Indiana Tribüne, Volume 28, Number 283, Indianapolis, Marion County, 22 July 1905 — Page 5

Amerikanisier Naurus einem groben dentsch-Bkedizincr. Wie kürzlich telegraphisch gemeldet wurde, ist in Wien der große MedizinProfessor H.ermannNothnagel gestorben. Er erreichte ein Alier von dreiundsechzig Jahren und zehn Monaten. war in cer cumark in Preußen geboren, wirkte als Lehrer der Medizin an den Universitäten in Königsberg, Berlin. Breslau, zZreiburg, Jena und seit zweiundzwanzig Jahren in Wien. Auch in Amerika hinterläßt er dankbare Schüler. Einer von diesen. D r. Friedrich Wilhelm in New $orf, widmet ihm einen Nachruf, dessen Hauptpunkte wir hier zusammenstellen: Wer Hermann Nothnagel mehrere TiaUt kannte, wie es mir während meiner Studienzeit zu Wien gegönnt war. wird wissen, welch' bedeutender Arzt und edler Mensch der Hingeschiedene war. Sein Wahlspruch lautete: Nur durch das Kennen kommen wir zum Können." Die Nerven-Patholo-gie. die Krankheiten des Darmes und die Arzneimittellehre waren die Gebiete seiner Hauptforschungen und er öcreicherte die ärztliche Wissenschaft Hauptsachlich auf diesen Feldern. In dem Sammelwerk der Pathologie und Therapie legte er sein ganzes Wissen nieder. und dieses Werk ist mustergültig. Seine Schüler verehrten ihn, denn er war ihr Ideal als Arzt und Mensch. Ausgestattet mit einer wunderbaren Rednergabe machte er seine Kollegien zum Sammelplatz der studirenden Juaend. Aber auch graue Häupter sah ich mit gespanntester Aufmerksamkeit Nothnagel's Vorlesungen folgen. Als Menschen bezeichnet ihn am besten sein Spruch: Nur der kann ein wahrhaft guter Arzt sein, der gleichzeitig ein guter Mensch ist." Wie oft sah ich ihn von Aett zu Bett schreiten in den grota Krankensälen des Wiener Allgemeinen Krankenhauses, die Patienten ermunternd und tröstend. Kam er zu einem Kranken, der unrettbar verloren war. so bemühte er sich doppelt um ihn, machte ihm gute Hoffnung, und uns umstebenden Aerzten sagte er nachher: Dieser Kranke wird sterben, aber d.cr Arzt soll human sein und es nie den KranZen wissen lassen, daß seine Tage gezählt find." . Als Präsident des Äereins zur Abwehr des Antisemitismus ignorirte er die Angriffe der Antisemiten auf ihn. die ihn nur deshalb haßten, weil er als guter Christ sich auch der Juden annahm. Er aber antwortete nie auf ihre Angriffe, denn er war edel, hülfreich und gut." Dieses zum Schluß von Dr. WilHelm angeführte Wort G'öthe's wurde bekanntlich von ffeliz Dahn auch auf den großen Mediziner Johannes Mik u l i c z bei dessen kürzlichem Tod in Breslau anaewandt.

Ter Lllchter als Tteinklopfer. - Es wurde schon so häufig in England darüber Klage geführt, daß den Insassen derArbeitshäuser, oft schwächlichen, halbverhungerten Leuten, allzuschwere Tagesarbeiten aufgebürdet werden, durch die sie das ihnen gewährte Quartier und Essen abverdienen müssen. Weigern sie sich, diese Zwangsarbeit zu verrichten, so werden sie dem Polizeirichter vorgeführt und wegen Ungehorsams oft strenge bestraft. Dieser Tage kam wieder einmal ein junge? Bursche vor den Nichter Fordham von der jflorth London Police Court", tu nen Mann, dem unerbittliche Strenge, aber auch ebenso unbeugsame (Äerechtigkeit nachgerühmt wird. Der der Auflehnung Angeklagte berief sich darauf, daß die ihm zugewiesene Arbeit des Steinklopfens zu viel für seine Kräfte gewesen sei. Der Nichter beschloß, ein für allemal der Sache auf den Grund zu gehen, und befahl, daß ihm eine Musterprobe des im ArbeitsHause gebrauchten Materials und des Handwerkszeuges in den Hof des Gerichtsgebäudes gebracht würde. Das geschah. Zwei Zentner Granitblöcke und mehrere Hämmer wurden zur Stelle geschafft. Darauf begab sich Richter Fordham in Begleitung seines ersten Schreibers, mehrerer Polizisten ..t V MrfsHSytniZ irt V v Cni 4 UHU 1119 vilUlllsvvyttB lii viii iyv. Eine seltsame Szene entwickelte sich nun. Seine Ehren entledigte sich des Talars und des Oberrockes, nahm einen Hammer und begann Steine zu klopfen. Er wolle einmal mit der eigenen Faust Probiren, wie leicht oder schwer solche Arbeit sei. Mit ihm 'zugleich mußte aber auch der Bogt zugreifen. Beide Männer kamen gar bald in's Schnaufen und Schwitzen. Der behctbige Herr Ausseher hatte das Ding schnell satt und schoß verstohlen wü- " nde Blicke auf den Richter, der ihn zu dieser Mitarbeit angespannt hatte. Das Resultat der eigenartigen Untersuchung zeigte sich im Urtheilsspruche des Richters. Er erl5arte Steineklovfen für eine unerhört harte Arbeit, bedauerte, daß die Stadt für obdachlose Arme keine bessere und nützlichere Beschästigung finden könne, und sprach den Angeklagten frei. ?in den deutschen Gesangnissen steht für den 1. Oktober eine wichtige Neuerung bevor. Bon diefern Tage ab werden die Militärwachen der Strafanstalten u. s. w. wegfallen. . damit der Soldat seiner eigentlichen, militärischen Ausbildung möglichst wenig entzogen werde. Die Gefängnißvernxlltungen werden den militärischen Sicherheitsdienst durch eigene Beamte ersetzen müssen, die in den Höfen postirten Beamten werden dann mit Karabinern bewaffnet.

sluf der Jjintcillnüsfcr ctfrn Humoreske von H. Horina.

' Droben auf der Hinterstruisler Alm hauste im letzten Sommer ein gar sau beres Dirndl. Das war wohl erst siebzehn Jahre alt, aber schneidig, sakrisch schneidig war es, wie noch einmal eine. Der Thalwirth drunten im Kollergraben wußte daher den einkehrenden Touristen manch lustiges Stückchen von der Beverl" dort droben zu erzählen, so daß es des Oefteren den einen oder andern gelüsteu, hinanzusteigen, um dem Dirndl, wie man so sagt, bie Schneid" abzukaufen. Kamen' da einmal bei sinkender Sonne auch zwei Bergkraxler hinaufgeschnauft; der eine überm Steig von der Niederalm, der andre überm Satten von Pichlhammer. Oben, gerade vor der Sennhütte, trafen sich die beiden. Grüß Gott auf der Alm! Wollt's 'leicht heroben nächtigen?" rief das Veverl ihnen mit ihrer hellen, frischen Stimme zu. 'n Tag!" sagte der eine und ' Abend!" der andre. Dann traten sie in die Hütte ein. Das Veverl folgte ihnen auf dem Fuße, und an den Herd tretend, setzte sie ihre Vorbereitungen zum Abendessen fort. Die beiden Herren hielten indeß Umschau in dem halbdunklen Raume, und der mit dem Monokel im Gesicht und dem grünen Lodenhut ließ sich auf der Bank beim Herd nieder. Der andre, welcher wahrscheinlich auch gerne dort Platz genommen hätte, murmelte etwas zwischen den Zähnen und setzte sich endlich auf den bei der Thüre stehenden Hackstock. Wollt's 'leicht an' Schmarr'n?" fragte vom Herde her das Dirndl. M 5h!" meckerte der Lodenhutene. Sch marr'n." . . . w'n Kuß wär' mir bedeutend lieber!" kam es sieghaft vom Hackstock her. Mir auch!" näselte der Lodenhutene. Der Sieghafte wendete müde das wohlfrisirte Haupt. . Ekelhafter Mensch, das!" brummte er in sich hinein. Hat nicht einmal 'nen ordentlichen Gebirgshut mit Gesteck und Will.:, lächerlich!" ' Drnm nahmen die Herren, ihre Rucksäcke vor und begannen von den mitgebrachten Mundvorräthen zu schmaufen. Der Lodenhutene öffnete eine Büchse mit Hummermayonnaise. Gefällig, Fräulein?" schnarrte er und bot der Dirne davon an. Veverl vermochte vorerst keine Antwort zu geben. Fräulein hat er g'sagt! Haha! So a aspaßiger Stadtfrack. I und a Fräulein!" Dann 'roch sie an der Blechdose. Was ' is' denn dös?" fragte sie, 'leicht a Pomadi?" Hummer - Mayonnaise, schönes Kind!" Humln...inay... Versuchen Sie 'mal!" A naa! Mi' kriegst D' net dran!" wehrte Veverl ab. I bleib' bei mein' Schmarr'n; iß Du Dei' Pomad'-Dö-sen alloan!" Unmuthig wandte sich der Lodenhutene ab. Da Izm schon der andre mit einem Gläschen Kognak angerückt. Gefällig, gnädiges Fräulein?" Nun mußte das Veverl geradeheraus lachen. Gnäd'ges Fräulein hat er g'sagt! I hab' ja koa Schleppen net und koan Federnhut. daß D' mi a gnäd'ges Fräulein hoaßt!" rief sie, und an' Schnaps mag i scho' gar net; i trink' lieber mei' Milli'!" .Der Lodenhutener kicherte in sich hinein. So, da hat er's, der ekelhafte Kerl! Wie er sich bei der Kleinen einschmeicheln will, dieser fade Gesell, mit seinem gefälschten Kognak. Kostet sicher nur drei Mark die Flasche und nicht so wie der meinige: Sechs Sterne! Zwölse fünfzig die kleine Vouteille!" Und ostentativ entkorkte er seinen Kognak. Die alte Schwarzwälderuhr am Querbalken schlug die .neunte Abendstunde. Die Sennerin, welche inzwischen fertiggegessen hatte, wischte den Löffel ab und sagte gähnend und auf die Leiter hinweisend, welche auf den Dachboden führte: So, jetz'n krallt's aufi, ös zwoa; i möcht' fchlafa geh'n!" Das war deutlich. Die beiden erhoben sich und krochen die Leiter hinaus. Oben wandte sich der eine nach rechts, der andre nach links, und jeder bettete sich, so gut er's konnte, in's dustende Heu. Die Leiter aber stellte das Veverl wieder beiseite und schlüpfte, die Oberkleider ablegend, in's Bett. Der Lodenhutener schien bald einschlafen zu sein oder markirte er dies blos durch seine tiefen, regelmäßigen Athemzüge?... Der mit' dem Drei Mark-Kognak lauschte hinüber. 'Ja, der eselhafte Kerl schläft wirklich schon!" murmelte er befriedigt vor sich hin. Dann knüpfte er, da die Leiter beiseite gestellt war, vorsichtig sein Seil an einen Dachbalken und ließ sich herab. Sachte schlich er sich näher und näher. Und jetzt o freudiger Schreck! schlug Veverl die Augen auf, blitzte ihn schelmisch an, erhob sich, ohne ein Wort zu sprechen, nahm ihn beim Handgelenk und führte ihn vor die Hütte. Draußen war's stockpechrabenschwarz. Der sieghafte Drei Mark-Kognakmensch zögerte. Doch da flüsterte ihm Veverl so verheißungsvoll zu: Komm nur, mei' liaber Bua!" daß er mit ihr bis an's Ende der Welt gegangen wäre Und sie gingen eine gute Strecke Wegs. Endlich ließ sie seine Hand loS und 'wispelte: So!

Indiens Tribüne,

Da bleibst D' jetz'n sieh'n, und rühr Di net, suTlst fällst D' ma wo abi; i muaß g'schwind. zan Viech schau'n. nacha kimm i glei'!" Damit huschte sie davon und ließ den Sieghaften in der finsteren Nacht zurück. rwünsckt sckilaues Dina!". lächelte ötescr vor sich hin. Hält jedenfalls viel auf ihren Ruf und fürchtete wahrscheinlich, daß dieser ekelhafte Kerl mit dem Lodenhut lauschen könnte. Na" und damit warf er sich in die etwas schwach gerathene Brust sei dem, wie ihm wolle, jedenfalls bin wieder einmal i ch der Bevorzuzte! Ja, ja, habe schon jeher schauderöses Glück bei Damen... Wv kenn nur die Kleine bleibt? ... Doch halt, jetzt höre ich Schritte!" Angestrengt lauschte er in die Nacht hinaus. Tann schüttelte er den Kopf. Das kann nicht das Veverl sein; ich höre zwei daherkommen!" Und mit einemmal schnürte ihm ein Angstgcdanke den Hals zu: Am Ende sind' gar zwei Raubschützen!" Endlich hielten die Schritte in seiner Nähe; ein Flüstern, dann entfernte sich der eine, während der andre zurückgeblieben sein mußte, denn er hörte jetzt deutlich das Knacken eines dürren Astes oder war's am Ende gar ein Gewehrhahn? Wo nur das Veverl bleibt... ich kann mich ja nicht einmal einen Schritt weit wezrühren, denn wer weiß, ob nicht da neben mir ein furchtbarer Abgründ gähnt!" Der Siezhafte ' schnapperte von Angst und Kälte und verwünschte alle Senndirr.en auf der ganzen Welt; aber es half ihm alles nichts, er mußte ausharren auf seinem Platz. Endlich, endlich begann es im Osten lichter zu werden.' Sachte, sachte. Drunten im Thale krähten die Hähne, da und dort regte sich ein Vögelchen im Gebüsch, und nach und nach vermochte der Sieghafte die Umrisse der nächsten Felspartien zu erkennen. Ja und dort, dort die Haare sträubten sich ihm zu Berge stand ein Mann, der unverwandt zu ihm herüberblickte! Das mußte der Raubschütz sein! Herrgott im Himmel, wenn der jetzt anlegt... diese Kerle haben stets eine nie fehlende Kugel im Rohr! Aengstlich starrte er auf sein Visavis und auch der andre ließ ihn nicht aus den Augen. Endlich zuckten die ersten Sonnenstrahlen um die Höhen, .und, nun zuckte es auch in den Gesichtern der beiden Männer. Der Lodenhutene!" Der Drei Mark-Kognakmensch!" kam es im Tone der Erleichterung von ihren Lippen. Dann traten sie aufeinander zu und reichten sich wortlos die froststarren Hände. Noch standen sie so beisammen, da gellte von der Sennhütte her ein frischer Juchzer. Sie fuhren 31t sammen und richteten empörte Blicke nach dem nun näherkommenden Veverl, welches- sie mit der unschuldigsten Miene von der Welt, fragte, ob sie gut geschlafen hätten und ob sie eine warme Milch haben wollten. Nun brauste aber der Lodenhutene auf und schrie: Sie wollen uns wohl noch uzen. Sie ... Sie .. . Stalldirne, Sie!" und der Sieghafte quäkte dazwischen: Das lassen wir uns nicht bieten; bringen Sie uns das Veschwerdebuch! . . . So, haben keines? Nette Wirthschaft, das! 'n Skandal! Kommt in die Zeitung! Wird zur Anzeige gebrachte Das Veverl zog sich, scheu zurück; mit einemmal blitzte es aber in ihren Augen auf: Dort kam um die Ecke eine stämmige Jägergestalt geschritten und dieser Jäger pflanzte sich urplötzlich vor den beiden Helden auf. stemmte die Fäuste in die Seiten und maß sie von oben bis unten. Da verstummte sowohl der Lodenhutene -wie auch der Sieghafte; sie schlichen sich in die Hütte, holten ihre Rucksäcke und stiegen zu Thale. Hinter ihnen aber lachte und juchezte es noch lange her. daß ihnen für immer die Lust verging, jemals wieder hinaufzusteigen auf die Hinterstruisler Alm. Sin Frauenlronner. Eine junge hübsche Hochstaplcrin wird trotz aller Recherchen und Nachspllrungen vergeblich gesucht. Belohnung für die Ergreifung ist ausgeschrieben, aber alles umsonst. Da wird der berühmte Kriminalbeamte Füchslein zu Rathe gezogen. Schon in den nächsten Tagen wird ein Steckbrief veröffentlicht. der folgende Stelle enthält: Die Gesuchte 'hat künstliche Zähne und Haare, auf der linken Seite knappt sie etwas und ist ziemlich altmodisch gekleidet u. s. w." Am nächsten Morgen erscheint wuthschnaubend die längst Gesuchte auf dem Polizeibureau, um sich über diese Verleumdung zu beschweren. Hsimgegoben. Das ist freilich recht schlimm für Sie, daß Ihnen Ihre Kinder so viel Sorgen und Aerger machen. Ich darf mich ja in dieser Beziehung nicht beklagen, meine Kinder sind sehr brav und machen mir nur Freude." V a -t e r : Ja, da sehen Sie es nun wie der, Kinder gerathen selten nach den Eltern." Von unberechenbarem Vortheil ist es, die Pslanzgrube nach beendigtem Pflanzen obenauf mit Dünger, etwa Handhoch zu bedecken. Dies fchützi vor zu scharfem Eindringen des Frostes, hält den Boden feucht und gibt zugleich Nahrung, auch wird dadurch die Oberfläche der Pflanzgrübe unkraui rein gehalten.

22 Juli 1905

Europäische Rachrichten Ans der Vlieinpfnlz. L a n d a u. Ein Schiller-Feier. Abenteuer, das dieser Tage vor dem Kriegsgericht ein Nachspiel fand, hatte für einen Pionier vom 2. bayerischen Pionierbataillon schwere Folgen. Der Angeklagte hatte im trunkenen Zustände bei der letzten Schiller-Feier einem Unteroffizier seiner Kompagnie einen Stoß vor die Brust versetzt und ihn mit dem dort üblichen Schimpf namen Scheerenschlei'fer" belegt. Das Urtheil lautete auf drei Jahre Zuchthaus. S ch i f f e ,r st a d t. In der Kasse des Raiffeisenvercins hier, des bedeutendsten in ganz Deutschland, ist ein riesiges Defizit ermittelt worden. Die Behörden sind eifrig mit der Unterfuchung der Bücher beschäftigt. Der Verein zählt nicht weniger als 1100 Mitglieder. Mürttemverg. Stuttgart. DaS Haus des Händlers Nuoffer hier fing aus bisher nicht aufgeklärter Ursache Feuer, und die Flammen griffen mit solch' rasender Schnelligkeit' um sich, daß sich die Insassen, welche zur Zeit im Schlaf lagen, nicht zu retten vermochten. Als das Gebäude bis auf den Grund niedergebrannt war und die Durchsuchung der Trümmer vorgenommen wurde, fand man die verkohlten Leichen von Nuoffer, seiner Frau und fünf Kindern. Der Finanzausschuß der Kammer der Abgeordneten hat die Forderung von 10.000 Mark zur Prüfung der Frage der Kosten des Baues und Betriebes einer den modernen Anforderungen entsprechenden Thierärztlichen . Hochschule bewilligt. Der 17 Jahre alte Baugewerischlller Karl Bauer von Cannstatt, der vor Kurzem durch Zerstörung wnthvolln Pflanzen und Beete im hiesigen Stadtgarten groben Unfug verübte, wurde von der Strafkammer zu acht Monaten Gefängniß verurtheilt. Dieser Tage vollendete die älteste Frau Stuttgarts, Frau Charlotte Wechßler, geb. Breitschwerdt. Wittwe des Begründers der Württembergischen Feuerversicherungsgesellschaft, ihr 102. Lebensjahr. H e i l b r o n n. Das über die Adlerbrauerei ausgesprochene Militärverbot wurde wieder zurückgenommen, nachdem der Besitzer der Brauerei beim Oberst des Regiments vorstellig geworden, war. . .... - N -t d a x g a r i a ch. Dieser Tage Hat ein Bäckergeselle den Bäcker. Bullinger, dessen Frau und ihr zweijähriges Kind ermordet. Till dingen. Hier starb der frühere Universitätsprofessor Dr. v. .Frariklin, der über 30 Jahre den Lehrswhl für deutsches Privatrecht Handels .und Wechselrecht innegehabt hatte',' Wangen. Die Landtagsersatzwähl resultirte in der Erwählung des Schultheißen .Speth (Centrum). Raden. Karlsruhe. Zum Stadtschulrath an Stelle des aus Altersrücksich. ten zurückgetretenen Hofraths Specht ist der Rektor der erweiterten Volksschule, Dr. Gerwig, ernannt worden. Finanzmmlster a. D. Moritz Ellstadter ist im Alter von 73 Jahren gestorben. F r e i b u r g. Bei der Bürgerausschußwahl der zweiten Wählerklasse siegte die nationalliberale Liste mit getinger Mehrheit; in der dritten Wählerklasse siegte die Centrumsliste. Heidelberg. Unlängst äscherte ein aus unbekannter Ursache entständenes, vom Wind und Wassermangel begünstigtes Großfeuer im nahen Eppelheim , vier Wohnhäuser, sieben Scheunen und verschiedene Oekonomiege bäude ein. Pforzheim. Der deutsche Vortragsverband hielt hier seine 29. Iahresversammlung ab. Der Verband zählt jetzt 246 Einzelvereine mit etwa 126.000 Mitgliedern. Im WinterKalbjahr wurden 631 Vorträge veranstaltet. Die Hauptversammlung wählte wieder 45 Redner und 10 Rezitatoren. ... W e t n h e i m. Der Jnaenieur Schäfer aus Charlottenburg, der an dem Verbandsfest der Korps der TechNischen Hochschule (W. S. C.) theilnahm, stürzte aus dem dritten Stock des Hotels und erlitt schwere Verletzungen. . Auffallend. Gattin: Du, Paul..waö mag denn mit unsrer neuen Köchin los sein, die ist doch nun schon drei Wochen da und hat noch nicht gekündigt?" Ein Todtcnrcqulcm bei Lebzeiten sollte Josef Haydn erfahren. Im Jahre 1805 brachten die Pariser Zeitungen Nachricht von dem Hinscheiden deS großen Komponisten. Als EhrenMitglied deS dortigen Musikinstituts wurde für ihn ein großes Traueramt arrangirt. bei dem man Mozarts Requiem aufführte. Mein die guten Paxtx waren zu eilfertig.. Haydn lachte herzlich, als er die Kunde von seinem Todtenfeste vernahm. Die guten Herren!" sagte er, ich bin ihnen zu Dank verpflichtet für die ungeahnte Ehre. Wenn ich von der Feier nur gewußt hätte, ich wäre dahin gereist, um die Messe selbst zu dirigiren!- Vier Jahre später war das Todtenamt am Platze.

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