Indiana Tribüne, Volume 28, Number 294, Indianapolis, Marion County, 3 August 1905 — Page 5

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Jndiana Tribüne, 3 August 1905

i4 revoir, Carl Emil! FloseHetU von Ellen JdstrSm. TuZ dem Echwedischen von E. Vielmar. Unter den Brunnengästen befand sich in diesem Jahre ein General, der hier Erholung von einem Schlaganfall suchte und so pünktlich war, daß er oewissermaben die Uhr des Kurortes bildete. Wenn er in der Morgenfrühe am Arm der Diakonissin auf dem Brunnenplatze erschien und sich das heilsame Naß ferviren ließ, so pflegte es unter den anwesenden Herren zu eincm scherzhasten Wortwechsel darüber zu kommen, wessen Uhr am richtigsten ging. Begab er sich später zur Gymnastik, so wußte die Billettoerkäuferin im Badehause, daß es Zeit für sie war, auf ihrem Posten zu sein, und wenn er sich von dort aus auf den Heimweg machte, beschleunigten die ihm begegnenden Siebenschläfer ihren Schritt, denn nun wurde die Quelle sogleich geschlössen. Sobald die kxiden Schimmel, die er mitgebracht hatte, ihn zu seiner vormittägigen Wagentour abholten, nah vm die kiden verheirateten Töchter jjfrau Hoeges, der Mietherin der gegenüberliegendcn Villa, des sogenannten Pfarrhofes-, ihre Arbeitskörbe und gingen mit ihren Kindern in den Park, denn um diese Zeit wollte Großmutter ihr Mittagsschläfchen halten, und es mußte alles still im Hause sein. Tr arme, immer hungrige Student, der lernend auf dem Hügel lag, warf von Zeit zu Zeit spähende Blicke zur Buchenallee hinab, und sobald er dort die zurückkehrende Equipage des Generals gewahrte, sprang er erfreut auf. Ha! nun gab es bald Aesung. Und zur selben Zeit warf die Jugend auf dem Tennisplatze die Rakette zusammen, denn auch sie hatte Ausschau nach dem Schimmelgespann gehalten. Am Nachmittage verbrachte der General eine Stunde auf der Terrasse, um der Musik zu lauschen, doch sprach er selten mit Jemand, außer mit seiner Pflegerin. Er sah alt und müde ous. grünliche Schatten umlagerten die gefurchten Züge, und die Augen hatten einen abwesenden, leblosen Blick. Die Nase war scharf gebogen, und um den Mund lag jener Ausdruck von Gleichgiltigkeit und Resignation, wie man ihn oft bei alten Leuten findet. Dann pflegte die alte Frau Hoege oft so dicht an ihm vorüber zu komwen, daß die flatternden Volants ihres Gewandes beinahe seine Fußspitzen streiften. Doch nie sah sie den General an, nicht einmal, wenn sie ihm so nahe kam, daß er unter dem Ein druck, im Wege zu sitzen, chevaleresk entschuldigend den Hut lüftete. Das ignorirte sie. Kein Wunder, wenn ihr Benehmen den Upwillen der Badegäste erregte. Doch ohne sich im Mindesten dadurch beirren zu lassen, segelte sie spitzenflatternd, juwelenfunkelnd, mit nickenden Hutfedern und ewig lächelnden Lippen an dem General vorüber. Aber sie hatte die gütigsten, sonnigsten braunen Augen der

Welt, und über ihren Wangen lag noch ein dornrosenartiger Schmelz, obwohl das üppige Haar sich bereits ganz weiß unter dem Hute hervorringelte. So ward es Abend, und schon früh wurden die Jalousien des Generals herabgelassen. Des freute sich die Kellnerin im- Kurhause, die Abends immer so müde war, daß ihre Füße sie kaum noch tragen wollten. Gott sei Dank, nun war der Tag bald zu Ende. Doch am Sonnwendtage wich der General von seiner Gewohnheit ab. Da wollte er durchaus in den Kursaal und dem Tanze zusehen. Die Hände über der Krücke seines Stockes gefaltet. saß er dort lange, still beobachtend, mit gutmüthiaer Ironie im Blick. Und ntUn ihm, wie immer, Schwester Ag neta, in leiser, eifriger Unterhaltung mit ihrer Tante, der Frau Landrichter. Nem, meine Herrschaften," stieß er plötzlich mit der dominirenden Stimme der Harthörigen hervor, heutzutage versteht man nicht mehr zu tanzen wie zu meiner Zeit. Das reine Lämmerhüpfen! Man hätte nur früher einmal sehen sollen diese Grazie, diese Anmuth! Da war namentlich em kleines Mädel aber warum sieht das Weibsbild dort mich so an?" unterbrach er sich. Wtt kann das sein?" Schwester Agneta legte beschwichtigend ihre Hand auf seinen Arm. Der Richtung seines Blickes folgend, gewahrte sie die in derNähe sitzende Frau Hoege in starrer Seide und schwanke setzten? Kragen. Doch die klaren Au gen der alten Dame waren gar nicht auf den General gerichtet. Sßt, Herr General, das ist unftre Nachbarm aus dem Psarrhof. Eine Pfarrersfrau und so geputzt!" räsonnirte er. Na, meinetwe gen. ..Es war also ein kleines Mädel warf die Frau Landrichter schnell ein. Ja, meine Gnädige, die hätten Sie einmal tanzen sehen sollen hoppla, hoppsasa! Alle Wetter, wie elegant und zierlich sie die kleinen Füßchen in der Mazurka fetzte! Ich sehe sie noch, w sie zum ersten Mal zum Brunnen kam der leibhaftige Früh ling sie kam förmlich aus den Kur platz getanzt, sich graziös in den Hüf Un wiegend, wie eine Blume auf ihrem Stengel, die Locken flatternd unter dem weißen Schäferhut, während die Füße unwillkürlich Pas machten, so daß die schwarzen Kreuzbänder ihrer Ctäube über den weißen Strümpfen

nchlbar waren. war ihre mir

Badereise. Du meine Zeit, welch' wichtiges Ereignlß! Das Feuer lyrer stevsehn Lenze leuchtete aus ihrem Blick wie Märchenzauber lag es in der Luft. Im Nu waren aller DUmin und Loranetten auf die Kleine gerichtet, die erröthend die Lider senkte und sich bemühte, mit der korpulenten Duenna Schritt zu halten. Welch' ein Charme lag über Allem, seit sie dort war! Sie besaß eine Lebensfülle, eine Phantasie Hier in diesem nämlichen Saal bin ich so manches Mal mit ihr herumgewirbelt. Eines Abends trafen wir uns unter der Verlobungseiche : ich ent wendete ihr das weiße Seidenband, das ihre Locken zusammenhielt " Und der alte Herr faßte unwillkürlich nach seiner Brusttasche, besann sich jedoch und ließ die Hand wieder sinken. Es war auch an einem Sonnwendabend ein unvergeßlich schöner Abend aber ich war ja nur ein junger Fähnrich und man verheiralyete die Kleine mit einem Millionär einem Parvenu." Ermattet sank er tn seinen Fauteuil zurück und starrte lange mit stumpfem Blick aus die Lackspitzen seiner Stiefel. Aber Schwester, warum lassen Sie mich denn mit Stiefeln sitzen? Warum bekomme ,ch nicht meine Pantosselni rief er plötzlich. Aber der Herr General ist ia doch auf dem Balle." Er blickte verwirrt auf. Jaso nja, nun meinetwegen." Und nach einer Weile: Schwester, warum bekomme ich nicht meinen Nachmittagsthee?" Den hat der General bereits getrunken." .Jaso -" Schwester Aqneta sah ihn forschend an. Wir wollen heimgehen, Herr Eeneral." Nja meinetwegen." Gleich darauf erhob sich auch die alte Frau Hoege und verließ, vom Gezischel'begleitet, den Saal. Sie war allein auf den Ball gekommen. Ihre Töchter sah man niemals ohne ihre Kinder. Möglicherweise besaßen sie keine ballfähigen Toiletten sie trugen stets einfache Blusen und schlichte Strohhüte. Die reiche alte Frau unterhielt beide Schwiegersöhne Leutnants vielleicht war sie obendrein auch noch geizig! Doch draußen in dem leeren Garderobenzimmer verneigte Frau Hoege sich vor der verschlossenen Festsaalthür: Adieu, meine Herrschaften, nun gehen der General und die Generalin nach Hause, um den Nest des Abends daheim im trauten Beieinander zu verleben die beiden Altchen." Am folgenden Morgen blieb die Brunnenuhr aus. Doch zur gewöhnlichen Stunde erschien die Equipage, um den General zur Spazierfahrt abzuholen, und als sie davongerollt war. wanderten die beiden jungen Leutnantsfrauen mit ihren Kindern, die der am Fenster sitzenden Großmutter Kußhände zuwarfen, in den .Park. Ein so einzig liebes Großmütterchen gab es ihres 'Erachtens auf der ganzen Welt nicht mehr. Kein anderer konnte so herrliche Märchen erzählen, so reizend das Kleid heben und mit den Kindern Menuett tanzen, so wunderschön Theater spielen und Silhouetten schneiden. An diesem Vormittage wurde die kleine Maja, die älteste Enkelin, mit der dringenden Ermahnung, ja recht leise zu gehen, von ihrer Mutter nach der Billa zurückgesandt, um einen vergessenen Gegenstand zu holen. Behütsam, um das liebe Großmütterchen Nicht zu stören, schlich die Kieme über den Verandateppich. Doch plötzlich blieb sie verwundert stehen. Mit wem redete Großmutter? Das Fenster stand offen, so daß jedes Wort draußen vernehmbar war. So, mein Freund, nun fahren wir. Lehne Dich recht bequem in die Kissen zurück, Karl Emil ich will sie Dir zurechtlegen Ach, welch' ein schöner Tag das wird eine Herr liche Fahrt. O, sieh doch nur das Feld voll Senfblüthen gelb, gelb, so daß es formlich flammt vor den Augen. Welch' kühne, sarbenfröhliche Pinsel führung in diesem Sommergemälde! Man begreift, daß nur eine mächtige Hand, ein hehrer Geist es zu schaffen vermochten. Hast Du s einmal in sru her Morgenstunde gesehen? Das ist dann ein Nicken, ein Wehen und Winken von Blüthe zu Blüthe, als wollten sie einander ermuntern, nun mit dem Tagewerk zu beginnen: Schönheit zu verbreiten, zu duften und Samen anzusetzen. Mehr kann man von einer zarten Blume nicht verlangen. Sieh, wie die Landschaft sich senkt un, weitet vor unserem Blick. Keine menschliche Behausung, nichts Lebendes. so weit das Auge reicht. Hier herrsch! die Schönheit der Einöde. Siehst Du die einsame Eiche dort am Steingehege des Ackers? Sie ist die Majestät der Wüstenei. Laß den Wagen halten und uns auf dasSchweigen lauschen! Horch! Es ist so still, so still, daß man das Wallen des eigenen Blutes in den Adern zu vernehmen glaubt. Aber es ist das stete Raunen des Todes zum Leben: Ich komme ich komme " Das schreckt Dich Nicht, Du bist ein muthiger Mann, Karl Emil. Und ich t- ich yabe schließlich gelernt, den Tod zu lieben. Er. scheidet Nuhtzusamlnengehoriges, daZ das Le

den vereint hat, und wird uns beide

vereinen, die das Leben geschieden hat." Die kleine Maja hatte ihren AUstrag völlig vergessen. Die Leute sagten, daß an Großmutter eine große Schauspielerin verloren gegangen sei, und nun glaubte sie, einem Geheimniß im Leben der Greisin auf die Spur gekommen zu sein: Großmutter stuome in der Einsamkeit die Rollen ein. Du lächelst über mein Geplauder, mein Freund? Nun, die Leute sagen a wohl auch, daß die alt: Hoege kindisch ist. Man kann es um geringerer Dinge willen werden, als um ein Leben voll siarrer Pflichterfüllung, während unser ganzes Sein verzehrende Sehnsucht ist, uns in Liebe hinzugeben. Hatte ich nicht meine lebendige Einbildungskraft besessen " Frau Hoege saß am Sterbelaaer des Generals. Als der Arzt kopfschüttelnd gegangen, war sie zur Thür hineingetreten. Ich war das Mädchen mit dem weißen Seidenband," hatte sie Schwester Agneta zugeflüstert. Er besaß lerne näheren Angehörigen. die ihr den Platz an seinem Lager hätten streitig machen können, und Schwester Agneta hielt sich taktvoll abseits. Hier war nichts zu thun, als den Kampf möglichst zu lindern, und dieser Aufgabe widmete die alte Dame sich in liebevollster Weise. Mit weichen, stillen Bewegungen trocknete sie den kalten Schweiß von der Stirn des Sterbenden, befeuchtete unermüdlich die trockenen Lippen, und solange ihre warmen Hände auf den bereits eiseskalten ruhten, war deren fieberische Unruhe gestillt. Groß und voll stiller Resignation ruhte ihr Blick auf dem Gesicht in den Kissen. Nun sie es ungestört aus nächster Nähe betrachten durfte, ohne Furcht, ertappt zu werden, gewahrte sie deutlich die Ähnlichkeit mit dem jungen Fähnrich, namentlich, wenn sie sich der jetzt geschlossenen Augen einst so sprühendes Leben vergegenwärtigte. Dann vermochte sie sich unschwer vorzustellen, daß dieser todgeweihte Mann derselbe war, der einst so lebensprühend, so voll jugendlichen Feuers und liebenswürdiger Offenherzigkeit gewesen und kühn und verwegen jede Gelegenheit wahrgenommen hatte, ihr Liebesworte zuzuflüstern, ihr hinter Thüren, auf Treppen, ja sogar in den schattigen Alleen des Parks, wo jeden Augenblick Spaziergänger auftauchen konnten, so manchen Kuß zu rauben. Seltsam, wie die Gedanken noch um jene Zeit kreisten, obwohl der Tod im Gemache weilte, wie die Erinnerung an jene bang-frohen Augenblicke das thörichte Herz jetzt noch klopfen machte! Draußen vor dem Fenster schlug ein Buchfink einen verschlafenen Triller. Da erhod sich die alte Frau und zog die Jalousien empor. Der General hatte ausgekämpft. Erschreckt über die Störung zu so früher Stunde flog der Buchfink davon. Es war ja noch kaum Morgen. Gelb, in flammender Pracht, lag das mit Senfblüthen besäte Feld unter dem dunkelblauen Himmel, und ringsumher ragten still und dunkel des Parks duftschwere Laubmasscn. Sie gedachte einer anderen Nacht, als sie auch an einem Fenster gestanden und hinausgeschaut hatte. einerMaiennacht mit zarter Apfelblüthenpracht und goldenem Mondschein auch damals hatte hinter ihr ein Todter geruht auf seinem Lager. Da aber hatte der Tod geschieden, was das Leben Unzusammengehöriges vereint hatte. Und wehmüthig, doch ohne Thränen, hatte sie das Wittwengewand angelegt. Auch was sie jetzt empfand, war wohl kaum Trauer zu nennen, doch die große Spannung ihres Lebens hatte nun ein Ende, und sie fiel zusammen. Nimmermehr wurde sie nun die Zei tungen nach seinem Namen durchspä hen. sich nicht mehr mit den feinen Seldengewandern und Juwelen schmu cken, nie mehr in der Einbildunua le ben, sie sei die Frau Generalin, welche die Ehren des Geliebten draußen im Leben und das friedliche Glück des Alltagslebens in seinem Heim theilen durste. Nun blieb ihr nichts als ruhen und warten mit den Enkelkindern sp:e len, ruhen, warten Zarte, kostbare Dinge pflegt man Kindern -ja fortzunehmen und dem Bereiche ihrer Hände zu entziehen, da mit sie sie nicht zerbrechen können. Und darin bleiben die Menschen ihr Leben lang Kinder, daß sie mit dem Glück nicht umzugehen verstehen. Wird es ihnen nicht genommen, so zerstören s es selbst, dachte sie. Ihr Glück war ihr genommen und abseits gestellt worden, so hoch, daß es zu seiner Erreichung erst der Schwingen des TodeS bedürfte. Noch einmal legte sie ihre Hand auf die des Todten und flüsterte leise, tn mg: An revoir, Karl Emil! Aerscynappk. Freund: Seitdem die Geschichte mit Deinem Bankerott vorgekommen ist, verkehrst Du wohl nicht mehr am Stammtisch im goldenen Hirsch?- 0, selbstverständlich . . . ich sitze jetzt sogar aU lein daran!" .

Im YeNowftone Park Stürzt eine Kutsche in Abgrund. ; C od y, Wyo., 2. Aug. ES ist hier die Nachricht eingetroffen, daß im Vellomstone Park eine Kutsche mit 6 Pferden einen Abhang hinabstürzte. Drei Passagiere wurden getödtet, sieben verletzt. Einzelheiten find nicht zu er fahren, da mit der Unglücksstätte keine Telephonverbindung besteht. WaS gleicht tsohl auf Erden, dem Jagervergnügen. Zagdliebiaber haben in diesem und nächsten Monat Gelegenheit, darauf loS zu knallen. AlleS was nöthig ist. ist, daß ste einen Dollar opfern an den Kommissär für den Schutz von Wild und Fischen. Sobald das Geld im Kasten klingt, stellt der Herr Kommissär den Nim. roden einen Schein aus, der ste berech tigt, während der Saison alles Wild, dessen ste habhaft werden können, niederzuknallen. Doch sind sogenannte Sonntagsjäger gewarnt, die Beine oder gar edlere Theile ihrer Mitmenschen zu schonen. Kurz und gut, ein solcher Jagdschein erlaubt dem Besitzer von jetzt bis Ende September auf die Eichhornjagd zu ge

hen, während er vom 11. November bis Ende d. I. anderes Wild, so da kreuche und fleugt, als Beute heimtragen dars, wenn sich solches ihm stellt. Wegen Jagen ohne Jagdschein würd gestern OtiS Jackson, 518 BiSmarck Ave., von Richter Smock verurtheilt und kostete demselben der Spaß $35. Bemerkensvertheö Bild. Das im Schaufenster der ttunfthand lung von Lieber & Co. ausgestellte Gruppenbild der Mitglieder des Deut schen Club und MusilvereinS zieht durch seine Schönheit viele Bewunderer an. Die vorzüglichen photographischen Auf. nahmen wurden von dem tüchtigen Photographen Herrn ChaS. Bretzmann gemacht und find die Portraits von 172 Personen. StaatSsenator prozessirt. .JeffersonCity, Mo . 2. Aug. Im Prozesse gegen Senator Frank H. FarriS wegen Bestechung wurde mit Entgegennahme der Zeugenaussagen begonnen. : IßCT Die bef!c 5 Cent Cigarre in der Stadt, Mucho'S Longsellow". mm ,, Lynchjustiz in Franks r e : ch. Der Bauernhofbesttzer Pujol in Ailleres im französischen Departe ment Ariege hatte seine Tante bei einem Streite ermordet und dann, als er die Gendarmen kommen sah, die Flucht ergriffen. Er schwor, wiederzukommen und seine Frau und seine Schwiegermutter gleichfalls zu todten. Die Nachbarn bewachten deshalb das Haus, und als einer von ihnen Pujol, der sich geschickt verkleidet hatte und einen Revolver in der Hand hielt, in den Pachthof Eintreten sah, eilte er ihm nach und streckte ihn mit einer Mistaabel todt nieder. Da er behauptete, in der Nothwehr gehandelt zu haben, wurde er auf freiem Fuße belassen. König Alfons als Akrobat. Als der spanische König Alfons unlängst in London war, wurde ihm zu Ehren unter Anderem ein Hofball gegeben. Als nach dem Balle die Konigin von Enalano sich in Begleitung ihrer Obersthosmeisterm in ihr Schlaf gemach begeben wollte, begegnete sie auf dem Korridor dem 19jährigen, in der heitersten Stimmuna befindlichen König Alfons. zu dessen Schlafsaal der gleiche Gang führte. Der iunge Mo narch wünschte der Königin zuerst gute Nachtjsdann aber frug er sie unerwar tetvö sie sehen wolle, ein wie aewand ter Akrobat er sei. Lächelnd stimmte die Königin zu, und im Nu hatte Kömg Alfons den ganzen langen Korridor entlang nach vorwärts und rückwärts eine Reihe von Purzelbäumen geschlagen, die jedem berufsmäßigen Cirkusartisten zur Ehre gereicht hatten. Gefangene Räuberf a m i l i e. Im Dorfe Maxeville bei Nancy im französischen Departement Meurthe-et-Moselle wurde eine ganze Räuberfamilie verhaftet. Der Vater war vor einiger Zeit gestorben. Als die Polizei kam, um zwei Söhne wegen Einbruchs zu verhaften, erlaubte sie ihnen, ein kurzes Gebet auf dem Grabe des Vaters zu svrechen. Die Söhne benutzten aber diese gute Gelegenheit zur Flucht. Kurz darauf wurden zwei Töchter im Alter von 16 und 23 Jahren verhaftet, weil sie in Manner tracht in ein Haus in Nancy einaebrocken waren. Die Polizei war venachrichtigt worden, daß außer den bei den im Gefängniß sitzenden Mädchen die ganze Familie zu Hause sei: sie oe lagerte daher die Hütte, und -erst nach einem Handgemenge, in dem die Frauen schwerer als die Männer zu überwältigen waren, gelang eö, alle gefangen zu nehmen.

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Die EicherheitS-Sehörde. Drei Polizisten pensionirt, zwei bestraft. Die SicherheltS.Beh0rde beschäftigte sich gestern Abend mit den Fällen der beiden suSpenjjrten Polizisten Welbel und Reidey. Beide waren in dem Dehner Falle intenssirt, insofern, als sie die Verhaftungen vorgenommen hatten. , Dehner entkam im Polizeigerichte mit einer leichten Strafe und Herr Rau, deffen Gattin sich über die durch Dehner empfangenen Bleidigungen beschwerte, sorgte sür eine erneute An klage. Präsident Madden brachte v?r, daß diese Strafe anderen Beamten zur Warnung dienen möge, damit dieselben in ähnlichen Fällen der Wahrheit mehr auf den Grund gehen möchten. M. I. La Porte, Edward Harris und JameS Panse wurden pensionirt. Alle haben jahrelangen aktiven Dienst gesehen. . Unter Anklage der Unter schlagung verhafteten die Radler. Hull und Shine den in Diensten des Geftü gelhändlerS Geo. S. ZZork stehenden Ed. Nurben. Vor! erzählte den Slad lern, daß Nurben für ihn collectirte, aber das Geld nicht pünktlich ablieferte.

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?? Connty-Commissare verklagt. Die Jndiana Manufacturing Co. hat im Kreisgerichte gegen die County Commissäre von Narion Counly eine Klage eingereicht behufs Rückzahlung von $6844.75, welche Summe Steuern ausmachen, die die Gesellschaft im Zahre 1900 unter Protest zahlte. Der County. Schatzmeister drohte der zeit der Gesellschaft mit Zwangsverkauf ihrer Anlagen, woraufhin die Steuern unter Protest bezahlt wurden, mit dem Verständnisse, daß man die Sache durch die Gerichte entscheiden lassen werde. Rene Inkorporationen. In der Ofsice deö StaatS'SekretärS wurden folgende Inkorporationen einge reicht: West Terre Haute Telephone Com pany- West Terre Haute; Kapital S10.000. Direktoren noch nicht er wählt. .' . Freiburger Hardware Companys, Fort Wayne; Kapital S10,000. Di. reltoren I. I. Freiburger, Mary A. Freiburger nnd Marvkn A. Küster. Die Turedo Mfg. Co.. No. 215 Nord AlabamaStraße, verkauft Jhnm einen vollständigen Heißlust.Furnace, um 8 Zimmer zu heizen. Besuchen Sie UNS eht Sie anderswo kaufen. .