Indiana Tribüne, Volume 28, Number 290, Indianapolis, Marion County, 31 July 1905 — Page 7
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o-o-o-o-o-o-o (Forisejzung.) Geldern las nicht weiter, sondern sprang mit beiden Füßen aus dem Bett. Niels." schrie er. roo ist meine Mütze?" Hier, Herr!" Ter Baron stülpte den Lederfetzen auf den Schädel, klemmte seine Pfeife feste? zwischen die Zähne und fuhr fort: .Ich reise nach Svanien. Niels." Im Hemde. Herr?" Ja so." Er voltizirte in die Hose, welch? Niels Lund parat hielt. Dann fragte der Tiener: Herr, wo liezt denn eigentlich Spanien?" Südlich hinter Zehlendorf." Das is dann wohl nich weit? Da könnte ich ta Herrn ganz gut die Reisetasche tragen." Pack sie r.n: ein, Tu weiht ja: ?w:: Vorhemden, sechs Stchlrazen, vier Päcr Strümpfe, das Nachthemd und das Necessaire." Bleiben Sie denn über Nacht, &rn?" 3a" Während Niels packte, zog Geldern sich an und warf don Zeit zu Zeit einen Zlick aus seinen Diener. Möchtest Du mit?" fragte er endlich. Ja, ganz gerne. Es ist doch ml was anderes." Gut. Niels. so stecke Dir auch ein Paar Strümpfe in meine Reisetasche. Aber dann müssen wir abschließen." Ja, Herr, daö müjjen wir wohl. Den Hund haben sie uns -vergiftet und die Fußangeln sind weg. Die Leute sind doch fo slimm auf das Bild." Nun fiel dem Baron die anonyme Warnung wieder ein. Die elende Schmiererei!" sagte er. Aber Tu hast recht. Niels, das Bild müssen wir wegschaffen, sonst brechen sie uns am Ende ein. Kennst Du das Bankhaus Lewald in der französischen Straße?" Ja. Herr." ftimm das Bild und pack es in eine alte Kiste. Tu kannst etwas Stroh dazu verwenden. Tann fahr nach Berlin, geh zu Lewald. bestell einen Gruß von mir und sie sollten das Ding einstweilen aufheben. Zuvor laß die Rollladen herunter und schließe das Haus ab. Alsdann treffen wir uns Nachmittags um drei Uhr fünfundzwanzig auf dem Lehrter Bahnhof. Die Neisetasche bringst Du mit, ich selbst muß noch auf die königliche Bibliothek. Verstanden?" Nich ganz, Herr." Ich werde es Dir lieber auf Dänisch niederschreiben." Ja, Herr, das is dann wohl auch besser." Niels bekam den Zettel und buchstabirte ihn durch. Wo soll ich das Stroh hernehmen, Herr?" Meinetwegen aus Deinem Kopf," knurrte Geldern und trat an seinen Geldschrank. Es lagen dort für gewohnlich etwa zehntausend Mark baar in Gold und Scheinen, also hinreichend für eine seiner Neisen, die wie plötzliche Sternschnuppen vom Himmel fielen. Der Baron stopfte die Scheine in eine Brieftasche, die er lässig im Jaket! barg; das vorhandene Gold füllte er in eine Metllhülse, aus der man die einzelnen Stücke herausknipsen konnte. Das war nach englischer Sitte ein Portemonnaie; das Silbergeld, welches beim jedesmaligen Wechseln herauskam, wurde in die Hosentasche gesteckt zu Tabaksdose und Pfeife. Damit waren die Neisevorbereitungen beendigt. Der Baron warf noch einen flüchtigen Blick auf den Tresor, überzeugte sich, daß alle Fächer leer waren und schlug die Thür mit einem Fußtritt in'3 Schloß. Weißt Tu, Niels. was die Weiber jetzt thun würden?" fragte er nach einer Pause. Na, Herr, wo soll ich das wissen wir haben doch keine." Gott sei Dank. Sie würden die Möbel zudecken und Kampfer streuen. Und dann würden sie sich noch zehnmal umdrehen." Damit streckte Geldern die Hände in die Taschen und verließ das Haus. Er ging dahin wie einer, der sich zum Nasiren begibt, oder an der nächsten Ecke ein halbes Dutzend Cigarren einkaufen will. Niels Lund aber stieg in den Keller und kramte unter den leeren Weinkisien, die dort aufgestapelt standen. Nachmittags um drei Uhr zwanzig, fünf Minuten vor Abgang des Pariser Expreßzuges, kam Geldern auf dem Lehrter Bahnhof angeschlendert. Er trug nichts weiter in der Hand als Hentschels Telegraph, den er unterwegs erstanden hatte, verglich die Bahnhofsuh? mit seinem goldenen Chronometer, stellte fest, daß erstere um eine ViertelMinute oder genauer um sechzehn Sekünden zu spät ging, und trat an den Schalter. Eins erster, eins zweiter. Paris." sagte er und knipste eine Anzahl Goldstücke auf das Zahlbrett. Dann schob er die Karten in die Seitentasche und drehte sich um. Es war selbstverständlich, daß Niels Lund da sein mußte, und er war wirklich da, vuterroth, und in Schweiß aebadet.
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Alles besorgt? .Jawohl, Herr." Der Hausschlüssel?" Hier." Das Bild?" Ja, Herr, das hängt wieder an sein?m Platz. Ich hab' es aber umgedreht." Wie kommt, das?" Ich hatte eine alte Weinkiste genommen, Herr. Und als ich damit zu Lewald kam, da sagten die Herren, das müsse ein Irrthum sein, sie hätten kein Weinlager. Ich sagte darauf, es wäre etwas Gemaltes darin. Das wäre ganz egal, sagten sie. Tarauf habe ich das Bild wieder in die Villa getragen, und ich bin ganz in Schweiß gekommen dabei!" Einsteigen nach Paris!" riefen die Schaffner. Tu bist cin Esel." saz!e der Baron gelassen. Zur Strafe bleibst Tu zurück. Die Villa ist nun einmal, abg:schlössen, Tu cehst also bis auf Weiteres nach Eichkamp. Hier ist Geld, Dein Zug fährt um vier Uhr drei Mi-' nuten." Er schloß die Reisetasche auf und nahm ein Vaar Socken beraus. Da sind Deine Strümpfe. Adieu." Es läutete. Geldern trat auf den Vabnsteiz hinaus und ging die Wagenreihc entlang. Es schien ein Gedanke durch sein Hirn zn blitzen, der ihn in seiner unerschütterlichen Ruhe störte, denn er blieb noch einmal auf dem Trittbrett stehen und föüiieü? den Kovf. Da aber ?oa die
olomottre an, ein Schaffner schov ihn vollends in den Wagen, und eine Sekünde später stand Niels Lund mit offenem Munde an der Rampe und sah die Rauchwolken dcs Ezpreßzuges vor der Halle verpuffen. Die Wohnung, in welche Egon und Felix am Nachmittag des 2. Juli einzogen, war in ihrer Art etwas eigenthümlich. und unterschied sich jedenfalls bedeutend von den modernen Miethskasernen Berlins. Das Haus lag mitten in einem ält:ren Stadttheil, hatte nur vier Fenster Front und zwei Stockwerke; es gehörte somit einer längst verflossenen Zeit an. Die Kellerwohnung war-an den Eisenbahnschaffner Müller vermiethet, der zugleich als Hausverwalter fungirte; seine Frau betrieb einen GrünHandel und trank ein bischen. Er selbst lag den ganzen Tag auf der Strecke und schlief.' wenn er daheim war. Tas Erdgeschoß war für einen La den eingerichtet. Ter Besitzer desselben bewohnte bisher zugleich den ersten Stock; er hatte aber Pleite gemacht und war am 1. Juli ausgezogen. Jni zweiten Stock hatte der Hauseizenthümer. ein wohlhabender Junggeselle, gewohnt; er war aber gestorben, und die außerhalb Berlins ansässigen Erben vermutheten bis auf Weiteres die Etage in möblirtem Zustand, wie sie gerad: war. S:e hatten niemand über sich und niemand unter sich. Frau Müller stieg einmal täglich aus der Tiefe des Kellers herauf und reinigte die Zimmer im iibriam kümmerte sich keine Menschenseele um die beiden. Wir sind die reinen Freiherren." sagte Felix am ersten Abend. Wenn wir einander umbringen, wird niemand groß danach fragen." Und wenn wir umgebracht werden, ebensowenig!" entgegnete Egon. DaS wäre zwecklos, mein Lieber. Ich habe zehn Hintermänner auf der Liste, und cin Journalist ist überhaupt nicht todtzukriegen." Ihre Freiheit nutzten sie weidlich aus. Tagsüber hielt der Beruf sie auswärts, aber am Abend öffneten sie ihre Salons," das heißt, es wurde die Verbindungsthür zwischen den beiden vorderen Zimmer ausgehoben. die Gasfronen brannten, auf dem Fußboden stand eine Batterie Flaschenbier, und einer war bei dem anderen zu Gast. Sie lagen mit langen Pfeifen bcrld auf dem rothen, und bald auf dem blauen Kanapee, gelegentlich auch auf dem Teppich, wenn ihnen das menschenwürdige? vorkam. Felix hatte außerdem eine nützliche Erfindung gemacht. Er besaß aus der Leutnantszeit einen kleinen Taschenrevolver, der nach seiner Behauptung fast geräuschlos knallte;" der Teckel des Kohlenkastcns gab. mit Kreide bemalt, eine vortreffliche Scheibe, und so schössen sie jeden Abend nach dem Thee mit erstaunlichem Eifer. Egon fah fccn Zweck der Uebung anfanzs nicht ein, aber Felix belehrte ihn eines Besseren. Du wirst Dich frühe? oder später doch einmal duelliren müssen." sagte er. In Frankreich thun das alle Journalisten von Zeit zu Zeit, ihrem guten Ruf zuliebe. Und wenn man nicht gelernt hat, sicher vorbeizuschießen, dann gibt es 'schließlich doch mal ein Unglück." Auch die polizeilichen Bedenken des Freundes wußte er zu beseitigen. Paragraph 363 Ziffer 7 des Strafe gesetzbuches verbiete nur das Schießen in gefährlicher Nähe von Gebäuden; wenn man i n einem Gebäude nicht schießen darf, dann hätte das gesagt werden müssen." Ueber die Vereiitung von Thee und Kaffee stritten sie sich oft. Der eine sollte ziehen" und der andere sollte sich setzen" so viel war ihnen bekannt. Aber sie schmissen es immer durcheinander. Dann faßte sie der Menschheit ganzer Jammer. Eines schönen Abends beschlossen sie zu lumpen."
Kennst Du .Berlin bei Nacht'?" fragte Felix, als das Flaschenbier alle geworden, und Frau Müller nicht mehr herbeizutrommeln war. Eigentlich nicht." entgegnete Egon; Wir sind ja so gräßlich solide." Ja, es sind zwei Ehemänner an uns verloren. Uebrigens mußt Du Berlin bei Nacht kennen, wie willst Du denn sonst unter dem Strich die Sauergurkenzeit ausfüllen?" Egon seufzte. Du hast recht. Die Seeschlange ist kontraktlich ausgeschlössen, das lenkbare Luftschiff zieht nicht mehr, und mit einem .Absturz auf dem Krcuzberge' bin ich neulich selbst abgestürzt. Was für 'ne Kategorie wollen wir denn vornehmen?" Die Kaffeeklappen." schlug Felix vor. Es gibt zwar keine mehr, aber das ist ja ganz egal. Die Leser aus der Provinz glauben noch daran und verlangen sie. Uebrigens haben wir noch recht nette Pennen, wo man Verbr,ech2istudicn machen kann." '.'Bussen wir da unftren geräuschlosen Revolver mitnehmen?" I wo! Das that man höchstens, als er noch gar nicht erfunden war. Unsere Spitzbuben sind sehr manierlich, besonders wenn sie einen .Geheimen' wittern. Höchstens die Uhr zu Hause lassen. Als ich nämlich jüngst einen von den Herren zum Glas Bier einlud, mauste er mir zum Dank die Lezitimationskarre." Also zo?en sie ab. ZZle war'Z mit der Wuylyeide?' schlug Egon vor. Du hast mal was davon gelesen, mein Sohn. Vermuthlich war es ein Kolporiageroman. Ueber die Peripheri' der Civilisation gondeln wir nicht hinaus. Heda! Nachtdroschke! Jk möchte nach die Müllerstraße!" Jk nich!" entgegnete der Droschkenkutschcr und schlief weiter. Unter Benutzung eines Lumpensammlers," das heißt eines NachtWagens" der Elektrischen, kamen sie endlich in eine Gegend, die Egon noch vollkommen fremd war. Man sah hohe, schmucklose Miethshäuser, deren fensterlose Br-andmauern an wüste Vaustätten grenzten; hinter den Lücken lag flaches, nacktes Land, von einem harten Mcndlicht beglänzt. .Hier ist's nett!" sagte Egon. Es sind die Vorposten der Kultur, mein Lieber. Vorpostenstehen ist niemals nett. Siehst Tu dort die rothe Laterne? Tas ist eine Verbrecherkneipc modernen Stils."
Trinnen im Lokal roch es nach feuchtem Mörtel, Fünfpfennigcigarren und Fusel. Im Uebrigen sah man den Gästen nichts Besonderes an. Sie saßen in kleinen Gruppen an kleinen Tischen, sprachen nicht sehr laut, und drehten die Köpfe, als die beiden eintraten. Egon und Felix setzten sich an einen leeren Tisch in der Nähe des Büffets. Ich bin natürlich schon als .Greifer' erkannt." sagte Felix, das ist nun mal nicht anders. Leg Deinen Block auf den Tisch und mach Dir Notizen, dann wissen die Leute, daß ich heute nur Bärenführer für einen wißbegierigen Federfuchser bin. Uebrigens eine' nette Gesellschaft! Drüben die drei am Villard sind: der .glatte Adolf.' der .Sonntagsreiter' und der .Blüchermax' sie befassen sich sämmtlich mit den Taschen ihrer Nebcnmenschen. Dort in jene? Ecke siehst Du die .Spitzmaus' und den .Goldfasan' der eine ist -Johlegänger' und der andere .Flatterfahrer,' das heißt: Kollidieb und Bodendieb. Leider kann ich Dir keinen .schweren Jungen' zeigen " Er brach ab und sah nach der Thür. Donnerwetter! Wenn man vom Wolf spricht " Die beiden Männer, welche soeben eintraten, hatten ein sehr verschiedenes Aussehen. Der ältere trug auf den breiten Schultern einen prachtvollen Künstlerkopf, der nur wenig dadurch entstellt wurde, daß, die vom Vollbart freigelassene Partie des Gesichts etwas geschwärzt schien; sein Begleiter war blaß, hager, und hatte lange' semmelblonde Haare. Beide waren anständig und unauffällig gekleidet. Ist das nicht der .Pulverkopf?' " fragte Egon leise. Stimmt, mein Junge. Du hast ein gutes Gedächtniß. Sein Begleiter ist der ,Schmierfritze,' ein genialer Lump, übrigens auch schwerer Junge, also Einbrecher." .Schmierfritze?' Was die Leute für sonderbare Beinamen haben!" Hängt alles mit ihrer Vergangenheit oder einer besonderen Begebenheit zusammen; mitunter auch mit einer Neigung.- Ter da war früher Kulisscnmaler bei einem Vorstadttheater. Er hätte es wohl zu was Besserem bringen können, denn er soll wirklich Talent besitzen, aber der Teufel ritt ihn, und er versetzte seinem Direktor ein halbes Dutzend Kulissen, die er am hellen Tage mit einem Handwagen abfuhr. Dafür bekam er Loch. Jetzt hat er ein Jahr Zuchthaus abgerissen, man ertappte ihn bei dem Einbruch in eine Buoergallene. Also Spezialist." Das sind sie ja alle Theilung der Arbeit ist auch hier die Loosunc. Hm hm also der hat sich jetzt mit dem ,Pulverkopf' zusammengethan? Sonderbar!" Sie schwiegen beide und hingen lhren Gedanken nach, die vielleicht denselben Gegenstand betrafen. Plötzlich zwinkerte Felix mit den Augen und trat seinem Begleiter auf den Fuß. Sie saßen ziemlich deckt binter
einer Säule, und die beiden zuletzt Ge-
kommenen hatten zenselts derselben Platz genommen, ohne auf ihre Nachbarschast zu achten. Sie mochten sich hier vollkommen sicher fühlen. Wie steht es denn mit dem Bilde?" fragte der Schmierfritze. Ich bin ein paarmal dagewesen, entgegnete dcr Pulverkopf. Das Frauenzimmer ließ mir ja keine Ruhe." Lohnt sich's?" Na ob!" Und wann kommt die Geschichte zum Klappen?" S:e weiß es noch nicht genau." Die nächsten Worte wurden so leise gesprochen, daß nichts zu verstehen war. obwohl Felix die Ohren förmlich umklappte. Also in Wannsee!" sagte der Schmierfritze nachdenklich. Jawohl, Tu kennst ja die kleine Villa am Wald." Sie stießen miteinander an und lachten halblaut. Felix sah sich vorsichtig um. Es war möglich, hinter dem Büffet herum ungesehen die Thür zu erreichen. Der Wirth erhielt ein Zeichen und deckte bereitwillig mit seiner breiten Gestalt den Rückzug. Er hatte ein Interesse daran, es mit der Polizei nicht zu verderben, denn im anderen Falle standseine Konzession au? dem Spiel, und wenn die Gäste sich von einem Greifer" belauschen ließen, dann war das lediglich ihre Sache. .Was sagst Du nun?" meinte Felix, als sie glücklich draußen waren und die Straße langsam hinunterschlenderten. Das kann doch ein Flußpferd begreifen! Natürlich wollen die netten Jungen bei dem Baron einbrechen und das berühmte Bild stehlen. Der Pulverkopf hat die Gelegenheit ausbaldowert so heißt das ja wohl in Eurem Spitzbubendeutsch der Schmierfritze soll mit seiner Kennerschaft in's Feld rücken es paßt alles." Jawohl auch die Geschichte mit dem Frauenzimmer." Meinst Tu wirklich?" sagte Egon weniger zuversichtlich. Mensch, so zweifelsüchtig kann auch nur ein verliebter Hering sein! Das ist ja eine vollständig abgekartete internationale Gaunergeschichte. Die Bande muß schon im verflossenen Jahr durch irgend einen Zufall in Erfahrung gebracht haben, daß auf Schloß Eichkamp ein Schatz zu heben ist. Ich versichere Dir. in gewissen Verbrecherkreisen gibt es ebenso gute Kunstkenner wie auf den Malerakademien es ist ein Jammer um all die verkommenen Genies. Natürlich wird ein Frauenzimmer abgeschickt. Diese süßen Weiberchen sind ja wie die Katzen, sie schlüpfen durch jedes Loch und schnürren sich überall an. Wahrscheinlich ist schon damals ein Dlebstahl geplant worden, aber es fehlte an der günstigen Gelegenheit, und inzwischen brachte der Baron das Bild rn seme Villa. iöfl war es natürlich weit schwerer zu entwenden als in dem alten, unbewachten Schlosse. Indessen, was diese Herren und Damen einmal begonnen haben, das geben sie so leicht nicht wieder auf Jetzt muß der günstige Zeitpunkt gekommen sein ich vermuthe, daß der Baron gerade verreist ist." Egon schüttelte nachdenklich, den Kopf. Du, ich weiß doch nicht, ob diese diese Margot Kannst Du den Namen herrlich flöten, Egon!" Ach. laß mich in Ruh! Erstens sah sie gar nicht danach aus Keine sieht "danach aus, mein Junge." Und dann hätte sie doch nicht in meiner Gegenwart ihre Entdeckung ausposaunt," vollendete Egon triumphirend. Hm das ist allerdings richtig. Es wäre zum mindesten eine kolossale Frechheit." Sie schwiegen beide und gingen wei ter. Was willst Du nun thun?" fragte Egon endlich. Ich denke eben darüber nach. Die Sache ist noch nicht reif, um gegen die Bande amtlich vorzugehen, em geplan tes Verbrechen ist noch kein Verbrechen. Natürlich mußte der Baron gewarnt werden. Das habe ich schon besorgt," gestand Egon. Du?" Ja, nachdem wir neulich in Wannsee waren. Ich habe ihm ein paar anonyme Zeiten geschrieben." Also laubst Du doch daran! Uebrigens werden die wohl in den Va pierkorb gewandert sein, wenigstens so weit ich den Baron vom Hörensagen kenne. Er ist mit seinem berühmten Remorandt so oft angeulkt worden, daß er eine Warnung in dieser Form auch für 'Ulk nimmt. Hast Du morgen oder ergentllch heute Zeit? MD. Fortsetzung folgt.) n tottau in Böhmen brannte die Baumwollenspinnerei von T. A. Hiebsch vollständig nieder. Sämmtliche Vorräthe und Maschinen sind vernichtet und siegen 200 Arbeiter brotlos. Enthauptete sich selbst. Ein Landwirth in Wolterdingen. Baden. scknitt sich in selbstmörderischer Absicht mittelst der Futterschneidemasckine bm Kopf ab. Die Frau des Selbstmörders hatte sich zwei Monate t i I r r ..-u!. voryer enranü, lein vscgroicgciuuui sich zwei Wochen voröer eryangr.
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