Indiana Tribüne, Volume 28, Number 298, Indianapolis, Marion County, 8 August 1905 — Page 3
Jndlana Tibüne, 8. August IO0S.
König turn
Muß aus Anrathcn der Acrztc den Kronprinzen als Regenten einsetzen. Unzufriedenheit mit Reichskanzler von Bülow. Ein Prinz als Spion der hastet. Mehr Zuversicht in Rußland zu den FriedcnsverHandlungen. Festlichkeiten auf den Philippinen. Gefangene auf Sachalin. 3
Schweden'Norwegen. König OSkar bedarf der Ruhe. Stockholm, 7. Aug. König OZkar wird nächsten Montag nach Marftrand gehen, welches auf einer kleinen schwedischen Insel im Kattegat liegt.. Kronprinz Gustav wird in sei. ner Abwesenheit die Regentschaft führen. Der König erließ heute eine Prokla malion, in welcher er sagt, auf Anra. then der Aerzte müsse er Ruhe suchen, um sich von den geistigen und körperli chen Strapazen zu erholen, welche ihm die letzten Monate auferlegten. Deß' halb lege er die Zügel der Regierung in die Hände seines Sohnes, des Krön Prinzen. Zum Schlüge dankt der König für die vielfachen Beweise der Liede und Anhänglichkeit, welche ihm in letzter Zeit zu Theil geworden seien. Deutschland. Gegen Bülow. Berlin, 7. Aug. Theils in sarkastischer, theils in scharf tadelnder Weise weisen die hiesigen Zeitungen auf die Thatsache hin, daß der Reichs kanzler Fürst Bülow während der durch die jüngsten britischen Hetzereien und den Vorschlag zur Verschließung der Oftsee geschaffenen ernsten Krise absolut nichts von sich hören ließ. Der Kanz ler pflegt auf der Insel Norderney der Ruhe und kümmert sich um den Lauf der Weltereignisse so wenig, wl3 ob er ein einfacher Privatmann wäre, nicht wenigstens nomineller Leiter der aus wärtigen Politik Deutschlands. Er blieb ruhig im Seebade, als ob ihn die ganze bedenkliche Situation nichts an gehe. Vermißt wurde er übrigens kaum, denn seine Thätigkeit beschränkt sich immer mehr auf die Zeichnung und Gegenzeichnung der von allerhöchster Seite ausgehenden Befehle. Der Kai ser allein sührt die auswärtige Politik und Bülow ist weiter nichts, als sein verantwortlicher Assistent. Die Abmdpost" bezeichnet dieses Verhältniß, als auf die Dauer unhalt bar, der Verfassung zuwiderlaufend, und erklärt am Schlüsse eines längeren Artikels mit raffinirter BoZheit:Wenn die Engländer unseren Reichchkanzer von Norderney entführten, könnten Monate vergehen, ehe wir dieS merk ten, den vermissen würde ihn Nie. mand." Prinz als Spion verhaftet. Berlin, 7. Aug. Prinz Fried, rich Heinrich, der älteste Sohn des Prinzen Albrecht von Preußen wurde von den Wachen bei den Küstenbatterien zu Swinemünde als Spion verhaftet. Der Prinz wcr in Zivil und machte photographische Aufnahmen in der Um gebung des Forts. Seine Verflche. rungm fanden keinen Glauben bei den Wachen und er mußte mit zum Kom Mandanten des Forts wandern. Die Vorschriften für die Wachen find sehr scharf, besonders seit in letzter Woche ein Oesterreich erwischt wurde, als von einem Leuchtschiffe aus mit einem starken Kamera das Forts pho tozraphirte. Rukland. Bessere Hoffnung. St. Petersburg, 7. Aug. Im Allgemeinen haben sich die Hoff nungen auf ein befriedigendes Resultat der Friedensverhandwngen zu Ports mouth gebessert. Die Polizei wird kühn. Lodz, 7. Aug. Die Polizei hat 163 Führer beim letzten Streik ver haftet. Die Arbeiter drohen mit einem allgemeinen Streik, falls ihre Führer nicht entlassen werden. Scharmützel. St. Petersburg, 7. August. Eine offizielle Depesche von General Linevitsch meldet, daß am 2. August die Russen die Japaner aus den Dör fern Rachenchenfi und Suisuluchua trieben. Am nächsten Tage rückten die Japa ner wieder vor, wurden aber zurückgo trieben.
Schweden
Vom 5.Auguft meldet Linevitch, daß oic Japaner pcy aus igic sstyiijc ja rückzogen, nachdem sie den MilitärPosten an CaftrieZ'Bai zerstört hatten. DiePolizeiwird lang m ü t h i g. H e l s i n g f o r 5, Finland, 7. Aug. Auf dem Senatsplatze versammelten sich gestern 20,000 Personen, um ßc gen die Absicht der Regierung zu pro testiren, politische Prozesse den lokalen Gerichten zu entziehen und var den russischen Militärgerichten zu ver handeln. Die Versammlung verlangte die Verhaftung deS Gouverneurs und des PolizeichefS, die angeblich die Ruheftö rungen im letzten Januar anftisteten. Sodann wurde Auflösung der rusfi schen GenSdarmerie in Finland, Ab schaffung der Diktatur, der Zensur u. s. w. verlangt. VI. lV l. RX t TX!Er. ... I Die Polizei enthielt sich jeder Ein. Mischung. Philippinen. Festlichkeiten. Manila. 7. August. General. major Eorbin gab heute Sekretär Tast und seiner Begleitung ein Diner, dem auch EontreAdmiral Enquist von der russischen Flotte mit seinem Stäbe bei wohnte. Gen. Eorbin toastirte auf den Präsidenten Roofevelt, .Sekretär Tast auf den russischen Kaiser, Admi ral Enquist dankte gerührt. Abends gab General Gouverneur Wright einen glänzenden Empfang im Paläste, dem 3,000 Personen bei. wohnten. Japan. Gefangene von Sachalin. Tokio, 7. Aug. Die russischen Kriegsgefangenen von der Insel Sa chalin, im Ganzen 40,000, werden nach Japan transportirt. Die Sträflinge der dortigen Kolonie dagegen werden wahrscheinlich nach der russischen Küste gebracht und den Be. hörden übergeben werden. Befestigen den Amur. Tokio. 7. Aug. ES wird berich. tet, daß die Russen mit aller Energie die Mündung deS Amur befestigen. Man weiß, daß in den Fahrkanälen zu der Flußmündung Minen liegen. Mandschurei. Japanische Truppen n sammlung. Lidiapudze, 7. August. Die Japaner haben in der Mandschurei vor der russischen Front 430,000 Mann Infanterie mit 1600 Geschützen kon zentrirt. Nicht eingeschlossen ist hier bei die Abtheilung Gen. HaSgawa'S in Korea und ein anderes Detachement, dessen Bestimmung nicht bekannt ist. Das Wetter ist gut und die Land. ftraßen fcngen an wieder passirbar zu werden.
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Letzte Aufnahme des russischen Botschafters und Sriedenskom missars, Barsn v. Rosen.
Vootunfall.
2 Personen ertrunken. P o r t l a n d, Ore., 7. Aug. In der Dunkelheit stieß gestern Abend eine Barkasse mit 20 Insassen gegen ein Ruderboot in dem 3 Personen saßen. Das Ruderboot wurde umgeworfen. Ein Mann ergriff Frl. Lillie Ther. kelsen und zog sie in bt Barkasse. Die 2 anderen Insassen des Ruderbootes, Fred Steffenson, 20 Jahre alt und seine Schwester Madeline, 16 Jahre alt, 7ertranken, da von den entsetzten Insassen der Barkasse Nichts zu ihrer Rettung geschah. Panama. Feierliche Grundstein, l e g u n g. E o l o n. 7. Aug. Der Präsident Panama'S, Dr. Manuel Amador, kam mit seinem Kabinette, EhaS. Magoon dem amerikanischen Gesandten und Gouverneur der Kanalzone, Theo. P. ShontS dem Voriitzer der Kanal'Kom mlffion und anderen hervorragenden Persönlichkeiten gestern von Panama hierher um auf Einladung der Kirchenbehörden der Grundsteinlegung einer neuen katholischen Kirche beizuwohnen. Die Stadt war festlich geschmückt. Die Besucher wurden von Alcalde An derson und Rev. Volke begrüßt und in feierlichem Zuge nach dem Bauplatze geleitet, wo mit eindrucksvollen Zere. monie'n die Feier vollzogen wurde. Reden hielten in Spanisch Rev. Aryona, in Englisch Rev. Russell von der Kanalzone. Präsident Amador und Gouv. Magoon legten den Grund, stein. Der EleruS und die StaatZverwal tung gaben den Besuchern ein Bankett im Washington.Hotel. Sodann kehr, ten die Besucher nach Panama zurück. Italien. Venezuela bestelltSchiffe. Genua,?. Aug. Die Regierung Venezuela'S hat 6 Torpedoboote und 1 Torpedobootzerstörer hier bestellt. Amerikaner beim Papste. R o m, 7. Aug. Der Papst empfing heute in Privataudienz Ed. I. Sulli. van, den amerikanischen Konsul zu Trapezunt und dessen Sekretär E. Martin sehr freundlich und übertrug ihnen Grüße an Präsident Roosevelt. Großbritannien. FranzösischeBesucher. E o w l e s, Insel Wright, 7. Aug. Das französische Geschwader, bestehend aus 13 Schlachtschiffen, Kreuzern und Torpedobootzerstörern und von Admi ral Gaillard kommandirt, ging heute im Solent vor Anker. Offiziere und Mannschaften werden eine Woche lang Gäste des englischen Königs und der Flotte sein. Heftige Regen, welche den ganzen Vormittag niedergingen, spielte den Dekorationen Übel mit. Ein dichter Nebel hüllte daS britische Geschwader ein, das zur Bewillkommnung heran gekommen war. Oesterreich'Ungarn. Schneefturm. Innsbruck, 7. Aug. Im ganzen mittleren Ziller-Thale herrfcht ein heftiger Schneefturm; 150 Tou risten find eingeschneit.
Mordversuch
Und Selbstmord. .New Philadelphia, O., 7. August. Maud Shaffer wurde mit furchtbaren Wunden, die durch ein Handbeil verursacht waren, in ihrer Wohnunz hierselbst aufgefunden. Sie nannte Harvey Eolvin als den Thäter. Eolvkn wurde später in demselben Hause aufgefunden; er hatte Gift genommen und starb bald darauf. Maud Shas fer hat Aussicht, wieder hergestellt zu werden. Holland. Neues K a b l n e t. Haag. 7. Aug. Ein neues tta binet ist von G. A. van Hamel, früher Professor der Philosophie an der Uni verfität Amsterdam, gebildet worden. Jonkheer de la MareeS van Swenderen wird das Portefeuille des Aeußeren übernehmen. Türkei. Sultan'S Truppen mor. d e n. Konstant in opel, 7. Auguü. Eine Depesche aus Doirn in Macedo. nien berichtet über neue haarsträubende Greuelthaten türkischer Soldaten. Eine Bande von Bulgarien ermordete vor einigen Tagen 29 mohammedanische Bauern und eine Truppenabtheilung wurde zur Einfangung der Jnsurgen ten abgeschickt. Die Soldaten überfie. len zwei Dörfer und zerstörten dieselben vollständig, weil die Bewohner angeb lich im Verdachte standen, mit den Bulgaren zu sympathifiren. Die ganze männliche Bevölkerung der beiden Ort. schasten wurde von den Unmenschen niedergemacht und die Frauen und Mädchen traf ein noch schrecklicheres LooZ. Schweiz. AnatomenKongreß. Genf,?. Aug. Der internatio nale anatomische Kongreß nahm heute die Einladung, die nächste Versamm lung im Jahre 1907 in Boston zu hal. ten, an. Morgan sucht beiRoose velt Rath. Oyster Bay, 7. Aug. I. Pierpont Morgan von New Nork hatte heute mit Präsident Roosevelt eine Un terredung von anderthalb Stunden. Nach Angabe des Präsidenten selbst handelte eS sich ausschließlich um die Verhältnisse der HankauBahn in China, an welcher Morgan den kon trollirenden Antheil hat. China will die Bahn zwischen Ha. kau und Canton sowie verschiedene Konzessionen der Gesellschaft kaufen, aber europäische Interessenten, darun ter der König von Belgien, find damit nicht einverstanden. Ueber das Resultat der Konferenz ift Nichts bekannt. Konvention der Fuhr, l e u t e. Philadelphia, 7. August. Die JahreS'Konvention der internationalen Brüderschaft der Fuhrleute be. gann heute in der Halle der Odd Fel lowS. Geschäfte von besonderer Wich, tigkeit wurden heute nicht erledigt. Soll obscönen Brief durch die Post ver sandt haben. FortWayne, 7. August. Unter der Anklage, einen unpassenden Brief an die IS.jührige GenevievZ Vic. tor in Chicago durch die Post gesandt zu haben, wurde Harry Gordon, von der Theaterfirma Gordon & Bennett von New York, hier verhaftet und den BundeS'Gr ßgeschworenen in New York überwiesen.' ' Dem Inspektor Burr ge genüber gestand Gordon seine Schuld ein, als er aber dem Richter vorgeführt wurde, leugnete er die That ab. Ziegelei auögeplün. d e r t. E l w o o d. 7. August. Alles was irgend wegzuschaffen ging, haben Diebe aus der Rodefer Ziegelei gestohlen, seit dem dieselbe bankerott erklärt und in Händen elneS Massenverwalters war. Sogar mittelst Wagen wurden die Sachen weggeholt. Ein mit aus der Ziegelei gestohlenen eisernen Thüren und Rahmen beladener Wagen wurde bei einem Bahnübergang stehend ge funden. Spuren ließen ersehen, daß daß Pferd zu Schaden gekommen war und den Wagen, selbst nachdem er ent laden worden war, nicht hatte fort lchaffen können.
Ein Brief ttoci'o. Aus Tcutsch.Ostafrika bringen Vrie fe Robert Koch's, des großen medizinischen Forschers, sehr erfreuliche und wichtige Mittheilungen. Koch hält sich seit Anfang dieses Jahres int Innern Ostafrikas aus, um dort Studium über das Rücksallfieber, die Pest und die Tsetsekrankheit zu ma chen. Im April gelang es-ihm, die Uebcrtragung des Rücksallsiobors auf Menschen durch eine kleine Art von Sandzecken festzustellen. In einem in der K. Ztg." abgedruckten Privat, briefe Koch's aus Jringa, der Haupt' stadt von Uhehe, theilt der Gelehrte unterm 26. Apri unter Anderem Fol gendes mit: Von Kilosso habe ich Dir gemel det, daß ich nach Jringa gehen würde. Der Marsch hierher war manches Mal recht beschwerlich; durch fast undurch' dringliches, vom Regen triefendes Schilfgras, über zusammengebrochene Brücken und hohe, steile Berge. Tie Brücke über den Nuahaflub war bis auf einen kleinen. Rest vom hochgehen den Strom weggerissen, und wir ras, ten in Einbäumen in Icbensgefäbrli. cher Weise übergesetzt werden. Aber nun habe ich das Ziel erreicht und bin in dem berühmten Lande Uhehe. Vc rühmt durch die vielen Kämpfe, die gefochten wurden, vm das streitbare Volk der Wahehe zu unterwerfen, und besonders durch sein Klima, das für europäische Ansiedelung sehr geeignet sein soll. Und das ist es in der That, soweit ich es hier jetzt kennen gelernt habe. Es ist hier recht kühl, obwohl wir noch nicht in der eigentlichen Trockenzeit sind. Später soll es noch viel kälter werden. Ich habe mich recht warm anziehen müssen, um nicht zu frieren. Beständig weht ein kräf tiger Wind, der Leib und Seele auf frischt. Mir kommt es so vor, als sei ich in einem Alpenkurort oder in Norwegens Weiter heißt es in dem Briefe: In letzter Zeit habe ich wieder der. schiedene interessante Beobachtungen und Entdeckungen gemacht. So habe ich den Tsetscherd gefunden, durch den unzählige Rinder auf , ihrem Wege von Uhehe nach der Küste ihren Tod gefunden haben, und es erscheint mir sicher, daß er durch einfache Maßregeln unschädlich gemacht werden kann. WaS aber von großer Wichtigkeit ist, es ist mir gelungen, in den Tsetsefliegen die Trypanosomen nachzuweisen und sichere Anzeichen dafür zu finden, daß diese Parasiten in den Fliegen einen eigenthümlichen Entwickelungsgang durchmachen. Ich hoffe, daß ich auf
dem Rückmärsche die Entdeckung noch weiter verfolgen, vielleicht abschließen kann. Auf jeden Fall wird sie mich noch intensiv beschäftigen. Außerdem habe ich hier über Küstenfieber und Pest werthvolle Beobachtungen gc macht, die für das Land sicher von großem Nutzen sein werden. Gesundheitlich geht es mir vortrcff lich, und da ich auch wissenschaftlich uncrhoffte Erfolge gehabt habe, so bin ich von dem bisherigen Verlaufe mei ner Expedition sehr befriedigt." ' Inzwischen ist Koch wieder an der Küste, in Taressalam, eingetroffen. In einem vom 10. Juni datirten Briefe betont er nochmals, daß die Reise für ihn außerordentlich glücklich und erfolgreich verlaufen ist, und daß er einige recht wcrthvolle wissen schaftliche Entdeckungen" gemacht hat. Er beabsichtigt, zu weheren wissen schaftlichen Forschungen sich noch län gcr in Deutsch'Ostafrika aufzuhal ten. Ein deutsches Soldatenleben. Im 80. Lebensjahre ist derPremierLeutnant Christian Johannsen auf seim Hose Jürgenslust unweit Haderslebn nach einem vielbewegten Leben gestorben. Er studirte zunächst Jurisprudenz. doch vertauschte er 1848 die Pandekten mit dem Schwerte und kämpfte als Offizier drei Jahre für sein Vaterland. Nach der Beendigung des dreijährigen Krieges wurde er zunächst Landmann, trat aber während des Krimkrieges in die deutsch-engli-sche Legion und wurde Adjutant des Generals von Stutterheim. Als der Pariser Friede dem Krimkriege ein Ende machte, schloß er sich der afrikanischen Legion an, . welche unter dem General von Stutterheim den Kaffernausstand in Kaffraria unterdrücken und Kolonien errichten sollte. Hie: wirkte Johannsen sieben Jahre, bis im Winter 186364 die Nachricht vom Tode des KVnigs Friedrich VII. und der bekannten Proklamation des Herzogs Friedrich ihn erreichte. Er konnte aber erst Ende April 1864 in Kiel eintreffen, als die Bildung einer schles-wig-holsteinischen Armee aufaeaeben war. Mit dem ihm eigenen Freimuth machte er dem Gouverneur von Schleswig, General von Manteuffel. kein Hehl daraus, daß er ein Anhänger des Herzogs Friedrich sei. worauf er mit Wartegeld entlassen wurde, Lei Beginn des deutsch - französischen Krieges stellte er sich sofort dem kom mandirenden General von Manstein in Schleswig zur Verfügung, der ihm die Führung der Munitionskolonne für die 18. Division übertrug. In der Schlacht von Gravelotte erhielt er für persönliche Tapferkeit das eiserne Kreuz. Nach dem Frankfurter Jricden nahm er seinen Abschied und kehrte zu seiner landwirtschaftlichen Beschäftigung auf semem Hos Jur genslust zurück.
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