Indiana Tribüne, Volume 28, Number 297, Indianapolis, Marion County, 7 August 1905 — Page 5

Jndlana Tribüne, 7. August ZS0S

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Die ZcpraKranKhcit. Ihre Sinschleppnna vnfc erfolgreich SZekim, pfung in Ostpreuben. Die Leprakrankheit hat sich seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts in Kreise Memel, Ostpreußen, festgesetzt, wohin sie offenbar aus dem benachbarten Rußland eingeschleppt worden war. Bei den angestellten Ermittlungen ergab sich, daß von 1843 bis 1893 im Ganzen im Kreise Memel 95 Leprafälle vorgekommen waren. Von diesen Kranken lebten 1899 noch 18. Ein Rückganz hat sich insofern gezeigt, als von 1881 bis 1890 im Ganzen 25 frische Fälle bekannt geworden waren, von da an bis 1893 nur noch 11 Fälle, und zwar größtentheils in leichterer Form. Im Jahre 1899 wurde, der erste Leprafall in Ostpreußen außerhalb des Kreises Memel im Kreise Rössel festgestellt. Er betraf eine Frau aus gebildeten Kreisen, die nie im Memeler Leprabezirk gewesen war und auch nie mit Leprakranken in Beruh rung gekommen sein wollte. Die Gefahr, die darin lag, daß die zum Thei! den ärmern Bevölkerungsschichten angehörigen Kranken in ihren Wohnorten, zwar möglichst getrennt, aber doch nicht vollkommen abgeschlossen von der übrigen Bevölkerung lebten, und ferner die Schwierigkeit, die Kranken dauernd in den allgemeinen Krankenanstalten unterzubringen veranlaßte die Medizinalverwaltung, ein besonderes Lepraheim für die Aufnahme der Kranken bei Memel zu errichten. Dieses Heim weihte am 20. Juli 1899 der Kultusminister Bosse ein. Ende Januar 1900 hatten im Lepraheim 15 Aussähige Aufnahme gefunden. Am Schlüsse des Jahres 1900 betrug die Anzahl der Kranken im Lepraheim 12. Außerhalb der Anstalt wurden überdies 2 Leprakranke und 2 Lepraverdächiize behandelt. Zu Ende dcs Jah res 1901 befanden sich in dem Lepraheim 10 Aussätzige; im Januar und Februar 1802 wurden noch 2 Kranke aufgenommen. Bis Ende September starben 5, und im Oktober kam ein männlicher Kranker mit seiner nicht kranken Frau hinzu. Am 16. Januar 1903 reiste ein 15jähriger, wesentlich gebesserter Leprakranker nach seiner Heimath in Java ab. Es blieben also nur noch 13 Kranke in der Ansialt, während außerhalb sich noch eine hinreichend abgesonderte Leprakranke kcfand. Bon Zeit zu Zeit kommen an andern Orten vereinzelte Leprakranke vor, die nachweislich sich die Krankheit im Auslande geholt haben. ES ist mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß die Aussatzkrankheit. die seit dem Mittelalter aus Deutschland verschwunden war, durch die getroffenen Maßregeln. die Ermittlung aller Fälle Ulnd die Absonderunz der Kranken in absehbarer Zeit auch in Ostpreußen verschwunden sein wird und daß dann nur noch vereinzelte im Auslande entstandene Krankheitsfälle vorkommen werden. Auf der Insel Island ist dagegen die Leprakrankheit noch immer recht häufia. In dem Leprahospital bei Rejkjavik war 1903 die tägliche Durchfchnittsbelegung 62. Im Laufe des Jahres starben 9 Aussatzkranke, und 11 wurden neu aufgenommen. Die seit der Errichtung des Hospitals regelmäßia vorgenommenen Obduktionen (52 Obduktionen bei 63 Todesfällen) erwiesen, daß auf Island die Tuberkulose sehr oft bei den Aussatzkranken die Todesursache ist. Bon-52 litten 19 an Tuberkulose, und beinahe die Hälfte starb daran. Die Wunder der Telegrapkie. Auf der Insel Dscherba an der tunesischen Küste pilgerte unlängst ein jüdischer Händler in Gesellschaft seines Eseleins von Ben-Gardan nach Zarzis, als er auf der Landstraße von zwei Arabern überfallen wurde. Das Geld oder das Leben !" brüllten sie ihn nach guter alter Räuberweise an. Der Ueberfall fuhr dem Händler so in die Glieder, daß er das Grauthier stehen ließ, im Nu auf die nächste Telegraphenstange kletterte und aus Leibeskräften zu schreien begann. Er jammerte und rief, als ob der Offizier ihn hören könnte, den Kommandanten der Station Ben-Gardan um Hilfe an. Bei diesem Gebühren des Juden wurden die Araber, die zwar für das Wefen des Telegraphen nicht das richtige Verständniß hatten, aber doch wußten, daß die Elektrizität Wunder thut, von einem panischen Schrecken befallen. Sie sahen im Geiste schon die ganze Garnison von Ben-Gardan heranrücken. Darum banden sie den Esel mit seiner Fracht an die Telegraphensiange, war fen sich zu Boden, baten den Juden um Gnade und beruhigten sich erst, als der Händler auf ihre Bitten dem Ossi zier auf demselben telegraphischen Wege Gegenbefehl gegeben hatte. Vahnpolizi st innen. Die Schrankenwärterinnen der preußischen Staatseisenbahnen sind mit dem Inkrafttreten der neuen Eisenbahnbauund Betriebsordnung zu BahnpolizeiBeamtinnen avancirt. Sie trugen bisher zu ihrer Legitimation Armbinden, auf denen die Bezeichnung Schrankenwache" stand. Jetzt erhielten sie nun, wie auch ihre männlichen Kollegen, neue Armbinden mit der Aufschrift

Bahnpolizei." Gemäß der gemeinsamen Grundsatze über die Annahme der Im Bereiche der preußischen Staatseisenbahnverwaltung beschäftigten Arbeiter müssen die Schrankenwarterm"n auck vereidiat teeren.

Europaische Nachrichten.

Frovinz Schkellen. B r e s l a u. Dieser Tage beging der Professor für Geschichte an der hiesigen Universität, Geh. Archivrath Dr. Kolmar Grünhagen, seine goldene Jubelfeier als Dozent. Hr verschied infolge Schlaaanfalls der im Alter von 71 Jahren stehende Schleusenmeister, frühere Schiffsbaue? Robert Fabian. Dem Verstorbenen, der sich im Besitz der Rettungsmedaille befand, verdankt so Mancher seine Rettung vom Tod des Ertrinkens. Kürzlich wurde auf der Nikolaistraße das 2 Jahre alte Mädchen Klara Gulla. Tochter eines Neue Weltgasse 32 wohnenden Hausdieners, durch einen Rollwagen überfahren und so schwer verletzt, daß der Tod auf der Stelle eintrat. B u n z l a u. Die auf dem Burgleyn wohnende Frau Geucha war damit beschäftigt, im Bober - Mühlgraben Wäsche im Wasser auszuschweifen. Hierbei wurde die Frau vom Schwindel erfaßt und stürzte in's Wasser. Sie wurde von den reißenden Fluthen fortgeführt und erst in der Nähe der städtischen Krankenanstalt bemerkte man die Frau im Wasser. Sie wurde sofort herausgezogen und in's Krankenhaus getragen, wo es gelang, sie zum Leben zurückzurufen. Leider konnte sich die schon bejahrte Frau nicht mehr erholen und starb bald darauf. G o t t e s b t x g. Auf der Unaerbaude des Hochberges ereignete sich ein bedauerlicher Unglücksfall. Der 15 jährige Sohn des Wirthes Unger woll te die mit einer Kugel geladene Bol zenbüchse entladen, als plötzlich das Gewehr losging. Die Kugel, welche an einem Gegenstande abprallte, ver'etzte das Auge des Schleppers Buttner derartig, daß die Sehkraft verloren sein dürfte. Hermannsdorf. Kanonier Seifert ist von einem hier stattgefundenen Tanzkränzchen heimkehrend am Queisufer entlang gegangen und hierbei die stelle Böschung hinabgefalle)! und ertrunken. M a l i tz s ch. Sein 50iährigesPriesterjubiläum beging der hiesige ErzPriester und Pfarrer Josef Zimmermann. N e u s a l z. Ein größerer Automobil - Unfall ereignete sich auf der Beuthener Chaussee, hinter dem Dorfe AltTschau. Als das Auto herangerast kam, scheuten die Pferde einiger des Weges kommender Wagen und gingen durch. Dabei kam der Führer des einen Wagens, der Handelsmann Delika, unter denselben zu liegen und erlitt mehrere schwere Verletzungen. Schon walde. Der Dachdecker Heinrich wurde in einer Jauchengrube todt aufgefunden. Derselbe war mit der Reparatur eines Daches beschäftigt und ist anscheinend beim Absteigen von der Leiter in die Jauchengrube gestürzt. Frovinz osen. Posen. Der Stuckateur Hermann Weide, Ziegenstraße 18 wohnhaft, wurde wegen Mißhandlung seiner Ehefrau zu zwei Jahren Gefängniß verurtheilt. Ar gen au. Letztens ertrank im Seedorfer See beim Fifchen der ehernalige Vrennereiverwalter Schostag. Er hinterläßt eine Wittwe mit sieben Kindern. Bromberg. Bei einem heftigen Gewitter, das kürzlich über unsere Stadt zog, wurde in der Schubinerstraße in der Nähe der Dragoner-Ka-ferne der 14jährige Sohn des Fleischermeisters Delawersli in Schwedenhöhe von einem Blitz getroffen und auf der Stelle gctödtet. D u r o ch o w. Bor Kurzem wurde hier die Leiche des schon längere Zeit begrabenen Gastwirths Kempski aus Marczalki zur Sezirung ausgegraben. Es war eine Anzeige erstattet worden, daß er durch Giftmord aus dem Leben geschieden sei. Groß - Glinno. Dem Büdner G. Heise sind sämmtliche Gebäude mit allem Mobiliar und todtem Inventar abgebrannt. O st r o w o. Der 65 Jahre alte Arbeiter Wojciech Kalina aus KleinTopola stürzte von dem Bau einer neuen Dominialscheune daselbst so unglücklich herab, daß er infolge der dabei erlittenen schweren Kopfverletzungen im hiesigen Krankenhause verstarb. R a d l o w o. Dieser .Tage entlud sich hier ein schweres Gewitter. Der Blitz schlug in die Scheune des hiessgen Ansiedlers Riemer ein, welche mit sämmtlichen Vorräthen und Maschinen vollständig niedergebrannt ist. S ch r o d a. Ein Mordversuch wur de auf den Müllergesellen Czostowski, der bei dem Windmühlenbesitzer Pawel beschäftigt ist, von seinem eigenen Verwandten Rochut verübt. Rochut besuchte thn und bat um ein Nachtquartier, das ihm auch bereitwilligst gewährt wurde. Als beide sich dann schlafen gelegt hatten und Czostowski ingeschlafen war, feuerte Rochut plötzlich mit einem Revolver auf ihn. Die Kugel traf Czostowski am Kinn und B vier Zahne aus. In der Tode arlgfl stürzte sich Fzostowski sogleich au? vtochut und warf ihn die Mühlen trepp hinunter. Dann eilte er trotz P n m. . m oes großen mlverm :es zu vem Gen darmen Lindner, dem eS gelang, Rochut, der noch vor der Muble laa. vx verhaften. Der Verwundete würd in das hiesige Krankenhaus gebracht.,,,

Das 50jährige Bestehen des Nordseebades Westerland auf der Insel Sylt wurde am 16. Juli d. I. gefeiert. Aus kleinsten Anfängen heraus hat sich dieser Badeort derartig entwickelt, daß er heute zu den bedeutendsien und besuchtesten Bädern der deutschen Nordseeküste gehört. Das rasche Aufblühen Westerlands ist in erster Linie auf seine reichen Naturkräfte und die großartige Schönheit seines Meeres und feiner Landschaften zurückzuführen. Andererseits hat der Ort durch die Erhebung zur Stadt, welche erst vor Kurzem durch den Kaiser vollzogen ist, eine weitere Förde-

rung erfahren. Der Uebermuth von Menschen, die nicht wissen, was sie mit dem Gelde anfangen sollen, und die Sucht nach originellen Veranstaltungen hat schon zu manchen Exzentrizita ten geführt. Einer tollen Laune entsprang auch ein Bankett, das unlängst in einem Kohlenbergwerke auf NeuSeeland veranstaltet wurde. Die Tafel war in einem Schachte 1800 Fuß unter der Erde aedeckt. Der finstere und unheimliche Raum war in geschickter und raffinirter Weise m einen verlockenden Speisesaal umgewandelt worden. Die Pfeiler schmückten Guirlanden von Blättern und Blüthen und elektrische Beleuchtungskörper warfen blendendes Licht auf den unterirdischen Speisesaal. Die Speisen waren vorzüglich und reichlich, die Weine ausgezeichnet und gut temperirt. Die Veranstalter dieses Banketts hatten denn auch den erwünschten Erfolg zu verzeichnen. Dre Theilnehmer an dem unterirdischen Mahl waren so entzück! von der Veranstaltung, daß sie in Masse Aktien aus das Bergwerk zeichneten. Ein Londoner S y n d ikat, welches es unternimmt. Personen, die allein oder gruppenweise in den Urwäldern Ostafrikas Löwen, Elefanten, Nilpferde und anderes Großwild jagen wollen, vollste Bequemlichkeit und Sicherheit zu gewährleisten, veröffentlicht eben feinen interessanten Prospekt. Das Syndikat übernimmt die Beförderung nach Ostafrika sowie die Versorgung mit allem erdenklichen Komfoxt rnif die Dauer von drei Monaten zum Preise von 500 Pfund per Person, wenn Jemand allein reisen will, während Gruppen zu drei Personen zusammen bloß etwas über 1000 Pfund bezahlen. Jedem Jäger aber wird meistentheils bloß gestattet, eine begrenzte Anzahl Großwild zu schießen, welche tabellarisch aufgeführt wird. So darf Niemand mehr als je zwei männliche Elefanten, Zebras, Nilpferde und Gazellen erlegen. Elefantenweibchen müssen gänzlich geschont werden, dagegen besteht Hinsichtlich der Löwen, Leoparden und Krokodile keinerlei Beschränkung. BeiTobermorry ander Küste von Schottland sind jetzt Taucher an der Arbeit, um die mit der spanischen Fregatte Florencia" untergegangenen Schätze zu heben. Das 4 rp r I L W &q geyorle oer nrmaoa an, uno auf ihm soll sich die Kasse des Geschwaders befunden haben. Die Geschichte des Unterganges des Schiffes ist nicht ruhmreich. Als es, nach der Zerstreuung der Armada, im Hafen von Tobermorry Schutz suchte, war gerade eine Fehde zwischen zwei Elans ausgebrochen, und hundert Mann von der Florencia" wurden vom Häuptling des Clans Maclean angeworben. Sie ließen ihn aber im Stich und schleppten seinen Sohn als Gefangenen auf das Schiff, um frotzdrn den bedungenen Sold zu erpressen. Der junge Maclean aber legte Feuer an das Pulvermagazin und sprengte sich mit der ganzen Besatzung in die Luft. Bei den jetzt unternommenen Nachforschungen hat man schon eine Menge Münzen. Massen und andere Gegenstände an's Tageslicht befördert und hofft, nach Entfernung des Sandes und Schlammes, die das Schiff bedecken, sich den Zugang zu der Schatzkammer zu verschaffen. I m Reichshallentyeat e r zu Bochum in Westfalen produ zirte sich kürzlich ein sogenannter Hun gerkünstler, der sich bei einer Wette um 2300 Mark anhelschia macht hatte. 19 Tage lang bei Mineralwasser und schöner Aussicht in einem Glaskäfig zu fasten. Die Einmauerung des Hungervirtuofen gma in der üblichen feierlichen Weise vor sich, und das Fasten begann, nachdem ein Doktor der Medizin festgestellt hatte, daß der Ge sundheitszustand des Mannes ein guter sei. Das Publikum verfolgte mit wachsendem Interesse den Verlauf der Hungerkur und prophezeite dem Glas kastenbewohner sckon einen glänzenden Erfolg, als eineS Abends plötzlich der ganze Zauber 'ein unvermuthet schnclles Ende fand. Em Gast des Reichshallen -Theaters ließ sich eine Portion große Bohnen .mit Speck geben und beging die Unvorsichtigkeit, sich mit diesem Gotterschmaus in die Nahe 'des Glaskäfigs zu setzen. DaS konnte der Hungerkünstler, ein echter Westfale, nicht lange mit ansehen. Er zerschlug die Glaswände seines selbstgewählten Kerkers und machte sich aus und davon. Der Inhaber des Reichshallen Theaters und feine Gäste waren über den Verlust der Attraktion zwar sehr niedergeschlagen, aber wie man Hort, haben sie dem ausgerückten HungerIUliiiCT, ucn givgc ;ouqncu rnu fcu aus der Fassung brachten, mildernde c. ca t : Tr uj ilmÜQnde zuaebilliat.

Frecher Madchenraub.

Den Opfern gelingt eö zu entkom. men. SincenneS, Ind., 7. Aug. In Sandborn in diesem Eounty herrscht mmer noch die höchste Aufregung über die Entführung der 15 Jahre alten Jennie Hill und der 12-jährigen Molke Adams. Freitag Nachmittag kamen, wie schon !urz berichtet, vier Fremde, eine Frau und dcei Männer, durch Sanddorn. Zwei Meilen dom Orte stießen sie auf die beiden Mädchen und zwangen die elben mit ihnen zu gehen. Die HÜl erufe der Mädchen wurden von einem Farmer gehört, welcher die Menschen 'AXbtx verfolgte, jedoch flohen dieselben n einen dichten Wald. Der Farmer uhr nach dem Orte und schlug auf dem Wege dorthin Lärm. Gegen 4 Uhr Nachmittags befanden sich bereits 150 Leute auf der Fährte der Menschenräuber. Die Eltern der beiden Mädchen und Hülfssheriff Russell begleiten die Verfolger, welche stark bewaffnet find. Jennie Hill befindet sich jetzt zu Hause und leidet an starker Nervenerschütterung. Zwei der Männer trennten sie von ihrer Beglei terin nnd machten einen Versuch, fie zu vergewaltigen, jedoch erwehrte fie fich derselben und es gelang ihr, nach einem Farmhause zu entkommen, wo fie hyste. risch weinend gesunden wurde. Ihre Kleider waren in Fetzen gerissen und ihre Arme, sowie ihr Geficht bluteten. Von Sandborn wurde durch das Telephon gemeldet, daß einige der Verfolger Abends um 6 Uhr Mollie Adams gebunden und geknebelt am Ufer de? White River fanden, wo die Menschenräuber sie liegen gelassen hatten. Ihr Körper war mit Schürfungen bedeckt, jedoch waren keine An zeichen einer Vergewaltigung wahrzunehmen. In Folge der ausgestandenen Angst ist das Mädchen außer Stande, einen verständlichen Bericht über ihr furchtbares Erlebniß zu geben. Die Verfolger sollen den Schurken dicht auf den Fersen und falls dieselben gefan gen werden sollten, würde ein Lynchgericht folgen. , StnrmeSwnthen im Staate. Nach einigen Tagen schwüler Hitze trclt'gestern infolge deS GewitterfturmeS während der vorhergehenden Nacht ein wenig Kühlung ein. Indessen richtete der über die ganze nördliche Hälfte des Staateb hinwegfegende Sturm bedeu tenden Schaden an und von überall laufen Berichte über die angerichteten Verwüstungen, wie über Personen, die verletzt wurden, ein. Die elektrische Anlage in EramfordS wurde so sehr beschädigt, daß die Stadt jeglicher Beleuchtung entbehren mußte und die Hauptstraßen wurden insolge des Regengusses übttfluthet. Die Kokomo Steel und Wire Mill in Kokomo wurde vollständig vernichtet und ein Schaden von $50,000 angerich tet. Die Kornfelder im County erlitten unberechenbaren Schaden. In South Bend wurden drei Elek triker bei ihrer Arbeit vom Blitz getrof fen und erlitten ernstliche Verletzungen, George Curry, einer der Arbeiter, wurdso schwer verletzt, daß man für sein Leben fürchtet. Der Regensturm hatte in Muncie wenigstens das Gute, daß er ein durch den Blitz verursachtes Feuer löschte. . Aehnliche Berichte liefen aus anderen Orten des Staates ein, wie Anderson, Carmel, Alexandria, Elwood, Lapel und Markleville ein. Avondale Heightö. In Avondale Heightö wird diese Woche ein neues Programm zur Auf führung gebracht. Mehrere neue Spezialitäten sind an geworben. Das Fordercide Komedie Quartett, das gerade eine Rundreise im Osten beendete, befindet fich unter den austretenden Künstlern. DaS Quar tett, welches aus zwei Damen und zwei Herren besteht, wird neue Tänze, neue Lieder zum Vortrage bringen. Das Programm trägt einen Character der Moral, welches selbst auf den Empfindlichsten einen freundlichen Ein druck zu machen nicht verfehlen wird. Unfall. Frau I. I. Valdemaire von No. 3525 Roosevelt'Avenue fiel am Samstag so unglücklich aus einem Automobil, daß sie sich einen Beinbruch zuzog.

Für Hochzeitsfefte ! Für Tauffefte ! Für Gebnrtstagsfcfte ! Für alle gesellschaftliche Feste, wo Freunde und Bekannte sich finden, giebt es nichts, das mehr zur Gemüthlichkeit beiträgt als unser

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DaS die höchste Anerkennung gegen 117 Mitbewerber auf der St. Louis Weltausstellung erhielt. Der große Preis dieser Ausstellung stempelt dieses Bier zu Dem Welt Standard für Vollkommenheit. Für Pints und Quarts, Tel. 578 und 690, Flaschen-Deparlement.

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Matadoren-Skat-Turnier. Im prächtigen Turnerparke gab gestern der MatadorenClub sein Skat Turnier. Als Sieger gingen aus dem selben die folgenden Herren hervor: 1. Preis2. Preis3. PreiS4. Preis5. Preis6. PreiS7. Preis8. Preis--Wm. Benning. -Geo. Mode. -Alwin Graul. -Christ. Bambach. -Fred. Koeckert. -Aug. Woerner. -John Thoeney, -Richard Jsenflam. DaS Wetter war ein ausgezeichnetes und die Theilnehmer, welche sich im schönen Grün in frischer Luft dem Vergnügen Hingaben, waren einftim mig darin, einen der schönsten Nach Mittage seit langer Zeit verlebt zu haben. Daß man auch deS inneren Menschen gedachte, ist selbstverständlich und den frischen Würsten, -welche Herr Jsenflam für diese Gelegenheit lieferte. wurde in einer Weise zugesprochen, daß man schon befürchtete, mit den Verhält nlssen nicht recht gerechnet zu haben. Die Fahrt nach dem Parke, der Aufenthalt in der reinen frischen Luft, sowie auch die gemüthliche Runde, sie alle hatten ihr Theil dazu beigetragen. bei den Gästen, Herren sowohl wie auch Damen einen Riesenappetit zu erzeugen. Vergnügt trennten sich am Abende die Theilnehmer. Ueberraschte die Polizei. Ein junger Mann, der seinen Na men als Frank Jacks aus Chicago an gab, wurde gestern von den DetectivS Gerber und Trimpe verhaftet. Jacks wurde beobachtet, als er ver schieden? EngroShäuser besuchtes und da er einen Handkoffer bei sich trug. fiel er auf. Ein anderer junger Bur r e ' l ..k C! lege, oer mn lym zuiammen war, oei Ankunft der Detektivs aber verschwand, konnte nicht gefunden werden. Der Handkoffer, als man denselben öffnete, erwleS fich als leer. Man glaubt einen guten Fang gemacht zu haben und Untersuchungen sind im Gange.

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(js Auswahl von -.Grabsteinen.- Cp '..Ilonumenten.. Atifi:. Diener,

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