Indiana Tribüne, Volume 28, Number 284, Indianapolis, Marion County, 24 July 1905 — Page 4
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Indiana Tribüne. vnaulzkgbeu von der tsubttg 9. Indianapolis, Ind.
garry O. Thudium - Präsident. VeschSftSlocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE 269. . Kntcred at the Pott Office ol Indianapolis aa sccond clats matter. Sie Organisation lebt. Von oen 8000 Fuhrleuten, welche auf gewissenlose Weise von Shea und Ge nossen in den Streik gehetzt wurden, werden kaum ein Fünftel wieder ihre alten Stellungen erhalten. Viertausend Familienväter find also aus auskömm lichen Verhältniffen in Nothlagen g trieben worden, welche nicht nur sie selbst, sondern die von ihnen abhängt gen Familienmitglieder durch Jahre hindurch nicht überwinden werden können. Kinder, deren vor dem Streik in Arbeit befindliche Väter denselben eine bessere Schulbildung gedeihen lassen konnten, werden jäh aus ihrenZukunftZ Plänen gerüttelt, sie werden in die Ja briken müssen, um mit für den Unter halt der Familie sorgen zu können. Be hagliche Häuslichkeiten find vernichtet, die Sparpfennige aufgezehrt worden. Die Existenz dieser Familien ist aus einer gefichterten eine fragwürdige ge worden. Die aus der Arbeit geworfe uen müssen das Leben neu beginnen und zwar unter Bedingungen, die das von ihnen selbst hervorgerufene Vorur theil der Beschäftig erschwert. ES war ein Verbrechen, ein nichts würdiges Verbrechen seitens der Ver trauenSmänner der Gewerkschaften be gangen worden, denn selbst der Arbei ter, welcher seinem eigenen Urtheile folgend, die Ungerechtigkeit deS Streiks einsah, wurde durch thätliche Mßhand' lung und TodeSdrohungen seitens von den Streikführern bezahlter PlugSgezwungen, dem Gebote der Führer zu folgen und feine arbeitsame aber sorg lose Existenz vernichtet zu sehen. .Aber die Gewerkschaft überlebt triumphirte Shea, als er nun die Beilegung des Streiks anordnet. Wohl ist er berechtigt zu triumphiren, denn die Gewerkschaft ist seine und seiner Kumpane Milchkuh, die ihnen gerade, wenn die irregeführten Arbeiter in Streiknöthen sind, die fetteste Milch liefert. WaS kümmert sie das unsägliche Elend, da? fte über die viertausend Ar beiter und etwa 12,000 von diesen Ab. J&r&at aedracht baden. Die Gewerkschaft lebt und wird fort fahren Herrn Shea und seines Gleichen die Mittel zu Völlereien mit feilen Dir. nen zu liefern. Die Gewerkschaft lebt und wird wie der zahlreiche Menschen dupiren bis Shea es wieder für nöthig hält feine Taschen durch einen neuen Streik zu füllen. ' Wird die sich als Riesen-Organisa. tion girirende American Federation of Labor ihre schützenden Fittiche Über die armen - verhetzten Menschenkinder aus falten, die in blinder Ergebung den mächtigen" Schutz des elenden Heuch lers GomperS erhofften? Nein! denn als die ersten Anzeichen einer Niederlage eintraten, zog die Een trale sich sorgfältig zurück. Die Streik. Unterstützung hörte auf gerade zu der Zeit, wo viele der Düpirten ihre letzten Nothpfennige angegriffen. Nun sie Un terftützung bedürfen, überläßt man sie und ihre Familien kaltblütig ihrem Schicksal. Die Organisation lebt und wird fortfahren Tribut ar die Centrale zu zahlen, deren Persone. mchr in einem Jahre verpraßt, als etwaige errungene .Lohnerhöhungen betragen. ES ist eine Schmach, daß dieFührung der fortschrittlichen Einrichtung der " Gewerkfchasten, die unter ehrlicher Lei tung den Arbeitern Nutzen bringen würden, den Händen gewissenloser Schurken überantwortet ist. Wenn man das Facit all der großen Streiks, welche der Nation riesigen in dustriellen Schaden zusügte, zieht, so ist kein einziges Ergebniß zu berichten, welches den Streikenden einen Nutzen im Vergleich zu ihrenOpfern gebracht hätte. Nur wenn der ehrliche Arbeiter selbst die austragende Stimme im Rathe der Gewerkschaften behält, kann Nutzen durch dieselben ziehen, überläßt er aber, wie bisher, gewissenlosen und unver. nünftigen Freibeutern dieselbe, so wer. den ihm die Gewerkschaften zum Fluch.
So eine Coroner-Nnterfuchung nach einem Morde wäre ein Heiter keltZersolg, wenn die Begleitumstände nicht so bedauerlich wären.
In dem Kampf im Hafen von Ma nlla verlor die amerikanische Marine nur einen Mann, durch die Bummelei deS Marinedepartements und die Geld gier der Lieferanten find in kaum Jahresfrist über 130 unserer wackeren Theerjacken schmühlig dahingeopfert worden. Selbst die russische Marine hat ähnliche Unglückssälle nicht auszuweisen gehabt. Daß die Theerjacken im Kriege ihre Haut zu Markte tragen müssen, ist ja schlimm genug, wenn sie aber im tiefsten Frieden durch Nach, lässigkeit und Geiz dahingemordet wer den, so ist dieS abscheulich. Der chinesische Boycott unserer Waaren ist nicht unverdient. Man kann eS den schlitzäugigen Herren, die wenn sie Amerika bereisen wollen, wie Aussätzige behandelt werden, nicht ver denken, wenn sie sich dagegen bäumen. Sie sind zu anständig nicht Gleiches mit Gleiazem vergelten, indem sie die Personen der Chinareisenden Amerika ner so beleidigend drangsaliren, wie man eZ hier den eintreffenden Chinesen gegenüber thut. Daß man sich die schlimmste Sorte von Kulis vom Hälfe halten will, ist ja verständig, doch sollten die betreffen den Bundesbeamten lieber einen Kuli mehr hereinlassen, als einen der besse ren Klasse angehörigen Chinesen be leidigen. Die Automobil-Gefahr nimmt ste tig zu. Fast hat eS den Anschein, als ob sonst ganz vernünftige Leute, sowie sie im Besitz einer solchen Maschine sind, vom Teusel besessen find. Wenn die Legislaturen im Lande mal was wirk lich gutes thun wollen, so sollten sie Gesetze in ihren Staaten erlassen, wonach jeder Besitzer einer .Touring'Car", ehe er AutomodilLizenS erhält. Bürg fchaft von mindestens $1000 hinterle gen muß, damit Forderungen um Schadenersatz sosort eingetrieben wer den können. Auch sollte Niemand eine der großen Maschinen leiten dürfen, der nicht auf seine Fachkenntniß amtlich ge prüst ist. Das Automobil hat dem ungeladenen Schießeisen längst den Rang abgelaufen und die Besitzer soll, ten unter Polizeiaufsicht gestellt werden. Vater Funston, der tapfere Vater des Helden Funston, der durch die un militärische Gefangennahme Aguinel do'5 Ruhm und Ansehen erlangte, ha. ben die billigen Lorbeeren seines Soh nes keine Ruhe gelassen. Er ist nun auch bei den Dynamit.Attentaten in KansaS vor die Oeffentlichkeit getreten, indem er die verrückten Temperenzler zu der Schandthat anspornte. Die Illinois Staatszeitung bemerkt dazu: .Die Zerstörung von drei Wirth, schaften in der Stadt Jola, KansaS, hat ein würdiges Nachspiel gefunden. Ein fanatischer Wasserheiliger sprengte die Wirthschaften mit Dynamitbomben in die Luft, ein anderer Fanatiker be dauerte in einer Rede, daß nicht auch die Wirthe mit in die Luft flogen, und als er wegen Aufreizung zur Gewalt verhaftet und dem Richter vorgeführt wurde, bedvuerte eS dieser, daß er ihn wegen Uebertretung eines Gesetzes ver urtheilen müsse, gab aber zugleich seiner Sympathie mit dem Angeklagten einen kräftigen Ausdruck. Mit Elisabeth im Don Carloö" hätte er sagen können: .Ich darf mich nicht empor zu dieser Männergröße wagen, doch fassen und bewundern kann ich sie". Der in solch' zarter und' sympathi scher Weise Verdonnerte ist kein Gerin gerer, als der ehemalige Nationalabze ordnete E. H. Funston, der Vater des Generals Funston, der seine Kühnheit besonders dadurch bewies, daß er den Filippinensührer Agulnalde durch einen Detectivtrick gefangen nahm, der von Berufssoldaten weder als anständig, noch als militärisch angesehen wird. Von dem Sohne eines Vaters, der mit Dynamitrlchen sympathisirt und eS bedauert, daß ein verruchtes Mordet tentat fehlschlug, kann man nicht den Heldensinn eines Ritters St. Georg erwarten. Im Uebrigen ist Funston, der Va ter, kehr billig weggekommen. Er hat ungefähr das gethan, wofür die Chica. goer Anarchisten mit ihrem Leben bü ßen mußten, durste aber d5 freier Mann davon gehen, nachdem der Rich ter ihm eine kleine Geldbuße auferlegt hatte.
Der Remvrandt." Kriminalroman von F. Jacobfen. Mit der heutigen Nummer beginnen wir obigen Roman. Durch eine Reihe von Verkettungen wird ein junger Doktor der Philosophie, der die journalistische Laufbahn ergriffen hat, zum AmateurDetektiv und Ver folger einer jungen Dame, die er, nach allem, für eine gewiegte Gaune rin halten muß, aber trotzdem mit allen Fasern seines Herzens liebt. Die glückliche Lösung, welche die Geschichte vom .Diebstahl deS Rem brandt.GemäldeS" findet, vereint zwei Liebespaare und bringt die span nend geschriebene Erzählung deS so gern gelesenen Romanschriftstellers zu einem heiteren, befriedigenden Abschluß.
8 A Ende dcrTromm'l im frattzöfischen Heer. Es ist beschlossen, die Trommel im französischen Heere abzuschaffen. Man beklagt ihr Ende, aber man glaubt, zu dieser Maßregel gezwungen zu sein, weil es be-? der zweijährigen Dienstzeit kaum möglich scheint, einen tüchtigen Trommler heranzubilden. So hält man denn schon heute der Trommel, die eine ruhmreiche Geschichte hinter sich hat. in Frankreich die Grabrede. Besonders in den Kriegen der Revolution und des ersten Kaiserreichs haben eine Anzahl Trommler sich großen Ruhm erworben. Einer der berühmtesten war Andre Estienne, der kleine Trommler von Arcole, der m vielen Bilderbogen der Zeit verherrlicht wurde und auch im Pantheonfries des David einen Platz fand; sein Heimathstädtchen Cadenet in Vaucluse hat ihm ein Standbild errichtet. Er hat bei Arcole in einer höchst kritischen Lage ein Signal gegeben, das die österreichische Niederlage besiegelte. Seit 33 Stunden stand Bonaparte mit 15,000 Mann im Kampfe gegen 40,000 Oesterreicher. Da beobachtete der kleine Trommler in der Morgendämmerung, wie dichter Rauch dem Feinde die Aus sicht verhüllte. Er machte seinen Sergeanten darauf aufmerksam und meinte: Man müßte von der anderen Seite des Flusses kommen!" Kannst Du schwimmen?" fragte der Sergeant. Ich glaube wohl." Also 'los!" Aber meine Trommel wird naß werden." Lege sie auf meinen Tornister und trommle!" Und so geschah es. Als die Oesterreicher daS Trommelsignal hörten, glaubten sie, sie ständen einem Heere gegenüber, das sie umginge, und sie ließen auf ihrem eiligen Rückzug sogar ihre Kanonen km Stich, die die Brücke beschossen. " Die Grena. diere stürmten hierauf mit Bonaparte an der Spike dem kleinen Trommler nach, und Arcole wurde genommen. Estienne erhielt Trommelstöcke aus Gold und Elfenbein. Später verlieh ihm auch noch Napoleon das Kreuz der Ehrenlegion. ; .i Restaurirung eines antiken Thca terö. Dem Beispiele der Franzosen folgend. die eine ganze Reihe der unter Schutt und Trümmern begrabenen aU ten römischenArenen freigelegt und zui erneuten Benutzung unter freiem Himmel für die moderne Schauspieltunü hergestellt haben, sind nun auch dieJta. liener ans Werk gegangen und bemühen sich, die antiken Theater, deren es au; der Apeninischen Halbinsel eine ganze Schaar giebt, ans' Tageslicht zu bringen und nutzbar zu machen. Die Stadj Verona ist eine der. ersten, die mit einem solchen Verfahren Glück hat. Schon um die Mitte des vorigen JahrHunderts hatte man mit den Arbeiten begonnen und werthvolle Schätze gehoben. Dann starb aoer oer Unternehmer und Mäcen Andreas Monga, iml man blieb auf halbem Wege stehen Im vorigen Jahre nun hat die Gemeinde derStadt Verona all dieGebäude käuflich erworben, die im Laufe bei Jahrhunderte in der Arena des alten Theaters errichtet' worden waren. Ueber 150.000 Lire hat dieser Ankauj gekostet, wozu noch die Kosten der bedeutenden Abriß- und Erdarbeiten kommen. Ein großer Theil des inter.essanten Bauwerks ist bereits freigelegt. Sitzplätze aus Steinstufen. große Bogenwölbungen, die Grundmauern des Orchesters, der steinerne Boden des Parketts bilden die bisherigen Ergebnisse der Ausgrabungen. Im näcUten Jahre hofft man alles Nöthige. freige legt zu haben und an die Restaurirurs gehen zu können. Man will Gabriele d'Annunzio einladen, zur Eröffnung dieses restaurirten altrömischen Thea" ters ein Drama zu schreiben. Der Niedergang der kretischen Be wegung. Wenn in Kreta von der .Grande idZe" gesprochen wird, so ist damit der Anschluß an Griechenland gemein:. Diese Grande idöe" ist diesmal wieder vertagt worden. Die Mächte wissen, daß die revolutionäre Bewegung eine episodische ist, die in gewissen Intervallen wiederkehrt und nach dem Charakter der Bevölkerung wiederkehren muß, und daß die anfangs hochgehenden Wogen von selbst wieder das alte Bett aufsuchen, man muß ihnen nur Zeit lassen, sich auszutoben. An . eine Trupenaktion ist daher nicht zu denken. Der Kreter muß erst die nothwendige Serie von Gesetzlosigleiten ausgeführt, seine Gegner durch Blutrache aus dem Wege geschafft Ha' ben, um zur' Besinnung zu kommen. In den Truppen der Großmächte sieht hr Or(r rit rtt.Ytm-i V Cftfi w bvbV ItU bUVUliilltl Vtl AUlIVljl die gegen die .grande id&" der S3ere:
nigung mit Griechenland arbeiten. Daher die große Erbitterung gegen sie und ein Grun mehr- für diese, unnützes Blutvergießen zu vermeiden. Kreta hat fast keine Industrie, keinen nennenswerthen Handel. Die Bewohner haben wenig Sinn für Kultur. Der Personenkultus blüht wie. sonst nirgendwo, die südamerikanischen Republiken vielleicht ausgenommen. Jeder möchte Beamter sein. Die die Macht ausübenden Personen haben eine unge-
beure Gefolgschaft, von der jeder einen Wunsch zur Befriedigung semes Ehr geizes hat. Wird diesem Verlangen nicht entsprochen, so entsteht aus dem wärmsten Anhänger der erbittertste Femd. Eine legale Opposition kennen auch die Großen der Insel nicht. Sind sie um ihre Stellung gekommen, so wird ihr Nachfolger ihr Todfeind, den sie nicht mit Worten im Parlament angreifen, sondern bis zur Vernichtung bekämpfen müssen. Wenn z. V. Warnelos wieder zu Ansehen kommt und nicht jedem, der mit ihm in die Berge gezogen ist, bewilligt, was dieier will. so hat er einen Gegner erzogen, der an seinem Unergange arbeitet. Und so ist es Thatsache, daß, wahrend die zetzlge Aufruhrbewegung noch tobt, eine große Anzahl unzufriedener Elemente, die ihre Traumblüthen nichi reifen sehen, schon für die nächste Revolution Stimmung macht. Wenn Prinz Georg früher die Ab' sicht hatte, die Bürde des Oberkommissars abzuschütteln, so ist er jetzt davon zurückgekommen. Und in derThat. wenn er sich auch keiner großen Beliebtheit erfreut, es handelt sich nicht um die Person, sondern um die entrollte griechisch: Fahne, als deren Träger er angesehen werden muß. Der König von Griechenland wünscht sein Verbleicbn auf dem ehrenvollen Platz?. Griechenland will von seinem Weggange nichts, wissen, da er griechischer Prinz ist und als solcher die Idee der Vereinigung Kretas mit Griechenland repräsentirt, und die Großmächte werden, wenn sie auch mit seiner Verwaltung nicht zufrieden sind, ihn aus seiner. Stellunq nicht verdrängen, da die Wahl des Nachfolgers eine eminent schwierige ist. Endlich kommen auch die Kreter selbst zu Wort, die zunäch't allgemeine Amnestie für Morde und Raube verlangen, ein liberaleres Regiment und eine konstitutionelle Regi:'rungsreorm beanspruchen werden, die ihnen, auch zugestanden werden dürften. Polizeilicher ttebergriss. In Berlin hatte der Handlungsgehülfe Rudolf Lange am 18. März den Friedhof der Märzgefallenen besucht und war ein Weilchen stehen geblieben, um auf zurückgebliebene Bekannte zu warten. Als ein Polizeileutnant ihn aufforderte, weiter zu gehen, will er langsam sich fortbewegt haben, machte aber dabei eine unwillige Bemerkung, die dahin ging: Sie sehen ja, daß ich gehe!" Als dann auch ein anderer Polizeileutnant die Ausforderung zum Weitergehen an ihn richtete, wiederholte er jene Bemerkung. Der Polizeileutnant rief ihm darauf zu: Halten Sie den Mund! worauf der Angeklagte entgegnete: Halten Sle den Mund! Das Schöffengericht erblickte darin, wie Berliner Blätter berichten, eine schwere Beleidigung des Polizeileutnants und verurtheilte den Angeklagten wegen Beleidigung zu 200 Mark Geldbuße und außerdem wegen Polizeiübertretung, da die Fortbewegung eine so zögernde und widerwillige geWesen sei, daß sie den Beamten als ein Stehenbleiben erschienen sei, zu 10 Mark Strafe. Gegen das Urtheil wurde von beiden Seiten Berufung eingelegt. Der Staatsanwalt hielt in diesem Falle eine Gefängnißstrafe für geboten. Der Vertheidiger bestritt dagegen nach beiden Richtungen hin eine Schuld des Angeklagten. Wenn der Auruf Halten Sie den Mund!" eine Beleidigung darstellen sollte, dann würde er nach Paragraph 199 straffrei bleiben müssen, da der Angeklagte dann nur eine ihm angethane Beleidigung auf der Stelle erwidert hätte. Ein Polizeileutnant 'habe kein Recht, durch einen solchen- Zuruf einen andern zu beleidigen. Die Strafkammer hob das erste Urtheil auf und erkannte auf Freisprechung des Angeklagten. Kleines MistVerständnist. In einer Gerichtsverhandlung fragt der Richter den Angeklagten, der beschuldigt wird, seine eigene Schwiegermutter mißhandelt zu haben, ob diefelbe wohl, als er ihr Haus betrat, sogleich Unheil gewittert habe. Sofort springt die als Zeugin anwesende Schwiegermama auf und ruft: Nein. Herr Richter, gewittert hab' ich nicht ich hab' ganz ruhig mit ihm gesprochen!"
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