Indiana Tribüne, Volume 28, Number 297, Indianapolis, Marion County, 7 August 1905 — Page 7
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(Fortsetzung.) iMscö' darauf aber 'lächelte er selbst über die Tollheit seines Planes. Freilich. Margot saß unten in guier Ruhe und ließ sich das Abendessen schmecken, wenn aber ein Angestellter des Hotels, wenn auch nur das Zimmermädchen zurückkehrte, dann war das Märchen von der verwechselten Nummer ein sehr schwacher Trost, denn ein derartiger Irrthum pflegt schon auf der Schwelle entdeckt zu werden. Es mußte einen fürchterlichen Skandal geben, und im besten Falle war jedes Band zwischen Margot und dem kecken Eindringling auf immer zerschnitten. Also nicht! Um jede Versuchung endgiltig zu bannen, verriegelte Egon, nachdem er die Stiefel hinausgekracht hatte, seine eigene Thür, und legte sich m's Bett. Aber noch vor dem Einschlafen wurde er nochmals in seiner Seelenruhe gestört. Margot kam in Begleitung des Zimmermädchens zurück und blieb mit demselben neben ihrer Thür stehen; sie sprach jetzt Französisch, wahrscheinlich weil das Mädchen nichts anderes verstand. Sie erkundigte sich, wann morgen das Dampfboot nach Engelberg abgehe, betrat ihr Zimmer und schloß zweimal ab. nachdem sie ebenfalls ihre zierlichen Stiefelchen vor die Thür gestellt hatte. .Sie suchte sehr leise ihr Lager auf, so leise, daß Egon kaum ein Knaben der Bettstelle hörte, und dann verriethen tiefe Athemzüge den sorglosen Schlaf der frischen Jugend. Egon aber konnte lange nicht einschlafen. Er mußte an Enzelberg denken. An und für sich war es ja natürlich, daß ein Engel die Berge aufsucht, welche seinen Namen tragen, aber der Baron v. Geldern hatte dasselbe Ziel, und bei seinen weniger engelhaften als englischen Manieren konnte es unter Umständen eine böse Verwicklung geben. Nun, Mailand läuft nicht weg," dachte Egon im Halbtraum, und der Titlis ist nach Baedeker eine leichte Tour. Ich werde zunächst den Titlis besteigen." Die gestörte Nachtruhe hatte den Erfolg, daß Egon länger schlief als gewöhnlich. Wenigstens schien ihm Morgens die Sonne ziemlich unverschämt m das Gesicht, und nebenan war es mäuschenstille. Als er sich dann zum Frühstück begab, stand die Thür zu Nummer 18 sperrangelweit offen, und das Zimmermädchen war damit beschäftigt, das Bett mit frischer Wäsche zu überziehen. Es wurde also Ernst mir Margots Abreise. Egon hätte gern das Zimmermädchen angeredet, um irgend etwas er wußte selber nicht was über seine reizende Nachbarin zu erfahren, aber er fürchtete, sich mit seinem Französisch zu blamiren. Wahrscheinlich saß Margot unten beim Frühstück, und dann konnte er sich so sachte heranbirschen. Sie war indessen nicht da. Ein kleines Tischchen schien soeben von einem Gast verlassen zu sein, und die sauber zusammengelegte Serviette deutete auf ein weibliches Wesen, denn Männer pflegen so was zusammenzukr?autschen. Da lag auch noch eine quit tirte Rechnung von Nummer 18, und das verrieth abermals weibliche Hände, denn Manner pflegen so etwas emzu stecken. Sie hatte Schokolade getrunken,, das Süßmaulckien. Egon setzte sich an den verwaisten Tisch und bestellte Kaffee. D:e zurückgelassene Rechnung gab übrigens nur den Aufschluß, daß Margot Abends zuvor ein Schnitzel gegessen und eine halbe Flasche Bordeaux dazu getrunken oatte. Der Name aoer war nach alter otelsitte ausgelassen, und als l?gon sich das Fremdenbuch erbat, da zuckte der Oberkellner die Schultern. Bedaure sehr, mein Herr, aber das Buch ist vor einer halben Stunde von der Pollze, eingefordert worden. In der freien Schweiz? Geschieht das regelmäßig? O nein, mein Herr, keineswegs. Aber Sie wissen doch, es stnd nicht im mer unverdächtige Leute, die hierherkommen. Vielleicht ist man irgend einer Persönlichkeit auf der Spur. So hm. Nun. die Dame von Nummer 18 gehört gewiß nicht dazu. Der Gewaltige wiegte nachdenklich sein frisirtes Haupt. Hoffentlich nicht, mein Herr, obwohl allein reisende Damen nun, wenn sie anständig auftreten, ist eine Zurückweisung ja nicht gut möglich. Es fiel mir nur auf, daß Madame -vorhin so plötzlich das ßotel verließ." Wie war denn das?" Nun, als die Polizei kam, um das Buch zu holen. Uebrigens bitte ich um Verzeihung, wir behandeln sonst unsere Gäste stets diskret. Wie sagten Sie, mein Herr die Rechnung? Bitte, sofort!" Egon war wüthend. Da predizen die Leute nun von Frauenrechten und Gleichstellung und von .überwundenen
Ssandpunkten, aber sie setzen dabei
voraus, daß das Weib sein schönstes Erbtheil, die Schönheit, aufgeben soll. Ist sie alt und häßlich, oder trägt sie Brille und Schmachtlocken, dann gestattet man ihr alles, wenn aber der Leib jung ist und dos Angesicht lieblich, dann erlaubt man ihr nicht, die Tugend ohne Hilfe der Männer zu vertheidigen. Natürlich, eS ist auch angenehmer für den Herrn der Schöpfung, als Veschütz der Unschuld aufzutreten, etwa so, wie der Schmetterling die Blume umgaukelt und dabei gelegentlich aus ihrem Kelche nascht. So rasonnirte das Reoakhonsmitglied ttx Landeszeitung in seinem Innern, und. er beschloßeinen fulminanten Artikel zu schreiben über das Recht junger Damen zum Alleinreisen; dabei aber saß er einsam an seinem Kaffeetlsch und gestand sich, daß nicht nur die Stiefel und die Wiener Wurste paarweise in der Welt existiren. Uebrigens war es Zeit, das Dampfschiff aufzusuchen, welches Vormittags um elf Uhr nach Stansstad hinüberfuhr. Als Egon auf der Landungsbrücke ankam, stand bereits der Hoteldiener Mit Margots Sachen bereit. Der flache Handkoffer war nicht dabei. Margot mußte also dieses geheimnißvolle Stück selbst an sich genommen haben: es war ihr offenbar zu werthvoll, um sein Schicksal fremden Händen anzuvertrauen. Von der Eigenthümer: war noch nichts zu entdecken, und Egon suchte sich einstweilen auf dem Schiff ein behagliches Plätzchen aus. Daß Margot kommen werde, war ja sicher genug. Plötzlich nß er die Augen auf. Da kam sie wirklich, aber nicht allein, sondern in Begleitung eines Herrn, den Egon am wenigsten an der Seite seiner Angebeteten vermuthet hätte. Und dennoch war tan Zweifel mög lich. Diese hagere karrirte Gestalt konnte nur dem Baron v. Geldern angehören, und wenn Doktor Uhl von seinem Redaktlonstisch aus den Anblick hätte genießen können, dann würde er die Hoffnung auf Zuwachs zum Hagestolzenklub mindestens unter Pari notirt haben. Der Baron glich emem Packesel. In der einen Hand trug er seine eigene kleine lederne Reisetasche, die wahrscheinllch schon mehr als emmal den Erdball umkreist hatte, in der anderen nelt er das wohlbekannte flache Koferchen von Margot: über seiner linken Schulter hing ein karrirtes Plaid von ungeheuren Dimensionen, über der rechten Margots dunkelgraues zierliches- Kostümjäckchen. Margot selbst wandelte ganz ledig in einer reizenden Rosabluse an seiner Seite und schützte sich nur gegen die Sonnenstrahlen mit einmentzückenden Fächer, Sie plauderte ganz unbefangen mit ihrem Begleiter und wendete ihm dabei lächelnd das rosige Gesicht entgegen. Seine eigenen Züge aber hatten einen sehr merkwürdigen Ausdruck. Er sah aus wie ein Tanzbär, dem man Honig auf die Nase gestrichen hat, und der von Wespen umschwärmt wird; die Wespen ärgern ihn, und der Honig duftet so süß; er schwebt zwischen Haß und Liebe und weiß nicht wo hinaus. Egon drückte sich hinter den Schorn.stein und beobachtete die weitere EntWicklung der Tragikomödie, die sich dann auch auf dem abfahrenden Schiffe munter fortsetzte. Wargot, dieser Racker, ließ sich von dem Baron in aller Form die Kour schneiden; er mußte ihr das Jäckchen nmithen irnfc sogar die Aermel der Bluse einstopfen, was er üdrigens mit einem Geschick fertig brachte, das sei nem Weiberhaß nicht zur Ehre gerechte. . Er mußte ihr sodann den flachen Koffer unter die kleinen Füße schieben und sie zuletzt gegen den auffrischenden Seewind in das unförmliche Plaid wickeln; zum Dank reichte sie ihm dann das Psötchen aus der karr!rten Hülle, die Rückfläche nach oben. Sogar ein Menschenftesse? hätte diese Bewegung verstanden, aber der Baron schien an der Grenze seiner Leistungen angelangt zu sein; er küßte wedn das Leder des Handschuhs noch i ronge Vanogeienk, sondern Ipracy nur einige Worte und begab sich dann mit langen'Schritten an den Schnabel des Schiffes. Dort nahm er auf einer Taurolle Platz, stopfte seinen geliebten Stummel und rauchte mit dem Schlot des Dampfers um die Wette. Egon aber rückte nunmehr vor. schlängelte sich an Margot heran, that ungeheuer erstaunt und sagte mit seinem schönsten Tonfall: Guten Morgen, mein gnädiges Fräulein das ist aber ein reizendes Zusammentreffen!" Sie schrak ein wenig empor, faßte sich indessen sofort. Guten Tag. Herr Doktor. Dieses Zusammentreffen ist allerdings sonderbar. Sie wollen wohl nach Engelberg?Natürlich." versicherte er, das war von vornherein meine Absicht, Sie dür fen es mir glauben. Aber warum denn nicht?" entgeg nete Margot mit einem Lächeln, wel ches ihren Unglauben deutlich verrieth Engelberg ist ja sehr schon. Es wird himmlisch sein, Fräulein Margot!" Sie schwieg und blickte vor sich nie der, und er seinerseits blickte auf ihre Hand, die jetzt das Plaid zurückgestreift hatte und im Schooß ruhte. Was haben Sie denn fragte Margot, warum sehen Sie mich so rmv
Er entgegnete gekränkt: Dies ist nun das dritte Mal, Fräulein Maraot, da hätte ich wohl eine Hand verdient. Aber so was kriegen nur andere Leute Leute, die nicht mal einen Gebrauch davon zu machen wissen." Nun lachte sie hell auf. Ach, Sie meinen den netten alten Herrn, der da vorne auf der Taurolle sitzt! Ja. Herr Doktor, dem muß ich auch dankbar sein." Wirklich?" Gewiß. Das war vorhin in den Kaianlagen, wo die Sonne so gräßlich brennt. Ich bekam einen Ohnmachtsanfall und mußte mich auf die erste beste Bank setzen. Sie waren natürlich nicht in der Nähe " Aber der nette alte Herr entgegnete er und betrachtete mißtrauisch das rosige Gesicht, dem man eine Ohnmacht allerdings nicht anmerkte. Margot richtete sich ein wenig auf und nahm eine jungfräuliche Würde an. Nun, Herr Doktor, und was weiter? Es war in der That ein Glück, daß jener Herr mein Vater sein könnte. Er hat sich meiner freundlich angenommen und mich auf das Schiff gebracht. Uebrigens sind wir zufällig bis Engelberg Reisegefährten." Jetzt spielte Egon einen Trumpf
aus. Die Sache kam ihm verdächtig vor, sie konnte unmöglich auf nem bloßen Zufall beruhen. Und während Margot etwas ungeduldig mit dem Fuß den geheimnißvollen Koffer malträtirte, sagte er möglichst gelassen: Daß der Herr Baron v. Geldern nach Engelberg reist, war mir allerdings kein Geheimniß. Wir haben gestern Bekanntschaft miteinander gemacht." Das Tippen des Füßchens hörte auf. Er hat sich mir natürlich vorgestellt," bemerkte Margot nach einer Weile mit undeutlicher Stimme, aber wie das so qeht, ich hatte den Namen nicht verstanden. Nun wird mir übnaens klar, warum der Baron bei aller Hilfsbereitschaft doch ein etwas frostiges Wesen zur Schau trug. Gilt er nicht in Berlin als Sonderling und als Weiberfeind?" Alö beides," bestätigte Egon, oder vielmehr das eine hängt mit dem anderen zusammen. Wer die Frauen haßt, der ist immer mehr oder weniger verrückt." Das kam so hübsch und feurig heraus, daß Margot mildere Saiten aufzog. Sie raffte das Kleid em wenig zusammen und sagte: Warum stehen Sie denn, Herr Doktor? Wir haben doch schon öfter nebeneinander gesesfen." O ja," seufzte er begeistert und nahm sofort Platz, das werde ich nie vergessen! Wissen Sie noch, Fräulein Margot ?" Mein Gedächtniß ist ziemlich schwach." lehnte sie vorsichtig ab, und ich spreche daher nicht gern von der Vergangenheit. Aber was die Zukunft angeht. Herr Doktor wenn Sie recht brav sind, dann wollen wir in Engelberg gute Freundschaft halten. Sie kraxeln doch auch?" Mit Ihnen bis auf den Montblanc." Der liegt ja ganz wo anders! Aber ernstlich ich möchte mal einen nicht zu bösartigen Gletscher nehmen, und dafür soll der Titlis ja wie geschaffen sein. Glauben Sie, daß es s o 3te i:re6te öen einen Futz vor uno gönnte ihm die eingehende Betrachtung eines Wunderwerkes der Natur; ja sie duldete sogar, daß er sich bückte und mit der Hand den Goldkäferschuh umspannte. Unmöglich." sagte er nach einer Weile, ganz unmöglich!" Und dann setzte er boshaft hinzu: Sie müssen benagelte Stiefel haben, Fräulein Margot." Margot ließ denFuß verschwinden und begann wieder wie damals in der Bahn ein Stück Schokolade zu knabvern. Ist das noch die Berliner?" fragte er begehrlich. Hier in "der Sckwei,? Wo denken Sie hin! Nein, öte Berliner yave ten aus der Wartburg aufgezehrt. Sie sind ja gar nicht auf der Wartburg gewesen," sagte er vor wurfsvoll. Sie sind, während ich schlief, in Gotha entwischt, blos da mit ich nicht auf den Einfall käme, Sie zu begleiten. Ich habe es nachgerech net, mit einem längeren Aufenthalt :n Eisenach hatten Sie gestern Abend noch gar Nicht in Luzern sem können. Gestern Abend so? Es scheint fast, mein Herr, als ob Sie selbst auf der .Wartburg gesessen haben Hab' ich auch!" flüsterte er leiden schaftlich. Ich sah vom Hotel aus Sie ankommen und ich sah Sie in das Hotel tre'en. Es ist nicht meine Schuld. daß wir Nachbarn wurden, das war ein sehr glücklicher Zufall, den ich segne Still," entgegnete Margot halb laut, das Schiff legt an, wir sind in Stansstad. Wollen Sie mein Köffer che nehmen? Ich muß dem Herrn Baron das Plaid zurückgeben. Geldern kam langsam angeschlendert und steckte wirklich unterwegs seine Pfeife in die Tasche. Er warf einen etwas verwunderten Blick auf Egon, nickte flüchtig und sagte zu Margot: Sie scheinen sich a vollkommen erhol zu haben, Fräulein Durand, das freut irncn. Wir werden iekt mit der abn radbahn fahren uno in einer Stunde
Engelberg erreichen. Kann ich Ihnen dort noch behilflich sein?"
Margot war sofort an semer Seite. Sie sind gar zu liebenswürdig, Herr Baron! Freilich, eine einzelne Dame hat stets Schwierigkeiten mit der Wohnung, zumal man mir gesagt hat, daß Engelberg überfüllt sei." Dann werde ich Sie unter merncn Schutz nehmen. Pension Müller ist sehr gut und solide, ich habe gestern dorthin telegraphirt und mir ein paar Zimmer zur Auswahl vorbehalten. Eines oder das andere wird wohl für eine Dame passen." Er ging mit Maract voraus, wäh rend Egon das KLfferchen aufraffte und zähneknirschend folgte. Wahrhaftig, er spielte hier eigentlich die Rolle eines Lakaien, und er hätte am liebsten dem Baron das Köfserchen an den Kops geworfen. Aber da drehte Margot sich um und sagte mit einem süßen Kinderlächeln: Huten Sie es gut, lieber Herr Doktor. der Inhalt ist .nicht ganz ohne Wertb." zog ne wie eine FUrlttn tn die Alpenwelt ein. und als das Bähnchen mit seiner schönen Last bergan keuchte, stand Egon neben dem Zugführer auf der Plattform, betrachtete das Einschnappen des Zahnrads in die Schiene und fragte: Ist es schon passirt, daß so 'n Ding heraushüpfte?" l2s kann vorkommen, aber es kommt nicht vor," entgegnete der Mann tröstend. Also auch die Hoffnung, daß der Baron den Hals brechen könnte, war schwach begründet: wenn der TitliS nicht ein Einsehen hatte, dann standen seme Aktien schlecht. Die Herrlichkeit des Engelberger Thals that sich vor ihnen auf.' Die grünen von Wald durchbrochenen Matten glänzten in einem Sonnenlicht, welches fast zu schön war, um beständig zu sein. Die Abtei des Sankt Vene, dikt lag in vornehmer Ruhe tief unten im Grunde, ihre Schätze der Wissenschast hutend, und die gewölbte Schneefläche des Titlis schwamm im blauen Aether gleich einer großen weißen Wolke. Egon hatte sich von den Reisegefährten getrennt und sah nur noch, daß Geldern seine Dame in den Hotelwagen der Pension Müller hob, und mit ihr abgondelte; dann ging er mißmuthlg in den Ort. hörte hier und dort, daß alles besetzt sei. und wurde endlich nach dem Alpenklub gewiesen, einem kleinen .elenden Häuschen aus den Uranfängen der Sommerfrische, wo sich Abends die Bergführer versammelten und auf Fremdenfang lauerten. Dort bekam er ein Dachstübchen, und hatte den bitteren Trost, gerade auf die Pension Müller hinauszublicken und zu beobachten, wie Margot Durand wenigstens kannte er nun ihren vollen Namen auf dem Balkon hantirte und ein Schwammnetz hinaushing. Egon stellte zum Hohn ein Paar riesige Vergschuhe auf das Fensterbrett, die er für schweres Geld bei einem biederen Schweizer erstanden hatte. Am Abend desselben Tages schrieb er auf einer Ansichtspostkarte, die den Schneegipfel des Titlis auswies, an Doktor Uhl in Berlin: Von schwin delnder Höhe ein Gruß. Sie sehen. Verehrtester, daß ich mich auf dem Wege nach Mailand befinde; der kleine Abstecher geschieht einer seltenen Blume zu Gefallen, die hier oben blühen soll. Vorschuß kann mich nur auf telegraphischem Wege erreichen also bitte, drahten Sie!" Der folgende Tag verging unter einer nichtswürdigen Spionage, übe? welche Felix Leu ein kriminelles Ve: anügen empfunden haben würde. eajcm ziemiicy sruy iaq gon oen Baron nach der Abtei hinubergehen. um sich in die dort befindlichen Urkun den zu versenken; Margot stand auf dem Balkon ihres Zimmers und rief ihm einen Gruß nach; sie hatten sich also wahrscheinlich bereits bei dem Frühstück getroffen. Und Egon wollte kaum seinen Auaen trauen, aber der lrühmte Weiverseino drehte q um. lüftete die Ledermütze und deutete grinsend mi! der Linken auf die Stelle unter der fünften Rippe. Kurz darauf verließ Margot die Pension. Sie trua cm Morgenkostum. welches ganz unmöglich auf eine rauhe Bergtour schließen l:eß. Uebrigens konnte Egon nicht hinter drein, denn er rasirte sich gerade und war noch halb eingeseift; er entschloß sich indessen, künftig einen Vollbart zu tragen. Dann kam die Mittagsfrage. (Fortsetzung folgt.) Fatcrlor Doppelsinn. Schlenbergerchen. haben ja heute so ausgezeichnete Laune! Wohl ein Gut verkauft?" Nee, meine Lieben, komme direkt von der Mastviehausstel lung und bin prämiirt worden." Gedankensplitter. Wenn lti Menschen sich in der Haupt sach nicht mehr verstehen, werden sie sich bald in allem migverfiehen. Der Zaghafte stolpert über, seinen Schatten. Dem Dater leuchtet die Zukunft auZ dem Blick seines Kindes, dem Grotzvater die Ber gangenheit. Geniale Menschen find unbewußte Gesetz gebe?. Erinnerungen sind die Zinsen Ui GlückZ.
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