Indiana Tribüne, Volume 28, Number 277, Indianapolis, Marion County, 15 July 1905 — Page 4

Jndtana Tribüne IS. Jnli 1905.

Jndtana. Tribüne. Hnaulgestbe von Ux utBrs 8. Indianapolis, Ind. yirr? O. Thulium Präsident. VeschäftSloealt sto, 31 Süd Delaware Straße. TELEPHONE L6S. ttntcrcd &t the Pott Office ot Indianapolis as tecond da! matter.

Amerika und der neue deut sche Zolltarif. 91. Y. Handels-Ztg.) Für die in Kreisen der hiesigen Im porteure hinsichtlich der obigen Frage vorherrschende Ansicht sind die nachfol genden Aeußerungen typisch, welche Leiter der größten hiesigen Firmen gemacht haben. Einer dieser Herren sagte: Wollten die Vereinigten Staaten den Forderungen Deutschlands nach Herfiellung rezlproker HandelZ'Beziehun gen Folge geben, so bedürfte da? völlige Aenderung unseres gegenwärtigen Ta rifgesttzeZ. Dasselbe behandelt alle Nationen gleichmüßig und kennt "keine Maximal und MinimalTarifraten, wie sie indem neuen deutschen Zollge setz vorgesehen sind. Daß sich jedoch der Kongreß Deutschland zuliebe zu ei ner so einschneidenden und prinzipiellen Aenderung bereit finden wird, ist kaum anzunehmen. Unter dem gegenwärtigen Tarif kann der Präsident jedoch behufs Adschließung eine? Reziprozi tätS-VertragS nur hinsichtlich ganz weNiger hiesiger Produkte Zollermäßigun gen gewähren, und könnte er z. 23. nicht sagen, daß ferner GlaS anstatt bisher 60 Prozent nur noch 40 Prozent Zoll zahlen soll. Solche Vertrüge, die sich auf nur ganz wenige Produkte be ziehen, bestehen mit Italien und Frank reich, und sind infolge dessen Marmor ftatuen, Olivenöl, Gemälde und einige andere, aus genannten Ländern kom mende Artikel bei der hiesigen Einfuhr zu einer Zollermüßlgung von 10 Pro zent berechtigt. Für Abschluß eines wirklichen ReziprozitütZ.VertrageS. wie ihn Deutschland anstrebt, würde solch' beschränktes Entgegenkommen unsererseltS jedoch keineswegs genügen. Unser Land verfolgt eine Tarif Politik hauptsächlich mit Rücksicht a'if die eigenen Bedürfnisse, und überläßt eS dem Auslande, sich in die dadurch hier geschaffenen Verhältnisse zu fügen. Deutschland ist natürlich zu gleichem Vorgehen völlig berechtigt, eS kann aber kaum erwarten, daß deshalb die hiesige Politik eine völlige Aenderung erfahren wird. Daß darauf hin ge. spannte Beziehungen zwischen den bei den Ländern eintreten werden, ist wohl anzunehmen, und wird natürlich auch der Jmporthandel schließlich darunter zu leiden haben. Hoffentlich übt man jedoch beiderseits Mäßigung, und je weniger hoch man drüben die Förderungen stellt und je mehr man Erreichbares anstrebt, um so eher besteht die Möglichkeit, daß die beiderseitigen Regierungen zu einer Verständigung gelangen werden. Denn die Ver. Staaten sind groß genug, daß sie sich auch auf einen Zollkrieg mit Deutschland einlassen könnten, und die Folgen eines solchen würden Deutschland schwerer treffen, als die Ver. Staaten. Zu den von den deutschen Handelskammem anläßlich der bevorstehenden Tarifverhandlungen gestellten Forderungen gehört besonders auch die, es sollten bei der hiesigen Zollbehandlung deutschlündische Erzeugnisse nicht mehr mit der bisherigen Rücksichtslosigkeit behandelt werden. Für Annahme dieser Forderung besteht jedoch schon aus dem Grunde keine Aussicht, weil die hiesigen Importeure selbst auf strenge Kontrolle der Einfuhr zur Verhütung von Untervoltirung, dringen. Und ist sowohl die Erfahrung der Zollbeamten als auch die der hiesigen Importeure, daß gerade die deutschen Fabriken eS darauf anlegen, durch Umgehungider hiesigen Zollgesetze sich einen Extraprofit zu verschaffen. Der englische Fabrikant ist schwerfälliger, aber auch gewissenhafter, und haben daher die hiesigen Zollbeamten mit dem Waarenimport aus Großbritannien verhülwißmäßigZweit weniger Schwierigkeiten als mit dem aus Deutschland. Diejenigen deutschen fFadrikanten, die hie? eine Verkaufsstelle haben und die Waare zum Koftenpreife herlegen und dann nicht genügend Zoll darauf zahlen wollen, verursachten den Zoll deamtm die meisten Schwierigkeiten.

Der Preis, der für die Letzteren maßgebend ist, ist der, zu' welchem die Waare . in EngroZ.Quantitäten im Ur fprungSmarlte für Jederman käuflich ist. Diese Bestimmung zu umgehen, lassen die deutschen Fabrikanten, die hier ihre Waare selbst entriren, sich besonders angelegen fein. Im Interesse ehrlicher Konkurrenz ist daher eine strenge Zollkontrolle ein Gebot der Nothwendigkeit, wenn auch die ehrlichen Fabrikanten drüben, wie die ehrlichen Importeure hier mit darunter zu leiden haben." Ein anderer Importeur sagte : Die Annnahme eines Reziprozitäts Vertrages durch den Kongreß ist nur dann wahrscheinlich, wenn wie im Falle von Euba zwischen den Waaren, die wir liefern und die wir beziehen, große Unähnllchkeit begeht. Eubanischer Zucker und Tabak, sowie andere Produkte der Insel sind hier bei der Einfuhr zu einer 20 Prozent Zollermäßigung berechtigt, und verkaufen wir dafür Euba Waaren, welche die Insel nicht selbst produzirt, die sie jedoch auch von Europa beziehen kann. Aehnliche Verträge könnten wir mit einigen anderen tropischen und subtropifchen Ländern abschließen. Aber ein Vertrag mit einer großen europäischen Nation, wie Deutschland, würde keinesfalls gleich befriedigende Resultate liesern. Und darf man mit ziemlicher Sicherheit erwarten, daß die BundesRegierung bei ihrer bisherigen Politik beharren wird, nämlich der, den Tarif den Bedürfnissen des eigenen Landes anzupassen und ihn in unparteiischer Weise gegen alle Nationen zur Anwendung zu bringen, welche im Weltmarkt gegen die Ver. Staaten konkurriren. Daß der Kongreß sich bereit finden wird, dem Wnnsche Deutschlands nach Abschluß eines ReziprozitütZ.VertrageS stattzugeben, ist unter den Umständen nicht anzunehmen. Nur bei müßigen Forderungen seitens der deutschen Regierung wäre eine schließliche Verstündigung zwischen hüben und drüben möglich."

So ganz unberührt von der Tollwuth der Hochfinanz, scheint auch ThomaS Lawson nicht zu sein. Wenn außer Senator Depew noch mehr von den amerikanischen Großen als Spitzbuben an den Pranger gestellt werden, dann eröffnet sich für Lombroso ein rnueS Studienfeld. Dem Lawson Falle kann man die famose Kreter Sophismen trefflich anpassen. Lawson sagt, alle Finanzgrößen sind Schwindler. Wenn das aber wahr ist, so auch Lawson ein Schwindler, schwindelt er aber, so ist er nicht glaubwürdig und die Finanz größen sind ehrliche Leute, ist dieö aber so, dann ist auch Lawson ein ehrlicher Mann und glaubwürdig, ist er aber glaubwürdig, so find seiner Aussage gemäß die Finanzgrößen Schwindler u. s. w., bis Erschlaffung eintritt. Man fragt sich jetzt allgemein, was wohl der besondere Grast" von Thomas Lawson ist. Dieser sonderbare Menschenfreund, der auf seiner VortragSreise wieder und wieder erklärt, daß auch er seine Millionen unrechtmäßig erworben habe, aber beabsichtige zu geeigneter Zeit die ergaunerten Millionen dem Volke zurück zu erstatten, ist jedenfalls nicht uneigennützig. Der Zeitpunkt dafür wäre erst da, wenn er Rockefeller, Ear negle und andere Wohlthäter zur Mittelklasse reducirt habe. Er rathet dem Volke sodann an nur keine Aktien in industriellen Unternehmungen zu kaufen, dann würden dieselben bis zu ihrem wirklichen Werth fallen 'etc. und RockefellerS papierene Millionen wären dahin. Das ist alles ganz gut und schön, aber am Ende ist daS der Zeitpunkt, an welchem Lawson seine Millionen drauf gehen lassen will, indem er die runtergedrückten Aktien selber kaust. Lawson hätte dann Ge legenheit, seinem Werke Die tollgegewordene Finanz" noch ein zweites folgen zu lassen und zwar unter dem. Titel Das dumme Volk." Edith Eovert, ein 14 Jahre altes Mädchen, die in der Wohnung 2110 YandeS Str. in Arbeit stand, wird sich wahrscheinlich im Jugendgericht zu verantworten haben. Edith ist beschuldigt, aus einer Spearbüchse, die sie erbrach, 75 Cents an sich genommen zu haben, sagt aber, daß sie eine Förderung von 91 gegen ihre Arbeitgeber hatte und daß sie sich selbst bezahlte.

Sbcrst" Ksbonne.

?l Priser Nbenteurer und dessen mer?, würdig Laufbahn. Ein Pariser Original ist dieser Tage in der Person des Obersten" Lisbonne vom Schauplatz seiner irdischen Thätigkeit abberufen worden. Mii seinen langen, fettigen Locken, seinem aufgedunsenen Gesicht, auf dem eine etwas wüste und spitzbübische Gemüthlichkeit lag, seinem flachkrempigen Cylinder, der einen literarischen Charakter andeutete, und dem genialischen Schlipsknoten und der Sammetjoppe entsprach, hatte er nichts weniger als ein soldatisch korrektes Aussehen, und in der That war ihm der Titel eines Obersten auch nur von der Kommune verliehen worden. Zu Anfang seiner abenteuerlichen Laufbahn war Lisbonne Schiffsjunge, dann ließ er sich anwerben, kämpfte in der Krim, in Italien und Syrien, verbrachte einige Jahre wegen schwerer Disziplinvergehen in einer Strafkompagnie, gründete dann .in Paris das Theatre des Fvlies-Saint-Antoine, verkrachte und fristete als Versicherungsagent ein kümmerliches Leben. Bei der Kommune, die über viel starke Arme, aber über wenig erleuchtete Köpfe verfügte, leisteten ihm sein gewandtes. Mundwerk und seine theatralisch großartigen Gesten treffliche Dienste; er wurde zum Oberst ernannt und hielt sich bei den Kämpfen gegen die Versailler Truppen tapferer als viele berühmte Maulhelden. Auf dem Boulevard Voltaire wurde er verwundet und gefangen genommen. Mit dem Gleichmuth des Helden einer Römertragödie hörte er die Verkündung des Todesurtheils an, das jedoch in lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt wurde. - Eine allgemeine Amnestie führte ihn aus der Strafkolonie nach Paris zurück. Sein Gewerbe bestand in einer Verbindung des niedersten Theaters mit der niedersten Kneipe; er gründete eine Taverne zum Bagno, wo die Kellner in Sträflingskleidern aufwarteten und die Trinkgelder in die Eisenkugeln aus Pappe steckten, die sie an ihrem Gürtel hinter sich her schleiften; zwischen den Tischen gingen Gefangenenaufsehe? Mit bärbeißiger Miene auf und ab. Eine Zeitlang .blühte das. Unternehmen, die feine Welt wollte den Boheme- und Berbrecher-Hautgout der Kneipe auskosten; als der Witz abae--nutzt war, - kleidete Lisbonne - seine Kellner in die grünen Palmenfräcke der. Akademie, dann eröffnete er ein Ka-. sino der Conciergen. Dazwischen leitete Lisbonne eine Leitung, die täglich einen Kübel unflätiger Schimpfworte im Stile Marats und Rocheforts über die besitzenden Klassen ergoß. -aber zu geistlos war, um auf die Daueren' fesseln. Gegen Amerikanerinneu. Gegen die Heirathen der Engländer mit den amerikanischen Erbinnen wendet sich ein Mitarbeiter der Contemporary Review"; er erklärt, daß fcje. Heirathen mit Engländerinnen, die rn den Kolonien geboren sind, eine krästige, gesunde Nachkommenschaft Mlt vielen Knabengeburten aufzuweisen haben, während die Nachkommenschaft aus den Verbindungen mit Amerikanerinnen schwächlich und im Charakter frivol 'sei ünd nur wenige Knabengeburten aufweise. Es heißt da: Seit dem Jahre 1840 haben 30 britische Pairs oder die ältesten zur Erbnachfolge berechtigten Söhne von Pairs Amerikanerinnen aus den Ver. Staaten geheirathet. Von diesen sind 13 kinderlos geblieben, 5 haben keine Söhne und 5 nur einen Sohn. Im Ganzen beträgt die Nachkommenschaft der 30 amerikanischen Mütter 39 Kinder, wovon 18 Söhne waren. Während derselben Zeit haben 23 Pairs oder älteste Söhne von Pairs koloniale Engländerinnen geheirathet. Von diesen sind nur 4 kinderlos, 7 haben einen Sohn. 8 zwei Söhne und 2 drei Söhne. In den Kreisen der britischen Barone, die Amerikanerinnen geheirathet haben, sind die Ziffern noch überraschender. Die Zahl dieser Heirathen ist 44. Von diesen Ehen sind 17 kinderlos geblieben, und in 8 Fällen wurde nur ein Sohn geboren. Weiter ist noch sehr auffallend, daß von allen Söhnen der .Amerikanerinnen sich auch nicht einer geistig besonderö veranlagt gezeigt und hervorragende Bedeutung erlangt hat, wäh rend aus den Eben mit den Müttern auö den britischen Kolonien einige Söhne sich auf dem Gebiete der Politik und der Literatur rühmlich her vorgethan haben und heute hervorsagende Stellungen einnehmen. Die richtige Zeit. Das Appellationsgericht in Frankfort, Kto.; hat in dem Falle der National Fire Insurance Company" gegen die Firma Peaöl. Gaulbert & Co. in Louisville. Ky., entschieden, daß unter der Bezeichnung Mittags," Standard" und nicht Sonnenzeit" zu verstehen sei. Die Gebäulichkeiten der Louiödiller Firma wurden von einem Feuer zerstört, daö um 11.50 Vormittags auögebrochen war, während die Police um Mittag" auslief. Die Gerichte niederer Instanz hatten entschieden, daß die VersicherungS-Kompagnie den Schaden zu befahlen habe, und diese Entscheidung ist ietzt von dem ölppelkattonSgericht ausrecht erhallen wor den.

I Ausland l JU ? t-hhikk-:-:--: Selbstmord einer Malerin. In Mailand. Oberitalien, erhängte sich die tüchtige Malerin Claudia Gilardelli, die seit Jahren nervenkrank war. Schnitt ihm die Wade .durch. In Kiesdorf. Sachsen, versuchte der 1Z Jare alte Knabe Richter das Mähen und schnitt dabei aus UnVorsichtigkeit dem gleichaltrigen Müller die Wade vollständig durch. Trotz der sofort herbeigeholten ärztlichen Hilfe gelang es nicht, das Blut zu stillen. so daß der Schwerverletzte an Verblutung verstarb. Beim Spiel ertrunken. Zwei Kinder des Fabrikarbeiters Ficht in Meersburg, Baden, spielten am Ufer des Bodensees; dabei glitt der sechsjährige Knabe auf den feuchten, zum See führenden Stufen aus und' stürzte in's Wasser. Sein vierjähriges Schwesterchen wollte ihm zu Hilfe kommen, glitt aber ebenfalls aus. Weil sofortige Hilfe nicht zur Stelle war, ertranken beide Kinder. Stickgase als TodesUrsache. Der Bergmann Jädecke in Hohenleipisch, Provinz Sachsen, wollte in einem neuen Gehöfte, das er mit feiner ihm erst vor Kurzem angetrauten Gattin - zu beziehen im Begriffe stand, am Brunnen eine Reparatur vornehmen. Dabei wurde er durch Stickgase betäubt und stürzte hinab. Der Unglückliche konnte nur mehr als Leiche geborgen werden. Frau als Mönch. In einem Kloster in der Nähe von Bukarest. Rumänien, starb dieser Tage der Mönch Vazul Popovics im Alter von 90 Iahren. Das ganze Dorf betrauerte den gottes fürchtigen Mönch, der die letzten drei Jahrzehnte seines langen Lebens in diesem Kloster verbracht hatte. Groß war jedoch das Erstaunen der Vewohner des Klosters, als es sich herausstellte, daß der verstorbene Mönch eine Frau gewesen war. Abgebrannte historische Mühle. In Plagwitz. Preu-ßisch-Schlesien. ist die dem Müller Knappe gehörige historische Windmühle mit den dazu gehörigen Wohnund Wirthschaftsgebäuden abgebrannt. Knappe ist mitverbrannt, nachdem er vorher ermordet worden war. Knappe galt als reicher Mann, der sein Geld stets baar-bei sich führte. Die Mühle war der Schauplatz des Gefechtes vom 29. August 1813. in welchem eine französische Division von dem russischen General Langeron vernichtet wurde. . Vor der Trauung durchgebrannt. Vor dem Standesbeamten in Lichtcnberg bei Berlin erschien ein junges Paar, um sich trauen zu lassen. Der Standesbeamte war gerade im Begriff, die nöthigen Formalitäten zu erfüllen, als der Bräutigärn angeblich von einem heftigen UnWohlsein befallen wurde und für wenige Minuten das Amtszimmer verließ. Vergeblich harrten die' Braut und die Trauzeugen auf die Rückkehr des zukünftigen Gatten. Am Nachmittage erhielt die verlassene Braut ein Schreiben, in dem der Treulose die Absicht aussprach, nach dem Auslande zu fahren, da ihm im letzten Augenblick vor der Eheschließung Bedenken aufgestiegen seien, ob er in der Lage sei, eine Familie ernähren zu können. Vereitelter Schmuggl e r k n i f f. An der belgischen Grenze bemerkte ein - französischer Grenzaufscher einen Kraftwagen, der unter Umgehung des' Zollamtes über die Deulebrücke bei Warneton auf französisches Gebiet zu gelangen suchte. Ter Beamte suchte dem vorzubeugen, indem er eine Holzbank quer über die Brücke legte, allein das Gefährt überwand das Hinderniß und eilte auf Deulemont zu. Durch Signalschüsse benachrichtigt, sperrten die dortigen ZollWächter nunmehr den Weg durch einen großen Futtertrog, gegen den der Wagen anrannte. Er wurde beschädigt, fuhr aber noch 500 Yards weiter.' Als die beiden Insassen sich darauf verloren sahen, sprangen sie ab und ließen das Automobil im Stich. Es enthielt für 51737 eingeschwärzten belgischen Tabak. Schwere Gewitter mit Hagelschlag haben in verschiedenen Theilen Belgiens und Nordfrankreichs große Verheerungen angerichtet. Ein Bewohner von Vendegie, der mit seinem Sohne eine Kuh von der Weide geholt hatte, wurde unterwegs vom Blitz erschlagen. Der Sohn erlitt ge.fährliche Verletzungen, die Kuh wurde 'zu Boden geschleudert, sprang dann be: oieder auf und floh wie rasend. In er Gemeinde Gheel wurden sechs Häuser ein Raub der Flammen. Auf einem dortigen Bauernhofe fuhr der Blitz in die Küche und tödtete die 25jährige verheirathete Tochter des Päch; ters. Das auf dem Schooße .der jungen Frau sitzende Kind blieb unversehrt, das Gut brannte nieder. In Ostflandern wurden die Leinsaaten : durch den Hagelschlag fast völlig vernichtet. In Petit-Enghien traf ein Blitzstrahl eine Frau, die mit ihren Kindern beim Kaffee saß Sie erlitt gefährliche Brandwunden. In Ottignies schlug der Blitz in die Pfarrkirche .und zertrümmerte die Orgel und die iOrgelbühne.

Üeberall Willkommen ffnö Die Viere bet

Korn

SHmaShaft Starkend Absolut rein. Ofsiee-Telephon 1050. Auch in Flaschen durch das Flaschen-Devartemen zu beziehen. ' Telephones t Neu 1030; rllt 1050,

Rentier a l s Einbrecher. In der Wienerstraße zu Berlin wohnte seit einiger Zeit ein Mann, der sich als Rentier Düring angemeldet hatte. Er trat vornehm auf und besaß in der ganzen Nachbarschaft ein gewisses Ansehen. Der Rentier fuhr mit seiner Gattin häufig in der Droschke aus, besuchte fleißig die Nennbahn und war in den Wirthschaften seines Viertels ein gern gesehener Gast. Dieser Tage wurde nun in der Zorndorferstraße ein Einbrecher Maaßen in der Wohnung eines Briefträgers überrascht und verhaftet. Der Ertappte weigerte sich hartnäckig, seine Wohnung anzugeben. Die Kriminalpolizei ermittelte, daß Maaßen Niemand anderes war. als der Rentier Düring. Der vermeintliche Rentier betrieb den Eibruch im Großen und ließ die Beute durch seine Frau und andere Vermittler unter der Hand verkaufen. Dieses Geschäft brachte soviel ein, daß beide flott davsn leben konnten; 25 Einbrüche, die er nicht mehr leugnen konnte, räumte der Rentier" ein. - Sase-Sall. Die gestrigen Spiele resultirten wie folgt: American.Association. St. Paul, 14. Juli. St. Paul. . . :.2 0 0 0 0 2 2 1 7 Indianapolis. .2000001003 Batterien Ferguson und Noo nan; Cromlky und Weaver. MinneapoliS, 14. Juli. MinneapoliS.,.1 000010002 LouiSvllle 2 000000125 Batterien Thomas, HyneS und Schmidt; Kenna und Shaw. Milwaukee, 14. Juli. Milwaukee.... 0000010001 EolumbuS. . ..10010000 24 Batterien Hickey und Beville; Dorner und Ryan ttansas City. 14. Juli. KanfaS City. .'.1 000003004 Toledo . ...... 1 0 0 0 2 0 2 0 5 Batterien Jsbell und Butler; Kellum, O'Brien, R. Clarke und Zear foß. N a t i o n a l . L l g a. Boston, 14. Juli. Boston 0003000003 Cincinnati 1 1000200 04 Batterien - Wilhelm und Moran; Ewing und Schlei. Philadelphia, 14. Juli. Philadelphia. ..02320000 7 St. LouiS. ...00000 1 1 00 2 Batterien Corridon, Abbott und Dooin; Taylor und Grady. Pittöburg, 14. Juli. PittSburg.....! 00 0 00030 4 Broottyn 01 000 0100 2 Batterien Stricklett und Ritter; Cafe und Peitz. New York, 14. Juli. New York 0 0 0 0 0 010 2 3 Chicago 0 2 0000000 2 Batterien Wiltse, Taylor und Bowerman; Ruelbach und Kling. Bauerlaubnißscheine. H. C. Beehlin, Backstein - Flat, New Jersey und South Str., $13.000. E. E. Mitchell, Cottage, Maryland und Randolph Str., S4000. Annulty and.SavingS Fund Company, drei Wohnhäuser 3411-3415 Salem Str., 3,250. Joseph I. Kreber, fünf CottageS, Nelson Str.. nahe English Ave., S5.000. Sam Rubenö. Back ftein.GeschaftShauS und Flat, Illinois und Maryland Str., G5.000.E. I. Bowen, Wohnhaus,' 24. Str. und College Ave.. $2,000. Charles T. Whitfett, Wohnhaus, Unlversity Ade., nahe Ritter Ave., 3,80tf.

6 Brewing Cg.

HnropaiseS DepartmeÄl Wechsel, CreditSriefe, Postanweisungen, auf alle Städte Europas. Schiffsscheins von und nach Europa. An- und Verkauf auslättdii scheu Geldes. No. 35 Süd Meridian . Str. LlerekaiRt8 National Bank caa in Politische Ankündigungen. Zohn XI. Heinlein. empfiehlt sich den Steuerzählern und Stimm gebern der oten Ward als Kandidat sür Stadtrath, unterworfen der demokatischen Nominationö Konvention. . - ; . u .. .. John Heidenreich, ..Der Florift, Ecke Applegate und Iowa Straße, empfiehlt sich den Stimmgebern der 13. Ward als Kandidat für Stadtrath, Unterworfen der Entscheidung der demokra tifchen NominationS Convention. Michael Vinci, CommiffionS Händler, 122 Süd Delaware Straße, empfiehlt sich den Stimmgebern der Uten Ward als Nandidat für den Stadtrath für diese Ward. Unterworfen der Entschei dung der demokratischen NominationLKon vention. Wie Verfeet Gas Nange wird zum Koftenpreife verkauft, abgeliefert und aufgestellt ohne Unkosten. Der sparsamste Ofen für Kunftgaö. Sprechen Sie vor und sehen Sie dieselben im Gebrauch. TiiE INDIANAPOLIS 6AS C0 9 S. Pennsylvania Str. Dkchmann L5 Orabhorn, .SadrUanten do sewe. Schau-Käften. Slas Ladentische und Ciganen-Tische 828 Oft Wafhrngto Qtraße. lte? Phon law 1. Ul i ni Niagara Faüs ...Ercursion... Donnerstag, den 27. Juli. .... via... Grcat Central and Erie R. II. $7,00 Skundsaw $7.00 Fahrkarten jlal IX JCag fittilg. Liberale Ueberliegnngl Privileaie. illiae NikautflSge nach Torouto, Housand JSland und Montreal. Der pe,ial,ug verlast In dianavolt um Uhr achmmaa. eidera Sie ftch e5lasft,llkeiNaft. ' ,tin . V. lg'o, . P. .

MW M