Indiana Tribüne, Volume 28, Number 296, Indianapolis, Marion County, 5 August 1905 — Page 5
Indianer Tribüne, S Ougust 1903
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Vom Auvlande.
DaZ Dienstmädchenals Vermittlerin der Reklame wird jetzt häufig bon findigen Gewerbetreibenden in Berlin in Anspruch genommen. Wie in den Ver. Staaten, wird auch dort eine Unmenge von ReklameDruckfachen durch die Briefträger in die Häuser getragen. Diese besonders beliebte direkte. Offerte wird jetzt auch bei dem Hauspersonal angewandt. Be--sonders Familien, die im Westen don Berlin wohnen, erhalten derartige Zuschriften unter derAufschrift: Fräulein Köchin oder Fräulein Hausmädchen. Die Mädchen sollen hierdurch veranlaßt werden, bei bestimmten Firmen zu kaufen oder zum Mindesten ihre Herrschaften auf diefe hinzuweisen. Daß ein Kurgast sein Reitpferd oder seinen Hund mitnimmt, wenn er in einen Badeort geht, kommt wohl oft vor; daß aber ein Löwe als Reisebegleiter fungirt, dürfte selten erlebt worden sein. In Karlsbad ist dieser , Fall kürzlich eingetreten. Es traf nämlich ein Graf zum Kurgebrauch ein und stieg in einer der Villen im Westendviertel ab, und dieser brachte sich einen Löwen mit zwar ein noch jungesThier von außerordentlicher Zahmheit und Folgsamkeit, das seinem Herrn wie ein Hündchen gehorcht, gegen fremde Personen aber ganz nach Katzenart faucht. Selbstverständlich bietet der junge Wüstenköirig, der sonst auch possirlich ist, das Interesse für die ganze Bewohnerschaft des Hauses. Auf der Promenade aber dürfte dieser exotische Neisebegleiter wohl kaum erscheinen. Die Kinder als Helfer für den Thierschutz zu gewinnen, diese Idee wird jetzt seitens des Berliner Thierschutz - Vereins eifrig gepflegt. Thierschutz", so heißt die Uebcrschrift der Karten, die neuerdings an die Schüler der höheren Lehranstalten, vertheilt werden. Während sich auf der Vorderseite der Name des Schülers befindet, trägt die Rückseite das Bildniß eines Hundes mit dem darunter stehenden Spruch: Der Gerechte erbarmt sich auch seines Viehes." (Salom. 12, 10.) Schon von Jugend auf sollen auf diese Weise die Kinder zur guten Behandlung der Thiere angehalten werden; sie sollen auch nicht dulden, daß andere den Thieren ein Unrecht thun. Man hofft, daß dieser humane Gedanke nicht bei den Schulen der höheren Lehranstalten Halt macht, sondern auch die Gemeindeschule in sein Bereich zieht. Ueber eine F e l d d i e n stiibung mit Hindernissen, bei welcher der deutsche Kronprinz betheiligt war, wird berichtet: Eine nächtliche Gefechtsübung veranstaltete der KrönPrinz mit der 2. Compagnie des 1. Garde Regiments. Diese Compagnie war gegen Dunkelheit cmsgerückt, um gegen die 11. Compagnie unter Hauptmann von Vülow in der Gegend des großen Navenberges bei Kerlholz eine nächtliche Gefechtsübung zu veranstalten. Die beiden Compagnien hatten im Walde gerade Fühlung genommen und sich mit Generalsalven empfangen, als ein furchtbares Gewitter losbrach. Das Firmament glich einem Flammenmeer, unaufhörlich zuckten die Blitze, und ein wahrer Wolkenbruch entlud sich auf die Riesengardisten. Die Uebung mußte abgebrochen werden. An der Spitze seiner Compagnie ritt wohlgemuth der .Kronprinz, selber bis auf die Haut durchnäßt. Er rief seinen Soldaten ermunternde Worte zu, stimmte schließlich selber ein Marschlicd an und führte die Compagnie nach Potsdam zurück, wo sie Nachts y212 Uhr eintraf.. Erst als der Kronprinz die Compagnie nach der Kaserne zurückgeführt hatte, fuhr er nach dem Marmorpalais, wo inzwischen seine junge Gattin in Furcht und Sorgen geschwebt hatte. Eine interessante H öhen - Rekordfahrt hat vor einigen Tagen Dr. Anton Schlein von der meteorologischen Centralanstalt in dem Ballon Jupiter" des Wiener Aeroclubs ausgeführt. Die Fahrt erfolgte zu wissenschaftlichen Zwecken als eine der internationalen Simultanfahrten zur Beobachtung der meteorologischen Verhältnisse in den obersten Luftschichten. Dr. Schlein, der im Rufe eines der kühnsten Hochfahrer steht, übertraf diesmal alle seine bisherigen Aufstiege, indem er, ganz allein sahrend, die enorme Höhe von 7600 Meter erreichte. Der österreichische Forscher hat damit eine Leistung vollbracht, die unter diesen Verhältnissen, in einem mit Leuchtgas, nicht mit Wasserstoffgas gefüllten Ballon von nur 1200 Kubikmeter Inhalt, niernals und nirgends auch nur annähernd erreicht worden ist. Die größte Höhe, die er am Barometer beobachten konnte, betrug 7480 Meter, die letzte Temperaturablesung ergab 15 Grad Celsius unter Null. (In Wien betrug die gleichzeitige Temperatur 28 Grad Celsius über Null.) Von da an machte sich infolge Sauerstoffmangels Apathie geltend; das Maximum der Höhe it durch den selbstregistrirenden Varograph constatirt, und dieser weist 7600 Meter aus. Die Dauer des AufentHalts über 7000 betrug 20 Minu. ten, die Dauer des Falles aus der Höhe von 7500 Meter auf die Erde 22 Minuten, was einer Fallgeschwindig keit von 5.7 Meter in der Sekunde entspricht.
Vom Jnlaude. FünfzigEinwanderer aus Montenegro wurden auf Ellis Island von dem Verdacht, Contraktarbeiter zu sein, entlastet und nach dem Westen freigelassen. AlseinJunge von seltener Geistesgegenwart und Umsicht zeigte sich der 14 Jahre alte John Hurst, der zwei Meilen südlich von Kaukauna, Wis., auf einer nahe der Bahnstrecke gelegenen Farm lebt. Er rettete einen Eisenbahnzug vor sicherer Vernichtung. Während ein heftiger Strkm tobte, hörte John ein lautes Krachen und entdeckte, daß ein großer schwerer Baum umgeweht war und quer über den Geleisen lag. Der Zug war fällig und Eile nöthig. Schnell entschlossen lief der Junge heim, holte eine Laterne, 'hüllte ein rothes Taschentuch um dieselbe herum, stellte sich auf das Geleise und schwenkte die Laterne so hoch er konnte. Der Lokomotivführer bemerkte das Nothsignal und es gelang ihm, den Zug rechtzeitig zum Halten zu bringen. Der Baum war mit solcher Gewalt gestürzt, daß er die Schienen gebrochen hatte. D i e V i r g i n i a State Agriculture Experimental Station" inVlacksbürg, Montgomcry County, Va., hat im vergangenen Winter unter Leitung ihres Präsidenten Soule an 60 Stück Schlachtvieh durch verschiedene Fütterungsarten Versuche angestellt, um auszufinden, welche derselben für Viehzüchter am empfehlenswerthesten durch ihren Fleisckiansatz ist, und kam dabei zu dem folgenden Resultat: Zwanzig junge Ochsen wurden mit Silage gefüttert, das bei denselben einen Fleischansatz von 1.46 Pfund pro Tag ergab, zwanzig mit TimothyHeu, das für dieselben pro Tag nur einen Fleischgewinn von 1.10 Pfund machte, und die letzten zwanzig Ochsen, die mit geschrotenem Corn Stover gefüttert wurden, nahmen an Gewicht pro Tag nur 0.97 Pfund, also noch nicht einmal ein Pfund zu. Viehzllchter, die nur noch zu oft gegen die Siläge Winterfütterung ihres SchlachtViehes sind, werden sich durch die von der obigen Versuchsstation erzielten Fütterungs - Resultate wohl zu ihrem eigenen großen Vortheil eines Besseren belehren lassen. Einen eigenartigen Fund machten, wie aus Buffalo berichtet wird, einige Fischer, welche sich an einem Sonntag Nachmittag amStrande bei Vay View aufhielten. Sie sahen plötzlich draußen auf dem See einen schwarzen Punkt, den sie für einWrack hielten. Die Männer bestiegen ein Boot und ruderten nach dem Punkte hin, trotzdem der Wind so stark ihnen entgegenwehte, daß sie kaum vom Fleck kamen. Da sie glaubten, daß. sie möglicherweise Menschenleben retten könnten, so gaben sie die Fahrt nicht auf. Sie fanden schließich ein Floß, bestehend aus zwei zusammengenagelten Planken, woran ein Cedernbaum befestigt war. Das Ganze wurde von einem mächtigen Drachen gezogen. Die Männer fuhren dann mit dem Floß im Schlepptau an's Ufer zurück, und es bedürfte der vereinten Anstrengungen von vier Männern, den Drachen herabzuziehen. Dieser bestand aus einem Gestell aus lzölligen Stöcken, das mit roth - weiß - blauem Cambric überzogen war. In einer Champagnerflasche, die an dem 25 Fuß langen Schwänze festgebunden war, befand sich die schriftliche Bitte, der Finder möchte sofort auf Kosten der Absender drei Kisten Vier nach Lyn Camp senden, da der Champagner - Vorrath zu Ende sei. Auf eine bisher noch nicht angewandte Art wollte sich im Gefängniß in Jersey City der zum Tode verurtheilte Mörder Nicolas Murdaca das ihm bereits abgesprochene Leben nehmen. Der Termin bis zum 25. August, an welchem Tage die Execution an ihm vollzogen werden sollte, schien dem Lebensmüden zu weit hinausgeschoben. Er hatte schon mehrfach um Abkürzung seiner Lebensfrist ersucht, doch konnte ihm in diesemFalle Niemand den Wunsch erfüllen. Um sein Leben dem Galgen zu erhalten, beobachtete jhn die Todtenwache besonders scharf. Neulich Nachts klagte Murdaca über heftige Schmerzen im Leib, wahrscheinlich um feine Leibwache, den Schließer Henry Hanley, für einige Zeit zu entfernen. Gleich nachdem dieser fortgegangen, um ihm Medicin zu holen, begab sich Murdaca in seine Zelle, um Hanley die Sorge um sein Leben zu erleichtern. Als der Wärter zurückkam, fand er seinen Schutzbefohlenen in seiner Zelle sitzend mit dem Kopf über einem Spucknapf. Hanley trat in die Zelle, da der Jtaliener merkwürdig gurgelndeTöne von sich gab. Er riß den Kopf des Mannes in die Höhe und erkannte zu seinem Erstaunen, daß derselbe mit Leibeskräften an seiner Zunge herumzog, um diese mit der Wurzel herauszureißen. Der Mann war bereits schwarz im Gesicht vor Anstrengung, das Blut lief ihm aus dem Munde, aber seine Absicht, sich auf diese Weise das Leben zu nehmen, war ihm nicht gelungen. Der woulil-be - Selbstmörder war sehr schwach und konnte zuerst nur UNartikulirte Laute von sich geben. Sobald er aber wieder einigermaßen zu sich kam, verlangte er, wie schon oft, einen schnellen Tod. dz er sonst noch vor Langeweile sterben und so dem Henke: doch noch emSchnippchen schlaaen würde.
Allerlei sür's Hauö.
Eingewöhnen der Hühner. Neuangeschaffte Hühner einzugewöhnen, ist nicht schwer, wenn die Thiere von einem nahe wohnenden Züchter gekauft worden sind. Man bringt die Hühner einfach in den Stall und behandelt sie ebenso wie der frühere Pfleger. Anders ist es, wenn die Thiere eine weite Reise gemacht haben. Genau wie wir Menschen sind auch die Hühner von einer langen Wagen- und Eisenbahnfahrt angestrengt und müde. Hungrig und durstig, gelangen sie in die Hände des neuen Besitzers, denn, wenn auch reichlich Futter für die Reise mitgegeben wurde, so wurden die Thiere doch durch die Unruhe vom Fressen abgehalten. Um Verdauungsstörungen zu verhüten, muß man bei der Darbietung des Futters zu hastiges Fressen verhindern und nicht Körnerfutter, sondern Weichfutter in mehreren kleinen Portionen reichen. Auch Grünfutter, ist wegen seiner leichten Verdaulichkeit anzurathen. So geht die Sättigung der Hühner allmählich vor sich, die Thiere erholen sich bald, und wenn sie nicht schon Krankheiten mitgebracht haben, so werden sie bald im Hose munter umherwandern. Bereitung von Ziegenb u t t e r. Wo in einemHaushalt mehrere Ziegen gehalten werden, bereitet man vielfach auch Butter aus ihrer Milch. Es kann dies auf verschiedene Weise geschehen. Man kocht die Milch und schöpft nach einigen Stunden den Rahm vorsichtig ab und buttert ihn in einem kleinen Handbutterfaß. Man kann aber auch so verfahren, wie bei der Kuhmilch, indem man die Ziegenmilch in flachen Gesäßen zur Rahmbildung aufstellt, alsdann den Rahm abschöpft und buttert. Die Ziegenbutter ist von weißlicher Farbe und hält sich nur kurze Zeit, kann aber als Koch- und Speisebutter Verwendung finden. DiePflegedesKanarienVogels. Man gebe ihm alle Morgen frisches Wasser, hinlänglich Rübsamen, zuweilen Möhren unter das Futter oder Hirsekörner, seltener Zucker, der Säure macht. Um den Appetit zu reizen, gibt man ihm zuweilen aus geschälte Aepfel- oder Birnenstückchen. Unter das Trinkwasser mischt man wöchentlich zweimal ein klein wenig Kochsalz, so daß auf 1 Quart Wasser ein Theelöffelvoll Salz kommt. Zimmer, in denen geraucht wird, sind wahre Marterkammern für den Kanarienvogel. Be! Herstellungvon Obstweinen ist es unerläßlich, das Faß während der sogenannten stürmischen Gährung offen zu halten, d. h. man setzt einen Gährspund aus. der die Verunreinigung des Inhalts verhindert und doch die sich entwickelnden Gase entweichen läßt. Viele Versuche mißlingen, weil die Obstweine nicht genügend ausgegohren sind, woran zumeist der feste Verschluß des Fasses einerseits und die zu kühle Lagerung andererseits schuld sind. Derartige Weine bleiben später immer flaschenkrank und entwickeln infolgedessen niemals den vollen Wohlgeschmack. Ausgebleichte Farben stellt man in Stoffen wieder her: 1. wenn man die verblaßte Stelle mit Baumwolle, die man in Soda taucht, reibt, wobei die gleiche Baumwolle höchstens zweimal benutzt werden darf. 2. Bei farbigen Stoffen, die durch Soda oder scharfe Seifen gelitten haben, betupft man die verblaßten Stellen mit einer Lösung von 1 Theil Alaun auf 3 Theile Wasser, bedeckt die Stellen mit einem feuchten Leinwandlappen und hält ein paar Minuten ein mäßig heißes Plätteisen darüber. 3. Ist durch Waschen mit Soda blauer Wollstoff grünlich geworden, so legt man ihn in Efsigwasser. Bei Fällen v o n.H i tz s ch l a g ist sofortige Abkühlung, am besten bewirkt durch Auflegen nasser Tücher oder eines nassen Schwammes auf den Kopf, Schlagen der Brust mit nassen Tüchern, um die stockende Athmung wieder herzustellen. Es giebt gewisse Vorboten des drohenden Hitzschlages, die bekannt sein müssen. Schwindelgefühl tritt ein und plötzliches Aufhören des meist vorher bestehenden Schweißausbruches, nicht selten sogar ein Schüttelfrost. Das Wichtigste ist: Entfernen der beengenden Kleidung und Abkühlung in der Art, wie sie hier angedeutet wurde. Kleidungs st ücke ausEtamine zu waschen. Man reibt auf einer Reibe je nach Bedarf y bis Vi Pfund gute Kernseife zu Pulver, rührt dies mit etwas kaltem Wasser an und fügt zum Lösen der Seife so viel kochend heißes Wasser hinzu, bis ein dicker Brei entsteht. Dann ist ein Eimer oder ein anderes geeignetes Gefäß halb mit warmemWasser zu füllen, man thut 100 Gramm Salmiakgeist und den Seifenbrei hinzu und rührt dann rasch um. Man läßt den Stoff 10 bis 15 Minuten darin zugedeckt ftehen. Nach Verlauf dieser Zeit ist der Stoff vorsichtig durch die Hand zu streifen, man drückt das Gewebe dann leicht aus und spült in lauem Wasser nach, bis alle Seise vollständig entfernt ist. Der Stoff darf nicht an der Luft getrocknet werden, er ist zwischen Leinentüchern trocken zu plätten. Sollten einzelne Farben, namentlich roth und blau, durck den Salmiakgeist etwa gelitten haben, so ist dem letzten Spülwasser Essia zuzusetzen. Die Farben werden dadurch wieder frisch.
Europaische Nachrichten.
' Vrovtnz FZrclndenburg. Berlin. Das Fest der goldenen Hochzeit beging derRentier Herr Gotthold Hoppe, Straßmannsjtraße 17, früher Weber in der Teppich - Fabrik von Becker und Hofbäuer, wo er 36 Jahre thätig war, mit seiner Ehefrau Auguste, geb. Koch, umgeben von seinen Kindern und Kindeskindern. Beim Spielen todtgefahren wurde der zehn Jahre alte Sohn Friedrich des Pförtners Palm aus der Mittenwalder Straße. Der Knabe tummelte sich mit einigen Altersgenossen beim Ballspiel auf dem Vürgersteig und dem Straßendamm. Der Ball rollte weg und vor einen Mehlwagen, der von der Blücherstraße her kam. Das Kind wollte den Ball haschen, kam aber da bei so unglücklich zu Falle, daß ihm ein Hinterrad über den Hals ging. Vor Kurzem wurde die bereits stark in Verwesung übergegangene Leiche der unverehelichten 30jährigen Näherin Johanna Votenwerfer im Bett in ihrer Wohnung im Hause Kastanien-Allee 59 aufgefunden. Der Tod ist anscheinend infolge Blutsturzes eingetreten. Vor einiger Zeit beging der OberPostschaffner Zepernick sein 25jähriqes Dienstjubiläum. Er ist seit Anbeginn seiner postalischen Laufbahn bei dem Vriefpostamt beschäftigt. Der 46 Jahre alte Portier Wuckcw aus der Kreuzbergstraße wurde im FranzosenPfuhl auf dem Tempelhofer Felde, etwa 10 Schritte weit im Wasser, mit dem Gesicht nach unten liegend, todt vorgefunden. Es liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Durch eine Explosion ätherischer Gase ist der Hausdiener Max Mandel der Droguenhandlung von Hesterberg in der Louisenstraße 39 schwer verunglückt. Selbstmord verübte der 21jährige Schlosser Karl Schlatzke, der in der Langen Straße bei seiner Mutter wohnte, durch einen Nevolverschuß in die Brust. Er war Verleger der Zeitung Der Anarchist" und Dissident. In einem offenenBriefe an seine Mutter giebt er Nahrungssorgen als Ursache zum Selbstmord an. ' Charlottenburg. Der Amtsgerichtsrath Max Deppe ist hier gestarben. Er stand seit 1879 im Justizdienst, wurde im März 1884 zum Gerichtsassessor und im Februar 1890 zum Amtsrichter bei dem hiesigen Amtsgericht ernannt. Im Juni 1893 wurde ihm der Charakter als Amtsgerichtsrath verliehen. G u b e n. Dieser Tage wurde das Denkmal für Corona Schröter enthüllt. Die Festrede hielt der Vertreter der Goethe - Gesellschaft, Professor Erich Schmidt'- Berlin. 'K ö n i g s w u st e r h a u s e n. Der Maler Lowakowski, genannt Lehmann, hat hier seine Braut Käthe Niezelt in deren Wohnung und dann sich selbst erschossen. Grund zur Verzweiflungsthat soll die Nichteinwilligung der Eltern zu dem Liebesbund gewesen sein. Spandau. Letztens haben der 25jährige Arbeiter Wilhelm Safran aus Haselhorst und die bei ihren Eltern hier wohnhafte Marie Befeld infolge eines gemeinsamen Entschlusses Selbstmord verübt, indem sie sich an dem Zaun eines Grundstückes nahe der elterlichen Wohnung der Befeld erhängten. Intriguen einer Freundin des Mädchens sollen die beiden in den Tod getrieben haben. T e m p e l h o f. In der Ringbahstraße 36 bezw. 42 stand die Werkzeugfabrik von F. Andre. & Co. in Flammen. Der Dachstuhl sowie ein Theil des dritten Geschosses der Werkzeugfabrik von Andre sind in einer Länge von ungefähr 20 Meter niedergebrannt. Provinz Ostpreußen. Königsberg. Schulrath Heinrich, der langjährige verdiente Leiter unserer Königin Louise Schule, beging seinen 70. Geburtstag und ist an diesem Tage viel gefeiert worden. Beim Baden ertrunken ist in dem Teiche vor dem Friedländer Thor der 29 Jahre alte Arbeiter Willy Brosowius, wohnhaft Viehmarkt 23. Die Leiche wurde nach kurzer Zeit aufgefischt und in's Schauhaus gebracht. - A ck m i n g e. Dieser Tage brannte das Wohn- und Stallgebäude des Besitzers Sator nebst sämmtlichem Mobiliar nieder. Das Feuer übertrug sich auf die Nachbargebäude des Besitzers Michael Adomeit und äscherte bei dem ersteren das Wohnhaus und bei letzterem das Wohnhaus und einen Stall ein. Vraunsberg. Der Vahnwärter Dolew beging kürzlich die Strecke, wollte jedenfalls einem ihm entgegenfahrenden Güterzuge ausweichen, indem er auf das Nachbargeleise übertrat, hat dabei das Herankommen des Personenzuges von Tiedmannsdorf her überhört und ist von diesem überfahren und getödtet worden. D a r k e h m e n. Die ArbeiterWittwe Lindermann, die eine obere Wohnung in der Jnsterburger Straße inne hat, brach, als sie sich in die neben ihrer Stube belegene Kammer begab, durch die morsche Decke, stürzte auf eine in dem unteren Raume stehende Dezimalwage und zog sich hierbei schwere Verletzungen zu, die einen star'n Blutverlust zur ftofoc hatten. Die beste 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S .Longfellow-.
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