Indiana Tribüne, Volume 28, Number 298, Indianapolis, Marion County, 8 August 1905 — Page 4

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Indiana Tribüne. Hnaulzegden von der antretet ft Indianapolis, Ind. vsny D. ThMn - - Vräfident. veschästSlocalt No. 31 Süd Delaware Straße. teiphone ss.

Ketcred Rt the Port Office ot Indianapolis a accond dass matter. AuS der Bundeshauptstadt Präsident Roofevett selbst hegt offenbar keine allzu hohen Erwartungen von Dem, was die kurze ttongreß'Sitzung fertig bringen wird. Zwar möchte er eine im Einklänge mit den Prinzipien seiner Partei stehende Tarifredifion anbahnen, doch weiß er, " daß die Republikaner sich hierin nichts weniger als einig sind und ' daß die Ausbringung derartiger Resor mm zu Spaltungen führen könnte, welche anderen und dringlichen Theilen des AdministrationZprogrammS gefährlich werden dürsten. DieS find die von Roosevelt angestrebte Regelung der Eisenbahnraten durch die zwischenftaat liche Handels Kommission, sowie die Ertheilung neuerZund weitgehender Be fugnisse bezüglich deS PanamattanalS. Was den ersteren Gegenstand anbetrifft, so ist er Herrn Roosevelt besonders an'S Herz gewachsen und er glaubt, daß eine seinen diesbezüglichen Rathschlägen entsprechende Gesetzgebung für die weitere Wohlfahrt deS Landes absolut uner läßlich sei. Er ist überzeugt, daß seine Politik in Betreff der RegierungSkon trolle unserer Eisenbahnen deS Beisal leS der großen Menge sicher sei und er ist der Ansicht, daß eS für die kommerzielle und industrielle Entwicklung bes ser sei. die SacheZ jetzt in ruhiger und konservativer.Weise zu regeln, als da mit zu warten, bis die radikalen Ele mente in beiden Parteien Oderwasser bekommen und Maßregeln durchsetzen, welche, über'daS Ziel hinausschießend, Handel und Verkehr lahm legen wür den. Die Förderung deS großen nationa len Unternehmens, des PanamaKanalS, mißt Roosevelt gleiche Bedeutung bei. Der.Prästdent hat nie zu den Optimisten gehört, welche die gewaltigen Schwierigkeiten, welche sich dem Riesen werke entgegenstellen würden, unterschätzten. Andererseits hat er aber auch die Ueberzeugung, daß es uns gelingen werde, aller Hindernisse Herr zu werden und den Kanal zu vollenden. Er hat Zutrauen in den Charakter und die Fähigkeit der Männer, welche er mit Leitung der lArbeiten betraut hat und wünscht sie mit den weitgehendsten Vollmachten betraut zu sehen. Welcher Art daS KanalProgramm sein wird, welche demKongreß in seiner Spezial sitzung unterbreitet werden wird, hängt von dem Berichte sund den Empsehlun gen ab, welcheZHerr ShoutZ, Vorsitzer der Panama-Kommission, und seine Berather, welche sich zur Zeit auf dem Isthmus befinden, aber binnen Kur zem zurückerwartet werden, dem Prä fidenten machen mögen. Bisher fehlte es über die wirkliche Sachlage dort an absolut zuverlässiger AuSkunst. Alle Berichte waren nach dem Sonderin teresse deö.Betreffenden gefärbt und be vor man einen festen Plan fassen kann, muß man zunüchftMer die Verhältnisse informirt sein, mit denen man zu rech nen hat. Bisher hat man noch keine Idee, was Oder Kanal überhaupt kosten soll. Wenn die Kommission auf Grund des Gutachtens des berathenden Inge-nieur-AuSschusseS, zu der Anficht ge langen sollte, daß der ursprüngliche Schleusenkanal' nicht durchführbar ist. so wird das Repräsentantenhaus große Verwlllizungen zu machen baden. Ob die von Kriegssekretär Taft f. Z. der anschlagt? 300 Millionen auslangen Werden, vermag Niemand zu sagen, es mögen auch 400 oder gar 500 Millio nen nöthig sein. Da es sich aber hier nicht nur um ein den Handel fördern deS Projekt, sondern um eine Frage handelt, von.deren Lösung unser na tionaleS Prestige abhängt, ist eS zu er, Warten, daß der Kongreß in dieser Be ziehung den Forderungen der Adminl ftration entsprechen wird. DaS werden voraussichtlich die beiden Hauptpunkte des Roosevelt'kchen Pro grammeS sein, soweit di? Spezial Sitzunz deSittongresseö in Frage steht. Dann find da aber auch noch eine An zahl wichtiger Fragen auf handelS'po litifchem Gebiete, die sich nicht auf die lange Bank schieben lassen. Zunächst unser Zollverhältniß zu Deutschland. An einer Neugestaltung ihres Zollta riss hat die deutsche Regierung bereits

feit 1893 gearbeitet und dieselbe nun mehr desinirt sormulirt. Der neue deutsche Zolltarif wird am 1. März 1906 in Kraft treten und mindestens bis Ausgang des Jahres 1917 be stehen bleiben. Bis zum 1. März ist Deutschland zur Abschließung spezieller Handelsverträge unter seinem neuen Tarif bereit und solche sind bereit mit Rußland, Oesterreich-Ungarn, Italien, der Schweiz, Belgien, Rumänien etc. geschlossen und vom Reichstage ratifi' zirt worden. Die Vertrauensraten(Minimaltaiif) werden allen Lündem bewilligt, welche bis zu jener

Zeit mit Deutschland ReciprocitütS. Handelsverträge abgeschlossen haben und welchen die Klausel von der .meist begünstigten Nation" zugute kommen wird, während die atonomen" Raten (Maximalzoll) den Importeuren aller anderen Nationen gegenüber zur An Wendung gebracht werden. Um daher Störungen im Handelsverkehr vorzu beugen, muß während des Winters ein neuer Handelsvertrag zwischen beiden Ländern zum Abschluß gebracht wer den. Unter dem alten Zollgesetz waren die Jmportwaaren aus den Ver. Staaten den niedrigeren oder Vertrag? Zoll fötzen unterworfen gewesen, zuerst auf Grund deS sogenannten Saratoga Vertrages vom Jahre 1892, welcher nicht mehr in Kraft steht, und später vermöge deS HandelSAbkommenS zwl schen den Vereinigten Staaten und Deutschland vom 10. Juli 1900. Nach den Bestimmungen dieses Abkommens wurden den Ver. Staaten die Konventionalraten bewilligt, welche durch die Handelsverträge auZ den Jahren 1891 1904 zwischen Deutschland und sieben anderen Ländern vereinbart wor den waren, und zwar gegen Ermäßi gung der Zölle auf Weinstein, Spiri tuosen, Gemälde, Skulpturwerke, die von Deutschland nach den Ver. Staaten lmportirt werden, wozu die Ermächti gung durch die Sektion 3 deS Dingley Gesetzes vom Jahre 1897 ertheilt wurde. Dieses Abkommen kann von jedem der beiden Länder jederzeit unter Einhal tung einer dreimonatlichen Kündi gungSfrift ausgehoben werden. ES be steht ferner ein Meistbegünstigung Vertrag zwischen den Ver. Staaten und Preußen, welcher im Jahre 1823 abge schlössen wurde. Dieser Vertrag kann unter Einhaltung einer KündigungSFrist von einem Jahre ausgehoben wer den. Die Wichtigkeit der Vereinigten Staaten sür Deutschlands auswärtigen Handel wirb ersichtlich aus dem Um stände, daß lwührend deS Kalenderjah reS 1903 dieses Land die erste Stelle unter den Nationen einnahm, von wel chen Deutschland lmportirte, und die dritte Stelle unter den Ländern, nach welchen Deutschland exportirte, wäh rend in dem ausländischen Handel der Vereinigten Staaten Deutschland so wohl hinsichtlich unserer Einfuhr, als unserer Ausfuhr nur hinter Großbri kannten zurückstand. Die Formuli rung des neuen Handelsvertrages wird eine der ersten Aufgaben des Bundes Senates in seiner regulären Sitzung sein. Dann ist da unser Mißverftändniß mit dem aus Jahrtausende langem Schlafe erwachten China. Ließen sich die Chinesen bisher von uns wie von allen anderen Westländern nach Belie ben schuhriegeln, so ist ihnen jetzt, nach den Waffenthaten ihrer' japanischen Vettern, der lttamm mit einem Male gewaltig geschwollen. Und Ironie des Schicksals ihr Zorn richtet sich in erster Linie gegen Amerika, gegen den biederen Uncle Sam, der sich wäh rend der letzten zehn Jahre wiederholt sür das Reich der Mtte in die Bresche geworfen und sich als natürlicher Be schützer der Zopfträger gegen die ag. gresfiven Gelüste der europäischen Mächte aufgespielt hat. China hat mit einem Male die Ent deckung gemacht, daß das gegen seine LandeZkinder gerichtete Einwände rungSverbot eine Beleidigung sei, eS fordert Gleichberechtigung mit anderen Nationen und eS verleiht seiner Förde rung Nachdruck, indem eS Vetter Jo nathan an der Stelle packt,' wo er fierb lich ist am Geldbeutel. Der schon vor Wochen von chinesischen Importen ren und Kaufleuten gegen alle Waaren amerikanischen Ursprunges verhängte Boycott nimmt immer größeren Um fang an und erweift sich als ein unge mein wirksames Kampsmittel. So traf erst vor ewigen Tagen im Bureau der großen Exportfirma Getz Bros. & Co. zu San Francisco aus Shanghai nach stehendes Kabelgramm ein: Alle Auf tröge rückgängig gemacht. Boycott

amerikanischer Waaren seitens chine

sischer Kaufleute durchgreifend. AlleS Geschäft gänzlich gelähmt." DieS ist nur ein Beispiel von vielen, ja, der Boycott erstreckt sich nicht nur auf Waaren, sondern auch amerika Nische Jinanzinftitute werden davon betroffen. So ist, wie das Kabel Mtl det, nach Shanghai eine Versammlung sämmtlicher chinesischer Bankiers einberufen worden, um den Vorschlag, alle Geschäftsverbindungen mit der Jnter national Banking Corporation abzu brechen, zu besprechen. Letztere ist ein mit $3,000,000 kapitalisirteö amerika nischeS Bankinstitut, deffen spezielle Aufgabe die Förderung unseres auf blühenden Handels mit dem Orient sein sollte. Wenn unsere kommerzielle Verbindung mit China nicht gänzlich unterbrochen werden soll, wird der Kongreß dessen Forderungen Rechnung tragen müssen. Die Asphalt-Affaire Wird wieder akut. O y st e r B a y, N. Y., 7. Aug. Prüs. Roosevelt erhielt vom Staats. departement die Benachrichtigung, daß das Bundesgericht von Venezuela eine Entscheidung gegen die Bermudez AS phalt Co. in dem Falle der sogenannten Hamilton Konzession abgegeben hat. durch welche die Konzession sür annul lirt erklärt wird. Wahrscheinlich wird diese Regierung in der Sache Nichts thun, bis Sekretär Root, der gegenwärtig iu Labrador ist. wieder in Washington angekommen ist. Excurston nach der Meeres küste. Donnerstag, 17. August, über die Pennsylvania Linien. $15.00 Rundfahrt, v on Indianapolis nach Atlantic CUy, Cape Wag, Lolly Aeacy, Anzlena. Avalon, Sea Jsle iMtn, Mlv wood, Ocean City, New Jersey, Nehoboth, Delaware. Fahrkarten gültig für 12 Tage mit Aufenthalts-Bewilligung irr Philadelphia. Für Einzelheiten. Fahrplan, Be dienung usw. wende man sich an die Penn sylvama Tmet-Agenten oder icymoe an W. äU. Rlcyardfon. A. ü. P. A. Indianapolis. OeeaN'Ausflug so gut wie Seereise. Ueber die Pennsylvania.Linien. Donnerstag, 17. Auaust, $15 00 Rund fahrt von Indianapolis nach Atlantic City, Cape May und 7 anderen Platzen an ver Meeresküste. " Weitere Informationen ertheilen die Agen ten der Pennsylvania Linien oder man schrelve an W. W. Anderson, A. G. P. A. Indianapolis. Neducirter Fahrpreis zur Maxin luckee Asiembly (Culver, Jnd,) via Pennsylvania-Linien. Vom 17. Juli bis einschließlich 11. Auaust werden Excursions-Fahrkarten nach Culver, Jnvlana, m Anbetracht der Versammlung der Maxmkuckee Assembly, .verkauft: von allen Stationen der PennshlvaniaLimen in den StaatenJndiana und Jümots, sowie von allen Stationen westllch von Llma, Piqua, Dayton und Cincinnati im Staate Ohio. Exeurston nach Colorado Zur Eagles Grand Aerie, 11. und12.August via Pennsylvania Linien. Speziell nied nger Fahrpreis nach Denver, Colorado Sprinzs oder Pueblo. Für weitere Jnfor mation, Aufenthalt, Routen usm. frage man be: den Pennsylvania TlcketAgenten an, srer schreibe an W. 2i5. Richardfon, A. 0. P. A., . Indianapolis. 815.00 Rundfahrt nach Atlantic City. 17. August über Pennsylvania Linien. Die Sommer Exkursion nach Atlantic City, Cape May und 7 anderer Seebäder findet am 17. August statt. Ein Ausflug von 12 Tagen. Aufenthalts-Bewilligung in Philadelphia. Auskunft ertheilen alle Pennsylvania TicketAgenten oder man schreibe an 23. 23. Richardson, A. G. P. 21., Indianapolis. , ,, , Seeküfle Excurston, 17. Aug. Niedriger Fahrpreis über alle Penn sylvania Linien nach Atlanta City, Cape May und acht anderen Nouten. Die jährliche Excursion nach der Seeküste über die Pennsylvania Linien .findet am Donnerstag, den 17. August statt. Für d,efe Excursion werden Fahrkarten nach neun der populärsten Seebäder an der atlantischen Küste verkwst, einschließlich Atlantic City, Cape May, Anglefea, Avalon, Holly Beach, Ocean City, Sea Jsle City, Wildwood, alle an der Jersey Küste und Rehoboth, De lamare. Die Rundfahrt von. Indianapolis nach irgend einem der genannten Seebäder ist $15.00. Fahrkarten sind von allen Sta tionen der Pennsylvania Linien zu verhält nißmäßigen Preisen zu haben und sind gültig für einen Aufentbalt von 12 Tagen. Ecurfions-Fahrkarten mit Aufenthalts Bewilligung in Philadelphia, wenn mit dem Agenten an der Broad Straße Station deponirt. Für nähere Einzelnheiten wende man sich n Ticket'Agenten der Pennsylvania Linien, oder schreibe an W. W. Richardson, A. G. P. A., Indianapolis.

Hi ws WA ?

- Indianapolis Gas Co., New York Office, 3t. Juli 1V0S. Hinsichtlich der weit und breit annoncirten Bemühungen von Geo. J.-Marott, eine Heizungs-GaS-Gesell-schaft zu gründen, und so nebenbei die alte Straßen-Röhren-Leitung der Consumers Gas Co., in welcher Herr Marott ein großer Aktien-Besiher ist, für die Lieferung eines Heizungs-Gases in irgend einer Form, zu benutzen, erachten wir es als unsere Pflicht dem Publikum gegenüber, folgende Thatsachen darzulegen : Herr Marott schrieb uns im Oktober 1903 einen Brief, in dem er uns alle seine Aktien zum Verkaufe osserirte, welche Offerte wir zurückwiesen. Die Korrespondenz war folgende : Geo. I. Marott, Jobber Fine Shoes. 2 und 2 Oft Washington Str. Indianapolis, 3nd., 3. Oktober 1908. Herr F. S. Hastings, Präsident Indianapolis Gas Co., New York City. Im Vertrauen. Werther Herr ! Herr Pearson, Geschäftsführer der Indianapolis GaS Co., gab mir Ihre Adresse mit dem Verständniß, Ihnen mitzutheilen, daß ich ungefähr ein Hundert fünfundzwanzig Tausend Dollars pari werth Aktien der Consumers Gasrust Co. von Indianapolis, besitze, die ich zu verkaufen wünsche, und ich glaube, daß diese Aktien sehr werthvoll für Sie sein werden, besonders wenn man die lokalen Verhältnisse in Betracht zieht ; und, natürlich ist es nicht nöthig, daß ich eine Werthschätzung des Eigenthums der Con fumerö Gas Co. liefere, denn auf dem städtischen Eigenthum und dem im Außen-Gebiet sind weniger als achthundert Tausend Dollars ausgestellt. Wenn Sie sich dafür interessiren, so würde ich eine prompte Erwägung schätzen. In Erwartung Ihrer Antwort, Aufrichtig Ihr, (Unterschrieben) Geo. I. Marott .

Indianapolis Gas Co., No. 80 Broadway, New York City, N. Y. George I. Marott, Csq.,

25 Ost Washington Straße, Indianapolis, Ind. Werther Herr ! Ihr Schreiben vom 3. d. M. wurde richtig erhalten, aber die Antwort wurde unvermeidlich verzögert. Während ich'Jhnen sehr dankbar bin für die osserirte Gelegenheit, so bedaure ich jedoch, nicht in der Lage zu sein Gebrauch davon zu machen. Ich verstehe völlig den Werth des in Frage stehenden Eigenthums zu schätzen, aber ich bin gegenwärtig nicht vorbereitet, eine solche Anlage zu erwägen, und unglücklicher Weise, kenne ich auch Niemanden hier, der durch dieselbe angezogen sein dürfte. In aller Aufrichtigkeit (Unterschrieben) F. S. Hastings, Präsident. Geo. I. Marott, Jobber Fine Shoes, 26 und 2 Oft Washington vtr. Herr F. S. Hastings, Indianapolis, Ind., 17. Oktober 1903. Präs. Indianapolis Gas Co., New York City. Werther Herr ! Ihr Werthes vom 15. Oktober, in Antwort auf meinen Brief vom 3. d. M , zur Hand. Ich wünsche Ihnen sür die Beantwortung zu danken und Ihnen mitzutheilen, daß sich seither die lokalen Ver Hältnisse so geändert haben, daß die Aktien von dem Verkaufe zurückgezogen wurden. In aller Ausrichtigkeit (Unterschrieben) Geo. I. Marott. Da aus diese Art seine Bemühungen, so weit es in seinen Kräften lag, die Consumers Gas Trust an die Indianapolis GaS Co. zu verkaufen, fehlschlugen, so hat Herr Marott am 29. Oktober 1903 in dem Marion Superior Gericht eine Klage eingereicht, die noch schwebt, in welcher er Beschwerde führt, daß gewisse Direktoren der Consumers Gas Trust ein kontrollirendes Interesse in den Aktien gekauft haben und nun dabei sind, dieselben und das Eigenthum der Gesellschaft so zu maaipuliren, daß die Anlage nicht sür die Lieferung von Kunstgas verwandt werden darf um dem Volk von Indianapolis billiges Gas zu liefern, welches zu thun, wie' er angiebt, die Pflicht der Direktoren sei. Unter dem Datum vom 18. Juli 1905 wurde ein Brief von Herrn Gavin L. Payne an den Unterzeichneten, F. S. Hastings, der Präsident der Indianapolis Gas Co. ist, adressirr, in dem er um eine Unterredung in New Fork nachsucht, um die Gas-Situation von Indianapolis zu besprechen. Durch den Briefkops scheint eö, daß Herr Payne Präsident der Security Trust Co. ist, von der wie es scheint Herr Marott Vice-Präsident ist..Der Brief und die Antwort des Herrn Hastings war wie folgt :

OFFICERS. Gavin L. Payne, President. George j. Marott, Vice-President. Frank L. Powell, Second Vice-President. Alfred M. Ogle, Treasurer. H. P. Brown, Secretary. Herr F. S. HastingS, 80 Broadway, New Jork.

Werther Herr! Schreiber dieses wird am Ansang nächster Woche in New Jork sein, und wird es als Privilegium betrachten, wenn er mit Ihnen eine kurze Unterredung über die lokale Gas-Situation haben könnte. Wenls Ihnen angenehm, so bitte ich, gleich nach Empfang dieses Briefes, eine Verabredung für einen Tag Anfangs der Woche zu telegraphiren; der Schreiber giebt Ihnen die Versicherung, nicht zu viel Ihrer kostbaren Zeit in Anspruch zu nehmen. In aller Aufrichtigkeit (Unterschrieben) Gavitt L. Payne, 148 Ost Market Straße, Indianapolis. Indianapolis Gas Co., No. 0 Broadway, New York City, N.J. Gavin L. Payne, Esq., Präsident, N e w A o r k C i t y, N. Y., 20. Juli 1905. Security Trust Company, 148 Ost Market Straße, Indianapolis, Ind. Werther Herr! In Antwort aus Ihr Schreiben vom 18. d. Mts., habe ich Ihnen heute folgende Depesche gesandt : Montag um Mittag oder Dienstag Vormittag um 10, wenn angenehm", welches ich hiermit bestätige. Da ich einer Versammlung am Montag beiwohnen muß, so schlug ich 12 Uhr sür diesen Tag vor oder 10 Uhr Dienstag Vormittag. Ich wäre dankbar, wenn Sie mir gütigst mit nächster Post antworten würden, so daß ich Ihren Brief am Montag früh erhalten könnte und ich dann die Stunde wisse, wann ich Sie erwarten kann. Ich mache diese Vorschlage, da ich zahlreiche Engagements habe. In aller Aufrichtigkeit (Unterschrieben) F. E. Hastings, Präsident. Nach dieser getroffenen Verabredung sprach Herr Payne in der New Jork Ofsice der Indianapolis Gas Company am Montag Mittag, den 24. Juli, vor. Während der folgenden Unterredung waren beide Unterzeichnete gegenwärtig. Herr Payne nahm an, daß die Indianapolis GaS Co. ein Angebot machen wird, auf die Leitung der Consumers Gas Trust Co., und schlug vor, daß, wenn wir Willens seien, die Aktien des Herrn Marott in der Consumers GaS Trust Co. zu kaufen, daß er (Payne) vielleicht diesen Kauf für uns machen könnte und durch solchen Kauf ein Uebereinkommen mit Herrn Marott erzielt werden könnte, so daß dieser entweder nur einen sehr niedrigen Preis osseriren oder überhaupt kein Angebot sür die besagte Leitung machen würde. Aus die Versicherung hin, die Indianapolis Gas Co. unter keinen Umständen eine Offerte machen oder Käufer sü5die Leitung werden wird, und daß die Aktien im Besih des Herrn Marott keinen Werth für die Indianapolis Gas Co. oder für die Unterzeichneten hätten, ließ Herr Payne dann durchblickn, daß wenn wir die' Aktien des Herrn Marott kaufen würden, könnte er vielleicht uns ein Uebereinkommen von demselben versichern, daß er seinen Plan, dem Volk von Indianapolis billiges HeizungS-GaS zu liefern, ganz aufgäbe und ganz und gar aus dem GasGeschäst in der hiesigen Stadt bleiben wolle. Aus die Frage, wie viele Aktien ver Consumers Gas Trust Co. Herr Marott besihe. und zu welchem Preis er sie zu verkaufen gewillt sei, antwortete Herr Payne, daß er nicht von Herrn Marott autorisirt sei, seine Aktien zum Verlause zu offeriren, aber daß er (Marott) $130,000 zu Pari-Werth besihe oder kontrollire und die ungefähr den sechsten Theil deS Gefammt-Kapitals darstellen, und daß' er vielleicht Willens sei, zu 125 oder sür die Summe von $162,500 zu Verkäufen. Ueberzeugt, daß er unö nicht veranlassen konnte, eine, Offerte zu irgend einem Preis zu machen, verließ uns Herr Payne mit dem Wunsche, daß wenn wir zu irgend einer Zeit einen Käufer fänden, wir gebeten sind, ihm dieses mitzutheilen. Von dieser Darlegung von Thatsachen mögen die Bewohner ihre eigne SchlußFolgerung ziehen hinsichtlich Marott'S Aufrichtigkeit mit dem Vorschlag der Lieferung von billigem Gäs". - F. ?. HaftiNgS, Präsident. E. (5. Otttcdict, Vize-Präsident,

SECUBITY TßUST CO., Capital $3125,000 Secnrity Trust Building, 143 14S East Market St. Address All Business Leiters to the Company,

18. Oktober 1903.

DIRECTORS. Frank L. Powell. Americus C. Daily. A. A. Younaf. Georpre T. Marott. Alsre M. Ogle. Grafton Johnson. Robert L. O'Hair. Gavin L. Payne.

Indianapolis, Ind., 18. Juli 1905.

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