Indiana Tribüne, Volume 28, Number 298, Indianapolis, Marion County, 8 August 1905 — Page 7

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(Fortsetzung.) r Egon hätte ebenfalls ' in" Pension Müller speisen können, aber vielleicht odete man ihn hinaus, weil er nicht dort wohnte, er nahm daher in der Lierlialp ein frugales Mahl zu anderthalb Franken, ruhte sich von dieser Anstrengung aus und überlegte sodann eine Kaffeestation. Frauenzimmer trinken ja immer Kaffee, allerdings zog Margot, dieses Cüßmäulchün, die Schokolade vor. Man nannte ihrn das Eienwäldchen und das Schweizerhaus in ersterem verkehrten mehr die Franzosen und Engländer, in letzterem die Deutschen. Wohin nun? Margot Durand der Baron hatte es französisch ausgesprochen, und am Ende war sie auch eine Erzfeindin; also vorwärts nach dem Eienwäldchen! Unterwegs kauft: Egon eine Tüte mit Pralinen und überzuckerten Mandein; Mäuse fängt man mit Speck und junge Damen mit Süßigkeiten, überdies war es eine Revanche für die Berliner Schokolade. An dem Philosophcnwege rauschte die Aa ihr zärtliches Lied, und Egon kam in eine idyllische Stimmung; er naschte von den Pralinen und untersuchte die Mandeln auf ein Vielliebchen; aber dazu hätte er wohl Knackmandeln nehmen müssen. Uebrigens war Margot nicht im Eienwäldchen, vielmehr fanden sich dort lauter Teutsche, die Mode mußte also wohl über Mittag gewechselt haben. wie sie das ja immer thut. Die Sonne stand bereits schräg, als Egon bei dem Schweizerhaus anlangte; schon von Weitem hörte er das Fallen der russischen Kegel und das muntere Cezwitscher weiblicher Stimmen. Einige aber waren schon auf dem Heimweg zur Krippe. Unter diesen auch Margot. Sie trennte sich gerade von einer englischen Gesellschaft,' und ihre holden Wangen waren von der Aufregung des Spieles lebhaft geröthet. Warum kommen Sie so spät?" rief sie Egon entgegen, wir haben uns ganz köstlich unterhalten, und ich habe zweimal den König aus der Mitte herausgeworfen. Ist das nicht großertia?" um unoc war cennoq eine verkappte Anarchistin oder irgend so was ähnliches! Egon machte sich indessen keine weiteren Gedanken darüber, fcn dern er reichte Margot die Tüte, und sie beaann sofort davon zu naschen. Das ist nett von Ihnen! Sie haben also doch an mich gedacht. Wo waren Sie denn den ganzen Tag? Er berichtete seinen einsamen Le benswandel. während sie langsam nach Engelberg zurückkehrten. Margot lachte. Sie hätten ganz gut bei Zötuller essen können, gerad neben mir war noch ein Platz frei. Also die Bierlialv ? Da soll ja Aben! das Rendezvous der Fremden sein. Ob eine Dame wohl allem hmgehen kann? Sie würden gewiß nicht allein sein!" betheuerte Egon und bemächtigte sich eines Tuches, welches Margot über dem Arm trug. Glauben Sie. He Doktor? Mein Baron hat mir zwar semen Schutz zu gesagt, aber seit heute früh ist er der reme Klosterbruder. Oo es nur wirk lich so fesselnd ist. in alten Pergamenten herumzuwühlen? Er ist ja selbst ein Stück Perga ment." sagte Egon eifersüchtig. Aber Margot schüttelte mit einem taubensanften Lächeln den Kopf. O nein, gar nicht, er kann höchstens fünfzig Jahre alt sein. Wind und Wetter haben ihn freilich ein bischen mitgenommen, aber bedenken Sie nur, was der Mann für Reisen gemacht hat! Sie sind wohl schon in sein ganzes Leben emgewecht, Fraulem Du rand?Das junge Mädchen stutzte und streifte Egon mit emem verwunderten Blick. Dann sagte sie langsam: Lassen Sie es nur bei der alten Anrede. Herr Doktor, ich bin nun schon daran gewöhnt. Ob ich das Leben des Barons v. Geldern kenne, dieses einsame menschenfeindliche Dasein? O ja, man ches daraus schon Und dann brach sie plötzlich ab. Sehen Sie doch, wie wunderbar schon die Abte? von der Abendsonne ge färbt wird!" fuhr sie fort. Es il jammerschade, daß kein Pinsel dieses zarte Rosalicht treu wiederzugeben im Stande ist." Sie sind Künstlerin, Fräulein Margot!" Und Sie sind ein richtiger Spwn, entaeanete Margot lachend. .Glauben Sie, ich hätte Ihren Kopf nicht am Dachfenster des Alpenklubs gesehen? Ich werde nr dem Baron das Zimmer tauschen, der thut schließlich dock, was ich will.Weg war sie, und nur die Feder an ihrem Hütchen nickte noch einmal zu Sle'istein Jrrwischl" sagte Egon ärgerlich, eine Kokette, eine He?e, ein

aran. ot tq woyi yeuie nveno in die Bierlialp gehe? Fällt mir gar nicht ein! Ich werde mich zu den Bergfüh-

rern setzen und mrr Mordzeschichten erzählen lassen; lugen thun sie alle. aber da gehört es wenigstens zum Handwerk. Als aber dann die elektrischen Bogenlampen ihr magisches Licht in der engen Dorfgasse verstreuten, gmg Egon dennoch in die Bierlialp. Er suchte sich ein kleines Tischchen in einem molligen Winkel aus, kippte fürsorglich den zweiten Stuhl um und faßte die Thür in's Auge. Es wabrte auck mckt lanae. da kam Margot hereingeschlchft. Sie trug einen dunklen Staubmantel, der ihre schlanke Gestalt einhüllte, und um den Kopf einen rothen Baschlik. Auch diese Vermummung stand ihr ausgezeichnet und erweckte fast die Ver muthung, daß es auf ein kleines nettes Rendezvous abgesehen sei. Aber erst mußte er zappeln. Sie ging dicht an ihm vorüber. übersah ihn scheinbar und that sehr verwundert, als er einen Hustenansall bekam. .Es ist hier gräßlich rauchig." sagte sie dann mitleidig, aber auf der Alm gibt's ka Sünd. Sie erwarten wohl Jemand?" Ich wollte mich nur gegen unliebsame Gesellschaft schützen." entgegnete Egon und stellte den Stuhl richtig. Ach so, dann will ich nur weiter. Aber endlich hatte sie doch Erbarmen. Als cic eunenn ein winziges Fläschchen rothen Veltliner gebracht hatte, wurde sie sogar zutraulich und beugte sich ein wenig vor. Nämlich, Herr Doktor, es gilt eine Verschwörung. Machen Sie mit?" Bis aus Mord alles!" versicherte er eifrig, als das süße Eesichtchen ihn aus der Kapuze anlächelte. Gut. Um Mord handelt es sich übrigens nicht. Sie sind natürlich ein firmer Bergsteiger ich habe heure früh Ihre fchönen Bergschuhe vor Ihrem Fenster gesehen." Und da soll ich nun der Spion sein!" sagte er vorwurfsvoll. Uebrigens den Kreuzberg bei Berlin habe ich schon mehrfach genommen." Ach, Du liebe? Gott! Nämlich mein Baron " Ihr Baron? So hm " Ich stehe unter seinem Schutz! Also der hat sich eine neue Grille in den Kopf gesetzt." Er sich, oder Sie ihm?" Gewissermaßen trage ich die Schuld." gestand Margot reumüthig. Heute Abnd beim Essen äußerte ich den Wunsch nach einer Titlisbesteigung wozu ist man denn hier?" Ja, wozu ist man hier?" bestätigte Egon nachdenklich. Und da hat er mir seine Begleitung angeboten. Aber denken Si; ohne Führer!" ..Das thät' ich an seiner Stelle auch!" Wenn Sie unartig sind, geh' ich. Mein Gott, es soll ja gar mcht schlimm sein, nur ein bischen anstrengend. Aber ich furchte, daß dem Baron unterwegs etwas zustoßt, und dann waren wir ganz allein." Der ist schon mit Kannibalen un ter vier Augen gewesen," sagte Egon dickfellig, dem passirt nichts." Abscheulich! Aber Sie können es ja nicht wissen der Baron leidet etwas an Herzschwache. Sogar sehr. Fräulein Margot." Nein, ernstlich. Dieses unmäßige Rauchen von früh bis spät! Er hat es mir heute beim Frühstück geklagt, die Höhenluft bekommt ihm nicht beson ders." Warum bleibt er nicht unten? Also deshalb legte er die Hand auf's Herz. als er nach der Abtei hinuberging!" Sie sind schlimmer wie ein Es Heimpolizist!" sagte Margot schmollend. Und dann faltete sie plötzlich die kleinen Kinderhände. Bitte, bitte, lieber Herr Doktor, gehen Sie morgen mit auf den Titlis! Es ist mir wirklich eine Beruhigung Als Margot sich bei diesen Worten so weit herüberbeugte, daß ihr Athem sein Gesicht streifte, da wurde er wie Butter. Er wäre am liebsten mit ihr auf den Himalaja gestiegen cder auf einen anderen sehr hohen Berg, um da oben vor ihr niederzufallen und er versprach auch jetzt alles mögliche und wurde dabei so begeistert, daß Margot sich schließlich umsah und etwas von Heimgehen sagte. Sie ließ sich auch nicht bewegen, noch ein Tröpfchen Wein zu trinken, sondern verzog die rothen Lippen und erklärte den Veltliner für herbes, abscheuliches Zeug. Das ist nur etwas für Männer." sagte sie. Bleiben Sie nur ruhig bei Ihrem Schoppen sitzen, ich finde schon allein die paar Schritte nach Hause, die Straße ist noch sehr lebhaft. Er wagte es nicht, ihr seine Beglei tunz anzubieten. Vielleicht meinte sie es aufrichtig mit der lebhaften Straße, vielleicht hätte sie in einer späteren Swnde seine Gesellschaft erst recht gemieden. Sie war wie ein Chamäleon, und er konnte nicht aus :or klug werden, aber sedenMs blieb er -allein zurück und forschte auf dem Grunde des Bechers nach der Wahrheit. Es wurde um ihn leerer und einsumer, und als er endlich vonoen das Lokal säubernden Kellnerinnen gleichsam hinausgekehrt wurde, da lag eine

eoenio nnsame ralyselyasle viaqt uvn den Bergen, und der Föhn wehte durch das Thal.

Es war nicht zu verkennen, das Wetter wollte anders werden. Egon erhob sich einmal im Laufe der Nacht von seinem Lager und blickte durch das Fenster. Es regnete nicht, und der Himmel mochte wohl auch für den kommenden Tag seine Schleusen verschlossen halten, aber es war dennoch eine Unruhe in der Natur, und der schlaflose Mann wurde von ihr in Mitleidenschaft gezogen. Er lugte hinüber nach der Pension Müller und glaubte hinter der Aalkonthür, welche Margots Zimmer verdeckte, einen matten Lichtschimmer zu erspähen. War aucy sie so ruhelos wie er, und ahnte auch ihr Herz, daß dieser stürmisch heraufsteigende Tag einen anderen Sturm bringen werde, wie er von jeher über die Welt gegangen ist, so lange junge Herzen schlugen? Da kam das Fruhroth mrt einem fahlen Schein. Egon rüstete sich bergmaßig und stieg hinunter auf die Straße. Es ging ein alter Fuhrer vorüber, den er nach den Wetterausstchten fragte, und ob man den Titlis besteigen könne. Es kann gehen, sagte der Mann in seinen rauhen Gaumlauten, es kann auch anders kommen. Bis zum Trübsee ist die Sache ein Spaß, Sie haben' da im Hotel Heß guten Unterstand. Nachher ist nur noch vor dem Gletscher eine Almhutte. Gehen Sie allein?" Nein, noch ein Herr und eine Dame." Ter wortkarge Alte schritt kopfschüttelnd weiter, und Egon setzte sich wartend auf die Bank vor der Pension Müller. Der Wind war eingeschlafen. aber eine frische Luft strich durch das Thal und durchfröstelte bis in's Mark. Dann kam Maraot. Sie trua ein fesches Bergkostüm von Loden, auf den schwarzen .paaren saß keck der grüne Hut mit weißem Schleier. Alpstock und Schuhe stammten wohl aus Engelberg, mit den letzteren koketnrte sie ein wenig und zeigte Egon die winzigen Nägel unter der Doppelsohle. Es ,st eme Schande, sagte sie. daß man sich so verunstalten muß, aber die Berge sind ebenso ungalant wie die Männer; denken Sie nur, mein Baron sagt, ich wäre der reine Fex!" Dann kam auch Geldern zum Vorschein. Er trug natürlich wie immer seinen farriricn Jackettanzuz. die Ledermütze und unter dem Arm einen eleganten seidenen Regenschirm, dessen man sich nicht auf den Boulevards von Paris hätte zu schämen brauchen. Viellelckit stammte er au dortber. Die Begrüßung zwischen den beiden , , , , Herren war ziemlich kühl. Ter Baron mußte wohl schon davon unterrichtet sein, daß Margot ein dreieckiges Verhältniß für gut befunden hatte, denn er gab seinen Gefühlen nur durch ein unartikulirtes Brummen Ausdruck; dann deutete er mit dem nadelspitzen Ende seines Regendachs in die Berge und rannte los. Da geht er hin," sagte Egon zu Margot. Soweit ich mich auf meine Erfahrungen verlassen kann, ist das weder die richtige Ausrüstung ruch das richtige Tempo für eme Gletscherfahrt." Es ist schlimmer wie Selbstmord!" klagte Margot. Als er in diese? Verfassung bei mir anklopfte wer zuerst fertig war,. sollte nämlich den anderen herauspochen da wäre ich fast m Ohnmacht gefallen. Ich habe ihm die besten Worte gegeben, wenigstens Plaid und Bergstock mitzunehmen, aber ich hätte ihm um den Hals fallen können und " Wirklich?" knurrte Egon dazwischen. Ach Gott, er könnte ja mein Vater sein! Aber er ist ganz verwildert, sag' ich Ihnen. Sie schwieg einen Moment und kicherte in sich hinein. Als wir aufbrachen, warf ich emen Blick durch seine offene Stubenthür. Wissen Sie. was er an Gepäck mit sich fuhrt? Eine lederne Handtasche, weiter nichts. Alles andere kauft er unterwegs und verschenkt es wieder. Aber mit der Handtasche ist er verheirathet." Wie Sie mit Ihrem Köfferchen," neckte Egon. Was wissen Sie von meinen Sachen! Gar nichts! Sie sind wohl neugierig?" In gewissen Dingen sehr, Fräulein Margot. Dieses Köfferchen habe ich ja schon in der Hand gehabt als Ihr gehorsamster Kammerdiener. Das steckt sicherlich voll Seide und Spitzen von Basel her. Schmuggeln thun alle Damen." Margot wurde roth und verlegen. Sie beschleunigie ihre Schritte und schaute nach dem Baron aus; aber der war schon weit über die Abtei hinaus und zwischen den Bäumen der Bürklialp. Den Schirm hatte er geschultert, und die Mütze saß im Nacken. ..Als w?nn die Polizei ibm auf den Hacken wäre," sagte Margor seufzend, und Egon griff das Wort auf. Hier gibt es keine Polizei, wir sind ja in der freien Schweiz. Hier kann jeder' thun und lassen, was er will, kein Mensch fragt danach. Wirklich?" fragte sie aufathmend, und es blieb umzewiß, ob die beginnende Steigung daran schuld war. ober etwas anderes. Ganz gewiß," scherzte er über-

müthig. Wenrt ich zum Beispiel jetzt mit Ihnen durchginge, Fräulein Margot. dann würde kein Huhn und kein Hahn danach krähen." Wohin denn, Herr Doktor? Etwa in eine Gletscherspalte?" Das wäre ein kaltes Nest," entgeg nete er mit einem zärtlichen Blick in ihr lachendes Gesicht, und sein Herz begann zu klopfen natürlich infolge der Steigung. Aber wie wäre es mit einer einsamen Insel? Aus blauer Fluth ein schwarzes Gestein, gekrönt von zerfallenem Marmorschloß. Zwischen den weißen Trümmern ragen dunkle Pinien, und die Orange glänzt im dichten Laub. Die Insel der Se-ligen- " Oder der Todten," vollendete Margot nachdenklich wie der Pinsel Böcklins sie geschaffen hat." Dann stemmte sie ihren Bergstock in das Geröll und blieb stehen. Wissen Sie auch. Herr Doktor, daß Sie da soeben etwas geschildert haben, was wirklich vorhanden ist? Ich denke jetzt nicht an jenes düstere Felseneiland bei Korfu. welches dem großen Märchenmaler Modell gestanden hat, sondern mir schwebt die Jsola Bella im Lago maggiore vor der Seele. Noch gestern Abend sprach der Baron von diesem entzückenden Plätzchen, und bezeichnete es als das Ziel seiner Reise." Und Sie sind schließlich nicht abgeneigt, sich von ihm dorthin entführen zu lassen?" Wer weiß " sagte Margot leichthin und kraxelte weiter. Sicherer wäre es jedenfalls, als unter Ihrem Schutze, Herr Doktor, denn von poetischen Anfällen habe ich bei dem Baron noch nichts verspürt." Sie traten aus dem Walde auf die Gerschnialp, und die Sonne stieg über den Kranz der Berge empor. Ihre Scheibe stand blutroth zwischen Wolkendunst, und Egon machte ein bedenkliches Gesicht. Margot drängte sich plötzlich an seine Seite. Jetzt fürchte ich mich." sagte sie halblaut. Da vorne ist eine Heerdc mitten am Wege!" Ein mächtiger Stier stand brummig und breitspurig an der Spitze seiner Heerde und versperrte den Pfad ttai seiner klobigen Gestalt. Nach Galanterie sah das nicht auö, und auch Egon wurde etwas bedenklich. Haben Sie denn Roth an sich, Fräulein Margot?" Ach ja," entgegnete sie kläglich und deutete auf eine große Schleife. Die müssen jtoir beseitigen." Aber als er halb gedankenlos die Hand ausstreckte, wich Margot zurück. Es geht wohl auch anders; Sie haben doch das Plaid "

Nun besann er sich und hüllte sie mit einer Sorgfalt und Umständlichkeit ein, die ihren Korper leise erbeben machte. Tibei sagte er etwas von einem cymetterung. oer m eme Raupe verwandelt werden müsse, und auch ihm war es eigenthümlich dabei ZU Muth. Dann rückten sie vorwärts, und Margot hatte ungeachtet ihrer Hülle noch nicht alle Furcht verloren, denn sie schmiegte sich immer dichter an ihren Gefährten und duldete es sogar, daß er schützend den Arm um ihre Schultern legte. Uebriaens war der Stier gar nicht bösartig, sondern trollte sich gutwillig aus dem Wege und leckte behaglich seine stumvfe Schnauze. Egon behauptete sogar, er habe gelächelt, und darauf wurde Margot mit echt weiblichem Umschlag sehr über müthig und wollte den alten Burschen streicheln. In der Veranda der kleinen Wirthschaft, die mitten auf der Gerschnialp liegt, saß Geldern bei einer Tasse Kaffee. Er grinste den Nachzüglern entqeaen und fraqte. ob sie heute noch wei ter wollten. Als Margot ihm darauf mit merkwürdig sanfter Stimme und einem' fchönen Aufschlag der Augen sein unvernünftiges Rennen vorhielt, Hunde er zahmer. Ich kann nicht anders." sagte er. es liegt in meiner Natur. Aber ich danke Ihnen. Sie sind der erste Mensch. dessen Fürsorge mir mcht unangenehm ist. Wenn Sie das Plaid nicht selbst brauchen, so dürfen Sie es mir um die Schultern hängen es weht doch frisch herüber." Egon beobachtete mit gemischten Gefühlen, wie Margot sich um den alten Werwolf zu thun machte. (Fortsetzung folgt.) (Dbcviclxvcv& Ferien. Na, Männe, kommst Du nicht mit?" Ach, geht nur voran, ich will nur noch schnell die Dichtungen im Fremdenbuch durchkorrigiren."

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