Indiana Tribüne, Volume 28, Number 285, Indianapolis, Marion County, 25 July 1905 — Page 7
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r (Fortsetzung.) Alles' in aiieni war fir Empfang doch besser, als Egon im Stillen gefürchtet hatte. Wer sich ein Marioe Jahre nicht um die Verwandtschaft kümmert, der darf nicht auf ein gemästetes Kalb rechnen. Aber der alte Oberförster schien in diesem Punkte milde zu denken. Komm nur herein." sagte er, und trink erst Kaffee. Die Bertha steckt natürlich noch in den Federn, aber ich gehöre nicht zu den Murmelthieren und kann Dir auch einen Kassee brauen. Daß die Tante seit einigen Jahren todt ist. wirst Du wohl wisfen?" Eigentlich wußte der Neffe es nicht, aber er that natürlich so. Und dann gingen sie in die Stube, wo der Kaffee bald aus der Maschine duftete und ein Fink im Bauer schlug. Der Alte donnerte mit der Faust an eine Thür. Bertha. steh mal auf! Dc ist so 'n Vetter, der Dich besuchen will! Mr, 'setzte er mit einem mißtrauischen Blick auf Egon hb.'ii, oder bin ich in diesem Falle die Hauptperfön" Pumpen will ich nicht!" versicherte Egon und setzte sich an den Tisch. Das freut mich Deinetwegen. Ein bischen Mammon haben die Alten Dir wohl auch hinterlassen, wenn ich nicht irre. Bist bald fertig mit dem Studium?" Nächstes Jahr," murmelte Egon und steckte seine Nase in die Tasse. In Wirklichkeit sah es etwas windig mit dieser Sache aus. Egon war zwar äußerlich der Philologie ergeben, aber die sechs Semester in Leipzig hatten ihn noch keineswegs zu einem zukünftigen Schulmeister gestempelt. Schon auf dem Gymnasium brummte der alte Rektor davon, daß die Kunst Egon mal den Hals brechen würde, und wenn das auch im Abiturium nicht eingetroffen war, so konnte die Weissagung für das Staatsexamen allenfalls klappen. Der Onkel Oberförster war natürlich kein Mann, um auf den Zahn zu fühlen, der mochte außer dem Jägerlatein die Schule gänzlich verschwitzt aben, aber unbequem blieb die Frage immer, und das Väschen kam gerade ivz rechten Zeit, um mit stürmischer 'Dankbarkeit begrüßt zu werden. Die blonden Zöpfe von ehedem lagen richtig in einer Krone um den Kopf, und der Kopf war hübsch; nicht ganz so schön wie bei Margot natürlich, davon konnte gar keine Mede sein aber doch recht passabel für eine Base im zweiten Grade, die man noch just so knapp küssen kann, ohne dabei durch verwandtschaftliche Gefühle allzusehr gestört zu werden. Egon that es auch wirklich, und er war selbst erstaunt über die Fortschritte dieser Nacht. Bertha schien nichts dabei zu finden, sie hielt wenigstens still, und das Roth ihrer Wangen kam nur vom Schlaf. Dann ging das Plaudern los. Zunächst natürlich über die gemeinsam verlebten goldenen Jugendtage, deren kurze Spanne plötzlich ein Meer von Erinnerungen barg; dann kamen die späteren Jahre an die Reihe, und zuletzt wurde die Gegenwart gestreift. Aber das letztere geschah nur flüchtlg und zerstreut; Bertha schien plotz lich irgend einem Gedanken nachzuhän gen. Sie stützte den Kopf in die Hand und spielte mit dem Kaffeelöffel. Wie geht es denn Felix?" fragte sie dann unvermittelt. Felix ?" Nun natürlich, dem Sohne von unserem alten Pastor Leu. Als Du bei uns zum Besuch warst, habt Ihr Euch doch oft genug gebalgt. Richtiq Deinetwegen." Das ist möglich. Und dann seid Ihr zusammen auf der Schule geweien. Wie Tu das so genau weißt. Bertha!Felix und ich sind doch zusammen aufgewachsen!" sagte sie halblaut. Aber schließlich weiß ich mehr von ihm als Du." Viel Gutes ist es nicht," brummte der OberförLer dazwischen. Wenn ich nicht irre, so wurde er von der Schule abgegangen." Nein, Papa," entgegnete Bertha eifrig. Felix verließ das Gymnasium srelwllllg. um Offizier zu werden. Das hat auch nicht lange gedauert. Ist er nicht jetzt bei den Federfuchfern?" Auch in Egons Gedächtniß däm merte es jetzt auf. Das war der hüb sche schwarzhaarige Bengel, mit dem er noch in der Unterprima zusammen gesessen hatte. Sie waren später aus einandergekommen und hatten sich aus den Augen verloren, aber die Bemerkung des Oberförsters knüpfte den Faden wieder an. Ich glaube, dieser Felix ist jetzt RePorter in Berlin bei der Landes zeitung, wenn ich nicht irre," sagte Egon nachdenklich. Karsten nickte grämlich. . Na frei lich. ich wußte es doch. 2a siehst Du.
Bertha, was aus Deinem Verehrer ge-
worden ist! Nur gut, daß der alte Leu diesen Kummer nicht mehr erlebt hat." Von den Llteraten schien der gute Oberförster nicht viel zu halten. Egon seufzte leise, als er an seme eigenen heimlichen Neigungen dachte, aber Karsten nahm diesen Naturlaut für ein Gähnen und sagte etwas vom Schlafengehen. Bertha bealeitete den Vetter hinauf in die Giebelstube, um dort noch einiges zu ordnen. Als er dann glucklich in den bluthenweißen Kissen lag, da gingen allmälig zwei Mädchengestalten durch seinen Traum. . Die eine hatte er im Arm gehalten, und die andere hatte sich von ihm küssen lassen. Am Nachmittag saßen Egon und Bertha vor der Thür. Der Oberförster war in den Wald gegangen, und man hörte zwischen den Baumstämmen einen Holzspecht hämmern. Wie einsam, sagte Egon. Habt Ihr denn außer dem Strandnest da unten gar keine Nachbarschaft?" Nein, Vetter." Ich meine doch da drüben so 'n altes Kastell gesehen zu haben mit einem Park." Ach so. Schloß Eichkamp. Da wohnt kein Mensch." .Wirklich Niemand?" .Nein, wenigstens keine Herrschaft. Oer Eigenthümer, Baron v. Geldern, lebt in Berlin und kommt nur höchst selten auf einen oder zwei Tage hierher. Ich glaube, er ist ein bischen verrückt." Kann man Schloß besehen?" Da mußt Du Dich an de?l alten Reichmann, den Verwalter, wenden. Uebrigens außer ein paar alten Bildern wirst Du nicht viel finden." Alte Bilder liebe ich sehr, Bäslein. Ich habe virf Kunstgeschichte studirt." So?" meinte Bertha und sah den Vetter von der Seite an. Gehört das zur Schulmeistere!?" Ach, geh mir mit dem langweiligen Zeug!" Das laß den Vater nicht hören, denn der ist schlecht auf die freien Künste zu sprechen." ' Du aber nicht." Wieso?" Nun, die Literaten nimmst Du wenigstens in Schutz." Bertha legte ihre Häkelarbeit in den Schooß und sah vor sich hin. Ich kann es nicht leiden, wenn Papa über Felix herzieht." sagte sie endlich. Lieder Gott, als sein Vater starb, war kein Vermögen da, und er konnte nicht Offizier werden, st es da ein Unrecht, wenn jeder seine Gaben verwerthet, wie er kann?" Soll ich mal an Felix schreiben, Bertha?" fragte Egon. Wozu?" Nun, er hört vielleicht gerne was von mir oder von Dir." Laß das lieber, Egon. Es gab ja eine Zeit das ist aber längst vorüber." Sie stand auf und ging in das Haus. Egon sah ihr nach. Also, es war einmal " sagte er langsam. Wenn ich mich verlieben will, dann wird es wol.l in Margot sein müssen Nach grasen ist nicht angenehm. Er erhob sich ebenfalls, aber er folgte nicht den Spuren des Mädchens. Es war ein bischen langstielig in dieser Waldklause. Nun, morgen wurde der Rucksack wieder umgehängt, und bis dahin mußte man sich die Zeit vertreiben, so gut es eben ging. Egon schlenderte zum Hoftho: hin aus; er sah einen bekannten Weg vor sich, und plötzlich stand er vor dem Parkthor von Eichkamp, als wenn eine . I r -t i . . c t-f . Hu. unMZloare ano iyn gesuyri yaiie. Der stark verrostete Klingelzug hin aus einem steinernen Löwenmaul, un Egon betrachtete mißtrauisch das Un gethüm. Von Elektrizität schien man hier kerne Ahnung zu haben. Daran habe ich mir die Handschuhe verdorben." sagte eine helle Stimme. Margot streckte den schwarzen Kopf hinter emem Baumstamm hervor. Sie saß dort auf dem Rasen und zeichnete rn ein kleines Skizzenbuch, welches ihr vom Gürtel niederhing. Jetzt ließ sie es achtlos fallen und streckte die Hand aus. v Bitte, helfen Sie mir auf. So, danke. Was wollen denn Sie hier?" Ich will hinein." Das wollte ich nämlich auch, aber man scheint zu schlafen. Das hier ist der ganze Erfolg." Margot deutete auf ein Paar neue helle Glaceehand schuhe, die mit Rostspuren bedeckt im Gras lagen. Groß schien ihr Kummer aber nicht zu sein, denn sie lachte. Wie schade!" sagte Egon und zerrte an der Schelle. Ich dachte, Sie waren langst über alle Berge." Da unten ist doch dieWelt zu Ende! Oder halten Sie mich für eine Was fernixe?" .Es war der alte neckische Ton der verflossenen Nacht, nur daß sie einan der nicht mehr mit dem Vornamen nannten und es beide geflissentlich ver mieden, darauf zurückzukommen. Inzwischen wurde das Thor geöff net, und ein alter verhutzelter Mann stand in der Oeffnung. Waö soll der Radau?" fragte er mürrisch. Egon entgegnete höflich: Wir möch ten das Schloß sehen." ya rn öttargot schien Mltkenntniß zu bellfetn unö sonst, noch manckerlei. denn
sie nahm, ohne lanae zu suchen, einen
Goldfuchs aus der Börse und ließ ihn in der Sonne funkeln. Also wirklich nicht, Alterchen?" . Na, dann kommen Sie man. Das war ja nun recht nett. Wahrscheinlich hielt der Kastellan sie für Hochzeitsreisende. Der Mann hat das Wort und die Frau das Geld. Jetzt bin ich in Ihrer Schuld!" sagte Egon. Denken Sie, bitte, an die ruinirten Cigarren sechs Stück, nicht wahr? Uebrigens, mein Herr, steht m Ihrem Baedeker etwas von diesem verwunschenen Schloß?" Nem, ich weiß nur zufallig, daß e i einige gute Bilder enthalten soll." Margot wendete den Kopf, und ihre Augen blitzten. In der That, das stimmt. Sind Sie Kunstkenner?" Ein wenig," entgegnete er. und auch seine Augen blitzten. Jetzt im Lichte der Sonne konnte er erst sehen, wie schön sie war. Sie trug mcht mehr den grauen Staubmantel, sondern ein helles, anschließendes Kleid. Sie mußte auch Gelegenheit gefunden haben, sich auszuruhen, denn auf .ihren runden Wangen lag ein zarteö Roth, das allmälig etwas lebhafter wurde. Dachte sie doch in diesem Augenblick daran, daß ihr Haupt an seiner Brust geruht, hatte, und sie las denselben Gedanken in seinen Augen. Ä)as ist ja nett," sagte sie im Anschluß an seine letzten Worte. Vielleicht entdecken wir zusammen etwas." Es ist immer hübsch, dieses Zusammen," wenn ein junges Mädel dabei betheiligt ist. Man läßt die Augen gemeinsam wandern, das schnelle Verständniß der Jugend klingt in den Worten wieder, es kommt auch vor, daß die Köpfe sich über irgend eine Nichtigkeit aneinanderschmiegen, und daß einer den Herzschlag des anderen hört. Alles übrige ist dabei so unendlich nebensächlich. Der Kastellan führte die beiden tungen Leute durch eine weite Halle in den Rittersaal," dessen Wände mit dreißig bis vierzigGemälden verunziert waren. Das Goldstück hatte ihn geschmeidig gemacht, und er erzählte, daß ein AhnHerr des jetzigen Besitzers große Reisen gemacht und auf denselben allerhand seltsames Bildwerk gesammelt habe. Sie sind alle so, die Geldern," sagte er. Was der jetzige ist, der hat es auf die pergamentenen Handschriften abgesehen, aber von der Malerei versteht er nicht viel." Das könnte allenfalls auf erblicher Belastung beruhen." meinte Egon. Denn soweit ich diese Sammlung zu beurtheilen vermag, befindet sich nichts Hervorragendes darunter. Er sah Margot fragend an, und sie nickte ihm beistimmend zu. Aber ihre schwarzen Augen huschten dabei unstet durch den großen Raum; sie schien irgend etwas zu suchen und enttäuscht zu sein, daß es Nicht vorhanden war. Also der Baron Geldern kümmert sich nicht um diese Sammlung?" sagte sie' endlich zum Kastellan. Aber, er kommt doch bisweilen hierher, nicht wahr?" Er ist mitunter da," bestätigte der Alte mit einem .geheimnißvollen Aus druck. Man kann nicht sagen, daß er kommt,' denn wir wissen es niemals vorher, und man kann nicht sagen, daß er geht, denn er ist verschwunden, wenn man nicht daran denkt." Was macht er denn hier?" Er hat sich ein paar Zimmer einrichten lassen. Darin wohnt er, das ist alles. Sie können es ja selbst lehen. Der alte Reichmann, wie Bertha ihn genannt hatte, rasselte mit seinen Schluneln und gmg voraus. Die an deren folgten ihm. Ein langweiligesNest!" sagte Egon zu Margot. finden Sie nicht auch, daß es in der Postkutsche netter war? Durchaus nicht, mein Herr. Man hat hier wenigstens mehr Platz." Das ist es ja gerade." Sie strafte ihn- mit einem raschen Blick und ging an die Seite des Alten. Der hatte einige Thüren geöffnet und deutete nun in ein großes Gemach, welches mit dem Park in Verbindung stand. Hier nimmt der Herr Baron seinen Aufenthalt. Winters kommt er me mals. aber in warmen Sommernächten schiebt er sich das Ruhebett auf den Ballon und schläft in den Kleidern. Bisweilen ist er schon wieder weg, wenn meine Alte den Kaffee bringt." Das Nomadenzelt dieses Sonder lings erweckte immerhin Interesse. Außer der modernen Chaiselongue stand in der Mitte des Gemachs ein großer Rokokoschreibtisch. Die braunaetafel ten Wände waren mit verschlossenen Schranken aus der Renaissancezeit ver stellt. Drei Stilarten," sagte Margot. Viel Geschmack verrath das gerade mcht. Der Herr Baron ist wohl ledig?" Stimmt. Er kann die Frauenzlm mer nicht leiden meine Alte allenfalls ausgenommen. Viel Geschmack verräth das gerade nicht," echote Egon und wollte weitergehen. Aber Margot zögerte noch und sah sich mit einer sonderbaren Spannung nach allen Seiten um. Plötzlich fuhr sie wie ein Stoßvogel in eine Ecke. Was ist das?" Dort hing ein altes verstaubtes Bild von mäßigem. Umfang. Es stellte das
Porträt eines Mannes dar aus der
Zeit des Dreißigzährigen Krieges mit federgeschmllcktem Schlapphut, Spitzenkragen über dem Sammtwams und röthlichem Zwickelbart. Die Züge des Gesichts hoben sich e:z5nthümlich leuchtend von dem tiefdunklen Hintergrund. Auch Egon war neuaienq naher aetreten. Ein Bild in Rembrandtmanier." sagte er nach flüchtiger Betrachtung. Margot antwortete Nicht. Sie stand da mit weitgeöffneten Augen und gefalteten Handen: ihre femen weinen Finger schlangen sich in nervöser Erregung ineinander, und die Gelenke knackten leise. Endlich brach sie das Schweiaen und sprach mit leiser, ehrfurchtsvolle? Stimme: Es ist der Meister selbst ein echter Rembrandt!" . Aber ich bitte Sie. anädiaes Fräulein!" Der Kastellan hatte nur die letzten Worte gehört und schüttelte verwundert den Kopf. Ich dachte, die Herrschaften waren Mann und Frau! Darüber wurde Eaon etwas roth und sah Margot von der Seite an. Sie munte das auch vernommen haben. aber sie schüttelte nur den Kopf zum Zeichen, daß sie zetzt keine Zeit habe, um über Thorheiten zu lachen oder zu schmollen. Ich kann mich nicht täuschen!" sagte sie hastig, das ist ganz ausaeschlössen! Sehen Sie doch nur diese wunderbare Realistik, getragen durch das meisterhafte Wechselspiel der Veleuchtung! Betrachten Sie dock nur diese Farben, das bläuliche Weiß der Augen und den kräftigen Fleischton der Hand! Es läßt sich nicht alles mit Worten ausdrücken, aber man sieht und man fühlt es!" Sie nahm, ohne um Erlaubniß zu bitten, das Bild von der Wand und lief damit zum Fenster. Natürlich hier unten rechts mußte das Handzeichen des Meisters stehen, und gerade diese Stelle ist beschädigt und von Schmutz unkenntlich gemacht! So geht es ja immer. Aber legen Sie das Bild dem ersten besten Kunstkenner vor mein Gott, Sie sind ja selbst einer, so reden Sie doch!" Ihre Aufregung steckte ihn allmälig an. Er stellte sich dicht neben Margot und sah ihr über die Schulter. .Es könnte vielleicht ein Gerrit Dow sein, oder ein Jan' Victor," sagte er möglichst gedehnt, um die angenehme Situation nicht zu verkürzen. Margot fuhr mit dem Kopf herum, so daß ihre Haare seine Wange streiften. Sie haben Ihre Kunstgeschichte gut gelernt, mein Herr. Aber was bedeuten diese Namen? Nachahmer, die ihr Licht geborgt haben, weiter nichts! O wenn ich Sie nur überzeugen könnte, daß wir es hier in der That mit einem Meisterwerk zu thun haben!" Egon war ja schon vollkommen von dem Meisterwerk überzeugt, nur sah er Margot dabei an anstatt des Bildes, und als sie es endlich merkte, da wurde ihr Kunsteifer doch von einer kleinen, mädchenhaften Verlegenheit abgelöst. Uebrigens mußten sie jetzt aufbrechen, denn über die Geschichte des Bildes war von dem Kastellan eine Auskunft nicht zu erlangen. Es hing früher in dem großen Saal," sagte er, aber ich hab' es hier hereingethan, weil die Wand an emer Stelle ein bischen schadhaft war. So thut es wenigstens seme Dienste. Als Egon und Margot durch den Park gingen, fing ersterer noch einmal von der Sache an. Man müßte doch auf jeden Fall den Eigenthümer benachrichtigen," meinte er. Gesetzt den Fall, Sie hätten wirklich recht, dann befindet sich in diesem alten Kasten ein vermögen von meyreren yunoernausend Mark." Ich glaube, Herr v. Geldern ist sehr reich," entgegnete Margot ausweichend. Mag sein. Aber die Kunstwelt Das junge Mädchen schwieg. Sie sah sich bisweilen um und suchte mit den Augen die Fenster, hinter denen sich das Kunstwerk barg. Es waren ihrer zwei, und sie gingen beide auf eine Veranda, die durch Stufen mit dem Park inVerbindung stand. Zwischen ihnen befand sich zum Ueberfluß noch eine Glasthür. Man hätte das Bild ehenso gut unter den Bäumen aufhängen können, und es wäre dort diebischen Händen kaum mehr ausgesetzt gewesen, als an seinem jetzigen Platze. Aber freilich, wer wußte denn etwas von diesem Schatz! Vor dem Parkthor nahmen sie voneinander Abschied. Was frühmorgens in der Postkutsche verabsäumt worden war, das wurde jetzt nachgeholt. Sie gaben sich die Hand, und Margots warme Fingerchen ruhten etwas länger als erforderlich in Egons brauner Take. w Gvrffehung Fwei Srlzerziragrn. U u b w n e : Was yaoen ein xivat nant und ein Klapperstorch miteinander gemein?" A n t w o r t : Der Leutnant kann auf beiden Beinen stehen oder auf dem rechten oder linken Bern allein; das kann der Klapper storch auch." F rage:. Wodurch unterscheiden sich beide? A n t wort: Der Leutnant t kann auch auf dem rechten oder linken Flügel stehen; das kann der Klapperstorch nicht."
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