Indiana Tribüne, Volume 28, Number 284, Indianapolis, Marion County, 24 July 1905 — Page 3
Jndia na Tribüne, 29. Juli 1905.
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ic Begegnung
Des deutschen Kaisers mit dem Zaren noch immer märchenhaft.
Die deutschen Studenten krakehlen wieder einmal. Drei Personen in Bayern bei einem Waldbrande umgekommen.
Deutschland. Russische Gerüchte. B e r l i n, 23. Juli. Die von St. Petersburg ausgegangene Nachricht, daß Kaiser Wilhelm demnächst mit dem Zaren in der Oftsee zusammentreffen werde, wird aus das Lebhafteste be sprachen, trotzdem zwischen ein De menti von amtlicher russischer Seite er. folgt ist. Die offiziellen DeSaveuS wer den eben neuerdings nicht mehr ohne Weiteres für baare Münze genommen. Von einer der hiesigen Regierung nahestehenden Persönlichkeit wird mitgetheilt, daß die Möglichkeit einer derartigen Entrevue nicht so leichthin von der Hand zu weisen sei. Glauben könne man jene Nachricht freilich erst, wenn der Zar wirklich schwimme, waS bei den eigenthümlichen Verhältnissen, die heutzutage in Rußland abmalte ten, abzuwarten sei. Begebe jich der Zar thatsächlich auf See, dann sei eS allerdings wahrscheinlich, daß er und der Kaiser nicht an einander vorbei fahren, sondern eine Zusammenkunft haben würden. Sicher sei dies, daß der Kaiser bei Antritt seiner Sommer reise auf der Yacht Hohenzollern" nicht an eine solche Begegnung gedacht habe. Einstweilen hält sich der Zar noch in seiner Sommerresidenz zu Peterhof auf. Da? St. Petersburger Dementi be sagt in dürren Worten, daß eine Oft see'Fahrt vom Zaren nicht geplant sei. Die NichAnerke,nnun von StudentenAuö schössen. Berlin, 23. Juli. Der Hoch schulftreit hat eine neue Wendung ge nommen. Der jüngste Erlaß deö preußischen Kultusministers Dr. Studt über welchen ich schon wiederholt geka belt habe und der zunächst nur an die Technischen Hochschulen gerichtet ist. be zweckt nicht die Auflösung von Studen ten.AuSschössen, welche konfessionelle Korporationen ausschließen, sondern verweigert nur die Anerkennung solcher AnSschüsse als Vertretung der gesamm ten Studentenschaft. Rektor und Senat der Technischen Hochschule von Hannover haben bereits ihren Entschluß kundgegeben, für die Aufrechterhaltung des bisherigen kon fessionellen Studenten-AuSschuffeS ein zutreten. Mit großer Spannung sieht man der Taguna sämmtlicher Studenten Ausschüsse der preußischen Hochschulen entgegen, die, wie ich Ihnen gestern ka belt, für nächste Woche nach Berlin einberufen worden ist. Mehrere Opfer eines Waldbrandes. Würzburg, 23. Juli. Bei ei nem Waldbrand ' in der Gegend von Bayerifch'Eisenfiein erlitten der Schuh macher Wahka, seine lö.jährige Toch ter und seine Nichte in den Flammen den Tod; seine Frau und sein. Sohn trugen schwere Brandwunden davon. Der botanische Garten. Berlin, 23. Juli. Der FlSkuS hat den Liebhabern deS alten botanischen GartenS nun Gehör geschenkt und daS vielumstrittene Terrain einstweilen nicht parzellirt, sondern bis auf weiteres der pachtet. Dadurch ist in absehbarer Zeii Gelegenheit zu neuen VerHand lungen zwischen Stadtgemeinde und FiZkuS vorhanden. Die Hoffnung, daß trotz allen Schwierigkeiten der schöne Park ganz oder theilwelse der Stadt Berlin erhalten bleibt, wird demnach von den Enthusiasten noch nicht ausgegeben. Die Pächter, eine Gesellschaft, die sich ausschließlich mit der Herstellung zerlegbarer Häuser be faßt, soll bereit sein, auf Wunsch des JiSkuS jederzeit ihren Pachtvertrag zu lösen. Zuspitzungder Bauarbei ter Wirren inEfsen. E s s e n, 23. Juli. Die Arbeiter wirren in Essen gestalten sich immer komplizirter. Die Bauhandwerker be trachten jetzt den Tarisvertrag, bei des sen Zustandekommen, wie ich Ihnen kabelte, auch der arbeiterfrcundliche Oberbürgermeister Zweigert hervorra gend thätig gewesen war, als g?löst.
weil die Unternehmer in der bekannten einseitigen Weise vorgegangen sind und sich um die getroffenen Abmackungen schließlich nicht gekümmert haben. Die Arbeiter haben nunmehr höhere Förde rungen gestellt und damit wird der Konflickt noch ernster. Die Stadtverordneten, an welche der st ti m w m
oerourgermetner sazon vor ein'.ger Zrit auf das Dringendste appellirt hat, haben jetzt eine EinigungS-Kommisston eingesetzt, welche zwischen den hadern den Faktoren vermitteln soll. Falls die Versuche zur Schlichtung der Dis erenzen erfolglos bleiben, sollen die Arbeitgeber aufgefordert werden, inner halb einer Woche die städtischen Arbei en wieder in Angriff zu nehmen. Ge chieht das nicht, dann sollen die Ar beiten aus Rechnung der Unternehmer von der Stadt vollendet werden. Im Nothfalle soll an die Arbeiter von Sei en der Stadt Unterstützung gezahlt werden. ModistinEharlotteNeu mann zu Gefängniß der urtheilt. Berlin, 23. Juli. Ein sensa tioneller Prozeß hat soeben hinter der schlössen? Thüren sein Ende gefunden. Die Modistin Charlotte Neumann ist auf die Anklage, ErpressungZversuche gemacht zu haben, schuldig befunden und zu zehn Monaten Gefängniß ver urtheilt worden. Als ihre Opfer und Ankläger sigurkrten Herzog Adolf Fried rich von Mecklenburz.Schwerin, Major im 2. GardeDragonerRegiment Kai serin Alexandra von Rußland und Onkel der deutschen Kronprinzessin Eecilie, Prinz Leutenberg v.nd Graf Konrad von Frankenberg. Charlotte Neumann war schon früher aus ähnlichem Grunde mit einem Jahr Gefängniß bestraft worden. Sie war einst eine blendend schöne Erscheinung. Nachdem sie von hochstehenden Lieb habern abgefunden, war sie immer mehr heruntergekommen. (Jedenfalls hätte es im Interesse der Moral gelegen, den Prozeß öffentlich zu verhandeln, die arme servant girl" mag ja vielleicht kleine Vortheile wahr genommen haben, wie sie in diesen Stellungen gang und gäbe find, aber warum verschlossene Thüren? Nach deutschem RechtZgesühl soll nur hinter verschlossenen Thüren verhandelt wer. den, wenn es sich um die LandeSver theidigung und Geheimnisse derselben handelt. Jedoch gemeine Streiche aristokratischer Wüstlinge zu vertuschen, dazu sollten sich eigentlich deutsche Ge richte nicht hergeben.) ES giebt noch deutsche Richter. Oldenburg, 23. Juli. DaS Landgericht in Bückeburg, von dem der Kellner Meyer in dem durch den ol denburgischen Ruhstrat angestrengten Meineidsprozesse freigesprochen wurde, hat einen Beschluß gefaßt, der allge meine Genugthuung hervorruft. ES hat verfügt, daß dem Meyer für die V 1 ft. lanze umer uyunasyait. rn ver er dank der eigenthümlichen oldsnburgi scheu Rechtshandhabung zu schmachten hatte, eine namhafte Entschädigung ge zahlt werden soll. Die StaatSanwalt schaft hat davon Abstand genommen, gegen das freisprechende Urtheil Beru fung einzulegen. Wilhelm'S Serien. B e r l i n, 23. Juli. Kaiser Wil Helm hat seinen Aerzten wieder einen Streich gespielt und indirekt bekannt machen lassen, daß seine Ferien nicht länger dauern werden wie bis in die erst Woche des August. Bis vor einigen Tagen war Jeder mann davon überzeugt, daß der Mo narch sich hat überzeugen lassen und bis Ansang September im Norden verwei len wird, nun aber wird offiziell das Programm des Kaiserbesuchs gelegent lich der Posener Truppenübungen ver öffentlicht und ein beweiskräftigeres Dementi der immer auftauchenden Ge rüchte über Se. Majestät Kränklichkeit und der daraus zu folgernden Nachge bigkeit seinen Aerzten gegenüber, läßt sich kaum denken. In dieser Woche bringt nun die Militärische. Wochenschrift eine aus
führllche Beschreibung der Vorbereitun
gen in Posen, die über deö Kaisers Pläne nun keinen Zweifel mehr zu. lassen. Auf dem Uebungsplatz wird vor dem OffizierSkafino- mit prächtiger Aussicht auf die Warthelandschaft daS Kaiserlager errichtet und um den Pesfi misten das Leben noch schwerer zu machen, heißt eS ausdrücklich in dem ohne Zweisel insplrirten Artikel, daß der Kaiser nicht, wie dieS Anfangs seine Absicht war, im Schlosse BiedruSke wohnen wird, sondern in einer Feld barocke. In ihrer Freude über den bevor stehenden Kaiserbesuch thut die Posener Garnison nun j UebrigeS. Da sie nicht in der Lage ist. dem Monarchen den Luxus eines Schlosses bieten zu dürfen, so will sie eine Feldbaracke schaffen, die ihres gleichen nicht in der Manövergeschichte hat. Aus dem Sand des Truppenseldes sollen Gartenanla gen erstehen, Springbrunnen und Sta tuen werden gesetzt, man plant sogar einen ttaiserstein", kurzum, daS ganze Terrain soll im Laufe deS nächsten Monats in ein militärisches Feenland umgewandelt werden. Die Wochen schrift stellt freilich die verfängliche Frage, ob der Kaiser Derartiges auch liebt? Kürassier Leutnants wegen Duells der urtheilt. Halle a. d. S., 23. Juli. Die Leutnants v. EganKrieger und Frei Herr v. d. Borch vom KürassierRegi ment v. Ceydlitz (Magdeburgisches) No. 7 sind vom hiesigen Kriegsgerichte wegen eines unlängst ausgefochtenen Duells zu je drei Monaten Festung verurtheilt worden. Als mildernder Um stand (!) war angenommen worden, daß die beiden Rüpel vom Säbelfechten über Haupt Nichts verstanden. Die Verhand lung wurde geheim (?) geführt. Der Zweikamps war übrigens unblutig ver laufen. Berlin'S Fremdender kehr. Berlin, 23. Juli. Laut dem Hotelbericht für Juni hielten sich in dem Monat hier 84,177 Fremde auf. Unter den Ausländern steht in erster Linie. Rußland mit 5,969 Personen. Die Amerikaner, die besonders in erst klasstgen Hotels, Fremdenpensionaten, etc. geschätzte Gäste find, waren durch 2.624 ihrer Landsleute vertreten, die Engländer durch 990. Juli und August, die eigentlichen Reisemonate, werden die hier gegebenen Zahlen zum Mindesten verdoppeln. RegierungS Baumeister bestraft. H a n n o v e r, 23. Juli. In Har bürg, Reg.Bez. Lüneburg, wurde der Regierungsbaumeister August Dorg aus Düsseldorf wegen Betrug? und Unterschlagung zu 4 Monaten Gesäng niß verurtheilt. Unter schwerer Anklage verhaftet. Berlin, 23. Juli. In der Stadt Rathenow, Reg.Bez. Potsdam, wurde vor einiger Zeit die Villa des Fabri kanten Bernhard Jagow ausgeraubt und niedergebrannt. Die That erregte durch ihre Rassinirtheit großes Auf sehen. Jetzt ist der Besitzer, Fabrikant Jagow, als der That verdächtig ver haftet und als UntersuchungSGefange ner nach Genthin gebracht worden. Der deutscheKolonkalKon g r e ß. Berlin. 23. Juli. . Mit den deutschen Kolonialkongreß, der in der Zeit vom 4. bis 6. Oktober in Berlin unter dem Präsidium des Herzogs Jo hann Albrecht von Mecklenburg im ReichStagSgebäude abgehalten werden wird, sollen verschiedene Ausstellungen verbunden werden au deren Veranstal tung sich gegen achtzig Vereinigungen betheiligen dürften. Die Verhandlun gen des Kongresses werden alle erdenk lichen Themen der Kolonlalverwaltung, nur nicht das politische, berühren. Mit Bezug auf militärische Phasen kolonia ler Administration sollen die Delegaten daS vollste Maß der Redefreiheit ge nießen, aber die innere Politik, ihre Fehler und Krebsschaden, muß gemir den werden wie der Baum der Er kenntniß. Panama. Am Kanalbau. Panama, 22. Juli. Die Er bauung von Barracken wird mit allen Kräften beschleunigt. Täglich komm? 15 Eisenbahn Wagenladungen Bau holz an. Unter den heutigen Ankömmlingen von New Pork waren Brigadegeneral C. HalnS und T. M. Jarrod, beide Kanalkommlssäre.
TU Hotelrechnung des Schah von Perflcn. Auf seiner Fahrt nach Wien hatte der Schah von Persten mit seinem Gefolge in Lemberg in einem Hotel für zen Aufenthalt genommen, wo er 46 Zimmer sowie die entsprechende Zahl vonNebenräumlichkeiten innehatte. Die Hotelrechnung betrug, wie dortig: Blätter berichten, '48,000 Kronen. Der im Gefolge des Schah mitreisende Hofzahlmeister fand die Rechnung zu hoch und machte dem Hotelier Vorstellungen. Dieser verwies jedoch darauf, daß er für den Schah und das Gefolge eine eigene Küche habe einrichten müssen, und diese Ausgabe sowie die für die Speisen allein betrage 18.000 Kronen. Schließlich wurde ein Ausgleich erzielt, demzufolge die Hotelrechnung mit 44,000 Kronen liquidirt wurde. Ueber das Eintreffen des Schahs in Wien, wo der König der Könige" von Kaiser Franz Joses empfangen wurde, erzählt das N. Wiener Tgbl.". Der Schah ist seit seinem letzten Wiener Besuche stark gealtert. Die Unmasse von Juwelen, die er auf der Agraffe der Lammfellmütze, an der Vrust. an dem Gehänge seines Säbels trägt, machen wieder Aufsehen. Man kann die funkelnden Brillanten und sonstigen Edelsteine, mit welchen Mütze. Uniform und Säbel förmlich übersäet sind, unmöglich zählen, aber man hat den Eindruck, daß der müde Schah ein fabelhaftes Vermögen mit sich trägt. Während der Schah noch beim Kaiser steht, verläßt sein Gefolge es sind mehr als 100 Personen die Waaen und begibt sich in
Narschtempo zum Hofwaaen. wo sich die Großen Persiens in Reihen hinter ihrem Herrscher aufstellen. Alle Mitglieder dieser Gefolgschaft, darunter junge Herren von 20 Jahren, tragen Dutzende von Orden auf ihren über und über mit Gold bedeckten Uniformen. Unter ihnen fällt em franzosischer Kavallerieoffizier auf. Man weiß nicht, welche Charge er am Hofe des schah bekleidet. Endlich ist die Begrußungsszene vorüber, der Kaiser stellt die Erzherzoge vor, und es beginnt die Truppenschau. Neben dem stramm, schreitenden Kaiser nimmt sich der Schah etwas unmilitarlsch , aus. Sein sehr behäbiger Gang sticht ab von der Strammheit, mit der er die unbehandschuhte Rechte mit den vielen, riestg großen Rubinen an die Mutze zu halten bemüht rst. Gleich beim Abschreiten der Front bemerkte man zwei kleine Perser, die scharf hinter Kaiser und Schah marschirten. Die Knaben steckten in goldbetreßten Ge' neralsuniformen und haben diamantbesetzte Säbel. Der Kaiser blickte wiederholt nach ihnen zurück. Nach Abnähme der Parade fragte er den Schah: Vos ensants, n' est-ce-pas?" Der, Schah blieb stehen und sagte gurgelnd irgend etwas, worauf der Kaiser sich den Knaben'Generalen zuwendete und ihnen die Hand reichte. Das geschah für die Kleinen so unerwartet. daß sie den Monarchen zu grüßen verqaßen. Spater erfuhr man, daß die beiden Knaben die Prinzen Nosret es Sultaneh und Ctezad es Sultaneh sind. Ein Nikolaus Lcnau.Dcnkmal wurde, 'wie bereits kurz gemeldet, am Pfingstsonntag in dem Geburtsorte des Dichters der süd-ungarischen Gemeinde Csatad, enthüllt. Bei der Feier war StaatssekretärJgnaz Sell alsVertreter derRegierung anwesend. Siebegannmit einem Gottesdienst, nach dem die Festtheilnehmer, darunter zahlreicheReichslagssogeoronele, xpulanonen von auswärts und viele deutsche Bewohner der umliegenden Ortschaften zum Park vor dem Gemeindehaus zogen, wo ein aus deutschen Bauern bestehender Gesangverein die ungarische Hymne vortrug. In seiner ungarischen Festrede feierte der Abgeordnete Franz Herczeg Lenau als ungarisch fühlenden Dichter; er ugte dar. der Ungar habe m Frem den immer nur dann einen Feind erblickt, wenn er sich mit der Waffe gegen ihn wandte, aber einen guten Freund, wenn er ihm die europäische Kultur vermittelte. Die einstigen deutschen Kolonisten hätten dem Deutschthum in dem klassischen Dichter Lenau ein fürst liches Geschenk gemacht, doch seien ihre Enkel heute mit Herz und Seele ungarische Bürger. Professor Heinrich wies in seiner deutschen Gedenkrede die Anklage zurück, daß ungarischer Chauvi nismus den deutschen Dichter nur als Ungarn anerkenne. Die Magyaren beugten sich immer vor den Fackelträgern fremder Kultur. Der deutsche Dichter Lenau stehe den ungarischen Herzen aber doppelt nahe; in Ungarn habe er die schönste Zeit seines Lebens verbracht, in seinen schönsten Gedichten herrsche magyarische Stimmung, stets habe er seine ungarische Abstammung betont. Dies Denkmal möge vertun den." schloß der Redner, daß die ver schiedenartiaen Sprachen in unserem Naterlande keine Scheidewand bilden. Nach Schluß der Feier zog die Versammlung vor Lenaus Geburtshaus, wo eine Gedenktafel enthüllt wurde. Am Denkmal wurden prächtige Kränze niedergelegt, darunter solche von der ungarischen Akademie er Wissenschaften. dem Verein bildender Künstler und dem Wiener Journalisten-Verein Concordia". In Funcyat'llt ver (Srunvsieln zum Armen-Sanatorium der deutschen Madeira-Gesellschaft unter du Betheiligung der Behörden und des sruifcg aeleat Word
47 Opfer
Der Explosion auf Bennington' beerdigt. San Diego, 23, Juli. Heute wurden 47 Opfer der Explosion auf dem Kanonenboot Bennington" beer digt. Die Beerdigungs-Feierlichkeiten waren von geradezu erstaunlicher Ein fachheit. Grokbritannien. Deutsche und schwedische Geschwader. London, 23. Juli. Die Mel dung, daß in den nächsten Tagen in schwedischen Gewässern eine Konferenz zwischen dem Zaren und dem deutschen Kaiser stattfinden werde, wird durch die heutigen Depeschen aus St. Peterö bürg gleichzeitig dementirt und bestä. tigt, so daß sich nicht mit Bestimmtheit entscheiden läßt, WaS an dem Gerücht eigentlich Wahres ist. Ein Korrespon dent deS Tageblatt will von offizieller Seite die Versicherung erhalten habeu, daß Väterchen" garnicht die Absicht habe, Petersburg zu verlassen. Dagegen weiß eine Nachrichtenagen tur zu melden, die Einschiffung deS russischen Herrschers auf seiner Jacht Nordstern" sti durch ernsie Nachrich ten auS Moskau verzögert worden. werde jedcch morgen Vormittag be stimmt erfolgen. Im hiesigen Aus wärtigen Amte behauptet man, absolut nichts über die angeblich geplante Entrevue zu wissen, und die offiziösen Organe erklären die ganze Geschichte als aus der Luft gegriffen. So unwahrscheinlich das gestern Abend von St. Petersburg aus in die Welt hinaus telegraphirte Gerücht auch klang, hat es in Paris doch starke polt tische Beklemmungen verursacht. Frankreich. Der vergeßliche Schah. Paris, 23. Juli. Als Muzaf. ferEdDin, der Schah von Perfien, vor zwei Jahren in Frankreich war, be stellte er Motorwagen, Klaviere, Kano nen, auch allerlei Putz und Tand, dar unter eine erstaunliche Menge seidener Strümpfe, und ließ Alles nach Tehe ran spediren. Als er abreiste, vergaß er, die Rechnungen zu bezahlen, was schon die Gewohnheit seines erlauchten Vaters war, und auf die Briefe, die nach Persien geschickt wurden, um an Bezahlung der Schulden zu erinnern, gab es einfach keine Antwort. Ob es jetzt etwas nützen wird, wissen die ge schädigten Kaufleute noch nicht, aber sie haben im Hinblicke auf seine aberma lige Ankunft einenVerband gebildet und schon erwirkt, daß das ganze Ge päck deS Schahs, ein Berg von Kisten und Kasten, durch einen Gerichtsvoll zleher beschlagnahmt worden ist. Magara FMs ...Excursion... Donnerstag, den 27. Juli .... tia.... Grcat Central and Erie R. It. $700 Rundfahrt 87.00 Fahrkarten sied 12 Tage gültig. Liberale Ueberliegung Privilegien. Billige NedenanSflüge nach Toronto, Thousand JSland und Montreal. Der Epezialzua verlaßt In dianapolis um 8 tlhr Nachmittaa. eichern Sie sich echlasftellea ,,itigft. . P. Algeo, V. P. . NordMchiganRcsorts Schnell und bequem erreichbar, via Penn sylvania Linien und Grand RapidS und Jndiana Eisenbahn. Kein Waggonwechsel. Der Northland Limited" Zug, täglich nach Grand RapidS, Ottawa Beach, MuSkegon, Cadillac, Traverse City, Northport, Petos key, Ban View, Wequetonsing, Harbor Springs, Charlevoix, St. Jgnace, Mackinae und anderen Punkten. Durchlaufende Schlaf- und Speise-Waggonö. Sonntag, 25. Juni, um 7.20 Uhr Abends, die Schlafwaggon-Linie Wird etablirt von JndianavoliS via Ricömond und der G. R. Se I. Eisenbahn, (The Fishing Line). Für Schlafroaggon Reservation wende man ich an die Tlcket-Agenten oder W. W. Nichardson, A. G. P. . Indianapolis. hll ERIE & WESTEN!! IZ. 11. ...Fahrzeit der Züge..bsaizrtnkuns loddo. hieao und ichigan ivrtt.t 7.U U0J KoUU, Stttotl nd fflttago Ein 11.10 1 1 M ichigkm kity, Vtantit u.Lafahettpls 7JW tfOJU täglich t aalftnonrnen tonatagl.
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