die Namen von 2,505 Bewohnern um Heimstätten in der Uinntah Reservation eingetragen. In Price wurden gestern 105 Heim stättesucher regiftrirt. Wenig versprechend. Washington, 14. Aug. Heute traf hier der Brief ein, welchen John Hyde, der frühere Statistiker des AckerbaU'DepartementS auf die tele graphische, sehr dringliche Aufforderung Sekretär Wilson'S zurückzukehren, ver sprachen hatte. Hyde soll als Zeuge vorZden Spe zial Großgeschworenen erscheinen, welche die Anklagen gegen Edwin S. Holmes, den früheren Hilfsstatistiker untersuchen sollen. Der Brief ifi sehr unbestimmt ge halten und enthält nur das Versprrchen, daß Hyde zurückkehren werde sobald ihm dies möglich sei." Da Sekretär Wilsön abwesend ist wurde der Brief an Distriktsanwalt Beach übermittelt. Datirt ist das Schreiben von Southport, England. Kindererziehung und Reizmittel. Drei Leitgedanken für die körperliche Erziehung der Jugend sind es, über die heute alle Aerzte einig sind. Sie klingen für die Diät der Kinder aus in der Forderung: 1. keine alkoholi schen Getränke, 2. keinen Kaffee oder Thee 3. möglichst wenig Fleisch. Für den Körperaufbau und Stoffwechsel der heranwachsenden Menschen sind sie völlig entbehrlich, und auch für den Ersatz der durch das Leben verbrauchten motorischen Energie kommen sie nicht in Frage. Der kindliche Körper ersetzt die nothwendige Kraft leicht aus den einfachsten Speisen und Getränken. durch Spiel in frischer Luft und Schlaf. Es bedarf der künstlichen An regungen nicht. Diese genannten Ge nußmittel wirken aber nur als Reu Mittel auf das kindliche Nervenskstem und zwar noch viel verderblicher als auf das der Erwachsenen. Nur das Manko, welches diese infolge zu starker Nervenabspannung empfinden, läßt sie nach den Reizmitteln der Kultur derlangen.' Das Kind dagegen lehnt sie als fremd zunächst fast immer mn sicherem Instinkt ab. Man zwinge deshalb Kindern nie malö die Genußmittel auf, gegen die sie sich sträuben, in dem thörichten Glauben ihnen etwas Gutes zu brm gen. . fr ß 1 1 st n h 8 erste r6 nische Hochschule wurde kürzlich in Delft eingeweiht. Sie ist av.k . vuu wuiycu -ictynuurn yrroorgegan gen. Aus ven Direktor ver Nürnberger Drahtstiftfabrik Klett & Co.. Guhl, gab der Fabrikwächter in betrunkenem Zustande einen Revolver schuh ab; der Direktor wurde an der Hand verletzt. Der Wächter wollte sich für tarn machte Lohnabzüge rächen.

Eine Akademie für deutsche Sprache

in Ticht. Der neueste Sitzungsbericht der preußischen Akademie der Winenschafien ragt den Titel: Eeneralberlcht über Gründung, bisherige Thätigkeit und weitere Pläne der deutschen Kommision Im Jahre 1903 wurde 5z besondere deutsche Kommission eingesetzt Mit der Ausgabe für die langst er wünschte Erweiterung und Vertiefung der akademischen Arbeiten auf dem Get . r ' . r-y i viere Deutscher Sprache unv vin eme n jtL . - i , , ti rjc liiere und oreue irunoiage zu passen." Der jetzt vorliegende Bericht über die Thätigkeit der Kommission. der die drei Germanisten der Akademie E. Schmidt, Burdach und Roethe angehören, ist sehr beachtenswert! und interessant sowohl was die bis jetzt geeistete Arbeit als die Zukunstsplane anbelangt. Die Jnventarisirung sämmtlicher llteranschen Handschrlsen deutscher Sprache bis ms 16.Jahrhundert ist in Angriff genommen und kräftig gefördert worven; die Beröffentlichung ungedruckter deutscher Were des angehenden Mlttelalters und der frühen hochdeutschen Zeit hat begonnen; das Handschriftmaterial, das ei' ner Geschichte der neuhochdeutschen Schriftsprache" als Grundlage dienen soll, ist gesammelt und wird unter dem Titel Vom Mittelalter zur Reformatlon, Forsck lngen zur Geschichte der deutschen Bildung" veröffentlicht, und endlich ist eme kritische GesammtauZgäbe der Werke Wielands in Vorbereitunq. Wielands tiefe und weite literarische Wirkung wird erst, wenn diese Ausgabe vorliegt, voll zu ermessen sein. Genug Arbeit und Erfolg für den kurzen Zeitraum von zwei Jahren! Die deutsche Kommission denkt weiter an die Sammlung eines Thesaurus llnguae Germarnae , der die Grund lage für ein zukünftiges Wörterbuch der deutschen Sprache geben soll, wie es das Grimmsche. das eme dankbar zu benutzende Vorarbeit sein wird. nicht sein konnte." Hocherfreulich ist es. dak dabei die Absicht besteht, eine umfassende landschaftlich gegliederte Aufnahme des Sprachschatzes sammt licher deutscher Dialekte und nicht bloß derer des Reiches ins Werk zu setzen. Der Bericht gipfelt schließlich in dem Ausdruck des Wunsches, der seit dem Jahre 1900 der Regierung nahegelegt wird, dak ein der Akademie angegliedertes Institut für deutsche Sprache i , r irii ii inti oieiocnocr jjigamaiion, um planmäßig und dauernd angestellten Hilfskräften" ins Leben gerufen wird. Da die neubegonnenen, groß angelegten Arbeiten ja thatsachlich den Kern dazu bilden und diese bald bibliothekansch eingerichteter und verwaltete: Arbeitsräume bedürfen, so wird der Name, der das Ganze krönt, wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ein offener Brief ver russischen Soldaten an die Japaner. Von einem auf dem Kriegsschau platze weilenden Spezialberichterstatteer erfahren wir, daß die russischen Soldaten auf die besonders in dei letzten Zeit häufigen japanische Pro. klamationcn folgenden offenen Vrie! an die japanischen Soldaten gerichtet haben: Tapfere japanische Soldaten! Wii haben schon oft Briefe von Euch cr halten; die Pflicht der Hoflichkei: verlangt eine Antwort. Es wmider: uns sehr, daß Ihr zu solchen irnrnili tärischen Mitteln greift wie du llebcrredung zum Ergeben. Seid ver sichert. Eucre süßen Worte werden bc ilns uiir ein Lächeln hervorrufen Wir erkennen nur ein Kampfmittel die Schlacht an. Wir meinen, daß zu anderen Mitteln nur derjenige greift der nicht sicher ist, mit der Waffe in der Hand zu siegen. Wegen Euerc: Gefangiien und llebcrlänfer könn! Ihr ganz beruhigt sein: sie leben bei uns ausgezeichnet, sind gilt gekleidet, werden satt und erhalten sogar Geld, Sobald Euerc Brüder zu uns kom men, sprechen sie das Gefühl des Ver. anüaens. soaar das der Ireude aui und äußern keinen Wunsch, in ihn Armee zurückzukehren, sondern zietier vor, nach Rußland zu reisen. Unsere Gefanaenen indessen, wenn man ih nen die Rückkehr in ihre Regiment?, angeboten hätte, wurden such nicht cini Minute besinnen, dorthin zurückznkeh reu: davon sind wir fest überzeugt Wir mischen uns als echte Soldater nicht in politische Sachen ein, unser, Sache ist. nur zu kämpfen. Wir all, smd ohne Unterschied des Mauvens der Nationalität oder des Standes be geistert von dem einen Gedanken unsere Pflicht gegen den Zaren irnl das Vaterland zu erfüllen. Sobal! es sich um unser theures Rußlan! bandelt, veraessen wir Zrau und Mm der. Die Liebe zum Vaterlands un! die Ergebenheit dem Zaren gegen über bilden das Vermächtnis; unsere. Ahnen, die aus einer Scholle ein, Weltmacht geschaffen haben." Es liegt nach Stil und Inhalt die ser Kundgebung auf der Hand, das sie nicht von einfachen Soldaten de, russischen Armee ausgegangen sei, kann. Man hat hier auger?sck)oinlick ein zu bestimmten Zwecken fabrizirte; Tiktat vor sich. Die '50jährige Doktor Jubelfeier beging am 18. Juli der sei! 1s Oktober 1904 im Ruhestand lebend, ordnitliche Professor für Zivilproze anlder Leipziger Universität, Geheime, Hosrath Dr. jur. Heinrich Degenkolk 33' Gelehrte steht im 72. Lebens. Zohre. '

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Lange Trennung. ührenveS Wiedersehe j Muttee nd Tphn nach neunjeistt Jahren. George E. Weber, ein angesehene: Möbelzeichner in Philadelphia, hat seine Mutter wiedergefunden, die er seit 19 Jahrm für todt gehalten hatte. Im Alter von sieben Jahren kam er in Begleitung seines Vaters von Harrisbürg nach Philadelphia. Sein Vater agte ihm, daß d Mutter gestorben ei und daß sie beide versuchen müßten, ie zu vergessen. Der Vater verzog sodann mit seinem Sohne nach New Nort, kehrte nach etwa fünf Jahren wieder nach Philadelphia zurück und starb kurze Zeit nach der letzten Uebersiedlung. Der Sohn lernte auf eigenen Füßen stehen und brachte es zu pekuniären Erfolgen. Seit dem Tode seines Vaters hatte Weber der Gedanke nicht mehr verlassen, daß seine Mutter vielleicht doch noch am Leben sein könne. Aber er wußte nicht, wohin er seine etwaigen Nachforschungen hätte richten sollen, da das Gedächtniß an die Ereignisse und Beziehungen feiner Kinderjahre nach und nach vollständig verblaßt war. Weber verheirathete sich, seine Frau starb jedoch vor etlichen Monaten mit Hinterlassung eines Töchterchens. Seitdem wohnte Weber mit seinem Kinde bei feiner Schwiegermutter, welche ihn anspornte, die Forschungen nach seiner Mutter wieder aufzunehmen. Bor Kurzem erfuhr Weber gelegentlich einer Geschäftsreise nach Harrisburg, daß dort ein Onkel, ein Bruder seiner Mutter, lebe. Er suchte ihn auf, fand ihn jedoch nicht zu Hause. Dagegen lernte er eine Kousine kennen und erfuhr von ihr, daß seine Mutter thatsächlich noch lebe, zum zweiten Male mit einem wohlhabenden Kaufmanne Namens Corlin in Fairview vermählt fei und seit der Trennung von ihrem ersten Gatten nicht aufgehört habe, nach ihrem Sohne erster Ehe zu forschen. Weber zögerte nicht, feine Mutter aufzusuchen. Bei seinem Anblick wurde sie leichenblaß, dgnn schrie sie auf: Mein Junge, mein lieber Junge!" und fiel ihm um den Hals Mutter und Kind hatten sich nach 19jähriger Trennung wiedergefunden. Weibliche Gärtner. In England sind seit einiger Zeit weibliche öärtner mit Erfolg m Thätlgkeit getreten. In der kürzlich statt, gehabten Jahresversammlung der landwirthfchaftlichen Mädchenschule zu Swanley, England, wurde festgestellt, daß 48 der dort ausgebildeten Mädchen als selbstständige Gärtnerinnen ihr autes Auskommen haben, 23 sind als Aufseher der Anlagen von Lffentlichen Gebäuden thätig, 52 bearbeiten den eigenen Garten und 10 verlegen sich auf Treibhauspflanzenzucht. Aukerdem befinden sich unter den frühern Schülerinnen 3 Kunstgärtnerinnen, wäyrend 8 andere Stückarbeit verricbten. Dieser letztere Zweig wurde jedoch nur solchen anempfohlen, die für ö-e ersten Jahre nicht auf ihren Verdienst angewiesen stnd, denn eine ausreichende standige Kundschaft zu erwerben er fordert Zeit und Geduld. Eine Gärt nerin konnte aber auch auf diesem Ge biet guten Erfolg verzeichnen; in den nordwestlichen Vorstädten versorgt sie 16 Vrivatgärten. so daß sie sich mit einer Kollegin in die Arbeit theilen mußte; für daö ermüdende Umgraben der Erde sind die beiden jetzt in der Lage, sich einen Burschen zu dingen Neuerdings wandte sich ein bekannter abrikbesitzer an die Vorsteherin des nstituts, um eine ihrer Damen als ehrerin für seine weiblichen Angestellten zu erwerben. Für angehende 5?rauen von Kolonisten ist ein besonderer Kursus in Swanley eingerichtet Worden, Cr wimin

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